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1000 Fragen an dich – Teil 19

Es ist Dienstag und hier bin ich wieder.
Heute sind in Berlin Pfingstferien. Ich hatte überlegt, ob wir an einen schönen See fahren oder einen Wasserspielplatz suchen – aber die drei Jungs sitzen zu dritt im kleinsten Kinderzimmer und spielen mit ihren Playmobil-Figuren. Das kommt nicht oft vor – und so soll es heute sein.
Wir waren gestern spontan in den „Gärten der Welt“ und hatten genug Sonne und Natur für heute gleich mit 😉 Berlin ist schon echt toll!

Den freien Tag für mich finde ich auch nicht schlecht.
Soo viele Blog-Einträge warten, der Holunder blüht und duftet schwer und wartet nicht. Die Waschmaschine läuft und die Kaffeemaschine auch 🙂

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Teil 19

Bei Teil 19 bin ich schon!
Ich finde es gleichzeitig spannend und traurig, dass ich viele Fragen schon ganz anders beantworten würde, sollte ich die 1000 Fragen ein zweites Mal beantworten. Vielleicht in 10 Jahren.. das wäre doch was!
Zu Frage 292 würde ich zum Beispiel etwas Neues schreiben, das ich bitte nie wieder erleben möchte. Vor ein paar Tagen wurde vor meinen Augen ein Kind auf dem Schulweg von einem Auto angefahren. Ich war eine der ersten Personen am Unfallort, habe die Feuerwehr angerufen und bin nun als Zeugin angegeben. Es ging einigermaßen gut aus, aber der Schock saß tief. Das war wirklich schrecklich.

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361. Was war deine schlimmste Lüge?
Es ist so: Ich kann irgendwie nicht lügen. Ich kann vielleicht übertreiben, etwas mehr ausschmücken.. aber lügen nicht. Ich finde es ganz ganz schwer, selbst mit Lügen von anderen umzugehen, weil ich Vertrauen so wichtig finde. Lieber halte ich eine schmerzhafte Wahrheit aus, als belogen zu werden! Das möchte ich auch meinen Kindern weitergeben. Ein Erfolg auf Lügen gebaut kann nicht funktionieren.

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Ja. Als Mutter und auch persönlich. Ich finde das herausfordernd, aber bereichernd. Die Kinder werden älter und gehen neue Schritte – und ich gehe mit. Und die Weiterbildung zur Doula ist auch eine Erweiterung meiner Grenzen. Bei Geburten dabei sein zu dürfen? Das ist das Größte, finde ich.

363. Kannst du gut Witze erzählen?
Oooh, es gab eine Zeit, als ich so 12, 13, 14, 15 war.. da hab ich nichts anderes gemacht. Ich finde, ich kann das. Habt ihr hier auf dem Blog schon die Kindersprüche gefunden?

364. Welches Lied handelt von dir?
Eine schöne neue Frage.
Mein Mann hat ein Instrumental-Stück für mich geschrieben, als wir jung verliebt waren.

365. Welche kleinen Dinge kannst du genießen?
Das gab es ja öfter hier.
Kleine Pausen. Allein einkaufen. Blumen sehen. Holunder riechen. Meine Kinder lachen hören. Eine Umarmung von meinem Mann zwischendurch. Einen guten Kuchen backen und kosten. Kaffee trinken. Abends im Garten stehen. Wein trinken. Meine Nägel lackieren.

366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Fragt doch mal Jari.
„Hunger“ – „Durst“ – „Der Nuckel ist weg“
Komischerweise habe ich einen tiefen Schlaf und werde nicht so schnell wach. Manchmal fragt mich mein Mann: „Hast du gehört, dass die Kinder heute Nacht…?“ Ich so: Nö.
Aber wir haben für Freunde schon Nächte durchgebetet oder auf Kinder aufgepasst. Und wenn ich als Doula später Rufbereitschaft habe, werde ich mein Handy dabei haben und vor Aufregung mit Sicherheit schon vor dem Anruf aufwachen!

367. Was würdest du gern an deinem Äusseren ändern?
Ha! Da ich ja nun schon zweimal den Film „Embrace“ angesehen habe – einen Film, den bitte jede Frau zusammen mit Mutter, Töchtern, Freundinnen und Schwestern sehen muss! – denke ich gut über meine Antwort nach und sage: Ich finde mich schön. I have embraced.

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
„Ihren Optimismus, ihr großes Herz, ihre Fröhlichkeit und ihre Gastfreundschaft werden wir nicht so schnell vergessen.“
Ich würde mich freuen, wenn meine Freude an kleinen Dingen, mein Glaube an das Gute und meine Liebe zu Menschen in Erinnerung bleibt.

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Hm ja. Mir kann man Geschichten erzählen…

370. Was würdest du gern mal tun, vorausgesetzt dass es keinenfalls schiefgehen könnte?
Manchmal würde ich wirklich einfach gern wissen, wie Dinge ausgehen. Mit den Kindern (allein) in den Urlaub fliegen. Andere Frisuren ausprobieren. Im Ausland leben und Homeschooling machen. Ein Buch schreiben.

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Muss man dürfen? Hört sich widersprüchlich an. Etwas zu denken ist eine Sache. Aber darüber reden eine andere. Es gibt ausgesprochene Sätze, die tun einfach niemandem gut und die richten viel Schaden an. Über Jahre. Also nein, man muss nicht alles sagen.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Beziehungen.

373. Kannst du gut loslassen?
Ich lerne. Im Loslassen von Dingen und Dingen mit emotionalem Wert werde ich immer besser. Bei den Phasen der Kinder oder überhaupt dem Loslassen der Kinder ist das nicht so einfach. Aber, wie ich sagte, sie gehen Schritte und ich gehe mit. Wir Eltern geben ihnen Sicherheit, sodass sie leichter loslassen können. Und so wird es dann auch weider leichter für mich.
Das Loslassen von Wünschen, Plänen oder Träumen ist auch noch so eine Sache. Da lernen wir unser ganzes Leben, denke ich.

374. Wofür bist du dankbar?
Oh man, wieviel Zeit habt ihr?
Für meinen Mann und unsere drei gesunden Jungs. Für unsere Familien und deren Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft. Für unser schönes Haus und den schönen Garten. Für unzählige gute Freundschaften. Für Frieden in Deutschland. Für Religionsfreiheit. Für eine Krankenversicherung. Für Wasser und Strom. Für einfache Lebensbedingungen. Für Kaffee. Für unser Auto. Für Gesundheit. Für das Internet.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht kennst, wichtig für dich?
Nö, aber ich freue mich darüber.

376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Vor Hunden, auch wenn sie immer alle „nur spielen“ wollen.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Das weiß ich gar nicht mehr.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Ähm Alkohol.. und Milch, Eier, Möhren und gekühlte Schokolade.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Wenn ich früher RTL oder ähnliches geschaut habe, dann war das so. Es ist mir inzwischen fast unangenehm, wenn ich überhaupt TV schaue. Wir sind absolut Team Netflix!

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?
Siehe Frage 346.
Aber vielleicht kommt sie ja erst noch?

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Teil 18

Teil 17

Teil 16

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1000 Fragen an dich – Teil 16

Ich muss die ruhigen Minuten nehmen, wie sie kommen. Auch, wenn das heißt: Zwei Blogeinträge an einem Tag.

Unser Auto ist noch immer in der Werkstatt und ich bin heute schon so viel gelaufen. Bevor ich nachher wieder 2 km spaziere, um Emilian von einem Kindergeburtstag abzuholen und dann wieder 2 km mit ihm zurück laufe, sitze ich also hier mit einem Cappuchino auf der Couch und beantworte die nächsten Fragen. Auf die habe ich mich ja gefreut. Mal sehen, wonach mir heute ist…

301. Worin bist du ein Naturtalent?
Ich kann innerhalb kürzester Zeit Partys oder spontane Treffen mit Freunden planen und durchführen. Ich kann Menschen vernetzen. Ich kann meine Küche aufräumen, wie sonst keiner. Ich kann gleichzeitig mit mehreren Menschen reden und schreiben. Ich kann sowieso gut mehrere Dinge gleichzeitig machen. Ich kann blitzschnell Kinderzimmer aufräumen. (Das wissen meine Kinder leider schon) Ich kann guten Cheesecake und andere Leckereien backen. Ich habe sehr viel Geduld und Nerven für meine Jungs. (Ist es ein Naturtalent, Mutter zu sein?) Ich kann lange ruhig bleiben und viel Stress aushalten.. beim Auto fahren, wenn das Geld knapp wird, wenn mein Mann lange weg ist, wenn es Wartezeiten beim Arzt gibt, wenn viele Kinder durch mein Haus toben. Ich habe einen großen Glauben, dass alles gut wird!

302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum positiven verändert?
Oh, da fallen mir viele ein. Ein paar Freundinnen, mit denen ich zusammen unterwegs bin. Erst Monate oder schon Jahre. Es ist schön, den Weg gemeinsam zu gehen!

303. In welcher Situation warst du unfair?
Ach, da fällt mir genug ein. Mit einem Schulkind, einem Vorschulkind und einem Kleinkind finde ich es schwer, fair zu sein. Wer darf als Erster? Wer darf mehr? Wer darf was? Wer hatte noch nicht? Und warum? Und ich hatte noch nie! Und das ist so unfair, Mama!

304. Fühlst du dich fit?
Direkt nach meinem Sportprogramm habe ich mich sportlich und ausgepowert gefühlt, aber nicht direkt fit. Dann hab ich nach so ein paar Tagen oder Wochen? Pause mit der nächsten DVD angefangen und war erschrocken, wie un-fit ich bin! Diese 30 Tage sind eben nach den 30 Tagen vorbei. Bumms. Jetzt habe ich zum Geburtstag die dritte DVD geschenkt bekommen und ich hab wirklich Lust darauf. Aber.. man muss es auch machen, ne? 😉
Um die Frage mal direkt zu beantworten:
Ich fühle mich gut und habe keine Schmerzen, ich schaffe das, was ich schaffen muss. Aber mehr geht immer.

305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Ähm. Die „Angelegenheiten“ die wir haben, sind geregelt. Haha. Aber das sind nicht viele. Ich sage mal: Es ist kompliziert.

306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?
Ich muss sofort an Filme denken, von denen ich enttäuscht war, nachdem ich auch das Buch gelesen habe. Es gab Bücher, mit denen ich mich echt schwer getan habe. Gerade fällt mir keins ein.

307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Der letzte halbe Umzug war im März 2015 von Kalifornien zurück nach Berlin. Damals habe ich mich so nach Berlin gesehnt. Heute frage ich mich, warum wir jemals zurück gekommen sind. Naja. So ist es.
Der letzte richtige Umzug war im Februar 2012 von unserer kleinen schönen Wohnung in Hohenschönhausen in unser Häuschen hier im Süden Berlins.

308. Neigst du zum Schwarz-Weiss-Denken?
Nein. Ein bißchen denke ich wohl rosa. Alles wird gut.

309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Meine Augen leuchten, ohne dass ich was dafür tun muss. In mir kribbelt es und ich hab das Gefühl, ich könnte vor Freude platzen. Manchmal muss ich quietschen. Die Sekunden, bevor ich meinen Mann (oder die Kinder auch) nach ein paar Tagen oder Stunden wiedersehe, sind so aufregend und vergehen viel zu langsam.

310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Viel würde ich nicht sagen. Isst man nicht immer zu viel?
Aber hier und da leckere Snacks und guter Wein oder Saft oder das Lieblingsbier (Hallo K.!) oder Cocktails – hach, das macht das Leben doch schöner! Ich bin fasziniert, wie glücklich man Freunde mit gutem, selbstgemachten Essen machen kann!

311. Welche Dinge stehen noch auf deiner to-do-Liste?
Warum steht da „noch“? Soll das heißen, ich bin bald fertig?
Also seit langer Zeit steht da „Fotobücher“. Ich hab für jedes Jahr ein Fotobuch für die Kinder gemacht. Anfangs für jeden eins und dann ab 2015 eins für beide. Und 2016 und 2017 fehlen mir inzwischen. Und ich werde. das. nicht. von. der. Liste. streichen!!! Und wenn ich auf eine Nacht verzichten muss! (Im Moment scheitert es daran, dass ich Flickr nicht mit dem Cewe-Fotoprogramm verbinden kann, falls jemand Ahnung hat.)
Und sonst steht da „Doula Bücher lesen“, „Blogeinträge veröffentlichen“, „Flohmarkt vorbereiten“, „Garten“, „Kinderkleidung sortieren“ und immer sowas.

312. Hegst du oft Zweifel?
Immer weniger.

313. Womit bist du unzufrieden?
Mit einigen Teilen meines Körpers, die durch die Kinder wohl für immer eben so aussehen. Mit unserer finanziellen Situation und dem Druck für meinen Mann. Manchmal mit dem Wetter. Manchmal mit der Frechheit meiner Kinder. Mit zu vollen Kinderzimmern. Mit zu wenig Zeit für mich, für uns haben.
Aber das soll nicht im Vordergrund stehen. Ihr kennt das.

314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Bevor ich einen Flug buche, mache ich mir viele, viele Gedanken und rechne fast damit, dass ich abstürze. Aber wenn ich dann einsteige, gewinnt die Spannung und Vorfreude und die Abenteuerlust. Ich bin nicht oft geflogen, aber ich mag es gerne.

315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Nein. Ich finde es eher anstrengend, immer darauf zu achten, wer mit Bezahlen oder Beschenken dran ist. Ganz nach Gefühl. Ich gebe gerne. Dann kann ich auch Hilfe annehmen, wenn ich mal nicht geben kann.

316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Ja, in Schulzeiten. Und generell fühle ich mich als Frau und Erzieherin und Hausfrau und Mutter auch schon manchmal schikaniert. Aber das ist eine andere Geschichte.

317. Wie spontan bist du?
Ziemlich.

318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Ja. Passend auch zu Frage 315. Warum nicht?

319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Wenn ich das Gefühl habe, enge Freunde enttäuscht zu haben oder ihnen nicht gerecht werden kann.

320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Wir haben gerade letztens festgestellt: 16 oder 17 Jahre. Mehr als unser halbes Leben! Und eigentlich ohne Pause. Haach <3

 

Nutzt den Abend,  um meine anderen Antworten zu lesen. Viel Spaß!

Teil 1

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Teil 2
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Teil 3
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Teil 4
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Teil 6
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Teil 7
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Teil 8
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Teil 10
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Teil 13
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Teil 14
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1000 Fragen an dich selbst – Teil 12

Wir haben heute den Garten und die Terrasse schön gemacht – ich möchte morgen meinen Geburtstag draussen feiern!
Zwei Käsekuchen sind schon fertig, die Kinder rennen im T-Shirt draussen rum und wissen gar nicht, wohin mit ihrem Glück. Ist das schön!

Während einer Kaffeepause widme ich mich den nächsten Fragen:

221. Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?
Ich glaube, ja. Manchmal passt es einfach.
Und ich muss aber sagen, auch auf den zweiten. Ich hab manchmal gedacht, dass ich schon so viele tolle Freundinnen habe und gar nicht auf die Suche nach neuen gehen muss. Und dann habe ich aber wieder ganz wunderbare neue Frauen kennengelernt und festgestellt, wie gut wir wieder zusammen passen. Das ist echt faszinierend.

222. Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?
Ich versuche es. Mir reichen kleine Pausen, wie jetzt: Kaffee auf dem Sofa, kurz die Augen schließen. Ich merke aber, weil ich relativ oft solche kleinen Zeiten für mich oder mit Freundinnen habe, mache ich keine großen Pausen. So ein Wochenende mit einer Freundin oder dem Mann verreisen.. oder mal ein Shopping-Tag ohne Kinder.. das wäre schön!

223. Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?
Ich hab das Gefühl, meine Jugend war nur so. Aber jetzt im Nachhinein waren es wohl nur Schwärmereien. Über die Schwärmereien ging es dann oft nicht hinaus. Richtig echt verliebt war ich nur in meinen Mann, glaub ich.

224. Steckst du Menschen in Schubladen?
Ich befürchte, das tue ich. Manchmal passt es und ich kann Menschen besser einordnen – aber natürlich ist niemand nur „so“ oder „so“.
Aber ich lasse mich auch eines besseren belehren und lerne so zum Beispiel ganz tolle Menschen kennen, siehe Frage 221. Der Satz „Jeder ist normal, bis du ihn kennen lernst“ trifft es gut.
Und mir ist es andererseits auch wichtig, nicht in gewissen Schubladen zu landen.

225. Welches Geräusch magst du?
Das ist eine ganz tolle Frage, auf die habe ich mich schon lange gefreut. Ich mag Vogelgezwitscher, besonders sehr früh am Morgen oder in der Abenddämmerung. Ich mag das ausgelassene, laute, glückliche Lachen meiner Kinder. Das Rattern der Kaffeemaschine. Ich mag Wellenrauschen am Meer. Ich mag es, wenn mein Mann meinem Namen sagt. Ich mag das nächtliche Schnuffeln meines Babys, wenn es am Nuckel saugt. Ich mag den Klang von guter Musik, a capella oder instrumental. Das Geräusch beim Anzünden eines Streichholzes. Das Rascheln von Füßen im Laub. Das Lachen von Freunden. Ich mag das Knacken von Eiswürfeln, wenn sie ins Getränk geworfen werden. Ich mag das Geräusch vom Zerhacken von Zartbitterschokolade. Ich mag, wenn mein Mann Klavier spielt. Schreie von Möwen.

226. Wann warst du am glücklichsten?
Ach.. oft. In Kalifornien.. in Laguna Beach. Jung verheiratet. Als frische Mama. Aber am glücklichsten? Da möchte ich mich jetzt nicht festlegen.

227. Mit wem bist du gern zusammen?
Mit meinem Mann. Mit guten Freunden. Mit Familie.

228.Willst du immer alles erklären?
Nein, aber ich möchte verstanden werden.

229. Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?
Als ich mich für die Weiterbildung zur Doula angemeldet habe.

230. Was war deine größte Jugendsünde?
Ich habe heimlich mit einer Freundin geraucht. Einmal.

231. Was willst du einfach nicht einsehen?
Bewusste Bösheit. Macht-Ausnutzung. Erpressung. Kindesmisshandlung.

232. Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?
An einem Weihnachten bin ich als kleines Mädchen zusammen mit meiner Schwester ins Weihnachtszimmer gekommen. Unter dem Baum lagen zwei Puppen und ich rief erstaunt: „Oh! Zwei Puppen für mich!“

233. Welchen Tag in deinem Leben würdest du gern noch einmal erleben?
Da kann ich mich auch nicht entscheiden. Vielleicht die Hochzeit. Oder meinen 30. Geburtstag. Oder einen Tag in Kalifornien. Es gab auch schöne Tage in meiner Kindheit.. so viele Möglichkeiten!

234. Hättest du gern mehr Zeit oder mehr Geld?
Jetzt gerade? Mehr Geld.

235. Würdest du gern in die Zukunft schauen können?
Nein, lieber nicht. Ich vertraue, dass zur richtigen Zeit das Richtige passiert.

236. Kannst du gut deine Grenzen definieren?
Ich übe es. Ich müsste ab und zu mehr Nein sagen. Ich plane meine Tage manchmal zu voll und überfordere meinen Mann mit meinen Partys. Es ist schön – aber es geht über unsere und meine Grenzen.

237. Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?
Ähm.. nö, ich glaub nicht.

238. Hast du einen Tick?
Nö, ich glaub nicht.

239. Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?
Auf jeden Fall eine Momentaufnahme. Als Ziel funktioniert es nicht, man wird nur enttäuscht sein.

240. Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?
Mit Menschen, die mich gern haben. Die mich gehen lassen können.

Lest gern alle meine anderen Antworten hier:

Teil 1
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Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
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Teil 7
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Teil 8
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Teil 9
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Teil 10
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Teil 11
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1000 Fragen an dich – Teil 6

Haaach, es ist wieder Dienstag: „Fragen-Zeit“. Wie schön!
Danke an euch, die ihr mir eure Antworten geschickt habt.
Echt ein Schatz!

Ich mach‘ dann mal hier weiter:

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Ich hab echt keine Ahnung. Das hat mich noch nie interessiert. Ich google mal kurz…. Nee, noch schlimmer. Man sucht sich wahrscheinlich das raus, was passt oder was man gern hätte. Keine Ahnung, ist mir auch egal.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?
Rosa, altrosa, hellrosa, dunkelrosa. Dann noch die passenden Brauntöne dazu.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus?
Nein, ich kann gut bummeln und Zeit verplempern. Und früh aufstehen ist sowieso nicht mein Fall. Wenn ich mich zusammenreiße und strukturiere, kann ich an einem Tag das ganze Haus umräumen, mehrere Ladungen Wäsche waschen, alle Kinderzimmer aufräumen, Cheesecakes backen und wahrscheinlich dann noch die Welt retten. Aber siehe Frage 85: Ich genieße den Moment. Ich nehme mir die Zeit. Nichts liebe ich mehr in meinem aktuellen Leben, als einfach Zeit zu haben! Der Haushalt kann warten. Aber die Kinder wachsen mir trotzdem davon und ich möchte dabei zusehen.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?
Gar keine. Wir haben keine Möglichkeit, TV zu sehen.
Im Urlaub ist es mal schön, doch dann nervt uns die Werbung so unglaublich. Für uns und die Kinder ist das gar nicht gesund. Wir lieben Netflix, manchmal gucken wir in der Mediathek. Für Zeiten, in denen die Fussball-Weltmeisterschaft oder die Olympischen Spiele laufen, finde ich das schade.. aber im Rest des Lebens vermisse ich das Fernsehen keine Sekunde.

105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben?
Wenn es große Entscheidungen zu treffen gibt, wenn Bauarbeiten anstehen, wenn viel zu bedenken ist, wenn es Geld-Sorgen oder Versicherungs-Formulare gibt oder man sich einfach schrecklich erwachsen verhalten muss, würde ich am liebsten immer Mama und Papa anrufen oder alles meinem Mann überlassen. Das klappt auch oft gut und ich fühle mich also nicht immer sehr erwachsen, aber ich glaube, das beides ist ausgeglichen.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?
Erstaunlicherweise, wenn es sein muss, dann geht es. Im Urlaub. Mein Mann und ich stehen uns da in nichts nach und zum Beispiel im Oktober auf Korsika war es echt lustig, wie wir beide dann immer wieder um das tote Handy herumschwarwenzelt sind… Aber es geht. Wirklich. Wenn das Handy noch Fotos machen kann, bin ich schon glücklich.

107. Wer kennt dich am besten?
Mein Mann. Manchmal besser, als ich mich selbst.

108. Welche Arbeiten im Haushalt findest du am langweiligsten?
Babyflaschen auswaschen. Wäsche aufhängen. Spülmaschine ein- und ausräumen. Kochen.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?
Ja.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag aus?
Ach.. Zuerst ausschlafen. Nein, davor noch: Sonne durchs Fenster! Und dann im Bett bleiben dürfen. Pancake-Frühstück mit Ei und Bacon und Kaffee und Orangensaft mit der Familie. Mich stört kein dreckiger Boden und keine schmutzigen Fenster. Wenn die Kinder im Garten spielen, würden mein Mann und ich für einen zweiten Kaffee sitzen bleiben, uns ansehen und lächeln.
Vielleicht gehen wir dann alle zusammen raus, in den Britzer Garten, an den See, Freunde treffen, Eis essen, lachen, Sonne. Am Abend würde ich entweder lange mit Freunden und Familie draussen am Feuer sitzen, Wein trinken (das fühlt sich erwachsen an!), Musik hören, vielleicht Spiele spielen. Oder ich würde auf hohen Schuhen Hand in Hand mit meinem Mann die Schloßstr. auf und ab flanieren, er würde mir vielleicht Ohrringe kaufen und wir würden Sushi essen gehen.
Jetzt hab ich Sommer-Sehnsucht!

111. Bist du stolz auf dich?
Ja… ja, bin ich. Aber genauso sehr dankbar.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Ich kann mit allen möglichen Gelenken knacken. Ist manchmal nicht nutzlos. Mein Mann würde sagen, ich kann Schmutz sehen, wo keiner ist…

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Haha, meine Back-Challenge auf dem Blog.
Und das jährliche Fotobuch meiner Kinder. Aber das geb‘ ich noch nicht auf.

114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol?
Alkohol trinken fing für mich irgendwie erst nach der Hochzeit mit meinem Mann so richtig an. Ich bin die älteste von vier Kindern, als alle noch zuhause waren, gab es da irgendwie kein Alkohol. Oder ich hab’s nicht gemerkt.
Meine Eltern kümmerten und kümmern sich immer mal wieder um alkoholabhängige Menschen. Wir Kinder waren oft mittendrin und „Alkohol“ war nicht direkt verboten, aber wir kannten die Gefahr und das Drama.
Dann, als „Erwachsene“, zusammen mit meinem Mann, habe ich das Alkohol trinken eher kennen- und schätzen gelernt. Wir haben uns jetzt nicht die Hucke vollgesoffen, aber es gibt doch so leckere Cocktails. Und Wein! Das ist so gesellig und lecker.
Ich trinke nicht, um zu vergessen oder komplett abzuschalten.. diese Abstürze gab es allerdings auch. (Und wenn man das als Jugendliche nicht konnte oder wollte, dann muss man da eben mit 30 durch. Und wenn die Kinder am nächsten Tag auf der Matte stehen…) Ich mag es in Maßen, am Abend, mit Freunden.. einfach gern.

115. Welche Sachen machen dich froh?
War das nicht irgendwie Frage 82?
Vielleicht hat sich nicht viel geändert. Ich schreib das nochmal. Alles. Ich mach das so gerne.
Kaffee. Sonne. Mit Freunden treffen. Spieleabende. Meinen Kindern zuhören. Zeit mit meinem Mann. Saubere Fenster. Sonnenuntergänge. Wärme. Rosa Blumen. Lakritz. In der Sonne sitzen. FlipFlops tragen. Ohrringe kaufen. Erfolgs- und Glücks-Erlebnisse mit anderen teilen. Nägel lackieren. Der Geruch meiner Babys. Ehrliche Gespräche mit Freundinnen oder meinen Kindern. Gute Musik. Gute Filme. Gute Bücher. Zeit haben. Ein Bad nehmen. Ausschlafen. Verstanden werden. Überraschungen machen. Und sowas eben.

 

116. Hast du heute schonmal nach den Wolken im Himmel geschaut?
Bestimmt. Aber der Blick ging heute eher nach unten, weil wir die Frühlingsblumen gesucht haben.

117. Welches Wort sagst du zu häufig?
Wenn „Ichwerdhiergleichverrückt“ ein Wort ist, dann das.
Das sage ich, wenn die Kinder nicht hören, wenn sie alle drei zu sehr gackern, bis sie umfallen, wenn der gerade gesaugte Boden vollgekrümelt wird, wenn Jari abends schlecht einschläft, wenn wir nicht pünktlich loskommen, wenn ich im Stau stehe, wenn der Laptop sich aufhängt…

118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Nicht so das auf-der-Bühne-mit-Mikrofon-Mittelpunkt. Und ich bin auch nicht die, die gern große Reden schwingt. Aber in einer kleinen, feinen Gruppe mag ich das schon.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
Es ist mir ganz wichtig, regelmäßig Zeit mit nur einem meiner Söhne zu verbringen. Das möchte ich noch öfter tun. Und Trinken. Ich muss mehr trinken.

120. Sind Menschen von Natur aus gut?
In der Bibel sagt Gott, nachdem Noah mit der Arche sicher gelandet ist: »Nie mehr will ich wegen der Menschen die Erde verfluchen, obwohl sie von frühester Jugend an voller Bosheit sind. Nie wieder will ich alles Leben vernichten, wie ich es getan habe!“
Mein Mann hat mich ein bißchen gelehrt, eher das Gute in jedem Menschen zu suchen.. aber ach, ich weiß es nicht.

Ich mag es, dass sich einige Fragen immer wieder um ähnliche Themen drehen und dass es aber dazwischen auch mal was ganz Neues gibt. Ich denke, ihr wisst jetzt, wie sehr ich an meinem Handy hänge und was mich froh macht.. mal sehen, was kommt. Es sind ja noch echt viele Fragen.
Wer bis jetzt noch nicht mitgemacht hat: Hopp hopp, tut gar nicht weh.

Teil 1
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Teil 2
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12 Monate mit Jari

Morgen feiern wir den 1. Geburtstag von Jari!

Wir freuen uns darauf und sind sehr glücklich über den kleinen Bruder. Besonders ich hänge jetzt in Gedanken immer mal wieder im letzten Januar. Diese Tage des Wartens, diese Ungewissheit, die Vorwehen und der erste Besuch im Krankenhaus, Fehlalarm. Dann diese Blitz-Geburt und mein dritter Sohn in meinen Armen.

Trotz aller Aufregung wird das aber wohl der ruhigste Geburtstag aller 12 Kindergeburtstage, die ich schon gefeiert habe.

Jari ist gesund und glücklich. Er hat alles, was er braucht! Er selbst spürt von der Aufregung nichts. Wir werden morgen einfach die Gelegenheit nutzen, die Familien wieder an einem Tisch zu haben, Käsekuchen essen und uns über Jari freuen.
Es gibt ein Geburtstags-T-Shirt und Luftballons.
Mehr nicht.

Diese Entspannung und Zufriedenheit, die ich gleich nach der Geburt des dritten Kindes geübt und genossen habe, hält bis jetzt.
Sicher trägt unsere Erfahrung und Ausgeglichenheit, auf jeden Fall aber auch die größer gewordene Familie und die Hilfsbereitschaft der Jungs dazu bei. Wir haben uns zu fünft gut gefunden.

Trotz der drei Krankenhaus-Besuche war das Jahr mit Baby ganz toll. Urlaube, Ausflüge, Partys, Wanderungen… haben wir alles gut geschafft.
An den überraschenden Wechsel zur Flaschen-Nahrung haben wir uns trotz erster Schockstarre gut gewöhnt. Noch immer bekommt er ein paar Flaschen am Tag und das können wir inzwischen mit links, mit Baby auf dem Arm und fast blind anrühren.

Noch immer schläft Jari im Beistellbett an unserem Bett – ich glaube, inzwischen länger als die anderen beiden damals. Er wird nachts noch ein- oder zweimal kurz wach. Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass er noch da schläft. Auch wenn Durchschlafen wirklich wirklich toll wäre – dieses in-der-Nacht-aufstehen-und-rumlaufen kann ich nicht. Geht nicht.

In diesen Tagen jetzt kommt der erste Zahn!
Aber selbst dieses kleine Drücken im Mund lässt ihn nicht sehr quengelig werden. Natürlich ist er manchmal weinerlich, hungrig, müde, erkältet, unruhig oder ängstlich – aber die meiste Zeit ist er zufrieden und fröhlich, übermütig und schelmisch – und immer in der Nähe von einem von uns.

Ich schrieb mal, dass ich nicht sagen kann, wer von uns Jari am meisten liebt. So ist es noch immer.
Und diese Liebe wächst, je mehr „etwas mit Jari anzufangen ist“ und er die Liebe erwidert. Er ist soo glücklich, wenn er im Zimmer der Jungs spielen kann – und sogar in ihr Bett darf. Niemand kann ihn so zum Lachen bringen wie Emilian oder Liam!
Wenn er den Schlüssel in der Tür hört und weiß, dass Papa nachhause kommt, dann fliegt er fast zur Tür. Und auf Papas Arm, da ist sein liebster Platz!

Noch immer „krabbelt“ er mit einem Bein und zieht das andere hinterher. Irgendwie. Aber eigentlich kann er längst laufen. Wenn er die Hände voll hat oder vergisst, dass es zwei freie Schritte vom Stuhl zur Couch sind, dann läuft er diese Schritte, ohne nachzudenken.

Er beginnt langsam, Bücher irgendwie aufzuklappen und anzuschauen. Er liebt es, an einer Zahnbürste zu lutschen (an einer neuen), oder sich auch mal das Zahnpasta der Jungs aufs T-Shirt zu drücken, während ich dusche.
Mehrmals am Tag nutzt er eine freie Sekunde, um die Treppe hochzuklettern. Das macht er sehr gut und sicher, aber seit letzter Woche gucken wir doch genauer hin. Er ekelt sich vor Körnerkissen. Sehr!
Er lernt sehr schnell. Wenn er beispielsweise meine Hanteln im Wohnzimmer findet, nimmt er sie in die Hand, versucht meine Bewegungen nachzuahmen und dreht sich zum Bildschirm um, um den Fitness-Film zu suchen.

Den Augenblick der verdächtigen Stille kennen wir, genau so seine Töne, die wichtig erzählen und berichten wollen, seine Beschwerde-Rufe und sein Such-Ton. Mit komischem lauten Krächzen zeigt er, dass er ungeduldig oder hungrig ist. Wir erinnern ihn an unsere Babyzeichen und er macht erste Versuche, sie nachzuahmen.

Im Moment lachen wir alle sehr über seine Mund-Pups-Geräusche, sein Kopfnicken-üben, sein stolzes Klatschen einfach so und seine Grimassen. Er lacht neuerdings, in dem er den Mund weit aufreißt und laut die Luft einsaugt. So witzig! Er reißt die Arme hoch, wenn wir fragen: „Wie groß ist Jari???“

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Wenn wir am Morgen aufwachen, sind Papa und Emilian schon auf dem Schulweg. Liam kommt dann ins Schlafzimmer und begrüßt Jari. Wie verschlafen Jari auch sein mag – wenn er am Morgen seine Brüder erblickt, leuchtet sein Gesicht.
Liam zieht ihm dann den Schlafanzug aus und nimmt ihn auf eine erste Erkundungstour mit, während ich ins Bad gehe.

Wir frühstücken entweder bevor, oder nachdem ich Liam in die Kita gebracht habe. Jari mag Toast mit Frischkäse oder Marmelade – neuerdings verschlingt er auch eine große Portion Haferflocken mit Obst. Trotz eigentlich keiner Zähne, haben wir inzwischen aufgehört, den Mittagsbrei zu pürieren und es schmeckt ihm. Er liebt es, mit zwei Fingern die Erbsen unter den Nudeln zu suchen.

Am Vormittag wuselt er um mich herum, spielt hier, sabbert da, entdeckt seine Schätze und genießt es, Mama und Papa allein zu haben.

Wenn er müde wird, bekommt er entweder sein Mittag oder, wenn es schneller gehen muss, eine Flasche. Denn der Abhol-Gang beider Jungs dauert manchmal bis zu zwei Stunden. Wenn Jari satt und warm im Kinderwagen liegt, kann er da bis zu drei Stunden schlafen. Meist ist das sein Mittagsschlaf, an frischer Luft. Es kommt aber auch vor, dass er tagsüber zwei kürzere Schläfchen auf der Couch macht.

Am Nachmittag verbringen wir die Zeit zuhause, wenn keine Termine anstehen. Jari will überall dabei sein, wird mal gelockt und mal weggetragen, wird gefüttert und bespaßt, ausgetrickst und zum Lachen gebracht. Er ist immer im Mittelpunkt, obwohl unser Nachmittag sich nicht so sehr um ihn dreht, wie der Vormittag. Das ist ein deutlicher Unterschied zu den ersten beiden – aber uns fünfen geht es sehr gut damit.

Zu fünft essen wir Abendbrot, alle an einem Tisch, voll und gelebt vom Tag. Wir genießen den vollen Tisch, den Austausch und das Zusammen-sein.

Im Moment ist es so, dass wir viele Abend-Termine haben und einer von uns beiden meist allein die Kinder ins Bett bringt. Das sind erst gegen 20:00 Uhr die großen Jungs und Jari schläft unten auf der Couch oder auf unserem Arm ein, während wir schreiben, lesen, netflixen, reden, Sport machen, aufräumen oder chillen. Wieder gönnen wir ihm und uns diese Zeit zu zweit/dritt und beenden den Tag ganz ruhig.

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Diese letzten ersten 12 Monate mit Jari waren voll und schön. Er gehört so sehr dazu, dass wir uns ihn nicht mehr wegdenken können. Jeder von uns hat eine eigene Beziehung mit Ritualen und Besonderheiten mit ihm.
Oft fragen mich Mütter mit einem Kind, wie das so mit mehreren Kindern ist. Ob das Erste sehr vernachlässigt werden würde, wenn ein Zweites kommt? Ob das Herz genug Platz hat, man könne sich ja schließlich nicht teilen.

Es ist immer genug Platz im Herzen. Mit vielen Kindern wird die Liebe der Eltern nicht weniger, sondern mehr. Sie läuft über. Und dieser Bund zwischen Geschwistern verbindet ein Leben lang.

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