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Doula: Meine erste Rufbereitschaft

Im Sommer mal fragte mich eine Freundin (die meine Entscheidung, Doula zu werden, auf dem Blog verfolgt hatte), ob ich Lust hätte, bei ihrer Geburt dabei zu sein. – Und natürlich wollte ich!!

Die Freundin L. ist selbst daran interessiert, vielleicht Doula zu werden und wollte gern helfen, dass dieser Begriff bekannt gemacht wird. Sie erwartete das 3. Kind und der Termin war Ende September. Mit ihrem Mann hatte sie besprochen, dass es okay für beide wäre, wenn ich dabei bin. Das war mir wichtig. Ich besprach mit ihr, wie und wo sie sich die Geburt vorstellte und was meine Rolle sein könnte.

Sie plante, im Geburtshaus ihr Kind zu bekommen. Wir besprachen, dass ich eher als Praktikantin im Hintergrund zugucken könnte, weil die Hebamme(n) sowieso nur für sie in Rufbereitschaft – und unter der Geburt nur für sie da sein würden. Als Doula werde ich die Frauen wahrscheinlich größtenteils ins Krankenhaus begleiten.

Wir blieben locker in Kontakt und Anfang September besuchte ich sie, ihren Mann und die zwei Töchter am östlichen Rand Berlins. (Ob das dritte Baby ein Mädchen oder ein Junge war, wollten die beiden nicht vor der Geburt wissen.) Ich war eine gute Stunde mit dem Auto unterwegs und ahnte ungefähr, auf was ich mich einstellen konnte. Noch dazu waren die ersten beiden Geburten eher schnell gegangen und L. rechnete damit, dass es, wie bei den anderen Geburten, wieder früher losgehen würde…

Ich nahm sie als eine sehr entspannte und optimistische Schwangere wahr und so dachte sie auch über die bevorstehende Geburt. Natürlich mit Respekt und Unsicherheit, ob alles gut gehen würde.. aber auch mit realistischen Vorstellungen, wenig Scheu und viel Offenheit.

Weil ich ja der Rufbereitschaft ohne zu zögern zugesagt hatte, hatte ich natürlich nicht auf die Termine meiner Familie geachtet. Ich besprach mit L., dass ich im allerallergrößten Notfall absagen würde, sollte ich wirklich verhindert sein oder es nicht rechtzeitig schaffen. Das würde ich als Doula natürlich nicht tun. Ich würde einer Schwangeren erst zusagen, wenn ich die 20 Tage Rufbereitschaft wirklich sicher zusagen kann.

Und so stellte ich mich ungefähr ab dem 10. September auf meine erste Rufbereitschaft ein.

Ich hatte das Handy immer bei mir. Immer!
Wenn ich vorher gedacht hatte, ich war oft am Handy.. nein, war ich nicht!
Nachts ließ ich den Vibrationsalarm an, später auch den Ton. Tagsüber hatte ich unterwegs immer einen extra Charger und mindestens ein Kabel dabei, weil mein Handy gerne so ab 40% Akkustand einfach abschaltet.

Wir hängten eine neue Tafel in die Küche, auf die wir beide alle unsere Termine für eine Woche schrieben, weil mein Mann jederzeit bereit sein wollte, alles zu übernehmen. Überhaupt verabredeten wir wenig Termine, die eine lange Autofahrt oder viel Organisation mit sich bringen würden. Ich ging nicht, wie geplant, mit den Jungs ins Schwimmbad, weil ich dort natürlich nicht erreichbar sein würde.

Ich hoffte, das Auto für die Fahrt nehmen zu können und sah mir nur kurz den Weg mit der Bahn an. Das Auto war vollgetankt und ich bat meinen Mann, schnell zu reagieren, sollte ich ihn von irgendwo nachhause rufen müssen.

Ich hatte immer ein paar dicke Socken dabei, die ich im Geburtshaus tragen wollte.
Trotz allem war ich entspannter, als ich dachte. Die Tage mit wenig Terminen waren natürlich für uns als Familie auch ruhiger und überraschend angenehm.

Ich verzichtete auf Alkohol und sagte bei Verabredungen oder Elternabenden manchmal kurz Bescheid, dass es sein könnte, ich müsste schnell verschwinden. Allerdings wollte ich auch niemanden beunruhigen oder verrückt machen – ich konnte ja selbst nicht genau sagen, was passieren würde. Die Reaktionen auf meine Vorwarnungen waren sehr interessant – es kommt ja nicht oft vor, dass jemand in Rufbereitschaft für eine andere Geburt geht.

Insgesamt empfand ich das Warten oder jederzeit-bereit-sein übrigens ein bißchen so, wie in meinen eigenen drei Schwangerschaften. Es war ein Warten auf einen Tag und eine Tageszeit, die nicht vorhersehbar war und dazu das Wissen, dass es dann jederzeit schnell losgehen könnte. So spannend!

In einigen Situationen hoffte ich wirklich, es möge nicht soweit sein.
Bei Treffen mit Freundinnen, bei denen ich die Verantwortung für das Programm hatte.
Beim Sport zuhause mit DVD, wo ich völlig nassgeschwitzt und fertig am Boden lag.
Am Ende eines sehr langen Tages.
Im Berliner Feierabendverkehr.
Mitten beim Sommerfest.
Oder eines abends, als mir mein Mann sagte, er müsse morgen früh um 6 Uhr mit dem Auto nach Hamburg fahren, etwas abholen und würde dann wieder nachhause kommen. An dem Tag war ich wirklich angespannt und war kurz davor, Nachbarn einzuweihen. Und Freunde von uns gaben mir ihren Ersatz-Autoschlüssel für den Notfall.

Aber alles ging gut und die Schwangerschaft von L. verlief weiter ruhig.
Ich schaffte sogar drei Elternabende, glaube ich. Ein Vorstellungsgespräch und Arzttermine.
Je näher der Termin kam, desto unruhiger wurde ich, nur ein bißchen. Ich verabredete mich noch weniger und sagte meinem Mann mehrmals am Tag: „Sei erreichbar. Komm schnell zurück. Es kann jederzeit losgehen.“ Ich verschob Termine auf später, weil ja dann „das Baby sicher längst da sein würde“…
Freunde und Familie fragten immer wieder: „Ist das Baby schon da?“

Aber der Termin kam.. und ging. Und nichts passierte.
Dass L. selbst ruhig und gelassen blieb, war sehr gut.
Ich hatte inzwischen fast gar keine Termine mehr und war ruhig und vorbereitet.
Eine ganze Woche später schrieb sie mir: „Meine Hebamme war heute morgen da und hat mich akupunktiert. Mal gucken.“

Und in dieser Nacht klingelte mein Telefon.
Ich war überrascht, dass ich das gehört hatte, denn von Benachrichtigungen und anderen Tönen am Handy war ich nie wirklich aufgewacht…
Es war 2:00 Uhr.
L. war dran und sagte mir ganz ruhig, dass sie sich mit den Hebammen um 3:00 Uhr im Geburtshaus verabredet hätten. Ich sagte leise: „Yeah, das kann ich auch schaffen.“ und wir legten auf.

Mein Mann hatte im Halbschlaf das Telefonat mitbekommen und drückte nur kurz meine Hand. Es war Sonntag Nacht und das sollte einer der wenigen Sonntage im Jahr sein, in denen wir beide keine Aufgaben im Gottesdienst hatten. Wie perfekt!

Ich stand auf. Ich war ruhig und sicher, dass ich es gut schaffen würde – aber auch sehr aufgeregt. Nicht richtig aufgeregt, eher so hibbelig und leicht verwirrt. „Ich brauche eine Hose. Welche Hose ziehe ich denn zu einer Geburt an, die nicht meine ist? Welche Hose?? Und wo sind überhaupt meine Hosen?“

Im Bad überlegte ich, wie und ob ich mich kämmen und schminken sollte. Diese Dinge kann man echt nicht um 2:00 nachts entscheiden – wenn ein Baby auf die Welt kommen möchte!
Ich zog mich an, packte meine Tasche mit den Socken ein, suchte mir schnell kleine Snacks und eine Flasche Wasser zusammen, ging nochmal aufs Klo und verließ das Haus. Einen Kaffee trank ich nicht, denn wenn ich einen getrunken hätte, wäre mir sicherlich das Herz durchgedreht.

Durch eine kalte dunkle Nacht lief ich zum Auto. Ich war müde, aber ich hätte vor Freude und Vorfreude auch schreien und hüpfen können! Wie aufregend ist denn das! Ein neues Baby wird geboren und ich darf dabei sein und ich bin nicht die, die das Kind zur Welt bringen muss!! Könnt ihr das verstehen?

Ich stellte das Navi ein mit dem Standpunkt, den ich extra gespeichert hatte, als ich damals mit L. zum Geburtshaus gefahren war. Einmal vorher den Ort und die Parkmöglichkeiten ansehen, war eine sehr gute Idee.

Ich fuhr durch die leeren Straßen, machte das Radio mal an, mal aus und befand mich immernoch irgendwie in einem Ausnahmezustand.
Über die Geburt an sich hatte ich noch gar nicht nachgedacht. Es gab nichts, auf das ich mich hätte vorbereiten können. Es gibt wenig Hilfsmittel für Doulas außer ihres Seins und ich wusste, dass L. im Geburtshaus gut versorgt sein würde. Ich wollte, wie eben eine Doula, einfach da sein.

Einmal verfuhr ich mich auf der Autobahn, aber ich kam an, fand einen guten Parkplatz und war um 3:09 da. Ich rief den Mann von L. auf dem Handy an und er öffnete mir die Tür. Mir fiel sofort die sehr warme und ruhige Stimmung auf. Dieses „Hier wird bald ein neuer Mensch geboren“-Gefühl war immer wieder unglaublich und ordentlich aufputschend für mich.

Im Geburtszimmer saß L. auf dem Boden am CTG. Ich begrüßte sie und stellte mich den beiden Hebammen vor. Zu fünft saßen wir auf dem Boden und unterhielten uns leise. Die Atmosphäre war perfekt. Es leuchteten kleine Lichter und bis auf die CTG-Geräusche war nichts zu hören. Dass CTG war nur für die Aufnahme wichtig und wurde nach wenigen Minuten abgestellt.

Ich werde nicht zu ausführlich über die Geburt schreiben und für das, was ich schreibe, habe ich die Erlaubnis des Paares.

Es war eine perfekte Geburt!
Die Hebammen waren da, wenn sie gebraucht wurden. Sie haben ruhig und leise das erledigt, was erledigt werden musste und waren sonst nahezu unsichtbar. Die leitende Hebamme hatte selbst an dem Tag Geburtstag und war sehr gut drauf. Für mich war sie fast ein bißchen zu aufgedreht und lustig – aber ich war ja auch nicht ihre Gebärende.

Der Mann kümmerte sich um leise Hintergrund-Musik, brachte seiner Frau Getränke, wenn sie wollte und in den Wehenpausen las er uns Witze vor.
Kommt eine Schwangere zum Bäcker.
Sagt sie: „Ich bekomme ein Brot.“
Sagt der Bäcker: „Sachen gibt’s…“

Überhaupt war die Stimmung einfach locker, angenehm und doch auch ehrfürchtig vor der Schwangeren und dem neuen Leben.

L. machte das so gut!
Für mich wirkte sie wie eine Göttin. Sie bewegte sich und atmete wunderbar, wie es ihr half und wie es passte. Wenn eine Wehe kam, kniete sie sich vor das Bett, ihr Mann massierte ihr den Rücken.

Die Geburt ging Stück für Stück voran und die Hebamme konnte an verschiedenen Merkmalen sehr gut erkennen, wie weit es war. Ab und zu fragte ich nach und sie erklärte es mir.

L. war ganz in ihrer Welt und entschied sicher und selbstbestimmt, wann es Zeit für die Toilette, für den Gymnastikball, für einen Schluck Wasser oder andere Kleidung war. Und so sollte es sein: Die Gebärende spricht oder guckt einfach nur – und die anderen Anwesenden kümmern sich. Ich war fasziniert!

Immer wieder wurde ich durch Geräusche oder Bewegungen der Gebärenden an meine Geburten und an Gefühle oder Schmerzen erinnert und war begeistert, wie gut L. das alles geschafft hat und wie sicher und tapfer sie war. Immer mehr verschwand sie „in ihre Welt“, immer kürzer wurden die Pausen und intensiver die Atmung und gleichzeitig wurden die Hebammen etwas geschäftiger und bereiteten sich auf die Geburt vor.

Und dann, um 6:09 Uhr, wurde ein wunderschönes Mädchen geboren.

Dieser Satz ist so schrecklich platt für das, was er bedeutet!
Ein Baby wurde geboren!
Meine Güte!
Es war so lange im Bauch und dann lag es da plötzlich und machte erste Geräusche. Es ist doch ein Wunder! Und ich durfte dabei sein und das mit erleben!!

Die Mama zog nach ein paar Minuten mit Baby ins Bett um, die Hebammen räumten blitzschnell auf, wieder leise und fast unsichtbar. Das indirekte Licht blieb weiter angenehm, die Stimmung war so zauberhaft. Ich konnte nicht aufhören, die beiden anzusehen.

Als das Baby angefangen hatte, zu trinken, der Papa die Kamera und die Autoschale geholt hatte und im Raum Ruhe eingekehrt war, verabschiedete ich mich. Der Tag fing gerade an, die Sonne ging auf und ich wollte eigentlich ein schönes erstes Doula-Selfie-Foto vor dem Geburtshaus machen, aber das hab ich natürlich im Adrenalin-Rausch vergessen…

Mit der aufgehenden Sonne fuhr ich quer durch Berlin nachhause und konnte mein Glück kaum fassen. Diese leeren Straße, ein ruhiger wunderschöner bunter Sonntagmorgen und das Erlebnis einer Geburt in meinem Kopf!

Gegen 7:30 Uhr kam ich zuhause an, meine Männer schliefen alle noch. Ich legte mich aufs Sofa und schlief noch zwei Stunden, bis die Kinder runterkamen. Sie hatten gar nicht gemerkt, dass ich weggewesen war. Und mein Mann sagte: „Na, wenn das so entspannt ist, kannst du das jede Nacht machen!“

Zusammen besuchten wir den Gottesdienst und fuhren am Nachmittag sogar noch zum Potsdamer Platz, um ein Eis zu essen und die schöne Sonne zu genießen. Ich wollte unbedingt draussen sein, denn zuhause wäre ich sicher eingeschlafen und nicht mehr hochgekommen.

Das war meine allererste Doula-Geburt und ich bin überglücklich über dieses Erlebnis. Es ist ein Wunder! Und es ist genau das, was ich machen möchte! Wie wunderschön wäre es, wenn jede Frau so sicher und entspannt ihr Baby auf die Welt bringen könnte?

*****

Und für euch, die ihr bis hier gelesen habt, gibt es eine ganz besondere Überraschung!
Heute, am 18.10.18, sind im Freundeskreis zwei neue Babys geboren – ein Junge und ein Mädchen! Und passend dazu möchte ich etwas verkünden…

Sozusagen die Geburt eines neuen Babys:

Doula Marit

Ihr seid die ersten, die allerersten, die mit mir die Geburt „meines“ Babys feiern können!

Und ich bin so glücklich und stolz und aufgeregt und dankbar!

Mein liebster Mann, der mich sowieso während der ganzen Weiterbildung so gut unterstützt und mich immer wieder ermutig, diesen Weg zu gehen, hat mir diese Website und Visitenkarten gezaubert.

Es kann jetzt wirklich losgehen!

Helft mir gerne beim Verbreiten, ihr findet mich auf Facebook und Instagram.
Erzählt von mir, fragt nach, wenn ihr was nicht versteht –
und seid ein Teil von positiven selbstbestimmten Geburten!

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1000 Fragen an dich – Teil 39

Ich war heute zum Frühstück bei einer lieben Freundin – und als ich die Kinder von der Schule abgeholt hatte, war es so hell und sonnig und warm (wie eigentlich fast immer seit Mai!), dass ich spontan entschieden habe, nochmal in den Britzer Garten zu fahren. „Absommern“ sozusagen.

Der Große wünschte sich ein Kind aus der Klasse mit, es klappte spontan und so fuhr ich mit vier Kindern schnell ins Grüne. Und es war schön! So schön!!!

Dieses Licht. Die Farben. Die Sonne. Und Wärme.
Es war einfach traumhaft.
Die Kinder sind irgendwo rumgetobt, durch die Blätter geraschelt und auf den Spielplätzen gerannt – wir waren fast die einzigen im Park und haben das Durchschnittsalter ganz ordentlich gesenkt.

Und ich konnte einfach atmen, abschalten, Fotos machen, mich freuen und dankbar sein. Solche kleinen Auszeiten sind das absolute Glück für mich.

Wen Jari jetzt schön schlafen würde, wäre mein Abend auf der Couch auch sehr glücklich… aber solange er rumplappert, beantworte ich meine Fragen eben so und bin mit einem halben Ohr noch bei Jari.

761. Glaubst du an den Zufall?
Überhaupt nicht. Es passiert viel, das mag wie Zufall aussehen und unmöglich planbar sein – aber ich glaube an einen großen Gott, der alle Fäden in der Hand hat. Guckt euch mal diese Blumen an… können die zufällig jedes Jahr wieder so wunderschön blühen?

762. Wieviel Zeit am Tag verbringst du in der Küche?
Ziemlich viel. Ich koche kaum – ausser viel Kürbissuppe in letzter Zeit – aber in der Küche spielt sich unser Leben oft ab. Da werden Brotdosen gepackt, Hausaufgaben gemacht, Küsschen ausgetauscht, Hände gewaschen, das Geschirr weggeräumt und so. Unsere Küche ist immer voll, immer lebendig, sieht immer irgendwie nach Familie aus.

763. In wem hast du dich vor Kurzem wiedererkannt?
Uuh, gute Frage. Vielleicht in meinem großen Sohn, der ohne Ende schnattert und Witze erzählt?

764. Bist du impulsiv?
Ich glaube nicht.

765. Für wen hast du dich vor Kurzem geschämt?
Für andere Eltern beim Elternabend.. darf man das sagen?

766. Kannst du mit einer Person des anderes Geschlechts eine Freundschaft haben?
Ja. Abgesehen davon, dass mein Mann und ich uns 100%ig vertrauen und uns gegenseitig Treue versprochen haben, bin ich mit den Männern meiner Freundinnen befreundet. Mal mehr, mal weniger. Aber da sind die Fronten auch klar.

767. Hast du ein Lächeln, das du nur für Fotos aufsetzt?
Ja, haha, das hab ich in Kalifornien gelernt. Aber zu unecht ist es nicht. Ich kann so auch ohne Foto lächeln 😉

768. Wen rufst du zuerst an, wenn du eine gute Nachricht hast?
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt jemand angerufen habe.. Ich habe aber viele Whatsapp-Freundinnen oder -Gruppen, die gute Nachrichten schnell bekommen.

769. Was würdest du tun, wenn du keine Verantwortlichkeiten mehr hättest?
Ich würde mir wahrscheinlich neue suchen… aber vielleicht würde ich zuerst ein Wochenende mit meinem Mann nach Italien fliegen. Hmm, dann muss er auch seine Verantwortlichkeiten loswerden…

770. Findest du dich selbst attraktiv?
Ja.

771. Wer hat dich in letzter Zeit stark beeindruckt?
Ich könnte jetzt bestimmt Nobelpreis-Träger oder Politiker oder Sportler erwähnen.. aber mir fällt keine Person sofort ein. Stattdessen beeindrucken mich Menschen, die jeden Tag ihr Leben rocken.
Eine Freundin, die gerade Mama geworden ist! Meine Schwester, junge Mutter von zwei kleinen Kindern, Männer mit großer Verantwortung auf den Schultern, Frauen, die im Krankenhaus für das Leben ihres Kindes beten, Mütter, die 24 Stunden am Tag für andere da sind, Freundinnen, die ihren Weg gehen, obwohl sie herzlich gern einen anderen gehen würden. – Diese Menschen beeindrucken mich!

Und ich bin beeindruckt von meinen beiden Söhnen, die ganz allein jeden Tag neue Blätter vom Kirschbaum schütteln, sie zusammen harken und den Haufen in die Tonne schmeißen. Jeden Tag. Mehrmals.

772. Bist du ein gutes Vorbild?
Kommt immer drauf an 😉
Ich nehme es mir vor, was Umweltschutz, Respekt, Ehrlichkeit, Offenheit, Gastfreundschaft, Großzügigkeit, Vertrauen … angeht.
In Punkten wie Ordnung, Struktur, Mediennutzung, Selbstdisziplin, Gutmütigkeit, bedingungslose Freundlichkeit vielleicht eher nicht so..

773. Welche Tradition wird überbewertet?
Oh, das ist ja für Mütter eine ganz schlechte Frage.
Die Zahnfee? Halloween?

774. Packst du Geschenke immer hübsch ein?
Ich versuche es – aber meine Begabung ist es nicht.

775. Interessierst du dich für Königshäuser?
Eigentlich nicht. Ich könnte mich schon auf den Zauber dieser Welten einlassen und auf den Hype um Harry und Meghan und ein Baby oder nicht und Kate sowieso … Aber nein, eigentlich nicht.

776. Welche Note von 1 bis 10 würdest du deinem Leben geben?
Eieiei… was für eine tiefe Frage.
Mit der Antwort kann man so viel sagen und nicht sagen und meinen und nicht meinen…
Zur Zeit geht es mir und uns richtig gut – bis auf die ewig fehlenden Finanzen.. aber wer braucht schon Geld?? – wir haben tolle Kinder und eine gute Beziehung und überhaupt.. ich nehme eine 8.

777. Fällt es dir leicht, mit Leuten in Kontakt zu kommen?
In meiner Jugendzeit hieß ich „Miss Communication“.. sagt das alles?
Ich liebe Freunde und Beziehungen – und Ja, sowas fällt mir leicht.

778. Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt?
Ich habe heute gelernt, dass die kleinen Boden-Pflanzen um die Dahlien herum, fast alles Süßkartoffeln sind.

779. Wie hoch ist die Mauer um dein Herz?
Ich bin mir nicht sicher.. Dieses Thema beschäftigt mich schon lange. Manchmal hab ich das Gefühl, dass da eine Mauer ist, und ich erschrecke mich, wie abfällig und egoistisch ich denken kann. Und dann wieder berührt mich jeder Weltschmerz und ich denke, mein Herz ist ein offenes Buch und jeder darf rein. Ich weiß es nicht.. Eher denke ich, dass ich ein großes offenes Herz habe und sollte da eine Mauer sein, ist sie leicht zu überwinden.

780. Machst du manchmal etwas nur widerwillig?
Natürlich!
Morgens vor 6.30 Uhr aufstehen. Windeln wechseln. Toiletten putzen. Saft vom Boden wischen. Meinen Männern die Dreck-Socken hinterher tragen. Kinderzimmer aufräumen.

 

Ich werde jetzt einen schlafenden Sohn von meinem Schoß heben und mich zurücklehnen.

Es gibt schon neue Blog-Beiträge zu schönen Themen, die bald hochgeladen werden.

Am nächsten Montag um 6:30 Uhr beginnt mein Kreißsaal-Praktikum! Ich bin sehr aufgeregt und (an)gespannt!! Auf jeden Fall werde ich euch davon erzählen… aber es kann sein, dass ich in den Herbstferien nicht dazu komme, weil ich absolut keinen Schicht- und überhaupt -dienst gewöhnt bin. Auweia. Aber: Ich werde sehen, wie Babys auf die Welt kommen! Und das ist mir jede Mühe und jeder Sprung ins kalte Wasser wert!

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12 von 12 im Oktober

Ich wollte mich gerade ganz entspannt mit einem Glas Wein und mit meinem Mann auf die Couch fallen lassen… aber dann sind mir meine 12 Fotos wieder eingefallen!

Ich habe Fotos gemacht!
Ich muss sie euch nur noch schnell zeigen:

1. Der Tag beginnt früh. Kurz vor 7:00 Uhr bringe ich meinen Sohn zum Schwimmunterricht. Aber diese romantische Aussicht entschädigt mich!

 

2. Als ich den zweiten Sohn um kurz vor 8:00 Uhr bringe, sieht der Himmel wieder ganz anders aus. Ein Herbst-Blick aus der Schule.

 

3. Wenn ich mit den Kindern bin, laufe ich und trage ihre Schulranzen auf dem Fahrrad oder Kinderwagen. Ich finde, solange es geht, nehme ich ihnen das ab und möchte, dass sie – im wahrsten Sinne – leicht und gern in die Schule gehen. – Auf dem Rückweg fahre ich dann aber schnell mit dem Rad.

 

4. Endlich Kaffee!

 

5. Mit dem Kleinsten geht es weiter in die Kirche, wo wir Mamas uns zu MOPS (Mothers of Preschoolers) treffen.

 

6. Das Licht ist so unglaublich schön. Ich könnte den ganzen Tag nur goldenes Laub fotografieren! Und wie warm es war!

 

7. Mein Mann macht Mittag 🙂

 

8. Die beiden Schulkinder kommen allein nachhause und während wir am Zaun auf sie warten, winkt Jari fröhlich den Bauarbeitern gegenüber.

 

9. Ich habe heute auf Instagram darüber geschrieben, was ich erst kann, seitdem ich Mama bin. Multitasking-fähig sein ist eine Sache davon.

 

10. Auch schönes Nachmittags-Programm: Mama spitzt Stifte an und der Sohn übt Geige.

 

11. Am Abend sind wir auf einem kleinen Herbst-Fest in der Schule. Wir bewundern die Kastanien-Kunst der Kinder.

 

12. Und gesellig und warm geht dieser wunderschöne volle Familien-Tag zuende. Ich bin sehr dankbar!

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1000 Fragen an dich – Teil 38

Ich mach das jetzt einfach weiter, ja?
Mit den Fragen und so…
Ihr seid da?

741. Darf man einer Freundin von einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählen?
So, wie sich das hier anhört, nicht. „Weitertratschen“ macht man nicht. Es gibt Ausnahmen, finde ich. Das entscheidet dann die Situation und es darf nicht zum Nachteil irgendeiner Freundin sein.

742. Wem erzählst du, was du geträumt hast?
Ich träume selten. Extrem selten. Nahezu kaum. Das ist vielleicht schade oder auch erschreckend – denn bestimmt ist da nachts irgendwas los in meinem Kopf – und mit Sicherheit ist da zur Zeit, so die letzten 5 und die nächsten 5 Jahre, viel zu viel los in meinem Kopf… Immerhin kann ich schlafen!
Ich bewundere, was Leute so träumen. Gibt es Traum-Nachhilfe? Ich hab da so eine Freundin. E.. weißt du Bescheid? 😉
Um die Frage zu beantworten: Wenn ich träume, erzähle ich das meinem Mann und manchmal den Kindern. Die erzählen nämlich auch gerne, was sie geträumt haben.

743. Ist Neues immer besser?
Also immer schonmal gar nicht. Sicher gibt es viele Neuanfänge und neue Schritte, die gut tun und frischen Wind und Ablenkung bringen… aber Neues kann auch Unruhe, Unsicherheit und Entwurzelung bringen. Also, Standart-Antwort: „Kommt immer drauf an.“

744. Was machst du, wenn eine Party nicht so richtig in Schwung kommt?
Mehr Alkohol verteilen? 😉 Die Musik lauter machen. Mehr reden. Lustige Geschichten erzählen. Spiele spielen. Menschen helfen, über ihren Schatten zu springen.

745. Was hast du in der Schule gelernt, wovon du immernoch profitierst?
Oh man, da würde ich jetzt gern so eine gute Antwort haben. „Satz des Pythagoras“… braucht kein Mensch, kann auch kein Mensch je vergessen. „Trenne nie st“… und „753 Rom kroch aus dem Ei“.
Das ist nicht wirklich das, wovon ich täglich profitiere.
Ich denke schon, dass es Lebens-Regeln, soziale Regeln, hilfreiche Tipps fürs Leben gibt, die man nur in der Schule lernen kann.

746. Sagst du immer die Wahrheit, auch wenn du eine Person damit verletzen könntest?
Ich denke, das ist ähnlich wie bei Frage 741.
Es ist ein Unterschied, die Wahrheit zu sagen, um eine Person damit zu verletzen – oder die Wahrheit zu sagen, um zu helfen oder Lüge aufzudecken. Andersrum möchte ich nicht lügen, nur um jemand zu schützen. Bei Lügen bin ich sehr kleinlich.

747. Was hast du in letzter Zeit jemanden gegeben, der die betreffende Sache dringender gebraucht hat, als du?
Ach, das passiert immer mal. Zuletzt war es Babykleidung.

748. Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht?
Oh, eine gute Frage! Ich bin viel virtuell unterwegs.
Früher hätte ich das klar mit Ja beantwortet. Mein Mann und ich hätten uns nicht kennen und lieben gelernt, wenn wir nicht stunden- und nächtelang auf ICQ geschrieben hätten. Wir kannten uns zwar irgendwie schon „in echt“, aber wir waren nicht mutig oder outgoing genug, um tatsächlich miteinander zu reden. Lustig, wa?

Im Internet bin ich noch immer ein bißchen mutiger oder forscher, ich spreche eher jemand an oder antworte überlegter. Aber inzwischen fällt mir das im echten Leben auch nicht mehr sooo schwer.

749. Was machst du, wenn du dich irgendwo verlaufen hast?
Ich gucke in mein Handy oder frage jemand. Wenn es einen Stadtplan an der Bushaltestelle gibt, gucke ich da nach dem Weg.

750. Wann bist du zuletzt im Theater gewesen?
Oh, das war lange her.. sehr lange, schätze ich. Ich kann mich nicht erinnern..

751. Mit welcher Frucht würdest du dich vergleichen?
Sowas kann ich nicht. Dazu fehlt mir die Phantasie.

752. Sind deine Gedanken immer richtig?
Mit Sicherheit nicht.

753. Welche Worte würdest du irgendwann noch von jemandem hören?
„Du hast mir als Doula sehr geholfen!“
„Ich schenke euch 5 Flugtickets nach Kalifornien.“
„Ich brauche mein Auto nicht mehr, ihr könnt es haben.“
„Ich helf euch ab jetzt im Garten!“
„Mama, ich hab das Seepferdchen gemacht!“
„Es ist ein Mädchen!“
„Du wirst Oma!“
😉

754. Was an dir ist typisch deutsch?
Ich hab es schon gern, wenn man sich an Verabredungen und Abmachungen hält und Uhrzeiten einhält. Wir haben durch die Kirche immer mal mit Afrikanern und Amerikanern zu tun… puh, die sehen das anders.

755. Fühlst du dich in deiner Haut heute wohler als vor zehn Jahren?
Moment.. vor zehn Jahren war ich 23… frisch verheiratet, noch nicht Mutter. Ich glaub, ich hab mich wohl gefühlt.. aber ich denke trotzdem, ich fühle mich jetzt wohler.
Mein Körper hat Kinder getragen und geboren und sieht immernoch (oder deswegen) schön und weiblich aus. Ich hab Kraft. Ich kann Sport machen. Ich fühle mich fit. Vielleicht waren meine Haare schöner.. ich hab mehr mit Farben probiert. Und: Ich konnte viel besser schlafen!
Aber trotzdem: Ich fühle mich wohl!

756. Wann hat mal dein Glück auf dem Spiel gestanden?
Ich sehe mein Leben nicht so, dass es irgendwie ein verrücktes Spiel ist und je nach Würfelzahl eben vorwärts oder rückwärt geht oder stoppt.
Es gab Momente, in denen ich geschockt war und nur gedacht habe: „Wie soll das bloß werden???“
Aber ich sehe mein Leben in Gottes Hand – und wenn er findet, ich kann das schaffen, dann schaffe ich das.

757. Was möchtest du irgendwann unbedingt erleben?
Ach, schon wieder so eine Frage…
Ich lass mich überraschen!

758. Würdest du es selbst weniger gut haben wollen, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge?
Auf jeden Fall! Diese Ungerechtigkeit in Deutschland, allein in Berlin, ist manchmal schwer zu ertragen. Und dann leben in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten Familien, die ein so unglaublich anderes Leben führen – nur weil sie dort eben geboren sind.
Haach, wenn ich könnte, würde ich da mehr Ausgleich in der Welt schaffen.

759. Trinkst du am liebsten aus einer bestimmten Tasse oder aus einem bestimmten Becher?
Siehste! Andere Personen auf der Welt wären froh, wenn sie überhaupt irgendetwas zum Trinken hätten. Und ich kümmere mich um eine Lieblings-Tasse…

760. Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen?
Wir vier Geschwister hatten früh Freunde aus Nachbarschaft und Schule. Das ging immer irgendwie schnell. Eine Freundin meiner Schwester und mir kam durch die Kirche und durch die Freundschaft unserer Eltern. Ich glaub, wir kennen uns von Geburt an.
Meine erste richtige echte Schul-Freundin kam dann in der 4. Klasse. Wir haben uns so gut verstanden! Leider ist sie dann umgezogen. Aber vor ein paar Jahren haben wir uns durch den Blog wiedergefunden!! <3

Ich wünsche euch einen schönen Dienstag!

(In wenigen Tagen veröffentliche ich den Bericht über meine erste Doula-Rufbereitschaft!!!)

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Laufen lernen mit elefanten

-Werbung-

Zum 90. Geburtstag von elefanten bekamen beim Mitmach-Marketing Programm trnd 1.000 Familien die Möglichkeit, die LaufLerner von elefanten zu testen.

Wir wurden ausgewählt!
Und perfekt zum Wetterwechsel bekamen wir für unseren Jüngsten wunderschöne neue Schuhe! Was für ein Geschenk.

Jari sah das allerdings anders.
Nachdem er sein Leben lang mit leichten Sandalen bzw. ganz barfuß gelaufen ist, waren diese Schuhe ziemlich schwer und kompakt. Er hatte gar keine Lust, sie anzuziehen.

Inzwischen haben die Brüder ein paarmal mehr „Wow!“ und „Cool Jari“ gesagt und sie haben inzwischen auch täglich richtige Schuhe an – und so liebt er sie und sucht sie jeden Morgen, wenn es nach draussen geht.

Die Schuhe sind geeignet für erste Schritte und Gehversuche – das hat Jari schon ’ne Weile hinter sich.

Die Schuhe haben 2-fach Klettverschluß und Warmfutter.

Die Schuhe haben ein Obermaterial aus Leder und eine dynamische Laufsohle.

Es gibt sie in mittlerer Weite für den Fuß und in den Größen 22, 23, 24.

Farbe: Rot und Braun

Unverbindliche Preisempfehlung: 49.90€
(Preise liegen im alleinigen Ermessen des Handels)

Ich kann euch einen Rabatt Code für eine Online Bestellung anbieten.
Ihr bekommt 10% Rabatt mit dem Passwort: elefanten2018

Gilt nur für den Online-Einkauf.
Gültig bis zum 15. November 2018.

Wir finden die Schuhe toll!
Jari hat keine heißen schwitzigen Füße, er kann sich gut bewegen und laufen. Die Schuhe bleiben trocken und sauber – für den richtigen Matsche-Herbst werden wir sie sicher einmal vorher mit entsprechenden Mitteln behandeln.

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