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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

1000 Fragen an dich – Teil 42

Mein Blog ist wieder da – jedenfalls zur Zeit.
Dank unglaublich schneller Hilfe, sogar international, kann ich wieder online gehen. Und solange es funktioniert, tippe ich weiter.

Ich bin gerade dabei, meinen ganzen Blog offline zu speichern. Fast wie ein Buch. Und zwar alles! Ich blogge seit genau 8 Jahren! Das ist mein persönliches Tagebuch und ich kann nicht riskieren, das irgendwie zu verlieren.
Beim Sichern ist mir aufgefallen, dass ich am 31. Dezember 2010 zum ersten Mal den Satz „Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter“ aufgeschrieben habe! Dazu steht: „Diesen Satz werde ich nie vergessen!“
Na, da ist was dran!

****

821. Wie gut gedeihen Pflanzen bei deiner Pflege?
Also einen grünen Daumen habe ich nicht. Und ich spreche auch nicht mit dem Grünzeug. Aber ich krieg das irgendwie hin. Mit Gelassenheit, ab und zu einem Anruf bei Oma und was weg muss, muss weg. Aber doch, Pflanzen wachsen hier.

822. Fühlst du dich auf einem Campingplatz wohl?
Och.. sagen wir mal, wenn ich Platz für mich habe, wenn es nicht regnet, wenn alles gut riecht 😉 und wenn da tolle Leute sind.. dann ja. Naja.. meine erste oder zweite oder dritteWahl wäre es nicht.

823. Ist es wichtig für dich, was andere Leute von dir denken?
Der Klassiker. Die Frage gab es bestimmt auch schon.
Also ganz ehrlich: Ich möchte toll gefunden und bewundert werden.
Es gibt bestimmt Dinge, die ich nicht machen würde, weil „Was sollen denn die Leute denken?“. Dabei geht es nicht um Verrücktheit, sondern eher um sowas wie Mülltrennung oder deutsche Werte oder so. Aber ganz sicher gibt es viele Momente, in denen mir das schnurzpiepegal ist. Wirklich.

824. Wie heißt dein Lieblingszitat?
Na sowas. Hab ich doch grad geschrieben!
Eine glückliche Mama ist eine bessere Mama.
Aber auch:
Wenn du etwas erleben willst, das du noch nie erlebt hast, musst du etwas tun, das du noch nie getan hast!

825. Gehst du gern auf Flohmärkte?
Nein.

826. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?
Nein.
(Es sei denn, es ist eine Kinder-Disco und ich will meine Jungs locken.. obwohl, warte.. die tanzen schon längst.)

827. Welches Musical hast du zuletzt gesehen?
Ich glaube, ich habe überhaupt nur eins gesehen. Und das war „Grease“. Und ich fand es wun-der-schön! Und auf dem Rückweg hab ich ins Auto gek… Und ich war 14 oder so.

828. Wie viele Höhen und Tiefen gibt es in deinem bisherigen Leben?
Ähm.. 56 und 12.
Keine Ahnung.. soll ich jetzt ne Zahl sagen???
Immer mehr Höhen 😉

829. Wann hast du zuletzt zusammen mit anderen gesungen?
Vorhin mit den Jungs. Und sonst jeden Somntag im Gottesdienst.

830. Worüber machst du dir derzeit Sorgen?
Um mein Blog.
Und um die Welt, in der meine Kinder aufwachsen werden, in der es keine Jahreszeiten mehr gibt. Es gibt für die Zukunft meiner Kinder weit größere Sorgen, als das Wetter. Und ich mache mir nicht wirklich Sorgen darüber. Aber ein paar Sekunden pro Tag beschäftigt es mich schon.. wie wir die Welt für andere Völker und andere Generationen zer-leben. Das ist gar nicht gut.

831. Was war das größte Wagnis, das du jemals eingegangen bist?
Puh.. ich hab das Gefühl, ich treffe viele Entscheidungen, die vielleicht für andere ein großes Ding wären. Oder andersrum. Oder ich treffe Entscheidungen, die für meine Kinder ein Wagnis sind.. aber ich weiß es nur noch nicht. Vielleicht war die Entscheidung, ab April 2014 ohne festes und ausreichendes und sicheres Gehalt zu leben, ein Wagnis. Aber bis jetzt haben wir das gut und mit Gottes Hilfe geschafft und nie bereut.

832. Was ist die wichtigste Lektion, die du für dein Leben gelernt hast?
Ich kann sagen, was ich weiß. Dass ich mir ein Leben ohne Gottes Hilfe nicht vorstellen kann. Und dass Ehrlichkeit und Beziehung und Freunschaft und Kommunikation ganz wichtig ist. Aber das sind keine Dinge, die ich aus einer „Lektion“ gelernt hab.

833. Hast du einen Traum, der immer mal wiederkommt?
Ich glaube, nicht. Aber wie bereits bei Frage 742 geschrieben.. ich hab’s nicht so mit den Träumen.

834. Führst du manchmal verrückte Tänze auf, wenn dich keiner sieht?
Nein.

835. Bei welcher Hausarbeit bist du froh, dass ein Gerät dafür erfunden wurde?
Ähm.. bei jeder.. Respekt an unsere Eltern und Großeltern.. aber da gibt es schon echt tolle Sachen.
Ich werde mal nicht zuerst die Kaffeemaschine erwähnen, das kriegen wir zur Not auch so hin. Aber bei der Spülmaschine, der Waschmaschine, dem Kühlschrank und Staubsauger weiß ich schon gar nicht, was am wichtigsten ist.

836. Wie heißt deine Lieblings-Insel?
Als würde ich so viele Inseln kennen…

837. Welches Gehirn-Training machst du?
Ich bin Mama, das muss da erstmal reichen.

838. Welches Thema würdest du wählen, wenn du eine Motto-Party feiern würdest?
Ach, da gibt es so viel. Ich würde wahrscheinlich irgendeine Farbe aussuchen.. oder die 90er… oder ein Land?

839. Welcher Traum ist unlängst geplatzt?
Ich habe im Kreißsaal-Praktikum nicht die Anzahl der Geburten erreicht, die für die Weiterbildung erforderlich waren. Allerdings habe ich bis Juni Zeit. Wenn mich also jemand ohne Bezahlung zum Zugucken dabei haben möchte: Bitte gerne!

840. Redest du unbefangen über Geld?
Muss ich ja jetzt.
Ich rede unbefangen über Geld, weil ich merke und lebe, dass Geld nicht alles ist und dass es möglich ist, mit viel weniger, als ihr denkt, zu leben und dass es viel wichtigere Dinge gibt.
Ich rede nicht gern mit Leuten über Geld, bei denen ich das Gefühl habe, sie können das eben überhaupt nicht verstehen. Wenn sie dann berichten, was sie so spenden oder wie sie so einkaufen, wird mir schlecht.
Trotz aller Entscheidung und Sicherheit zu unserem Lifestyle ist es natürlich nicht einfach. Überhaupt nicht. Es ist nicht so, dass wir verhungern und wir haben ja auch sowas wie ein Einkommen. Aber jetzt, vor Weihnachten, wenn alle Läden und Prospekte den Kindern den Mund wässrig machen und wenn wir selbst so viele Anschaffungen auf der Warteliste haben, wird mir auch schlecht.
Zum Unbefangen über Geld reden könnte auch gehören, dass ich euch einfach die aktuellen Weihnachts-Wunschlisten der Kinder hier auf dem Blog zeige… Aber ich weiß nicht.. so wohl ist mir bei der Sache auch nicht.

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Ich bin dankbar, dass mein Blog scheinbar durchhält.
Die „12 von 12“ gibt es dann eben nicht mehr.

Danke fürs Lesen!

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1000 Fragen an dich – Teil 41

Jetzt hab ich es ja bald geschafft!
Ich veröffentliche demnächst mal einen Beitrag mit allen 1000 Fragen, dann könnt ihr nächstes Jahr schön mitmachen 🙂 Unglaublich eigentlich, dass ich das ganze Jahr schon Fragen beantworte!

In Berlin hat heute die Schule begonnen und der freie Vormittag war toll.
Mein Mann und ich haben kurz zusammen gefrühstückt und auch den Jungs hat die Abwechslung gut getan. Es ist morgens sogar heller, als vor den Ferien! Aber am Nachmittag schafft es die Sonne immer wieder, ganz von Weihnachten abzulenken 🙂

801. Wie sieht deine Traumküche aus?
Groß. Sauber. Hell. Viel Platz für Familie und Freunde. Platz für Blumen. Große Fenster.

802. Was ist deine früheste Erinnerung?
Puh, da bin ich ganz schlecht… Ich kann mich erstens nicht an sehr Frühes erinnern und zweitens weiß ich auch nicht, ob das dann von Fotos und Erzählungen ist, oder nicht. Und die eine Erinnerung gibt es leider sowieso nicht.

803. Bei welchen Gelegenheiten steht dir dein Ego im Weg?
Wenn es darum geht, Fehler zuzugeben, über den Schatten zu springen, das Richtige zu tun, obwohl sich alles in mir sträubt.. kennt ihr, oder?

804. Hast du eine gute Menschenkenntnis?
Ich glaub nicht. Es gibt Menschen(typen), denen unterstelle ich eher Böses und es gibt den Teil mir, der immer an das Gute glaubt.
Oft bin ich überrascht, welche tollen Eigenschaften an Menschen zum Vorschein kommen, wenn ich sie kennenlerne und mehr als den ersten Eindruck sehe.

805. Wie wird die Welt in 100 Jahren aussehen?
Puh, das möchte ich nicht wissen!
Ich glaube und ich sehe, dass es viele Kämpfer für das Gute gibt und dass es in einigen Bereichen nicht nur schlimmer wird.. aber echt.. 100 Jahre? Ich habe keine großen Hoffnungen. – Und selbst wenn alles super einfach und digital und technisch und modern ist… das möchte ich auch nicht erleben!

806. In welcher Beziehung sind Kinder angenehmer als Erwachsene?
Sie sind ehrlicher. Mit anderen und sich selbst.
Sie wissen, wie Spaß geht und sie schämen sich nicht.
Sie zeigen ihre Gefühle – und danach ist auch oft wieder gut.

807. Würdest du an einem Talentwettbewerb teilnehmen?
Ich glaube nicht. In Amerika hab ich mal an einem Back-Wettbewerb teilgenommen, glaube ich. Aber ich bin keine Perfektionistin. Und das möchte ich auch nicht sein. Wenn es um ein Beet oder einen Cheesecake oder einen Blog-Artikel oder eine Deko geht, dann wird es erst durch Unperfektheit perfekt, meine ich. Und es geht mir darum, dass ich mich gut fühle – und nicht die Kriterien anderer erfülle.

808. Gibt es Tage, an denen du überhaupt nicht sprichst?
Ähm.. ich versteh die Frage nicht.

809. Was sagen die Falten in deinem Gesicht?
Ich höre nichts. (haha)
Dass ich zu wenig trinke. Dass ich zu wenig schlafe. Dass ich viel lache und viel rede.

810. Was bedeutet Ausschlafen für dich?
Oooooh.. ein Traum!
Seit kurzem schläft der Kleine beim Mittleren im Zimmer und seitdem schlafe ich durch und das ist schonmal wundervoll. Nach meinem Praktikum habe ich an einem Tag von zehn Uhr abends bis elf Uhr morgens geschlafen.. das war auch schön 😉
Unter normalen Umständen werde ich schon gegen 6 Uhr oder 7 Uhr oder 8 Uhr mal wach, aber ich kann immer wieder einschlafen. Immer. Wenn ich also ausschlafen könnte, dann würde ich das jederzeit gut bis Mittag schaffen.

811. Wie hätte dein Liebesleben auch aussehen können?
Nein, genau so, wie es ist, ist es gut.

812. Hast du mal eine Kerze für jemanden angezündet?
Wenn wir am Grab meines Opas sitzen, zünden wir eine Kerze an.
Und wenn Besuch kommt, brennen oft Kerzen – Sommer wie Winter. Aber das ist hier wahrscheinlich nicht gemeint.

813. Wie viel mal pro Woche isst du deinen Lieblingssnack?
Keine Ahnung. Ich habe eigentlich nicht den Lieblingssnack. Manchmal ist es Lakritz, manchmal Schokolade, manchmal Lachsbrot, manchmal ein Pfirsich. Und das genieße ich dann. So macht man das ja auch mit Lieblingssnacks.

814. Freust du dich für andere immer aufrichtig?
Puh, erwischt. Nein.. das kann ich nicht immer.

815. Hat schon einmal jemand gesagt, dass du großartig bist?
Ja.

816. Wofür stehst du jeden Tag wieder auf?
Für Kaffee. Für meine Kinder.
Nein, ich habe keine Wahl. Ich stelle mir keine Wahl. Ich stehe auf. Auch in den Ferien fürs Praktikum, um 5:00 Uhr, wenn wir alle noch locker 4 Stunden hätten schlafen können.
Es gibt vielleicht ein paar Samstage, an denen ich später aufstehen kann. Aber die Frage ob oder ob nicht, stelle ich mir nicht.

817. Würdest du gern in einem anderen Land leben?
Ja. Es ist so bereichernd, das mal erlebt zu haben! Aber nicht dauerhaft. Und nicht in jedem Land.

818. Wie verhältst du dich, wenn du nervös bist?
Ich weiß nicht, wohin mit meinen Händen. Ich werde zappelig und ich rede. Manchmal wird mir auch schlecht oder ich werde sehr ungeduldig.

819. Weichst du auf deinem Arbeitsweg manchmal von der üblichen Route ab?
Nein. Wenn ich einen Arbeitsweg hätte, würde ich das nicht machen und auf den täglichen Wegen mache ich das auch nicht. Allerdings: Seit wir PokémonGo spielen, laufen wir sehr viel und durcheinander und weichen sehr oft von irgendwelchen Routen ab. Nur so…

820. Welche Garantien hast du in deinem Leben?
Ich weiß ganz sicher, dass Gott mich gemacht hat und mir nichts passieren wird, was er nicht zulässt. Und wenn er irgendwas zulässt, dann wird er mir auch dabei helfen. Und ich weiß, dass ich bei Gott ein Leben nach dem Tod leben werde. Ganz sicher.
Das ist jetzt vielleicht etwas schwer und viel Stoff für eine letzte Frage – aber ich habe keine andere 100%ige Garantie auf dieser Welt. Echt jetzt.

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Auf dem Weg zur Doula

Mein Kreißsaal-Praktikum ist beendet!
Ich habe es geschafft!
Von allen Teilen der Weiterbildung zur GfG-Doula war das mit der größte, neuste, aufregendste Teil für mich… und nun ist dieser Teil abgehakt und auch die Weiterbildung ist schon fast zuende.

Es ist unglaublich, oder?
Was habe ich mir im Vorfeld für Sorgen und Gedanken gemacht und Fragen gestellt!

(Gefunden bei den Langhaarmädchen)

Und jetzt bin ich weiter unterwegs als Doula.
Sicherer und überzeugter und leidenschaftlicher als vorher!

Ich habe euch erzählt, dass mich die ersten Tage im Praktikum verunsichert und überrollt und erschlagen haben – und so ging es auch weiter. Es gab viele Momente, in denen ich lernen konnte, über die ich nachdenken muss und die für immer in meinem Herzen bleiben werden.

Und wenn ich an den ersten Tagen noch ruhig staunend dem Kreißsaal-Wusel zusah und mich gefragt habe: „Wo soll denn hier noch eine Doula Platz finden???“ – so bin ich an den letzten Tagen wild entschlossen und mit dem Herz auf der Zunge zuhause angekommen und habe meinen Mann und Freundinnen und das Internet mit meinen Gedanken überrollt – und es hat Sinn gemacht!
Die Gefühle, die schon lange in meinem Herzen waren, haben plötzlich zu den Gedanken in meinem Kopf gepasst.

Plötzlich hatte ich nicht nur meine drei eigenen easy-peasy Geburten, bei denen ich eben einfach „Glück“ oder was auch immer hatte.
Ich habe lange und schwere Geburten gesehen.
Ich habe gesehen, wie die Gebärende sich bewegt, wie sie guckt und stöhnt.
Ich habe gesehen, wie die Hebammen beobachten und reagieren und begründen.

Und ich konnte mir plötzlich sehr gut vorstellen, wo dort eine Doula hingehört!

Ich bin nämlich mehr denn je überzeugt, dass eine natürliche Geburt möglich ist! Natürlich bedeutet: Ohne ständige vaginale Untersuchungen, ohne Wehentropf!, ohne CTG, ohne Kreißsaal-Bett, ohne Druck auf den Bauch, ohne Zeitdruck, ohne Schmerzmittel.

Das ist fast unvorstellbar – aber ich glaube fest daran, dass das nicht nur möglich, sondern auch gut und gesund für die werdende Mama und das Baby ist!

Ich möchte ganz deutlich sagen, dass ich den Wehentropf und den Kaiserschnitt und die PDA und und und weder verteufele noch ablehne. Oh nein! Sie retten Leben und dafür bin ich sehr dankbar.

Ich bin aber durch meine Beobachtungen und durch viele Gespräche über Geburt zu der Erkenntnis gekommen, dass sehr viele Frauen sehr wohl ohne alles gebären würden und könnten  – und auch sehr gern wöllten! …aber dass sie einfach nicht laut genug sind oder einfach nicht gehört werden.

Es ist nämlich so, dass zu einer Geburt in Deutschland Hebammen gehören müssen. Und auch die Frauen möchte ich auf keinen Fall ablehnen oder verteufeln!
Wenn ich mich zuerst über gewisse Entscheidungen gewundert oder geärgert habe, so sehe ich jetzt mehr einen Hintergrund.

Hinter mancher Entscheidung steht eben große Verantwortung, Zeitdruck, irgendwelche Leitlinien, der Chef, Moral und Ethik und überhaupt das Gesetz! Und dem können/dürfen Hebammen sich nicht ohne weiteres widersetzen, denke ich. Und das ist schwer.

Noch immer verstehe ich nicht alles und ich denke immernoch ehrlicherweise, dass zu manch einer Entscheidung sehr wohl Bequemlichkeit, Langeweile, fehlende Erfahrung oder Lust und Laune und was auch immer gehört hat. Es ist für Hebammen irgendwie eine Routine, Kindern auf die Welt zu helfen.

Und jetzt kommt’s:

Wir Frauen, ihr Frauen, du Gebärende, du darfst nämlich entscheiden, wie deine Geburt verläuft! Du darfst so viel selbstbestimmt entscheiden, ich wette, das wusstest du gar nicht!

Ich wusste das auch nicht.
Ich kam als Erstgebärende überhaupt gar nicht aus dem medizinischen Bereich und habe mich sofort klein gemacht und untergeordnet. Ich habe am Ende, als die Geburt fast im Schlafzimmer passierte, immernoch der Hebamme mehr vertraut, als meinem eigenen Körper!

Du darfst dich wehren.
Du darfst mitreden.
Du darfst entscheiden.
Du darfst Fragen stellen.

Das Kreißsaal-Personal wirkt vielleicht dominant und bestimmt. Und das ist auch verständlich, wenn es so 500-1000 Kindern auf die Welt geholfen hat.. und du kommst da mit deinem ersten Baby und willst mitreden?

Ja, das darfst du.
Und das sollst du!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hebammen nicht wirklich vor einer Entscheidung direkt nachfragen. Sehr geschickt werfen sie einfach ein „Wenn sich bald nichts verändert, dann stelle ich einfach mal den Wehentropf an, ja?“ in den Raum. „Wir probieren jetzt nochmal diese Position.“ Und welche wehende Mama traut sich dann, nachzufragen oder sogar abzulehnen?

Ich verstehe das!
Ich hätte schwören können, zwei meiner Kinder ohne alles geboren zu haben. Und dann habe ich mir die Geburtberichte der Klinik zuschicken lassen (das dürft ihr übrigens auch!) und dann las ich da sehr interessante Sachen, von denen ich nichts (mehr) wusste. Das passiert einfach so. Schwuppsdiwupps, da kommen plötzlich mehr oder weniger Wehen… einfach so?

Natürlich möchte die Hebamme nur dein und mein Bestes. Davon gehe ich aus. Aber.. sie hat auch einen Zeitplan und einen Ablauf im Kopf. Und vielleicht passt meine oder deine Geburt da eben nicht rein? Und das ist nicht schlimm. Aber vielleicht nicht „normal“ oder „durchschnittlich“ genug.

Ich verstehe sehr gut, dass eine Gebärende unter der Geburt nicht in dem Zustand ist, Entscheidungen zu treffen oder zu diskutieren. Das war ich auch nicht. Und mein Mann auch nicht. Wir hatten vorher nicht drüber geredet und ich wusste nicht, auf was ich hätte achten können oder müssen.

Und da ist mein Platz als Doula.

Als Doula habe ich dich bereits in der Schwangerschaft kennengelernt und mir genau angehört, wie du dir deine Geburt wünschst. Ich habe dich gefragt, was für dich okay wäre – und was überhaupt nicht geht. Ich frage auch, ob du Massagen oder lieber einen kalten Lappen haben möchtest – ob du mich zum Hand halten oder zum Mitatmen brauchst.

Und dann, im Kreißsaal, bin ich nämlich wach und aufmerksam und sehe dich und die Geburt von aussen zu – und bin aber ganz bei dir. Ich erinnere dich an deine Kraft und an deine Wünsche. Ich helfe dir, bei dir zu bleiben, dich nicht ablenken oder verunsichern zu lassen.

Und das ist es, was ich gebraucht hätte, was vielen Frauen gut getan hätte und gut tun würde.

Eine Stimme, die dich an deine eigene Stimme erinnert.
Jemand, der dich bemuttert, wenn alle nur deine Rolle als werdende Mutter sehen.
Eine Hand, die da bleibt und den Raum nicht verlässt.

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Sehr berührend und interessant fand ich ein Video, das ich vorgestern entdeckt habe.
Ich konnte kaum glauben, wie diese Geburt zu meinen Gedanken passte:

Der tägliche Beweis für Grossartigkeit

(Nicht jede Geburt ohne Hilfsmittel ist lang und schwer.)

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Ich bin selbst etwas überrascht, wie viele Sätze jetzt in so kurzer Zeit aus meinem Kopf in den Blog geschossen sind… aber ich sagte ja: Mein Herz und mein Kopf haben sich gefunden.

Bitte teilt den Bericht oder meine Seite.
Nicht um meinetwillen, sondern für die werdenden Mütter.

Und wenn du gerade schwanger bist oder eine schwangere Freundin kennst:
Ich würde dich sehr gern zu deiner Geburt begleiten, wenn du das möchtest.

Über die Konditionen können wir jetzt noch reden, solange ich in der Weiterbildung bin. Auch über Geburten, die ich als Praktikantin ansehen und miterleben kann, freue ich mich sehr!

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Hallo November!

Wenn ich so zum Wetter und zu meinem Gefühl fühle, könnte ich denken, es ist der 1. September. Oder der 1. Oktober. Es ist ordentlich dunkel und stürmisch und auch nass – der Garten freut sich. Aber es ist eben auch hell und zeimlich warm und freundlich. – Umso schöner, dass bald Weihnachten ist. Je früher die Vorfreude anfängt, desto mehr hat man davon!

Im November werde ich…

… in Kreißsaal-Erinnerungen schwelgen.
… viele Gedanken sortieren und mein Doula-Bild ausbauen.
… mit einem Sohn zum Kletterhallen-Kindergeburtstag gehen.
… meine Nägel schön lackieren.
… mit der Familie eine neue Therme ausprobieren.
… nach den Ferien wieder viele Schulwege gehen.
… Laub harken.
… die Weihnachts-Kisten suchen.
… Kerzen anzünden.
… viel Weihnachtsmusik hören.
… schöne Blogger-Projekte mit euch teilen.
… Plätzchen backen.
… Lebkuchen backen.
… mindestens einen Adventskalender basteln.
… zu einer Filmvorschau von „Tabaluga“ gehen.
… einen Beauty-Salon besuchen.
… zwei Hochzeitspaaren gratulieren.
… neue Babys besuchen.
… das vorletzte Weiterbildungs-Wochenende erleben!
… mich mit Freundinnen treffen.
… mit der Familie zum Zahnarzt gehen.
… mich so richtig vorweihnachtlich fühlen.

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1000 Fragen an dich – Teil 40

Huhu, ich bin noch da!

Ich werde heute mal eine Baby-Pause machen und wieder über andere Themen schreiben. Noch 3 Tage im Kreißsaal-Praktikum liegen vor mir – ich bin erfüllt und dankbar und freue mich auch wieder sehr auf „mein altes Leben“.

Mein Mann ist genau so müde, wie ich. Wir machen in diesen zwei Wochen sehr interessante und ungewohnte Erfahrungen in unserem Leben. Aber die Zeit ist begrenzt, den Kindern geht es gut und wir wachsen über uns hinaus.

Der kleinste Bruder ist am Anfang der Ferien zum mittleren Bruder gezogen. Das hatten wir so für die Ferien geplant. Eines Morgens haben wir das Bett vom Schlafzimmer ins Kinderzimmer geschoben. Dazu haben wir dem Kleinen erklärt, was wir machen.

Und seit 5 Tagen klappt es gut. Am ersten Abend war er erst etwas unruhig, aber der Erstklässler-Bruder hat ganz toll für ihn vorgelesen und gesungen, das war sehr süß. (Seit heute bringt er ihm sogar bei, das Zimmer mit aufzuräumen. Er würde ja schließlich auch da mit wohnen.)
In der Nacht ist mein Mann bis jetzt 2-3x aufgestanden, um einen Nuckel oder eine Flasche zu bringen. Inzwischen schlafen die Jungs ruhiger und wir sind sehr glücklich.

Wenn die 20-Grad-Phase nach dieser Woche vorbei ist und wenn mein Praktikum vorbei ist, freue ich mich auf die Weihnachtszeit! Lebkuchengewürz habe ich schon gekauft und die neue Pentatonix-CD (Werbung) läuft auch so oft es geht. Ein paar Besonderheiten und eine Verlosung auf dem Blog habe ich dann auch für euch!

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Damit ich bis Ende des Jahres meine 1000 Fragen schaffe, mache ich heute mit Teil 40 weiter:

781. Welche Figur aus einem Roman würdest du gern verkörpern?
Ich mag tatsächlich die Hauptfigur aus dem Roman „Marit“ sehr. Eine starke Frau!

782. Bist du ein unternehmungslustiger Typ?
Ja doch, das mag ich.
Ich mag es zuhause auf der Couch – aber wenn es die Möglichkeit gibt, nach draussen zu gehen, durch die Stadt zu bummeln, irgendwas zu erleben, etwas neues zu sehen – dann bin ich dabei!

783. Kommst du immer zu früh, zu spät oder genau rechtzeitig?
Ich kann alles, würde ich sagen.
Ich kann rechtzeitig fertig und bereit sein – und dann die Zeit doch verbummeln. Ich kann mit drei Kindern pünktlich und überpünktlich sein – und zu spät kommen kann ich auch. Manchmal entscheide ich je nach dem, mit wem wir uns treffen, wie viel Stress wir uns machen.
Aber tendenziell ist „immer früher mit allem fertig sein“ nicht mein Ding. Gar nicht.

784. Wie sorgst du für Struktur in deinem Kopf?
Mit Listen und Handy-Erinnerungen und Wand-Kalendern.
Die Handy-Termine sind auf unseren beiden Handys.
In letzter Zeit plane ich nur locker für den Tag/die Woche vor. Das lässt Pausen und spontane Besuche und Verabredungen zu. Und das brauchen wir! Wenn ich mich mit jemand verabreden möchte und erst übernächste Woche was frei habe, stresst mich das sehr. Ich möchte, das meine Familie atmen kann.

785. Bist du schon einmal irgendwo gewesen, wo du nur Sand und Wasser um dich herum gesehen hast?
Im August haben wir in der Nordsee eine Wattwanderung in Dagebüll gemacht, da sah das ziemlich so aus.

 

786. Auf welchen Platz setzt du dich in der Achterbahn?
Dahin, wo meine Kinder mich hinsetzen.

787. Machst du eine andere Person schnell auf ihre Fehler aufmerksam?
Weiß ich gar nicht genau. Wenn es nicht so schlimm ist, mache ich es eher nicht, um die Person nicht zu blamieren. Bei größeren Sachen würde ich vielleicht nicht einfach daneben stehen.

788. Welche Rolle hast du in deiner Freundesgruppe?
Oh, ich bin die, die immer redet, die abends nie müde wird, die immer Lust hat, was zu machen, die gerne Gäste hat und immer Kaffee trinkt.

789. Was ist das Exotischste, das du jemals gegessen hast?
Hmm.. Weinberg-Schnecken? Tintenfisch-Teile in Sushi?

790. Liest du Horoskope?
Nie.

791. Was ist der seltsamste Ort, an dem du jemals aufgewacht bist?
Ich schlafe nicht gern an seltsamen Orten ein. Vielleicht mal im Bus oder am Flughafen..

792. Würdest du es gut finden, wenn etwas nach dir benannt würde?
Ich glaub nicht.. kommt wahrscheinlich drauf an.

793. Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?
Puuh, ich kann eigentlich immer und überall schlafen. Wenn ich nicht schlafen kann, beantworte ich Nachrichten am Handy – oder ich denke nach und bete.

794. Kannst du auch mit Leuten befreundet sein, die vollkommen anders denken als du?
Kommt auch drauf an. Manchmal merkt man das ja nicht gleich und die Freundschaft war sozusagen schneller. Wenn diese Meinungsverschiedenheit immer ein Thema sein sollte, würde es mir eher schwer fallen.

795. Wie lange könntest du auf einer einsamen Insel überleben?
Das Wort „einsam“ sagt doch schon alles. Ich würde garantiert an Einsamkeit sterben, bevor ich verhungere!

796. Wie oft googelst du die (den) Namen deiner Jugendliebe(n)?
Hab ich vielleicht zweimal gemacht.

797. Welches Unterrichtsfach in der Schule war für dich schrecklich?
Mathe. Und ich bin so froh, dass meine Kinder es gern haben.

798. Welche Zutaten dürfen in deinem Lieblingskuchen nicht fehlen?
Zartbitter-Schokolade.

799. Was singst du unter der Dusche?
Irgendwelche Ohrwürmer.

800. Fällt es dir leicht, einer Person zu sagen, dass du sie liebst?
Es zu sagen, fällt mir schwerer. Aber „Ich liebe dich“ hab ich bis jetzt auch erst zu einer Person gesagt. Beim Schreiben bin ich da schneller und gefühlsoffener.

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