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1000 Fragen an dich – Teil 35

Zum letzten Mal in der warmen Sonne sitzen.
Zum letzten Mal die kurzen Hosen waschen.
Zum letzten Mal mit FlipFlops morgens zur Schule laufen.
Zum letzten Mal Wäsche auf der Terrasse trocknen.

Ich weiß nicht, ob es wirklich so ist – aber in dieser Woche fühle ich es so. Am Morgen ist es so kalt – bei 9 Grad sind wir tapfer mit kurzen Hosen und FlipFlops zur Schule gelaufen. Ich wusste ja, dass es am Nachmittag so warm wird.

Ich freue mich, dass der Sommer so unglaublich, so schön, so leuchtend, so lange, so warm, so hell war. Was für ein Geschenk! Und jetzt ist wieder Zeit für frische Tagesanfänge, für Atemwölkchen, für Tee, für Vorlese- und Hörspiel-Zeiten, für Kastanien, für für Jacken und für Schuhe, die keine FlipFlops sind. Das wird mir am schwersten fallen.. ich trage fast immer FlipFlops.
Ich habe gestern tatsächlich schon über besondere Adventskalender nachgedacht, die ich in diesem Dezember ausprobieren möchte.

Es wird immer wunderbar weiter gehen. Der Herbst wird spannend, der Winter wird schön. Wir hangeln uns an Terminen und Festen und Veranstaltungen entlang und das Familien-Leben ist aufregend! Gestern haben wir das jährliche Foto zu Liams halben Geburtstag gemacht (fragt nicht, wir haben eben die Tradition, zu jedem halben Geburtstag der Kinder ein besonderes Foto zu machen) und wir haben das Familien-Einschulungs-Foto nachgestellt. Ich hab meine Männer und mich noch einmal in die Fest-Kleidung gescheucht, die Schultüte wurde so gehalten, als ob… und wir haben mit Selbstauslöser ein Foto gemacht. Wir mussten so lachen, aber wir haben jetzt das Foto und die Erinnerung dazu!

Eine Tradition sind auch die 1000 Fragen geworden.. nicht mehr so lange beantworte ich sie. Weiter geht’s dann:

681. Was war deine letzte gute Tat?
Ich habe mich zum Elternvertreter wählen lassen. Ich habe einer Freundin meine Babyklamotten weiter gegeben. Ich habe einer älteren Dame im Lidl eine große Freude gemacht, weil ich ihr sagen konnte, wo das Tomatenmark liegt.

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?
Leider nicht.

683. Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?
Schweren Herzens meinen Jüngsten mit Pulvermilch zuzufüttern und früher als geplant abzustillen. Und natürlich die Doula-Sache.

684. Was war dein bestes Konzert, das du jemals besucht hast?
Hmm, ich geh nicht so oft auf Konzerte. Als Kind oder fast-Teenie war ich einmal auf einem Konzert der Kelly Family. Und in diesem Jahr bin ich ganz spontan zu ihrer Comeback-Tour gegangen. Das war schon was ganz besonderes – nach so langer Zeit wieder genau die Töne und Stimmen zu hören und irgendwie sofort wieder drin zu sein.

685. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?
Mit Instagram-Zeit oder Schokolade oder Mittagsschlaf auf der Couch oder Kaffee oder einfach nur da sitzen.

686. Hast du schon mal jemand zum Weinen gebracht?
Ja. Zählen die Kinder auch? Das passiert schon mal.

687. Zählt für dich Qualität oder Quantität?
Es muss unbedingt immer mehr die Qualität sein. Weniger ist mehr.

688. Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?
Ich kenne so richtig schlimme Phasen gar nicht.
Aber ich würde sagen: Ablenkung, frische Luft, Humor.

689. Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?
Irgendwelches Obst, selbstgebackenen Kuchen, Saft oder Wein, eine Decke und ein Buch zum Vorlesen.

690. Hast du viel Selbstvertrauen?
Ich denke schon. Der Tank wird von den Menschen um mich herum aufgefüllt.

691. Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?
Meinen Mann, meine Eltern, meine Oma, meine Geschwister, Freundinnen.. kommt irgendwie drauf an, um was es geht.

692. Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?
Durch die Glastür sehen, wer da ist. Es riecht wie bei uns. Ich kenne mich aus. Ich kann durchatmen und mich auf die Couch fallen lassen. Ich weiß, wo es Kaffee und Schokolade gibt. Ich muss nicht fragen.

693. In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?
In Deutsch. Und so ziemlich von Anfang bis Ende.
Ich LIEBE Lesen und Schreiben. Überrascht euch wahrscheinlich nicht.

694. Wann hast du zuletzt ein Baby im Arm gehalten?
Mein 20-Monats-BrockenBaby zählt wahrscheinlich nicht mehr… Dann war das schon ne Weile her. Aber es werden gerade überall um mich herum Babys geboren. Dann dauert es bestimmt nicht mehr lange.

695. Würdest du jemand wie dich gern zur Freundin haben?
Ich glaube, ja. Vielleicht würde ich finden, dass ich zu viel rede und zu schnell rede und zu viel mache und zappelig bin.. aber ich bräuchte dann einen guten Ausgleich 🙂 Irgendwie haben mich ja auch Menschen zur Freundin.

696. Kannst du gut warten?
Manchmal schon. In Wartezimmern oder auf Bahnhöfen oder vor Klassenzimmern oder so ist das kein Problem. Oder jetzt, das Warten auf den ersten Doula-Anruf, das kann ich. Aber wenn wir zu spät sind und 1 von 5 Familienmitgliedern nicht rechtzeitig da ist, kann ich ungeduldig werden. Oder das Warten am Ende des Winters auf den Frühling.. haach, da werde ich sehr ungeduldig.

697. Welches Problem würde dich veranlassen zum Psychologen zu gehen?
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass ich das mal mache. Mein Coach-Mann stellt auch die richtigen Fragen und hört geduldig zu.

698. Was möchtest du irgendwann noch lernen?
Ich versuche gerade, mit Emilian mit Französisch zu lernen. Es wäre schön, wenn ich da irgendwann mehr sagen kann, als: „Ich bin eine Frau und ich esse einen roten Apfel“ …
Ich kann mir nicht vorstellen, jemals noch einen Beruf zu lernen oder zu studieren, aber ich würde gern lernen, eine richtig gute Doula zu sein … ich würde gern lernen, gut und sicher vor Menschen zu sprechen und nicht nur schriftlich meine Leidenschaft zu teilen … ich würde gern lernen, unseren Haushalt gut zu strukturieren und gut mit den täglichen Aufgaben klarzukommen … ich würde gern lernen, den Menschen um mich herum zur richtigen Zeit das richtige Wort oder ein offenes Ohr zu geben …

699. Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?
Auf Menschen.

700. Wie oft beginnst du  einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du…“?
Immer öfter, weil ich mich irgendwie an meine Kindheit vor der Schule nicht so sehr erinnern kann. Und meine Jungs sind jetzt 6 und 8 – und an die Zeiten kann ich mich erinnern.

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12 von 12 im September

Heute war ein schöner Tag!

Mein Mann war beruflich einmal in Hamburg und zurück – ich habe mir kurz Sorgen gemacht, was mit den Kindern passiert, wenn „meine“ Schwangere sich melden sollte.. aber alles ist ruhig. Ich freue mich schon sehr!

Wir hatten heute fünfmal spontanen kurzen Besuch – ist das nicht toll?
Eine Freundin kam kurz vorbei, um eine Kürbissuppe zu kochen. Eine andere Freundin kam später zum Quatschen und Kaffee trinken. Dann kamen zwei Väter, unabhängig voneinander, auf einen Kaffee vorbei, weil ihre Kinder in der Sportschule nebenan zum Ballett- bzw. Judo-Kurs waren. Und meine Schwester kam kurz vorbei – und sie schläft nachher hier. Es gab also Kaffee für alle. Emilian hat überglücklich Waffeln gebacken und den Besuch versorgt.

Davon ist allerdings nicht viel auf den Bildern zu sehen.
Die zeigen, was wir sonst noch gemacht haben:

1. Guten Morgen!

 

2. Den Süßen muss ich leider wecken, denn ich bin alleine und nehme ihn mit zur Schule.

 

3. Schönster Morgen in der Lieblings-Heimat.

 

4. Dieses wundervolle Heft lag gestern als anonymes Geschenk für mich im Briefkasten! Vielen Dank dem unbekannten Geber. Ich hab mich sehr gefreut und fühle mich geliebt.

 

5. Kaffee… immer ein Foto wert.

 

6. Ich arbeite an einem Deko-Projekt für die Kirche und färbe Flaschen von innen.

 

7. Mittagspause.
Liam ist nach der Schule bei einem Freund und Jari schläft von 13:00 bis 15:30 Uhr.
So ruhig war es lange nicht bei uns.

 

8. Na, was lesen wir?

 

9. Wie wir mal versuchen wollten, zu dritt an einer Waffel abzubeißen:

 

10. Emilian hat mitgekriegt, dass ich heute 12 Fotos sammele. Er sagt, dieses hier muss unbedingt dazu. Falls man es nicht erkennt… wir haben ein Brotstückchen von Jari gesucht und fanden es irgendwann an seinem Popo klebend…

 

11. Das ist unser riesengroßer Familien-Tisch.
Voll mit Familien-Kram.
Doula-Unterlagen. (Ein Plazenta Poster)
In Wasser aufgelöstes Brausepulver.
Karten für meine Foto-Box.
Gefärbte Flaschen.
Bücher, die in Folie gewickelt werden müssen.
Und sowas eben.

 

12. Das Baby schläft heute viel besser ein, als gestern.
(Wie lange darf man ein Baby eigentlich Baby nennen?)

 

Ich trage mich noch bei Caro in die 12von12 – Liste ein.

Habt ihr Lust auf noch mehr 12. September?

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2015

2014 

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1000 Fragen an dich – Teil 34

Zwischen dem Alltags-Chaos von gestern und den 12von12 morgen kommen heute, am Dienstag, meine nächsten Antworten auf die 1000 Fragen. Schön, dass ihr da seid!

661. Magst du es, wenn man sich um dich kümmert?
Ich liebe es, wenn mein Mann mir Essen macht! Und ich mag es, wenn man mich fragt, wie es mir geht. Das machen nicht mehr viele, seit dem ich blogge und viel von uns erzähle. Aber ich kann nicht unbedingt gut Hilfe annehmen und Menschen in meinen Haushalt lassen. Wenn die Hilfe nicht meinem Plan oder Wunsch entspricht, ist es mehr Stress als Hilfe. Kommt immer drauf an.

662. Welchen Wunsch wirst du dir nie erfüllen?
Das ist so eine Sache. Es gibt zur Zeit jede Menge Wünsche, die schon lange auf der Liste stehen und die wir bewusst grad zurückstellen. Aber dann gibt es auch immer wieder Überraschungen – und große oder kleine Wünsche werden uns oder mir erfüllt. Wie unser Sommerurlaub. Deswegen kann ich das gar nicht genau beantworten. Ich glaube nämlich, dass Gott, der mich gemacht hat, meine Herzenswünsche kennt und sich darum kümmert – auch wenn ich mich gar nicht traue, sie zu sagen oder zu denken. Das ist das Spannende und Schöne in meinem Leben.

663. Was war die interessanteste Einladung, die du je bekommen hast?
Ich kann mich leider nicht genau erinnern. Eine Geburtstagsfeier auf einem Boot war sehr schön. Als Bloggerin war ich auch schon bei tollen Veranstaltungen. Bei einer Beauty-Party zum Beispiel. Die Preisverleihung von letzter Woche war auch eine neue besondere Erfahrung für mich.

664. Wie würden dich deine Freunde beschreiben?
Ich finde das schwierig.. sollen sie das doch machen. Sowas habe ich hier auch schon oft geschrieben…

665. Wer hat dir in deinem Leben am heftigsten wehgetan?
Die Kinder.. bei der Geburt 😉

666. Was war ein Wendepunkt in deinem Leben?
Eine große Wende habe ich nicht gemacht, denke ich. Kann mich nicht erinnern. Unser Jahr in Kalifornien hat viel für uns neu gemacht oder geändert.

667. Glaubst du, dass Menschen die Zukunft vorhersagen können?
Menschen nicht. Aber ich glaube, dass es sowohl gute als auch böse Mächte gibt, die den Menschen die Zukunft oder Teile davon offenbaren können.

668. Was kannst du fast mit geschlossenen Augen tun?
Zähne putzen. Nachts einen Nuckel im Bett suchen. Den Schulweg gehen. Wickeln.. aber das kommt nachts nur noch ganz selten vor.

669. Auf welchem Platz in der Klasse hast du am liebsten gesessen?
Ich denke, eher weiter hinten. Schnattertante und so.

670. Vermeidest du bestimmte Musik, weil du davon traurig wirst?
Ja.

671. Bist du ein Mensch der Worte oder ein Mensch der Tat?
Also ich kann mit Worten. Ich mag Reden und Schreiben. Aber ich hab auch Lust auf Machen und ich fange eher mal was an, ohne vielleicht bis zum Ende darüber zu diskutieren.

672. Welcher deiner 5 Sinne ist am besten entwickelt?
Darüber hab ich noch nicht so nachgedacht. Aber ich glaube, ich nehme vieles und viele Kleinigkeiten über die Augen wahr.

673. Wann hast du Mühe, dir in die Augen zu schauen?
Ich mag meine Augen! Wenn ich sehr müde oder gestresst bin, schaue ich mich nicht so gerne an. Und wenn ich weine.. das ist vielleicht komisch, aber ich lande zum Weinen oft im Bad. Da habe ich Ruhe. Und das sehe ich dann nicht so gern im Spiegel.

674. Wer kann dich am besten trösten?
Mein Mann! Ich glaube ihm alles, was er sagt. Und niemand kann mich so gut ermutigen, bestärken, loben und toll finden, wie er! Er macht das nicht besonders oft (was ist schon oft?), aber wenn, dann ordentlich.

675. Was war deine größte Dummheit?
Als Kind hab ich meinen kleinen Bruder mal vom Schlauchboot gekickt und ich glaube, er hätte leicht ertrinken können.

676. Über welches Unrecht kannst du dich sehr aufregen?
Oooh man, wie viel Zeit habt ihr?
Unrecht, das unschuldigen Kindern angetan wird.
Unrecht, das ungeborenen Kindern angetan wird.
Unrecht, das Frauen unter der Geburt angetan wird.
Unrecht, das Familien angetan wird.
Unrecht, das Nationen angetan wird.
Unrecht, das mit Macht und Geld begründet wird.

677. Was war das schönste Kompliment, das du jemals bekommen hast?
Wie gesagt, wenn mein Mann mal loslegt, dann gleich richtig und dann lobt er mich für meine Geduld, dass ich so eine gute Mutter bin und dass ich mich gern schön mache.
Ich habe das Glück, mit Freundinnen zusammen zu sein, die gern Komplimente machen. Manchmal schreiben wir uns das alles gegenseitig auf und diese Zettel hüte ich wie einen Schatz. Ich hab noch solche Zettel, die sind viele Jahre alt.
Ich mochte es, dass mir jemand gesagt hat, er würde meine absolute Loyalität meinem Mann gegenüber bewundern. Jemand hat mal gesagt, ich hätte eine schöne Taille. Und dass ich mich schön anziehe und andere inspiriere. Und damit hat sich wohl auch ein Teil von Frage 664 erledigt 😉 Wie ihr seht: Ich mag Komplimente und sammele sie.

678. Was entscheidet, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?
Das ist schwierig. Das ist eine Stimmung, sowas wie „die Chemie“. Der Humor des Menschen muss zu mir passen, sonst wird es schwierig. Und ich mag Menschen, die wissen, wann es Zeit ist, den Mund aufzumachen – und wann es Zeit ist, im Hintergrund zu bleiben und anderen den Vortritt zu lassen. Ich kann nicht gut mit Menschen, die unecht lachen oder unecht wirken. Wenn ich sowas spüre, fällt es mir schwer, mich zu öffnen. Und ich kann Oberflächlichkeit, ja wahrscheinlich dieses unecht-sein echt nicht leiden.

679. Was geht zu langsam?
Das Einschlafen das Babys. Das Laminiergerät. Die vernünftige Unterstützung von allen Familien in Berlin. Das Kümmern um die Umwelt und unsere Ressourcen. Die Zusammenarbeit der führenden Politiker zu gewissen Themen.

680. Welches Musikstück soll auf deiner Beerdigung gespielt werden?
Oh, das hab ich schon hundert Jahre geplant. Und zur Beerdigung meines Mannes übrigens auch: „Geile Zeit“ von Juli. Das muss einfach sein. Ihr habt’s gehört!

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Szenen aus dem Alltag

Ich bin müde. So müde.
Und es ist erst Montag. Oder?
Meinem Bruder habe ich jedenfalls heute einen schönen Freitag am Telefon gewünscht…

Mein Leben ist voll.
Drei Kinder sind kein Kinderspiel – aber ich versuche allerdings, meinen Kindern im Alltag viel Zeit zum Spielen zu geben. Und ich liebe dieses Leben! Genau so habe ich es mir gewünscht.
Als ich meinen Mann fragte, ob es nur jetzt gerade so wild ist – oder ob es ab jetzt immer so ist, sagte er: „Wir sind jetzt in der Blüte!“ – Was auch immer das heißt…

Ein paar Alltags-Schätze:

* Ich bringe die Kinder jeden Morgen zur Schule, mein Wecker klingelt kurz nach 6:00 Uhr. Diese Zeit ist schön und wertvoll. Mir ist ein guter Start in den Tag für die Kinder wichtig. In der Nacht schlafe ich noch noch nicht gut, weil Jari mehrmals wach wird. Und natürlich gehe ich abends nicht rechtzeitig ins Bett…

* Am Wochenende hatte ich Weiterbildung. Die zwei vollen Tage geben mir noch eine extra Portion Müdigkeit. Meine Doula-Weiterbildung ist schon fast fertig! Könnt ihr euch das vorstellen? Es gefällt mir richtig gut und ich bin kurz davor, eine erste Geburt zu begleiten!
Ich beschäftige mich mit dem Wochenbett, mit der Plazenta, mit Sternenkindern, mit Gebär-Positionen und Entspannungs-Übungen.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr mir als Kommentar oder als Nachricht gern mal schreiben, was euch bei der Geburt am besten geholfen bzw. am meisten gefehlt hat. Ich würde gern auf meiner Website auf die Sorgen und Fragen von Schwangeren eingehen.

* Für beide Jungs fangen erste Nachmittags-Verabredungen an. Ich freue mich, dass sie Freunde nachhause einladen. Und dass wir neue Familien kennen lernen. Und dass unsere Kinder viel Gutes mit der Schule verbinden. Trotz Lehrer-Mangel bei Emilian und Anfangs-Schüchternheit bei Liam gehen beide gerne zur Schule und das freut mich. Liam schreibt jetzt erste Buchstaben und Emilian holt seine Hefte der 1. Klasse und vergleicht. Sie können sehr liebevoll und wertschätzend miteinander umgehen.

* Ich kann gar nicht sagen, wie sehr über alle Maßen ich dankbar für diesen Sommer bin! Und er ist noch nicht zu Ende… Ein Nachmittag am See steht noch auf dem Plan. Das würde ich gern noch schaffen! Der Garten ist trocken und staubig – bereit für ein paar Regentage. Aber wir ernten noch Himbeeren und haben heute eine rote Erdbeere gefunden.

* Verloren haben wir allerdings einen Autoschlüssel im Garten.. bzw. Jari hat. Ich hatte früher mal geschrieben, dass er gern Dinge aufhebt und sie irgendwo anders fallen lässt. Ich bin also weniger besorgt und mehr gespannt, wo wir den Schlüssel wohl wieder finden.

* Mit aller Kraft bereiten wir unser jährliches Sommerfest vor. Ich plane eine Foto-Box. Es wird toll! Kommt ihr? Es gibt Cocktails und Kuchen, Glitzer-Tattoos und geflochtene Zöpfe, Hüpfburgen und Rodeo-Reiten und ganz viele tolle Menschen.

* Für die kühleren Abende habe ich mir vorgenommen, wieder Sport zu machen. Ich würde das wirklich gerne schaffen. Ich weiß, wie gut mir das getan hat. Mein Rücken würde sich bedanken. Neuer Vorsatz!

* Falls ich euch irgendwann mal ein schlechtes Gewissen gemacht habe, weil ich so oft aufräume und putze: Das ist vorbei! Wenn es überhaupt oft war.
Ich laufe selbst nicht mehr gern barfuß durch die Wohnung, weil überall Sand und Krümel liegen. Und Wäscheständer stehen rum. Von den Fingerabdrücken an den Fenstern fange ich gar nicht erst an. Habt ihr auch überall Fruchtfliegen??

* Jari ist bald 19 Monate alt – und er ist der überhaupt Knaller. Er ist witzig und durchgeknallt.. er trottet so durch den Tag. Er kann so viel mitteilen, ohne auch nur den Mund aufzumachen. Er findet jede Süßigkeit, die herum liegt, aber er „fragt“ mit seinem Blick, bevor er mal dran knabbert. Er liebt die Brüder und die Brüder lieben ihn. Er lernt von ihnen, bringt sie zum Lachen und versteht, wenn sie erklären. Er hat als drittes Kind ganz andere Freiheiten und wir andere Ansprüche. Und.. er liegt zu Tische. Das ist Jari!

* Liam hat vorhin ein Knick-Licht mit ins Bett genommen.. eben kam er etwas verstört und sprachlos die Treppe herunter: Seine Hose leuchtete blau gepunktet. Und auch der weiße Teppich oben sieht im dunklen aus, wie ein wunderschöner Disco-Teppich. Ich wusste grad nicht, ob ich mit den Kindern feiern oder eher schimpfen sollte. Er hatte das giftige Zeug nicht im Mund und nach ein paar Stunden wird auch der Teppich die Party-Flecken nicht mehr haben.. Aber sonst geht’s noch?!

* Immer mal wieder denke oder rede ich darüber, ob es wohl dieses „Wir sind fertig mit Kindern“-Gefühl gibt. Weil, wenn ja.. dann kenne ich es noch nicht. Oben genannte Situationen sowie das Chaos in Kinderzimmern, Kleiderschränken und Termin-Kalendern halten mich eher davon ab, an ein 4. Kind zu denken. Die Doula-Weiterbildung arbeitet stark in die andere Richtung. Mal sehen, wer gewinnt. Ich bleibe dabei, dass das Leben mit mehr Kindern einfacher und wertvoller wird!

* Neben dem stinknormalen Alltag und einem großen Sommerfest stehen auch Arzttermine, Elternabende, Treffen mit Freundinnen, Bandproben und Telefonate in unserem Kalender. Und viele Fußwege zur Schule und zurück. Wahrscheinlich bekommen wir bald einen Kinder-Fahrradsitz, damit wir endlich zu fünft Fahrrad fahren können.

* Ich habe endlich, endlich, endlich das Fotobuch vom Jahr 2016 gemacht. Puh, ich bin so glücklich! Ich habe herausgefunden, wie ich das Foto-Programm austricksen kann und mit etwas mehr Arbeit hat es gut geklappt. Jetzt nur noch schnell das Buch von 2017 schaffen, bevor 2018 dran ist.

Niemals bin ich am Abend so müde, wie in der Mittagszeit. Meine Haare werden länger und länger, aber ich habe weder Zeit noch Geld, um zum Frisör zu gehen. Macht auch nix. Einen Zahnarzt-Besuch müsste ich machen und dann habe ich ja noch diesen Kosmetik-Gutschein. Wann kann ich mit meinem Mann mal ausgehen? Und Sport machen? Zur Zeit plane ich Schritt für Schritt, Tag für Tag. So lange wir können, sind wir im Garten. Es ist mir wichtig, Vor- und Nachmittage freizuhalten – die werden schnell genug voll geplant.
Das ist wohl die Blüte des Lebens.. Ich find’s toll!

(Ich habe eben in einer tiefsten Lücke der Couch den Autoschlüssel gefunden! Ich sag ja..)

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Deutscher Nachbarschaftspreis 2018

Ganz überraschend bekam ich in der letzten Woche von nebenan.de eine Einladung zur Verleihung des Deutschen Nachbarschaftspreises 2018! Ich fühlte mich sehr geehrt, fand einen Babysitter und meldete meinen Mann und mich an.

Gestern Abend war es dann soweit.
Wir freuten uns sehr auf dieses Date, zogen uns schick an und machten uns auf den Weg in die UFA Fabrik in Tempelhof.

Geladen waren die 16 Landessieger, denen an dem Abend die Auszeichnung überreicht wurde, Freunde und Förderer der nebenan.de Stiftung, Mitglieder der Jury und ganz feierlich wurden die Bundessieger Platz 1 und 2 und 3 verkündet.

Ich weiß nicht, ob ihr von nebenan.de gehört habt oder wisst, wo von ich rede.
Wir sind Mitglieder der ersten Stunde und seitdem ich den Zettel mit dem Passwort für meine Nachbarschaft im Briefkasten hatte, bin ich überzeugt und begeistert von nebenan.de.
(Gibt es auch in deiner Nachbarschaft und sogar bereits über Deutschland hinaus)

Nicht nur lerne ich Nachbarn besser kennen, die ich sonst nur täglich auf der Strasse treffe – es fällt mir auch viel leichter, Dinge zu verleihen oder zu leihen. Mehrmals schon haben wir unser Baby-Reisebett verliehen, wir haben Weihnachtsgeschenke gebraucht in der Nachbarschaft gekauft, wir werden jetzt eine Kamera für unser Sommerfest ausleihen und ausserdem lade ich zu vielen Veranstaltungen einfach über nebenan.de ein und habe viele neue Mamas zum Beispiel für MOPS, gefunden. Und aus Nachbarn sind Freunde geworden!

Kennt ihr diesen Artikel schon?

Ausserdem bitten Nachbarn bei Reparaturen oder Problemen im Haushalt um Hilfe, es werden Partner zum Spielen, Joggen oder Segeln gesucht. Schulbücher werden getauscht. Vor Einbrüchen wird gewarnt. Änderungen der Bus-Linien werden geteilt. Obst wird angeboten. Babysitter werden gefunden. Was Nachbarn eben so machen.

Es ist verrückt, dass der Weg in die Nachbarschaft übers Internet möglich wird – aber warum diesen Weg nicht nutzen?

Link zum nebenan Magazin

In den vergangenen Monaten konnten Nachbarn und Freunde Projekte für den Deutschen Nachbarschaftspreis anmelden. Für jedes Bundesland wurde ein Landessieger gewählt und gestern wurden in sehr schöner Location die drei Bundessieger gekürt. Die Schauspielerin Loretta Stern führte locker und witzig durchs Programm, es gab interessante Gesprächsrunden zum Thema „Das WIR gestalten“ und natürlich aktuell „Wir sind mehr“.

Guckt euch die Projekte der Landessieger gern mal an!
Ich habe nach diesem Abend gestern richtig Lust bekommen, etwas Neues zu starten!

Es geht um Kinder, um Bildung, um Politik, um Spielplätze, um Wohnraum, um Vernetzung mit Alt und Jung, um Gärten, es wird gegen das Aussterben der Dörfer gekämpft, es geht um Kunst und Kultur, um Autofreie Tage, um Säuberungsaktionen in Parks … die Möglichkeiten sind unendlich und es ist so leicht, einfach anzufangen. Einfach nebenan.

Viele der Gewinner machten deutlich, dass sie gar nichts Großes machen und nie mit einer Auszeichnung gerechnet hätten, sondern sich einfach um das Problem oder die Not kümmern, die direkt vor der Haustür liegt – mit den Ressourcen und Ideen, die sie haben.
Umso größer war aber natürlich die Freude und die Dankbarkeit und die daraus entstandene Motivation.

Kurz möchte ich die drei Bundessieger vorstellen:

Platz 3
Nauwieser Picknick in Saarbrücken (Saarland)
Die Nauwieser Nachbarn organisieren in Eigenregie ein jährliches Picknick mit Anwohnern aus allen Alters-, Herkunfts- und Einkommensgruppen und stärken so die lokale Gemeinschaft.

Platz 2
Demokratiebahnhof in Anklam (Mecklenburg-Vorpommern)
Das Jugend- und Kulturzentrum trägt zur Entwicklung einer lebendigen Zivilgesellschaft bei und ermutigt junge Menschen, ihre Fähigkeiten im Interesse des Gemeinwohls einzubringen.

Platz 1
Tausche Bildung für Wohnen aus Duisburg-Marxloh (NRW)
Bei diesem Stadtteilprojekt eröffnen Bildungspaten benachteiligten Kindern neue Chancen und können im Gegenzug für ihr Engagement mietfrei im Viertel wohnen.

Ich bin ganz begeistert von den großartigen Projekten, die Menschen in Deutschland auf die Beine stellen. Einen Satz, der im Gespräch mit den Geschäftsführern der nebenan.de Stiftung Michael Vollmann und Sebastian Gallander fiel, werde ich nicht vergessen:

„Es sind die vielen kleinen Brücken, gebaut von engagierten Nachbarn,
die das Land zusammen halten.“

Bei sehr gutem Essen und Live-Musik ließen wir den Abend ausklingen.
Inspiriert machten wir uns auf den Heimweg.

Durch mein Wirbeln auf nebenan.de bekam ich den Titel „Besonders engagierte Nachbarin“ und das war der Grund, warum ich zu dieser Veranstaltung eingeladen wurde.
Ich fühle mich sehr geehrt!
Und ich sage:
Das ist doch nicht besonders, was ich mache. Ich laufe mit offenen Augen durch meine Nachbarschaft. Ich bin mehrmals in der Schule und grüße hier und quatsche dort. Kaum komme ich einen Weg durch, ohne irgendwo zum Quatschen stehen zu bleiben. Ich lade zu Veranstaltungen ein. Ich verabrede mich zum Kaffee trinken. Ich höre zu. Ich teile Informationen. Ich vernetze.

Ja, ich habe Zeit dafür, weil ich „Hausfrau“ bin.
Aber ich sehe das zur Zeit als meine Aufgabe. Und meine Leidenschaft. Es gibt überall so viele Bürger, die meckern und schimpfen und früher alles besser fanden und die Augen rollen und sich anschweigen.

Berlin braucht das.
Lächeln.
Ermutigung.
Gute Nachrichten.
Offene Ohren.
Herzensmenschen.
Zusammenhalt.
Wir sind mehr.

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