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1000 Fragen an dich selbst – Teil 13

Es ist wieder Dienstag und ich möchte gern die nächsten Fragen beantworten. Gerade sitzen wir draussen, die drei Jungs „spielen“ zusammen Fußball und ich könnte mich einfach nur kaputt lachen. Jeder der drei ist echt ein Knaller für sich! Sie spielen miteinander, aber irgendwie auch nicht – und ich frage mich, wie wir jemals fragen konnten: „Drittes Kind: Ja oder Nein?“ Die drei passen perfekt zusammen!

„Alter, Mama, guck mal.
Das sieht aus wie Himmelfahrt!“

Wir sind bereits bei Teil 13 und ich hab das Gefühl, ich hab bereits alle Fragen der Welt beantwortet. Aber ich bin noch nicht fertig. Noch lange nicht.

241. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?
Ja.. sonst wäre ich nicht hier. Ich weiß nicht, seit wann, aber mein Herz schlägt für Frauen und Mütter und Frauen, die Mütter werden. Ich fühle mich dazu berufen, Frauen zu bestärken, zu ermutigen und Familien zu unterstützen und wertzuschätzen. Ich fühle mich dazu berufen, hier im Süden von Berlin Kirche zu bauen und Menschen mit Menschen und Gott zu verbinden. Im Moment fühle ich mich in dieser Rolle sehr wohl und alle Bereiche meines Lebens passen zu dieser Berufung.

242. Bist du nach etwas süchtig?
Es gibt viele Dinge, die mir sehr wichtig sind und die ich genieße. Kaffee. Wein. Mein Handy. Instagram. Handcreme. Ohrringe. Aber dass ich es jetzt sofort unbedingt brauche oder niemals ohne kann, würde ich nicht sagen.

243. Wessen Tod hat dich am meisten berührt?
Das ist eine schwierige Frage. Mein Opa ist vor 5 Jahren gestorben und er war der naheste Verwandte, von dem ich mich verabschieden musste und dessen Tod ich am meisten mitbekommen habe. Aber es war kein plötzlicher Tod. Wir konnten uns verabschieden und ich weiß, dass wir uns wiedersehen werden.
Wenn ich sagen soll, welcher Tod mich am meisten berührt hat, dann fallen mir junge Menschen ein, die ganz überraschend gehen mussten. Zum Beispiel der Tod von Tim, Mann von Bloggermama Mama Mulle hat mich sehr getroffen.
Oder Roger Cicero. Chester Bennington.
Ungeborene Babys kurz vor der Geburt.
Es geht nicht um irgendwelche Stars oder Persönlichkeiten. Ich meine den plötzlichen Tod von jungen Menschen. Das berührt mich sehr.

244. Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten?
„Geile Zeit“
Hört sich vielleicht merkwürdig an, aber dieses Lied hat eine große, große Bedeutung für mich.
245. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?
Huch, was ist das für eine Frage?
Ich habe gar nicht eine „Person“ vor Augen, die ich sein möchte. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin. Und dass ich mich verändere. Und ich denke, als Mutter, als Ehefrau, im Umgang mit Menschen wird diese Veränderung hoffentlich eher in eine positive Richtung gehen. Oder?
Ich wäre gern in manchen Dingen anders.
Aber tue ich aktiv was dafür? Weiß ich gar nicht.
Interessante Frage.. vielleicht sollte ich mal.

246. Wann muss man eine Beziehung beenden?
Wenn sie nicht gut für mich ist. Wenn ich nicht gut für andere Person bin. Wenn die Beziehung einseitig geworden ist.
Ich habe nicht viel Erfahrung damit. Ich gebe Menschen nicht schnell auf und es fällt mir schwer, einen Kontakt ganz und für immer abzubrechen.

247. Wie wichtig ist dir deine Arbeit?
In den letzten 8 Jahren bestand meine „Arbeit“ aus kleinen und großen ehrenamtlichen Projekten, die ich liebte und liebe, aber sie standen eben immer nur an zweiter Stelle. Auf die Idee, mir eine Arbeit zu suchen, die nicht zu mir als Mutter passt, wäre ich nie gekommen.
Ich bin sehr gespannt und glücklich, dass ich bald eine Doula sein darf. Diese Arbeit ist mir sehr wichtig und ich bin schon ganz neugierig, wie und wann es losgeht.

248. Was würdest du gern gut beherrschen?
Ich würde gern mehr Sprachen sprechen. Nochmal richtig Gebärdensprache können. Ich würde gern ein bißchen mehr Struktur und Regelmäßigkeit in meinem Alltag (und an meinen Männern…) sehen – aber wahrscheinlich würde das nicht zu uns passen. Ich würde gern besser kochen können. Nicht lernen, sondern können. Mit Lebensmitteln „einfach was machen“ können!
Ich würde gern mündlich besser mit Worten umgehen können. Ich würde gern sicherer auftreten können.

249. Glaubst du, dass Geld glücklich macht?
Nein.
Ich stelle mir vor, dass „Geld haben“ weniger sorgenvoll und zufriedener macht. Aber in Wirklichkeit ist es wohl kaum so. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich jetzt, in einer Lebensphase des „am wenigsten Geld habens“ am glücklichsten bin. Ja.. das sind auch die Umstände – aber das gehört doch alles zusammen.

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?
JA!
Das ist ein sehr großes dickes fettes Ja, immer wieder!

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?
Ist „Shred“ eine Sportart?
Ich glaube, im Sport bin ich ein absoluter Durchschnittsmensch. Ich bin ausdauernd, aber das ist jetzt auch nichts Halbes und nichts Ganzes.

252. Heuchelst du häufig Interesse?
Nicht mehr. Selbst bei nervigen Telefon-Umfragen und „Darf ich Ihnen eine kurze Frage stellen“-Strassen-Aktionen kann ich inzwischen gut abwinken oder auflegen, anstatt höflich 30 Minuten zuzuhören und mich dann über verschwendete Lebenszeit zu ärgern.

253. Kannst du gut Geschichten erzählen?
Ich bin gut darin, Geschichten, die mir oder meinen Kindern oder irgendwo passiert sind, wiederzugeben und die Zuhörer zu fesseln und zum Lachen zu bringen. Aber manchmal würde ich genauso gut ausgedachte Geschichten erzählen können, mit Worten spielen können (siehe Frage 248) und mit der Phantasie durchdrehen. Ich glaube, dazu muss ich in einer entspannten, ruhigen Stimmung sein.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste?
Allen Menschen doch! Warum denn nicht?

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?
Manchmal denke ich, ich hätte vielleicht gern studiert. Manchmal denke ich, ich hätte vielleicht gern mal in einer WG gelebt. Manchmal denke ich, ich hätte einen anderen Beruf wählen sollen. Manchmal denke ich, wir hätten mehr reisen sollen, als wir noch keine Kinder hatten. Manchmal denke ich, wir hätten viel länger in Kalifornien bleiben sollen. Manchmal denke ich, ich hätte viel mehr aus dem Jahr in Kalifornien machen sollen.
Aber dann sehe ich mein Leben, meinen Mann und meine Kinder, unser Haus, ich fühle mich jung und glücklich und weiß: Es ist schon alles gut so, wie es ist.

256. Kannst du dich gut ablenken?
Ich kann mich schnell ablenken lassen. Das hat Vor- und Nachteile. Und ich finde, ich kann mich auch von Problemen oder doofen Situationen oder Sorgen ablenken und Dinge stehen lassen, die ich nicht ändern kann und mich wieder schöneren Sachen widmen.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?
Das habe ich doch irgendwie bei Frage 83 beantwortet, oder?  Ich fühle mich in der Kleidung wohl, die ich trage. (Es sei denn, es ist mal eine Bauchweg-Hose, ein enges Kleid oder hohe Schuhe.) Aber ich mag Jeans. Am liebsten Spaghetti Tops. FlipFlops. Einfach so.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?
Ich fühle mich ein bißchen dumm und naiv, weil ich mit dieser Frage, wie auch mit Frage 245 nicht so richtig was anfangen kann. Ich habe mir mein Leben und mich als Person nicht irgendwie vorgestellt und arbeite jetzt darauf hin. Und da passieren unglaubliche Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie mal erleben darf, und eben auch Dinge, die ich nicht hätte haben müssen.

Mir fällt ein, dass ich nach der ersten Fehlgeburt vor Emilian oft dachte: „Hoffentlich kann ich überhaupt Kinder bekommen!“

Oder wenn andere Personen erzählten, wie Gott sie genau zur richtige Zeit mit Geld und anderen Dingen versorgt hat, dachte ich manchmal: „Das wird mir nie passieren.“ Ist es aber.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?
Sorry, aber Nein.

260. Was nervt dich gelegentlich?
Ach, darauf kann ich antworten.
Raue Hände. Kinder, die Dreck machen. Jari, der sich nachts auf und über und unter mich wühlt, weil er nicht schlafen kann. Regen. Eine unaufgeräumte Küche. Dass wir einen weißen Küchenboden haben. (Echt.. wie konnten wir!) Baustellen und Ecken im Haus, die ich seit Monaten und Jahren nicht bearbeiten kann. Dass ich kaum Zeit zum Lesen finde. Dass ich mich verzettele und tausend Sachen gleichzeitig anfange. Unaufgeräumte Kinderzimmer. Meine Problemzonen. Ungewaschene Haare.

Ups, da fällt mir ja ne Menge ein. Aber da steht „gelegentlich“. Und so ist es auch.

Jetzt beginnt die Zeit, in der wir uns größtenteils draussen aufhalten. Wenn ich die Kinder abends gerade so zwischen 8 und 9 Uhr vom Garten übers Bad ins Bett schicke, gehe ich über sandige Böden an einer dreckigen Küche vorbei nach oben. Dort wartet Wäsche, ein schmutziges Bad und die Kinderzimmer. – Und so lasse ich es. Dass mich all diese Dinge nerven, heißt nicht, dass ich nicht trotzdem mein Leben und meine Familie genießen kann.

Guckt euch mal diesen Dreckspatz an!

Heute saß ich, wie oben beschrieben, auf einem Stuhl mitten auf der Wiese in unserem Garten. Weil da die letzte Sonne hinfällt. Auf mich herab rieselten alte Tannennadeln, weil Liam auf dem Baumhaus tanzte. Um mich herum tänzelte ein glücklicher Jari mit sandigen Hosen und sämtlichen Obstfleckenfarben auf dem Oberteil. Ab und zu bekam ich von Emilian einen Ball ab.
Im Laptop warteten drei angefangene Blog-Einträge, die ich bald schreiben muss. Zwei Wäschekörbe standen voll im Schlafzimmer. Dreckige Töpfe gab es in der Küche und die Blumen im Beet hätten sicher gern etwas Wasser gehabt.

Aber ich saß da. Und lachte über meine Jungs, die selbst ihr Frühlings-Glück kaum fassen konnten und erstmal wieder Platz und Lautstärke für den Garten abchecken mussten.

Emilian hatte bis 15:00 Uhr Unterricht, hat mit sehr dreckigen Füßen auf der Couch ein paar Hausaufgaben gemacht. Liam hat lange mit Papa Geige geübt. Und sonst – tanzten wir in der Sonne.

Mein Alltag ist ihre Kindheit.
Sie werden so schnell groß.
Unser Leben ist jetzt.

Mehr Antworten und Fragen findet ihr hier:

Teil 1

https://mamasbusiness.de/?p=9895
Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
https://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
https://mamasbusiness.de/?p=10054
Teil 10
https://mamasbusiness.de/?p=10104
Teil 11
https://mamasbusiness.de/?p=10113
Teil 12
https://mamasbusiness.de/?p=10150
1 Kommentar »

1000 Fragen an dich – Teil 7

Oh, hab ich echt seit Teil 6 nichts anderes geschrieben?
Hmm.. da ist wohl das Leben passiert.
Aber es gibt schon wieder was zu berichten.

Erstmal geht’s hier los.
Seid ihr noch da?

****

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe?
Mir fällt ein, dass ich mir als jung-verheiratetes Mädchen mal vorgenommen habe, immer mit meinem Mann abends ins Bett zu gehen. Das schaffe ich leider nicht. Er geht Punkt 23:00 nach oben und ich werde so ab 21:00 nochmal richtig wach. In diesen Nachtstunden schaffe ich unglaublich viel.
Aber ansonsten sind in unserem Leben Beziehungen oft wichtiger, als die Arbeit. Wir haben uns für diesen Lebensstil entschieden, in dem wir richtig viel Zeit als Familie und als Paar haben – dafür verzichten wir zur Zeit eben auf andere Dinge.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
Oh, das wird jetzt auch wieder ne längere Antwort.
Zuerst, dass der Wert “Familie” immer ganz weit oben stand. Trotz der vier Kinder hatten wir regelmäßig einzeln Zeit mit den Eltern. Und auch die erweiterte Familie, wie Oma und Opa, Cousine und Cousins … gehörten fest mit dazu und diese engen Verbindungen halten bis heute. Ich weiß nicht, ob sich das “natürlich” auch so ergeben hätte. Bei kleinen und großen Entscheidungen stand das Wohl der Kinder oder der Familie im Vordergrund – und vielleicht nicht so sehr ihre eigenen Interessen.
Dann, für ihre Großzügigkeit. Geld war nie so ein großes Thema, wir wussten nicht genau, “wie viel Reichtum wir besaßen”, wir haben uns weder reich noch arm gefühlt. Wir hatten genug. Es wurde nicht verschwendet, manchmal wär ich vielleicht auch lieber mehr shoppen gegangen – jetzt sehe ich, dass andere Werte im Vordergrund standen und Familienausflüge im Wald eben weniger kosten als Shoppingtouren mit vier Kindern. Trotzdem gab es das auch, wir haben unsere Kindheit nicht im Wald verbracht 😉
Wir hatten oft Gäste. Auch solche, denen es nicht so gut ging. Hab ich schon bei Frage 114 erwähnt. Ich hab meine Eltern als sehr großzügig und freigiebig erlebt. Das Geben an andere hat immer dazu gehört, ohne vorher ins eigene Portmonee oder in den Kühlschrank zu gucken und zu rechnen. (Hab ich als Kind jedenfalls so erlebt. Sicher war es manchmal wirklich so. Und es hat uns an nichts gefehlt)
Dann ist mir eine Sache letztens im Gespräch mit Freundinnen aufgefallen: Meine Eltern haben uns Meinungen und Werte ganz menschlich vorgelebt, jedoch nicht aufgezwungen. Wir konnten selbst entscheiden. Und Traditionen, hinter denen sie selbst nicht (mehr) standen, wurden uns nicht blind aufgedrückt. Ich bin ihnen dankbar, dass sie uns und mich ohne Druck in den christlichen Glauben eingeführt und ihn uns authentisch vorgelebt haben.
Als Tochter und als Mutter ihrer Enkel bin ich dankbar, dass sie immer, immer die anderen vor sich selbst sehen. Sie geben Geld und Zeit und Liebe und Rat und Unterstützung an alle Kinder und Enkel und weit darüber und über die Landesgrenzen hinaus. So ist es und war es, seit ich denken kann. Und ganz sicher hat das unsere und mein Herz berührt und geöffnet und mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. Und dass ich überhaupt bin!

123. Sagst du immer, was du denkst?
Leider nein. Obwohl ich reden und schreiben kann, ohne Luft zu holen, traue ich mich in entscheidenden Momenten oft nicht, die Klappe aufzumachen. Ich arbeite daran, denn es gibt schon Söhne, die sich das abgucken…  Es geht jetzt nicht darum, allen und jedem meine Meinung zu sagen. Das kann ich eher. Aber den Mund aufzumachen, wo vielleicht niemand sonst den Mund aufmacht… das kann ich nicht so.

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust?
Niemals. Siehe Frage 104.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden?
Da fällt mir nichts ein. Sowas passt nicht zu mir.

126. Was kaufst du dir für deine letzten Euro?
Wahrscheinlich Obst und Gemüse oder Brot und Frischkäse bei Lidl, Samstag Abend zum halben Preis.

127. Verliebst du dich schnell?
Früher war das mal so, ja. Meine Mama hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Aber das war jugendlicher Leichtsinn. Richtig doll und ernst habe ich mich nur einmal verliebt. Und ihr wisst ja, was daraus geworden ist.

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst?
Ich danke Gott für den Tag, für meine Familie, für das Glück und den Segen, den wir haben.

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?
Man kann sich doch jeden Tag schön machen! (Laaaangweilig 😉 ) Ich mag das Wochenende, vielleicht am meisten den Freitag. Die Aussicht auf das Wochenende, länger aufbleiben dürfen, MOPS, LadiesNight.. Freitag ist so ein Erleichterungs-Seufzen!

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen?
Hmm. Sind es die Kinder, die ich auf die Welt gebracht habe? Ist es MOPS, das ich nach Berlin gebracht habe? Was ist ein “Erfolg”?

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen?
Ich hab da jetzt nicht so Interesse dran. Aber wenn ich mich mal drauf einlasse… es wäre doch bestimmt spannend, mal ganz in Ruhe mit Frau Merkel einen Kaffee zu trinken. Oder Tee, trinkt sie lieber Tee? Mit Priscilla Shirer würde ich gern mal shoppen gehen. Aah, das würde Spaß machen. Ach ja, und ein Mama-Kind-Treffen mit Kate, der Herzogin. Ich finde sie toll!!

132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt?
Da muss ich mich jetzt outen: Paddy Kelly.
Dass er jetzt, schöner und sympathischer denn je, wieder da ist, macht die Sache nicht einfacher.

133. Was ist dein Traumberuf?
Ich habe mich gerade mit meinem Mann darüber unterhalten: Ich kenne nicht wirklich das Gefühl, gerne und leidenschaftlich zur Arbeit zu gehen und dort die Zeit zu vergessen. Zuhause ist auch immer schön. Früher war das vielleicht mal so, bevor ich Kinder hatte. Ich hab wirklich gern in der Schule gearbeitet. Aber jetzt…hab ich nicht so das Bedürfnis, mal „raus“ zu müssen. Komisch, oder? Ich bin etwas auf der Suche nach etwas. Was könnte ein Traumberuf sein?
(Zum hundersten Mal: Ich erzähle euch bald von der Weiterbildung! Wirklich!)

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten?
Nur, wenn ich weiß, dass es dann auch eine Hilfe ist. Und ich bin leider anspruchsvoll.

135. Was kannst du nicht wegwerfen?
Briefe. Einige Kinderzeichnungen. Fotos. Erinnerungen.
Dinge haben für mich einen emotionalen Wert.


Liam, gerade 5 geworden

136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich?
Andere Blogs.

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis?
Ja. Also, ohne ein Dach über dem Kopf und Kleidung am Leib macht es natürlich nicht so viel Spaß. Aber doch, ja.

138. Hast du schon mal etwas gestohlen?
Nein. Ich klaue nicht mal Süßigkeiten von meinen Kindern.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast?
Cheesecake…

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute gratis einkaufen?
Gibt es eigentlich einen Laden, in dem man gleichzeitig Kinderbücher und Ohrringe kaufen kann?

****

Na, das war ja leicht heute.
Bis der nächste Blog-Eintrag kommt, könnt ihr hier ein bißchen lesen:

Teil 1
https://mamasbusiness.de/?p=9895

Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918

Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920

Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938

Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973

Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000

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Mal wieder neue Kindersprüche

Lang, lang ist die Liste der neuen Kindersprüche geworden.
Hier sind sie:

 

* Liam sagt beim Zähne putzen:
„Wir kämpfen jetzt gegen Asterix und Obelix!“
(Er meint Karius und Baktus.)

* Ich möchte mich anziehen. Ich frage: „Liam, kannst du in der Küche kurz auf Jari aufpassen?“
Er antwortet: „Nein! Wer das Baby geboren hat, der muss auch auf es aufpassen!“

* Wir reden über Teenager in unserer Gemeinde und dass unsere Kinder später die Teenager sein werden.
Liam hört nur halb zu, reckt den Arm in die Luft und ruft: „Yeah, wir sind Team Ninja!!“

* Wir haben einen neuen Gast zuhause. Emilian sagt nach den ersten Minuten zu mir: „Ich hatte befürchtet, ich werde schüchtern. Aber jetzt reden wir schon zusammen.“

* Opa sagt zu Emilian: „Mensch, jetzt bist du in der 2. Klasse. Jetzt kannst du deiner Mama die Welt erklären.“
Emilian läuft gelangweilt weg und ruft noch: „Konnte ich vorher schon…“

* Emilian erzählt über eine Autofahrt in Thüringen: „Da gab es eine Stecknadel-Kurve.“

* Wir fahren mit dem Auto in den Bergen.
Liam schimpft über den Höhenunterschied: „Irgendwas nervt mich in den Ohren..“

* Liam wartet am Flughafen auf Papa. Er denkt laut: „Hey Mama… wenn einer keine Wohnung hat, kann er einfach Pilot werden! Dann kann er immer nur rumfliegen.“

* Papa kommt nach zwei Wochen aus Kalifornien wieder.
Er sagt: „Liam! Bist du etwa groß geworden??“
Liam antwortet: „Ja! Du warst ja so lange weg. Wenn du da gewesen wärst, hättest du das gemerkt. Wenn Mama mal weg ist, würde sie sich wundern.“

* Liam über sein neues Spielzeug: „Das ist mein Fitness Spinner!“

* Liam hat eine schmutzige Unterhose im Kita-Fach. Ich frage, was passiert ist und er sagt: „Ach.. die war irgendwie … verkackt.“

* Emilian erzählt von seinen Abenteuern anhand seiner Narben am Bein:
„Hier ist eine Verletzung am Bein, das war an der Ostsee.
Hier ist eine Verletzung am Knie, das war nicht so heldenhaft. Da hat Liam mich an eine Lampe geschubst…“

* Liam sagt in Frankreich: „Sind wir hier in der sächsischen Schweiz? Hier sind so viele gute Berge..“

* Die Kinder rennen in Korsika jeden Morgen ans Meer und rufen uns dann zu, ob der Wind anlandig oder ablandig ist. Und dann wissen wir, ob wir gut Muscheln suchen können.

* Ich staune am Morgen: „Liam, du bist ja schon angezogen!“
Er sagt: „Ich bin schon seit Wochen angezogen!!“

* Im Auto lernen wir das Spiel „Stadt Land Fluss“, um uns zu beschäftigen. Es geht um ein Land mit O.
Liam ruft: „Ostralien!“

* Die Kinder gehen alleine in den Bergen von Korsika ein bißchen vom Auto weg und wollen wandern.
Ich frage: „Was ist, wenn ihr eine Kuh trefft?“
Sie antworten: „Dann sagen wir Bonjourno!“

* Wir schlafen auf dem Weg nach Korsika bei Freunden. Wir kommen am Abend an, als ihre Tochter schon schläft. Auf dem Rückweg kommen wir nach zwei Wochen wieder bei ihnen vorbei. Es ist wieder Abend und ich sage den Jungs: „Seid bitte leise. Denkt dran das Baby schläft!“
Liam staunt: „Die schläft aber lange!“

* Im Urlaub hören wir das Hörspiel „Vaiana“. Immer. In Englisch, Deutsch und Französisch. Unser Ohrwurm ist das Lied „You’re Welcome“ von Maui.
Auf dem Rückweg auf der Fähre fragen wir eine Angestellte nach dem Weg. Als wir uns bedanken, sagt sie zu uns: „You’re Welcome!“
Die Kinder staunen und wundern sich, dass diese Frau unser Lied kennt.

* Wir kommen nach dem Korsika-Urlaub nachhause, parken zuhause und sehen die Nachbarin, die gerade den Müll rausbringt.
Liam grüßt sie. Sie grüßt zurück.
Er seht mich völlig fasziniert an uns flüstert: „Sie kennt uns noch!!“

* Emilian: „Ich mag Papas Sauer-Scharf-Suppe. Sie ist nur ein bisschen sauer .. und ein bisschen scharf!“

* Mama ich hab gezählt, wie viele Wochen das Jahr hat: 52.000. Ich hab gerechnet 12 x 30.“

* Liam sieht, dass wir Brotscheiben in den Toaster stecken und fragt: „Warum toastet man denn Brote? Dann heißt es ja gebrotet und nicht getoastet.“

* Wir hören das Weihnachtslied: Ich wünsche mir vom heiligen Christ … einen Freund, der die Klappe hält.
Emilian sagt: „Ich hab mal einem Freund unter Geheimhaltung erzählt, dass ich krank war, .. aber er hat es allen erzählt.“

* Wir lesen oft „Karlsson vom Dach“.
Liam geht alleine in den Garten.
Er sagt: „Das stört doch keinen großen Geist!“

* Emilian inhaliert. Später fragt er: „Mama, darf ich nochmal meditieren?“

* Ich habe den Kindern beigebracht, daran zu denken, was und wie viel sie in der Hand hatten, wenn wir irgendwo hingehen, damit sie nichts vergessen. Klappt ganz gut.
Liam und ich liefen Hand in Hand in die Kita. Als wir da sind, lasse ich seine Hand los. Kurze Zeit später sieht er seine Hände an und sagt: „Hatte ich nicht was in der Hand? Was hatte ich denn in der Hand???“
Ich sage: „Du hast mich angefasst..“
Er sagt: „Ah. Ich dachte, ich hab dich verloren.“

* Emilian muss viel trinken, um gesund zu werden. Wir kaufen viel Saft. Zuhause nimmt er sich eine Packung und sagt: „So. Der wird jetzt weggelitert!“

* Ich gucke im Internet nach, wie lange selbstgemachte Karamell Sauce hält.
Emilian sagt: „Na, bis sie aufgefressen ist!“

* Wir sehen im TV eine Zirkus-Show. Die Nummer heißt: „Sterbender Schwan“. Später reden wir darüber und Liam fragt: „Ah, war das das mit der toten Gans?“

* Jari ist ein paar Treppenstufen heruntergefallen und mein Mann fährt zur Sicherheit mit ihm ins Krankenhaus. Alles ist gut.
Sie kommen nachhause und Liam fragt: „Na Jari? Hast du eine Gehirn-Schütterung?“

* Liam macht sich einen Tee. Nach einer Weile sieht er nach, ob der Tee abgekühlt ist. Er sagt: „Der Tee ist nicht mehr so heiß. Aber er muss noch ein bißchen schmeckerer werden.“#

 

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Unterwegs mit Kindern im Auto

Wie versprochen schreibe ich euch, wie wir unsere Auto-Reise nach Korsika geplant und überlebt haben.

Unsere Stationen

Freitag, 20. Oktober 2017
Berlin  – Schwäbisch Gmünd

Samstag, 21. Oktober 2017
Schwäbisch Gmünd – Toulon

Sonntag, 22. Oktober 2017
Bastia – Calvi

***

Freitag, 03. November 2017
Calvi – Bastia

Samstag, 04. November 2017
Nizza – Schwäbisch Gmünd

Sonntag, 05. November 2017
Schwäbisch Gmünd – Berlin

Sieht jetzt gar nicht sooo viel aus, aber das sind schon ein paar ordentliche Kilometer, die wir da zurückgelegt haben.

Fast immer saß ich hinten zwischen Jari und einem Kind, das andere Kind saß vorne im Auto. Der Beifahrersitz war sehr beliebt, aber neben Mama zu sitzen auch, als gab es beim Abwechseln kaum Streit.

Ich hatte den Jungs zwei Beutel gepackt. Ein Beutel stand vorn und einer hinten. Sie waren fast gleich befüllt, sodass nicht immer wieder komplett umgezogen werden musste. Auf der Hinfahrt haben es beide Kinder bis Korsika nicht geschafft, den Inhalt des Beutels bis unten zu finden. Auf der Rückfahrt wurden die Beutel dann einfach ausgekippt – und ihr könnt euch nicht vorstellen, was alles wo im Auto lag. Und vielleicht immernoch liegt.

In den Beuteln waren:

– kleine Pixi-Bücher
– TipToi Bücher + je ein Stift
– Gummibärchen, Traubenzucker, Kaugummis, Bonbons
– Ausmal- und Rätselhefte + Kugelschreiber und Buntstifte
– laminierte Bingo-Listen für die Autofahrt mit abwischbaren Stiften (siehe Foto)
– ein Waschlappen-Labyrinth (siehe Foto)
– Kopfhörer und ein Handy für Spiele, Hörbücher oder Filme
– ein Kuscheltier bzw. Kuscheltuch
– kleines Spielzeug wie Spinner, Zauberwürfel, Taschenlampe

In der Nähe meines Sitzes hatte ich dann unseren Vorlese-Stapel aus der Bücherei, die Kühlbox mit Obst, Broten, Energy Drinks und andere Snacks, sämtliche Aufladekabel, Wechsel-Socken, Wechsel-Nuckel, Feuchttücher, Futter und Beschäftigung für Jari, … und was sonst ohne Pause erreichbar sein musste.

Als Snacks eignen sich Müsliriegel, kleine Käse-Würfel, kleine Würstchen, Weintrauben, Salzbrezeln, kleine Müsli-Packungen, Kekse, Laugestangen..

Und das funktionierte gut.
Wir machten nicht unnötig viele Pausen. Nur, wenn wirklich Kaffee, frische Luft, eine neue Windel oder ein kurzes Rumrennen wichtig war.

An jeder Tankstelle testeten wir kurz die WLAN-Funktion, um alte Hörspiele oder Filme vom Gerät zu schmeißen und neue herunterzuladen, um Speicherplatz zu sparen.
Wusstet ihr, dass Netflix in anderen Ländern sofort anderssprachig wird? Als es kleine Filme nur noch ein englisch oder französisch gab, sahen die Jungs sich die Serien eben in englisch an.
Wenn es tolle Berge oder einen Sonnenuntergang zu sehen gab, haben die Jungs auch mal versucht, Fotos zu machen.

Die Hörbücher („Drei ??? Kids“, „Fünf Freunde“, „Liliane Susewind“, „Die Playmos“) hörten wir alle zusammen per Bluetooth-Box oder irgendjemand allein über Kopfhörer. Wenn Liam vorn saß, legte er auch gern „Die kleine Schnecke Monika Häuschen“ oder Lieder von „Frederik Vahle“ in das CD-Fach.
Es gibt Hörspiele, die sind immer spannend und gut, ob man nun 5 oder 35 ist.
Und es gibt CDs, die ich wahrscheinlich mein Lebtag nicht mehr anhören kann. Und genau diese Ohrwürmer werde ich auch mein Lebtag nicht aus dem Kopf kriegen.

Aber das kennen wir doch alle. Damit das Kind im Auto ruhig ist, hören wir alle Lieder und Hörspiele mit. Und nicht nur ein- oder zweimal, sondern in unserem Fall auch mal tagelang. Und der Ohrwurm hält fünfmal so lang..

Ich glaube, jeder der Großen schlief während aller Fahrten ein- oder höchstens zweimal. Aus dem Alter sind sie wahrscheinlich raus.
Jari allerdings schlief ständig. Und das hat sich sein kleiner Körper so gemerkt, dass er in den ersten Tagen hier sofort einschlief, wenn er in seinen Sitz gesetzt wurde. Auch, wenn wir nur ein paar Minuten unterwegs waren.

Und sie fragten diese Fragen, natürlich.
„Wann sind wir da?“, „Wie lange fahren wir noch?“, „Ich kann nicht mehr sitzen…“, „Mein Popo juckt!“, „Mir ist langweilig.“ und Emilian fragte auf dem Rückweg, so eine halbe Stunde nach Schwäbisch Gmünd in Richtung Berlin: „Mama, könnte ich schon irgendwas wiedererkennen?“

Aber es waren nur Fragen. Mal jammerig, mal ungeduldig, mal interessiert. Aber nie wirklich am Ende und schreiend oder gequält. Ich denke, Jari war zu klein und Liam schon zu groß, um richtig ungenießbar zu werden.

Auf der Hinfahrt waren die Beutel voller und sauberer und interressanter, als auf der Rückfahrt. Im Pack-Stress vor dem Urlaub habe ich nicht drüber nachgedacht, extra neues Material für den Rückweg mitzunehmen. Wir hatten zusammen neue französische Süßigkeiten gekauft und von unseren Vorlesebüchern hatten wir nichtmal die Hälfte geschafft. (Wir haben die Bücher „Die drei ??? Kids“, „Hilfe, die Herdmanns kommen!“, „Millie an der Ostsee“, „Pippi Langstrumpf“ und „Karlsson vom Dach“ verlängert und lesen immernoch.)

Aber der sonstige Inhalt war eher langweilig.
Glücklicherweise hatten sich die Jungs auf der Hinfahrt sehr interessiert und fast ausschließlich mit ihren Abwisch-Listen beschäftigt. Die Rückfahrt bestand dann eher aus meinen Büchern, Hörbüchern, Apps und Filmen.

Diese Listen habe ich bei Pinterest gefunden, ausgedruckt und einlaminiert:

Finde diese Fahrzeuge!

Finde diese Autokennzeichen!

Finde … !

Finde diese Dinge!

 

Beide Jungs haben schön gesucht, gemalt, gewischt (mit einem trockenen Papiertuch) und sich beschäftigt. Das hätte ich gar nicht gedacht. Und wir haben auch mitgesucht und viel gefunden. Sogar einen roten Audi aus München haben wir gesehen.

Das Waschlappen-Labyrinth hat meine Mama genäht.
In einen Waschlappen hat sie drei verschieden große Murmeln gesteckt und kleine Gänge genäht.

Die Apps, die uns gefallen und auch gut offline funktionieren, heißen:

– Die Bibel App für Kinder

– Toca Apps

– Peter und der Wolf in Hollywood

– Pepi Apps

– Flik & Flak

– McDonalds App „Happy Studio“

– Camp Pokémon

– Die Sendung mit der Maus App

– Die Sendung mit dem Elefanten App

Und das war’s.
Und es war schön.
Es war eine gute Fahrt nach Korsika und zurück – und es wird nicht unsere letzte Fahrt in den Süden gewesen sein!

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Aus meinem Kopf-Chaos

Irgendwie hat sich mein Kopf-Chaos nicht so richtig beruhigt, nachdem mein Mann wieder bei uns gelandet ist. Der Grund dafür ist: In ein paar Tagen geht es für uns auf eine große Reise.
Zu fünft im Auto, ungefähr 1.400km.

Das an-alles-Denken-müssen und dazu nicht-gut-schlafen-können ist eine ganz schlechte Kombination.
Nachdem ich also mehrmals meine Gedanken einfach nicht mehr ordnen konnte und schon eine midlife-, Stress- oder sonstige Krise herannahen sah, hat mein Mann, der tolle Coach, sich mit mir hingesetzt, mir lange zugehört und dann eine große Liste für uns beide erstellt. Jetzt wissen wir, wer wann was machen möchte und kann und muss.

Bücher zur Bücherei bringen und neue Vorlese-Bücher für die Fahrt holen, Baby-Reisepass holen, Nägel lackieren für den Strand (ich, nicht er), Brei für Jari planen und kaufen, Kinderzimmer aufräumen, Koffer packen, Auto packen, Route festlegen… und sowas eben.

Und so sehr wir es auch lieben, Listen abzuhaken… mit einem kleinen Baby läuft der Zeitplan meist doch anders. Die Tage sind gefüllt von „Ich komm‘ hier zu nix!“ und „Ja.. das wollte ich heute eigentlich schaffen!“

Ich bin heute (in der größten Oktoberhitze übrigens) mit Jari gelaufen… zum Einkaufen, zur Schule, zum Einkaufen, zur Kita… und ich war über 3 Stunden unterwegs. Zwar glücklich und in Flipflops, aber.., ne?

Es ist wirklich anstrengend – und es wird sich zuspitzen, bis wir endlich alle im Auto sitzen, Berlin hinter uns lassen, die ersten Brote auspacken und ab in den Süden fahren!

Mein Mann hat mir ein Schmuckstück aus Kalifornien mitgebracht. Einen goldenen Armreif, auf dem ganz miniklein und unscheinbar „Choose Joy“ steht. Und ich trage ihn an jedem Tag. Und ich lese diese beiden Wörter und entscheide mich für die Fröhlichkeit. Zufriedenheit. Dankbarkeit.

Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter

Wie oft habe ich das schon hier geschrieben? Auch für mich! In den letzten Wochen traf das nicht so oft auf mich zu.

Und so entscheide ich mich im größten Chaos,
trotz dreckiger Küche (sowas mache ich selten und ungern),
trotz schmutziger Böden (es ist rekordverdächtig, wie lange unser heller Küchenfußboden nicht gesaugt wurde),
trotz riesiger, riesiger! Wäscheberge,
trotz unbarmherziger Listen…

… Spass zu haben. Zeit mit den Jungs zu verbringen. Zu lachen. Dazusitzen. Jari zu knutschen. Eine Atempause zu haben. Ein selbstgekochtes, neues Mittag von meinem Mann zu genießen. Auf der Couch einzuschlafen. Mein Hörbuch zu hören.

Die beiden Jungs sind heute nach Schule und Kita lange durch den Garten gestromert. Sie brauchten einfach sich und Ruhe. Platz und Sonne war auch da.

Irgendwann bat ich Emilian, mal auf den Kirschbaum zu klettern und alle Blätter abzuschütteln. Wenn ich irgendwann mal Zeit zum Laub harken hätte, sollte es sich wenigstens lohnen. Als Liam dann sah, wie viele Blätter da heruntersegelten, flitze er in den hinteren Teil des Gartens, holte eine Harke und begann zu harken.

Später riefen sie mich. Sie hatten mehrere kleine Eimer mit Laub gefüllt und wollten, dass ich die Eimer in die große Tonne leerte, weil sie sich vor dem Gestank, der angeblich aus der Tonne kam, ekelten. Und so ging das ein paarmal.

Jari war im Wohnzimmer eingeschlafen, ich fand die Luft draussen so gut und als die beiden Herren verkündeten, sie „hätten jetzt Feierabend“, schnappte ich mir die Harke. Es lag wirklich nicht mehr viel Laub auf dem Boden.

Und die beiden Jungs saßen neben mir auf der Gartenbank, Arm in Arm (wirklich!) und Liam sagte: „Ich erinnere mich grad, wie wir hier draussen im Sommer zusammen gegessen haben…“ (sehnsuchtsvoller Blick).

Ich harkte meine Kirschblätter weiter zusammen, glücklich darüber, das erste Mal in Flipflops Laub zu harken und glücklich über eine tolle neue Harke, die wir vor ein paar Wochen bei Lidl für 3 Euro aus der „Alles muss raus“-Kiste gegriffen haben.

Weil ich mich davor ekele, das nasse Laub mit den Händen in die Tonne zu werfen, bat ich die Jungs nochmal um Hilfe. Liam entschied gönnerhaft, seinen Feierabend um eine Stunde zu verschieben – und wir hatten viel Spaß dabei, die Blätter in den Eimer und dann in die Tonne zu schmeißen. So richtig mit in-den-Laubhaufen-schmeißen und die-anderen-mit-Blättern-abwerfen und so.

Nach kurzer Zeit hatten wir fast den ganzen Vorgarten geharkt und ich stellte begeistert fest, dass die Jungs in diesem Jahr zum ersten Mal wirklich eine Hilfe waren. Nicht diese „Mama, ich helfe dir und du musst dich aber tausendmal bücken und alles dauert viel länger und du hast eigentlich doppelt so viel Arbeit“-Hilfe, sondern es ging wirklich, wirklich schneller und ich hatte weniger Arbeit.

 

Am Abend nahm ich mir einen weiteren Punkt meiner Liste vor. Er war zwar nicht für heute vorgesehen, aber es passte dann einfach gut.

Vor einer Weile habe ich begonnen, im Internet (Danke an unzählige Pinterest-Mamas!!!) nach Ideen für Beschäftigungen auf langen Autofahrten zu suchen.
Weil wir etwas mit Reiseübelkeit zu kämpfen haben und ich nicht viel Extra-Zeug mitnehmen wollte, habe ich heute ein paar Such-und Spiel- und Bingo-Listen für die Jungs ausgedruckt und einlaminiert. (Passende Stifte habe ich heute auch gekauft!)
Und diese Listen wollte ich euch mal zeigen:

Das habe ich alles auf Pinterest gefunden und ich bin sehr glücklich darüber! Natürlich werde ich euch erzählen, ob mein Plan aufging. Auf Facebook und Instagram werde ich sicherlich auch mal zwischendurch ein Lebenszeichen von uns schicken.

Eine andere Pinterest-Idee habe ich meiner Mama geschickt und die hat sie sofort umgesetzt:

Seht ihr, was das ist?
Ein Waschlappen, natürlich, mit Nähten.
In dem Waschlappen sind drei verschieden große Murmeln drin und die Nähte bilden ein Labyrinth.
Sicherlich werden die Jungs sich damit nicht 15 Stunden beschäftigen, aber wenn sie mal nicht nach unten sehen oder denken wollen, wird das eine perfekte ruhige Übung sein.

Ausserdem gibt es kleine Süßigkeiten und Überraschungen. Meine Tante hat sogar Tüten mit Büchern geschickt. Wir werden Hörspiele hören, schlafen, vorlesen und essen.

Weil ich das Laminiergerät gerade am Wickel hatte, habe ich den Kindern noch einen Wunsch erfüllt. (Der fällt jetzt wieder eher in die Kategorie „Choose Joy, obwohl auch andere Aufgaben dran wären“)

Zusammen haben wir schöne Blätter gesammelt und gepresst. Ich habe sie einlaminiert und werde sie ausschneiden. Dann hängen wir sie an die Fenster oder an eine Schnur vor das Fenster.
Und bestimmt auch im nächsten Jahr werden die Blätter aus der Herbstkiste kommen und uns eine Freude machen.

Und so wechseln Anspannung und Entspannung, Zeitrduck und Langeweile, Vorfreude und Sorge, Aufregung und Stress sich ab.

Ich werde mich aus dem Urlaub oder nach dem Urlaub mit tollen Fotos und Berichten hier wieder melden. Bestimmt.

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