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Szenen aus unserem Alltag

Vor ein paar Stunden noch hätte ich euch jetzt locker und beschwingt ein paar Alltagskracher aufschreiben können und euch auf den neuesten Stand gebracht. Ich hätte dankbar geschrieben, dass wir alle seit so langer Zeit gesund sind und -natürlich- wie sehr ich mich auf den Frühling freue.

Und jetzt, fast über Nacht, hat unser kleinstes Baby plötzlich hohes Fieber und eine Bronchitis bekommen. Wieder. Es hat knallrote Wangen, es winselt und jammert und glüht und liegt rum. Gar nicht der Jari, den wir kennen und von dem ich euch gleich ein paar lustige Geschichten erzähle. Aber wer weiß, ob die Tage wieder einen Schub mit sich bringen und er nach der Krankheit vielleicht gar nicht mehr so klein, sondern schon wieder ein bißchen gewachsen ist…

Es ist unglaublich, wie sehr sich der Alltag mit gesunden Kindern zum Alltag mit kranken Kindern unterscheidet.
Obwohl mein Mann gestern fast den ganzen Tag helfen konnte, bin ich hier zwischen zwei Wäscheständern, wichtigen Formularen, vorpubertierenden geburtsagsaufgeregten Jungs, Dreck auf dem Boden, einer vollen Spülmaschine, einer vollen Spüle, großer Müdigkeit und dem kranken Baby fast verzweifelt.
Und ich dachte mir: Was mache ich hier eigentlich? Wie fremdbestimmt kann man sein? Ist es denn möglich, dass ich mir vor 8:00 Uhr vornehme, mir die Hände einzucremen (dass man sich sowas vornehmen muss!) und das erst nach 21:00 Uhr tue?

So habe ich lange nicht gedacht und wieder bin ich froh, dass wir gerade nicht drei kleine Kinder, sondern zwei große und ein kleines haben. Denn wir anderen vier sind gesund und kämpfen und hoffen und beten für Gesundheit. Bitte nicht jetzt. Nicht im März und nicht vor der Geburtstagswelle.

Unsere letzten Tage und Wochen waren voll von schönen Zeiten und spontanen Abenteuern. Und deshalb kann ich jetzt das an-zuhause-gebunden-sein auch aushalten und die dreckigen Fenster und die wirren Beete sein lassen. Mein Küchentisch sorgt in der Zeit für Farbe.

 

* Die neuen Kinderzimmer der Jungs sind nun schon fast einen Monat da. Nach der ersten großen Freude und dem vielen Besuch, der eingeladen wurde, mussten aber auch Regeln erstellt werden. Wer darf in welches Zimmer? Wann? Und warum nicht? Und wenn ich meine Regeln durchsetzen will, sollte ich die von meinem Bruder vielleicht auch einhalten.
Es wurden Möbel umgeräumt und Spielzeuge getauscht. Anfangs konnten wir gut sehen, dass Emilian fleißiger aufräumt. Das hat Liam dann so beschäftigt, dass er sein Zimmer fast in ein Museum verwandelte, in dem nichts an falscher Stelle stand und auch nichts berührt werden durfte. Jetzt hat sich das ein bißchen beruhigt und an jedem Abend sind beide Zimmer ähnlich unaufgeräumt.
Angesichts der vielen Spielzeuge und der anstehenden Geburtstage weiß ich auch nicht, wie sich das ändern soll. Aber vielleicht muss es das auch nicht. Es sind doch Jungs-Zimmer. Im Sommer probieren wir zum ersten Mal einen Flohmarkt aus, bis dahin ist es eben etwas voller.

 

* In Teil 7 der 1000 Fragen hatte ich erwähnt, dass Paddy Kelly mein großer Schwarm war. Nie hätte ich gedacht, dass ich jetzt hier über die Kelly Family schreibe. Aber ich muss.
Am Freitag Morgen schrieb mir meine Freundin, sie hätte eine Karte für das Comeback-Konzert in der Mercedes Benz Arena – und sie hätte sofort an mich gedacht. Ich hab eine Sekunde überlegt.. und dann wusste ich, dass ich nachts bei Minus-Graden nicht an der Frankfurter Allee umherirren wollte. Ausserdem sollte an dem Abend ein Männer-Sauna-Abend stattfinden, zu dem mein Mann unbedingt gehen wollte. Also sagte ich ab. Ich kam dann nachhause und erzählte meinem Mann davon. Und was sagte er? „Marit, du musst dahin! Ich seh doch in deinen Augen, wie sehr du dir das wünschst!“
Genau, so einer ist das.
Mir fiel dann auch ein, dass ich im letzten Jahr die Werbung zu diesem Konzert gesehen hatte. Ich schrieb damals sofort meiner Mutter, wie cool es doch wäre, zusammen mit meiner Schwester dahin zu gehen. Und sie schrieb: Alles ausverkauft. Und damit hatte sich das damals erledigt. Und jetzt, ein paar Stunden vor dem Konzert wurde mir diese Karte angeboten!
Ich schrieb meiner Freundin, die Karte war noch da und innerhalb weniger Stunden plante ich meinen Konzert-Trip.
Wir trafen uns am S Bhf. Friedrichstrasse, fuhren bis Warschauer Str. und liefen noch ein Stück. Es war nicht zu kalt und die Wartezeiten konnten wir aushalten. Die Fans um uns herum waren original die Kelly-Fans von vor 20 Jahren, kaum jemand war jünger als wir. Ein paar Mamas hatten ihre Töchter dabei. Dazu die Schals mit dem berühmten grün-gelben Schriftzug.. es war schon verrückt.

Meine Freundin hat drei Kinder, ich auch – und es ist schon ein Abenteuer, nebeneinander in der ausverkauften Mercedes Benz Arena zu sitzen und zu wissen, beide Männer haben auf die Sauna verzichtet und sitzen jetzt mit den Kindern zuhause.

Aber als dann das Licht ausging und die Kellys auf die Bühne sprangen, war es, als wäre die Zeit zurückgedreht worden. Es war unglaublich! Die Stimmen sind wie früher! Die Musik.. es spielen ein paar Töne und tausende Frauen wissen, welcher Kelly gleich welches Wort singen wird. Ich erinnerte mich, wie sehr Kelly-Fan ich eigentlich war.
Wir alle sind etwas älter geworden.. die Kellys und wir auch. Man sieht das. Jeder hatte seine Geschichte, seine Familie, seine Dramen, seine Erfolge.
Aber dieses Feeling während des Konzertes war wie früher. Ja, Paddy hat gefehlt, aber ich war so froh, mich für den Abend entschieden zu haben!
Der Weg nachhause war lang und kalt, aber: Es hat sich gelohnt!!

 

* Fast genauso spontan sind wir am Montag zu meinen Eltern gefahren, um aufs Eis zu gehen, wahrscheinlich zum letzten Mal in diesem Winter. In den Nachrichten wurde bereits immer wieder davor gewarnt, aber die Havelwiesen sind riesige flache Pfützen und ein paar Stunden konnten wir mit Freunden auf dem Eis sein. Das Tauen war zu sehen und zu hören und nach jedem Sturz waren die Hosen nass. Aber einfach diese Weite, das Gleiten, die Geräusche, Kaffee und Kekse auf dem Eis.. das sind meine Kindheitserinnerungen und für mich war das ein Mini-Winterurlaub.
Seit gestern Abend schneit es ja hier tatsächlich. Fast wären wir mit dem Schlitten zur Kita gefahren. Für die Kinder freue ich mich über den Schnee.. ich hätte jetzt doch gern etwas mehr Wärme. Vielleicht zu den Geburtstagen? Obwohl.. ich glaub nicht, dass die Jungs schon im Schnee gefeiert haben.

Opa hat die Kinder auf dem Schlitten

Vor ein paar Tagen ohne Tauwetter

Meine wilden Kerle

 

* Jari schnuffelt um mich herum und atmet wie eine Dampflok. Es geht ihm nicht so gut. Aber ich wollte euch von den letzten Wochen mit ihm erzählen. Als nämlich die Jungs Anfang Februar weg waren und wir hier mal schnell drei Zimmer neu gemacht haben, hat er uns scheinbar genau beobachtet. Wie wir Dinge aufheben, wegnehmen und woanders hinlegen. Genau das hat er nämlich seitdem gemacht. Sehr ehrgeizig. Fast so, als hätte er einen Aufräum-Tick. Manchmal konnten wir ihn dabei beobachten. Und wir haben uns kaputt gelacht, wenn er ganz stolz irgendeinen Gegenstand irgendwo abgelegt hat und dann die Hände vor dem Bauch „verschränkt“ und stolz seines Weges zieht.
Er wurde sehr aufmerksam, wenn uns etwas herunterfiel. Dann kam er, hob es auf und legte es ordentlich weg.
Allerdings zog er auch allein los, um „aufzuräumen“. Und dass bei 5 Personen immer etwas auf dem Boden liegt, könnt ihr euch vorstellen. Jari störte das scheinbar. Und so fanden wir eingepackte Spülmaschinen Tabs unten in der Spülmaschine, Unterhosen im Nudel-Fach, Besteck in der Spielekiste, Lego im Bio-Müll.. Wer weiß, ob wir bereits alles Aufgeräumte gefunden haben. Und wer weiß, ob diese Phase nach der Krankheit nicht schon wieder vorbei ist?

 

* Jillian muss auch erwähnt werden.
Anfang Februar habe ich meine 30-Tage-Shred-Challenge beendet. Danach hab ich erstmal überhaupt gar keinen Sport gemacht. Als das schlechte Gewissen lauter wurde und ich wieder Lust und Zeit hatte, bestellte ich mir eine neue DVD. Und die lag dann erstmal rum. Aber dann habe ich sie einfach mal angemacht. Ich kannte bisher nur die Jillian Shred DVD und war gespannt. Die Jungs auch.
Die DVD wurde in einem anderen Studio aufgenommen, die beiden Ladies rechts und links sind nicht mehr Anita und Natalie und auch der Aufbau ist ganz anders. „Bauch Beine Po intensiv“besteht aus sieben Einheiten, die je 6 Minuten lang sind. Sie können nacheinander abgearbeitet oder einzeln als Kapitel ausgewählt werden. Jillian schwört auf Circle Training, es wird also viel wiederholt.

Ich habe alles einmal ausprobiert.
Und wisst ihr was? Es hat so viel Spaß gemacht!!
Die meisten Übungen sind auf der Matte oder am Platz, es wird kaum gesprungen Danke Jillian!), was dazu führt, dass ich besser mitkomme, ohne völlig aus der Puste zu sein. Das ist so ein großer Unterschied, auch für die, die wegen Knie und Knöchel nach dem dritten Hampelmann aussteigen mussten.
Es geht viel um Bauch, Beine, Po (tatsächlich!), auch um Schultern, Arme und Rücken. Die 40 min. vergingen sehr schnell, ich konnte wunderbar bis zum Ende durchhalten, aber: Der Muskelkater.. ist unglaublich. Das ist kein Vergleich zu Shred. Autsch. Und lange Autsch. Aber es fühlt sich ja doch gut an.
Ich mach mir jetzt keinen Stress, ob ich Bauch, Beine, Po jeden zweiten Tag oder jede zweite Woche schaffe. Aber ich möchte dranbleiben. Denn es macht Spaß und die Übungen sind so gut. Wenn ich da nicht den schönsten Po 2018 kriege, dann weiß ich auch nicht 😉

 

* Am 24. Februar hatte ich einen Informations-Tag für meine eventuelle Weiterbildung. Von diesem Tag hatte ich mir viel Sicherheit erhofft, stattdessen hat er leider noch mehr Fragen gebracht.
Wie auch immer: Ich bin kurz davor, den Vertrag zu unterschreiben. Ich möchte diese Entscheidung gern hinter mir haben und hab lange nicht etwas so sehr vor mir hergeschoben. Trotz aller Fragen und Unsicherheiten fühle ich, dass es das richtige ist und dass ich bereit bin. Ich muss es einfach machen. Und sobald die Unterschrift gesetzt ist, lüfte ich hier das Geheimnis.

 

* Am Montag Abend saß ich in Emilians Klassenraum zum Elternabend. Nach ein paar Turbulenzen in allen möglichen Bereichen haben sowohl Eltern als auch Schüler zu einem guten Miteinander gefunden. Wir sind sehr glücklich mit der Schule und warten nun auf die Bestätigung für Liams Platz.
Die Zweitklässler werden in den nächsten Monaten auf die 3. Klasse vorbereitet. Sie lernen, selbständiger zu arbeiten. Sie lernen das 1×1 und sie lernen, eigene Texte zu verfassen, wie eine Bildbeschreibung oder ein Brief.
In der 3. Klasse wird der Schwimmunterricht dazu kommen, eine erste Fremdsprache, die Noten, eine neue Klassenlehrerin und evtl. ein neuer Klassenraum. Ich stelle aber fest, dass mich das lange nicht so verrückt macht, wie die Einschulung vor 2 Jahren. Emilian ist ein sehr guter Schüler und ich bin mir sicher, dass er das alles schafft.

* Die beiden Kindergeburtstage werden 2018 als Cowboy- und NinjaGo-Party gefeiert. Ich mache mir diesmal nicht so viele Gedanken, weil die Kinder und Gäste in den letzten Jahren oft einfach nur spielen wollten. Ausserdem wird uns ja das Wetter wahrscheinlich nicht im Garten feiern lassen. Ich werde jetzt die Wunschlisten der Kinder, die ihr auch hier auf der Startseite ansehen könnt, auf Amazon aktualisieren, damit schöne Geschenke geschenkt werden können und ich mir nicht alle Ideen merken muss.

* Und ein Kracher, den Liam aus aktuellem Anlass mehrmals am Tag zum Besten gibt:
Was stinkt und ist glücklich?
– Ein Gefurztagskind…

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Stand der Dinge…

… Augenringe.
Ich gehe nicht ohne meinen Concealer aus dem Haus!

Papa ist unterwegs. Beruflich.
Diesmal nicht in Kalifornien, sondern in Kenia.
(Eines Tages werde ich mit-reisen!)

Und wir sind hier. Wir vier.
Bisher läuft es besser, als gedacht. Aber bisher war auch erst Wochenende. Am Samstag waren wir im Zoo, weil unsere Jahreskarte bald abläuft. Es war ziemlich kalt.

Und ich muss gestehen, dass die beiden Großen den Zoo schon langweilig finden. Also.. Liam hat zum ersten Mal so richtig Giraffen aus der Nähe gesehen. Sonst waren sie wohl immer im Haus – da stinkt es ihm zu sehr… Er fand es faszinierend, dass Papa diese Tiere in Afrika grad echt sieht. Vielleicht.
Im Affenhaus war auch mehr los und wir haben eine Weile zugesehen. Dann sind Pinguine und Robben immer sehr beliebt und eine kommentierte Fütterung bei den Hyänen musste auch sein.
Na gut.. sie finden den Zoo nicht langweilig. Sie wissen bereits sehr viel für ihr Alter. Das finde ich gut! (Emilian konnte ja ’ne Menge Tiergeräusche, bevor er überhaupt sprechen konnte!)

Liebe Grüße nach LA!

Heute waren wir zusammen im Gottesdienst und danach mit Freunden im Restaurant. Und morgen beginnt der Alltag!

Es ist möglich, das alles zu schaffen!
Ich stelle mir den Wecker früher.
Ich bitte die beiden Großen mehr um Hilfe.
Ich bleibe nachts abends länger wach, um Stille zu genießen und Dinge abzuarbeiten.
Ich arbeite meine Listen langsamer ab.
Ich halte mich nicht ganz so streng an den Zeitplan.

Aber.. es ist anstrengend.
Ich muss immer alle drei im Blick/im Ohr haben. Die kommen auf die merkwürdigsten Ideen.. alle drei!
Ich bin allein für den Tagesablauf verantwortlich.
Ich muss allein auf die Zeit achten.
Ich möchte die Kinder weder überfordern noch ignorieren.

Jari bekommt grad seine ersten vier Zähne gleichzeitig und ich weiß, dass er Papa sehr vermisst. Immer wieder krabbelt er vor den leeren Schreibtisch, bleibt sitzen und guckt einfach. Trotzdem ist er gut drauf und kaum quengelig. Er liebt das Skypen mit Papa. Am liebsten würde er in das Handy kriechen und Papa auf den Arm springen.
Wenn er auf meinem Arm einschläft (ist heut zweimal passiert), merke ich, dass wohl Schlafenszeit für ihn gewesen wäre.. Aber dann trage ich ihn eben und mache weiter. Jari ist noch immer der pflegeleichte kleine Bruder, den alle lieben, zum Lachen bringen und gern bespaßen.

Liam ist nun stolzer Geigen-Schüler und macht pflichtbewusst seine Hausaufgaben. Wir sind so glücklich, dass er als Mittelkind neben dem Schulkind und dem Baby auch in eine besondere Rolle schlüpfen darf und loben ihn sehr. Er vermisst Papa und manchmal kullern die Tränen – aber Liam ist ganz schnell wieder bei himmelhochjauchzend.

Emilian ist ein sehr guter Schüler und manchmal wüsste ich gern, ob es in der Klasse einen Klassenclown gibt und wenn ja, ob er das ist. Sein Verhalten wird mehr Show und er schleudert sein Wissen um sich, als könnte ihm keiner was. Cool ist er, aber Übermut tut selten gut. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob och mich im Notfall auf ihn verlassen könnte – oder ob es ihm dann doch wichtiger wäre, Liam zum Gackern zu bringen oder eine dumme Idee auszuprobieren.

Ich mache tatsächlich seit 24 Tagen täglich meinen Sport und bin sehr glücklich damit. Es ist jetzt schwieriger, weil Jari entweder dabei ist oder ich ihn erst hinlegen muss. Dann wird es sehr spät. Eben musste ich unterbrechen und ihm eine Flasche geben – aber ich habe danach weiter gemacht.
Ich fühle mich viel fitter! Ich spüre Muskeln!
Was nach den 30 Tagen passiert, weiß ich aber noch nicht.
Habt ihr Vorschläge?
Ich habe mir schon eine andere DVD von Jillian Michaels ausgesucht, denn die jetzige werde ich verleihen und im Februar erstmal nicht machen. (Und wehe, du machst das nicht, K.! 😉 ) Zweimal hintereinander wäre auch langweilig, glaub ich.
Sonst bin ich (noch) nicht so müde, ich genieße die freieren Vormittage, obwohl Jari auch gut klammert und dazwischenfunkt und ich schaffe in kleinen Schritten meinen Haushalt.

Eine Freundin, deren Mann mit meinem Mann in Kenia ist, hat mir eine Überraschungstüte gebracht. So lässt’s sich überleben!

Es bleibt so viel liegen. Der Boden ist so dreckig. Die to-do-Liste wird länger. Abends gehe ich mehrmals von unten nach oben, bis ich alles aufgeräumt und am richtigen Platz habe. Emilian und Liam dürfen abwechselnd in Papas Bett schlafen und so schlafen sie abends besser ein und morgens länger aus. Perfekt. Die Nächte sind also ruhig.

Auf die Bedürfnisse von vier Personen zu achten und einen normalen Alltag zu schaffen, klappt erstmal noch nicht so. Aber war ja auch Wochenende.
Die Nachmittage haben wir uns bewusst frei gehalten, um Ruhe und Freizeit zu haben. Wenn ihr nichts von uns hört, wisst ihr, woran es liegt. Dienstag beantworte ich aber meine nächsten 20 Fragen!

Um die überstandene Zeit zu feiern, möchten wir demnächst ins Tropical Island fahren. Habt ihr Tipps, Empfehlungen, Warnungen für uns?

 

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12 von 12 im Januar

Hier seht ihr 12 Fotos von einem vollen Freitags-Alltag einer fünfköpfigen Familie. Am 12. Januar. Nicht mehr und nicht weniger.

1. Ich bringe Liam in die Kita. Ein Glück, wenn wir allein im Fahrstuhl sind und er die Knöpfe drücken darf.

 

2. Gleich danach fahre ich zu unserem ersten MOPS-Treffen in diesem Jahr. Die drei Stunden vergingen wie im Flug und waren so voller Lachen und Leben – ich hab nicht eine Sekunde an die Fotos gedacht.
Hier eine Jahresanfangs-Anregung, die wir den Mamas mitgegeben haben. Vielleicht möchte einer von euch sie ausfüllen und während der nächsten Monate darüber nachdenken – oder ein Jahr später wieder angucken?

 

3. Was Süßes für den Süßen.
Smoothie-Eis aus Sommer-Obst.

 

4. Emilian hat einen Freund zu Besuch.
Sie tauschen und sortieren ihre NinjaGo Spielkarten. Liam schreibt die Namen der Lego Ninjas auf.

 

5. Dann lassen sich die Jungs Bilder von Papa ausdrucken und sitzen eine ganze Weile da und malen.

 

6. Als der Besuch weg ist, setzt sich Emilian noch an die Mathe-Hausaufgaben. Er ist einer der Klassenbesten in Mathe, aber Zahlen ins Heft schreiben gehört nicht so zu seinen liebsten Aufgaben.

 

7. Ich backe – tadaa – einen neuen Cheesecake für die Geburtstagsfeier unserer Freundin. Das Blöde an den Käsekuchen ist ja, dass man sie vorher nicht probieren kann.. Sieht aber erstmal gut aus.

 

8. Bestes Abendbrot vom besten Ehemann.

 

9. Wir sehen zusammen einen alten Film.
Herkules.

Mein Mann kann nicht glauben, dass ich die Geschichte noch nicht kannte. Hmm.. ich schließe meine Bildungslücken gemeinsam mit den Jungs.

 

10. In der Blogger-Welt hat eine neue Blog-Parade gestartet: „1000 Fragen an mich“
Ich möchte da gern mitmachen und versuchen, pro Woche 20 Fragen zu beantworten.
Ein bißchen auf die Suche gehen nach „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ – „Was bin ich ausser einer Mama?“ – „Was macht mich aus?“
Möchtet ihr auch?

 

11. Während die Kinder den Film gucken, mache ich einen neuen Kindersprüche-Beitrag für euch fertig. Kommt bald!

 

12. Und dann, ob ich will oder nicht: Shred!
Ich bin wirklich schon an Tag 9 von 30.
Ohne Pause!

 

Wer noch mehr Fotos und Inspirationen sehen möchte: Hier bitteschön!

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Ausprobiert: Duden Mini

Immer wieder bekomme ich tolle Einladungen oder Produkte zum Testen. Wir sind sehr dankbar und gucken uns alles an und probieren alles aus – und ich schreibe auch darüber. Meistens hier, manchmal auch bei Instagram.
Das Schreiben dauert nur manchmal seine Zeit.

(Werbung)

Für meine Jungs, Schulkind und Vorschulkind, durfte ich mir zwei Duden Minis aussuchen.

Die Duden Minis sind kleine Mitmach-Hefte.
Meine Jungs lieben das.
Ein bißchen Schreiben, Zählen, Spuren oder Malen üben.

Emilian hat sich das Buch Nr. 1 „Das Gewitter & Am Lagerfeuer“ ausgesucht. Es geht um Abenteuer in der Natur, die der kleine Hase Paul erlebt.

Dazu gibt es passend für Jungen und Mädchen kleine Rätsel und Übungen, die gut zu einem Erstklässler passen. Die kleinen Aufgabentexte in Druckbuchstaben kann er inzwischen gut selbst lesen. Die Geschichten lesen wir gern noch vor.

 

****

Liam hat das Buch Nr. 7 „Mein kleiner Buchstabenspaß mit Rabe Linus“ gewählt. Er liebt Buchstaben-Übungen und ist so neidisch auf die Hausaufgaben, die Emilian machen darf.
In dem Heft kann er üben, Groß- und Kleinbuchstaben zu schreiben und Bilder mit dem passenden Anfangsbuchstaben verbinden. Für jede fertig bearbeitete Seite darf ein kleiner Linus-Sticker in die Ecke der Seite geklebt werden.

Beide Jungs waren sehr begeistert über kleine Sticker, die für Übungen oder als Belohnung aufgeklebt werden dürfen.

Diese Hefte bieten sich für Schulkinder und Vorschulkinder sehr gut als Übung für zwischendurch, als Beschäftigung unterwegs oder als kleine Auszeit für kreative Köpfe an.

Die Duden Minis sind für je €1.99 erhältlich.

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Alltag ohne Papa – Tag 11 von 15

Wir leben. Und es geht uns gut.
Es könnte noch viel schlimmer sein. Und es läuft okay, an den meisten Tagen.
Aber es reicht langsam. Meine Kraft, meine Geduld, mein Schlafmangel, meine Stimme – wir sind fast am Ende.

Es gibt Tage, da putze ich mir abends die Zähne und frage mich, wann und was ich tagsüber eigentlich gegessen habe.

Es gibt Tage, da mache ich mir morgens einen Tee – und abends fällt er mir wieder ein.

Es gibt Tage, an denen ich mich am Vormittag mit Jari hinlege und schlafe, wenn die Großen aus dem Haus sind.

Es gibt Tage, da falle ich abends auf die Couch, obwohl die Küche noch nicht aufgeräumt ist. Das mache ich nie! Und wenn Jari dann eingeschlafen ist, ist es manchmal erst nach 22:00 Uhr, bis ich es wieder in die Küche schaffe.

Es gibt Tage, da habe selbst ich keine Lust mehr, mit jemand zu reden.

Es gibt Tage, da könnte ich im Stehen einschlafen.

Es bleibt so viel liegen.
Blogger-Aufträge, interessante Info-Post für eine evtl. berufliche Weiterbildung für mich, Bücher, Blätter im Garten, Herbst-Deko (Wer macht denn sowas? Nach unseren Herbstferien am Meer werde ich mich hier fröhlich in die Weihnachtsvorbereitung stürzen!)

Wir vergessen manchmal Dinge, ich verwechsele manchmal Termine, wir verschlafen manchmal, wir essen manchmal Tiefkühl-Pizza (meist aber doch Backgemüse von Frau Frische Brise!) und manchmal streiten wir oder schreien uns an.
Aber nur manchmal.

Ich schaffe meinen Sport!
Die Kinder sind glücklich und sauber.
Drei von uns kommen pünktlich ins Bett.
Das Haus ist sauber – und nicht nur weil Jari inzwischen die Krümel von Boden aufsammelt.

Wir waren am Wochenende zusammen mit über 100 Personen meiner Familie in Thüringen. Alle Nachkommen von meines Vaters Großeltern. Vier Generationen. Ganz viele Kinder. Ganz tolle Familien. Alle paar Jahre schaffen wir das und es ist etwas ganz Besonderes.
(Auch besonders ist, dass Emilian gleich zwei Zähne an einem Tag verloren hat. Wir hoffen, die Lücke ist noch da, wenn Papa wiederkommt!)

Zusammen mit unserem Papa wäre es natürlich viel schöner gewesen, aber wir haben das auch so ganz gut geschafft. Das Packen vorher und die Wäsche hinterher hat viel Zeit und Kraft gekostet, aber es hat sich gelohnt.

Großer Junge!
Das soll mein Baby sein???

Jetzt trotzen wir den Herbststürmen und warten auf Papa. Er tut mir ja jetzt schon leid, wenn er aus kalifornischen 35 Grad kommt und hier in Berlin aus dem Flugzeug steigen muss.
Ab und zu haben wir geskypt und was er erzählt, hört sich sehr gut an. Er genießt das Essen und die Gegend (in Las Vegas war er nicht), er trifft viele alte Freunde von damals – und nicht nur dafür hat sich auch seine Reise gelohnt. Ich bin gespannt, was auf uns zukommt!

Ich merke, dass die Jungs kaum noch Skypen möchten. Liam ist manchmal wild und manchmal weinerlich, er vermisst Papa sehr!
Gerade hat er einen Freund zu Besuch, ich höre seit Stunden nur geschäftiges Trappeln und Gesprächsfetzen.

Gestern waren wir um 13:20 Uhr bestimmt berlinweit die ersten, die ein Schulkind 2018 angemeldet haben!
Ich war gerade mit allen Kindern in der Schule und Emilian hat die Sekretärin gefragt, ob wir schon 10 Minuten früher reinkommen dürfen. Sie erlaubte es und so wartete Emilian mit dem Kinderwagen und Jari unten an den Treppen und ich ging – etwas weniger aufgeregt als vor zwei Jahren, aber doch stolz und feierlich – Hand in Hand mit Liam ins Schulbüro, um ihn anzumelden.
Er freut sich schon sehr auf die Schule!

Jari ist gerade eingeschlafen.
Ich werde jetzt ein paar Knöpfe auf der Kaffeemaschine drücken und versuchen, den Kaffee zu trinken, wenn er noch heiß ist!

Eine Unterhaltung mit Emilian von gestern habe ich noch:

Er seufzt:
„Mama, wir haben heute ein Diktat geschrieben und ich glaube, ich habe einen Fehler…“

„Welchen denn?“

„Na, ich wusste nicht, wie man das kleine k schreibt. Ich wusste nicht, wohin die beiden kleinen Striche zeigen müssen.“

„Und wie hast du es dann geschrieben?“

„Erst hatte ich es richtig, dann war ich aber unsicher und hab es wegradiert. Und ich glaube, jetzt ist es falsch.. Die beiden kleinen Striche zeigen jetzt nach rechts.“

„Aber dann ist es ja richtig!! Wohoo, dann hast du keine Fehler beim Diktat!!! Wie hieß denn das Wort überhaupt?“

„Fleißig…“

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