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1000 Fragen an dich – Teil 19

Es ist Dienstag und hier bin ich wieder.
Heute sind in Berlin Pfingstferien. Ich hatte überlegt, ob wir an einen schönen See fahren oder einen Wasserspielplatz suchen – aber die drei Jungs sitzen zu dritt im kleinsten Kinderzimmer und spielen mit ihren Playmobil-Figuren. Das kommt nicht oft vor – und so soll es heute sein.
Wir waren gestern spontan in den „Gärten der Welt“ und hatten genug Sonne und Natur für heute gleich mit 😉 Berlin ist schon echt toll!

Den freien Tag für mich finde ich auch nicht schlecht.
Soo viele Blog-Einträge warten, der Holunder blüht und duftet schwer und wartet nicht. Die Waschmaschine läuft und die Kaffeemaschine auch 🙂

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Teil 19

Bei Teil 19 bin ich schon!
Ich finde es gleichzeitig spannend und traurig, dass ich viele Fragen schon ganz anders beantworten würde, sollte ich die 1000 Fragen ein zweites Mal beantworten. Vielleicht in 10 Jahren.. das wäre doch was!
Zu Frage 292 würde ich zum Beispiel etwas Neues schreiben, das ich bitte nie wieder erleben möchte. Vor ein paar Tagen wurde vor meinen Augen ein Kind auf dem Schulweg von einem Auto angefahren. Ich war eine der ersten Personen am Unfallort, habe die Feuerwehr angerufen und bin nun als Zeugin angegeben. Es ging einigermaßen gut aus, aber der Schock saß tief. Das war wirklich schrecklich.

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361. Was war deine schlimmste Lüge?
Es ist so: Ich kann irgendwie nicht lügen. Ich kann vielleicht übertreiben, etwas mehr ausschmücken.. aber lügen nicht. Ich finde es ganz ganz schwer, selbst mit Lügen von anderen umzugehen, weil ich Vertrauen so wichtig finde. Lieber halte ich eine schmerzhafte Wahrheit aus, als belogen zu werden! Das möchte ich auch meinen Kindern weitergeben. Ein Erfolg auf Lügen gebaut kann nicht funktionieren.

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Ja. Als Mutter und auch persönlich. Ich finde das herausfordernd, aber bereichernd. Die Kinder werden älter und gehen neue Schritte – und ich gehe mit. Und die Weiterbildung zur Doula ist auch eine Erweiterung meiner Grenzen. Bei Geburten dabei sein zu dürfen? Das ist das Größte, finde ich.

363. Kannst du gut Witze erzählen?
Oooh, es gab eine Zeit, als ich so 12, 13, 14, 15 war.. da hab ich nichts anderes gemacht. Ich finde, ich kann das. Habt ihr hier auf dem Blog schon die Kindersprüche gefunden?

364. Welches Lied handelt von dir?
Eine schöne neue Frage.
Mein Mann hat ein Instrumental-Stück für mich geschrieben, als wir jung verliebt waren.

365. Welche kleinen Dinge kannst du genießen?
Das gab es ja öfter hier.
Kleine Pausen. Allein einkaufen. Blumen sehen. Holunder riechen. Meine Kinder lachen hören. Eine Umarmung von meinem Mann zwischendurch. Einen guten Kuchen backen und kosten. Kaffee trinken. Abends im Garten stehen. Wein trinken. Meine Nägel lackieren.

366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Fragt doch mal Jari.
„Hunger“ – „Durst“ – „Der Nuckel ist weg“
Komischerweise habe ich einen tiefen Schlaf und werde nicht so schnell wach. Manchmal fragt mich mein Mann: „Hast du gehört, dass die Kinder heute Nacht…?“ Ich so: Nö.
Aber wir haben für Freunde schon Nächte durchgebetet oder auf Kinder aufgepasst. Und wenn ich als Doula später Rufbereitschaft habe, werde ich mein Handy dabei haben und vor Aufregung mit Sicherheit schon vor dem Anruf aufwachen!

367. Was würdest du gern an deinem Äusseren ändern?
Ha! Da ich ja nun schon zweimal den Film „Embrace“ angesehen habe – einen Film, den bitte jede Frau zusammen mit Mutter, Töchtern, Freundinnen und Schwestern sehen muss! – denke ich gut über meine Antwort nach und sage: Ich finde mich schön. I have embraced.

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
„Ihren Optimismus, ihr großes Herz, ihre Fröhlichkeit und ihre Gastfreundschaft werden wir nicht so schnell vergessen.“
Ich würde mich freuen, wenn meine Freude an kleinen Dingen, mein Glaube an das Gute und meine Liebe zu Menschen in Erinnerung bleibt.

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Hm ja. Mir kann man Geschichten erzählen…

370. Was würdest du gern mal tun, vorausgesetzt dass es keinenfalls schiefgehen könnte?
Manchmal würde ich wirklich einfach gern wissen, wie Dinge ausgehen. Mit den Kindern (allein) in den Urlaub fliegen. Andere Frisuren ausprobieren. Im Ausland leben und Homeschooling machen. Ein Buch schreiben.

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Muss man dürfen? Hört sich widersprüchlich an. Etwas zu denken ist eine Sache. Aber darüber reden eine andere. Es gibt ausgesprochene Sätze, die tun einfach niemandem gut und die richten viel Schaden an. Über Jahre. Also nein, man muss nicht alles sagen.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Beziehungen.

373. Kannst du gut loslassen?
Ich lerne. Im Loslassen von Dingen und Dingen mit emotionalem Wert werde ich immer besser. Bei den Phasen der Kinder oder überhaupt dem Loslassen der Kinder ist das nicht so einfach. Aber, wie ich sagte, sie gehen Schritte und ich gehe mit. Wir Eltern geben ihnen Sicherheit, sodass sie leichter loslassen können. Und so wird es dann auch weider leichter für mich.
Das Loslassen von Wünschen, Plänen oder Träumen ist auch noch so eine Sache. Da lernen wir unser ganzes Leben, denke ich.

374. Wofür bist du dankbar?
Oh man, wieviel Zeit habt ihr?
Für meinen Mann und unsere drei gesunden Jungs. Für unsere Familien und deren Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft. Für unser schönes Haus und den schönen Garten. Für unzählige gute Freundschaften. Für Frieden in Deutschland. Für Religionsfreiheit. Für eine Krankenversicherung. Für Wasser und Strom. Für einfache Lebensbedingungen. Für Kaffee. Für unser Auto. Für Gesundheit. Für das Internet.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht kennst, wichtig für dich?
Nö, aber ich freue mich darüber.

376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Vor Hunden, auch wenn sie immer alle „nur spielen“ wollen.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Das weiß ich gar nicht mehr.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Ähm Alkohol.. und Milch, Eier, Möhren und gekühlte Schokolade.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Wenn ich früher RTL oder ähnliches geschaut habe, dann war das so. Es ist mir inzwischen fast unangenehm, wenn ich überhaupt TV schaue. Wir sind absolut Team Netflix!

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?
Siehe Frage 346.
Aber vielleicht kommt sie ja erst noch?

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Teil 18

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Teil 16

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Faces of Motherhood

Ein Hashtag wandert gerade durch Instagram.
#facesofmotherhood
Mütter zeigen ein Bild von sich und schreiben, wie es ihnen als Mutter geht, warum sie auf dem Foto so oder so aussehen, was das Mutter-sein mit ihnen gemacht hat und was nicht, warum Kinder das Größte sind und warum vielleicht manchmal nicht. Und so.

Ich wollte gern mitmachen, aber ich hatte kein schönes Foto und wusste nicht, was ich schreiben sollte. Dann ist mir heute was eingefallen und inzwischen finde ich das so wichtig, dass ich einen kleinen Blog-Eintrag daraus mache.

Beim Versuch, heute einen Selfie zu machen, beobachtete mich mein Mann und fragte irgendwann: „Soll ich einfach ein Foto von dir machen?“ Und bumms: Hier ist es.

#facesofmotherhood

Das bin ich.
Sonne. Draußen. Kaffee. Tattoo. Rosa. Ohrringe. Ich eben.

Achtung, Themenwechsel:
Die schlechten Nachrichten um uns herum erdrücken mich gerade fast, obwohl es uns persönlich sehr gut geht und ich mich dem Weltschmerz eigentlich nicht so hingebe. Nicht gerne.

Bienensterben. Gifte auf Obst und Gemüse. Und im Fleisch. Und wer weiß, wo noch. Plastikmüll. Überall Müll. Ein gewisser Präsident verkleinert die amerikanischen Nationalparks, um… warum eigentlich? Flugzeugabstürze. Vulkanausbrüche. Rassismus. Nationalsozialismus. Amokläufe. Tier-Aussterben. Hunger. Abtreibung. Gewalt an Kindern. Gewalt an Frauen. Gewalt an Männern. Ungerechtigkeit. Macht-Sucht. Unehrlichkeit. Krieg. Haaaach… es gibt so viel Traurigkeit und Herzschmerz in der Welt.

Und da entscheide ich mich, Kinder zu bekommen, auch noch mehrere?? Und ich spiele ihnen hier „Heile Welt“ vor? Halte sie (noch) fern von der Wahrheit?

Und doch entscheide ich mich dafür!
Für Zufriedenheit. Für Dankbarkeit. Für Freude. Für morgen.

Für Achterbahn-fahren. Für im-Schlafanzug-Eis-essen. Für durch-Pfützen-springen. Für für-einen-Tag-an-die-Ostsee-fahren. Für laut-Musik-hören-und-tanzen. Für Popcorn-ohne-Deckel-auf-der-Pfanne-machen. Für Erdbeeren-pflanzen. Für Witze-erzählen. Für eine glückliche unbeschwerte Kindheit.

Ich möchte eine glückliche Mama für glückliche Kinder sein. Weil ich glaube, dass das einen Unterschied machen kann. Starke Familien. Starke Kinder. Ich glaube, dass wir die Welt zu einem besseren Ort machen können! Trotzdem.

#undwennichwüsstedassmorgendieweltunterginge
#würdeichheutenocheinbäumchenpflanzen

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1000 Fragen an dich selbst – Teil 18

Hach, ich bin so voll und erfüllt von den letzten Tagen. Happy Times! Ich hab so viel erlebt und geschafft und genossen.

Meine Weiterbildung lief und läuft gut (ich werde in den nächsten Wochen mal ein paar mehr Wörtchen dazu schreiben) Dann haben wir Besuch aus Kalifornien. Dann waren wir heute (wegen schulfrei: Yeah!) auf Karls Erdbeerhof und ich bin endlich mit der Achterbahn gefahren. Das war so cool! Und dann das Wetter. Und die Familie. Und so. Watt jeht’s uns juut!

Ich freu mich jedesmal auf die neuen Fragen!
Kann man echt 1000 gute Fragen beantworten?
Spannend.. und los geht’s:

341. Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?
Echt jetzt? Das macht aber grad meine ganze Stimmung kaputt! Was soll’s… Also, über eins meiner Kinder, das ein kleines Konzentrations-Problem zum Beispiel mit den Hausaufgaben hat. Boah! Und über Termin-Verpeilungen mit meinem Mann. Und über Dinge, die genommen und benutzt – aber nicht wieder weggeräumt werden!!!
Das war jetzt mal so der kleine familiäre Teil. Und da gibt es übrigens jeeede Menge Dinge, über die ich mich inzwischen kaum bis gar nicht mehr aufrege! Is halt so.

Im Allgemeinen würde noch dazu gehören:
Menschen, die lügen, um besser da zu stehen oder schneller voran zu kommen. Ich rege mich auf über Menschen, die sich schnell und laut über alles aufregen. Über Menschen, die unsensibel in Fettnäpfchen treten und andere verletzen. Die andere Schwachheit zu ihren Gunsten nutzen. Da gibt es noch viel, viel mehr…Ungerechtigkeit gegenüber Kindern, Machtspielchen, Gewalt unter der Geburt, Bevormundung, Egoismus, Plastikmüll, Verschwendung an Ressourcen, Zeit und Geld… haach. Aber ich merke doch, dass ich jetzt nicht darüber nachdenken möchte.

342. Kann jede Beziehung gerettet werden?
Puh. Ich bin mutig und sage Ja.

343. Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?
Ich mag meine Hände. Und meine Augen. Und meine Haare.

344. Womit hältst du dein Leben spannend?
Wenn unser Leben eines nicht ist, dann langweilig.
Zu unserer Hochzeit haben wir uns für unsere Ehe folgenden Spruch ausgesucht: „Wenn du etwas erleben möchtest, das du noch nie erlebt hast, musst du etwas tun, das du noch nie getan hast.“
Wir hatten ja keine Ahnung… 😉

345. Kannst du unter Druck gute Leistungen erbringen?
Unter Zeitdruck, ja. Wir haben heute super super minuten-spontan eine deutsch/amerikanische Kinder-Geburtstags-Party bei uns gefeiert. Aber unter „Drei Kinder schreien mich an und das Essen verbrennt und das Baby schreit und das Telefon klingelt und ein Glas fällt runter“-Druck nicht mehr ganz so.

346. Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?
Ich neige dazu, die Vergangenheit rosiger zu sehen, als sie in dem Moment vielleicht war. Damals wollte ich gern schon weiter sein – heute wünsche ich mich zurück. Solche Filter spielen da vielleicht mit.
Das junge, unschuldige zum ersten Mal verliebt sein und mit einem Jungen zusammen zu sein, fand ich so spannend und aufregend. Die ersten Monate als Ehepaar, die sich so verrückt nach „Wir sind große, freie Kinder“ und „Wir sind jetzt ernstzunehmende Erwachsene“ hihi anfühlen. Dann die erste Schwangerschaft. Die Freiheit, mit einem pflegeleichten Baby einfach in den Tag hineinzugammeln. Der erste Sommer im eigenen Garten. California Lifestyle.. mit der Familie am Pazifik leben. Sommerferien. Naja, ihr merkt schon. Ich finde mein Leben sehr angenehm. (Aber ich hab auch Phasen nicht benannt 😉 )

Kontrast Fotostudio

347. Findest du andere Menschen genauso wertvoll, wie dich selbst?
Ja!!! Und ich wünsche einigen von ihnen, dass sie das endlich sehen und erkennen und annehmen!

348. Hast du immer eine Wahl?
Instinktiv würde ich ein dickes Nein schreiben, weil ich drei Kinder habe und manchmal Stunden vergehen, bis ich an mich denken kann. Aber ich denke, dass ich dann wiederum die Wahl habe, das blöd oder okay zu finden. Und ich habe drei Kinder gewählt, also lebe ich „die Konsequenzen“ und mache uns das allerbeste daraus. Hmm?

349. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
Das weiß doch jedes Bibi.
Ich mag März bis Oktober. Warum, wisst ihr.

350. Wie hättest du heißen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?
Ich hab keine Ahnung.

351. Wie eitel bist du?
Uuh ähm, um mal bei der Sache mit dem Namen zu bleiben.. Eitel könnte mein zweiter Vorname sein. Ohne Ohrringe und Mascara gehe ich nirgendwo hin. Das sind wahrscheinlich auch die Dinge, über die ich als Mama noch einigermaßen selbst entscheiden kann. Ich mag es, mich schön zu fühlen und mir nicht unbedingt jede wache Nachtstunde und jede Sorgenfalte ansehen zu lassen.

352. Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?
Das wäre dann das Herz.

353. Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?
Hmm.. die Doula-Weiterbildung zu machen. Ich bereue es nicht! Aber ein Risiko wird diese spannende Sache immer sein.

354. Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?
Ich kann gut anfangen, mit SmallTalk das Eis brechen. Aber dann lasse ich es eher laufen. Ich rede zwar gern, aber Einmischen und Unterbrechen mag ich eigentlich nicht so.

355. Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?
Puh, keine Ahnung. Da gibt es zu viele.

356. Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?
Tolle Gäste. Leckerer selbst gebackener Kuchen. Frische Blumen. Musik. Zeit. Gute Getränke.

357. Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?
Naja.. lächeln und Danke sagen kriege ich hin. Ganz ehrlich mag ich Komplimente auch schriftlich sehr, um sie mir aufzuheben und ab und zu mal zu lesen. Ich hab noch solche Zettel.. die sind über 10 Jahre alt.

358. Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?
Ich versuche, erstmal überhaupt darauf zu achten.. aber ich mache mich nicht dabei verrückt. Ich bin für ein Mittelmaß und einen guten Ausgleich. Zähne putzen ausfallen lassen geht übrigens gar nicht.

359. Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?
Ich mag Sex. Allerdings, falls das jemand noch nicht weiß: Es ist nicht unbedingt so, wie in Filmen und Büchern und schönen Träumen. Spätestens mit Babybauch und Still-Nächten und Kindern im Bett ändert sich das. Manchmal ist es ein Kampf. In den Filmen lernt man nicht, dass man sich „Zeit mit dem Ehemann“ mal im Kalender eintragen muss. Aber es ist die Mühe wert. Und Sex schützt vor Entfremdung und Anspannung und sich-allein-fühlen. Und dass es „im Alter“ besser wird, hätte ich ja auch nie geglaubt…

360. Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Urlaub ist, was man draus macht.
Als ich heute mit meinem Mann auf Karls Erdbeerhof ganz, ganz oben im Wind unter blauem Himmel barfuß auf der großen Hüpfburg saß, hat sich das ein bißchen wie Urlaub angefühlt.
Natürlich würde ich gern jährlich mit Freundinnen im Spa-Paradies verschwinden und Pediküre und Massage genießen. Dann mit meinem Mann nach Italien, unendlich viel Wein trinken und Tomate-Mozarella essen. Und danach mit den Kindern ans Meer, Kleckerburgen bauen, Eis essen und Muscheln sammeln. Aber wenn das grad nicht geht, dann freue ich mich auch wirklich sehr über ein paar freie Tage, die wir draussen verbringen können. An denen wir keine Uhrzeit brauchen, dreckige Füße haben und viel zusammen lachen.

 

Teil 17

Teil 16

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1000 Fragen an dich – Teil 16

Ich muss die ruhigen Minuten nehmen, wie sie kommen. Auch, wenn das heißt: Zwei Blogeinträge an einem Tag.

Unser Auto ist noch immer in der Werkstatt und ich bin heute schon so viel gelaufen. Bevor ich nachher wieder 2 km spaziere, um Emilian von einem Kindergeburtstag abzuholen und dann wieder 2 km mit ihm zurück laufe, sitze ich also hier mit einem Cappuchino auf der Couch und beantworte die nächsten Fragen. Auf die habe ich mich ja gefreut. Mal sehen, wonach mir heute ist…

301. Worin bist du ein Naturtalent?
Ich kann innerhalb kürzester Zeit Partys oder spontane Treffen mit Freunden planen und durchführen. Ich kann Menschen vernetzen. Ich kann meine Küche aufräumen, wie sonst keiner. Ich kann gleichzeitig mit mehreren Menschen reden und schreiben. Ich kann sowieso gut mehrere Dinge gleichzeitig machen. Ich kann blitzschnell Kinderzimmer aufräumen. (Das wissen meine Kinder leider schon) Ich kann guten Cheesecake und andere Leckereien backen. Ich habe sehr viel Geduld und Nerven für meine Jungs. (Ist es ein Naturtalent, Mutter zu sein?) Ich kann lange ruhig bleiben und viel Stress aushalten.. beim Auto fahren, wenn das Geld knapp wird, wenn mein Mann lange weg ist, wenn es Wartezeiten beim Arzt gibt, wenn viele Kinder durch mein Haus toben. Ich habe einen großen Glauben, dass alles gut wird!

302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum positiven verändert?
Oh, da fallen mir viele ein. Ein paar Freundinnen, mit denen ich zusammen unterwegs bin. Erst Monate oder schon Jahre. Es ist schön, den Weg gemeinsam zu gehen!

303. In welcher Situation warst du unfair?
Ach, da fällt mir genug ein. Mit einem Schulkind, einem Vorschulkind und einem Kleinkind finde ich es schwer, fair zu sein. Wer darf als Erster? Wer darf mehr? Wer darf was? Wer hatte noch nicht? Und warum? Und ich hatte noch nie! Und das ist so unfair, Mama!

304. Fühlst du dich fit?
Direkt nach meinem Sportprogramm habe ich mich sportlich und ausgepowert gefühlt, aber nicht direkt fit. Dann hab ich nach so ein paar Tagen oder Wochen? Pause mit der nächsten DVD angefangen und war erschrocken, wie un-fit ich bin! Diese 30 Tage sind eben nach den 30 Tagen vorbei. Bumms. Jetzt habe ich zum Geburtstag die dritte DVD geschenkt bekommen und ich hab wirklich Lust darauf. Aber.. man muss es auch machen, ne? 😉
Um die Frage mal direkt zu beantworten:
Ich fühle mich gut und habe keine Schmerzen, ich schaffe das, was ich schaffen muss. Aber mehr geht immer.

305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Ähm. Die „Angelegenheiten“ die wir haben, sind geregelt. Haha. Aber das sind nicht viele. Ich sage mal: Es ist kompliziert.

306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?
Ich muss sofort an Filme denken, von denen ich enttäuscht war, nachdem ich auch das Buch gelesen habe. Es gab Bücher, mit denen ich mich echt schwer getan habe. Gerade fällt mir keins ein.

307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Der letzte halbe Umzug war im März 2015 von Kalifornien zurück nach Berlin. Damals habe ich mich so nach Berlin gesehnt. Heute frage ich mich, warum wir jemals zurück gekommen sind. Naja. So ist es.
Der letzte richtige Umzug war im Februar 2012 von unserer kleinen schönen Wohnung in Hohenschönhausen in unser Häuschen hier im Süden Berlins.

308. Neigst du zum Schwarz-Weiss-Denken?
Nein. Ein bißchen denke ich wohl rosa. Alles wird gut.

309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Meine Augen leuchten, ohne dass ich was dafür tun muss. In mir kribbelt es und ich hab das Gefühl, ich könnte vor Freude platzen. Manchmal muss ich quietschen. Die Sekunden, bevor ich meinen Mann (oder die Kinder auch) nach ein paar Tagen oder Stunden wiedersehe, sind so aufregend und vergehen viel zu langsam.

310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Viel würde ich nicht sagen. Isst man nicht immer zu viel?
Aber hier und da leckere Snacks und guter Wein oder Saft oder das Lieblingsbier (Hallo K.!) oder Cocktails – hach, das macht das Leben doch schöner! Ich bin fasziniert, wie glücklich man Freunde mit gutem, selbstgemachten Essen machen kann!

311. Welche Dinge stehen noch auf deiner to-do-Liste?
Warum steht da „noch“? Soll das heißen, ich bin bald fertig?
Also seit langer Zeit steht da „Fotobücher“. Ich hab für jedes Jahr ein Fotobuch für die Kinder gemacht. Anfangs für jeden eins und dann ab 2015 eins für beide. Und 2016 und 2017 fehlen mir inzwischen. Und ich werde. das. nicht. von. der. Liste. streichen!!! Und wenn ich auf eine Nacht verzichten muss! (Im Moment scheitert es daran, dass ich Flickr nicht mit dem Cewe-Fotoprogramm verbinden kann, falls jemand Ahnung hat.)
Und sonst steht da „Doula Bücher lesen“, „Blogeinträge veröffentlichen“, „Flohmarkt vorbereiten“, „Garten“, „Kinderkleidung sortieren“ und immer sowas.

312. Hegst du oft Zweifel?
Immer weniger.

313. Womit bist du unzufrieden?
Mit einigen Teilen meines Körpers, die durch die Kinder wohl für immer eben so aussehen. Mit unserer finanziellen Situation und dem Druck für meinen Mann. Manchmal mit dem Wetter. Manchmal mit der Frechheit meiner Kinder. Mit zu vollen Kinderzimmern. Mit zu wenig Zeit für mich, für uns haben.
Aber das soll nicht im Vordergrund stehen. Ihr kennt das.

314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Bevor ich einen Flug buche, mache ich mir viele, viele Gedanken und rechne fast damit, dass ich abstürze. Aber wenn ich dann einsteige, gewinnt die Spannung und Vorfreude und die Abenteuerlust. Ich bin nicht oft geflogen, aber ich mag es gerne.

315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Nein. Ich finde es eher anstrengend, immer darauf zu achten, wer mit Bezahlen oder Beschenken dran ist. Ganz nach Gefühl. Ich gebe gerne. Dann kann ich auch Hilfe annehmen, wenn ich mal nicht geben kann.

316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Ja, in Schulzeiten. Und generell fühle ich mich als Frau und Erzieherin und Hausfrau und Mutter auch schon manchmal schikaniert. Aber das ist eine andere Geschichte.

317. Wie spontan bist du?
Ziemlich.

318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Ja. Passend auch zu Frage 315. Warum nicht?

319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Wenn ich das Gefühl habe, enge Freunde enttäuscht zu haben oder ihnen nicht gerecht werden kann.

320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Wir haben gerade letztens festgestellt: 16 oder 17 Jahre. Mehr als unser halbes Leben! Und eigentlich ohne Pause. Haach <3

 

Nutzt den Abend,  um meine anderen Antworten zu lesen. Viel Spaß!

Teil 1

https://mamasbusiness.de/?p=9895
Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
https://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
https://mamasbusiness.de/?p=10054
Teil 10
https://mamasbusiness.de/?p=10104
Teil 11
https://mamasbusiness.de/?p=10113
Teil 12
https://mamasbusiness.de/?p=10150
Teil 13
https://mamasbusiness.de/?p=10185
Teil 14
https://mamasbusiness.de/?p=10225
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Die Sache mit der glücklichen Mutter

Wenn ihr jetzt bei uns vorbei kommen würdet, würdet ihr dieses Bild sehen:

Mama sitzt draussen in der Sonne und bloggt.
Jari liegt neben ihr im Kinderwagen und schläft.
Die beiden Großen sitzen im Wohnzimmer und malen.
Neben ihnen steht ein voller Obstteller.

Das ist wieder das „Heile Welt“-Bild, dass zu uns passt, oder? 😉

Aber die Realität sieht anders aus.
Normal. Schmutzig. Ehrlich.
Wie bei allen anderen Familien auch.

Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter

Kennt ihr schon von mir.

Auch, wenn meine Kinder gerade friedlich nebeneinander sitzen bzw. schlafen und ich in der Sonne sitze, haben wir Stress, Streit und Sorgen. Auch, wenn ich übe, schöne Fotos zu machen, tobt auf der Seite hinter der Kamera das Chaos. Glaubt mir das.

Ich bin nämlich heute an Tag 3 von 5 ohne Papa. Dazu ohne Auto. Und fast ohne Geld.
Mein Mann klettert mit 160 anderen Männern durch schottische Berge. Ich bin sehr stolz auf ihn und werde euch mehr erzählen, wenn ich mehr weiß. Falls. Zu dem Wochenende gehört nämlich, im Vorfeld fast nichts darüber zu wissen. Handys sind auch nicht erlaubt und so sind das die ersten Tage in unserer 12jährigen Beziehung, in denen wir absolut nichts voneinander hören. Also mir fehlt er.

Ich werde euch mal erzählen, was noch so zu unserer „Heilen Welt“ gehört:

– Um mich herum stehen zwei volle Wäscheständer. Die dritte Maschine läuft.

– Der Küchenboden ist so unglaublich dreckig. Seit Tagen Wochen nehme ich mir vor, ihn zu putzen. Die jährlichen Ameisen in der Küche waren nur kurz da. Wahrscheinlich ist es selbst denen zu eklig.

– Am Morgen wurde ich mit kleinen scharfen Patschern ins Gesicht geweckt. Das Baby fand, es sei Zeit zum Aufstehen. Als ich dann endlich aus dem Bett kam, war die Windel so voll, dass ich Jari erstmal in die Wanne setzen musste.

– Weil wir uns nicht auf ein Frühstück (Brot, Müsli, Pancake) einigen konnten, schlug ich Crêpes vor. Emilian erinnerte sich sofort an Korsika, da gab es Crêpes mit Erdbeeren und Nutella. Weil wir aber keine frischen Erdbeeren hatten, fragte ich die Jungs, ob sie zum ersten Mal allein schnell zu Lidl gehen wollte. (Ich hatte nämlich noch den Schlafanzug an…) Liam war sofort begeistert und hatte in einer Sekunde die Schuhe an. Emilian zögerte sehr, aber weil Liam unbedingt wollte, ging er mit. Klappte alles wunderbar. Seitdem fragt Liam im Minutentakt, ob ich nicht noch etwas von Lidl brauche..

– Wir machten uns also ein schönes Frühstück.
Die Kinder waren sehr begeistert!
Zur Realität muss ich jetzt aber auch die verbrannten Finger, den Zucker überall und das Nutella-Baby (frisch gebadet, ihr erinnert euch) erwähnen.

 

– Nach dem Essen schickte ich die Jungs nach draussen. Wir hatten nämlich gestern zusammen Erdbeeren eingepflanzt und die sollten sie nun gießen. Jari brauchte wieder eine neue Windel und die volle, volle Windel fiel mir vom Wickeltisch. Offen. Auf den Teppich.

– Danach wollte ich duschen gehen. Ich wies die Jungs genau an, auf Jari zu gucken, nahm ihn aber dann doch lieber mit ins Bad. Man kann nie wissen. Jari tappelte also im Bad zwischen Zahnbürsten und Klobürste hin und her und ich beobachtete ihn. Zweimal musste ich kurz rausspringen, um schlimmeres zu verhindern.

– Passend zum Thema:
Vor ein paar Tagen saßen eine Freundin und ich gerade gepflegt bei Kaffee und Kuchen. Stellt euch zu dem „gepflegt“ vor, dass vier große Jungs um uns herum sprangen und mit Waffeln, Erdbeeren, Puderzucker und Sahne um sich warfen. Inmitten dieser Kaffeetafel fiel nicht auf, dass Jari gar nicht da war und in diesem Moment kam er mit der Klobürste in der Hand um die Ecke.

– Am Donnerstag holte ich Liam und einen Freund ab, während seine Mama unsere beiden Großen aus der Schule abholen sollte. Ich spielte mit den beiden Kindergartenkindern und Jari im Garten, als die Mama schrieb: „Ich kann sie nicht finden.“ Der Schulhof ist groß und unübersichtlich, ich machte mir erst keine Sorgen, aber sie waren nicht da. Nicht bei ihnen, nicht bei uns, nicht auf dem Weg.

Hatte ich nicht erst vor ein paar Tagen hier geschrieben, dass ich nie wieder ein Kind suchen wollte? Ich mag dieses beklemmende Gefühl überhaupt nicht. Und ich hatte hier die drei Kleinen und kein Auto, mein Mann war ohne Handy im Flugzeug – und konnte nichts tun, ausser Gott zu bitten, alles gut werden zu lassen.
Währenddessen wollten die beiden Kita-Kinder losgehen, den Großen entgegen und Jari war gerade dabei, den Ameisenköder in den Mund zu stecken zu entdecken. Inmitten allen Chaos schrieb sie dann: „Ich hab sie! Sie hatten eine Stunde früher Schluss und sind zu unserer Nachbarin gegangen.“
Ihr könnt euch vorstellen, was uns beiden Mamas durch Kopf und Herz ging.

– Liam fiel gestern in seinem Hochbett nach Bettgehzeit eine Treppenstufe herunter und verletzte sich ein bißchen am Fuß. Heute, ganz nebenbei, beichtete er mir, dass er mich angelogen hatte. Er war gar nicht zur Treppe abgerutscht, sondern er war verbotenerweise noch auf dem Hochbett herumgeklettert und dabei abgerutscht.

– Ich nahm mir letzte Woche vor, an diesen vier freien Abenden endlich mal wieder alleine meine Netflix-Serie weiterzugucken. Mit Wein. Auf der Couch.
Haha!
Die Realität ist, dass ich am Donnerstag nach 22:00 Uhr noch Muffins für unser MOPS-Treffen machte und danach noch ein Überraschungspaket für eine Freundin packte, das unbedingt weg musste. Der Wecker am nächsten Morgen klingelte um 6:30 Uhr und ich war sehr froh, dass Emilian von der Oma zur Schule gefahren wurde. Das hätte ich mit drei Kindern nicht so locker geschafft.

Ihr seht: Alles ist ganz normal!
Wirklich.

Wir hören Hörspiele und singen zusammen – aber wir schreien uns auch an.
Wir pflanzen zusammen Blumen ein – aber wir knallen auch mit den Türen.
Wir essen leckere Obstteller leer – aber es gibt auch ungesundes FastFood zu ungesunden Zeiten.
Wir üben Kopfrechnen und 1×1 – aber wir vergessen auch Diktate und Hausaufgaben.
Wir spielen lange und laut draussen im Garten – aber wir laufen auch mit dreckigen, nassen Füssen über helle Teppiche.
Wir lieben uns – und wir streiten uns.

Manchmal möchte ich weinen.
Manchmal möchte ich laut loslachen.
Manchmal möchte ich mit der Hand auf den Tisch schlagen.
Manchmal möchte ich High Fives an die Jungs verteilen.

Inzwischen ist der Obstteller leer, die Kinder trampeln mit Gartenfüßen durchs Kinderzimmer.. oder durch unsere frisch bezogenen Betten, ich muss Wäsche abhängen, damit die nächste Platz hat und ach ja.. wollte ich nicht ein paar Bücher für meine Doula-Weiterbildung lesen?

Habt einen schönen Samstag-Nachmittag!

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