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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Hallo Oktober!

Ich sitze hier mit einem Kaffee in Ruhe auf der Couch und tippe kurz diesen Blog-Eintrag für euch.
Alles könnte so schön idyllisch sein…

Aber es ist Montag.
Und es regnet.
Und unsere Heizung geht nicht.
Und ich habe ein Taschentuch in der Waschmaschine mitgewaschen.
Und ich habe die ganze Woche zwei kranke Schulkinder zuhause.
Und ein Becher Tee ist umgekippt.
Ihr kennt das.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mir das Leben jetzt nicht einfach schön machen werde. Ich war gerade in der Schule und habe Hausaufgaben für die Jungs geholt.. der eine ist mit der ganzen Wochenaufgabe schon fast fertig. Der andere schläft viel und hört Hörspiele. Es ist also ruhig und wir sparen uns 8 Schulwege und 4x früh aufstehen!

Wie ihr mich kennt, so wisst ihr, dass ich den Herbst nicht leiden kann. Und daran wird sich auch nichts ändern. Im Oktober stehen ein paar Dinge an, die für mich neu oder herausfordernd sind und ich freue mich, ehrlich gesagt, wenn dieser Monat und damit auch 4 Wochen Herbst um sind. Und dann im November lenke ich mich mit Weihnachts-Vorbereitungen vom Wetter ab.

Dann mal los!

Im Oktober werde ich…

… mich bestimmt jeden Tag an meine erste wunderschöne Doula-Geburt erinnern <3
… Fenster putzen.
… zum ersten Mal ins Gericht gehen und als Zeugin aussagen.
… mit der Familie den Tag der deutschen Einheit feiern.
… beim Kinderarzt sein.
… Doula-Bücher lesen.
… neue Babys auf der Welt begrüßen!
… Tee trinken.
… Kinderzimmer ausmisten.
… 10 Tage Praktikum im Kreißsaal machen.
… viel Neues sehen und lernen.
… eine liebe Freundin wiedersehen.
… meinen Doula-Vortrag vorbereiten.
… einen Infotag für „Moms in Prayer“ veranstalten.
… die FlipFlops wegpacken.
… viel Obst essen.
… vorlesen.
… vielleicht zum ElternBloggerCafé gehen.
… zum Elternabend gehen.
… meine Doula-Website weiter ausbauen.
… Schals und Tücher anziehen.
… das Schöne suchen.

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Kindersprüche

Es ist Zeit für neue Kindersprüche!
Die gibt es nämlich immernoch.

Ganz köstliche Knaller sind dabei – und trotzdem geht auch jede Menge im Alltag unter oder wird vergessen. Die, die ich habe, sind ein Schatz!

****

* Wir sind auf dem Weg zum Zoo. Es sind noch ein paar Stationen mit dem Bus. Liam fragt: „Mama, wie viele Runden noch?“

* Emilian sagt: „Alle 2 Sekunden stirbt ein Mensch. Jetzt. Jetzt. Jetzt. Jetzt.“
Liam sitzt ganz aufgeregt neben ihm, strahlt ihn an und sagt: „Vielleicht sind wir ja bald dran!“

* Liam guckt mir beim Sport zu.
In der DVD machen drei Frauen die Übungen vor. Eine von ihnen ist die Trainerin, eine andere macht die Übungen in einer leichteren Version und eine dunkelhäutige, sehr gut trainierte Frau macht die anspruchsvolleren Übungen.
Die Trainerin zeigt in der DVD auf diese Frau und sagt:
„Wenn du so aussehen willst wie sie, musst du so trainieren wie sie!“
Liam kriegt irgendwann mit, dass ich die schwierigeren Übungen mache und fragt: „Willst du echt so braun aussehen???“

* Emilian sagt beim Autofahren: „Mama, können wir mal dahin fahren, wo wir noch nie waren und gucken was da los ist? Können wir das machen?“

* Zusammen mit Freunden sind wir am See.
Die Kinder finden am Ufer ein Ei und wir rätseln, ob es ein Ei von einer Ente sein könnte, oder ein Essbares, was von Menschen vergessen wurde.
Mein Sohn ist der Meinung, es sei von einer Ente.
Sein Freund ruft laut über den Strand: „Nein! Das ist ein Menschen-Ei!!!“

* Nach Ostern fragt mich Liam:
„Oma ist doch wieder gesund – wann ostert sie denn mal mit uns?“

* Liam sagt: „Kennst du die Bundeswehr: Die beschützt Frau Merkel.“

* Liam sagt: „Mama, weißt du, was ich dich hab? – Lieb!“

* Emilian erzählt mir: „“Mama, ich hab in der Schule ein neues Buch zum Lesen bekommen und ich hab erstmal hinten drauf den Trailer gelesen.“

* Liam denkt über Hochzeit und Baby nach.
Er fragt: „Woher weiß der Bauch, dass man verheiratet ist?“

* Er fragt überhaupt tolle Fragen, wie:
„Wie geht es, dass die Finger alle gleichmäßig wachsen?“

* Liam backt Waffeln. Eine wird sehr schwarz.
„Oh, ein bisschen verbraten…“ 

* Am Strand. Meine Schwester sagt: „Jetzt muss ich noch das Video beschneiden, damit es nicht so teuer beim Versenden wird.“ Liam sagt: „Häh? Und die Schnipsel? Hier ist doch kein Mülleimer...“

* Opa guckt mit Liam ein Buch an, in dem einer von seiner Radreise von Deutschland nach Togo schreibt. Sein Bart war inzwischen ziemlich lang. Liam sagt: „Der hat sich lange nicht gemäht.“

* Opa flickt Liam‘s Fahrrad. Er sagt: „Schade, dass man den Flicken nicht außen sieht.“

* Omas Badematte fällt beinahe ins Wasser. Liam sagt: „Oma, dein Plakat ist beinahe ins Wasser gefallen.“

* Liam sitzt an der Ostsee und hat einen Stein im Mund.
Als wir fragen, warum, sagt er: „Ich habe grad keine andere Tasche.“

* Während wir im Urlaub sind, übernachtet mein Bruder eine Nacht in unserem Haus in Berlin. Am Morgen sage ich zu Liam: „Weißt du was, E. hat heute Nacht in deinem Bett geschlafen.“ – Liam sagt: „Habe ich gar nicht gemerkt!“

* Das Schulkind seufzt:
„Mama, wir haben heute ein Diktat geschrieben und ich glaube, ich habe einen Fehler…“
„Welchen denn?“
„Na, ich wusste nicht, wie man das kleine k schreibt. Ich wusste nicht, wohin die beiden kleinen Striche zeigen müssen.“
„Und wie hast du es dann geschrieben?“
„Erst hatte ich es richtig, dann war ich aber unsicher und hab es wegradiert. Und ich glaube, jetzt ist es falsch.. Die beiden kleinen Striche zeigen jetzt nach rechts.“
„Aber dann ist es ja richtig!! Wohoo, dann hast du keine Fehler beim Diktat!!! Wie hieß denn das Wort überhaupt?“
„Fleißig…“

* Liam fragt: „Oma, wo ist die Ballaufpumpe?“

* Am Tag der Einschulung steht Liam um 6:30 Uhr an unserem Bett:
„Ich glaub, ich habe einen Wackelzahn..“

* Liam sagt zu mir: „Mama, zu Emilians Einschulung hattest du einen dicken Bauch. Jetzt hast du einen dicken Po…“

* Liam wollte bei Oma und Opa draußen duschen, das Wasser war schön warm. Er benutzte auch Opas Duschbad, allerdings an den Füßen, weil die ziemlich schwarz waren. Hinterher sagt Oma zu ihm: „Du riechst ja wie Opa!“
Liam sagt: „Aber nur an den Füßen!“

* Liam sagt zu mir: „Mama, vielleicht hast du ja noch ein Baby im Bauch und merkst es gar nicht!“
„Na, ich glaube nicht…“
Er: „Aber ich hoffe!“

* Wir hören das Lied von „An Wunder“ von Wincent Weiss.
Liam singt: „Es wäääääääär schön blöd, nicht an Hunde zu glauben.“

* In Pokémon-Filmen werden die Pokémon-Figuren und ihre besonderen Fähigkeiten beschrieben. Liam plappert vor sich hin: „Und hier seht ihr das Mama-Pokémon. Es ist bekannt durch seine besonderen Schimpf-Attacken…“

* Ich habe Liams Bettwäsche gewaschen und frage am Abend: „Liam, möchtest du dein frisch gewaschenes Bettzeug wieder haben?“
Er ruft zurück: „Ja, aber nur den Belag.“

* Liam läuft auf dem Schulweg um 7:30 Uhr hinter mir und singt laut durch die Straßen:
„Ich kann deine Pobacken sehen – durch deine Hooose…“

* Und nochmal Liam.
Er beobachtet im Garten lange ein Eichhörnchen und sagt seufzend: „Ich würde so gern, dass irgendein Tier mich mag…“

 

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Szenen aus dem Alltag

Ich bin müde. So müde.
Und es ist erst Montag. Oder?
Meinem Bruder habe ich jedenfalls heute einen schönen Freitag am Telefon gewünscht…

Mein Leben ist voll.
Drei Kinder sind kein Kinderspiel – aber ich versuche allerdings, meinen Kindern im Alltag viel Zeit zum Spielen zu geben. Und ich liebe dieses Leben! Genau so habe ich es mir gewünscht.
Als ich meinen Mann fragte, ob es nur jetzt gerade so wild ist – oder ob es ab jetzt immer so ist, sagte er: „Wir sind jetzt in der Blüte!“ – Was auch immer das heißt…

Ein paar Alltags-Schätze:

* Ich bringe die Kinder jeden Morgen zur Schule, mein Wecker klingelt kurz nach 6:00 Uhr. Diese Zeit ist schön und wertvoll. Mir ist ein guter Start in den Tag für die Kinder wichtig. In der Nacht schlafe ich noch noch nicht gut, weil Jari mehrmals wach wird. Und natürlich gehe ich abends nicht rechtzeitig ins Bett…

* Am Wochenende hatte ich Weiterbildung. Die zwei vollen Tage geben mir noch eine extra Portion Müdigkeit. Meine Doula-Weiterbildung ist schon fast fertig! Könnt ihr euch das vorstellen? Es gefällt mir richtig gut und ich bin kurz davor, eine erste Geburt zu begleiten!
Ich beschäftige mich mit dem Wochenbett, mit der Plazenta, mit Sternenkindern, mit Gebär-Positionen und Entspannungs-Übungen.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr mir als Kommentar oder als Nachricht gern mal schreiben, was euch bei der Geburt am besten geholfen bzw. am meisten gefehlt hat. Ich würde gern auf meiner Website auf die Sorgen und Fragen von Schwangeren eingehen.

* Für beide Jungs fangen erste Nachmittags-Verabredungen an. Ich freue mich, dass sie Freunde nachhause einladen. Und dass wir neue Familien kennen lernen. Und dass unsere Kinder viel Gutes mit der Schule verbinden. Trotz Lehrer-Mangel bei Emilian und Anfangs-Schüchternheit bei Liam gehen beide gerne zur Schule und das freut mich. Liam schreibt jetzt erste Buchstaben und Emilian holt seine Hefte der 1. Klasse und vergleicht. Sie können sehr liebevoll und wertschätzend miteinander umgehen.

* Ich kann gar nicht sagen, wie sehr über alle Maßen ich dankbar für diesen Sommer bin! Und er ist noch nicht zu Ende… Ein Nachmittag am See steht noch auf dem Plan. Das würde ich gern noch schaffen! Der Garten ist trocken und staubig – bereit für ein paar Regentage. Aber wir ernten noch Himbeeren und haben heute eine rote Erdbeere gefunden.

* Verloren haben wir allerdings einen Autoschlüssel im Garten.. bzw. Jari hat. Ich hatte früher mal geschrieben, dass er gern Dinge aufhebt und sie irgendwo anders fallen lässt. Ich bin also weniger besorgt und mehr gespannt, wo wir den Schlüssel wohl wieder finden.

* Mit aller Kraft bereiten wir unser jährliches Sommerfest vor. Ich plane eine Foto-Box. Es wird toll! Kommt ihr? Es gibt Cocktails und Kuchen, Glitzer-Tattoos und geflochtene Zöpfe, Hüpfburgen und Rodeo-Reiten und ganz viele tolle Menschen.

* Für die kühleren Abende habe ich mir vorgenommen, wieder Sport zu machen. Ich würde das wirklich gerne schaffen. Ich weiß, wie gut mir das getan hat. Mein Rücken würde sich bedanken. Neuer Vorsatz!

* Falls ich euch irgendwann mal ein schlechtes Gewissen gemacht habe, weil ich so oft aufräume und putze: Das ist vorbei! Wenn es überhaupt oft war.
Ich laufe selbst nicht mehr gern barfuß durch die Wohnung, weil überall Sand und Krümel liegen. Und Wäscheständer stehen rum. Von den Fingerabdrücken an den Fenstern fange ich gar nicht erst an. Habt ihr auch überall Fruchtfliegen??

* Jari ist bald 19 Monate alt – und er ist der überhaupt Knaller. Er ist witzig und durchgeknallt.. er trottet so durch den Tag. Er kann so viel mitteilen, ohne auch nur den Mund aufzumachen. Er findet jede Süßigkeit, die herum liegt, aber er „fragt“ mit seinem Blick, bevor er mal dran knabbert. Er liebt die Brüder und die Brüder lieben ihn. Er lernt von ihnen, bringt sie zum Lachen und versteht, wenn sie erklären. Er hat als drittes Kind ganz andere Freiheiten und wir andere Ansprüche. Und.. er liegt zu Tische. Das ist Jari!

* Liam hat vorhin ein Knick-Licht mit ins Bett genommen.. eben kam er etwas verstört und sprachlos die Treppe herunter: Seine Hose leuchtete blau gepunktet. Und auch der weiße Teppich oben sieht im dunklen aus, wie ein wunderschöner Disco-Teppich. Ich wusste grad nicht, ob ich mit den Kindern feiern oder eher schimpfen sollte. Er hatte das giftige Zeug nicht im Mund und nach ein paar Stunden wird auch der Teppich die Party-Flecken nicht mehr haben.. Aber sonst geht’s noch?!

* Immer mal wieder denke oder rede ich darüber, ob es wohl dieses „Wir sind fertig mit Kindern“-Gefühl gibt. Weil, wenn ja.. dann kenne ich es noch nicht. Oben genannte Situationen sowie das Chaos in Kinderzimmern, Kleiderschränken und Termin-Kalendern halten mich eher davon ab, an ein 4. Kind zu denken. Die Doula-Weiterbildung arbeitet stark in die andere Richtung. Mal sehen, wer gewinnt. Ich bleibe dabei, dass das Leben mit mehr Kindern einfacher und wertvoller wird!

* Neben dem stinknormalen Alltag und einem großen Sommerfest stehen auch Arzttermine, Elternabende, Treffen mit Freundinnen, Bandproben und Telefonate in unserem Kalender. Und viele Fußwege zur Schule und zurück. Wahrscheinlich bekommen wir bald einen Kinder-Fahrradsitz, damit wir endlich zu fünft Fahrrad fahren können.

* Ich habe endlich, endlich, endlich das Fotobuch vom Jahr 2016 gemacht. Puh, ich bin so glücklich! Ich habe herausgefunden, wie ich das Foto-Programm austricksen kann und mit etwas mehr Arbeit hat es gut geklappt. Jetzt nur noch schnell das Buch von 2017 schaffen, bevor 2018 dran ist.

Niemals bin ich am Abend so müde, wie in der Mittagszeit. Meine Haare werden länger und länger, aber ich habe weder Zeit noch Geld, um zum Frisör zu gehen. Macht auch nix. Einen Zahnarzt-Besuch müsste ich machen und dann habe ich ja noch diesen Kosmetik-Gutschein. Wann kann ich mit meinem Mann mal ausgehen? Und Sport machen? Zur Zeit plane ich Schritt für Schritt, Tag für Tag. So lange wir können, sind wir im Garten. Es ist mir wichtig, Vor- und Nachmittage freizuhalten – die werden schnell genug voll geplant.
Das ist wohl die Blüte des Lebens.. Ich find’s toll!

(Ich habe eben in einer tiefsten Lücke der Couch den Autoschlüssel gefunden! Ich sag ja..)

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1000 Fragen an dich – Teil 30

Wir sind in der letzten Ferienwoche und das Leben läuft deutlich langsamer, als zu Schulzeiten.. aber irgendwie Alltag ist es doch schon.

Die Kinder rennen (eigentlich seit Wochen) nur in Unterhose/Badehose rum. Sie liegen auf der Couch und hören Hörspiele. Sie spielen im Garten Fußball und ernähren sich von Eis und Obst. Sie haben zum ersten Mal mit Papa den Rasen gemäht.

Ich habe Pflaumenmarmelade gekocht. Fast alle Schul-Utensilien sind eingekauft und werden beschriftet. Dazu volle Wäschekörbe. Mehrere Termine müssen vorbereitet und geplant werden. Und ja.. da war ja auch diese Weiterbildung.

Natürlich würde alles irgendwie schneller und ruhiger laufen, wenn schon Schule wäre.. aber diese süßen Sommerferien – die kosten wir aus. Mit Eis und in Unterhosen.

Mit den 1000 Fragen geht es mir, wie anderen Bloggern auch: Die Luft ist irgendwie raus. Aber ich mache weiter. Das gehört jetzt zu meinem Blog und wenn auch sich einige Fragen bzw. Antworten wiederholen, ist doch irgendwie immer was Neues dabei. Ich werde die vorherigen Teile auch nicht mehr verlinken, das nervt irgendwie. In den Kategorien könnt ihr sie finden.

****

581. Wie kannst du es dir selbst leichter machen?
Ich finde, den Umständen entsprechend ist mein Leben ziemlich leicht. Ab und zu finde ich neue Pläne und Listen für Mittagessen oder Belohnungssysteme und ich  denke: „Damit wird alles leichter!“ Aber dann klappt es doch wieder nicht. Und unser Leben funktioniert Schritt für Schritt, Tag für Tag, holterdipolter.
Ich bügele nicht, das spart viel Zeit. Wenn das Unkraut wächst, dann wächst es eben. Flecken auf den Küchenfliesen haben noch keinen umgebracht (wirklich??) und Nudeln mit Tomatensoße kann man wirklich oft essen. Meine Geld- und Zukunftssorgen gebe ich an Gott ab und schleppe sie möglichst wenig mit mir rum.

582. Worum weinst du insgeheim?
Da gibt es schon was. Aber „insgeheim“ gehört nicht ins Internet. Und alles hat seine Zeit. Fertig.

583. Hast du jemals einen Liebesbrief geschrieben?
Natürlich.

584. Hast du jemals einen Liebesbrief erhalten?
Natürlich.

585. Spendest du regelmäßig für einen guten Zweck?
Ja, schon lange. Und auch wir als Familie leben gerade von Spenden und sind sehr sehr dankbar, dass andere finden, wir wären ein guter Zweck.

586. In wie vielen Weltstädten bist du gewesen?
Berlin! Los Angeles. San Diego. Malmö. St. Petersburg. Las Vegas. Heidelberg. Amsterdam. Dresden. Cannes. Nizza. Durham (Das ist für dich, Beth!), San Francisco. Rostow am Don. Mariupol. Mehr fallen mir nicht ein. Ich würde von den europäischen Städten gern mit den Kindern noch ein paar anschauen.

587. Welchen Modetrend von früher findest du heute lächerlich?
Da braucht man doch nur Fotos der 90er anzusehen. Schlaghosen und Plateau-Schuhe? Hatte ich auch alles. Aber, alles hat seine Zeit, ne?

588. Ist deine Grundeinstellung positiv?
Jaa.

 

589. Wie reich wärst du gern?
Das ist gar nicht so einfach, besonders wenn kaum genug Geld da ist und ich langsam das Gefühl habe, die Kinder merken es. Ich finde, es ist eine große Chance, Kindern Reichtum zu vermitteln und dabei nicht einen Cent zu brauchen. Das können wir inzwischen gut. Aber ich wäre gern reich genug, meine Kinder musikalisch und sportlich zu fördern, wie wir möchten. Ich wäre gern reich genug, um uns als Ehepaar ab und zu einen schönen Abend zu gönnen. Ich wäre gern reich genug, um nicht bei jeder kleinen Aufgabe überlegen zu müssen und in das sorgenvolle Gesicht meines Mannes zu sehen.

590. Darf man lügen, um jemand zu schützen?
Ach, schwierig. Ich finde, es geht immer auch irgendwie anders. Wir haben auf Netflix grad „Good Girls“ gesehen. Mann. Lügen richten so viel Schaden an. Immer.

591. Was hast du in letzter Zeit gebraucht gekauft?
Ein Buch heute.

592. Was ist als Kopie besser als das Original?
Ich finde die Cover-Songs von Pentatonix oft besser als das Original.

593. Hörst du gut auf deinen Körper?
Ich versuche es. Er könnte mehr Wasser bekommen. Und Schlaf.. braucht er mehr Schlaf? Pech gehabt. Aber ich versuche schon, ihn nicht kaputt zu machen. Meine Familie braucht mich noch.

594. Von welchem Beruf weißt du nicht, was man da genau macht?
Ich glaube, da gibt es viele. Wer weiß das schon, wenn man nicht selbst drin steckt?

595. Was stimmt nicht, wenn du dich jetzt umschaust?
Das ist eine lustige Frage.
Der Kinderwagen steht mitten im Wohnzimmer. Die Kinder waren so laut im Garten, dass Jari drinnen Mittagschlaf machen musste. Der ganze Tisch ist voller Schulsachen – aber ich bin fertig mit dem Beschriften! Ich sehe eindeutig zu viel Staub und wenn ich genau hinsehen würde, würde ich mit Sicherheit Spaghetti auf dem Küchenboden finden. Aber ich gehe gleich mit einer Freundin weg und was die Männer dann hier machen, ist mir ziemlich egal 😉

596. Was wünschst du dir für die Menschheit?
Ach, das ist so ein großes Thema und ich hab das Gefühl, diese Wünsche sind so unmöglich zu erfüllen.
Sagt einander die Wahrheit.
Schützt unsere Erde. Wir haben nur eine.
Denkt auch mal an andere.
Gebt euch nicht auf.
Redet miteinander.

597. Gehst du unter Leute, wenn du dich allein fühlst?
Ganz großes Ja. Und wenn es nur ein Gang zu Lidl ist. Ich brauch Menschen.

598. Welche Droge würdest du gern ausprobieren, wenn sie legal wäre?
Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Und manchmal reicht schon das Gefühl im Kopf nach zu viel Alkohol am letzten Tag. Mehr brauch ich gar nicht probieren.

599. Wann hattest du zuletzt Schmetterlinge im Bauch?
Als ich meinen Mann im Juli vom Flughafen abgeholt habe.

600. Wie oft schaltest du dein Telefon aus?
Solange ich noch keine Doula bin, manchmal nachts. Aber mein Akku ist ziemlich schlecht, so dass sich mein Telefon mehrmals am Tag selbst verabschiedet, wenn ich nicht aufpasse. Keine gute Doula-Vorraussetzung. Aber ich habe immer und überall Ladekabel dabei. Alles gut.

Und jetzt geht’s ab in die Pizzeria!

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Die Sache mit der glücklichen Mutter

Wenn ihr jetzt bei uns vorbei kommen würdet, würdet ihr dieses Bild sehen:

Mama sitzt draussen in der Sonne und bloggt.
Jari liegt neben ihr im Kinderwagen und schläft.
Die beiden Großen sitzen im Wohnzimmer und malen.
Neben ihnen steht ein voller Obstteller.

Das ist wieder das „Heile Welt“-Bild, dass zu uns passt, oder? 😉

Aber die Realität sieht anders aus.
Normal. Schmutzig. Ehrlich.
Wie bei allen anderen Familien auch.

Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter

Kennt ihr schon von mir.

Auch, wenn meine Kinder gerade friedlich nebeneinander sitzen bzw. schlafen und ich in der Sonne sitze, haben wir Stress, Streit und Sorgen. Auch, wenn ich übe, schöne Fotos zu machen, tobt auf der Seite hinter der Kamera das Chaos. Glaubt mir das.

Ich bin nämlich heute an Tag 3 von 5 ohne Papa. Dazu ohne Auto. Und fast ohne Geld.
Mein Mann klettert mit 160 anderen Männern durch schottische Berge. Ich bin sehr stolz auf ihn und werde euch mehr erzählen, wenn ich mehr weiß. Falls. Zu dem Wochenende gehört nämlich, im Vorfeld fast nichts darüber zu wissen. Handys sind auch nicht erlaubt und so sind das die ersten Tage in unserer 12jährigen Beziehung, in denen wir absolut nichts voneinander hören. Also mir fehlt er.

Ich werde euch mal erzählen, was noch so zu unserer „Heilen Welt“ gehört:

– Um mich herum stehen zwei volle Wäscheständer. Die dritte Maschine läuft.

– Der Küchenboden ist so unglaublich dreckig. Seit Tagen Wochen nehme ich mir vor, ihn zu putzen. Die jährlichen Ameisen in der Küche waren nur kurz da. Wahrscheinlich ist es selbst denen zu eklig.

– Am Morgen wurde ich mit kleinen scharfen Patschern ins Gesicht geweckt. Das Baby fand, es sei Zeit zum Aufstehen. Als ich dann endlich aus dem Bett kam, war die Windel so voll, dass ich Jari erstmal in die Wanne setzen musste.

– Weil wir uns nicht auf ein Frühstück (Brot, Müsli, Pancake) einigen konnten, schlug ich Crêpes vor. Emilian erinnerte sich sofort an Korsika, da gab es Crêpes mit Erdbeeren und Nutella. Weil wir aber keine frischen Erdbeeren hatten, fragte ich die Jungs, ob sie zum ersten Mal allein schnell zu Lidl gehen wollte. (Ich hatte nämlich noch den Schlafanzug an…) Liam war sofort begeistert und hatte in einer Sekunde die Schuhe an. Emilian zögerte sehr, aber weil Liam unbedingt wollte, ging er mit. Klappte alles wunderbar. Seitdem fragt Liam im Minutentakt, ob ich nicht noch etwas von Lidl brauche..

– Wir machten uns also ein schönes Frühstück.
Die Kinder waren sehr begeistert!
Zur Realität muss ich jetzt aber auch die verbrannten Finger, den Zucker überall und das Nutella-Baby (frisch gebadet, ihr erinnert euch) erwähnen.

 

– Nach dem Essen schickte ich die Jungs nach draussen. Wir hatten nämlich gestern zusammen Erdbeeren eingepflanzt und die sollten sie nun gießen. Jari brauchte wieder eine neue Windel und die volle, volle Windel fiel mir vom Wickeltisch. Offen. Auf den Teppich.

– Danach wollte ich duschen gehen. Ich wies die Jungs genau an, auf Jari zu gucken, nahm ihn aber dann doch lieber mit ins Bad. Man kann nie wissen. Jari tappelte also im Bad zwischen Zahnbürsten und Klobürste hin und her und ich beobachtete ihn. Zweimal musste ich kurz rausspringen, um schlimmeres zu verhindern.

– Passend zum Thema:
Vor ein paar Tagen saßen eine Freundin und ich gerade gepflegt bei Kaffee und Kuchen. Stellt euch zu dem „gepflegt“ vor, dass vier große Jungs um uns herum sprangen und mit Waffeln, Erdbeeren, Puderzucker und Sahne um sich warfen. Inmitten dieser Kaffeetafel fiel nicht auf, dass Jari gar nicht da war und in diesem Moment kam er mit der Klobürste in der Hand um die Ecke.

– Am Donnerstag holte ich Liam und einen Freund ab, während seine Mama unsere beiden Großen aus der Schule abholen sollte. Ich spielte mit den beiden Kindergartenkindern und Jari im Garten, als die Mama schrieb: „Ich kann sie nicht finden.“ Der Schulhof ist groß und unübersichtlich, ich machte mir erst keine Sorgen, aber sie waren nicht da. Nicht bei ihnen, nicht bei uns, nicht auf dem Weg.

Hatte ich nicht erst vor ein paar Tagen hier geschrieben, dass ich nie wieder ein Kind suchen wollte? Ich mag dieses beklemmende Gefühl überhaupt nicht. Und ich hatte hier die drei Kleinen und kein Auto, mein Mann war ohne Handy im Flugzeug – und konnte nichts tun, ausser Gott zu bitten, alles gut werden zu lassen.
Währenddessen wollten die beiden Kita-Kinder losgehen, den Großen entgegen und Jari war gerade dabei, den Ameisenköder in den Mund zu stecken zu entdecken. Inmitten allen Chaos schrieb sie dann: „Ich hab sie! Sie hatten eine Stunde früher Schluss und sind zu unserer Nachbarin gegangen.“
Ihr könnt euch vorstellen, was uns beiden Mamas durch Kopf und Herz ging.

– Liam fiel gestern in seinem Hochbett nach Bettgehzeit eine Treppenstufe herunter und verletzte sich ein bißchen am Fuß. Heute, ganz nebenbei, beichtete er mir, dass er mich angelogen hatte. Er war gar nicht zur Treppe abgerutscht, sondern er war verbotenerweise noch auf dem Hochbett herumgeklettert und dabei abgerutscht.

– Ich nahm mir letzte Woche vor, an diesen vier freien Abenden endlich mal wieder alleine meine Netflix-Serie weiterzugucken. Mit Wein. Auf der Couch.
Haha!
Die Realität ist, dass ich am Donnerstag nach 22:00 Uhr noch Muffins für unser MOPS-Treffen machte und danach noch ein Überraschungspaket für eine Freundin packte, das unbedingt weg musste. Der Wecker am nächsten Morgen klingelte um 6:30 Uhr und ich war sehr froh, dass Emilian von der Oma zur Schule gefahren wurde. Das hätte ich mit drei Kindern nicht so locker geschafft.

Ihr seht: Alles ist ganz normal!
Wirklich.

Wir hören Hörspiele und singen zusammen – aber wir schreien uns auch an.
Wir pflanzen zusammen Blumen ein – aber wir knallen auch mit den Türen.
Wir essen leckere Obstteller leer – aber es gibt auch ungesundes FastFood zu ungesunden Zeiten.
Wir üben Kopfrechnen und 1×1 – aber wir vergessen auch Diktate und Hausaufgaben.
Wir spielen lange und laut draussen im Garten – aber wir laufen auch mit dreckigen, nassen Füssen über helle Teppiche.
Wir lieben uns – und wir streiten uns.

Manchmal möchte ich weinen.
Manchmal möchte ich laut loslachen.
Manchmal möchte ich mit der Hand auf den Tisch schlagen.
Manchmal möchte ich High Fives an die Jungs verteilen.

Inzwischen ist der Obstteller leer, die Kinder trampeln mit Gartenfüßen durchs Kinderzimmer.. oder durch unsere frisch bezogenen Betten, ich muss Wäsche abhängen, damit die nächste Platz hat und ach ja.. wollte ich nicht ein paar Bücher für meine Doula-Weiterbildung lesen?

Habt einen schönen Samstag-Nachmittag!

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