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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Deutscher Nachbarschaftspreis 2018

Ganz überraschend bekam ich in der letzten Woche von nebenan.de eine Einladung zur Verleihung des Deutschen Nachbarschaftspreises 2018! Ich fühlte mich sehr geehrt, fand einen Babysitter und meldete meinen Mann und mich an.

Gestern Abend war es dann soweit.
Wir freuten uns sehr auf dieses Date, zogen uns schick an und machten uns auf den Weg in die UFA Fabrik in Tempelhof.

Geladen waren die 16 Landessieger, denen an dem Abend die Auszeichnung überreicht wurde, Freunde und Förderer der nebenan.de Stiftung, Mitglieder der Jury und ganz feierlich wurden die Bundessieger Platz 1 und 2 und 3 verkündet.

Ich weiß nicht, ob ihr von nebenan.de gehört habt oder wisst, wo von ich rede.
Wir sind Mitglieder der ersten Stunde und seitdem ich den Zettel mit dem Passwort für meine Nachbarschaft im Briefkasten hatte, bin ich überzeugt und begeistert von nebenan.de.
(Gibt es auch in deiner Nachbarschaft und sogar bereits über Deutschland hinaus)

Nicht nur lerne ich Nachbarn besser kennen, die ich sonst nur täglich auf der Strasse treffe – es fällt mir auch viel leichter, Dinge zu verleihen oder zu leihen. Mehrmals schon haben wir unser Baby-Reisebett verliehen, wir haben Weihnachtsgeschenke gebraucht in der Nachbarschaft gekauft, wir werden jetzt eine Kamera für unser Sommerfest ausleihen und ausserdem lade ich zu vielen Veranstaltungen einfach über nebenan.de ein und habe viele neue Mamas zum Beispiel für MOPS, gefunden. Und aus Nachbarn sind Freunde geworden!

Kennt ihr diesen Artikel schon?

Ausserdem bitten Nachbarn bei Reparaturen oder Problemen im Haushalt um Hilfe, es werden Partner zum Spielen, Joggen oder Segeln gesucht. Schulbücher werden getauscht. Vor Einbrüchen wird gewarnt. Änderungen der Bus-Linien werden geteilt. Obst wird angeboten. Babysitter werden gefunden. Was Nachbarn eben so machen.

Es ist verrückt, dass der Weg in die Nachbarschaft übers Internet möglich wird – aber warum diesen Weg nicht nutzen?

Link zum nebenan Magazin

In den vergangenen Monaten konnten Nachbarn und Freunde Projekte für den Deutschen Nachbarschaftspreis anmelden. Für jedes Bundesland wurde ein Landessieger gewählt und gestern wurden in sehr schöner Location die drei Bundessieger gekürt. Die Schauspielerin Loretta Stern führte locker und witzig durchs Programm, es gab interessante Gesprächsrunden zum Thema „Das WIR gestalten“ und natürlich aktuell „Wir sind mehr“.

Guckt euch die Projekte der Landessieger gern mal an!
Ich habe nach diesem Abend gestern richtig Lust bekommen, etwas Neues zu starten!

Es geht um Kinder, um Bildung, um Politik, um Spielplätze, um Wohnraum, um Vernetzung mit Alt und Jung, um Gärten, es wird gegen das Aussterben der Dörfer gekämpft, es geht um Kunst und Kultur, um Autofreie Tage, um Säuberungsaktionen in Parks … die Möglichkeiten sind unendlich und es ist so leicht, einfach anzufangen. Einfach nebenan.

Viele der Gewinner machten deutlich, dass sie gar nichts Großes machen und nie mit einer Auszeichnung gerechnet hätten, sondern sich einfach um das Problem oder die Not kümmern, die direkt vor der Haustür liegt – mit den Ressourcen und Ideen, die sie haben.
Umso größer war aber natürlich die Freude und die Dankbarkeit und die daraus entstandene Motivation.

Kurz möchte ich die drei Bundessieger vorstellen:

Platz 3
Nauwieser Picknick in Saarbrücken (Saarland)
Die Nauwieser Nachbarn organisieren in Eigenregie ein jährliches Picknick mit Anwohnern aus allen Alters-, Herkunfts- und Einkommensgruppen und stärken so die lokale Gemeinschaft.

Platz 2
Demokratiebahnhof in Anklam (Mecklenburg-Vorpommern)
Das Jugend- und Kulturzentrum trägt zur Entwicklung einer lebendigen Zivilgesellschaft bei und ermutigt junge Menschen, ihre Fähigkeiten im Interesse des Gemeinwohls einzubringen.

Platz 1
Tausche Bildung für Wohnen aus Duisburg-Marxloh (NRW)
Bei diesem Stadtteilprojekt eröffnen Bildungspaten benachteiligten Kindern neue Chancen und können im Gegenzug für ihr Engagement mietfrei im Viertel wohnen.

Ich bin ganz begeistert von den großartigen Projekten, die Menschen in Deutschland auf die Beine stellen. Einen Satz, der im Gespräch mit den Geschäftsführern der nebenan.de Stiftung Michael Vollmann und Sebastian Gallander fiel, werde ich nicht vergessen:

„Es sind die vielen kleinen Brücken, gebaut von engagierten Nachbarn,
die das Land zusammen halten.“

Bei sehr gutem Essen und Live-Musik ließen wir den Abend ausklingen.
Inspiriert machten wir uns auf den Heimweg.

Durch mein Wirbeln auf nebenan.de bekam ich den Titel „Besonders engagierte Nachbarin“ und das war der Grund, warum ich zu dieser Veranstaltung eingeladen wurde.
Ich fühle mich sehr geehrt!
Und ich sage:
Das ist doch nicht besonders, was ich mache. Ich laufe mit offenen Augen durch meine Nachbarschaft. Ich bin mehrmals in der Schule und grüße hier und quatsche dort. Kaum komme ich einen Weg durch, ohne irgendwo zum Quatschen stehen zu bleiben. Ich lade zu Veranstaltungen ein. Ich verabrede mich zum Kaffee trinken. Ich höre zu. Ich teile Informationen. Ich vernetze.

Ja, ich habe Zeit dafür, weil ich „Hausfrau“ bin.
Aber ich sehe das zur Zeit als meine Aufgabe. Und meine Leidenschaft. Es gibt überall so viele Bürger, die meckern und schimpfen und früher alles besser fanden und die Augen rollen und sich anschweigen.

Berlin braucht das.
Lächeln.
Ermutigung.
Gute Nachrichten.
Offene Ohren.
Herzensmenschen.
Zusammenhalt.
Wir sind mehr.

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StadtSpiel Berlin

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(Ver)Führung Berlin

Wir haben heute einen Ausflug abgehakt, der schon lange auf unserer Liste stand. Und am Ende sind wir mitten in der buntesten Party Berlins gelandet.
Aber von vorn.

****

Vor einer Weile war ich mit einer Freundin, meiner Schwester und den Kindern auf der Messe BuchBerlin und wir lernten dort das StadtSpiel kennen. Ich beschäftigte mich nur kurz damit, stellte aber fest, dass es sich sozusagen um eine Schnitzeljagd durch Berlin handelt. Und zwar eine, die schon vorbereitet ist. Die man nicht selbst planen muss.

Weil dort die Spiele von Berlin und Dresden ausgestellt wurden und unsere Familie verteilt in Berlin und Dresden lebt, kaufte meine Schwester je eine Box.

Und als ich dann im Mai die Anfrage bekam, mal eine Box mit der Familie zu testen, wusste ich ja ungefähr, um was es geht, hab mich gefreut und sagte sofort zu. Die StadtSpiele kommen aus Dresden, sind alle handgemacht, selbst erdacht, recherchiert und fotografiert. Sie sind mit beliebig vielen Personen zu spielen und mehrfach verwendbar.

Ausser für Berlin gibt es die Spiele auch für Leipzig, München, Hamburg, Dresden und Wien. Wir hätten natürlich einen Ausflug in eine der Städte machen können, aber wir lieben Berlin. Als Berliner hatten wir dann die Wahl aus insgesamt sechs verschiedenen Touren eine auszuwählen. Drei gehen durch die City und drei durch die Stadtteile Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Friedrichshain.

Absichtlich haben wir uns nicht die Kinder-Tour ausgesucht, weil wir uns gut in Berlin auskennen und wir nicht wollten, dass sie sich langweilen. Und damit wir das Spiel auch mal mit Gästen spielen können oder mit der Berliner Box meiner Schwester tauschen können, haben wir uns die City-Route II ausgewählt.

Und heute war es dann soweit!
Der Samstag war komplett frei, wir haben Sommerferien und haben uns nach dem Frühstück zu fünft mit dem Bus in Richtung Berlin Mitte aufgemacht.

Wir wussten, dass der Tag, wie gefühlt alle Tage der letzten 2 Monate, sehr heiß sein würde. In den Tagen davor haben wir uns nicht mehr als bis in den See und zurück bewegt…
Aber wir hatten genug Wasserflaschen dabei und es gibt ja auch Schatten in Berlin.

Auf der Hinfahrt stellten wir fest, dass heute ebenfalls der Christopher-Street-Day in Berlin Mitte stattfinden würde. Eine bunte Party, die wir jetzt nicht unbedingt mitfeiern und unseren Kindern zeigen wollten…

Aber unsere Reise begann am Brandenburger Tor und dort war alles ruhig und touristisch wuselig. Eine große Bühne wurde aufgebaut und wir dachten, bis die Party anfängt, sind wir längst zuhause.
Wir alle waren gut drauf, es war schattig und luftig in Berlin und wir genossen es sehr, einfach mal an Orten zu sein, an denen wir sonst nur zum Festival of Lights oder mit Besuch aus Amerika sind.

Und so funktioniert das StadtSpiel:

In einer kleinen Metall-Box liegt eine kurze Erklärung mit Hinweis zum Startpunkt sowie 16 Briefumschläge + 1 Lösungsumschlag. Eine etwas andere StadtFührung würde uns erwarten, stand dort, wir sollten ca. 5 Stunden einplanen, könnten aber jederzeit unterbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzen.

Die Hinweise und Foto-Karten führen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und die Antwort der Frage sagt, welcher Umschlag als nächstes geöffnet werden soll. Schummeln und „vorspulen“ geht also nicht.

(Die Fotokarten können später auch als Memory genutzt werden. Je zwei Fotos gehören zu einer Sehenswürdigkeit. Das werden wir ausprobieren!)

Gleich zur ersten Aufgabe hatten wir drei verschiedene Antworten und wir drei Familienmitglieder waren uns unserer Lösung so sicher – dass ich, noch bevor das Spiel überhaupt begonnen hatte, zum Notfall-Umschlag greifen musste… Aber es stellte sich heraus, dass die Frage etwas missverständlich gestellt war. Nicht alle Fragen sind hundertprozentig präzise gestellt, finde ich.

Natürlich werde ich nichts verraten, das könnt ihr alles schön selbst herauskriegen. Aber ich werde euch ehrlich sagen, wie der Tag für uns war.

Vielleicht hätten wir keinen 34 Grad – Tag aussuchen sollen.
Und vielleicht hätten wir noch mehr Essen und Trinken mitnehmen sollen.
Vielleicht hätten wir als Berliner keine Touristen-Tour auswählen sollen.
Oder vielleicht hätten wir doch die Kinder-Tour nehmen sollen.

Es war sehr heiß in Berlin, teilweise sehr voll und wir waren echt lange unterwegs. Wir haben schöne Pausen gemacht, haben uns von Springbrunnen zu Springbrunnen geschleppt und uns gegenseitig ermutigt/gebettelt, nicht abzubrechen.

Leider gab es auf der Strecke kaum Restaurants oder Cafés, was uns fast zum Verzweifeln gebracht hat. Vielleicht ist das ja unter der Woche anders. Aber eine trockene Laugenbrezel für 3.00€ haben wir links liegen lassen.

Das StadtSpiel hält allerdings, was es verspricht, denn wir haben Plätze gesehen, die ich nie vorher gesehen habe und zu denen ich niemals zu Fuß gegangen wäre. Wunderschöne Plätze, die wir fast für uns hatten. Ich habe mich mehrmals heute neu in Berlin verliebt!

Zusammen mit den Kindern lernten wir neue Dinge über unsere Stadt, denn zu jeder Sehenswürdigkeit gibt es jede Menge Hintergrund-Informationen, die auch wir nicht alle wussten. Wir zeigten den Kindern, wo Frau Merkel arbeitet, wo die Mauer stand und wir versuchten, die unterschiedlichen Sprachen der Touristen herauszuhören.

Gegen Mittag wurden die Beine immer schwächer und der Weg immer länger. Noch dazu stellten wir fest, dass einige Lösungen bereits auf dem Frage-Foto zu entdecken waren. Das fanden die Kinder nicht so toll, denn die Wege, die sich auch oft wiederholten und wieder kreuzten, erschienen ihnen völlig umsonst. (Gewundert hat es mich allerdings auch.) Wir sind wirklich viel gelaufen und beschlossen dann, einfach nur die Frage zu lesen und nicht die Fotos anzuschauen. Die Antwort-Zahl konnte teilweise abgelesen, teilweise errechnet werden. Eine große Herausforderung war es (für uns Berliner) nicht. Ich finde, ich habe gemerkt, dass es nicht ein Berliner war, der die Tour geplant hat und mich würde mal die Meinung der Dresdner zu einem Dresdner Spiel interessieren.

Wir haben uns um die Tour herum unser eigenes Programm gemacht – dazu bietet sich Berlin Mitte natürlich perfekt an. Es gibt auch ohne die Umschläge unendlich viel zu sehen.

Die Kinder malten sich unterwegs aus, was wohl die Belohnung am Ende sein würde. Etwa Eis-Gutscheine im letzten Umschlag? (Das ist eine Idee, die wir uns überlegen, sollten wir das Spiel einmal verleihen)

Als Doula musste ich da natürlich vorbei

Es galt dann aber eher der Spruch „Der Weg ist das Ziel“.
Ein paar Rechenaufgaben zwischendurch waren spannend für Emilian, doch eine große Erkenntnis oder Belohnung am Ende gab es für uns nicht.

Unser persönliches End-Ziel war der Potsdamer Platz. Wir wussten, von dort kommen wir erstens schnell nachhause und zweitens gibt es dort Kaffee und Eis.
Um dorthin zu gelangen, mussten wir noch zwei Fragen beantworten.
Und wir mussten genau über die Strasse des 17. Juni.
Mittendurch.
Mit unseren Kindern, die völlig fertig und halb nass und halb nackt neben uns her trotteten. Das war auch eine Erfahrung, die man bestimmt nicht oft im Leben macht.

Wir erzählten den Jungs vorher, da wäre ein riesiges Verkleidungsfest, aber ehrlich gesagt habe ich es mir wilder vorgestellt. Vor ein paar Jahren war es vielleicht noch verrückter. Ich hatte den Eindruck, da waren viele, viele, sehr viele Menschen, die einfach nur feiern und das Leben genießen wollten. Und wir mit „halb nackt – halb nass“ sind da echt kaum aufgefallen…

Wir staunten über verrückte Bungee-Springer von einem Kran über uns, wir schleppten uns tapfer an den überteuerten Eis- und Cocktail-Wagen vorbei, wir fanden schattige Abkürzungen und dann hatten wir es endlich geschafft! Die unterirdischen Potsdamer Platz-Arkaden kamen uns fast wie ein Kühlhaus vor!

****

Wir hatten einen schönen langen Tag zusammen!
Es lebe die Familienzeit und das StadtSpiel fällt auf jedenfall in die Kategorie  „Zeit statt Zeug-Geschenke“. Obwohl beide Jungs, und auch wir, zwischendurch echt fix und fertig waren, war die Antwort auf die abendliche Frage „Was war heut am Schönsten?“ – „Das StadtSpiel!“

Die Umstände waren etwas ungünstig, vielleicht hätte auch ein Elternteil+ein Kind gereicht. Wir empfehlen die City-Tour wirklich Berlin-Touristen. Ohne Kinderwagen wären wir auch etwas schneller und bequemer unterwegs gewesen. Vielleicht sollten wir wirklich einmal die KinderTour testen… Aber für uns verrückte Berliner war es ein verrückter Ausflug in die Stadt! Wir haben schöne Fotos gemacht, haben neue Sehenswürdigkeiten gefunden, haben uns über Politik und Krieg unterhalten, hatten Spaß am Springbrunnen, haben viel gesehen und gelernt und werden ab jetzt mit anderen Augen durch Berlin Mitte fahren.

Vielen Dank, dass wir das StadtSpiel ausprobieren durften!

Guckt doch gleich mal im Shop nach, ob vielleicht auch eine Tour für euch dabei ist.

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Berlin im Sommer: Karl’s Erlebnis-Dorf

Unser grüner Dschungel-Garten, unsere braune Haut, die hellen Haare der Kinder, die schmutzigen Böden und die verwaisten Kinderzimmer… das alles bedeutet, dass wir uns schon wie mitten im Sommer fühlen. Dabei ist es noch Mai!

Wir zählen die Tage bis zu den Ferien, es sind weniger als 30! Das bedeutet für Emilian das baldige Ende der 2. Klasse! Er lernt gerade, mit dem Füller zu schreiben. In der 3. Klasse wird die erste Fremdsprache, die Noten und ein neuer Klassenraum auf ihn warten. Er ist ganz cool und gelassen und macht die Schule bisher mit links. Und das Schreiben auch.

Für Liam ist in ein paar Wochen aber die Kindergarten-Zeit vorbei! Für immer! Er kann es kaum mehr abwarten und ist sowas von schulreif! Lesen kann er eigentlich komplett – ich weiß auch nicht, wann das passiert ist. Vor Emilians Einschulung war ich so nervös – um Liam mache ich mir gar keine Sorgen. Eher sollte sich die Lehrerin gut vorbereiten … Liam hat Schalk und Charme und Wissensdurst und das gewisse Lausbuben-Extra. Die Schultasche wartet und eigentlich muss nur noch der 25. August kommen.

Dass irgendwie für uns schon Sommer ist, bedeutet auch, dass wir viele Aktivitäten, die sonst so auf unseren Sommer-Listen stehen, schon jetzt genießen.
Dazu gehört auch Karl’s Erlebnis-Dorf in Elstal.

Wer hier länger mitliest, weiß, wie sehr wir es bei Karl’s lieben!
Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr es mich also gefreut hat, von der neuen „Kartoffel-Attraktion“ zu hören. Und ihr könnt euch vielleicht auch vorstellen, wie sehr ich mich über eine Einladung als Bloggerin, sozusagen zum Produkttest, gefreut habe!

Zum ersten Mal wollten wir den Neubau am 30. April ausprobieren. Das war ein Brückentag, der Montag vor dem 1. Mai und ihr könnt euch denken, dass mit uns ungefähr ganz Berlin und Brandenburg diese Idee hatte… Wir staunten über das neue Gelände, hüpften auf dem riesigen Hüpfkissen und genoßen Kaffee und Sonne, aber wir waren auch viel damit beschäftigt, unsere Kinder im Auge zu behalten.

Dann kam uns ein schulfreier Tag, der 14. Mai, sehr passend.
Und wir hatten den Platz fast für uns!

Ich würde leider wirklich nicht empfehlen, an Feiertagen oder am Wochenende nach Elstal zu fahren. Aber an allen anderen Tagen gibt es keinen Grund, nicht dorthin zu fahren. Die ganze Familie kommt im Erlebnisdorf auf ihre Kosten.

Einige Attraktionen sind zum Beispiel:

  • die Traktorfahrt
  • die Kartoffelsack-Rutsche
  • große und kleine Spielplätze mit und ohne Wasser
  • kleine Go-Kart-Bahn
  • Streicheltiere
  • die Riesenschaukel
  • das Labyrinth
  • der Erdbeer-Bus
  • die Stroh-Scheune
  • die Gartenscheune
  • die Bonbonfabrik: Sehen und Schmecken
  • der Indoor-Spielplatz mit Kinderkino
  • verschieden große Hüpfkissen
  • das Bienen-Museum
  • der Kletter-Turm
  • die verrückten Drahtesel
  • die Eiswelt mit neuem Thema
  • und und und…

Mir gefällt besonders gut, dass für viele dieser Angebote nicht ein einziger Cent nötig ist. Und weil es so viele verschiedene Ecken und Wege gibt, muss auch kaum an einer langen Schlange angestanden werden.

Verschiedene Cafés und der große Bauernmarkt mit der Weltrekord-Kaffeekannen-Ausstellung bringen ein bißchen Abwechslung für die Großen. In der großen Halle gibt es Erdbeeriges, Maritimes, Regionales, Selbstgemachtes, Spielzeug und Landhaus-Deko zum Ansehen und Einkaufen – übrigens auch im Online-Shop. Es gibt genug Parkplätze, es gibt einen Shuttle vom Regionalbhf., es gibt wunderschön gestaltete Toiletten und genug Sitzplätze.
Und wer denkt, es gibt nur Erdbeer-Kaffee und Erdbeer-Eis und Erdbeer-Likör und Erdbeer-Senf, der irrt sich. Genauso lecker sind nämlich zum Beispiel die „MecklenBurger“ und das Stockbrot, frisch vom Feuer!

Wir waren so verrückt, bei aussen ca. 25 Grad in die Eiswelt zu -7 Grad zu gehen. Wir konnten zwar kaum atmen und es war so kalt, aber es hat viel Spaß gemacht. Wir hätten im Eis-Iglu sogar einen Glühwein trinken können!

Erkennt ihr sie?

 

Ich glaube, wir haben es nicht einmal geschafft, alles an einem Tag anzusehen. Was ich auch noch nie geschafft habe: Alle liebevollen, versteckten Bauernhof-Details zu entdecken. Darüber freue ich mich immer wieder. Und für mich macht das das Erlebnis-Dorf wirklich zu einem Erlebnis-Dorf – und nicht zu einem Entertainment-Park. Weil eben nicht an jeder Ecke die Geldstücke verloren gehen, stört es mich dann auch nicht, Kleingeld für die Go-Karts, die Feuerwehr-Spritzer, das Erdbeereis oder natürlich die Achterbahn auszugeben.

Die Achterbahn
Ich hab mich wirklich so gefreut, als ich von der Achterbahn gehört hab. Ich fahre gern Achterbahn, wenn es nicht so ganz wild ist.. und hier in der Nähe kenne ich gar nicht viele. Kein Wunder, denn die einzige aktive Achterbahn in Berlin/Brandenburg steht nun in Elstal! Was für ein Glück, dass wir hier wohnen!

In Karl’s Erlebnisdorf gibt es nun also die erste Achterbahn mit Holz-Loren. Diese Wagen fahren eine Strecke von 530m und 24m über der Erde und auch 4m unter der Erde! Ein spannender Dark-Ride, wieder mit vielen tollen Details! Eine Geschwindigkeit von 60 km/h macht dann doch einen ordentlichen Nervenkitzel. Den Jungs hat eine Fahrt gereicht 😉

 

K2
Die Achterbahn ist ja nur ein Teil der großen neuen Kartoffel-Ecke im Erlebnisdorf. Dass neben der Erdbeer-Geschichte nun auch die Kartoffel-Geschichte Teil des Erlebnis-Dorfes ist, gefällt mir so sehr! Wieder ein Punkt, der aus dem Erlebnis-Dorf eben ein Erlebnis-Dorf macht.

„K2“ sind die zwei Karl’s. Opa Karl und sein Sohn Karl-Heinz.
Beide waren erfolgreiche Erdbeer-Bauern und Spezialisten im Anbau von Frühkartoffeln in Mecklenburg Vorpommern. Opa Karl und Karl-Heinz stellten aus den Kartoffeln am liebsten knusprige Kartoffel-Chips her. Diese Herstellung ist natürlich auch im Erlebnis-Dorf zu sehen und zu schmecken. Falls ich das noch nicht erwähnt hatte: Mit vielen liebevollen Details.
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass mein Opa Heinz aus Pommern stammte.. aber irgendwie bedeutet diese Geschichte ein bißchen Heimat für mich. Ich habe meinem Mann Kartoffelchips gekauft und mir die Geschichte ausgeschnitten! Aus einer Chips-Tüte!

Im neuen Kartoffel-Restaurant, in dem es jede Menge leckerer Kartoffel-Gerichte, liebevolle Details und die Chips-Fabrik mit kleinem Chips-Shop gibt, freuen sich die Kinder über eine neue Kletter-Aktion – genau über den Tischen, an denen die Eltern sitzen können – und hoffen, dass kein Kind dort den Sand aus den Hosentaschen kippt…

Im Aussengelände gibt es neue Spielplätze, riesige Hüpfkissen, eine Murmelbahn und ein wirklich süßes Café zu entdecken. Ich bin wirklich begeistert!


Immer wieder und überall kann man zum Thema Heimat und Ernte und Tradition und Bauernhof sehen, lesen und lernen. Es geht um Spaß, um Familie, um Geschichte und um Erhaltung. Das gefällt mir! Dass in ein paar Jahren (bzw. in anderen Erlebnis-Dörfern in Norddeutschland schon jetzt) ein Hotel vollständig aus recyceltem Material entsteht, macht das alles nur noch besser.

Ich bin sehr gern in Elstal.
Danke, dass wir mit als Erste ausprobieren durften!
Jederzeit wieder 😉

Und wann sehen wir uns in Elstal?

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12 von 12 im Mai

Heute war ein ganz besonderer Tag!
Ich glaube, das wird der erste „12 von 12“-Beitrag ohne Kinderfotos. Jedenfalls Fotos von mir.

Die großen Jungs sind nämlich bei meinem Bruder und der kleine Jari ist zum ersten Mal alleine bei Oma und Opa. Ich hatte heute einen Weiterbildungs-Tag und mein Mann hatte … gar nichts. Ruhe.
Ich glaube, wir alle waren sehr glücklich.

1. Nach der allerersten durchgeschlafenen Nacht seit vielen Monaten stehe ich frisch und fröhlich und früh auf, esse in aller Ruhe und mache mich auf den Weg zum zweiten Weiterbildungswochenende.

 

2. Im Bus lese ich noch schnell ein Buch zum Thema. Es ist geliehen, aber ich möchte es gern kaufen. So spannend und faszinierend, dieses Kinderkriegen.

 

3. Während des Seminars habe ich kein einziges Foto gemacht. Aber ein anderes möchte ich euch zeigen: Das Gewinnerfoto in der Geburtsfotografie 2018. Marijke Thoen heißt die Künstlerin. In unserer Doula-Gruppe wird diskutiert, ob das Kunst und ein emotionaler, besonderer festgehaltener Moment – oder ein störender Eingriff in das intime Thema Geburt ist.

 

4. Ich werde am Abend von meinem Mann abgeholt und wir lassen uns einfach treiben.
In Berlin. Im Sommer. Ich liebe es.

 

5. An einem Eis-Laden bleiben wir hängen…

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6. … und ich wähle die Sorte „Omas Teigschüssel“. Noch nie habe ich das gesehen. Und es schmeckt so nach Kindheit!

 

7. Zwischendurch bekommen wir Fotos von unseren Kindern und sehen, dass es ihnen auch sehr gut geht.

 

8. Natur pur

 

9. Mein Mann hat den Rasen gemäht und wie versprochen gut auf unsere zarten, gerade gepflanzten Pflänzchen aufgepasst. Große Sonnenblumen sollen das werden!

 

10. Der Abend bei uns ist vor allem ruhig. Wir essen zu zweit im Garten. Auch so ein Sommer-Moment.

 

11. Dann gibt es Muttertags-Geschenke für morgen (psst!) …

 

12. … und einen traumhaften Cheesecake. Wenn meine Familie morgen die Jungs zurück bringt, bin ich zwar leider nicht da. Aber deswegen muss ja niemand verhungern.

 

Der Kuchen ist noch im Ofen und es wird noch eine Weile dauern, bis ich ins Bett komme. Aber ich kann ja wieder durchschlafen. So ein schöner Tag war das!

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Eindrücke von der BuchBerlin 2017

Im November 2014 fand nach neun Jahren endlich wieder eine Buchmesse in Berlin statt. Am 24. November waren die Türen für Kinder geöffnet und wir waren eingeladen.

Zusammen mit meiner Schwester, einer Freundin und unseren drei Kindern machte ich mich nach der Schule auf den Weg in die Sonnenallee. Aufgeregt gingen wir durch den Haupteingang des Estrel Hotel, die Kinder waren sehr beeindruckt – und wir suchten uns den Weg zur Buchmesse.

Sehr freundlich wurden wir begrüßt und betraten den fast leeren Ausstellungsraum.
Am Vormittag waren Schulklassen dort gewesen. Über 20 Klassen, obwohl nur 10 erwartet wurden. Dementsprechend wuselig musste es gewesen sein und dementsprechend entspannt und ruhig waren die Aussteller nun. Sie warteten geradezu auf uns und die paar anderen Familien, die an den Ständen vorbei schlenderten.

Autoren und Verlage stellten sich vor und stellten neue Bücher oder Hörspiele aus. Wir kannten nicht viele Bücher und so liefen wir interessiert durch den Raum. Es gab kleine Gewinnspiele, Basteltische, ein PapierTheater und Workshops zum Thema „Buch“.

Die Schatzsuche mit der TonieBox hätte ich sehr gern mit den Jungs gemacht, aber sie waren etwas zu jung dafür.

Am Tisch der Story Cubes (Werbelink) durften die Kinder mit 5 Würfeln 5 verschiedene Bildchen würfeln und sich dazu eine Geschichte ausdenken.

Es wurden viele Lesezeichen verschenkt und gebastelt, es gab Zaubertricks und Lese-Ecken und Autoren haben aus ihren neuen Büchern vorgelesen.

Liam hat sich so sehr in eine Geschichte vom kleinen Schabernack verliebt, schlich immer wieder um den Tisch der Autorin herum und sah sich die Bücher an. Am Ende unseres Besuches unterhielt ich mich mit der Autorin Nadine Voß.
Liam bekam das Buch – sogar mit persönlicher Widmung – und ließ es auf dem Weg nachhause nicht los. Ich erzähle euch später mehr über den kleinen Schabernack.

Eine andere, sehr freundliche Autorin und Verlagsgründerin, die wir kennen lernten, war Dorothea Flechsig. Den Glücksschuh-Verlag kannte ich bisher noch nicht, aber Petronella Glücksschuh kam mir bekannt vor.
Wir bekamen ein tolles Hörspiel von Sandor, der Fledermaus. Die Kinder hörten es noch an diesem Abend.
Sandor ist eine kleine, schlaue Fledermaus, die in einem Schulraum wohnt und einem Jungen ein guter Freund wird. In dem spannenden Hörspiel werden kindgerecht viele interessante Informationen über Fledermäuse weitergegeben.

Zuhause sah ich mir in Ruhe die Willkommens-Tüte an, die wir bekommen hatten. Kleine Schätze wie Geschenke und Informations-Flyer fand ich dort.

Eine Buchreihe, die mir gefallen hat, möchte ich euch gern noch zeigen. Sie kommt vom Kinderbuchverlag Biber & Butzemann.

Sie schreiben auf der Internetseite:

„In unseren Büchern gehen kleine Helden auf große Reisen und erleben spannende Abenteuer.
Die liebevoll illustrierten Geschichten spielen an den unterschiedlichsten Urlaubsorten und vermitteln kindgerecht interessantes Wissen über die jeweilige Region.“

Zum Beispiel kann für einen Familienurlaub das Buch der entsprechenden Region gekauft werden. Zusammen mit den tollen Geschichten, passend zum Urlaubsort, wird jeder Ausflug etwas ganz Besonderes.

Als Geschenk-Idee (vielleicht noch zu Weihnachten?) kann natürlich auch das Buch passend zur Heimatsregion gekauft werden. Bestimmt wird die bekannte Umgebung noch einmal mit ganz anderen Augen gesehen!

Vielen Dank, dass wir dabei sein durften – auf der BuchBerlin!

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