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Mein Gebet macht mein Kind stark

Die Geburtstage sind vorbei. Wir haben es geschafft.
Gestern haben wir uns selbst übertroffen. Emilian sagte: „Also mein Geburtstag war echt der Knaller!“ – Aber später mehr dazu.

In diesem Jahr habe ich den Kindern kein Geburtstags-Shirt mit der neuen Zahl gemacht, keine Foto-Collage und ich habe ihnen keinen persönlichen Brief geschrieben, wie zum vierten oder fünften Geburtstag. Obwohl ich das ja jederzeit nachholen kann und auch sollte.

Stattdessen möchte ich ein Gebet mit euch teilen, dass ich für meine Kinder gebetet habe.

Es kommt aus dem Buch „Mein Gebet macht mein Kind stark“ von Stormie Omartian. Schon ihr Buch für Ehefrauen , die für ihren Mann beten wollen, habe ich lieben gelernt. Mit ein paar Freundinnen habe ich zuerst die Gebete für unsere Männer „ausprobiert“, dann haben wir auch das Buch für die Kinder entdeckt. Und ich möchte nie mehr damit aufhören!

In jedem Buch gibt es 31 Gebete, für jeden Tag des Monats eins. Ich bete am Morgen, wenn Emilian in der Schule ist. Es hilft mir sehr, zu wissen, dass ich Gott habe, wenn ich mein Kind nicht mehr so sehen und beschützen und begleiten kann, wie wenn es bei mir zuhause ist. Wenn ihr wissen möchtet, wie das eure Leben verändert, müsst ihr es selbst ausprobieren.

Mein Gebet macht mein Kind stark

„Herr, ich komme im Namen von Jesus zu dir und gebe dir mein Kind (Name). Ich bin davon überzeugt, dass du allein weißt, was für ihn am besten ist. Du allein weißt, was er braucht. Ich lege ihn in deine Hände. Bitte sorge für ihn und beschütze ihn.

Ich will für alles beten, was du mir in Bezug auf ihn ans Herz legst oder was mir einfällt. Bitte lehre mich zu beten und zeig mir, wofür ich beten soll. Hilf mir bitte, ihm nicht meinen Willen aufzuzwingen, wenn ich für ihn bete, sondern mach mich fähig, dafür zu beten, dass in seinem Leben dein Wille geschieht.

Danke, dass ich ihn zusammen mit dir großziehen darf und es nicht alleine schaffen muss. Ich bin dankbar, dass ich nicht auf die unzuverlässigen und wechselhaften Erziehungsmethoden der Welt angewiesen bin, sondern in deinem Wort klare Anweisungen bekomme und Weisheit, wenn ich dich im Gebet um Antworten bitte.

Danke, Herr, für das kostbare Geschenk, das dieses Kind ist. Weil dein Wort sagt, dass jedes gute Geschenk von dir kommt, weiß ich, dass du ihn mir anvertraut hast, damit ich ihn versorge und erziehe. Bitte hilf mir dabei.

Zeig mir, wo ich immernoch an ihm festhalte und mach mich fähig, ihn deinem Schutz, deiner Leitung und deinem Rat zu überlassen. Bitte hilf mir, nicht in Angst vor möglichen Gefahren zu leben, sondern in der Freude und dem Frieden zu wissen, dass du alles unter Kontrolle hast.

Ich möchte alles von dir erwarten und vertraue dir heute mein Kind an. Ich lege es in deine Hände. Das bete ich im Namen von Jesus.“

 

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1000 Fragen an dich – Teil 4

So. Ich wollte jeden Dienstag die nächsten Fragen + Antworten posten… Und dann kam der Alltag. Winterferien. Ihr kennt das, wenn immer alle Kinder um einen rumspringen? Und ich wollte euch vom Tropical Island, von meiner bestandenen Shred-Challenge erzählen… Kommt bald!

Jetzt erstmal meine nächsten Antworten.
Seid ihr noch dabei?
Wer macht mit und beantwortet mit?

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Ja. Ich bin mir sogar sicher. Mein Leben hier richtet sich danach aus. Das hier ist nicht alles. Wäre auch traurig manchmal..

62. Auf wen bist du böse?
Hmm.. Ich bin böse auf Menschen, die ihre Macht falsch ausnutzen. Ich bin böse auf Menschen, die unschuldige Kinder verletzen, ausnutzen, zerbrechen. Ich bin böse auf Menschen, die Ungerechtigkeit nicht bekämpfen, obwohl sie es sollten und könnten. Aber das ist nicht meine Verantwortung und ich steigere mich da jetzt nicht rein.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Kaum. Meist fahren wir Auto, aber noch öfter laufe ich.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?
Ach.. ich bin ein optimistisches Naivchen, das nach vorne sieht. Soll heißen, das was passiert ist, ist passiert. Wenn ich nun aber doch etwas sagen würde, dann wäre das vielleicht die Reise nach Kalifornien, die wir nicht antreten konnten. Es gab eine Terminänderung und mein Mann flog alleine. Vielleicht war das unsere letzte Chance. Ich sehe jetzt, dass es so gut und richtig war – aber der Moment der Entscheidung hat mich sehr getroffen.
Lange auf das schwanger-werden warten hat mir Kummer bereitet. Und die verlorenen Babys. Sorgen um Geld und Gesundheit. Aber das gehört dazu. Es geht immer weiter.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?
Ich habe schon bei Frage 42 geantwortet, dass ich mich damals zu jung fand, diese Entscheidungen zu treffen. Ich wollte etwas mit Menschen machen. Mehr wusste ich nicht. Ich hab gerne und gut als Erzieherin gearbeitet. Später hab ich mal gesehen, welch schöne Berufe es noch gibt.. aber egal. Meine Weiterbildung (ich lüfte das Geheimnis bald) wird mich in eine ganz neue Schiene bringen.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?
Bewegen kann ich mich zu jeder Musik. Direkt Tanzen gehört nicht zu meiner Leidenschaft. Zusammen mit den Kindern und Freunden liebe ich die PlayStation Tanzspiele. Das macht viel Spaß!

67. Welche Eigenschaften schätzt du an einem Geliebten sehr?
Soll ich jetzt hier wirklich einen Geliebten verraten?
Mein meist-geliebter ist mein Ehemann. Ich schätze seinen Humor, der wichtiger ist, als der Ernst des Lebens und uns schon oft gerettet hat. Ich schätze sein Bedürfnis nach Harmonie und Frieden. Ich schätze seinen Ehrgeiz, ständig persönlich und als Familie weiterzukommen und nicht stehen zu bleiben. Langweilig ist unser Leben nicht.

68. Was war deine größte Anschaffung?
Sollte ich mich für diese Weiterbildung entscheiden (Ja, ich weiß, es nervt.), wird das eine teure Angelegenheit. Ende Februar entscheidet sich das. Wir haben gelernt und schätzen gelernt, sehr sparsam zu leben.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?
Gab es die Frage nicht schon? Hmm. Ich kann nachtragend sein. Aber ich kann mich an keine Situation erinnern. Menschen haben mehrere Chancen verdient.

70. Hast du viele Freunde?
Ja.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?
Ich kann es nicht so leiden, wenn man in Abkürzungen spricht, wie „Perso“ oder „O-Saft“. Erbärmlich, ich weiß.

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?
Natürlich! Wir sind doch die Leben-ohne-Lampen-Familie.

73. Wann warst du zuletzt nervös?
Tatsächlich war das letzte Woche am Flughafen, als ich meinen Mann abgeholt habe. Ich liebe dieses Kribbeln im Bauch, wenn wir uns nach langer Zeit endlich wiedersehen. Und sonst waren das ganz sicher Arztbesuche beim Frauenarzt. Die schönsten und schwersten Momente.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause?
Meine Familie. Meine Unordnung. Mein Stil. Meine Kruschel-Ecken, wie Frau FrischeBrise es so schön sagt.
Ich habe mich heute mit einer Freundin über das Für und Wider von Instagram unterhalten. Style und Glanz hin und her: Mein Zuhause hat meinen Touch.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?
Im Handy und wenn wir Auto fahren, auch gern im Radio.

76. Welches Märchen magst du am liebsten?
Da versuche ich im Kopf mal kurz, in meine Kindheit abzutauchen. Ich bin zum Fasching mal als ganz süßes Rotkäppchen gegangen. Von der Grausamkeit und Moral in vielen Märchen mal abgesehen denke ich jetzt vielleicht an das tapfere Schneiderlein oder an das hässliche Entchen. Hilfe, ich sollte mal wieder Märchen mit den Kindern lesen.

77. Was für eine Art von Humor hast du?
Einen ganz schwarzen, dreckigen. Ich liebe Sarkasmus, Ironie und trockene Witze. Situationskomik aus dem Leben.

78. Wie oft treibst du Sport?
Ha! Was soll ich sagen: Täglich!
Naja, meine 30-Tage-Shred-Challenge ist vorbei und ich brauche ganz schnell was Neues!

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?
Ich würde sagen: Ja. Aber ich weiß nicht genau, warum.
Vielleicht könnt ihr das besser beantworten 😉

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?
Dinge, ja?
Ich werde mal nicht gleich „Handy“ sagen.
„Kaffee“ zählt auch nicht. Wisst ihr schon.
Mir sind morgens und abends feuchte Gesichtstücher ganz wichtig. Und eine Pinzette habe ich auch immer gern in der Nähe. Augenbrauen zupfen ist meine tägliche Entspannung. Ach, ich könnte noch mehr schreiben. Aber das waren ja jetzt schon vier.

Und das war’s auch schon wieder.
In der nächsten Woche geht es fröhlich weiter.

Teil 1
Teil 2
Teil 3

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Stand der Dinge…

… Augenringe.
Ich gehe nicht ohne meinen Concealer aus dem Haus!

Papa ist unterwegs. Beruflich.
Diesmal nicht in Kalifornien, sondern in Kenia.
(Eines Tages werde ich mit-reisen!)

Und wir sind hier. Wir vier.
Bisher läuft es besser, als gedacht. Aber bisher war auch erst Wochenende. Am Samstag waren wir im Zoo, weil unsere Jahreskarte bald abläuft. Es war ziemlich kalt.

Und ich muss gestehen, dass die beiden Großen den Zoo schon langweilig finden. Also.. Liam hat zum ersten Mal so richtig Giraffen aus der Nähe gesehen. Sonst waren sie wohl immer im Haus – da stinkt es ihm zu sehr… Er fand es faszinierend, dass Papa diese Tiere in Afrika grad echt sieht. Vielleicht.
Im Affenhaus war auch mehr los und wir haben eine Weile zugesehen. Dann sind Pinguine und Robben immer sehr beliebt und eine kommentierte Fütterung bei den Hyänen musste auch sein.
Na gut.. sie finden den Zoo nicht langweilig. Sie wissen bereits sehr viel für ihr Alter. Das finde ich gut! (Emilian konnte ja ’ne Menge Tiergeräusche, bevor er überhaupt sprechen konnte!)

Liebe Grüße nach LA!

Heute waren wir zusammen im Gottesdienst und danach mit Freunden im Restaurant. Und morgen beginnt der Alltag!

Es ist möglich, das alles zu schaffen!
Ich stelle mir den Wecker früher.
Ich bitte die beiden Großen mehr um Hilfe.
Ich bleibe nachts abends länger wach, um Stille zu genießen und Dinge abzuarbeiten.
Ich arbeite meine Listen langsamer ab.
Ich halte mich nicht ganz so streng an den Zeitplan.

Aber.. es ist anstrengend.
Ich muss immer alle drei im Blick/im Ohr haben. Die kommen auf die merkwürdigsten Ideen.. alle drei!
Ich bin allein für den Tagesablauf verantwortlich.
Ich muss allein auf die Zeit achten.
Ich möchte die Kinder weder überfordern noch ignorieren.

Jari bekommt grad seine ersten vier Zähne gleichzeitig und ich weiß, dass er Papa sehr vermisst. Immer wieder krabbelt er vor den leeren Schreibtisch, bleibt sitzen und guckt einfach. Trotzdem ist er gut drauf und kaum quengelig. Er liebt das Skypen mit Papa. Am liebsten würde er in das Handy kriechen und Papa auf den Arm springen.
Wenn er auf meinem Arm einschläft (ist heut zweimal passiert), merke ich, dass wohl Schlafenszeit für ihn gewesen wäre.. Aber dann trage ich ihn eben und mache weiter. Jari ist noch immer der pflegeleichte kleine Bruder, den alle lieben, zum Lachen bringen und gern bespaßen.

Liam ist nun stolzer Geigen-Schüler und macht pflichtbewusst seine Hausaufgaben. Wir sind so glücklich, dass er als Mittelkind neben dem Schulkind und dem Baby auch in eine besondere Rolle schlüpfen darf und loben ihn sehr. Er vermisst Papa und manchmal kullern die Tränen – aber Liam ist ganz schnell wieder bei himmelhochjauchzend.

Emilian ist ein sehr guter Schüler und manchmal wüsste ich gern, ob es in der Klasse einen Klassenclown gibt und wenn ja, ob er das ist. Sein Verhalten wird mehr Show und er schleudert sein Wissen um sich, als könnte ihm keiner was. Cool ist er, aber Übermut tut selten gut. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob och mich im Notfall auf ihn verlassen könnte – oder ob es ihm dann doch wichtiger wäre, Liam zum Gackern zu bringen oder eine dumme Idee auszuprobieren.

Ich mache tatsächlich seit 24 Tagen täglich meinen Sport und bin sehr glücklich damit. Es ist jetzt schwieriger, weil Jari entweder dabei ist oder ich ihn erst hinlegen muss. Dann wird es sehr spät. Eben musste ich unterbrechen und ihm eine Flasche geben – aber ich habe danach weiter gemacht.
Ich fühle mich viel fitter! Ich spüre Muskeln!
Was nach den 30 Tagen passiert, weiß ich aber noch nicht.
Habt ihr Vorschläge?
Ich habe mir schon eine andere DVD von Jillian Michaels ausgesucht, denn die jetzige werde ich verleihen und im Februar erstmal nicht machen. (Und wehe, du machst das nicht, K.! 😉 ) Zweimal hintereinander wäre auch langweilig, glaub ich.
Sonst bin ich (noch) nicht so müde, ich genieße die freieren Vormittage, obwohl Jari auch gut klammert und dazwischenfunkt und ich schaffe in kleinen Schritten meinen Haushalt.

Eine Freundin, deren Mann mit meinem Mann in Kenia ist, hat mir eine Überraschungstüte gebracht. So lässt’s sich überleben!

Es bleibt so viel liegen. Der Boden ist so dreckig. Die to-do-Liste wird länger. Abends gehe ich mehrmals von unten nach oben, bis ich alles aufgeräumt und am richtigen Platz habe. Emilian und Liam dürfen abwechselnd in Papas Bett schlafen und so schlafen sie abends besser ein und morgens länger aus. Perfekt. Die Nächte sind also ruhig.

Auf die Bedürfnisse von vier Personen zu achten und einen normalen Alltag zu schaffen, klappt erstmal noch nicht so. Aber war ja auch Wochenende.
Die Nachmittage haben wir uns bewusst frei gehalten, um Ruhe und Freizeit zu haben. Wenn ihr nichts von uns hört, wisst ihr, woran es liegt. Dienstag beantworte ich aber meine nächsten 20 Fragen!

Um die überstandene Zeit zu feiern, möchten wir demnächst ins Tropical Island fahren. Habt ihr Tipps, Empfehlungen, Warnungen für uns?

 

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12 Monate mit Jari

Morgen feiern wir den 1. Geburtstag von Jari!

Wir freuen uns darauf und sind sehr glücklich über den kleinen Bruder. Besonders ich hänge jetzt in Gedanken immer mal wieder im letzten Januar. Diese Tage des Wartens, diese Ungewissheit, die Vorwehen und der erste Besuch im Krankenhaus, Fehlalarm. Dann diese Blitz-Geburt und mein dritter Sohn in meinen Armen.

Trotz aller Aufregung wird das aber wohl der ruhigste Geburtstag aller 12 Kindergeburtstage, die ich schon gefeiert habe.

Jari ist gesund und glücklich. Er hat alles, was er braucht! Er selbst spürt von der Aufregung nichts. Wir werden morgen einfach die Gelegenheit nutzen, die Familien wieder an einem Tisch zu haben, Käsekuchen essen und uns über Jari freuen.
Es gibt ein Geburtstags-T-Shirt und Luftballons.
Mehr nicht.

Diese Entspannung und Zufriedenheit, die ich gleich nach der Geburt des dritten Kindes geübt und genossen habe, hält bis jetzt.
Sicher trägt unsere Erfahrung und Ausgeglichenheit, auf jeden Fall aber auch die größer gewordene Familie und die Hilfsbereitschaft der Jungs dazu bei. Wir haben uns zu fünft gut gefunden.

Trotz der drei Krankenhaus-Besuche war das Jahr mit Baby ganz toll. Urlaube, Ausflüge, Partys, Wanderungen… haben wir alles gut geschafft.
An den überraschenden Wechsel zur Flaschen-Nahrung haben wir uns trotz erster Schockstarre gut gewöhnt. Noch immer bekommt er ein paar Flaschen am Tag und das können wir inzwischen mit links, mit Baby auf dem Arm und fast blind anrühren.

Noch immer schläft Jari im Beistellbett an unserem Bett – ich glaube, inzwischen länger als die anderen beiden damals. Er wird nachts noch ein- oder zweimal kurz wach. Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass er noch da schläft. Auch wenn Durchschlafen wirklich wirklich toll wäre – dieses in-der-Nacht-aufstehen-und-rumlaufen kann ich nicht. Geht nicht.

In diesen Tagen jetzt kommt der erste Zahn!
Aber selbst dieses kleine Drücken im Mund lässt ihn nicht sehr quengelig werden. Natürlich ist er manchmal weinerlich, hungrig, müde, erkältet, unruhig oder ängstlich – aber die meiste Zeit ist er zufrieden und fröhlich, übermütig und schelmisch – und immer in der Nähe von einem von uns.

Ich schrieb mal, dass ich nicht sagen kann, wer von uns Jari am meisten liebt. So ist es noch immer.
Und diese Liebe wächst, je mehr „etwas mit Jari anzufangen ist“ und er die Liebe erwidert. Er ist soo glücklich, wenn er im Zimmer der Jungs spielen kann – und sogar in ihr Bett darf. Niemand kann ihn so zum Lachen bringen wie Emilian oder Liam!
Wenn er den Schlüssel in der Tür hört und weiß, dass Papa nachhause kommt, dann fliegt er fast zur Tür. Und auf Papas Arm, da ist sein liebster Platz!

Noch immer „krabbelt“ er mit einem Bein und zieht das andere hinterher. Irgendwie. Aber eigentlich kann er längst laufen. Wenn er die Hände voll hat oder vergisst, dass es zwei freie Schritte vom Stuhl zur Couch sind, dann läuft er diese Schritte, ohne nachzudenken.

Er beginnt langsam, Bücher irgendwie aufzuklappen und anzuschauen. Er liebt es, an einer Zahnbürste zu lutschen (an einer neuen), oder sich auch mal das Zahnpasta der Jungs aufs T-Shirt zu drücken, während ich dusche.
Mehrmals am Tag nutzt er eine freie Sekunde, um die Treppe hochzuklettern. Das macht er sehr gut und sicher, aber seit letzter Woche gucken wir doch genauer hin. Er ekelt sich vor Körnerkissen. Sehr!
Er lernt sehr schnell. Wenn er beispielsweise meine Hanteln im Wohnzimmer findet, nimmt er sie in die Hand, versucht meine Bewegungen nachzuahmen und dreht sich zum Bildschirm um, um den Fitness-Film zu suchen.

Den Augenblick der verdächtigen Stille kennen wir, genau so seine Töne, die wichtig erzählen und berichten wollen, seine Beschwerde-Rufe und sein Such-Ton. Mit komischem lauten Krächzen zeigt er, dass er ungeduldig oder hungrig ist. Wir erinnern ihn an unsere Babyzeichen und er macht erste Versuche, sie nachzuahmen.

Im Moment lachen wir alle sehr über seine Mund-Pups-Geräusche, sein Kopfnicken-üben, sein stolzes Klatschen einfach so und seine Grimassen. Er lacht neuerdings, in dem er den Mund weit aufreißt und laut die Luft einsaugt. So witzig! Er reißt die Arme hoch, wenn wir fragen: „Wie groß ist Jari???“

****

Wenn wir am Morgen aufwachen, sind Papa und Emilian schon auf dem Schulweg. Liam kommt dann ins Schlafzimmer und begrüßt Jari. Wie verschlafen Jari auch sein mag – wenn er am Morgen seine Brüder erblickt, leuchtet sein Gesicht.
Liam zieht ihm dann den Schlafanzug aus und nimmt ihn auf eine erste Erkundungstour mit, während ich ins Bad gehe.

Wir frühstücken entweder bevor, oder nachdem ich Liam in die Kita gebracht habe. Jari mag Toast mit Frischkäse oder Marmelade – neuerdings verschlingt er auch eine große Portion Haferflocken mit Obst. Trotz eigentlich keiner Zähne, haben wir inzwischen aufgehört, den Mittagsbrei zu pürieren und es schmeckt ihm. Er liebt es, mit zwei Fingern die Erbsen unter den Nudeln zu suchen.

Am Vormittag wuselt er um mich herum, spielt hier, sabbert da, entdeckt seine Schätze und genießt es, Mama und Papa allein zu haben.

Wenn er müde wird, bekommt er entweder sein Mittag oder, wenn es schneller gehen muss, eine Flasche. Denn der Abhol-Gang beider Jungs dauert manchmal bis zu zwei Stunden. Wenn Jari satt und warm im Kinderwagen liegt, kann er da bis zu drei Stunden schlafen. Meist ist das sein Mittagsschlaf, an frischer Luft. Es kommt aber auch vor, dass er tagsüber zwei kürzere Schläfchen auf der Couch macht.

Am Nachmittag verbringen wir die Zeit zuhause, wenn keine Termine anstehen. Jari will überall dabei sein, wird mal gelockt und mal weggetragen, wird gefüttert und bespaßt, ausgetrickst und zum Lachen gebracht. Er ist immer im Mittelpunkt, obwohl unser Nachmittag sich nicht so sehr um ihn dreht, wie der Vormittag. Das ist ein deutlicher Unterschied zu den ersten beiden – aber uns fünfen geht es sehr gut damit.

Zu fünft essen wir Abendbrot, alle an einem Tisch, voll und gelebt vom Tag. Wir genießen den vollen Tisch, den Austausch und das Zusammen-sein.

Im Moment ist es so, dass wir viele Abend-Termine haben und einer von uns beiden meist allein die Kinder ins Bett bringt. Das sind erst gegen 20:00 Uhr die großen Jungs und Jari schläft unten auf der Couch oder auf unserem Arm ein, während wir schreiben, lesen, netflixen, reden, Sport machen, aufräumen oder chillen. Wieder gönnen wir ihm und uns diese Zeit zu zweit/dritt und beenden den Tag ganz ruhig.

****

Diese letzten ersten 12 Monate mit Jari waren voll und schön. Er gehört so sehr dazu, dass wir uns ihn nicht mehr wegdenken können. Jeder von uns hat eine eigene Beziehung mit Ritualen und Besonderheiten mit ihm.
Oft fragen mich Mütter mit einem Kind, wie das so mit mehreren Kindern ist. Ob das Erste sehr vernachlässigt werden würde, wenn ein Zweites kommt? Ob das Herz genug Platz hat, man könne sich ja schließlich nicht teilen.

Es ist immer genug Platz im Herzen. Mit vielen Kindern wird die Liebe der Eltern nicht weniger, sondern mehr. Sie läuft über. Und dieser Bund zwischen Geschwistern verbindet ein Leben lang.

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1000 Fragen an dich selbst – Teil 1

Johanna von Pinkepank hat sich diesen Fragen aus dem Flow Magazin gewidmet und darüber geschrieben. Wie es dazu kam und warum sie sie jetzt beantwortet. Über 100 Frauen haben sich inzwischen anstecken lassen. Ich auch.

Es macht viel Spaß, ihre Antworten zu lesen. Ich hebe mir das für später auf, um bei den Antworten ganz in meinem Kopf zu bleiben.

Du bist herzlich eingeladen, mitzumachen!
Jede Frage, jede zweite, nur drei: Egal!
Du kannst mir davon schreiben, musst du aber nicht.
Ich lade dich ein, dir am Anfang des Jahres ein paar ruhige Minuten für dich zu nehmen.

Ich mag Fragen.
Da muss ich mir nicht groß aussuchen, worüber ich schreibe. Aber nachdenken muss ich doch. Und ich darf schreiben!
Mir geht es nicht so sehr um die Frage „Wer bin ich ausser Mama?“. Obwohl ich seit fast 8 Jahren zuhause bin und „nur Mutter“ bin, bin ich eben nicht nur Mutter. Da ist so viel nebenbei, was mir Pausen und Ablenkung schenkt, wohin ich meine Leidenschaft und Kreativität schicke.
Vielleicht möchte ich mir eher Zeit nehmen, an mich zu denken, über mich nachzudenken, zu lernen, zu verarbeiten, zu verstehen…
Ich bin gespannt auf die Fragen.. und auf die Antworten!

Einmal in der Woche werde ich ein paar Fragen beantworten.
Here we go!

 

1.
Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?
Ich habe mich vor ein paar Wochen für eine berufliche Weiterbildung angemeldet. Und ich habe in diesem Jahr bestimmt schon 6 spezielle Käsekuchen zum ersten Mal gebacken – aber nicht zum letzten Mal!

2.
Mit wem verstehst du dich am besten?
Tatsächlich mit meinem Mann! Wenn mich etwas beschäftigt, bekommt er es ab. Alles. Manchmal hätte ich gern so die eine beste Freundin, mit der ich meine Gedanken und meinen Wein teile.. aber ich bin nicht so die Telefoniererin – und für regelmäßige Wein-Abende fehlt grad die Zeit. Aber über zu wenige Mädels-Abende und zu wenig Gesprächs-Themen kann ich mich nicht beschweren! Ein Hoch auf WhatsApp!

3.
Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?
Handy und Haushalt. Darf ich das so sagen?
Die viele Arbeit mit der Wäsche und der Küche lässt mich ja auch die Zeit am Handy haben. Aber trotzdem.. müsste beides nicht sein.

4.
Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
Ich mag gute Comedians. Mario Barth und Kaya Yanar.. gute saubere Witze, da könnte ich mich wegschmeißen. Auch über witzige Serien oder Filme, komische Charaktere. Pitch Perfect.
Ich liebe Sarkasmus und Ironie!
Insider und Witze, die nur gute Freunde verstehen. Und so richtig trockener Eltern-Humor. Die Familientweets. Darüber kann ich lachen, bis mir die Tränen kommen und ich auf dem Boden liege.

5.
Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?
Ja.. obwohl das dann eher um richtiges Heulen oder Schluchzen geht. Tränchen vergieße ich öfter. Ich bin eine Mutti!

6.
Woraus besteht dein Frühstück?
Meist aus leckeren Toast, die mir mein Mann macht. Mit Lachs und Avocado. Manchmal Müsli oder Haferflocken, manchmal ein Croissant, manchmal Pancakes, im Sommer auch gern Obst dazu. But first: Coffee.

7.
Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?
Meinem jüngsten Sohn, ständig.

8.
In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?
Wir lieben die Sonne und Wärme! Wir reden gern. Wir haben gern das Haus voll und Familie ist uns wichtig. Wir sind die Muttis, die zu jedem Anlass gern ein Familienfoto machen würden und von allen Seiten nur genervtes Augenrollen ernten. haha
Wir beide sehen jünger aus, als wir sind.

9.
Was machst du morgens als erstes?
Kommt drauf an, wie ich geweckt werde.
Entweder die Uhrzeit auf dem Handy lesen, Wecker ausstellen, Nuckel suchen, Flasche machen oder meine Haare hochstecken.

10.
Kannst du gut vorlesen?
Ja, ich denke schon. Ich mag es auch. So die verschiedenen Stimmen zu lesen. Und dann geh ich selber richtig mit der Geschichte mit. Am besten ist es, wenn ich nebenbei mal einen Blick auf die Kinder werfe. Wie ihre Mimik mitfiebert und wie sie kichern müssen, wenn etwas Lustiges gelesen wurde… Gerade lesen wir „Die Konferenz der Tiere“.

11.
Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?
Ich würde gern wissen, in welchem Alter ich zum ersten Mal vom Weihnachtsmann gehört habe. Ich bin mit christlichen Werten groß geworden und den Weihnachtsmann gab es da mit Sicherheit nicht.

12.
Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?
Ganz ehrlich: Ich möchte so gern mal einkaufen, ohne auf den Preis zu gucken. Egal wo.
Es gab Zeiten, da hätte ich gern einen kleinen rosa Motorroller oder einen Mini gehabt.. Ansonsten bin ich eigentlich wunschlos glücklich, was materielle Dinge betrifft. Ach ja, eine Reise für uns 5 nach Kalifornien wäre ganz toll.

13.
Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
Ich hätte gern ein sichereres Auftreten. Ich würde gern besser zuhören können.

14.
Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Wir schauen kein Fernsehen. Und wir vermissen es nicht.

15.
Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
Da muss ich jetzt echt überlegen… Zum Abschied von Kalifornien waren wir da 2015 im Legoland. War das das letzte Mal?

16.
Wie alt möchtest du gerne werden?
Das kann ich gar nicht so einfach beantworten. Wenn es soweit ist, möchte ich nicht das Gefühl haben, dass es „zu früh“ ist. Aber wenn es so ist, dann ist es so und dann sehe ich das als Gottes Plan.

17.
An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?
Wenn unser Auslands-Jahr in Kalifornien als Urlaub gilt, dann denke ich sehr gern daran zurück und da hängt so viel Wehmut dran. Weil es so unwiederbringlich ist.
Wenn nicht, war unser Korsika-Urlaub eine wirklich schöne Zeit für uns. Aber ich kann im Urlaub von der ersten Minute an entspannen und abschalten – und so ziemlich jedem Urlaub genießen.

18.
Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?
Ich habe meinen allerersten festen Freund geheiratet und kenne daher nicht das gebrochene Herz einer für immer verlorenen Liebe. Aber Trennungszeiten oder Abschiede kenne ich – und da konnte ich schonmal tagelang im Zimmer sitzen und weinen.

19.
Hättest du lieber einen anderen Namen?
Früher vielleicht. Obwohl ich gar keinen anderen Namen im Kopf hatte – ich fand es manchmal blöd, so einen außergewöhnlichen Namen zu haben. Aber jetzt mag ich ihn. Und auch das außergewöhnliche.

20.
Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
Ich bin mir nicht immer so sicher mit mir selbst und mit dem, was ich tue – auch wenn das vielleicht so aussieht.
Ich hab aber einen guten Coach an meiner Seite und inzwischen auch ein dickeres Fell und jede Menge Optimismus. Und dann geht das schon.

Fortsetzung folgt… 

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