mamasbusiness

papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Sommer-Verlosung

Verlosung ist beendet.
Der Gewinner ist benachrichtigt.
Vielen Dank!

(Werbung, Gewinnspiel)

Für eine Familie von euch gibt es in diesem Sommer eine besonders schöne Überraschung!


© 2018 Sony Pictures Animation Inc. All Rights Reserved

In Sony Pictures Animations HOTEL TRANSSILVANIEN 3 – EIN MONSTER URLAUB begleitet ihr unsere liebste Monster-Familie an Bord eines Luxus-Monster-Kreuzfahrtschiffs, damit auch Drak mal im Sommer etwas Urlaub von der Arbeit in seinem Hotel nehmen kann, in dem er sonst allen anderen immer einen schönen Urlaub bereitet…

Rechtzeitig zum Kinostart von Hotel Transsilvanien 3 am 16. Juli 2018 verlose ich ein Fan-Paket an einen von euch!
Und das wird in dem Paket sein:

* 2 Freikarten für den Kinofilm
* 1 Blobby Turnbeutel (siehe Bild)
* 1 Filmplakat


© 2018 Sony Pictures Animation Inc. All Rights Reserved

Und, super spezial:
* ein Monster-Schleim Experimentierkasten „Slime Factory“

Science4you

Jetzt wird’s richtig glitschig!
Handschuhe an und schon kann ein Slime-Experten klebrige Monster oder bunte Würmer zum Leben erwecken. Ob zähflüssige Substanzen, Knete oder Gummibälle – die Mischung macht’s!
Schritt für Schritt werden im farbig bebilderten Slime-Magazin 17 einzigartige Experimente beschrieben und gezeigt, wie man neue Substanzen entdeckt und ausprobiert – am besten gleich im Sprung-Wettbewerb!

Neben Spielfreude und Faszination für Experimente vermittelt Science4you praxisnah naturwissenschaftliche Inhalte und biologische Zusammenhänge. Die im Set beiliegenden und farbig bebilderten Science4you-Anleitungsmagazine unterstützen dabei mit spannenden Tricks, zahlreichen Rezepturen und lustigen Spielvorschlägen. Zudem wird jeweils der geschichtliche und wissenschaftliche Hintergrund zu den Experimenten altersgerecht erklärt.

Na, wer freut sich auf dieses Paket??

Um eure Namen in den Lostopf zu werfen, brauche ich nur einen einzigen Kommentar von euch. Schreibt mir unter diesen Beitrag, mit wem ihr zum neuen Monster-Film ins Kino gehen würdet!

Teilnahmeschluss ist Freitag, der 13.07.2018, 20:00 Uhr
Es werden nur Kommentare unter diesem Beitrag berücksichtigt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

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3, 2, 1… Sommerferien!

Wir haben es geschafft!
Das Zeugnis ist da.
Das erste und zweite Ferien-Eis ist schon gegessen.
Der Rasensprenger tröpfelt uns auf die Füße.
Die Ostsee wartet.

Wir freuen uns riesig auf die vor uns liegenden, freien, sonnigen Wochen.

Eines unserer Sommer-Rituale kennt ihr ja schon:
Die Sommer-Liste

Auch dieses Jahr haben wir zusammen unser Sommer-Wünsche aufgeschrieben. Mir ist aufgefallen, dass von den Kindern in diesem Jahr weniger Orte, sondern mehr Dinge auf die Liste kamen. Interessant. Mir gefällt es, dass sie scheinbar einfach sein möchten und erleben möchten und genießen möchten.

Gerade in diese Minute packen die Kinder kleine Ferien-Pakete aus. Und ich wollte euch zeigen, was ich ihnen geschenkt habe. Es gab ein kleines Bau-Set und Flip Flops aus einem ziemlich coolen neuen Laden, den wir in Berlin entdeckt haben. Dann gab es von Lidl ein Weltkarten- und Flaggen-Heft für den einen und ein passendes Familien-Spiel dazu für den anderen.

Und dann habe ich ihnen Sommer-Hausaufgaben gegeben.

Die Idee ist mir irgendwo im Internet entgegengesprungen – ich weiß leider nicht mehr, wo. Aber ich habe es dann selbst aufgeschrieben und gestaltet und einlaminiert.

Ich finde sowas sehr sehr toll.
Das Abhaken von Listen – verbunden mit Spaß, Wissen, Entwicklung und ein bißchen Schabernack. Ohne viel Aufwand, ohne viel Geld. Und eventuell sogar mit Wirkung über die Ferien hinaus.
Die Idee dürft ihr euch gern klauen oder abwandeln. Ich bin gespannt, was ich am Ende der Ferien dazu berichten kann.

Mögen unsere Kinder Ferien haben, in denen sie Freiheit und Entspannung und gute Laune und Fröhlichkeit und Zufriedenheit und viel Eis erleben können!

Und mögen wir Eltern genau das auch zelebrieren können, mögen wir ausschlafen, ein Buch lesen, Kaffee im Bett und Wein am Strand trinken können!

Und ab jetzt werde ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich – ausser der 1000 Fragen und Antworten – nichts schriftliches auf dem Blog für euch hinterlasse. Wenn ihr Sehnsucht habt, kommt zu Instagram 😉

Und Tschüß!
Schöne Ferien!

(Werbung weil Markennennung)

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1000 Fragen an dich selbst – Teil 13

Es ist wieder Dienstag und ich möchte gern die nächsten Fragen beantworten. Gerade sitzen wir draussen, die drei Jungs „spielen“ zusammen Fußball und ich könnte mich einfach nur kaputt lachen. Jeder der drei ist echt ein Knaller für sich! Sie spielen miteinander, aber irgendwie auch nicht – und ich frage mich, wie wir jemals fragen konnten: „Drittes Kind: Ja oder Nein?“ Die drei passen perfekt zusammen!

„Alter, Mama, guck mal.
Das sieht aus wie Himmelfahrt!“

Wir sind bereits bei Teil 13 und ich hab das Gefühl, ich hab bereits alle Fragen der Welt beantwortet. Aber ich bin noch nicht fertig. Noch lange nicht.

241. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?
Ja.. sonst wäre ich nicht hier. Ich weiß nicht, seit wann, aber mein Herz schlägt für Frauen und Mütter und Frauen, die Mütter werden. Ich fühle mich dazu berufen, Frauen zu bestärken, zu ermutigen und Familien zu unterstützen und wertzuschätzen. Ich fühle mich dazu berufen, hier im Süden von Berlin Kirche zu bauen und Menschen mit Menschen und Gott zu verbinden. Im Moment fühle ich mich in dieser Rolle sehr wohl und alle Bereiche meines Lebens passen zu dieser Berufung.

242. Bist du nach etwas süchtig?
Es gibt viele Dinge, die mir sehr wichtig sind und die ich genieße. Kaffee. Wein. Mein Handy. Instagram. Handcreme. Ohrringe. Aber dass ich es jetzt sofort unbedingt brauche oder niemals ohne kann, würde ich nicht sagen.

243. Wessen Tod hat dich am meisten berührt?
Das ist eine schwierige Frage. Mein Opa ist vor 5 Jahren gestorben und er war der naheste Verwandte, von dem ich mich verabschieden musste und dessen Tod ich am meisten mitbekommen habe. Aber es war kein plötzlicher Tod. Wir konnten uns verabschieden und ich weiß, dass wir uns wiedersehen werden.
Wenn ich sagen soll, welcher Tod mich am meisten berührt hat, dann fallen mir junge Menschen ein, die ganz überraschend gehen mussten. Zum Beispiel der Tod von Tim, Mann von Bloggermama Mama Mulle hat mich sehr getroffen.
Oder Roger Cicero. Chester Bennington.
Ungeborene Babys kurz vor der Geburt.
Es geht nicht um irgendwelche Stars oder Persönlichkeiten. Ich meine den plötzlichen Tod von jungen Menschen. Das berührt mich sehr.

244. Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten?
„Geile Zeit“
Hört sich vielleicht merkwürdig an, aber dieses Lied hat eine große, große Bedeutung für mich.
245. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?
Huch, was ist das für eine Frage?
Ich habe gar nicht eine „Person“ vor Augen, die ich sein möchte. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin. Und dass ich mich verändere. Und ich denke, als Mutter, als Ehefrau, im Umgang mit Menschen wird diese Veränderung hoffentlich eher in eine positive Richtung gehen. Oder?
Ich wäre gern in manchen Dingen anders.
Aber tue ich aktiv was dafür? Weiß ich gar nicht.
Interessante Frage.. vielleicht sollte ich mal.

246. Wann muss man eine Beziehung beenden?
Wenn sie nicht gut für mich ist. Wenn ich nicht gut für andere Person bin. Wenn die Beziehung einseitig geworden ist.
Ich habe nicht viel Erfahrung damit. Ich gebe Menschen nicht schnell auf und es fällt mir schwer, einen Kontakt ganz und für immer abzubrechen.

247. Wie wichtig ist dir deine Arbeit?
In den letzten 8 Jahren bestand meine „Arbeit“ aus kleinen und großen ehrenamtlichen Projekten, die ich liebte und liebe, aber sie standen eben immer nur an zweiter Stelle. Auf die Idee, mir eine Arbeit zu suchen, die nicht zu mir als Mutter passt, wäre ich nie gekommen.
Ich bin sehr gespannt und glücklich, dass ich bald eine Doula sein darf. Diese Arbeit ist mir sehr wichtig und ich bin schon ganz neugierig, wie und wann es losgeht.

248. Was würdest du gern gut beherrschen?
Ich würde gern mehr Sprachen sprechen. Nochmal richtig Gebärdensprache können. Ich würde gern ein bißchen mehr Struktur und Regelmäßigkeit in meinem Alltag (und an meinen Männern…) sehen – aber wahrscheinlich würde das nicht zu uns passen. Ich würde gern besser kochen können. Nicht lernen, sondern können. Mit Lebensmitteln „einfach was machen“ können!
Ich würde gern mündlich besser mit Worten umgehen können. Ich würde gern sicherer auftreten können.

249. Glaubst du, dass Geld glücklich macht?
Nein.
Ich stelle mir vor, dass „Geld haben“ weniger sorgenvoll und zufriedener macht. Aber in Wirklichkeit ist es wohl kaum so. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich jetzt, in einer Lebensphase des „am wenigsten Geld habens“ am glücklichsten bin. Ja.. das sind auch die Umstände – aber das gehört doch alles zusammen.

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?
JA!
Das ist ein sehr großes dickes fettes Ja, immer wieder!

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?
Ist „Shred“ eine Sportart?
Ich glaube, im Sport bin ich ein absoluter Durchschnittsmensch. Ich bin ausdauernd, aber das ist jetzt auch nichts Halbes und nichts Ganzes.

252. Heuchelst du häufig Interesse?
Nicht mehr. Selbst bei nervigen Telefon-Umfragen und „Darf ich Ihnen eine kurze Frage stellen“-Strassen-Aktionen kann ich inzwischen gut abwinken oder auflegen, anstatt höflich 30 Minuten zuzuhören und mich dann über verschwendete Lebenszeit zu ärgern.

253. Kannst du gut Geschichten erzählen?
Ich bin gut darin, Geschichten, die mir oder meinen Kindern oder irgendwo passiert sind, wiederzugeben und die Zuhörer zu fesseln und zum Lachen zu bringen. Aber manchmal würde ich genauso gut ausgedachte Geschichten erzählen können, mit Worten spielen können (siehe Frage 248) und mit der Phantasie durchdrehen. Ich glaube, dazu muss ich in einer entspannten, ruhigen Stimmung sein.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste?
Allen Menschen doch! Warum denn nicht?

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?
Manchmal denke ich, ich hätte vielleicht gern studiert. Manchmal denke ich, ich hätte vielleicht gern mal in einer WG gelebt. Manchmal denke ich, ich hätte einen anderen Beruf wählen sollen. Manchmal denke ich, wir hätten mehr reisen sollen, als wir noch keine Kinder hatten. Manchmal denke ich, wir hätten viel länger in Kalifornien bleiben sollen. Manchmal denke ich, ich hätte viel mehr aus dem Jahr in Kalifornien machen sollen.
Aber dann sehe ich mein Leben, meinen Mann und meine Kinder, unser Haus, ich fühle mich jung und glücklich und weiß: Es ist schon alles gut so, wie es ist.

256. Kannst du dich gut ablenken?
Ich kann mich schnell ablenken lassen. Das hat Vor- und Nachteile. Und ich finde, ich kann mich auch von Problemen oder doofen Situationen oder Sorgen ablenken und Dinge stehen lassen, die ich nicht ändern kann und mich wieder schöneren Sachen widmen.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?
Das habe ich doch irgendwie bei Frage 83 beantwortet, oder?  Ich fühle mich in der Kleidung wohl, die ich trage. (Es sei denn, es ist mal eine Bauchweg-Hose, ein enges Kleid oder hohe Schuhe.) Aber ich mag Jeans. Am liebsten Spaghetti Tops. FlipFlops. Einfach so.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?
Ich fühle mich ein bißchen dumm und naiv, weil ich mit dieser Frage, wie auch mit Frage 245 nicht so richtig was anfangen kann. Ich habe mir mein Leben und mich als Person nicht irgendwie vorgestellt und arbeite jetzt darauf hin. Und da passieren unglaubliche Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie mal erleben darf, und eben auch Dinge, die ich nicht hätte haben müssen.

Mir fällt ein, dass ich nach der ersten Fehlgeburt vor Emilian oft dachte: „Hoffentlich kann ich überhaupt Kinder bekommen!“

Oder wenn andere Personen erzählten, wie Gott sie genau zur richtige Zeit mit Geld und anderen Dingen versorgt hat, dachte ich manchmal: „Das wird mir nie passieren.“ Ist es aber.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?
Sorry, aber Nein.

260. Was nervt dich gelegentlich?
Ach, darauf kann ich antworten.
Raue Hände. Kinder, die Dreck machen. Jari, der sich nachts auf und über und unter mich wühlt, weil er nicht schlafen kann. Regen. Eine unaufgeräumte Küche. Dass wir einen weißen Küchenboden haben. (Echt.. wie konnten wir!) Baustellen und Ecken im Haus, die ich seit Monaten und Jahren nicht bearbeiten kann. Dass ich kaum Zeit zum Lesen finde. Dass ich mich verzettele und tausend Sachen gleichzeitig anfange. Unaufgeräumte Kinderzimmer. Meine Problemzonen. Ungewaschene Haare.

Ups, da fällt mir ja ne Menge ein. Aber da steht „gelegentlich“. Und so ist es auch.

Jetzt beginnt die Zeit, in der wir uns größtenteils draussen aufhalten. Wenn ich die Kinder abends gerade so zwischen 8 und 9 Uhr vom Garten übers Bad ins Bett schicke, gehe ich über sandige Böden an einer dreckigen Küche vorbei nach oben. Dort wartet Wäsche, ein schmutziges Bad und die Kinderzimmer. – Und so lasse ich es. Dass mich all diese Dinge nerven, heißt nicht, dass ich nicht trotzdem mein Leben und meine Familie genießen kann.

Guckt euch mal diesen Dreckspatz an!

Heute saß ich, wie oben beschrieben, auf einem Stuhl mitten auf der Wiese in unserem Garten. Weil da die letzte Sonne hinfällt. Auf mich herab rieselten alte Tannennadeln, weil Liam auf dem Baumhaus tanzte. Um mich herum tänzelte ein glücklicher Jari mit sandigen Hosen und sämtlichen Obstfleckenfarben auf dem Oberteil. Ab und zu bekam ich von Emilian einen Ball ab.
Im Laptop warteten drei angefangene Blog-Einträge, die ich bald schreiben muss. Zwei Wäschekörbe standen voll im Schlafzimmer. Dreckige Töpfe gab es in der Küche und die Blumen im Beet hätten sicher gern etwas Wasser gehabt.

Aber ich saß da. Und lachte über meine Jungs, die selbst ihr Frühlings-Glück kaum fassen konnten und erstmal wieder Platz und Lautstärke für den Garten abchecken mussten.

Emilian hatte bis 15:00 Uhr Unterricht, hat mit sehr dreckigen Füßen auf der Couch ein paar Hausaufgaben gemacht. Liam hat lange mit Papa Geige geübt. Und sonst – tanzten wir in der Sonne.

Mein Alltag ist ihre Kindheit.
Sie werden so schnell groß.
Unser Leben ist jetzt.

Mehr Antworten und Fragen findet ihr hier:

Teil 1

https://mamasbusiness.de/?p=9895
Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
https://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
https://mamasbusiness.de/?p=10054
Teil 10
https://mamasbusiness.de/?p=10104
Teil 11
https://mamasbusiness.de/?p=10113
Teil 12
https://mamasbusiness.de/?p=10150
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Herbstferien auf Korsika

Die erste Alltagswelle hat uns, ohne vorher zu fragen, schon wieder überrollt.. nicht mit sich gerissen, aber überrollt.

Hausaufgaben, früh aufstehen, Gespräche mit Erziehern, last minute Einkäufe, Kuchen backen, Schnupper-Kurs, Kindergeburtstag, Verabredungen, Telefonate, kurzzeitig kein warmes Wasser im Haus (wo wir doch alle so frieren), Wäsche waschen, Wäsche in der Waschmaschine vergessen, Wäsche irgendwann aufhängen, Wäscheberge im Schlafzimmer.. und neue Wäsche, Sommersachen endgültig wegpacken, Sand vorher rausschütteln, Weihnachtskisten anlächeln und flüstern „Bald!“, dicke Jacken suchen, den Kindern 10x am Tag sagen: „Zieht euch eine Jacke an… noch eine… wir sind nicht mehr in Korsika!“, Kinderzimmer aufräumen, Geld für die Kita, Geld für die Schule, Windeleimer leeren … und noch eine Waschmaschine anschmeißen.

Bevor von der Wärme und Schönheit und Entspannung und Freude des Urlaubs nicht mehr viel da ist, möchte ich mit euch in Erinnerungen schwelgen.

*****

Es war so ein schöner Familienurlaub.
Lange hatten wir keinen richtigen Urlaub mehr gemacht. Eigentlich noch nie zu fünft und eigentlich noch nie so richtig weit weg!

Und wir sind so glücklich, dass wir uns im April relativ schnell dafür entschieden haben. Diese Vorfreude auf Korsika hat uns über den Berliner „Sommer“, über die lange Zeit ohne Papa, über die Sehnsucht nach Kalifornien und über noch so manche Sorge hinweg getröstet.

Und das Warten und Planen und mutig entscheiden hat sich gelohnt! So sehr, dass wir jetzt schon genau wissen, wo wir (dann mit zwei Schulkindern) in den Herbstferien 2018 sein werden…

*****

Das Packen und Planen war herausfordernd.
Wir wussten nicht genau, was uns erwartet.
Wir wussten nicht genau, wie das Wetter wird.
Wir wussten nicht genau, wie die lange Zeit im Auto wird.
Wir wussten nicht, welche Gegend uns erwartet.

Und dann haben wir das Auto voll gepackt und sind losgefahren – Freitag 14:00 Uhr nach Schulschluss. Die Strassen waren frei, die Kinder waren beschäftigt (später mehr dazu) mit ihren Reisebeuteln, wir hatten gute Laune und kamen schneller voran, als geplant.
Mein Mann fuhr die ganze Zeit, ich unterhielt die Jungs, wir machten ein paar Pausen und Punkt 20:00 Uhr hielten wir bei unseren Freunden in Schwäbisch Gmünd. Kurz hatten wir Mühe, die endlich frei gelassenen Kinder nicht das ganze verschlafene Örtchen aufscheuchen zu lassen – aber dann fielen wir bald müde in tolle weiche Betten.

Eine Stunde früher als geplant, kurz nach 5:00 Uhr, schlichen wir uns voller Aufregung und Vorfreude ins Auto und starteten in Richtung Frankreich. Ich las „Die drei ???“ vor, wir schliefen, knabberten Snacks und kamen gut voran. Ich löste meinen Mann ab, aber der enge Platz zwischen den Kindern war eindeutig besser für mich, und der Fahrersitz eindeutig besser für ihn.

Wir sahen uns Lyon an, tuckerten langsam durch die Innenstadt und ließen uns vom ersten französischem Flair berieseln. An Marseille vorbei zog sich die Strecke bis Toulon dann noch, aber überpünktlich erreichten wir gegen 19:30 Uhr den Corsica Ferries Hafen und warteten in der Schlange, bis es soweit war.

Die Kinder stiegen schon mit Papa aus, fanden eine Toilette, fotografierten Palmen und riesige Fähren. Es war dunkel, windig, aber angenehm warm.

In langen Reihen und zackig angeführt fand dann jedes der vielen Autos bald einen Parkplatz. Wir hatten natürlich das Zeug für die Übernachtung nicht extra gepackt und nahmen also nur, was wir finden und tragen konnten. Während der Überfahrt dürfen die Parkplätze nicht betreten werden.
Wir alle waren so müde und kaputt. In einer kleinen, engen Kabine klappten wir zu den zwei Betten noch zwei weitere aus der Wand, jubelten, als wir Toilette und Dusche sahen und fielen wieder in ein weiches Bett. Der Geruch von den benutzten Socken war genauso schlecht auszuhalten, wie das Geschaukel des Schiffes. Aber wir waren müde genug..

Jari hatte aus Deutschland einen Husten mitgebracht und schlief nach einem warmen Fläschchen genauso schnell ein wie wir alle.

Viel zu früh wurden wir vom Klopfen an der Tür und vielen lauten französischen Durchsagen geweckt. Die Überfahrt hatte 6 Stunden gedauert und wir waren so froh über unsere Kabine. Das war nämlich nicht Pflicht, bzw. musste extra gebucht werden. Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wo überall Menschen ohne Kabine übernachtet hatten..

Schon gegen 7:30 Uhr rollten wir in Bastia auf Korsika von der Fähre. Wir waren so müde, aber dem Ziel sehr nahe. Und der Sonnenaufgang hinter Palmen, am Sonntag Morgen über dem Mittelmeer füllte unsere Herzen und gab die letzte Energie.

Über Serpentinen, durch verschlafene Städtchen, an beeindruckenden Bergen vorbei und mit tollem Ausblick führte uns der Weg nach Calvi, wo wir gegen 9:00 Uhr endlich ankamen!
Die Freude war groß!

Es war so sonnig und so warm – und sehr windig. Das Meer war direkt hinter unserer Ferienanlage. Flach und türkis-blau! Das Apartment mit schönen hellen Zimmern und großer Terrasse gefiel uns so gut.

In der deutschen Ferienanlage wurden wir freundlich begrüßt und bekamen erste Infos. Die Supermärkte hatten bis 12:30 Uhr geöffnet und so gab es gleich den ersten Großeinkauf.
Und danach ließen wir uns alle in Ruhe ankommen…

*****

Besonders Jari (der am Samstag 9 Monate alt geworden war) brauchte lange, um in den neuen Räumen und in dem neuen Klima anzukommen. Ich schrieb ja kurz von unserem Krankenhaus-Besuch. Er schlief viel, war anhänglich und kein bißchen der Jari, den wir so von zuhause kannten.

Mein Gefühl sagte mir, dass der Arzt im Krankenhaus nicht ganz mit seiner Diagnose „Einfache Erkältung“ getroffen haben konnte. Trotz der ganzen neuen Medizin wurde ich nicht ruhiger. Ich telefonierte und googelte und fand einen deutsch-sprachigen Arzt in Fußnähe!

Nach einer abenteuerlichen Wartezeit in einem abenteuerlichen Wartezimmer sagte mir der französische Arzt in seinem abenteuerlichen Praxisraum mit ernsten Blicken und schlechtem deutsch, dass mein Baby eine Bronchitis hat.

Ich schluckte und nickte, bekam einen Zettel, der wohl ein Rezept für Antibiotika und Kortison war. Ich schluckte nochmal, als ich weiter unten einen Geldbetrag erkannte, bezahlte, bedankte mich und verließ die Praxis.
Ich entschied mich, mit dem Googlen aufzuhören und dem Mann zu vertrauen.
Dem Erlkönig gleich trug ich mein krankes Kind durch Hitze und Wind auf dem Arm und ging ein paar Straßen weiter in eine Apotheke. Dort traf ich die anderen drei, wir bekamen die Medizin und in schlechtem Englisch ein paar gute Anweisungen.
Und das war’s.
Und es war gut.
Nach ein paar Tagen hatten wir unser fröhliches, quietschendes, juchzendes und hungriges Baby wieder.

*****

Der Wind hörte am Ende des ersten Tages auf und es folgten 12 wunderschöne warme sonnige Tage.
Weil Jari Ruhe brauchte und wir alle das Auto nicht mehr sehen konnten, verbrachten wir die Tage der ersten Woche auf der Terrasse oder einer von uns mit Emilian und Liam am Meer.

Wir schliefen in der Siesta in Badekleidung auf Liegestühlen ein. Wir entdeckten Supermärkte und französische Spezialitäten. Wir erkundeten die Stadt, den Hafen, den Strand und die Nachbarschaft.

Wir hüpften über die Wellen, bauten Kleckerburgen, fingen Seeigel und Krabben und Muscheln, bestaunten sie und ließen sie wieder frei. Wir fanden Quallen, Seesterne und einen Oktopus und machten Fotos mit einer Unterwasserkamera. (Wenn die Fotos entwickelt sind, zeige ich sie euch.)

Wir staunten über die Inselbahn, Löschflugzeuge, Fallschirmspringer und Segelboote.

Wir genossen die wunderschöne Aussicht. Wir fanden Eisläden, aßen Croissants und Crepes und tranken französischen Wein. Wir fanden Internetcafés und schickten Bilder nachhause.

Eine andere Welt. Ich sitze hier in eine Decke gehüllt auf der Couch, die Heizung geht wieder und ich habe einen Schal um den Hals.. eine andere Welt.

*****

Teilweise war die Saison auf der Insel in einigen Geschäften oder Dörfern schon beendet, teilweise hatten wir echt keine Lust auf diese Serpentinen. Ein paar Ausflüge mit dem Auto konnten wir aber schaffen –  die Liste für nächstes Jahr gibt es trotzdem schon.

Wir sahen uns die Klippen in Lumio auf der anderen Seite der Bucht an.

Wir fuhren nach Piana ins Fangotal und fanden ein ausgetrocknetes Flussbett statt eines kühles Gebirgsflusses.
In der Hauptstadt Ajaccio besuchten wir einen Schildkröten Zoo.

Wir entdeckten unzählige tolle Kletterfelsen, Aussichtsplätze, Strände und Städtchen.

***

Unsere Tage begannen mit einem gemeinsamen Frühstück, wir aßen zusammen Mittag und Abendessen. Die Jungs verschwanden gern mal zu zweit ans Meer oder zogen sich einzeln zum Spielen zurück, aber viele Spaziergänge und Strandwanderungen unternahmen wir zu fünft.

Mein Mann hatte sich Bücher mitgenommen und las viel. Jari hüpfte in seinem Reisebettchen und ich lag in der Sonne oder saß mit den Jungs am Strand. Nach einer kurzen Gewöhnungszeit an krümeligen Sand und lauten Wellen genoß auch Jari die Zeit am Strand und konnte kurz vor der Abfahrt sogar die Füße und den Popo ins Meer halten.

Weil wir zuhause niemals fernsehen, waren die KIKA-Abende auch eine ganz besondere Urlaubserinnerung. Wir lachten uns kaputt über „Tom&Jerry“ oder „Der Grizzly und die Lemminge“.
Wir lernten zusammen bei „Wissen macht Ah!“ und den Kinder-Nachrichten bei „Logo“ und wir liebten die Reise zweier deutscher Jugendliche durch Amerika bei „Das erste Mal USA!“.

Vom Reformationsfest, von Halloween, von Geschehnissen in Deutschland und der Welt bekamen wir kaum etwas mit.

Wir alle haben unsere Sonnentanks gefüllt.
Wir haben die Freiheit und Freizeit genossen. Unendliche Weiten am Strand und in den Bergen. Platz zum Rennen. Wärme. Tage, die ohne einen Wecker, ohne Schulklingeln und Blicke auf die Uhr vor sich hin plätschern…

Findet Liam!

***

Auch die Rückfahrt verlief gut und ohne große Zwischenfälle. Natürlich fiel uns der Abschied schwerer und es gab etwas weniger Geduld und gute Laune.

Wir nahmen die Fähre am Freitag Abend und wurden am nächsten Tag in Nizza geweckt. Dieser Umweg hatte einen besonderen Grund: Vor 10 Jahren begann unsere gemeinsame Zeit mit der Hochzeitsreise in Cannes.
Und so fuhren wir, diesmal zu fünft, in diese Stadt und machten ein Foto vor „unserem“ Hotel und genoßen diese Erinnerung und den überwältigenden Rückblick auf die letzten 10 Jahre.

Wir frühstückten Croissants, Eclair und das beste Olivenbaguette der Welt an einem französischem Markt, während die Stadt gerade erwachte.

Von Frankreich über Monaco, Italien, der Schweiz und Österreich ging der Weg nach Deutschland und wieder kamen wir genau 20:00 Uhr am Samstag Abend bei unseren Freunden in Schwäbisch Gmünd an.

Wieder waren die Kinder kaum zu beruhigen, aber jetzt teilten wir Urlaubserlebnisse, sahen Fotos an, aßen zusammen und es war, als wären wir kaum weg gewesen.

Nach einem schönen Frühstück machten wir uns am Sonntag um 10:00 Uhr auf den Weg Richtung Berlin.
Das war der letzte und schwerste Teil der Reise.
Es wurde kälter, langweiliger, dunkler, nasser. Es gab mehr „Wann sind wir endlich da?“, „Mama, mein Popo klebt!“ und „Ich will jetzt nicht mehr so lange fahren.“ Der Alltag, der nächste Schultag und die oben beschriebene Welle rückten immer näher.

Die Kinder quengelten mehr, die Snacks waren uninteressant und auch Jari drehte und wendete sich jammernd, wenn wir ihn nach einer Pause wieder anschnallen mussten.
Das erste deutsche McDonalds nutzen wir für WLAN und um endlich neue Hörspiele und Filme auf sämtliche Endgeräte zu laden. Jedes Kind hatte eigene Kopfhörer und so verging die Zeit bis Berlin doch.

In völliger Dunkelheit, in Regen und Kälte kamen wir nach 17 Tagen wieder zuhause an. Ohne Unfall, Spucktüten, Krisen oder lange Staus haben wir die Hin- und Rückfahrt richtig gut überstanden.

Zuhause wartete eine große Überraschung auf uns, die fast die Erlebnisse des Urlaubs übertönte… aber davon schreibe ich euch im nächsten Eintrag. Bald! Versprochen!

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Hallo November!

Hier fühlt sich überhaupt gar nichts nach November an, und ich muss erst in unseren Terminkalender gucken, um zu sehen, was uns in diesem Monat erwartet.

Noch sind wir im Hier und Jetzt.
Und das ist Sommer.

Es wird gerade auch hier kühler und wir freuen uns, dass wir zwei letzte schöne Sommerwochen auf Korsika verbringen konnten.

Im November werde ich …

… meine Füße ins Meer und mein Gesicht in die Sonne halten.
… Sand aus unserer Kleidung schütteln und die Koffer packen.
… letzte Mitbringsel kaufen.
… mich von Calvi verabschieden.
… eine Nacht auf der Fähre verbringen.
… nach 10 Jahren den Ort unserer Hochzeitsreise wieder besuchen.
… auf der Fahrt noch einmal viel gute Laune und Essen und Spiele und Süßigkeiten verteilen.
… viele Stunden später in Berlin ankommen.
… mich über unser Zuhause und viel Platz und Alltag und WLAN freuen.
… die Sommerschuhe auf den Dachboden bringen und die Weihnachtskisten herunter holen.
… frieren.
… Tee trinken und Freunde treffen.
… Laub harken.
… unser Baby in der Kirche segnen lassen.
… zwischen Kita und Schule hin- und her eilen.
… Fotos von Korsika ansehen.
… Laternen basteln.
… über Weihnachtsgeschenke nachdenken.
… mit den Kindern „Vaiana“ und „Sing!“ sehen.
… Plätzchen backen.
… bei MOPS „Erste Hilfe für Babys“ lernen.
… vielleicht zum Friseur gehen.
… Pentatonix Weihnachtsmusik hören.
… die Adventskalender füllen.

Also, es ist sehr seltsam, hier im Bikini und Sonnenschein zu sitzen und über Weihnachten nachzudenken. Wirklich.

Und deswegen werde ich jetzt mit dem Kopf auf der Insel bleiben und noch nicht an zuhause denken.

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