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1000 Fragen an dich – Teil 35

Zum letzten Mal in der warmen Sonne sitzen.
Zum letzten Mal die kurzen Hosen waschen.
Zum letzten Mal mit FlipFlops morgens zur Schule laufen.
Zum letzten Mal Wäsche auf der Terrasse trocknen.

Ich weiß nicht, ob es wirklich so ist – aber in dieser Woche fühle ich es so. Am Morgen ist es so kalt – bei 9 Grad sind wir tapfer mit kurzen Hosen und FlipFlops zur Schule gelaufen. Ich wusste ja, dass es am Nachmittag so warm wird.

Ich freue mich, dass der Sommer so unglaublich, so schön, so leuchtend, so lange, so warm, so hell war. Was für ein Geschenk! Und jetzt ist wieder Zeit für frische Tagesanfänge, für Atemwölkchen, für Tee, für Vorlese- und Hörspiel-Zeiten, für Kastanien, für für Jacken und für Schuhe, die keine FlipFlops sind. Das wird mir am schwersten fallen.. ich trage fast immer FlipFlops.
Ich habe gestern tatsächlich schon über besondere Adventskalender nachgedacht, die ich in diesem Dezember ausprobieren möchte.

Es wird immer wunderbar weiter gehen. Der Herbst wird spannend, der Winter wird schön. Wir hangeln uns an Terminen und Festen und Veranstaltungen entlang und das Familien-Leben ist aufregend! Gestern haben wir das jährliche Foto zu Liams halben Geburtstag gemacht (fragt nicht, wir haben eben die Tradition, zu jedem halben Geburtstag der Kinder ein besonderes Foto zu machen) und wir haben das Familien-Einschulungs-Foto nachgestellt. Ich hab meine Männer und mich noch einmal in die Fest-Kleidung gescheucht, die Schultüte wurde so gehalten, als ob… und wir haben mit Selbstauslöser ein Foto gemacht. Wir mussten so lachen, aber wir haben jetzt das Foto und die Erinnerung dazu!

Eine Tradition sind auch die 1000 Fragen geworden.. nicht mehr so lange beantworte ich sie. Weiter geht’s dann:

681. Was war deine letzte gute Tat?
Ich habe mich zum Elternvertreter wählen lassen. Ich habe einer Freundin meine Babyklamotten weiter gegeben. Ich habe einer älteren Dame im Lidl eine große Freude gemacht, weil ich ihr sagen konnte, wo das Tomatenmark liegt.

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?
Leider nicht.

683. Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?
Schweren Herzens meinen Jüngsten mit Pulvermilch zuzufüttern und früher als geplant abzustillen. Und natürlich die Doula-Sache.

684. Was war dein bestes Konzert, das du jemals besucht hast?
Hmm, ich geh nicht so oft auf Konzerte. Als Kind oder fast-Teenie war ich einmal auf einem Konzert der Kelly Family. Und in diesem Jahr bin ich ganz spontan zu ihrer Comeback-Tour gegangen. Das war schon was ganz besonderes – nach so langer Zeit wieder genau die Töne und Stimmen zu hören und irgendwie sofort wieder drin zu sein.

685. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?
Mit Instagram-Zeit oder Schokolade oder Mittagsschlaf auf der Couch oder Kaffee oder einfach nur da sitzen.

686. Hast du schon mal jemand zum Weinen gebracht?
Ja. Zählen die Kinder auch? Das passiert schon mal.

687. Zählt für dich Qualität oder Quantität?
Es muss unbedingt immer mehr die Qualität sein. Weniger ist mehr.

688. Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?
Ich kenne so richtig schlimme Phasen gar nicht.
Aber ich würde sagen: Ablenkung, frische Luft, Humor.

689. Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?
Irgendwelches Obst, selbstgebackenen Kuchen, Saft oder Wein, eine Decke und ein Buch zum Vorlesen.

690. Hast du viel Selbstvertrauen?
Ich denke schon. Der Tank wird von den Menschen um mich herum aufgefüllt.

691. Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?
Meinen Mann, meine Eltern, meine Oma, meine Geschwister, Freundinnen.. kommt irgendwie drauf an, um was es geht.

692. Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?
Durch die Glastür sehen, wer da ist. Es riecht wie bei uns. Ich kenne mich aus. Ich kann durchatmen und mich auf die Couch fallen lassen. Ich weiß, wo es Kaffee und Schokolade gibt. Ich muss nicht fragen.

693. In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?
In Deutsch. Und so ziemlich von Anfang bis Ende.
Ich LIEBE Lesen und Schreiben. Überrascht euch wahrscheinlich nicht.

694. Wann hast du zuletzt ein Baby im Arm gehalten?
Mein 20-Monats-BrockenBaby zählt wahrscheinlich nicht mehr… Dann war das schon ne Weile her. Aber es werden gerade überall um mich herum Babys geboren. Dann dauert es bestimmt nicht mehr lange.

695. Würdest du jemand wie dich gern zur Freundin haben?
Ich glaube, ja. Vielleicht würde ich finden, dass ich zu viel rede und zu schnell rede und zu viel mache und zappelig bin.. aber ich bräuchte dann einen guten Ausgleich 🙂 Irgendwie haben mich ja auch Menschen zur Freundin.

696. Kannst du gut warten?
Manchmal schon. In Wartezimmern oder auf Bahnhöfen oder vor Klassenzimmern oder so ist das kein Problem. Oder jetzt, das Warten auf den ersten Doula-Anruf, das kann ich. Aber wenn wir zu spät sind und 1 von 5 Familienmitgliedern nicht rechtzeitig da ist, kann ich ungeduldig werden. Oder das Warten am Ende des Winters auf den Frühling.. haach, da werde ich sehr ungeduldig.

697. Welches Problem würde dich veranlassen zum Psychologen zu gehen?
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass ich das mal mache. Mein Coach-Mann stellt auch die richtigen Fragen und hört geduldig zu.

698. Was möchtest du irgendwann noch lernen?
Ich versuche gerade, mit Emilian mit Französisch zu lernen. Es wäre schön, wenn ich da irgendwann mehr sagen kann, als: „Ich bin eine Frau und ich esse einen roten Apfel“ …
Ich kann mir nicht vorstellen, jemals noch einen Beruf zu lernen oder zu studieren, aber ich würde gern lernen, eine richtig gute Doula zu sein … ich würde gern lernen, gut und sicher vor Menschen zu sprechen und nicht nur schriftlich meine Leidenschaft zu teilen … ich würde gern lernen, unseren Haushalt gut zu strukturieren und gut mit den täglichen Aufgaben klarzukommen … ich würde gern lernen, den Menschen um mich herum zur richtigen Zeit das richtige Wort oder ein offenes Ohr zu geben …

699. Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?
Auf Menschen.

700. Wie oft beginnst du  einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du…“?
Immer öfter, weil ich mich irgendwie an meine Kindheit vor der Schule nicht so sehr erinnern kann. Und meine Jungs sind jetzt 6 und 8 – und an die Zeiten kann ich mich erinnern.

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Szenen aus dem Alltag

Ich bin müde. So müde.
Und es ist erst Montag. Oder?
Meinem Bruder habe ich jedenfalls heute einen schönen Freitag am Telefon gewünscht…

Mein Leben ist voll.
Drei Kinder sind kein Kinderspiel – aber ich versuche allerdings, meinen Kindern im Alltag viel Zeit zum Spielen zu geben. Und ich liebe dieses Leben! Genau so habe ich es mir gewünscht.
Als ich meinen Mann fragte, ob es nur jetzt gerade so wild ist – oder ob es ab jetzt immer so ist, sagte er: „Wir sind jetzt in der Blüte!“ – Was auch immer das heißt…

Ein paar Alltags-Schätze:

* Ich bringe die Kinder jeden Morgen zur Schule, mein Wecker klingelt kurz nach 6:00 Uhr. Diese Zeit ist schön und wertvoll. Mir ist ein guter Start in den Tag für die Kinder wichtig. In der Nacht schlafe ich noch noch nicht gut, weil Jari mehrmals wach wird. Und natürlich gehe ich abends nicht rechtzeitig ins Bett…

* Am Wochenende hatte ich Weiterbildung. Die zwei vollen Tage geben mir noch eine extra Portion Müdigkeit. Meine Doula-Weiterbildung ist schon fast fertig! Könnt ihr euch das vorstellen? Es gefällt mir richtig gut und ich bin kurz davor, eine erste Geburt zu begleiten!
Ich beschäftige mich mit dem Wochenbett, mit der Plazenta, mit Sternenkindern, mit Gebär-Positionen und Entspannungs-Übungen.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr mir als Kommentar oder als Nachricht gern mal schreiben, was euch bei der Geburt am besten geholfen bzw. am meisten gefehlt hat. Ich würde gern auf meiner Website auf die Sorgen und Fragen von Schwangeren eingehen.

* Für beide Jungs fangen erste Nachmittags-Verabredungen an. Ich freue mich, dass sie Freunde nachhause einladen. Und dass wir neue Familien kennen lernen. Und dass unsere Kinder viel Gutes mit der Schule verbinden. Trotz Lehrer-Mangel bei Emilian und Anfangs-Schüchternheit bei Liam gehen beide gerne zur Schule und das freut mich. Liam schreibt jetzt erste Buchstaben und Emilian holt seine Hefte der 1. Klasse und vergleicht. Sie können sehr liebevoll und wertschätzend miteinander umgehen.

* Ich kann gar nicht sagen, wie sehr über alle Maßen ich dankbar für diesen Sommer bin! Und er ist noch nicht zu Ende… Ein Nachmittag am See steht noch auf dem Plan. Das würde ich gern noch schaffen! Der Garten ist trocken und staubig – bereit für ein paar Regentage. Aber wir ernten noch Himbeeren und haben heute eine rote Erdbeere gefunden.

* Verloren haben wir allerdings einen Autoschlüssel im Garten.. bzw. Jari hat. Ich hatte früher mal geschrieben, dass er gern Dinge aufhebt und sie irgendwo anders fallen lässt. Ich bin also weniger besorgt und mehr gespannt, wo wir den Schlüssel wohl wieder finden.

* Mit aller Kraft bereiten wir unser jährliches Sommerfest vor. Ich plane eine Foto-Box. Es wird toll! Kommt ihr? Es gibt Cocktails und Kuchen, Glitzer-Tattoos und geflochtene Zöpfe, Hüpfburgen und Rodeo-Reiten und ganz viele tolle Menschen.

* Für die kühleren Abende habe ich mir vorgenommen, wieder Sport zu machen. Ich würde das wirklich gerne schaffen. Ich weiß, wie gut mir das getan hat. Mein Rücken würde sich bedanken. Neuer Vorsatz!

* Falls ich euch irgendwann mal ein schlechtes Gewissen gemacht habe, weil ich so oft aufräume und putze: Das ist vorbei! Wenn es überhaupt oft war.
Ich laufe selbst nicht mehr gern barfuß durch die Wohnung, weil überall Sand und Krümel liegen. Und Wäscheständer stehen rum. Von den Fingerabdrücken an den Fenstern fange ich gar nicht erst an. Habt ihr auch überall Fruchtfliegen??

* Jari ist bald 19 Monate alt – und er ist der überhaupt Knaller. Er ist witzig und durchgeknallt.. er trottet so durch den Tag. Er kann so viel mitteilen, ohne auch nur den Mund aufzumachen. Er findet jede Süßigkeit, die herum liegt, aber er „fragt“ mit seinem Blick, bevor er mal dran knabbert. Er liebt die Brüder und die Brüder lieben ihn. Er lernt von ihnen, bringt sie zum Lachen und versteht, wenn sie erklären. Er hat als drittes Kind ganz andere Freiheiten und wir andere Ansprüche. Und.. er liegt zu Tische. Das ist Jari!

* Liam hat vorhin ein Knick-Licht mit ins Bett genommen.. eben kam er etwas verstört und sprachlos die Treppe herunter: Seine Hose leuchtete blau gepunktet. Und auch der weiße Teppich oben sieht im dunklen aus, wie ein wunderschöner Disco-Teppich. Ich wusste grad nicht, ob ich mit den Kindern feiern oder eher schimpfen sollte. Er hatte das giftige Zeug nicht im Mund und nach ein paar Stunden wird auch der Teppich die Party-Flecken nicht mehr haben.. Aber sonst geht’s noch?!

* Immer mal wieder denke oder rede ich darüber, ob es wohl dieses „Wir sind fertig mit Kindern“-Gefühl gibt. Weil, wenn ja.. dann kenne ich es noch nicht. Oben genannte Situationen sowie das Chaos in Kinderzimmern, Kleiderschränken und Termin-Kalendern halten mich eher davon ab, an ein 4. Kind zu denken. Die Doula-Weiterbildung arbeitet stark in die andere Richtung. Mal sehen, wer gewinnt. Ich bleibe dabei, dass das Leben mit mehr Kindern einfacher und wertvoller wird!

* Neben dem stinknormalen Alltag und einem großen Sommerfest stehen auch Arzttermine, Elternabende, Treffen mit Freundinnen, Bandproben und Telefonate in unserem Kalender. Und viele Fußwege zur Schule und zurück. Wahrscheinlich bekommen wir bald einen Kinder-Fahrradsitz, damit wir endlich zu fünft Fahrrad fahren können.

* Ich habe endlich, endlich, endlich das Fotobuch vom Jahr 2016 gemacht. Puh, ich bin so glücklich! Ich habe herausgefunden, wie ich das Foto-Programm austricksen kann und mit etwas mehr Arbeit hat es gut geklappt. Jetzt nur noch schnell das Buch von 2017 schaffen, bevor 2018 dran ist.

Niemals bin ich am Abend so müde, wie in der Mittagszeit. Meine Haare werden länger und länger, aber ich habe weder Zeit noch Geld, um zum Frisör zu gehen. Macht auch nix. Einen Zahnarzt-Besuch müsste ich machen und dann habe ich ja noch diesen Kosmetik-Gutschein. Wann kann ich mit meinem Mann mal ausgehen? Und Sport machen? Zur Zeit plane ich Schritt für Schritt, Tag für Tag. So lange wir können, sind wir im Garten. Es ist mir wichtig, Vor- und Nachmittage freizuhalten – die werden schnell genug voll geplant.
Das ist wohl die Blüte des Lebens.. Ich find’s toll!

(Ich habe eben in einer tiefsten Lücke der Couch den Autoschlüssel gefunden! Ich sag ja..)

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1000 Fragen an dich – Teil 33

Und weiter geht’s.. ohne viel Tamtam.
Die Arbeit wartet.. und die Sonne auch.

641. Welches Musikinstrument würdest du gern spielen?
Ich hatte als Kind Keyboard-Unterricht und hab lange Gitarre gespielt, Konzertgitarre. Klavier-Unterricht hatte ich dann auch in der Berufsfachschule und das hat mir Spaß gemacht. Aber jetzt bin ich mit einem Mann verheiratet, der ein Instrument nur angucken muss und es spielen kann – da fange ich gar nicht mehr richtig an. Ich beschränke mich aufs Singen und Tanzen mit den Jungs.

642. Hast du eine umfassende Allgemeinbildung?
Nein, leider nicht. Es gibt Themen, da kann ich kein Wort mitreden. Und ich hoffe, dass meine Schulkinder das nicht merken und ich bald mit ihnen mitlernen kann. Aber es gibt andere Themen, da kenne ich mich gut aus und die Kinder wissen mehr als ihres Alters entsprechend, wenn es um bestimmte Themen geht.

643. Für wen hast du eine Schwäche?
Nicht so sehr, dass es erwähnenswert wäre.
Von Paddy Kelly wisst ihr ja ausserdem.

644. Was ist dein größtes Hemmnis?
Vor Leuten sprechen. Ungeschminkt aus dem Haus gehen.
Ersteres geht.. vielleicht, das andere nicht.

645. Was machst du heute?
Mein Mann und ich mussten eben eine kleine Meise aus der Küche befreien, die hier irgendwie gelandet war und nicht raus kam.
Ich werde nachher zum ersten Mal Holunderbeerensaft machen – viel Arbeit für einen winzigen, aber gesunden Schluck. Dann werde ich die Schulkinder abholen, mit Jari einen Arzttermin wahrnehmen und das schöne Wetter genießen. Ich muss auch Schulbücher einschlagen, meine Haare waschen und ich möchte Steine bemalen, um sie am Sommerfest zugunsten der Kinderräume der Kirche zu verkaufen. Dann würde ich gern meine Nägel lackieren, denn am Abend darf ich mit meinem Mann unterwegs sein.

646. Worüber hättest du lieber länger nachdenken sollen?
Da fällt mir ganz spontan ein: Ich entscheide oft schnell und instinktiv, aus dem Herz heraus – vielleicht zu schnell. Aber oft klappt es dann so und es wäre anders gekommen, wenn ich länger nachgedacht hätte. Ich bin mir sicher, ich würde viele Verabredungen gar nicht zusagen, wenn ich länger nachdenken würde. Ich hab immer zu wenig Zeit… aber ich liebe es, mit Menschen zu sein.

647. Bist du lieber im Recht oder hast du lieber Glück?
Was hat das beides miteinander zu tun?
Ich kann um des lieben Friedens willen nachgeben und zufrieden sein. Aber wenn ich Recht habe und das weiß und die Entscheidung wichtig ist, kann ich auch mal ordentlich darauf bestehen.

648. Was hältst du von den Partnern deiner Freundin?
Partnern? Oder Freundinnen?
Weil ziemlich viele von denen hier mitlesen, kann ich da jetzt nicht viel sagen 😉 Aber was soll ich davon halten? Ist doch nicht meine Entscheidung. Es gibt einige wenige Paare, mit denen wir gut zu viert klar kommen – das finde ich toll.

649. Welche Eigenschaften deines Vaters hättest du auch gerne?
Oh, ich hätte gern wenigstens ein Hauch von seinem mathematischen Verständnis und der Logik und der Gabe, schnell Zusammenhänge zu erkennen. Das wurde sehr ungerecht unter uns 4 Geschwistern aufgeteilt 😉 Auch die Gabe, sich handwerkliche Fähigkeiten anzueignen oder auszubauen, wäre toll.

650. Welche Idee musst du irgendwann noch aufgreifen?
Oh, don’t get me started!
Mein Kopf ist voller Ideen. Immer. Ich hab so viel Lust, Neues zu probieren und anzufangen. Auf unserem Sommerfest (von dem ich immer öfter erzähle und zu dem ihr alle kommen müsst!) setze ich zum ersten Mal eine Foto-Idee um, von der ich seit 3 Jahren träume.

651. Wie würdest du dein Leben in drei Stichwörtern beschreiben?
Mein Mann sagt: Kaffee, Kinder, Klamauk.
Ich sage vielleicht: Kaffee, Kinder, Kirche.
Das sind nicht die originellsten Worte und dazu gehört auch Kreativität und Küche oder sowas, um beim K zu bleiben, aaaaaber es sollten ja nur 3 sein 😉

652. Was ist das Beste am Erwachsensein?
Ach, die Fragen heute sind aber toll!
Dass ich Kaffee trinken darf. Und Alkohol. Dass ich größtenteils selbst entscheiden darf, was ich tue und auch, was ich lasse. Dass ich etwas mehr Herr meiner Gefühle bin, als ein Kind. Dass ich Auto fahren darf. Dass ich bereits sowas wie „ein eigenes Leben“ habe und trotzdem jederzeit neu entscheiden oder planen kann. Dass Freundschaften sicherer und stärker sind.

653. Bist du ein Kämpfertyp?
Nein, ich glaub nicht. Nicht oft. Oder? Ich kann mich durchsetzen und Dinge zum Ziel bringen, die ich im Ziel haben will. Aber ich kann auch entspannen und Dinge Dinge sein lassen.

654. Wie viel Fantasie hast du?
Ich denke mir keine Rollenspiele und Geschichten für meine Kinder aus. Ich versuche, begeistert zu sein, wenn sie mir von krassen Typen oder Situationen erzählen, die sie im Garten „sehen“.
Dann hab ich wohl wenig Fantasie. Aber immerhin Visionen und gute Ideen…

655. Können sich Menschen ändern?
Ja. Es wird schwerer im Alter, sagt man.
Aber alles ist möglich.

656. Versuchst du, ein Problem zuerst selbst zu lösen?
Nein. Ich bin wirklich die, die zuerst zu ihrem Mann rennt.

657. Was hättest du gern 10 Jahre früher gewusst?
Wie schön das Erwachsenleben sein kann. Dass es immer weiter geht. Dass das Leben voller Überraschungen steckt. Dass ich 33 werden kann und mich nicht alt fühlen werde.

658. Was wird dein nächstes Projekt?
Meine erste Rufbereitschaft und Geburt!!! Ein Vortrag für die Weiterbildung. Das Kreißsaal-Praktikum. Winterkleidung aktualisieren. Den Garten nach dem Sommer „aufräumen“. Mein Blog soll ein neues Outfit bekommen und ich möchte mir unbedingt bald eine Doula-Website erstellen.
Langeweile – was ist das?

659. Machst du häufig mehrere Dinge gleichzeitig?
Ja, eigentlich immer.

660. Was liegt dir immer noch im Magen?
Es gibt ein paar Dinge, die ich in naher Zukunft erledigen muss und die mir ganz schön auf den Magen drücken. Zum Beispiel werde ich eine Zeugenaussage machen müssen, auf die ich keine Lust habe. Und das Kreißsaal-Praktikum wird auch ein Schritt in absolutes Neuland sein.
Aber es wird jeden Tag auch viele schöne Dinge geben und ich gehe Schritt für Schritt. Zur Zeit fast Tag für Tag, weiter plane ich kaum. Und wenn es soweit ist, werde ich das schaffen.

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1000 Fragen an dich – Teil 29

Heute hab ich doch fast meine Fragen vergessen!
Aber ich bin ja auch im Urlaub.
Wir haben so viel Sonne und Meer. Das ist sehr schön.
Ich genieße es, dass Termine und Verpflichtungen und to do Listen und feste Uhrzeiten noch so weit weg von uns sind.

Aber.. an die Fragen hab ich ja gerade noch gedacht!

****

561. Bedauerst du etwas?
Ach, ich denke, dass schon alles irgendwie seinen Plan und Sinn hat, im Rückblick kann ich das ja leicht sagen. Manchmal denke ich, ich hätte einen anderen Beruf gewählt, wenn ich älter und „reifer“ gewesen wäre. Hab ich ja schon erwähnt. Aber andererseits, wie auch eben geschrieben, passt der Beruf perfekt. Und meinen anderen Berufs-Wunsch erfülle ich mir ja jetzt.
Dann denke ich manchmal, dass ich nach der Schule gern für ein paar Monate ins Ausland gegangen wäre. Das hat nach mir gefühlt jeder gemacht. Und zu meiner Zeit eben nicht. Alle, die da waren, sind mit so viel mehr Erfahrung und Lebensweisheit zurückgekommen. Ich war dann ein Jahr in Kalifornien, aber eben mit Kindern und in anderer Rolle.

562. Welchen Zeichentrickfilm magst du am liebsten?
Ich finde Tom&Jerry toll, weil die Kinder sich dabei echt kaputt lachen. Alt, aber gut. Wenn ich jetzt an Disney oder Pixar denke, führt das zu weit. Da gibt es so viel gutes Zeug. Unsere Klassiker sind „Die Eiskönigin“ und „Vaiana“. Die alten Filme habe ich als Kind nie gesehen und wir gucken sie jetzt erst zusammen mit den Jungs an. Das ist auch toll.

563. Was würdest du deinem Kind gern fürs Leben mitgeben?
Ich wünsche mir, dass sie über den Tellerrand sehen + denken und die Vielfalt an Menschen und Möglichkeiten kennen und schätzen. Ich wünsche mir, dass sie erkennen, dass zählt, was Gott für sie vorbereitet hat und über sie denkt – und nicht, was Menschen zu ihnen sagen und von ihnen denken. Sie sollen in sich drin stark und mutig sein und sich geliebt wissen. Sie sollen Männer sein, die ihrer Berufung und Leidenschaft folgen. Aber erstmal reicht auch, wenn sie Wert auf Ehrlichkeit und Verantwortung legen.

564. Welches Buch hast du in letzter Zeit mit einem tiefen Seufzer zugeklappt?
Ich kann mich nicht erinnern. Aber ich habe im Urlaub Zeitschriften von „The mothering journey“ gelesen. Und geseufzt. Dieses Doula-Ding kommt echt von Herzen.

565. Würdest du gern wieder in einer Zeit ohne Internet leben?
Ich kann mich an diese Zeit sogar noch erinnern, jawohl. Und an „Geh mal aus dem Internet, ich will telefonieren!“. Ich schätze das Internet sehr. So viele unglaublich tolle Sachen wären nicht möglich. Aber es wird ganz schnell zu viel. Ich habe das Gefühl, bald können wir gar nicht mehr ohne Internet sein. Einkaufen. Den Weg finden. Urlaub buchen. Das Wetter sehen. Vielleicht möchte ich zu einer Zwischenstufe zurück. Minuten, Stunden, Tage ohne Internet vielleicht?

566. Wann hast du zuletzt ein Bild ausgemalt?
Bestimmt mit den Jungs irgendwas. Obwohl, ein Ausmalbuch für Erwachsene habe ich auch.

567. Wer war deine Jugendliebe?
Ich hatte da so meine Schwärmereien… Banknachbarn. Brüder von Freundinnen. Und Paddy!! Und der hört einfach nicht auf, toll auszusehen!

568. Für wen hast du zuletzt Luftballons aufgeblasen?
Für die Kindergeburtstage bestimmt. Aber ich muss zugeben, inzwischen pusten die Kinder und ich knote. Manche Ballons sind beim Pusten geplatzt und darauf hab ich gar keine Lust. Darum drücke ich mich lieber davor.

569. Wie würden andere Personen deine Wohnung beschreiben?
Aaah, sowas kann ich nicht. Das müssten die Personen bitte mal selbst sagen. Vielleicht „gemütlich, gastfreundlich, wohnlich..“? Ich sag ja, ich kann sowas nicht.

570. Mit wem stöberst du am liebsten in Erinnerungen?
Mit meiner längsten Freundin. Wir können so herrlich über die Vergangenheit lachen und wir haben damals nächtelang geträumt, wie alles später so wird. Und jetzt, mit 6 Kindern, lachen wir darüber auch.

571. Wie viele Stunden am Tag verbringst du vor dem Computer?
Stunden schon mal gar nicht. Vielleicht 2-4 in der Woche? Vieles geht schnell am Handy – und das mache ich, ehrlich gesagt, lieber zwischendurch, als mir Berge von PC-Aufgaben für irgendeinen Abend aufzuheben.

572. Verschweigst du deinem Partner manchmal Sachen, die du gekauft hast?
Nein.

573. Wen oder was benutzt du als Ausrede, um etwas nicht machen zu müssen?
Viele Dinge, dich ich machen muss, mache ich ja nicht für mich, sondern für die Familie. Und da bringt es nichts, das irgendwie wegzuschieben. Sonst macht es eben keiner. Aber ich kann gut die Kinder als Ausrede vorschieben, wenn mir eine Veranstaltung oder so nicht passt. Dann frage ich, ob sie wollen und wenn sie „Nein“ sagen, kann ich schneller absagen. Und ich versuche wirklich, dabei nicht zu manipulieren 😉

574. Gehst du gern ins Kino?
Gab es die Frage nicht schon?
Ich mag das sehr. Den Popcorn-Geruch, die Filmvorschau, mal laut und in groß Filme zu gucken. Aber es ist selten und preis-intensiv geworden. Bald fängt die Zeit an, wo wir mit den Kindern ab und zu ein Kino-Event erleben können.

575. Wie großzügig bist du?
Das über sich selbst zu sagen, ist ja auch nicht so besonders.
Ich glaube, ich war früher schon eher großzügig, ich schenke gerne und bin in einem sehr gastfreundlichen Zuhause aufgewachsen. Auch jetzt ist Großzügigkeit eine unserer Herzensangelegenheiten und wir teilen unsere Zeit, unseren Platz, unser Zuhause und unser Essen gern mit vielen.

576. Was versuchst du zu vermeiden, weil du Angst hast?
Oh, ich ahne, dass es da in der Tiefe eine Menge gibt. Manchmal fällt es mir schwer, neue Menschen anzusprechen, zu telefonieren (ich hasse telefonieren) oder vor Gruppen zu sprechen.. ich glaube, weil ich Angst davor habe, nicht die richtigen Worte zu finden. Ich scheue mich manchmal vor Konflikten. Und ich bin nicht gern allein im Dunkeln draussen oder allein zuhause.

577. Was ist deine neueste harmlose Leidenschaft?
Hmm.. ich versuche, gute Handyfotos zu machen.

578. Was würdest du auf dem roten Teppich tragen?
Ein langes Kleid, passenden Nagellack, schöne lange Ohrringe, halbhohe Schuhe.

579. Wie geht es dir wirklich?
Ich merke, dass sich in allem Urlaubs-Glück so langsam das Ende der Ferien einschleicht. Bei uns Erwachsenen. Die Kinder sollen und werden die Ferien bis zur letzten Minute genießen. Und der Alltag, der schon am Ende der Strasse steht und winkt, nervt mich irgendwie. Er soll wegbleiben. Wie oben geschrieben: Termine, Treffen und Listen. Ich möchte irgendwie versuchen, langsam zu starten und die Leichtigkeit zu bewahren.

580. Worauf hast du in letzter Zeit schweren Herzens mit Nein geantwortet?
Auf Termine, die wir wegen Doppelbelegung leider nicht wahrnehmen können.

****

Wir haben noch über eine Woche Ferienzeit und die freien Tage möchte ich nochmal richtig aufsaugen und uns alle einfach sein lassen. Das Wetter passt so gut dazu.

Machts euch schön!

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1000 Fragen an dich – Teil 28

1000 Fragen an dich – Teil 27

1000 Fragen an dich – Teil 26

1000 Fragen an dich – Teil 25

1000 Fragen an dich – Teil 24

1000 Fragen an dich – Teil 23

1000 Fragen an dich – Teil 22

1000 Fragen an dich – Teil 21

1000 Fragen an dich – Teil 20

1000 Fragen an dich – Teil 19

1000 Fragen an dich selbst – Teil 18

1000 Fragen an dich – Teil 17

1000 Fragen an dich – Teil 16

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Familienurlaub 2018

Wir sind hier im nördlichsten Norddeutschland in einem wunderschönen Haus mit Garten, Pool, Baumhaus und Haustieren. Zur Ostsee ist es nicht weit und zur Nordsee auch nicht.

Eigentlich wollten wir ja unseren Urlaub in Ungarn oder Holland verbringen. Erst gestern haben wir unsere Gastgeber hier kennengelernt. Also.. was ist passiert?

Als wir erfuhren, dass das jährliche Business-Treffen für meinen Mann in Kalifornien in diesem Jahr in den Sommerferien sein würde, fingen wir an zu träumen. In den Sommerferien! Das hieße ja, wir könnten eventuell alle zusammen fliegen! Endlich. Wir redeten oft darüber und beteten, dass wir alle fünf zusammen wieder Urlaub in Kalifornien machen können.
Aber so richtig wurde nichts aus diesen Plänen. Die Konferenz war nur ganz kurz. Die 5 Flugtickets waren viel zu teuer und selbst zu zweit ohne Kinder hätten wir die Tickets kaum bezahlen können.

Der Urlaub mit meiner Familie Anfang Juli an der Ostsee war sehr schön, aber durch meine Weiterbildung und die Kalifornien-Reise hatten wir nur 4 volle Tage zusammen und die sind schnell vergangen.

Wir buchten für ein paar Tage im August einen ganz einfachen, preiswerten Urlaub in Holland, weil wir sowieso in der Richtung unterwegs in Deutschland sein wollten und weil wir einfach nochmal zu fünft verreisen wollten.

Weil sich aber andere Pläne änderten, mussten wir unseren Urlaub in Holland stornieren und Ungarn war jetzt zu weit weg und zu spontan. Die Ferien vergingen und es sah so aus, als würden wir in diesem Sommer nicht richtig zu fünft verreisen können.

Ich redete mit Freundinnen darüber und sie fragten, ob sie für mich oder uns beten könnten. Normalerweise meckere und nörgle ich in meinen eigenen vier Wänden – lasse mir das aber vor anderen nicht gern anmerken. Nach außen bin ich lieber gern stark und tapfer und finde mich mit den Zuständen eben ab, an denen ich eh nichts ändern kann. Denke ich. Doch ich sagte: „Ich wünsche mir sehr, dass wir als Familie irgendwie nochmal Urlaub machen können! Dafür könnt ihr beten.“

Ich suchte wieder nach günstigen Bungalows irgendwo am See in Mecklenburg.
Wenigstens Wasser und Familienzeit.

Ein paar Tage später, am Freitag, rief mich dann eine Freundin an. Wir haben uns ewig nicht gesehen und hatten ab und zu WhatsApp-Kontakt. Ich konnte nicht ans Telefon gehen, weil ich gerade mit Jari am Flughafen wartete und sie schrieb mir eine Nachricht: „Ich wollte dich fragen, ob ihr Zeit und Lust hättet, ein schönes Haus in unserer Nähe zu hüten und zwei Katzen zu versorgen?“
Es ging um genau die einzigen Tage, in denen wir noch Lücken in den Ferien hatten! Kannste dir nich ausdenken. Noch am Abend redete ich mit meinem Mann, der frisch aus Kalifornien gelandet war – und am Samstag Morgen entschieden wir uns.

Ich telefonierte kurz danach mit der Frau aus dem Haus, wir besprachen ein paar Dinge und ich erzählte ihnen, was für ein großes Geschenk das für uns sei. Sie waren mindestens genau so dankbar, dass ihr Haus nicht leer stehen musste. Alle ihre Freunde sind selbst verreist und über mehrere Ecken waren wir die letzte Hoffnung.

Wir fuhren also am Dienstag in der allerkrassesten Hitze von Berlin los und brauchten 5 Stunden. Kurz nach 20:00 Uhr kamen wir an, die Kinder sprangen vom Auto fast direkt in den Pool, wir bekamen einen Kaffee angeboten und kurz danach das WLAN-Passwort. Sympathisch. So muss das sein!
Jetzt wohnen wir also ein paar Tage in einem schönen Haus einer Familie mit drei großen Jungs. Ein bißchen fühlt es sich an, als wären wir in unserem Zukunfts-Haus gelandet.

Ich bin sehr dankbar für diesen Urlaub und ich weiß, dass er aus menschlicher Sicht nicht zustande gekommen wäre. Ich nehme das voll als Geschenk von Gott an und lasse mich auf diese Überraschung ein.

Jari hat in den letzten Tagen sehr unter der Hitze gelitten, hatte Hitzepickelchen und war sehr anhänglich und weinerlich, zuhause und auch unterwegs. Und hier.. im Urlaub, ist er entspannt, tippelt durch den Garten, traut sich zu den Katzen und plappert vor sich hin. Wie schön! Dieser Urlaub ist besonders.

Ach so.. und eine kleine Spaß-Info:
Wir hatten ja gebetet, dass wir nochmal zusammen nach Kalifornien könnten.
Und guckt mal, was hier in der Nähe ist:

Foto von 2015

Ich amüsiere mich über diesen Humor und danke Gott für diesen Urlaub!

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