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1000 Fragen an dich selbst – Teil 18

Hach, ich bin so voll und erfüllt von den letzten Tagen. Happy Times! Ich hab so viel erlebt und geschafft und genossen.

Meine Weiterbildung lief und läuft gut (ich werde in den nächsten Wochen mal ein paar mehr Wörtchen dazu schreiben) Dann haben wir Besuch aus Kalifornien. Dann waren wir heute (wegen schulfrei: Yeah!) auf Karls Erdbeerhof und ich bin endlich mit der Achterbahn gefahren. Das war so cool! Und dann das Wetter. Und die Familie. Und so. Watt jeht’s uns juut!

Ich freu mich jedesmal auf die neuen Fragen!
Kann man echt 1000 gute Fragen beantworten?
Spannend.. und los geht’s:

341. Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?
Echt jetzt? Das macht aber grad meine ganze Stimmung kaputt! Was soll’s… Also, über eins meiner Kinder, das ein kleines Konzentrations-Problem zum Beispiel mit den Hausaufgaben hat. Boah! Und über Termin-Verpeilungen mit meinem Mann. Und über Dinge, die genommen und benutzt – aber nicht wieder weggeräumt werden!!!
Das war jetzt mal so der kleine familiäre Teil. Und da gibt es übrigens jeeede Menge Dinge, über die ich mich inzwischen kaum bis gar nicht mehr aufrege! Is halt so.

Im Allgemeinen würde noch dazu gehören:
Menschen, die lügen, um besser da zu stehen oder schneller voran zu kommen. Ich rege mich auf über Menschen, die sich schnell und laut über alles aufregen. Über Menschen, die unsensibel in Fettnäpfchen treten und andere verletzen. Die andere Schwachheit zu ihren Gunsten nutzen. Da gibt es noch viel, viel mehr…Ungerechtigkeit gegenüber Kindern, Machtspielchen, Gewalt unter der Geburt, Bevormundung, Egoismus, Plastikmüll, Verschwendung an Ressourcen, Zeit und Geld… haach. Aber ich merke doch, dass ich jetzt nicht darüber nachdenken möchte.

342. Kann jede Beziehung gerettet werden?
Puh. Ich bin mutig und sage Ja.

343. Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?
Ich mag meine Hände. Und meine Augen. Und meine Haare.

344. Womit hältst du dein Leben spannend?
Wenn unser Leben eines nicht ist, dann langweilig.
Zu unserer Hochzeit haben wir uns für unsere Ehe folgenden Spruch ausgesucht: „Wenn du etwas erleben möchtest, das du noch nie erlebt hast, musst du etwas tun, das du noch nie getan hast.“
Wir hatten ja keine Ahnung… 😉

345. Kannst du unter Druck gute Leistungen erbringen?
Unter Zeitdruck, ja. Wir haben heute super super minuten-spontan eine deutsch/amerikanische Kinder-Geburtstags-Party bei uns gefeiert. Aber unter „Drei Kinder schreien mich an und das Essen verbrennt und das Baby schreit und das Telefon klingelt und ein Glas fällt runter“-Druck nicht mehr ganz so.

346. Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?
Ich neige dazu, die Vergangenheit rosiger zu sehen, als sie in dem Moment vielleicht war. Damals wollte ich gern schon weiter sein – heute wünsche ich mich zurück. Solche Filter spielen da vielleicht mit.
Das junge, unschuldige zum ersten Mal verliebt sein und mit einem Jungen zusammen zu sein, fand ich so spannend und aufregend. Die ersten Monate als Ehepaar, die sich so verrückt nach „Wir sind große, freie Kinder“ und „Wir sind jetzt ernstzunehmende Erwachsene“ hihi anfühlen. Dann die erste Schwangerschaft. Die Freiheit, mit einem pflegeleichten Baby einfach in den Tag hineinzugammeln. Der erste Sommer im eigenen Garten. California Lifestyle.. mit der Familie am Pazifik leben. Sommerferien. Naja, ihr merkt schon. Ich finde mein Leben sehr angenehm. (Aber ich hab auch Phasen nicht benannt 😉 )

Kontrast Fotostudio

347. Findest du andere Menschen genauso wertvoll, wie dich selbst?
Ja!!! Und ich wünsche einigen von ihnen, dass sie das endlich sehen und erkennen und annehmen!

348. Hast du immer eine Wahl?
Instinktiv würde ich ein dickes Nein schreiben, weil ich drei Kinder habe und manchmal Stunden vergehen, bis ich an mich denken kann. Aber ich denke, dass ich dann wiederum die Wahl habe, das blöd oder okay zu finden. Und ich habe drei Kinder gewählt, also lebe ich „die Konsequenzen“ und mache uns das allerbeste daraus. Hmm?

349. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
Das weiß doch jedes Bibi.
Ich mag März bis Oktober. Warum, wisst ihr.

350. Wie hättest du heißen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?
Ich hab keine Ahnung.

351. Wie eitel bist du?
Uuh ähm, um mal bei der Sache mit dem Namen zu bleiben.. Eitel könnte mein zweiter Vorname sein. Ohne Ohrringe und Mascara gehe ich nirgendwo hin. Das sind wahrscheinlich auch die Dinge, über die ich als Mama noch einigermaßen selbst entscheiden kann. Ich mag es, mich schön zu fühlen und mir nicht unbedingt jede wache Nachtstunde und jede Sorgenfalte ansehen zu lassen.

352. Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?
Das wäre dann das Herz.

353. Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?
Hmm.. die Doula-Weiterbildung zu machen. Ich bereue es nicht! Aber ein Risiko wird diese spannende Sache immer sein.

354. Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?
Ich kann gut anfangen, mit SmallTalk das Eis brechen. Aber dann lasse ich es eher laufen. Ich rede zwar gern, aber Einmischen und Unterbrechen mag ich eigentlich nicht so.

355. Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?
Puh, keine Ahnung. Da gibt es zu viele.

356. Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?
Tolle Gäste. Leckerer selbst gebackener Kuchen. Frische Blumen. Musik. Zeit. Gute Getränke.

357. Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?
Naja.. lächeln und Danke sagen kriege ich hin. Ganz ehrlich mag ich Komplimente auch schriftlich sehr, um sie mir aufzuheben und ab und zu mal zu lesen. Ich hab noch solche Zettel.. die sind über 10 Jahre alt.

358. Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?
Ich versuche, erstmal überhaupt darauf zu achten.. aber ich mache mich nicht dabei verrückt. Ich bin für ein Mittelmaß und einen guten Ausgleich. Zähne putzen ausfallen lassen geht übrigens gar nicht.

359. Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?
Ich mag Sex. Allerdings, falls das jemand noch nicht weiß: Es ist nicht unbedingt so, wie in Filmen und Büchern und schönen Träumen. Spätestens mit Babybauch und Still-Nächten und Kindern im Bett ändert sich das. Manchmal ist es ein Kampf. In den Filmen lernt man nicht, dass man sich „Zeit mit dem Ehemann“ mal im Kalender eintragen muss. Aber es ist die Mühe wert. Und Sex schützt vor Entfremdung und Anspannung und sich-allein-fühlen. Und dass es „im Alter“ besser wird, hätte ich ja auch nie geglaubt…

360. Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Urlaub ist, was man draus macht.
Als ich heute mit meinem Mann auf Karls Erdbeerhof ganz, ganz oben im Wind unter blauem Himmel barfuß auf der großen Hüpfburg saß, hat sich das ein bißchen wie Urlaub angefühlt.
Natürlich würde ich gern jährlich mit Freundinnen im Spa-Paradies verschwinden und Pediküre und Massage genießen. Dann mit meinem Mann nach Italien, unendlich viel Wein trinken und Tomate-Mozarella essen. Und danach mit den Kindern ans Meer, Kleckerburgen bauen, Eis essen und Muscheln sammeln. Aber wenn das grad nicht geht, dann freue ich mich auch wirklich sehr über ein paar freie Tage, die wir draussen verbringen können. An denen wir keine Uhrzeit brauchen, dreckige Füße haben und viel zusammen lachen.

 

Teil 17

Teil 16

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1000 Fragen an dich selbst – Teil 15

Gerade sitze ich im Reisebus nach Dresden und genieße die Ruhe, von irgendeinem Schnarchen mal abgesehen, und ich genieße die Zeit. Und dass mir mal nicht schlecht wird. Ist das auch noch eine Frage? „Wird dir beim Autofahren schlecht?“

Heute beantworte ich die 300. Frage! Vor Teil 15 hätte ich mich gern gedrückt.. die Fragen sehen so schwer aus. Werden wir gleich sehen. Dafür wird Teil 16 dann schöner, denke ich. Ihr seid noch dabei, oder?

Manchmal finde ich es schade, dass mein Blog gerade nur aus 1000 Fragen zu bestehen scheint.. aber andererseits lernt ihr mich und ich mich dabei sehr gut kennen. Langweilig wird es nicht.

281. Malst du oft den Teufel an die Wand?
Abgesehen davon, dass ich mich hüten werde, den Teufel an irgendeine Wand zu malen.. es gab Zeiten, in denen ich ängstlicher war. Interessanterweise als ich frisch verliebt, frisch verheiratet und frisch Mutter war. Ich hatte Angst, mein Glück verlieren zu können und nichts dagegen tun zu können. Jetzt bin ich nicht sorglos, aber optimistisch, zuversichtlich und ruhiger.

282. Was schiebst du zu häufig auf?
Bücher lesen. Gartenarbeit. Kleidung sortieren. Telefonate. Einen Zahnarztbesuch. Irgendwann knallt es dann und ich erledige vieles schnell und mit einem Mal. Aber irgendwas ist immer und manchmal schiebe ich eben.

283. Sind Tiere genauso wichtig wie Menschen?
Für mich nicht. Aber das ist keine einfache Ja/Nein Frage.

284. Bist du dir deiner selbst bewusst?
Ja. Und durch viele unterschiedliche Persönlichkeitstests habe ich im Laufe der Jahre (wie alt und reif das klingt!) immer mehr Verständnis und auch Worte für mich entwickelt. Auch durch diese Fragen hier. Was nicht heißt, dass ich auch immer mit allem an und in mir so zufrieden bin.

285. Was war ein unvergesslicher Tag für dich?
Ich möchte nicht schon wieder mit „Hochzeit“ und „Geburtstag“ antworten. Und ich weiß gar nicht, ob es einen Tag gibt, der mir so von morgens bis abends immer im Gedächtnis bleibt. Eher Momente. Sehr schöne. Und sehr schwere. Ich fand zum Beispiel die Ausreise nach Amerika sehr markant. Oder die Rückkehr. Oder den Tag der Beerdigung von Opa. Der Tag, an dem ich erfuhr, dass das Herz meines Babys in mir nicht mehr schlägt. Emilians Einschulung. Der erste und letzte Tage im Beruf, bei Ausbildungen. Den Mann nach langen Reisen wieder in unsere 8 Arme schließen zu können.

286. Was wagst du dir nicht einzugestehen?
Sollte ich das dann hier schreiben?

287. Bei welcher Filmszenen musstest du weinen?
Ach, geht das um eine?? Ich weiß nicht, ob ich mal richtig geweint habe. Bestimmt bei Pearl Harbour. Aber ich bin sehr schnell bewegt, wenn es um Beziehungen in Filmen geht. Mann – Frau. Mutter – Kinder. Verzeihen. Ehrlichkeit. Menschlichkeit. Liebe. Und, Überraschung: Diese Szene gibt es doch in jedem Film.

288. Welche gute Idee hattest du zuletzt?
Ich bin voller Ideen. Die Kindergeburtstag-Themen waren gut. Die Idee, im September Tulpenzwiebeln zu setzen, war gut, sehen wir jetzt. Zu Googeln, ob es Doulas in Berlin gibt. Spontan nach Dresden zu fahren. Kirschblütenfest zu feiern. Ein Überraschungspaket zu schicken.

289. Welche Geschichten würdest du gern mit der ganzen Welt teilen
www.mamasbusiness.de

290. Verzeihst du anderen Menschen leicht?
Ich kann hart und nachtragend sein, aber wenn ich Ehrlichkeit und Offenheit fühle, reiße ich mich zusammen. Es kommt drauf an, wie tief ich Dinge an mich heran lasse und wie wichtig mir etwas ist. Nein, eigentlich kommt es darauf an, dass ich Verzeihen soll.

291. Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heut aber nicht mehr?
Haach, ich habe geklammert. Siehe Frage 281. Ich bin immernoch gern 24 Stunden am Tag mit meinem Mann zusammen, aber was muss, das muss.

292. Was hoffst du, nie mehr zu erleben?
Ach, hier ist die Frage. Im letzten Teil bei Frage 263 dachte ich daran.
Schwere Enttäuschungen. Ungewissheit bei Krankheit. Ein Kind in der Menge suchen zu müssen. Ein ungeborenes Baby zu verlieren. Von anderen verunsichert zu werden. Geldsorgen. Und dann noch mehr ungeplante Ausgaben.
Wir müssen gerade jeden Euro dreimal umdrehen, bevor wir ihn ausgeben – und dann geht das Auto kaputt und natürlich ist der Betrag vierstellig… Ich möchte nicht mehr erleben, meinen Mann so leiden zu sehen. Die Fragen zu stellen: Wie kann ich meine Familie ernähren? Macht Gott was? Machen wir was falsch?
Wir teilen unsere Leidenschaft und Berufung und wir glauben, dass Gott uns versorgt. Aber der Glaube wird manchmal sehr auf die Probe gestellt.

293. Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!“?
Ich glaub schon. Was macht man sich manchmal für unnütze Sorgen und Gedanken – anstatt einmal zu fragen und das Ding zu klären und es dann zu lassen. Ich würde manchmal gern mehr von meinem Mann erfahren. Aber ihm geht es um Ruhe, ums Zuhören und um ehrliche gute Fragen. Und wenn ich mir dafür keine Zeit nehme, bekomme ich eben keine Antworten. Weil ich ihm in einem Satz erzähle, welche Hausaufgabe Emilian hat, wer wieder schwanger ist und was wir für den Himmelfahrts-Tag planen, heißt das nicht, dass er das auch macht. Und kann. Außerdem weiß er um mein schnelles Mundwerk und mein schnelles Denken und erzählt mir aus bestimmten Gründen nicht alles. Zur Sicherheit für mich und andere. Manchmal denke ich, dass es ihm ja helfen könnte, wenn er Sorgen mit mir teilen würde. Dann schätze ich aber andererseits, dass er Sorgen bei sich behält, um mich zu schützen.

294. Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?
Bei der Entscheidung zur Doula-Weiterbildung war ich tief in mir sicher, aber doch unsicher. Ich brauchte die Meinung einiger Freundinnen, um das gut entscheiden zu können.
Oft frage ich meinen Mann und schätze seine Meinung. Wenn ich voller Überzeugung bin, brauche ich nur sein „Ja, mach das!“ und was die Welt sagt, ist mir egal. Es kommt auch vor, dass ich ihn überstimme und ganz allein entscheide. Aber eher brauche ich bei Entscheidungen auch die Gedanken anderer zum Denken.

295. Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?
Nanu. Ich würde sagen, ich bin ein Gegenwartsträumer. Ich lebe im Jetzt. Ich genieße den Moment. Als frische Mama habe ich mich ganz oft dabei wieder gefunden, zu denken: „Ach, war das schön, als er noch..“ und „Ach, wird das schön, wenn er erst..“ Und was war eigentlich schön? Genau! Dass er gerade…
Ich hänge natürlich mit meinem Herzen in der Vergangenheit. Ich liebe es, mit den Kindern „Weißt du noch?“ zu spielen. Da kommen so viele Erinnerungen. Und wir feiern das. Unsere Zukunft ist nicht direkt ungewiss, aber auch nicht fest geplant. Ich plane und fiebere nicht gern über die Maßen auf etwas hin, weil die lange lange Vorfreude den eigentlichen Moment unecht machen kann.
Macht das Sinn? Ich habe darüber noch nie nachgedacht. Aber jetzt, im Bus, inzwischen auf der Rückfahrt nach Berlin, fühlt sich das für mich so richtig an.

296. Nimmst du eine Konfrontation leicht an?
Nein, gar nicht. Ich winde mich wie ein Wurm und würde alles tun, um zu verschwinden. Oft ist es nicht schlimm und ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht. Aber ich mag es einfach nicht. Bitte, liebe Kinder, guckt euch das bei Papa ab. Der kann freundlich, aber bestimmt konfrontieren – so gut, wie niemand sonst.

297. In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter?
Die Frage 8, worin ich ihr ähnlich bin, war leichter. Ich denke, früher als junge Mutter war sie viel ruhiger und geduldiger, als ich es bin. Jetzt bin ich allerdings entspannter in einigen Dingen. Das kann aber auch am Alter und an den Umständen liegen. Sie ist viel fleißiger. Sie telefoniert öfter und gerne. Ich winde mich genauso, wenn ich telefonieren muss. Sie tritt mutiger und bestimmter auf. Das war vielleicht nicht immer so und ich hoffe, das lerne ich noch besser. (Mir fallen immer wieder kleine Dinge ein, die wir ähnlich machen) Sie denkt mehr an andere, als an sich selbst.

298. Wo bist du am liebsten?
Das hört sich so an, als dürfte das nur ein Ort sein. Ähm… nein, kann ich nicht. Mir fallen so viele Plätze ein. Und dann denke ich „Heißt am liebsten, dass ich da oft bin?“, „Heißt das, dass ich da schnell hinkommen können muss?“
Also, ich sitze sehr gern und sehr oft auf unserer Terrasse. Da sind die Kinder, da ist es grün und da sehe ich keinen Haushalt. Ich bin gern am Wasser. Am Wannsee. An der Ostsee. Weite und Meer. Sonne. In Kalifornien wäre mein „Am liebsten!“ in Laguna Beach gewesen. Sagen wir mal: Am liebsten bin ich draußen!

299. Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet?
Nicht zu viel und nicht zu wenig.

300. Was ist dein Lieblingsdessert?
Cheesecake. Eiskaffee. Tiramisu. After Eight Eis. Erdbeeren. 

 

Danke, dass ihr mit lest.
Hier findet ihr meine Antworten der letzten Wochen.

Teil 1

https://mamasbusiness.de/?p=9895
Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
https://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
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Teil 10
https://mamasbusiness.de/?p=10104
Teil 11
https://mamasbusiness.de/?p=10113
Teil 12
https://mamasbusiness.de/?p=10150
Teil 13
https://mamasbusiness.de/?p=10185
Teil 14
https://mamasbusiness.de/?p=10225
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1000 Fragen an dich selbst – Teil 14

Haach, ich freu mich immer neu über die nächsten Fragen! Gute Fragen sind doch was Feines! Und wenn ich die 1000 Fragen wieder mal beantworten sollte, kämen ganz neue Antworten heraus. Spannend!

261. Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?
Also.. ob ihr’s glaubt, oder nicht: Ich liebe Geburtsgeschichten erzählen und hören. Nicht erst jetzt, schon seitdem ich zum ersten Mal Geburt erleben durfte.

Ich mag es auch, mit anderen zu visionieren, zu träumen, zu spinnen.. was könnten wir planen, was könnten wir starten?

262. Kannst du gut Fehler eingestehen?
Oh, das ist nicht einfach. Tut eigentlich nicht weh. Aber man, was kann ich stolz sein.

263. Was möchtest du nie mehr tun?
Ich finde es schwierig zu trennen zwischen „nie mehr tun“ und „nie mehr erleben“. Was möchte ich nie mehr tun? Es allen Recht machen wollen auf Kosten meiner Familie. Ich möchte niemanden enttäuschen, verletzen. Ist das damit gemeint? Ich weiß es nicht.

264. Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?
Heiter bis sonnig.

265. Sagst du immer die Wahrheit?
Ich denke schon. Ehrlichkeit ist mir und für meine Kinder ganz wichtig. Notlügen gehen gar nicht. In wie vielen Serien und Filmen sehen wir und lernen die Kinder, dass es okay ist, die Wahrheit zu verbiegen, um besser da zu stehen? Finde ich furchbar. Wenn es keine Grauzone, sondern nur schwarz und weiß gibt, dann ist das so. Ich möchte meinen Kindern absolut vertrauen können und sie sollen das auch von mir wissen.

266. Was bedeutet Musik für dich?
Haach.. ich liebe Musik.
Musik berührt mein Herz. Musik bringt mich auf andere Gedanken. Musik bringt mich zum Weinen, zum Tanzen, zum Singen und zum Lachen. Musik macht Gänsehaut. Musik macht, dass ich mich bewegen muss. Musik macht, dass ich mich meinem Schöpfer Gott nähern kann und Musik macht, dass ich seine Schönheit fühle.
Musik erinnert mich an Menschen, an Situationen, an Urlaube, an Klassenfahrten, an Zeiten mit meinen Babys. Musik geht ins Herz mit „Weißt du noch?“ Das Kelly Family Comeback Konzert vor ein paar Wochen bestand nur aus solchen bewegenden Emotionen.

Bei uns hier wird immer gesungen! Nicht so alle zusammen und fünfstimmig, aber jeder für sich. Jari noch nicht. Aber Liam konnte viele Lieder summen, bevor er sprechen konnte!

Ich liebe es, dass die Jungs immerzu ein Lied im Kopf und im Ohr haben. Wir machen uns gegenseitig Ohrwürmer. Wir können hundertmal das gleiche Lied hören. Die Musik vom Film „Sing“. Oder von „Vaiana“.
Ich könnte „Bohemian Rhapsody“ von Pentatonix immer! hören.

Musik hat mich auf meinen Mann und besten Freund aufmerksam gemacht. Musik war unsere Sprache. Musik spricht keine Sprache. Musik spricht alle Sprachen.
(Jetzt habe ich das Wort so oft geschrieben, dass es richtig komisch aussieht. Kennt ihr sowas?)
Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen!

267. Hast du schonmal einen Weinkrampf vorgetäuscht?
Nein. Wie geht das?

268. Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?
In meinem Leben kommt das Wort „allein“ nie so ganz gut. Wenn ich ganz schnell ganz viel Chaos bewältigen muss (Küche, Kinderzimmer) dann geht das allein besser, als mit drei Kindern.. aber sonst immer gerne mit vielen anderen.

269. Welchen Fehler verzeihst du dir immernoch nicht?
Da fällt mir nichts ein. Es gibt nichts, womit ich mich quäle. Ich hätte nicht aufhören sollen, Musikunterricht zu nehmen. Ich hätte nicht so darauf bestehen müssen, unbedingt zu meinem 30. Geburtstag in Berlin zu sein. Dann hätten wir nämlich mehr Zeit in Kalifornien gehabt.
Aber das sind keine Fehler. Das sind einfach Weggabelungen in meinem Leben, an denen ich mich für eine Seite entschieden habe.

270. Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selbst nicht?
Keine.

271. Denkst du intensiv genug über das Leben nach?
Was heißt „genug“?
Ich denke nicht, ich bin. Ich denke über Entscheidungen nach, die wir treffen müssen. Über Pläne. Über meine Aufgaben. Ist das das Leben? Über „Woher kommen wir?“ und „Wohin gehen wir?“ denke ich weniger nach. Mein Glaube an Gott gibt mir da viel Sicherheit und klare Antworten. Es gibt viel mehr, als das, was wir sehen.

272. Fühlst du dich manchmal anderen Menschen gegenüber unsicher?
Ja, ich denke, das ist ganz normal. Bestimmt müsste ich mich nicht unsicher fühlen. Und bestimmt fühlen sich andere mir gegenüber auch unsicher, obwohl sie das nicht müssten.
Das liegt daran, wie wir auftreten. „Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“ Oder Schwächen zeigen können. Und das ist auch ein Bild, dass wir unseren Kindern in den Kopf pflanzen. Leider oft unbewusst. Unterordnung. Respekt. Wer ist wichtiger? Spannendes Thema eigentlich.

273. Bist du autoritätsgläubig?
Was meinen Glauben betrifft, ja. Obwohl ich das nicht als autoritäre Religion, sondern eher als Beziehung bezeichnen würde.

274. Bist du gern allein?
Nein.

275. Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?
Ich lebe hier mit 4 Männern.. muss ich noch mehr sagen?
Vieles, was Deko, Garten, Zimmer, Ausflüge, Partys.. betrifft, ist meine Initiative. Manchmal nervt es mich. Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt auffallen würde, wenn ich das alles lassen würde. Manchmal denke ich, die Männer fühlen sich hier sehr wohl und wissen nur nicht, warum 😉

In unserer Kirche zum Beispiel habe ich mit dem MOPS-Treffen für Mamas und mit einer monatlichen LadiesNight angefangen, weil ich denke, dass Frauen und Mütter manchmal vergessen, eigene Interessen durchzusetzen. Oder zu haben. Und das muss ja nicht sein.

276. Welchen guten Zweck förderst du?
Ich mache gern bei „Weihnachten im Schuhkarton“ mit. Wir geben Geld an unsere Kirche und die unterstützt weitere Projekte. Andere Kirchen. Organisationen in Berlin, Deutschland und weltweit.
Ich versuche, einige Läden zu meiden und bestimmte Produkte nicht zu kaufen, obwohl ich da leider nicht sicher bin, welche Wahrheit wir kennen und kennen sollen.
Ich unterstütze das Second Hand System und versuche, „Zeit statt Zeug“ zu leben.

277. Wie sieht dein Traumhaus aus?
Für mich zählt, wer darin mit mir wohnt. Laaangweilig, sorry.
Ich hab’s nicht so mit Architektur und Inneneinrichtung. Entweder es passt, oder es passt nicht. Es sollte nicht so ganz im Nichts stehen, ich mag Menschen. Wisst ihr ja. Es muss groß genug sein und immer Platz für Gäste haben. Und: Ich möchte nicht putzen! Geht das bitte?
Liam sagt, sein Traumhaus soll größer als alle Nachbarhäuser sein, damit er weit gucken kann.

278. Machst du leicht Versprechungen?
Ja.. das könnte sein. Ich halte mich dann auch dran, aber auf meine und unsere Kosten. Vielleicht passt das zu Frage 263. Ich sollte Nein sagen lernen und Aufgaben abgeben lernen.

279. Wie weit gehst du für Geld?
Geld zu haben oder zu bekommen, ist sehr verlockend. Gerade, wenn jeder Euro vor dem Ausgeben dreimal gedreht werden muss. Aber, und da sind wir wieder beim Thema.. ich habe Versprechungen gemacht und auf Kosten meiner Familie entschieden. Bloggerkooperationen zum Beispiel. Da sage ich inzwischen mehr Nein, so schade es auch ist. Aber wenn die Zeit zum Schreiben fehlt, bringt es alles nichts.

Ich nehme mir Zeit, auszusortieren und Bücher einzuscannen und Anzeigen zu schalten, um ein paar Euros zu bekommen. Oder ich suche nach gebrauchten Dingen, um Geld zu sparen. Der Aufwand ist oft größer als der Nutzen, aber dafür ist es eben Second Hand und wieder ein bißchen für einen guten Zweck.

280. Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?
Das könnte zu mir passen, ja. In unserer Familie können wir aber gut reden und Kompromisse finden. Es kann nicht immer um Nachteil und Vorteil gehen.

 

Mit vielen guten Gedanken im Kopf werde ich meinen Sohn jetzt von der Schule abholen. Später holen wir Freunde aus Kalifornien vom Flughafen ab.

Habt einen schönen Dienstag!

Teil 1

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1000 Fragen an dich selbst – Teil 13

Es ist wieder Dienstag und ich möchte gern die nächsten Fragen beantworten. Gerade sitzen wir draussen, die drei Jungs „spielen“ zusammen Fußball und ich könnte mich einfach nur kaputt lachen. Jeder der drei ist echt ein Knaller für sich! Sie spielen miteinander, aber irgendwie auch nicht – und ich frage mich, wie wir jemals fragen konnten: „Drittes Kind: Ja oder Nein?“ Die drei passen perfekt zusammen!

„Alter, Mama, guck mal.
Das sieht aus wie Himmelfahrt!“

Wir sind bereits bei Teil 13 und ich hab das Gefühl, ich hab bereits alle Fragen der Welt beantwortet. Aber ich bin noch nicht fertig. Noch lange nicht.

241. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?
Ja.. sonst wäre ich nicht hier. Ich weiß nicht, seit wann, aber mein Herz schlägt für Frauen und Mütter und Frauen, die Mütter werden. Ich fühle mich dazu berufen, Frauen zu bestärken, zu ermutigen und Familien zu unterstützen und wertzuschätzen. Ich fühle mich dazu berufen, hier im Süden von Berlin Kirche zu bauen und Menschen mit Menschen und Gott zu verbinden. Im Moment fühle ich mich in dieser Rolle sehr wohl und alle Bereiche meines Lebens passen zu dieser Berufung.

242. Bist du nach etwas süchtig?
Es gibt viele Dinge, die mir sehr wichtig sind und die ich genieße. Kaffee. Wein. Mein Handy. Instagram. Handcreme. Ohrringe. Aber dass ich es jetzt sofort unbedingt brauche oder niemals ohne kann, würde ich nicht sagen.

243. Wessen Tod hat dich am meisten berührt?
Das ist eine schwierige Frage. Mein Opa ist vor 5 Jahren gestorben und er war der naheste Verwandte, von dem ich mich verabschieden musste und dessen Tod ich am meisten mitbekommen habe. Aber es war kein plötzlicher Tod. Wir konnten uns verabschieden und ich weiß, dass wir uns wiedersehen werden.
Wenn ich sagen soll, welcher Tod mich am meisten berührt hat, dann fallen mir junge Menschen ein, die ganz überraschend gehen mussten. Zum Beispiel der Tod von Tim, Mann von Bloggermama Mama Mulle hat mich sehr getroffen.
Oder Roger Cicero. Chester Bennington.
Ungeborene Babys kurz vor der Geburt.
Es geht nicht um irgendwelche Stars oder Persönlichkeiten. Ich meine den plötzlichen Tod von jungen Menschen. Das berührt mich sehr.

244. Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten?
„Geile Zeit“
Hört sich vielleicht merkwürdig an, aber dieses Lied hat eine große, große Bedeutung für mich.
245. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?
Huch, was ist das für eine Frage?
Ich habe gar nicht eine „Person“ vor Augen, die ich sein möchte. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin. Und dass ich mich verändere. Und ich denke, als Mutter, als Ehefrau, im Umgang mit Menschen wird diese Veränderung hoffentlich eher in eine positive Richtung gehen. Oder?
Ich wäre gern in manchen Dingen anders.
Aber tue ich aktiv was dafür? Weiß ich gar nicht.
Interessante Frage.. vielleicht sollte ich mal.

246. Wann muss man eine Beziehung beenden?
Wenn sie nicht gut für mich ist. Wenn ich nicht gut für andere Person bin. Wenn die Beziehung einseitig geworden ist.
Ich habe nicht viel Erfahrung damit. Ich gebe Menschen nicht schnell auf und es fällt mir schwer, einen Kontakt ganz und für immer abzubrechen.

247. Wie wichtig ist dir deine Arbeit?
In den letzten 8 Jahren bestand meine „Arbeit“ aus kleinen und großen ehrenamtlichen Projekten, die ich liebte und liebe, aber sie standen eben immer nur an zweiter Stelle. Auf die Idee, mir eine Arbeit zu suchen, die nicht zu mir als Mutter passt, wäre ich nie gekommen.
Ich bin sehr gespannt und glücklich, dass ich bald eine Doula sein darf. Diese Arbeit ist mir sehr wichtig und ich bin schon ganz neugierig, wie und wann es losgeht.

248. Was würdest du gern gut beherrschen?
Ich würde gern mehr Sprachen sprechen. Nochmal richtig Gebärdensprache können. Ich würde gern ein bißchen mehr Struktur und Regelmäßigkeit in meinem Alltag (und an meinen Männern…) sehen – aber wahrscheinlich würde das nicht zu uns passen. Ich würde gern besser kochen können. Nicht lernen, sondern können. Mit Lebensmitteln „einfach was machen“ können!
Ich würde gern mündlich besser mit Worten umgehen können. Ich würde gern sicherer auftreten können.

249. Glaubst du, dass Geld glücklich macht?
Nein.
Ich stelle mir vor, dass „Geld haben“ weniger sorgenvoll und zufriedener macht. Aber in Wirklichkeit ist es wohl kaum so. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich jetzt, in einer Lebensphase des „am wenigsten Geld habens“ am glücklichsten bin. Ja.. das sind auch die Umstände – aber das gehört doch alles zusammen.

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?
JA!
Das ist ein sehr großes dickes fettes Ja, immer wieder!

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?
Ist „Shred“ eine Sportart?
Ich glaube, im Sport bin ich ein absoluter Durchschnittsmensch. Ich bin ausdauernd, aber das ist jetzt auch nichts Halbes und nichts Ganzes.

252. Heuchelst du häufig Interesse?
Nicht mehr. Selbst bei nervigen Telefon-Umfragen und „Darf ich Ihnen eine kurze Frage stellen“-Strassen-Aktionen kann ich inzwischen gut abwinken oder auflegen, anstatt höflich 30 Minuten zuzuhören und mich dann über verschwendete Lebenszeit zu ärgern.

253. Kannst du gut Geschichten erzählen?
Ich bin gut darin, Geschichten, die mir oder meinen Kindern oder irgendwo passiert sind, wiederzugeben und die Zuhörer zu fesseln und zum Lachen zu bringen. Aber manchmal würde ich genauso gut ausgedachte Geschichten erzählen können, mit Worten spielen können (siehe Frage 248) und mit der Phantasie durchdrehen. Ich glaube, dazu muss ich in einer entspannten, ruhigen Stimmung sein.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste?
Allen Menschen doch! Warum denn nicht?

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?
Manchmal denke ich, ich hätte vielleicht gern studiert. Manchmal denke ich, ich hätte vielleicht gern mal in einer WG gelebt. Manchmal denke ich, ich hätte einen anderen Beruf wählen sollen. Manchmal denke ich, wir hätten mehr reisen sollen, als wir noch keine Kinder hatten. Manchmal denke ich, wir hätten viel länger in Kalifornien bleiben sollen. Manchmal denke ich, ich hätte viel mehr aus dem Jahr in Kalifornien machen sollen.
Aber dann sehe ich mein Leben, meinen Mann und meine Kinder, unser Haus, ich fühle mich jung und glücklich und weiß: Es ist schon alles gut so, wie es ist.

256. Kannst du dich gut ablenken?
Ich kann mich schnell ablenken lassen. Das hat Vor- und Nachteile. Und ich finde, ich kann mich auch von Problemen oder doofen Situationen oder Sorgen ablenken und Dinge stehen lassen, die ich nicht ändern kann und mich wieder schöneren Sachen widmen.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?
Das habe ich doch irgendwie bei Frage 83 beantwortet, oder?  Ich fühle mich in der Kleidung wohl, die ich trage. (Es sei denn, es ist mal eine Bauchweg-Hose, ein enges Kleid oder hohe Schuhe.) Aber ich mag Jeans. Am liebsten Spaghetti Tops. FlipFlops. Einfach so.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?
Ich fühle mich ein bißchen dumm und naiv, weil ich mit dieser Frage, wie auch mit Frage 245 nicht so richtig was anfangen kann. Ich habe mir mein Leben und mich als Person nicht irgendwie vorgestellt und arbeite jetzt darauf hin. Und da passieren unglaubliche Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie mal erleben darf, und eben auch Dinge, die ich nicht hätte haben müssen.

Mir fällt ein, dass ich nach der ersten Fehlgeburt vor Emilian oft dachte: „Hoffentlich kann ich überhaupt Kinder bekommen!“

Oder wenn andere Personen erzählten, wie Gott sie genau zur richtige Zeit mit Geld und anderen Dingen versorgt hat, dachte ich manchmal: „Das wird mir nie passieren.“ Ist es aber.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?
Sorry, aber Nein.

260. Was nervt dich gelegentlich?
Ach, darauf kann ich antworten.
Raue Hände. Kinder, die Dreck machen. Jari, der sich nachts auf und über und unter mich wühlt, weil er nicht schlafen kann. Regen. Eine unaufgeräumte Küche. Dass wir einen weißen Küchenboden haben. (Echt.. wie konnten wir!) Baustellen und Ecken im Haus, die ich seit Monaten und Jahren nicht bearbeiten kann. Dass ich kaum Zeit zum Lesen finde. Dass ich mich verzettele und tausend Sachen gleichzeitig anfange. Unaufgeräumte Kinderzimmer. Meine Problemzonen. Ungewaschene Haare.

Ups, da fällt mir ja ne Menge ein. Aber da steht „gelegentlich“. Und so ist es auch.

Jetzt beginnt die Zeit, in der wir uns größtenteils draussen aufhalten. Wenn ich die Kinder abends gerade so zwischen 8 und 9 Uhr vom Garten übers Bad ins Bett schicke, gehe ich über sandige Böden an einer dreckigen Küche vorbei nach oben. Dort wartet Wäsche, ein schmutziges Bad und die Kinderzimmer. – Und so lasse ich es. Dass mich all diese Dinge nerven, heißt nicht, dass ich nicht trotzdem mein Leben und meine Familie genießen kann.

Guckt euch mal diesen Dreckspatz an!

Heute saß ich, wie oben beschrieben, auf einem Stuhl mitten auf der Wiese in unserem Garten. Weil da die letzte Sonne hinfällt. Auf mich herab rieselten alte Tannennadeln, weil Liam auf dem Baumhaus tanzte. Um mich herum tänzelte ein glücklicher Jari mit sandigen Hosen und sämtlichen Obstfleckenfarben auf dem Oberteil. Ab und zu bekam ich von Emilian einen Ball ab.
Im Laptop warteten drei angefangene Blog-Einträge, die ich bald schreiben muss. Zwei Wäschekörbe standen voll im Schlafzimmer. Dreckige Töpfe gab es in der Küche und die Blumen im Beet hätten sicher gern etwas Wasser gehabt.

Aber ich saß da. Und lachte über meine Jungs, die selbst ihr Frühlings-Glück kaum fassen konnten und erstmal wieder Platz und Lautstärke für den Garten abchecken mussten.

Emilian hatte bis 15:00 Uhr Unterricht, hat mit sehr dreckigen Füßen auf der Couch ein paar Hausaufgaben gemacht. Liam hat lange mit Papa Geige geübt. Und sonst – tanzten wir in der Sonne.

Mein Alltag ist ihre Kindheit.
Sie werden so schnell groß.
Unser Leben ist jetzt.

Mehr Antworten und Fragen findet ihr hier:

Teil 1

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Teil 2
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Teil 3
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Teil 4
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Teil 5
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Teil 6
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Teil 7
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Teil 8
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Teil 12
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1000 Fragen an dich selbst – Teil 12

Wir haben heute den Garten und die Terrasse schön gemacht – ich möchte morgen meinen Geburtstag draussen feiern!
Zwei Käsekuchen sind schon fertig, die Kinder rennen im T-Shirt draussen rum und wissen gar nicht, wohin mit ihrem Glück. Ist das schön!

Während einer Kaffeepause widme ich mich den nächsten Fragen:

221. Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?
Ich glaube, ja. Manchmal passt es einfach.
Und ich muss aber sagen, auch auf den zweiten. Ich hab manchmal gedacht, dass ich schon so viele tolle Freundinnen habe und gar nicht auf die Suche nach neuen gehen muss. Und dann habe ich aber wieder ganz wunderbare neue Frauen kennengelernt und festgestellt, wie gut wir wieder zusammen passen. Das ist echt faszinierend.

222. Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?
Ich versuche es. Mir reichen kleine Pausen, wie jetzt: Kaffee auf dem Sofa, kurz die Augen schließen. Ich merke aber, weil ich relativ oft solche kleinen Zeiten für mich oder mit Freundinnen habe, mache ich keine großen Pausen. So ein Wochenende mit einer Freundin oder dem Mann verreisen.. oder mal ein Shopping-Tag ohne Kinder.. das wäre schön!

223. Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?
Ich hab das Gefühl, meine Jugend war nur so. Aber jetzt im Nachhinein waren es wohl nur Schwärmereien. Über die Schwärmereien ging es dann oft nicht hinaus. Richtig echt verliebt war ich nur in meinen Mann, glaub ich.

224. Steckst du Menschen in Schubladen?
Ich befürchte, das tue ich. Manchmal passt es und ich kann Menschen besser einordnen – aber natürlich ist niemand nur „so“ oder „so“.
Aber ich lasse mich auch eines besseren belehren und lerne so zum Beispiel ganz tolle Menschen kennen, siehe Frage 221. Der Satz „Jeder ist normal, bis du ihn kennen lernst“ trifft es gut.
Und mir ist es andererseits auch wichtig, nicht in gewissen Schubladen zu landen.

225. Welches Geräusch magst du?
Das ist eine ganz tolle Frage, auf die habe ich mich schon lange gefreut. Ich mag Vogelgezwitscher, besonders sehr früh am Morgen oder in der Abenddämmerung. Ich mag das ausgelassene, laute, glückliche Lachen meiner Kinder. Das Rattern der Kaffeemaschine. Ich mag Wellenrauschen am Meer. Ich mag es, wenn mein Mann meinem Namen sagt. Ich mag das nächtliche Schnuffeln meines Babys, wenn es am Nuckel saugt. Ich mag den Klang von guter Musik, a capella oder instrumental. Das Geräusch beim Anzünden eines Streichholzes. Das Rascheln von Füßen im Laub. Das Lachen von Freunden. Ich mag das Knacken von Eiswürfeln, wenn sie ins Getränk geworfen werden. Ich mag das Geräusch vom Zerhacken von Zartbitterschokolade. Ich mag, wenn mein Mann Klavier spielt. Schreie von Möwen.

226. Wann warst du am glücklichsten?
Ach.. oft. In Kalifornien.. in Laguna Beach. Jung verheiratet. Als frische Mama. Aber am glücklichsten? Da möchte ich mich jetzt nicht festlegen.

227. Mit wem bist du gern zusammen?
Mit meinem Mann. Mit guten Freunden. Mit Familie.

228.Willst du immer alles erklären?
Nein, aber ich möchte verstanden werden.

229. Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?
Als ich mich für die Weiterbildung zur Doula angemeldet habe.

230. Was war deine größte Jugendsünde?
Ich habe heimlich mit einer Freundin geraucht. Einmal.

231. Was willst du einfach nicht einsehen?
Bewusste Bösheit. Macht-Ausnutzung. Erpressung. Kindesmisshandlung.

232. Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?
An einem Weihnachten bin ich als kleines Mädchen zusammen mit meiner Schwester ins Weihnachtszimmer gekommen. Unter dem Baum lagen zwei Puppen und ich rief erstaunt: „Oh! Zwei Puppen für mich!“

233. Welchen Tag in deinem Leben würdest du gern noch einmal erleben?
Da kann ich mich auch nicht entscheiden. Vielleicht die Hochzeit. Oder meinen 30. Geburtstag. Oder einen Tag in Kalifornien. Es gab auch schöne Tage in meiner Kindheit.. so viele Möglichkeiten!

234. Hättest du gern mehr Zeit oder mehr Geld?
Jetzt gerade? Mehr Geld.

235. Würdest du gern in die Zukunft schauen können?
Nein, lieber nicht. Ich vertraue, dass zur richtigen Zeit das Richtige passiert.

236. Kannst du gut deine Grenzen definieren?
Ich übe es. Ich müsste ab und zu mehr Nein sagen. Ich plane meine Tage manchmal zu voll und überfordere meinen Mann mit meinen Partys. Es ist schön – aber es geht über unsere und meine Grenzen.

237. Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?
Ähm.. nö, ich glaub nicht.

238. Hast du einen Tick?
Nö, ich glaub nicht.

239. Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?
Auf jeden Fall eine Momentaufnahme. Als Ziel funktioniert es nicht, man wird nur enttäuscht sein.

240. Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?
Mit Menschen, die mich gern haben. Die mich gehen lassen können.

Lest gern alle meine anderen Antworten hier:

Teil 1
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Teil 2
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Teil 3
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