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1000 Fragen an dich – Teil 25

Zwischen spannenden Fußball-Momenten, zwischen Koffer-Listen und angefangenen Blog-Einträgen, zwischen Milch-Fläschchen und Wäscheständern… bin ich.

Und ich werde die nächsten Fragen beantworten.
Teil 25!
Wisst ihr, was das heißt?
Halbzeit!

Wer ist noch dabei???

481. Bei welcher Fernsehsendung schaltest du sofort um?
Abgesehen davon, dass ich nie fernsehe (nur zur WM) und spätestens bei der Werbung umschalte: Bei deutschen Filmen. Es tut mir sehr leid.. ich mag keine deutsche Filme. Überhaupt gar nicht.

482. Wann hast du zuletzt jemandem vorgelesen?
Ich habe mit Emilian zusammen im Buch über Autokennzeichen gelesen. Das hat uns meine Schwester geschenkt, jetzt liegt es im Auto und wir lernen alle ganz viel Neues. So richtige spannende Geschichtenbücher warten für die Sommerferien schon auf uns!

483. Bist du gut im Small Talk?
Ich schätze, nicht so. Ich rede viel dummes Zeug, denke ich. Aber es funktioniert 😉 Vielleicht ist mein Gegenüber dankbar, dass er nicht so viel reden muss. Ich komme aber schnell mit Fremden und Gästen ins Gespräch und mir gehen nie die Themen aus. Tja.

484. Welche Nachricht hat dich in letzter Zeit stark berührt?
Ich bin schnell berührt. Ich liebe Herzens-Nachrichten.
Eine überraschende Schwangerschafts-Meldung einer Freundin hat mir letztens wirklich die Sprache verschlagen. Kommt nicht oft vor. Und ein Bericht einer Doula-Kollegin.
Die Nachricht eines in Frankreich lebenden Flüchtlings aus Mali, der ein Kind vom Balkon rettete, hat mich berührt. Und auch, wie darüber berichtet wurde.
Nachrichten von Beziehungen, von Ehrlichkeit, von Umkehr und Liebe kommen tief in meinem Herzen an und berühren mich.

485. Welche Sprache würdest du gern gut beherrschen?
Ich habe in meinem Leben nicht das Gefühl, dass mir eine Sprache fehlt. Wenn aber, dann würde ich eine Sprache gern sehr schnell lernen können. Französisch vielleicht. Oder die Gebärdensprache nochmal?

486. Kannst du gut Kaugimmiblasen machen?
Oh ja. Mit Knall!
Drei, bald vier von uns können das. Ist manchmal sehr spaßig hier.

487. Welcher deiner Geburtstage hat dir am besten gefallen?
Ich kann mich an viele Kindergeburtstage leider nicht mehr erinnern – ich liebe es, meinen Geburtstag groß zu feiern. Der 18. war eine große Überraschung mit vielen Freunden. Aber der 30. war der Kracher! Ich war gerade frisch aus Kalifornien zurück und hatte über 70 Gäste, bestes Wetter, viele Blumen, ein volles Herz und einfach einen perfekten Tag!

488. Welche Floskel benutzt du zu oft?
Zur Zeit muss ich immer mal wieder sagen:
„Das machen wir erst in den Ferien!“
Dann können sie wach bleiben, draussen bleiben, Filme gucken.. solange es geht.

Sommer-Ritual: Obst-Ernte

489. Kannst du dich leicht in Zeichentrickfilme hineinversetzen?
Was ist das für eine Frage?
Ja, ich glaube, das kann ich. Bei den neuen animierten Filmen geht es sogar noch besser.

490. Suchst du dein Waschmittel nach dem Duft aus?
Nein.

491. Kommt es dir so vor, als wäre das Gras des Nachbarn immer grüner?
Darüber habe ich schon lange aufgehört, nachzudenken.
Denn erstens sehe ich beim Nachbarn, bei Freunden oder bei wemauchimmer sowieso nur den Garten, das Äußere. Jeder hat seine Päckchen zu tragen. Und zweitens leben wir gerade bewusst so ein bißchen „anders“. Das muss man nicht vergleichen. Ich schätze sehr, was wir haben.

492. Welchen gesunden Snack magst du am liebsten?
Geschnittenes Obst. Was nicht ich schneiden muss. Wie schade, dass ich Mutter bin 😉 Und Nuss-Mischungen. Ich liebe Nussmischungen!

493. Wie fest ist dein Händedruck?
Normal.. angenehm? Würde ich sagen.
Ich hab mir noch nie die Hand gegeben.

494. Schreibst du häufig etwas auf, damit du es dir besser merken kannst?
Oh ja! Oh ja! Unbedingt.
Sogar inzwischen wieder lieber handschriftlich. To do Listen und Einkaufszettel sind handschriftlich und liegen in der Küche rum. Gute Gedanken oder Adressen oder Geburtstage oder Film-Ideen oder Links oder so Kram kommen in die Handy-Notizen. Ein großer Schatz!

495. Worauf hast du zuletzt mit Ja geantwortet?
Ich habe gerade spontan einen Anruf von einem Freund bekommen und wir haben was besprochen und ich hab Ja gesagt.

496. Welche Mahlzeit am Tag magst du am liebsten?
Die, die ich nicht alleine esse.
Aber in Wirklichkeit das Frühstück. Das kann ich richtig zelebrieren. Es macht aber tatsächlich viel mehr Spaß, wenn mein Mann das Essen macht oder einfach mit mir isst.

497. Schläfst du manchmal beim Fernsehen ein?
Selten.

498. Wie stark ist deine Sammelleidenschaft?
Nicht mehr so stark. Oder es kommt drauf an. Es gibt Dinge, die kann ich nicht gut wegwerfen. Emotionaler Wert und so. Pflanzenteile aus Urlaubs-Orten. Fotos. Postkarten. Geschenke. Aber einfach um des Sammelns willen.. das kann ich nicht mehr. Dazu ist mir der Platz zu schade und das Haus zu klein.. und es leben zu viele Männer hier.

499. Hältst du dich immer an den Plan, den du gemacht hast?
Manchmal hab ich das Gefühl, ich bin die Einzige, die einen Plan hat und dann halte ich mich dran… um einen Plan zu haben. Aber wenn spontan ein besserer Plan daher kommt oder ich merke, dass mein Plan dumm war, dann kann ich auch davon abweichen. Manchmal. Stolz hab ich, aber der hilft dann nicht.

500. (Fünfhundert!)
Welches Kunstwerk hat dich stark beeindruckt?
Da fällt mir sofort ein „Andachtsbild“ ein, das mich als Kind sehr beeindruckt und fast magisch angezogen hat. Aber ich weiß nicht, ob es Faszination oder Manipulation war…

****

Here we go!
Das waren fünfhundert Fragen.
Ziemlich viel, finde ich. Aber erst die Hälfte.
Ich mache weiter, ich freu mich!

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Teil 24
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Teil 23
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Teil 22
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1000 Fragen an dich – Teil 6

Haaach, es ist wieder Dienstag: „Fragen-Zeit“. Wie schön!
Danke an euch, die ihr mir eure Antworten geschickt habt.
Echt ein Schatz!

Ich mach‘ dann mal hier weiter:

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?
Ich hab echt keine Ahnung. Das hat mich noch nie interessiert. Ich google mal kurz…. Nee, noch schlimmer. Man sucht sich wahrscheinlich das raus, was passt oder was man gern hätte. Keine Ahnung, ist mir auch egal.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank?
Rosa, altrosa, hellrosa, dunkelrosa. Dann noch die passenden Brauntöne dazu.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus?
Nein, ich kann gut bummeln und Zeit verplempern. Und früh aufstehen ist sowieso nicht mein Fall. Wenn ich mich zusammenreiße und strukturiere, kann ich an einem Tag das ganze Haus umräumen, mehrere Ladungen Wäsche waschen, alle Kinderzimmer aufräumen, Cheesecakes backen und wahrscheinlich dann noch die Welt retten. Aber siehe Frage 85: Ich genieße den Moment. Ich nehme mir die Zeit. Nichts liebe ich mehr in meinem aktuellen Leben, als einfach Zeit zu haben! Der Haushalt kann warten. Aber die Kinder wachsen mir trotzdem davon und ich möchte dabei zusehen.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?
Gar keine. Wir haben keine Möglichkeit, TV zu sehen.
Im Urlaub ist es mal schön, doch dann nervt uns die Werbung so unglaublich. Für uns und die Kinder ist das gar nicht gesund. Wir lieben Netflix, manchmal gucken wir in der Mediathek. Für Zeiten, in denen die Fussball-Weltmeisterschaft oder die Olympischen Spiele laufen, finde ich das schade.. aber im Rest des Lebens vermisse ich das Fernsehen keine Sekunde.

105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben?
Wenn es große Entscheidungen zu treffen gibt, wenn Bauarbeiten anstehen, wenn viel zu bedenken ist, wenn es Geld-Sorgen oder Versicherungs-Formulare gibt oder man sich einfach schrecklich erwachsen verhalten muss, würde ich am liebsten immer Mama und Papa anrufen oder alles meinem Mann überlassen. Das klappt auch oft gut und ich fühle mich also nicht immer sehr erwachsen, aber ich glaube, das beides ist ausgeglichen.

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten?
Erstaunlicherweise, wenn es sein muss, dann geht es. Im Urlaub. Mein Mann und ich stehen uns da in nichts nach und zum Beispiel im Oktober auf Korsika war es echt lustig, wie wir beide dann immer wieder um das tote Handy herumschwarwenzelt sind… Aber es geht. Wirklich. Wenn das Handy noch Fotos machen kann, bin ich schon glücklich.

107. Wer kennt dich am besten?
Mein Mann. Manchmal besser, als ich mich selbst.

108. Welche Arbeiten im Haushalt findest du am langweiligsten?
Babyflaschen auswaschen. Wäsche aufhängen. Spülmaschine ein- und ausräumen. Kochen.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht?
Ja.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag aus?
Ach.. Zuerst ausschlafen. Nein, davor noch: Sonne durchs Fenster! Und dann im Bett bleiben dürfen. Pancake-Frühstück mit Ei und Bacon und Kaffee und Orangensaft mit der Familie. Mich stört kein dreckiger Boden und keine schmutzigen Fenster. Wenn die Kinder im Garten spielen, würden mein Mann und ich für einen zweiten Kaffee sitzen bleiben, uns ansehen und lächeln.
Vielleicht gehen wir dann alle zusammen raus, in den Britzer Garten, an den See, Freunde treffen, Eis essen, lachen, Sonne. Am Abend würde ich entweder lange mit Freunden und Familie draussen am Feuer sitzen, Wein trinken (das fühlt sich erwachsen an!), Musik hören, vielleicht Spiele spielen. Oder ich würde auf hohen Schuhen Hand in Hand mit meinem Mann die Schloßstr. auf und ab flanieren, er würde mir vielleicht Ohrringe kaufen und wir würden Sushi essen gehen.
Jetzt hab ich Sommer-Sehnsucht!

111. Bist du stolz auf dich?
Ja… ja, bin ich. Aber genauso sehr dankbar.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Ich kann mit allen möglichen Gelenken knacken. Ist manchmal nicht nutzlos. Mein Mann würde sagen, ich kann Schmutz sehen, wo keiner ist…

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast?
Haha, meine Back-Challenge auf dem Blog.
Und das jährliche Fotobuch meiner Kinder. Aber das geb‘ ich noch nicht auf.

114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol?
Alkohol trinken fing für mich irgendwie erst nach der Hochzeit mit meinem Mann so richtig an. Ich bin die älteste von vier Kindern, als alle noch zuhause waren, gab es da irgendwie kein Alkohol. Oder ich hab’s nicht gemerkt.
Meine Eltern kümmerten und kümmern sich immer mal wieder um alkoholabhängige Menschen. Wir Kinder waren oft mittendrin und „Alkohol“ war nicht direkt verboten, aber wir kannten die Gefahr und das Drama.
Dann, als „Erwachsene“, zusammen mit meinem Mann, habe ich das Alkohol trinken eher kennen- und schätzen gelernt. Wir haben uns jetzt nicht die Hucke vollgesoffen, aber es gibt doch so leckere Cocktails. Und Wein! Das ist so gesellig und lecker.
Ich trinke nicht, um zu vergessen oder komplett abzuschalten.. diese Abstürze gab es allerdings auch. (Und wenn man das als Jugendliche nicht konnte oder wollte, dann muss man da eben mit 30 durch. Und wenn die Kinder am nächsten Tag auf der Matte stehen…) Ich mag es in Maßen, am Abend, mit Freunden.. einfach gern.

115. Welche Sachen machen dich froh?
War das nicht irgendwie Frage 82?
Vielleicht hat sich nicht viel geändert. Ich schreib das nochmal. Alles. Ich mach das so gerne.
Kaffee. Sonne. Mit Freunden treffen. Spieleabende. Meinen Kindern zuhören. Zeit mit meinem Mann. Saubere Fenster. Sonnenuntergänge. Wärme. Rosa Blumen. Lakritz. In der Sonne sitzen. FlipFlops tragen. Ohrringe kaufen. Erfolgs- und Glücks-Erlebnisse mit anderen teilen. Nägel lackieren. Der Geruch meiner Babys. Ehrliche Gespräche mit Freundinnen oder meinen Kindern. Gute Musik. Gute Filme. Gute Bücher. Zeit haben. Ein Bad nehmen. Ausschlafen. Verstanden werden. Überraschungen machen. Und sowas eben.

 

116. Hast du heute schonmal nach den Wolken im Himmel geschaut?
Bestimmt. Aber der Blick ging heute eher nach unten, weil wir die Frühlingsblumen gesucht haben.

117. Welches Wort sagst du zu häufig?
Wenn „Ichwerdhiergleichverrückt“ ein Wort ist, dann das.
Das sage ich, wenn die Kinder nicht hören, wenn sie alle drei zu sehr gackern, bis sie umfallen, wenn der gerade gesaugte Boden vollgekrümelt wird, wenn Jari abends schlecht einschläft, wenn wir nicht pünktlich loskommen, wenn ich im Stau stehe, wenn der Laptop sich aufhängt…

118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Nicht so das auf-der-Bühne-mit-Mikrofon-Mittelpunkt. Und ich bin auch nicht die, die gern große Reden schwingt. Aber in einer kleinen, feinen Gruppe mag ich das schon.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
Es ist mir ganz wichtig, regelmäßig Zeit mit nur einem meiner Söhne zu verbringen. Das möchte ich noch öfter tun. Und Trinken. Ich muss mehr trinken.

120. Sind Menschen von Natur aus gut?
In der Bibel sagt Gott, nachdem Noah mit der Arche sicher gelandet ist: »Nie mehr will ich wegen der Menschen die Erde verfluchen, obwohl sie von frühester Jugend an voller Bosheit sind. Nie wieder will ich alles Leben vernichten, wie ich es getan habe!“
Mein Mann hat mich ein bißchen gelehrt, eher das Gute in jedem Menschen zu suchen.. aber ach, ich weiß es nicht.

Ich mag es, dass sich einige Fragen immer wieder um ähnliche Themen drehen und dass es aber dazwischen auch mal was ganz Neues gibt. Ich denke, ihr wisst jetzt, wie sehr ich an meinem Handy hänge und was mich froh macht.. mal sehen, was kommt. Es sind ja noch echt viele Fragen.
Wer bis jetzt noch nicht mitgemacht hat: Hopp hopp, tut gar nicht weh.

Teil 1
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Teil 2
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Teil 3
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Teil 4
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Teil 5
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Hallo März!!!

Endlich! Wieder einmal. Aufatmen. Gesicht in die Sonne halten. Es ist März! Egal, wie das Wetter noch wird: Es ist März! Das heisst, die dunklen kalten Monate sind vorbei. Haaach, ist das schön!!!

  

Mein März begann kurz nach Mitternacht, als ein bis dahin friedlich schlafendes Kind plötzlich aufwachte und weinte. Sehr laut und sehr lange. Wir wussten nicht, was ihn störte. Wir wechselten uns ab, schukkelten, wickelten.. nichts half. Stillen funktionierte nur kurz zur Beruhigung, aber danach wachte er wieder auf, schrie weiter und spuckte die Milch aus dem inzwischen viel zu vollen Bauch wieder aus.
Emilian wurde wach und fragte, ob er bei uns schlafen könnte. Wir schickten ihn zurück. Eine halbe Stunde später wurde er wieder wach und wollte wissen, wann ich ihn zur Schule bringen würde…
Jari ließ sich nicht beruhigen. Irgendwann kamen dann zwei laute Bäuerchen und auch die Windel wurde so richtig vollgepupst.
Leer und leicht und entspannt lag er dann wach in meinem Bett, erzählte und lächelte mich an – um 2:00 Uhr nachts. An Einschlafen war nicht zu denken und ich konnte ihm dann irgendwie nicht mehr böse sein…

Im März werde ich…

… mich freuen!
… Fenster putzen.
… mein Gesicht in die Sonne halten.
… mit Emilian einen Schwimmtauglichkeitstest machen und mit ihm zum Schwimmkurs gehen!
… eine Freundin mit Baby besuchen.
… spazieren gehen.
… zwei Kindergeburtstage vorbereiten.
… die Terrassenstühle aufstellen.
… zum Friseur gehen.
… mit Liam den 5. Geburtstag feiern!
… mit Emilian den 7. Geburtstag feiern!
… Blumen im Garten fotografieren.
… mit Liam zur U9 gehen.
… die Uhren umstellen.
… Frühlingsknospen suchen.
… mich mit Freundinnen treffen.
… Jari beim Wachsen zusehen.
… Sonne ins Haus lassen.

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Entscheidungen.

Viele Grüße von der Couch!
Ich habe wieder mal einen Abend ohne Mann überstanden. Es lief nicht so nach meinem Plan, aber es war gut.

Und ich merke, dass ich immer entscheiden kann, was sowas mit mir macht. So ein Abend, den ich anders wollte. So ein Baby, das nicht schlafen will. So eine dreckige Küche. So eine fertige Waschmaschine, fällt mir grad ein – ich bin dann mal weg..

Ich gebe meine Sauberkeit und mein Aussehen und meinen Zeitplan nicht ganz auf. Ich lerne von Kind zu Kind mehr, Dinge sein zu lassen und Zeit zu sparen und entspannter zu werden. Aber es gibt Sachen, die müssen einfach sein, die lasse ich mir noch nicht nehmen. Und das ist meine Entscheidung.
Mal ein paar Beispiele aus den letzten Tagen:

Ich könnte genervt auf der Couch neben Jari liegen, ihm ungeduldig über den Rücken streichen und darauf warten, dass er einschläft und ich endlich sauber machen und Abendbrot essen kann… Aber ich hab mich dazu entschieden, ihn mir schnell im Tuch um den Bauch zu wickeln, mit ihm Staub zu saugen, zu wischen und zu essen.

Ich könnte unzufrieden über die „langweilige Wahl“ meiner Kinder mit ihren Faschings-Kostümen sein und könnte daran denken, wie toll wohl andere Kinder aussehen… Aber ich hab mich dazu entschieden, mich an ihrer Freude am Sportler- und Cowboy-sein zu freuen und dankbar für ihre Kreativität zu sein. Und dass ich keine teuren neuen Kostüme kaufen muss.

Ich könnte mich aufregen, dass in Zeiten der finanziellen Unsicherheit natürlich teure Dinge kaputt gehen und bald ersetzt werden müssen… Aber ich hab mich dazu entschieden, abzuwarten, zu vertrauen, dass wir versorgt werden und treu wie Liam für ein neues Auto zu beten.

Ich könnte mich wundern, dass mein Mann und ich eine Stunde nebeneinander her spazieren, ohne ein Wort zu sagen und ich könnte denken, dass irgendwas ist und ich könnte krampfhaft Worte suchen, um irgendetwas zu sagen… Aber ich hab mich dazu entschieden, die vertraute Zweisamkeit zu genießen, die Stille Stille sein zu lassen und mit der frischen Luft und Natur meinen Kopf wieder aufzuräumen.

Ich könnte Emilians Wunsch auf Cake Pops zum Fasching ignorieren und stattdessen schnelle Muffins backen… Aber ich hab mich dazu entschieden, ihm seinen Wunsch zu erfüllen, den Tag freizuhalten und zwischen Stillen und nochmal Stillen und Kinder abholen und Mittag essen eben Cake Pops zu backen, in Schokolade zu tauchen und mit Streuseln zu dekorieren.

Ich könnte so genervt über meine trockenen Hände und ungepflegten Nägel sein (bin ich eigentlich auch) … Aber ich möchte mich dazu entscheiden, mich auf die Zeiten zu freuen, in denen ich wieder Zeit und Ruhe für Nagellack habe und mir bis dahin schön die Hände einzucremen.

Ich könnte meinen fremden weichen Bauch hässlich finden und genervt sein, dass ich nur unschöne Still-BHs tragen kann und noch nicht meinen Sport machen darf… Aber ich hab mich dazu entschieden, geduldig zu sein und mir zu sagen, dass ich erst vor 5 Wochen ein Baby geboren habe und dass die Zeit für Workout kommen wird. Immerhin passen mir meine Hosen von früher und mein Mann findet mich toll.

Ich könnte mich auf Pinterest in schönen Fotos und Rezepten und Frühlingsfarben verlieren… Aber ich hab mich dazu entschieden, erstmal die Rezepte zu backen, die ich noch auf der Liste habe und Neues Stück für Stück zu probieren.

Ich könnte beim Stillen ungeduldig auf der Couch sitzen und dem hinterhertrauern, was ich in den Minuten alles nicht schaffe… Aber ich hab mich dazu entschieden, die Zeit zu nutzen. Zum Lesen, zum Vorlesen, zum Schlafen, zum Baby angucken.

 

Ganz so einfach ist das alles nicht.
Oft erledige ich am Abend ganz viel und entscheide mich dann gegen den Schlaf. Geht nicht immer. Und ich vergesse oft, selbst zu essen und entscheide mich gegen ein paar ruhige Minuten, in denen ich sitze und esse. Geht auch nicht immer.

Aber das sind die ersten Wochen…
Und ich genieße!

Jari wächst, aber noch mussten wir keine Kleidungsstücke aussortieren. Er wird wacher und aufmerksam und grinst immer öfter mal. Er hat weniger Bauchweh, aber ich passe auf, was ich esse. Er schläft gut und viel, jetzt auch immer mehr draussen. Er sieht beiden Brüdern unglaublich ähnlich und wir sind gespannt, was für ein Kind er wird.

Emilian wird eine coole Socke. Er beendet jetzt Sätze so mit „Alter!“, er springt im Schlussprung auf Schränke und Regale, er ist fast zu cool fürs Aufräumen und Hausaufgaben machen und er hat’s voll drauf. Aber er hat ein riesengroßes Herz für seine Brüder. Er ist sehr liebevoll und geduldig, hilfsbereit und fröhlich, er hat einen feinen Humor und ist ein toller Kerl!

Liam ist ein ganz toller Junge. Beim Entwicklungsgespräch mit den Erziehern ist uns so aufgefallen, dass sowohl die Einschulung des großen Bruders, als auch die Geburt des kleinen Bruders etwas mit Liam gemacht haben. Diese Veränderungen prägen ihn. Er genießt es sehr, nicht mehr der Kleine zu sein und versucht doch, mit Emilian mitzuhalten. Er ist nicht so das typische stille Mittelkind, das man vergisst. Er genießt Zeiten alleine, Zeiten alleine mit Mama und Papa und unsere Aufmerksamkeit. Er kann sich sehr gut ausdrücken und überrascht uns mit tiefen Gedanken oder schlauen Zusammenhängen.

In den nächsten Tagen würde ich gern mit den Kindern die Terrasse und den Garten schön machen und endlich die Fenster putzen. Mal sehen, wie wir uns entscheiden…

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Er ist da!

Hallo! Ich bin seit kurzem eine Mama von drei wunderbaren Söhnen. Willkommen auf meinem Blog!

Ich hab es schon vermisst, euch zu schreiben. Seit dem letzten Eintrag ist hier eine Menge passiert… Aber weil mein Herz und Kopf so voll und ungeordnet sind, werde ich euch einfach kurze Szenen an den Kopf knallen – für einen „normalen“ Eintrag bin ich noch nicht sortiert genug… Mehr Fotos und kleine Beiträge für zwischendurch könnt ihr auf meiner Facebookseite Mamasbusiness finden.

* Am 21. Januar wurde Timo Jari geboren!

* Fast unnötig zu erwähnen, dass viele meiner Sorgen mal wieder unbegründet waren… Als die erste Wehe kam, wusste ich sofort, dass das die erste Wehe war. Das ist einfach so. Und die Wehen der Tage davor waren nichts im Vergleich dazu.
Es war Freitag Nacht, perfekter Zeitpunkt, ich hatte noch nicht geschlafen, als ich meinen Mann weckte. Er sprang grinsend aus dem Bett, voll von Vorfreude!
Ich hatte mir fest vorgenommen, auf dem Weg ins Krankenhaus nicht mehr sowas wie „Ich hab Angst!“ oder „Ich will nicht!“ zu sagen, sondern eher „Endlich!“ oder so. Naja.
Es war 01:14 Uhr, als wir das Schlafzimmer verließen. Noch bevor Oma und Opa da waren, fuhren wir los. Die Strassen waren frei, die Autoscheiben mussten nicht gekratzt werden, die Kinder schliefen, ich hatte meinen Mann bei mir, der so viel Freude und Ruhe verbreitete, der „Storchenparkplatz“ vor dem Krankenhaus war frei und wir hatten Zeit und Ruhe und die dunkle, kühle Nacht für uns. Alles war perfekt!

* Nach ungefähr 2 Minuten in unserem Apartment (ich sag ja: „Kreissaal Hotel“) entschied die Hebamme, dass es Zeit für den Kreissaal war. Ja, war es. Ich hatte ordentlich eklige Wehen und kaum Pausen. Es war ungefähr 01:30 Uhr. Wir bekamen das Zimmer, in dem auch Liam geboren wurde. Ich stellte mich wieder ans Bett, hielt mich an denselben Griffen fest, mein Mann fütterte mich mit Traubenzucker und hielt mir seine Hand hin, wenn ich Halt brauchte. Die junge Hebamme stand mir sehr zur Seite, redete mir gut zu und tat alles, um es angenehm für uns zu machen. Als sie nach dem Telefon griff, um die Ärztin zur Geburt zu rufen, platschte ein kleiner Junge aus mir heraus, den sie mit der anderen freien Hand schnell und sicher auffing. Es war 02:07 Uhr.

* Trotzdem ich diese Geburt viel zu intensiv und schmerzhaft fand, war ich von Anfang an mit dem Kopf viel mehr dabei, als bei den anderen Jungs. Und das nehme ich bis jetzt wahr.
Als Emilian als erstes Kind geboren wurde, war ich 24. Ich hatte keine Ahnung und lernte, eine Mama zu sein.
In einer stressigen Zeit für uns kam Liam 2 Jahre später dazu, Emilian war noch sehr klein und brauchte Nuckel, Windeln und Mama..
Aber jetzt… ich habe Erfahrung, fange aber gleichzeitig fast neu an. Wir haben große tolle Jungs, hatten in den letzten Jahren so wunderbare Familienzeiten samt Auslandsjahr, ich hatte meinen Körper, mein Bett, meinen Schlaf und viel Zeit für mich – und ich stelle fest, dass ich Jari ganz anders neu und viel mehr genießen kann. Ich habe Zeit und Ruhe, die Brüder verstehen gut, wenn sie kurz warten müssen, ich habe viel Hilfe von Freunden und Familie und es ist alles perfekt. (Und vielleicht habe ich auch gerade zu viele Glückshormone um mich herum…)

* Nach den ersten Untersuchungen und einer Ruhepause verließen wir das Krankenhaus zu dritt um 06:30 Uhr. Es war immernoch dunkel. Ich plapperte vor mich hin, weil mein Kopf noch nicht ganz mitgekommen war. Einerseits konnte ich nicht glauben, dass da hinten im Auto ein Baby mit uns fuhr. Wenn ab und zu ein kleines Geräusch kam, erschraken wir beide fast. Andererseits hatte ich viel zu verarbeiten und schwor mir, mal wieder – aber noch mehr als sonst – keine weiteren Kinder mehr zu bekommen. Nie mehr. Nie wieder.

* Heute, an Tag 6, ist die Geburt schon wieder so weit weg.
Die Sonne scheint, das Baby schläft, die Nachwehen sind fast vorbei, das Stillen klappt wunderbar, Jari nimmt zu, der Milcheinschuss ist vorbei, die Hebamme ist begeistert von unserer Entwicklung und sagte ich das mit den Glückshormonen schon? Naja, und dieses „nie“ von „nie wieder Kinder“ ist schon nicht mehr ganz so groß und fett wie vor 5 Tagen…

* Der Wohnzimmertisch ist voll von Blumen und Geschenken. An jedem Tag kommt eine andere Freundin vorbei, die fertiges Mittag für uns bringt. Meine liebe Schwiegermutter holt Emilian und Liam täglich von Schule und Kita ab und bringt sie uns. Ich habe zur Zeit nicht viel mehr zu tun, als auf der Couch zu sitzen und zu stillen. Dort kann ich auch Hausaufgaben kontrollieren, vorlesen, UNO spielen und Filme gucken. Dorthin kommt die Hebamme einmal am Tag und dort landet Liam sofort nach der Kita. Er ist das Gegen-Magnet zu Jari. Wo Jari ist, ist Liam. Er hält ihn, streichelt und tröstet und „übersetzt“, was Jari so von sich gibt. „Der liebt mich, weil ich jeden Tag Hallo in den Bauch gesagt hab.“

* Emilian ist sehr liebevoll und vorsichtig, aber ein bißchen zurückhaltender. Er hat ein großes verliebtes Lächeln für Jari. Am Anfang der Woche hatten wir ein Gespräch mit Emilians Lehrerin zum Ende des ersten Halbjahres der ersten Klasse. Sie lobte ihn sehr und sagte, dass sie gern mehr Kinder wie ihn in der Klasse hätte. Er sei sehr gut und fleißig in allen Fächern, er sei bei allen beliebt, er könne Gehörtes gut wiedergeben und er habe ein außergewöhnlich großes Allgemeinwissen. Sie sagt, er würde in sich ruhen und wach und ausgeglichen sein. An jedem Tag kommt er fröhlich aus der Schule und erzählt von seinem Tag. Ich bin so stolz! Und ich ärgere mich nicht, dass er zur Zeit kein straffes Nachmittags-Programm hat. Er darf Kind sein und er ist Kind. Und morgen feiern wir das bestandene erste Halbjahr!

* Seit ein paar Tagen probieren wir ein neues Uhrzeit-System aus. Wir haben die kleine weiße Uhr von IKEA mit bunten Zetteln markiert, sodass die Minuten von 06:50 Uhr bis 07:30 Uhr eingeteilt sind in Anziehen, Spielen, Essen, Packen, Anziehen, Losgehen. Das funktioniert erstaunlich gut. Mein Mann ist konsequent und lässt Emilian wirklich allein die Zeit im Blick behalten – auch wenn dann eben einer der Bereiche zu kurz kommt oder ausgelassen werden muss. Emilian richtet sich bereits am Abend darauf ein, pünktlich und gut aufzustehen und er macht das so gut. Ich freue mich für ihn, dass es bald heller und irgendwann auch wärmer wird. Er wünscht sich so, dass ich ihn bald wieder bringe. Und ich freue mich auch darauf.

* Heute werden wir zum Kinderarzt gehen und die U2 machen lassen. Ich habe seit Ewigkeiten keinen eigenen Kinderwagen mehr geschoben und war überhaupt auch lange nicht an der frischen Luft – ich bin gespannt!

* Ab und zu überfällt mich eine Müdigkeit, die ich nicht mehr kenne. Ich habe lange, lange durchgeschlafen und selbst in der Schwangerschaft konnte ich viel ausruhen und schlafen. Aber jetzt schlafe ich natürlich nicht durch. Überhaupt nicht. Ich kann mich noch nicht wieder ganz so wie vorher bewegen und ich trinke kaum Kaffee. Und dann gähne ich und muss mich hinlegen, ich schlafe so tief ein, dass ich nicht mehr weiß, wo und wer ich bin… Ich bin so dankbar, dass der Frühling mit Sonne und Wärme und Licht und frischer Luft bevorsteht. Denn eines Tages werde ich nicht mehr ausschlafen können. Ich werde Jari irgendwie pünktlich satt und fertig in den Wagen legen müssen, um morgens oder mittags meine Runde zu drehen. Ich werde nicht immer auf der Couch chillen können.
Bis dahin aber genieße ich und lasse mich verwöhnen.

* Mit meinen Fotos und Berichten habe ich in den letzten Tagen den Hormonhaushalt sämtlicher Mütter-Freundinnen durcheinander gebracht und den einen oder anderen Kinderwunsch wieder wachgerüttelt. Ich kann das gut verstehen. Wir sind aber auch so leicht durcheinanderzubringen… „Hatte ich gesagt, ich möchte keine Kinder mehr? – Niemals habe ich sowas gesagt!“
Jari ist mit seinen 50 cm und 3kg ein kleines zartes Wesen, aber er wird tatsächlich schon größer!
Vor ein paar Tagen habe ich hier geschrieben, dass ich nicht so viel „Früher war alles besser.“ und „Später wird alles besser.“ denken will. Aber haaach, warum kann er nicht einfach so klein und zart bleiben?
Meine Schwägerin hat mich besucht. Ihr Baby kam am 17. Dezember. Der Unterschied von den paar Wochen ist schon deutlich zu sehen.

* Wenn Jari immer klein und zart bleiben würde, würden die Brüder sich schnell langweilen. Sie würden nicht mit ihm lachen und spielen können. Er würde immer meine Nähe brauchen und ich würde wahrscheinlich nie mehr ordentlich schlafen können. Es ist schon alles gut, so wie es ist. Und das lernen meine Hormone auch irgendwann.

* Weil er so schnell wächst, kann ich euch ruhig ein paar Babyfotos zeigen. Er sieht ja sowieso schon bald wieder ganz anders aus…

 

* Am Montag war schulfrei und die beiden Jungs durften das Wochenende bei meinen Eltern verbringen. Mama und Papa und Jari hatten die ersten drei Tage ganz für sich.
Morgen ist der letzte Schultag vor den Winterferien und ich freue mich auf eine ruhige Familienwoche.

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