mamasbusiness

papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Szenen aus unserem Alltag

So. Jetzt.
Jetzt ist Samstag und wir haben frei und ich kann euch endlich von all‘ den Sachen erzählen, die passiert sind.

* 30 Tage Shred
Ich hab’s geschafft! Anfang Februar waren die 30 Tage vorbei. So sehr, wie ich Level 2 verabscheute, so sehr mochte ich Level 3. Weniger Sprünge, mehr Power.
Am Ende hatten die Kinder nicht mehr so viel Interesse, mitzumachen. Aber Shred hat täglich dazu gehört. In jedem einzelnen Tag konnte ich eine Lücke finden.
Ich habe vorher nicht mein Gewicht notiert und auch nicht Bauchumfang oder ähnliches gemessen.. hätte ich vielleicht machen sollen.
Ergebnis ist aber: Mir passen wieder Hosen von früher. Ich fühle mich viel fitter. Ich schlafe besser. Ich habe weniger Rückenschmerzen. Muskelkater fühlt sich gut an. Endlich wieder zusammen mit meinem Mann genossen wir freie Abende.

Merkwürdig ist: Jetzt, da es vorbei ist, kann ich mir nicht mehr vorstellen, Zeit für diese 20-30 Minuten am Tag gehabt zu haben. Das ist wirklich eine Entscheidung, eine Einstellungssache. Ich habe die Pause genossen… aber wusstet ihr was? Große Erkenntnis: Nach dem Sport ist vor dem Sport. Auf diesen 30 Tagen brauche ich mich überhaupt nicht ausruhen. Bringt nichts. Der Körper lacht mich aus und die Bikini-Figur zieht weiter Richtung Süden…

Nach ein paar Tagen Pause und ein paar Gängen durch Amazon ist nun eine zweite Jillian Michaels-DVD bei mir eingezogen. „Bauch, Beine, Po intensiv“ Ich befürchte, es ist einfach nur „Shred – eine Nummer härter“
Bis jetzt habe ich keine Ahnung. Ich werde es probieren und mich nicht verrückt machen, wenn ich es vielleicht nur alle zwei Tage schaffe. Aber irgendwas fehlte doch jetzt die letzten Tage..

 

* Tropical Island
Am 5. Februar, am Geburtstag meines Mannes, sind wir hier in aller Kälte und Frühe Richtung Süden gestartet. Der Bikini-Figur hinterher..
Nichtmal eine Stunde waren wir unterwegs, so schön südlich wohnen wir. Und es ist schon sehr erstaunlich, aus diesem Nichts in Brandenburg, aus diesem Wald, von der Autobahn zu fahren und dann plötzlich vor dieser Halle zu stehen! Mächtig gewaltig.

Noch dazu wirbelten ein paar Schneeflocken durch die Luft, es war so kalt … aber wir hatten Badekleidung und Flipflops im Gepäck, das wir extra einen Tag vorher vom Dachboden gesucht hatten.

Und dann in dieser Halle fühlt es sich an, wie in einer anderen Welt. Also, ich war mir ständig bewusst, dass ich in einer Halle war.. dieses schwere Metall ist nicht so einfach wegzudenken und doch kein Vergleich zum Strand mit Himmel und Weite.
Aber abgesehen davon zeigt sich eine absolute Liebe zum Detail in allen Ecken. Die Größe dieses Gebäudes wirkt vielleicht im ersten Moment erschlagend – aber nach und nach fanden wir heraus, dass doch alles ganz überschaubar sein kann.

Gegen 9:00 Uhr kamen wir an und es waren gar nicht mehr so viele Plätze frei. An der Südsee blieben wir uns besetzten vier schöne Liegen im Sand. Wir hatten noch nicht richtig die Taschen abgestellt, da waren die beiden Großen schon im Wasser und klitschnass. Und so ging es eigentlich weiter, bis wir uns gegen 20:00 Uhr auf den Nachhauseweg machten.

Eine Herausforderung war, dass unsere beiden großen Jungs noch nicht schwimmen konnten – und Jari gar nicht mehr aus dem Wasser wollte. Dazu noch unsere Taschen an den Liegen, die wir eigentlich nicht allein lassen wollten.
Wir wechselten uns also ab, mit Jari durchs warme Babybecken zu stapfen – und mit den Großen den Rest der Halle zu erforschen. Dazu gehört nämlich ein Indoor-Spielplatz, ein Dschungel, kleinere Spiel-Ecken, die Lagune, die Rutschen und ein Außenbereich.

Es gibt so viel zu entdecken und an einem Tag ist es nicht möglich, das zu tun. Langweilig wird es nicht – kostspielig schon. Nach so einem hohen Eintrittspreis fanden wir es schade und unnötig, auch in der Halle für viele kleine Aktionen Geld bezahlen zu müssen. Tropical Island ist wie ein Dorf! Wir sahen die Übernachtunsgäste am Morgen aus ihren Zelten oder Wohnungen stapfen und zum Frühstück gehen. Es gibt Spielhallen, Süßigkeitenläden, Bekleidungsgeschäfte, jede Menge guter Restaurants…alles, was das Herz begehrt!

Wir verbrachten aber viel Zeit damit, Jaris erste Schritte im Wasser zu bestaunen, mit Emilian und Liam sicherer schwimmen zu lernen, zu lesen, zu schlafen, die Füsse im Sand zu vergraben und die Urlaubs-Stunden zu genießen.

 

Neue Kinderzimmer
Für die Winterferien hatten wir den Plan, aus einem Kinderzimmer vielleicht zwei zu machen oder irgendwie anders unsere drei Zimmer zu gestalten. Während mein Mann in Kenia war, konnten wir kaum planen und ich schaffte weniger Vorbereitung, als ich gewollt hatte.
Wir dachten, das große Arbeitszimmer meines Mannes könnte ein Spielzimmer für alle werden und das kleine jetzige Kinderzimmer könnte vielleicht ein Schlafzimmer für alle drei Jungs werden.

Abwechselnd durfte immer einer der beiden Großen in Papas Bett schlafen, als der in Kenia war. Ich stellte fest, wie viel besser und entspannter die Jungs abends einschliefen und morgens aufwachten. Und wir überdachten unseren Plan.

Als die Kinder dann in den Ferien bei meiner Schwester waren, fingen wir an. Wir hatten viel zu tun, wir hatten Jari, wir hatten kaum Freunde, die Zeit zum Helfen hatten… und nach abwechselndem Optimismus und Verzweiflung nahmen die Zimmer aber nach und nach Gestalt an.

Im Kinderzimmer rissen wir mühsam die Tapete ab und tapezierten neu. Zwei Freundinnen kamen zu Hilfe und mein Schwiegervater nahm uns den Tapeten-Job ab.

Das große Arbeitszimmer war das, was seit unserem Einzug vor 6 Jahren die meisten Rollen und die meiste Unordnung abbekam. Es war Arbeitszimmer, Spielzimmer, Kaffee-Röst-Zimmer, Gästezimmer, Musikstudio und Abstellkammer. Denn viele Kisten, die zum Umzug „erstmal“ dort gelandet waren, sind auch irgendwie „erstmal“ dort stehen geblieben.

Wir räumten und räumten. Wir fuhren mehrmals zum Wertstoff-Hof oder zum Rumpelbasar. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens vom Gästezimmer und räumten noch mehr.

Zwei Freundinnen strichen sehr gut und sehr schnell das obere große Zimmer, sodass es nun wie neu aussieht. Die neuen Räume waren langsam bereit und nach mehreren Besuchen bei IKEA entstand zwar noch mehr Müll, aber aus einer Baustelle wurden langsam drei neue schöne Räume!

Mein Mann hat unten jetzt ein schönes Arbeits/Kaffee-Zimmer, wo vielleicht auch für mich eine kleine Büro-Ecke entsteht, wenn erst aller Müll und Krempel verschwunden ist.

Emilian hat das kleine Zimmer bekommen und ist sehr glücklich. Er hat nun einen Schreibtisch und ein höheres Hochbett. Er hat das nach Farben sortierte Lego, was sehr geliebt wird. Er hat einen eigenen Kleiderschrank und Ruhe und Platz. Ein bißchen hat er ein Teenager-Zimmer. Die Wahrheit lässt sich nicht länger verstecken. Aber aus dem frechen, zappeligen Rüpel ist nach den Ferien und mit neuem Zimmer ein großes, selbstsicheres, stolzes, glückliches Schulkind geworden. Sagt meinem Herzen nicht, dass er bald 8 wird!

Liam hat nun ein sehr großes, neues, sauberes Zimmer. Das Etagenbett der Jungs mussten wir auseinander bauen, um es ins andere Zimmer zu bringen, aber es hat sich gelohnt. In ein paar Monaten könnte Jari dann zu Liam ziehen. Ich weiß nicht, wer von beiden sich mehr darauf freut. Liam genießt genauso den Platz, die Ruhe und Freiheit.

Zum ersten Mal seit 5 Jahren schlafen die Jungs in getrennten Zimmern und haben das Spielzeug aufgeteilt. Wie schon geschrieben: Sie finden es toll. Es gibt neue Möglichkeiten, es gibt immer Gründe, sich zu besuchen und die Türen knallen schon ab und zu mal.

Jari tappelt von hier nach da, wird mal rausgeschmissen und mal hereingelockt. Heute Morgen stellte ich erschrocken fest, dass er ohne Probleme die schräge Leiter zu Emilians Bett hochklettert. Mit fast 13 Monaten. Hoch zum 1.80 m hohen Bett. Hilfe?

Wir sind sehr glücklich mit den neuen Zimmer, obwohl noch nicht alle Dinge ihren Platz gefunden haben. Aber der ruhige Februar wird Zeit dafür geben und rechtzeitig zum Frühling sind wir drinnen fertig und haben Zeit für draussen.

 

Handy gefunden
Als ich gestern mit Emilian und Jari auf dem Schulweg war, sah ich plötzlich ein Handy auf der Strasse im Dreck liegen. Ich sah mich um und hob es auf. Es war ein funktionierendes Samsung mit vollem Akku. Auf dem Bildschirm war ein kleines Kind zu sehen. Mir war sofort bewusst, was das für ein Schock für die andere Person, wahrscheinlich eine Mama, sein muss, festzustellen, dass das Handy verloren gegangen ist. Ich nahm es mit und suchte nach einer guten Idee, das Handy der anderen Person wiederzugeben. Während wir frühstückten, gab es mehrere Anrufe auf dem Handy, die wir leider nicht bemerkten. Ich kenne mich mit Samsung nicht aus und scheinbar war Ton und Vibrationsalarm ausgeschaltet.
Ich behielt es also in der Hand und schon rief wieder jemand an.
„Hallo? Haben Sie mein Handy gefunden??? Oooh, ich liebe Sie!!!“
Es stellte sich heraus, dass es wirklich eine Mama war, die auf dem Weg zum Bus das Handy verloren hatte. Sie bekam meine Handynummer, meine Adresse und kam am Nachmittag nach der Arbeit vorbei. Mit einem großen Blumenstrauss für mich stand sie vor der Tür. Sie bekam schnell ihr Handy wieder und war wirklich sehr dankbar und erleichtert. Und ich auch!

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Sommerloch (Pfingstferien)

Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, nehme ich mir irgendwie vor, einen Blog-Eintrag über die letzten Tage zu schreiben… und dann geht es mir aber so, wie Frau Frische Brise, die einfach mal die Ruhe und Routine des Alltags genießt.

Wir hatten eine Woche Pfingstferien, ganz neu für Berlin, und obwohl das Wetter erst am Ende besser wurde, war irgendwie immer was los.

Wer mir auf Instagram (mamasbusiness) folgt, wird ein paar Bilder schon kennen.
Macht aber nix, oder?

Zum Beispiel waren wir an drei Tagen hintereinander in drei verschiedenen Streichelzoos. Mir ist nämlich ein großes Licht aufgegangen, als ich einmal im Britzer Garten beobachtete, mit wie viel Liebe und Hingabe Liam die Ziegen fütterte.
Und wisst ihr was?
Vor 4 oder 5 Jahren wurde Emilian einmal im Streichelzoo sehr von einer neugierigen Ziege erschreckt. Weil er im Kinderwagen saß, kam sie ihm irgendwie genau auf Augenhöhe entgegen. Und als sie dann auch noch alle unsere Reiskekse wegschnappte, war der Spaß vorbei. Und seitdem ist hier nie wieder jemand auf die Idee gekommen, in einen Streichelzoo zu gehen!

Obwohl Liam bei Freunden, die Hunde und Hasen haben, nicht von den Tieren wegzukriegen ist, hab ich nie daran gedacht. Bis jetzt.

Also waren wir im Zoo (und hätten fast David Hasselhoff getroffen!), im Vogelpark Teltow und im Erlebnishof Klaistow.

Der Spargelhof Klaistow ist fast, fast so toll, wie Karls Erdbeerhof in Elstal, ein paar Kilometer weiter weg, besser zu erreichen und scheinbar noch nicht so bekannt. Bei fast 30 Grad, am Freitag, einem Wochenend- und Ferientag, waren wir dort mit nur ein paar anderen Familien und hatten eine wunderbare Zeit!

Die Jungs haben neue Trikots bekommen und sind im Glück. Dass die beiden am allerliebsten sich haben und nicht viel mehr brauchen, ausser vielleicht verrückte Ideen, lautes Gackern und Platz zum Rennen, ist ja nicht neu.
Heute waren sie beide alleine bei meiner Schwägerin im Pool.
Emilian sagt: „Liam, wenn irgendwas passiert.. ich bin da!“

Natürlich streiten sie sich! Sonst wären es nicht Brüder und sonst wäre irgendwas nicht normal.
Aber doch, ich denke, die beiden haben sich am allerliebsten.

Und gestern haben wir Freunde zu einer Party eingeladen bzw. sie gebeten, uns im Garten zu helfen.
Und es war ein sehr schöner Tag!
Wir haben uns um Essen und Getränke gekümmert und haben mit den 6 Freunden, die kamen, sehr viel geschafft.
Mein Vater hat in der Zeit mehrere Radtouren mit den Jungs gemacht, auf der sie tolle Sachen erlebt haben und glücklich zurück kamen.

Es gibt leider keine richtigen Vorher/Nachher-Bilder – aber: Unser Garten ist wunderschön!

Es ist jetzt fast 22.00 Uhr, ich sitze hier auf der Terrasse und ein schwerer Holunderblütenduft liegt in der Luft, dass es fast erdrückend ist.

Wir haben Unkraut gerupft, Hecken geschnitten, die Terrasse und Wege mit dem Kärcher gereinigt, Büsche gepflanzt, Beete vergrößert und meine Mama hat mir ein sehr schönes Steingarten-Beet angelegt.

Die Kinder ernten jeden Tag Erdbeeren und Süßkirschen und wir sehen zu, wie Salatpflanzen, Tomaten und Himbeeren wachsen.

In jedem Jahr beobachten wir, wie durchdacht die Vorbesitzer die Beete bepflanzt haben. Wöchentlich blüht eine andere Pflanze und unser Garten ist grün und bunt und schön. Ich bin sehr glücklich!

Morgen ist der 12. Juni.
Bleibt also dabei, wenn ihr unsere 12 Fotos sehen möchtet.
Und auf jede Fall erzähle ich euch in der Woche von dem schönen Foto-Projekt, das wir machen durften und das ich nun schon eine ganze Weile ankündige. Diese Woche!

Morgen früh geht die Schule auch wieder los.
Noch ein paar Wochen – dann beendet Emilian die 1. Klasse. Unglaublich!

Das jetzt sind die schönsten Monate des Jahres!
Ich freue mich drauf!

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12 von 12 im April

Nachdem Jari gestern wieder Bauchschmerzen hatte, die ihn nicht schlafen ließen, hatte er heute einen fröhlichen Tag und schlief gut und lachte und strampelte. Schön!
Gerade wollte ich mich hinsetzen und einen Eintrag schreiben, den ich schon ’ne Weile vorbereitet habe. Nämlich darüber, warum ich auch nicht besser bin als andere und dass mein Alltag genau so chaotisch und frustrierend sein kann, wie der jeder anderen Mama. Und was den Unterschied macht.
Aaaaber dann fiel mir ein, dass ja heute irgendwie der 12. ist. Und natürlich habe ich brav Fotos gemacht. Also kommen die jetzt – und der andere Beitrag vielleicht nach Ostern.

1. Am Morgen finde ich im Internet ein paar Tipps für Eltern zum Fotografieren mit dem iPhone. Wie passend.

 

2. Eine Freundin schickt mir ein cooles Foto von Sonntag, als sie mit Liam im Kindergottesdienst war.

 

3. Beim Frühstück sehen wir zwei Eichelhäher im Garten. Ihr seht sie wahrscheinlich nicht…

 

4. Am Vormittag besuchen wir meine Freundin. Am 12.4.2014 habe ich auch den Tag mit ihr verbracht. Damals war das Wetter viel besser. Damals hatten wir beide zwei Kinder, nun sind es insgesamt sechs.

 

5. Obst für alle Kinder.

 

6. Wir Mamas quatschen in der Küche, während sich nebenan Ritter, Ninjas, Spider-Man bekämpfen.

 

7. Hach!

 

8. Ich probiere einen neuen Kuchen. Jari liegt ja lieb und süß neben mir im Wagen und ich habe es vermisst, zu backen.

 

9. Noch dazu teste ich einen Tassenkuchen aus der Mikrowelle. Super schnell und wirklich nicht schlecht.

 

10. Und mit diesem Ergebnis und einer Tasse und ein paar Porzellan-Stiften entstand ein kleines Geschenk.

 

11. Die beiden großen waren in der Zeit mit Oma und Opa im FEZ Berlin. Mit süßen Osterbasteleien kamen sie zurück.

 

12. Am Abend musste dann das Kinderzimmer dran glauben.  Boah, wie mich das nervt. Nach Ostern ist großes Aussortieren dran!

Jari schläft immernoch und ich überlege jetzt, noch schnell ein bißchen Sport zu machen. Auch wenn das Frühlings-Wetter sich Zeit lässt – Babyspeck muss ja nicht sein.

Bei Caro sammeln sich alle „12 von 12“-Einträge von heute. Guckt doch mal vorbei!

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Unsere ersten Herbstferien

Heute Morgen fragte mich Emilian tatsächlich: „Wann sind denn wieder Ferien?“

Dabei ist heute doch Freitag, er hat erst zur 2. Stunde und die Kinder können dann ausschlafen, bzw. allein so kurz nach 7:00 Uhr aufwachen. Es war nicht zu kalt heut Morgen, wir haben uns zum Frühstück eine Laugenbrezel aufgebacken und sie mit Butter heiß gegessen… Schule kann so schön sein.
Ich weiß, dass er gern geht. Er lernt so viel und hat Freunde, er erlebt tolle Dinge und kann als Kind schonmal so ein bißchen „groß“ sein – und das macht er richtig gut.

Aber die Tatsache, dass er sich Ferien wünscht, freut mich natürlich auch. Das bedeutet nämlich wohl, dass ihm seine ersten Herbstferien gefallen haben.

Schlachtensee

Wir sind nicht verreist.
Ich hatte viele Pläne für die Ferien.
Vielleicht die Hälfte davon haben wir umgesetzt.
Das Wetter war gar nicht toll und ausserdem haben wir uns ausgeruht, geschlafen, gegammelt, gespielt. Ein geliehenes Spiel von Freunden ist der Renner hier zuhause…

Teltow

In den Ferien haben wir

– Emilians erste Zahnlücke bewundert
– Omas und Opas und Uromas und Uropas besucht
– Schulfreunde eingeladen
– die Hebamme den Kindern vorgestellt
– das Planetarium kennengelernt
– bei IKEA gefrühstückt
– PokémonGo gespielt
– den Schlachtensee umrundet
– bei Oma und Opa übernachtet
– einen Tag lang ohne Kinder in der SteinTherme in Bad Belzig entspannt
– mit Freunden den Dino Park in Germendorf besucht
– einen einzigen (Besuchs-)Tag im Kindergarten verbracht
– einen Geburtstag im Naturkundemuseum gefeiert
– die Cousine zum Übernachten eingeladen
– den Spielplatz am Gleisdreieck entdeckt
– mehrmals das Schwimmbad besucht

Übernachtungscousine

Und das sind nur die „größeren Sachen“. Zuhause haben wir gelesen, gespielt, gemalt, gebacken, Hörspiele gehört, Laub geharkt, den Garten aufgeräumt und sowas.
Ich habe so unglaublich viel geschlafen! Als würden Schwangere Winterschlaf brauchen… Bis 10:30 Uhr als Mama schlafen zu können, ist schon ziemlich toll.. darf man gar keinem erzählen. Aber glaubt mir, sowas wie vor-schlafen gibt es leider nicht.

Naturkundemuseum

Ich staune, wie gut es mir nach 30 Schwangerschaftswochen geht! Entweder liegt das an der längeren Pause oder an meinen tollen Kindern oder an meinem mich sehr unterstützenden Mann… ich konnte die Ferien mit den Kindern genießen und durch Berlin ziehen. Es gab nur ein paar Abende, an denen ich mich dann kaum noch bewegen konnte. Das Baby strampelt fröhlich vor sich hin, es ist gesund und liegt bereits richtig. Gestern erinnerte mich irgendeine App an die Krankenhaus-Tasche, die ich packen müsste… Es sind noch so 8-10 Wochen, aber die Vorstellung, unser Baby schon bald kennenzulernen, ist eigentlich unglaublich!
Liams Geburt ist fast 5 Jahre her und die Hormone haben einiges dafür getan, mich das alles vergessen zu lassen. Aber echt, wie schlimm kann eine Geburt denn sein… ich werde mein Baby bekommen! („Haha“, lachen die Hormone) Gut, wir sprechen uns dann.. Lieber nicht drüber nachdenken.

Ein paar unserer Ausflugsziele wollte ich ein bißchen mehr beschreiben. Berlin ist nämlich toll.,

* Zum Beispiel das Planetarium.
Wir haben uns aus der Programmübersicht die kleine Sternenreise ausgesucht. Ich wollte nicht einfach „Lars, der Eisbär“ oder „Der Regenbogenfisch“ angucken, sondern schon eine richtige Sternenshow. Die Sternenreise war für Kinder ab 4 Jahren beschrieben.
Natürlich war schon der Vorraum mit allen Plakaten und dem Zubehör, den Ausstellungsstücken eine Attraktion! Und dann erst der große Saal des Planetariums! Die Sitze, in denen man liegt. Die große Kuppel. Die Silhouette von Berlin.

Die Bilder und Filme der Sternenreise waren beeindruckend, das Wissen der Moderatorin war faszinierend – alles in allem aber gar nichts für Kinder ab 4 Jahren!
Liam fing an, sich zu langweilen. Emilian hörte nur noch halb zu und selbst die Schulklassen um uns herum wurden zappelig. Eine Lehrerin fragte mich, ob wir vielleicht in einer falschen Show gelandet wären… Selbst ich konnte der Dame am Mikrofon nicht ganz folgen. Gut, ist auch nicht mein Spezialgebiet… aber sie hätte vielleicht nicht so ausführlich erklären müssen, wie die Meteoriten heißen, die um den Saturn herumfliegen und somit den „Ring“ bilden.

Es gab Infos zu den Sternenbildern am Berliner Himmel, wissenswertes zu Mond- und Marslandungen und eine „Achterbahnfahrt“ am Ende, die den Kindern natürlich sehr gefallen hat. Aber irgendwie nicht so das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich schrieb der Frau, die unsere Karten vorbestellt hatte eine Email, bedankte mich für die Reservierung und berichtete, wie wir den Vortrag wahrgenommen hatten.
Sie bedankte sich herzlich für die Rückmeldung und entschuldigte sich für die Enttäuschung. Damit wir unseren Besuch im Planetarium doch in guter Erinnerung halten könnten, bot sie mir drei Freikarten für die Sternenreise mit anderer Moderation an. Sie schrieb, dass eine unterschiedliche Moderation etwas völlig anderes aus der gleichen Show machen könne.
Ich bin natürlich gespannt und dankbar für dieses Angebot! Die zweite Show ist in ein paar Tagen und ich werde euch berichten!

 

* Dinopark Germendorf
Zum dritten Mal waren wir jetzt im Dinopark. Wir haben noch immer längst nicht den ganzen Park gesehen, denn er teilt sich in drei große Teile, die je nach Interesse und Wetter besucht werden können. Da ist zum einen ein großer Freizeitpark einem See, mit kleinem Jahrmarkt-ähnlichen Fuhrpark und einem Indoor-Spielplatz. Dann gibt es den Dinopark mit See und Badestelle und Spielplatz und eben den Urzeit-Gestalten. Außerdem gibt es einen großen Wald mit Tieren in Gehegen und Tieren, die frei umher laufen.
In den Ferien haben wir mit einer Freundin und ihren drei Kindern von jedem Teil ein bißchen angesehen. Wir haben die Dinos bestaunt, ein paar Rehe gefüttert und Waschbären auf Bäumen gesehen, den Rest des Tages haben wir im Indoor-Spielplatz verbracht. Es war kalt, aber die 40 minütige Fahrt aus Berlin raus lohnt sich jedesmal.

* Schwimmbad Lankwitz
Ich weiß nicht, wie und wo und wann ihr mit euren Kindern schwimmen geht. Wir sind die, die noch keine Kurse besucht haben, deren Kinder folglich nicht schwimmen können und die im Sommer eher an Seen in und um Berlin zu finden sind. Deswegen hab ich es nicht so mit Stadtbädern.
Eine Freundin ist aus Berlin weggezogen und hat mir ihre Schwimmbadkarte überlassen. Also haben wir das Stadtbad Lankwitz ausprobiert. Und ich muss sagen: Es macht mir und den Kindern Spaß!
Die Jungs sind jetzt in einem Alter und Geisteszustand, in denen man entspannt mit ihnen Ausflüge unternehmen kann. So kann auch ich mit Babybauch mit ihnen ins Schwimmbad gehen, ohne verrückt zu werden.
Sie nehmen ihre Eintrittskarte und passen darauf auf. Sie ziehen sich schnell allein an und aus. Sie hören auf mich und spielen schön zusammen, ohne durchzudrehen oder nur an mir zu kleben. Sie duschen allein, sogar warm und kalt.
In Lankwitz ist das Wasser warm! Das und nur das ist für mich der wichtigste Pluspunkt überhaupt! Und: Es gibt sogar heiße Whirlpools! Es gibt nicht Schlimmeres, als im Wasser ständig neben den Kindern herzulaufen und zu frieren. Hallo Blasenentzündung!
Es gibt drei Becken, in denen wir uns meist aufhalten. Das flache, warme Babybecken mit Rutsche, ein großes, tiefer werdendes Becken zum Spielen und schwimmen-üben und ein tiefes Blubberbecken. Ach ja, und der Whirpool!

In einem weiteren großen Becken finden am Nachmittag parallel Kurse statt. Emilian konnte also schonmal rüberschmulen und weiß dann, wo evtl. mal ein Schwimmkurs für ihn stattfinden könnte.
Die Eintrittskarten sind Tageskarten und so können wir uns entspannt durch alle Becken bewegen, ohne nach 120 min. durch die Kabinen zu hetzen, um mit nassen Haaren rechtzeitig am Drehkreuz zu stehen. Die Jungs lieben es nämlich, sich nach dem Umziehen die Haare zu föhnen.
Ach ja, in Lankwitz sind wir gerne!

 

* Park am Gleisdreick
Dieses grüne Fleckchen in Berlin ist riesig und ich habe erst zwei kleine Ecken kennengelernt. Es war sehr kalt, sodass wir nicht lang geblieben sind. Wir haben direkt am Museum für Verkehr und Technik geparkt. So viele interessante Plätze gibt es da.
Der Eintritt zu diesem Park ist frei, es gibt Toiletten und mehrere kleine Cafés. Außerdem gibt es Platz, sehr viel Platz. Dazu gehören verschiedene Spielplätze für alle Altersgruppen, Wege zum Fahrrad, Skateboard, Inliner, Kinderwagen oder Roller fahren. Es gibt tolle Herbstbäume, viele Liegewiesen und viel Platz und Ruhe mitten in Berlin! Ich mag das Grün in Berlin.

Park am Gleisdreick

Gleich wieder ein Grund, sich auf den Frühling zu freuen… Liam fragt mich jeden Morgen, ob es warm oder kalt wird – dementsprechend zieht er sich lang- oder kurzärmlig an. Nach den letzten Tagen schimpfte er, wann es denn mal endlich wieder warm wird. Ach ja.. die Kleinen.

Morgen werden wir zur Babywelt-Messe gehen. Ich freue mich und bin sehr gespannt, wie das für uns drei wird!

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Pack die Badehose ein…

Wir genießen die Kita-Pause sehr!
Wir versuchen, auszuschlafen, wir treffen Freunde, wir schauen uns Familienfilme an, wir essen Eis, wir sind viel im Garten und wir lieben die Sommernächte!!!

Jetzt gerade sind die Kinder mit Oma und den Cousinen auf dem Spielplatz. Und ich versorge ein Vogelbaby, das uns in den Garten gefallen ist. Zwei tote Geschwister mussten wir entsorgen, aber unser Baby ist noch zu fit, um es einfach.. naja, liegenzulassen. Es zappelt und fiept, meine Güte.
Ich kann den allgemeinen Zustand schwer einschätzen, ich hab keine Ahnung, was für ein Vogel das ist und gehe nicht davon aus, dass es bei uns einen Namen bekommen und fliegen lernen wird… Aber solange es fiept und den Schnabel aufsperrt, werde ich mich wie eine Mutter darum kümmern. Ich habe Wasser mit Traubenzucker vermischt und eben hat es zwei dicke grüne Fliegen und einen Regenwurm verschlungen..
Mein Mann, der nicht so begeistert war, aber der mich gut kennt, ging auf Fliegenjagd. Emilian fand zwei Regenwürmer und Liam, der das Baby am liebsten sofort in den Arm nehmen und nie mehr loslassen würde, redet ihm eben gut zu. „Die Mama beschtimmt geschtorbn odaa?“
Ich finde irgendwie, zum Thema „Ja“ sagen und Sommer und so… so ein Vogelbaby aufziehen (oder es versuchen), dass muss man als Familie doch auch mal gemacht haben, oder?
Wir werden sehen.

Was ich euch eigentlich erzählen wollte:
Ich war gestern zum ersten Mal im Strandbad Wannsee!

Wenn wir früher (oder immernoch heute) als Kinder mit unseren Eltern draussen unterwegs waren und an einem See vorbeikamen, dann sind wir schwimmen gegangen. Wir hatten schon Badezeug dabei, meistens, und wir sind auch nicht in jeden Tümpel gesprungen, meistens. Aber von wegen Eintritt bezahlen, um in einen See zu gehen – das kannte ich nicht.

Vom Strandbad Wannsee hatte ich schon einiges gehört. Voller Strand, lange Warteschlangen und so. Dass die Badestellen an und nahe der Havel nicht ganz so sauber sind, wusste ich auch. Die vielen Boote und Schiffe, die vorbei kommen, machen schöne Wellen, aber wie an der Ostsee fühlt man sich noch lange nicht.

Weil Ferien sind, weil das Wetter schön werden sollte und weil wir beide (ohne Männer) nichts vor hatten, verabredete ich mich also mit einer Freundin für 10:00 Uhr am Wannsee.

Von uns aus fuhren wir 20 min. bis dahin. Für einen Ausflug an den See, mit Kindern, ist das eine wunderbare Zeit!
Auch kurz nach zehn an einem Mittwoch mussten wir vor den Kassen in der Schlange stehen. Aber wir bekamen ein Familienticket (2 Erwachsene und 5 Kinder), Liam musste nicht bezahlen und wir mieteten uns sogar noch einen Strandkorb.

Hinter den Kassen, mit Sicht auf das Strandbad und den Wannsee, fühlte ich mich irgendwie sofort wie in eine andere Zeit versetzt, so als würden uns sofort Badekappen und diese riesigen Badeanzüge angezogen werden. Das Strandbad sieht aus, wie es wahrscheinlich immer aussah und es fühlt sich so kultig an!

Dass es in der „Ladenstrasse“ aufblasbare Flugzeuge vom Film „Planes“ zu kaufen gibt und wie viele Menschen eigentlich Tattoos tragen, erinnert mich dann daran, dass es nicht Anfang 1900 ist, denn seit dieser Zeit ungefähr gibt es das Strandbad.

Bis nach 17:00 Uhr verbrachten wir dort eine wunderschöne Zeit. Der Strand ist riesig, voller Menschen, aber gestern war es nicht zu voll. Wir saßen in einem dieser blau-weiß-gestreiften Strandkörbe, spielten mit einem Wasserball von „Nivea“ (wie passend!), aßen Brezeln, Äpfel und Bouletten und fühlten uns so richtig wohl in unserem Berlin.

Die Menschenmassen, die von der S-Bahn oder vom Parkplatz auf ihr Handtuch plumpsen und Punkt 12 nach Pommes und Currywurst anstehen, gehören genauso hierhin wie die regelmäßigen Ansagen der Frau Bademeister, die die Halbstarken bittet, „nich von die Plattfoarm der Wassarutsche zu spring“. (Na gut, das war übertrieben. Sie hat fast hochdeutsch gesprochen…)

Wir haben es genossen!
Es war bewölkt, aber schön warm. Ein paar Sonnenstrahlen haben uns aber doch verbrannt. Das Wasser ist lange sehr flach und für meine Nichtschwimmer-Jungs war das perfekt!

 

 

 

Die Formen für diesen Sand-Saurier lagen vor ein paar Tagen zusammen mit vielen anderen Buddelsachen in einer blauen Karstadt-Tüte in unserem Garten. Wir haben keine Ahnung, wann und wie sie dorthin kam.

Wenn irgendjemand genau diese Buddelsachen vermisst: Hier sind sie gelandet!

Wenn die Tüte so still und heimlich hier ankommen sollte oder eines Nachbars Enkel aus dem Buddel-Alter raus ist: Vielen Dank! Meine Jungs freuen sich!

Der Tag gestern wurde mit italienischer Pasta von Freunden, Prosecco und Kerzenschein abgeschlossen und geht als glücklicher Sommertag in die Familiengeschichte ein!

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