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Die Sache mit der glücklichen Mutter

Wenn ihr jetzt bei uns vorbei kommen würdet, würdet ihr dieses Bild sehen:

Mama sitzt draussen in der Sonne und bloggt.
Jari liegt neben ihr im Kinderwagen und schläft.
Die beiden Großen sitzen im Wohnzimmer und malen.
Neben ihnen steht ein voller Obstteller.

Das ist wieder das „Heile Welt“-Bild, dass zu uns passt, oder? 😉

Aber die Realität sieht anders aus.
Normal. Schmutzig. Ehrlich.
Wie bei allen anderen Familien auch.

Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter

Kennt ihr schon von mir.

Auch, wenn meine Kinder gerade friedlich nebeneinander sitzen bzw. schlafen und ich in der Sonne sitze, haben wir Stress, Streit und Sorgen. Auch, wenn ich übe, schöne Fotos zu machen, tobt auf der Seite hinter der Kamera das Chaos. Glaubt mir das.

Ich bin nämlich heute an Tag 3 von 5 ohne Papa. Dazu ohne Auto. Und fast ohne Geld.
Mein Mann klettert mit 160 anderen Männern durch schottische Berge. Ich bin sehr stolz auf ihn und werde euch mehr erzählen, wenn ich mehr weiß. Falls. Zu dem Wochenende gehört nämlich, im Vorfeld fast nichts darüber zu wissen. Handys sind auch nicht erlaubt und so sind das die ersten Tage in unserer 12jährigen Beziehung, in denen wir absolut nichts voneinander hören. Also mir fehlt er.

Ich werde euch mal erzählen, was noch so zu unserer „Heilen Welt“ gehört:

– Um mich herum stehen zwei volle Wäscheständer. Die dritte Maschine läuft.

– Der Küchenboden ist so unglaublich dreckig. Seit Tagen Wochen nehme ich mir vor, ihn zu putzen. Die jährlichen Ameisen in der Küche waren nur kurz da. Wahrscheinlich ist es selbst denen zu eklig.

– Am Morgen wurde ich mit kleinen scharfen Patschern ins Gesicht geweckt. Das Baby fand, es sei Zeit zum Aufstehen. Als ich dann endlich aus dem Bett kam, war die Windel so voll, dass ich Jari erstmal in die Wanne setzen musste.

– Weil wir uns nicht auf ein Frühstück (Brot, Müsli, Pancake) einigen konnten, schlug ich Crêpes vor. Emilian erinnerte sich sofort an Korsika, da gab es Crêpes mit Erdbeeren und Nutella. Weil wir aber keine frischen Erdbeeren hatten, fragte ich die Jungs, ob sie zum ersten Mal allein schnell zu Lidl gehen wollte. (Ich hatte nämlich noch den Schlafanzug an…) Liam war sofort begeistert und hatte in einer Sekunde die Schuhe an. Emilian zögerte sehr, aber weil Liam unbedingt wollte, ging er mit. Klappte alles wunderbar. Seitdem fragt Liam im Minutentakt, ob ich nicht noch etwas von Lidl brauche..

– Wir machten uns also ein schönes Frühstück.
Die Kinder waren sehr begeistert!
Zur Realität muss ich jetzt aber auch die verbrannten Finger, den Zucker überall und das Nutella-Baby (frisch gebadet, ihr erinnert euch) erwähnen.

 

– Nach dem Essen schickte ich die Jungs nach draussen. Wir hatten nämlich gestern zusammen Erdbeeren eingepflanzt und die sollten sie nun gießen. Jari brauchte wieder eine neue Windel und die volle, volle Windel fiel mir vom Wickeltisch. Offen. Auf den Teppich.

– Danach wollte ich duschen gehen. Ich wies die Jungs genau an, auf Jari zu gucken, nahm ihn aber dann doch lieber mit ins Bad. Man kann nie wissen. Jari tappelte also im Bad zwischen Zahnbürsten und Klobürste hin und her und ich beobachtete ihn. Zweimal musste ich kurz rausspringen, um schlimmeres zu verhindern.

– Passend zum Thema:
Vor ein paar Tagen saßen eine Freundin und ich gerade gepflegt bei Kaffee und Kuchen. Stellt euch zu dem „gepflegt“ vor, dass vier große Jungs um uns herum sprangen und mit Waffeln, Erdbeeren, Puderzucker und Sahne um sich warfen. Inmitten dieser Kaffeetafel fiel nicht auf, dass Jari gar nicht da war und in diesem Moment kam er mit der Klobürste in der Hand um die Ecke.

– Am Donnerstag holte ich Liam und einen Freund ab, während seine Mama unsere beiden Großen aus der Schule abholen sollte. Ich spielte mit den beiden Kindergartenkindern und Jari im Garten, als die Mama schrieb: „Ich kann sie nicht finden.“ Der Schulhof ist groß und unübersichtlich, ich machte mir erst keine Sorgen, aber sie waren nicht da. Nicht bei ihnen, nicht bei uns, nicht auf dem Weg.

Hatte ich nicht erst vor ein paar Tagen hier geschrieben, dass ich nie wieder ein Kind suchen wollte? Ich mag dieses beklemmende Gefühl überhaupt nicht. Und ich hatte hier die drei Kleinen und kein Auto, mein Mann war ohne Handy im Flugzeug – und konnte nichts tun, ausser Gott zu bitten, alles gut werden zu lassen.
Währenddessen wollten die beiden Kita-Kinder losgehen, den Großen entgegen und Jari war gerade dabei, den Ameisenköder in den Mund zu stecken zu entdecken. Inmitten allen Chaos schrieb sie dann: „Ich hab sie! Sie hatten eine Stunde früher Schluss und sind zu unserer Nachbarin gegangen.“
Ihr könnt euch vorstellen, was uns beiden Mamas durch Kopf und Herz ging.

– Liam fiel gestern in seinem Hochbett nach Bettgehzeit eine Treppenstufe herunter und verletzte sich ein bißchen am Fuß. Heute, ganz nebenbei, beichtete er mir, dass er mich angelogen hatte. Er war gar nicht zur Treppe abgerutscht, sondern er war verbotenerweise noch auf dem Hochbett herumgeklettert und dabei abgerutscht.

– Ich nahm mir letzte Woche vor, an diesen vier freien Abenden endlich mal wieder alleine meine Netflix-Serie weiterzugucken. Mit Wein. Auf der Couch.
Haha!
Die Realität ist, dass ich am Donnerstag nach 22:00 Uhr noch Muffins für unser MOPS-Treffen machte und danach noch ein Überraschungspaket für eine Freundin packte, das unbedingt weg musste. Der Wecker am nächsten Morgen klingelte um 6:30 Uhr und ich war sehr froh, dass Emilian von der Oma zur Schule gefahren wurde. Das hätte ich mit drei Kindern nicht so locker geschafft.

Ihr seht: Alles ist ganz normal!
Wirklich.

Wir hören Hörspiele und singen zusammen – aber wir schreien uns auch an.
Wir pflanzen zusammen Blumen ein – aber wir knallen auch mit den Türen.
Wir essen leckere Obstteller leer – aber es gibt auch ungesundes FastFood zu ungesunden Zeiten.
Wir üben Kopfrechnen und 1×1 – aber wir vergessen auch Diktate und Hausaufgaben.
Wir spielen lange und laut draussen im Garten – aber wir laufen auch mit dreckigen, nassen Füssen über helle Teppiche.
Wir lieben uns – und wir streiten uns.

Manchmal möchte ich weinen.
Manchmal möchte ich laut loslachen.
Manchmal möchte ich mit der Hand auf den Tisch schlagen.
Manchmal möchte ich High Fives an die Jungs verteilen.

Inzwischen ist der Obstteller leer, die Kinder trampeln mit Gartenfüßen durchs Kinderzimmer.. oder durch unsere frisch bezogenen Betten, ich muss Wäsche abhängen, damit die nächste Platz hat und ach ja.. wollte ich nicht ein paar Bücher für meine Doula-Weiterbildung lesen?

Habt einen schönen Samstag-Nachmittag!

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12 von 12 im April

Heute war ein schöner Tag.
Ich mag April. Ich mag dieses Wetter. Und das, was es mit uns Menschen macht.

Es ist ja fast schon der 13. April, aber ich habe mich am Abend mit Freundinnen getroffen, wir haben gequatscht.. viel gequatscht – und als ich dann halb zwölf auf mein Fahrrad stieg, war die Luft noch so wunderschön. „Lau“ nennt man das wohl. Ich hätte mich am liebsten noch (mit einem Glas Wein) nach draussen gesetzt. In diesen Frühlings-/Sommernächten ist Schlaf doch Zeitverschwendung…

Weil aber die Nächte mit Jari noch unruhig sind und mein Mann jetzt zwei Tage nicht da ist, sollte ich vielleicht doch bald schlafen gehen.

Meine 12 Fotos bekommt ihr trotzdem noch!

1. Mein erster Anblick

 

2. Auf dem Weg zur Kita gucken wir, ob die Tulpen endlich zu sehen sind

 

3. Wir treffen meinen Mann, der auf dem Rückweg vom Emilian-in-die-Schule-bringen ist – und eine Freundin sieht uns aus dem Bus und schickt uns das Foto

 

4. Ich bringe Liam in die Kita und zuhause wartet dann ein toller Mann und ein tolles Frühstück auf mich

 

5. Ich drehe eine Einkaufs-Runde, die etwas länger dauert… denn Jari will laufen. (Diese Locken!)

 

6. Unser Kirschbaum wird bald wunderschön aussehen!
Von Emilian lerne ich, dass Süßkirschen weiß blühen und Sauerkirschen rosa blühen.

 

7. Nach der Schule gibt’s ein Eis.
Papa und Liam sind beim Geigenunterricht und wir drei bummeln ein bißchen auf dem Weg nachhause.

 

8. Für Jari ist das Leben ein Fest. Er entdeckt jeden Tag so viel Neues. Er schmeckt Erdbeeren und Melone. Er entdeckt Fliegen und Käfer. Er sieht Sonne und Schatten. Er fühlt Wiese und Blumen. Und heute hat er Seifenblasen kennengelernt. Das war ein Fest für uns alle.

 

9. Seifenblasen faszinieren auch große Kinder

 

10. Am Wochenende feiern wir Geburtstag von uns drei April-Frauen aus meiner Familie und ich packe Geschenke ein

 

11. In der Sonne üben wir für das Freitags-Diktat

 

12. Frische Cookies. Wenn ihr wüsstet, wie gut die heute gerochen haben!

 

Das waren meine Fotos vom 12. April 2018.
Falls ihr euch über zu viel SommerSonneSonnenschein wundert… ich habe heute auch Wäsche gewaschen, die blitzschnell wieder trocken war, ich habe meine Doula-Unterlagen sortiert und die Küche gesaugt und gewischt. Aber doch.. wenn die Sonne so scheint, bin ich eigentlich eher draussen zu finden.

Als Nummer 133 findet ihr mich bei Caros 12von12 Sammlung.

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Die Kindergeburtstage 2018

Unsere beiden großen Jungs sind jetzt 6 und 8.

Nach tagelanger Vorfreude auf den Geburtstag mussten dann nach dem Fest erstmal ein paar Tage vergehen, damit die Kinder in Ruhe im neuen Lebensjahr ankommen konnten. Ich hatte manchmal den Eindruck, als würde es nur um das Auspacken und Aufreissen der Geschenke und um den Hype des nächsten Geschenkes gehen, als um das, was drin ist.
Aber dabei sind wir jetzt und verschneite Osterferien + Krankheit eignen sich perfekt dafür.

Wir husten und niesen alle um die Wette, es ist schon fast lustig. Mein Mann ist noch immer gesund – ich weiß nicht, wie er das macht, bei der Menge Bakterien, die hier umher geschleudert werden.
Aber bei uns wird es langsam besser und wir sind froh, dass wir keine großen Pläne für die Ferien hatten. Ein Arzttermin heute morgen war das Aufregendste, was wir unternommen haben. Und Liam ist gerade mit Papa unterwegs. Papa hat beiden Jungs einen Ausflug zum Geburtstag geschenkt.

****

Liam hatte sich einen „Cowboy-Geburtstag“ gewünscht. Er hat nämlich ein Kostüm dafür. Die Gäste kamen nicht verkleidet, ich hatte ausser Luftballons und einer Girlande gar nicht dekoriert und das Essen war einigermaßen angepasst. Ganz entspannt.

Fünf Gäste waren geladen und so waren es dann sechs Jungen und ein Mädchen. Die Kinder waren im Alter von 4-7 und kannten sich fast alle. Wie auch im letzten Jahr war das eine Gruppe, die sich kaum als Gruppe gefunden hat und eher aus vielen guten 2er Kombinationen bestand. Das war unsere Herausforderung. Wenn Liam zum Beispiel ein Geschenk bekam, wäre er am liebsten mit dem Geschenk und dem Freund dazu erstmal zum Aufbauen und Spielen verschwunden.
Wir hatten ein lockeres Programm und kleine Spiele vorbereitet und die kleinen Gäste durften zwischendurch auch einfach in den neuen Kinderzimmern spielen.

Von meiner Schwägerin hatten wir ein großes Spielpferd ausgeliehen, auf dem die Kinder reiten konnten. Ein Spiel war zum Beispiel, das Pferd mit Reifen zu fangen. Ganz einfach.

Ich hatte Toilettenpapier-Rollen mit Süßigkeiten gefüllt und mit Krepppapier umwickelt und zugebunden, sodass es wie eine Art Bonbon aussah. Diese Bonbons haben wir an eine Schnur gehängt und die Kinder mussten springen, um das Papier abzureissen. Das war die Idee einer Mini-Pinata.

Für den Nachmittag hatte ich einen Möhrenkuchen gebacken und eine 6 daraus ausgeschnitten. Ausserdem hatte sich Liam Cake Pops gewünscht. Und in kleine Becher hatte ich Weintrauben, Naturjoghurt und Müsli in Schichten gefüllt, um auch einen gesunden Snack anzubieten.

Am Abend gab es Chicken Nuggets in Form von Tieren, es gab Käse und Weintrauben-Spieße und Salzgebäck.

Zwei Gäste blieben übernacht und nach dem vollen Tag war dann auch bald Ruhe im Kinderzimmer.

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Emilians Geburtstag sollte eine größere Nummer werden.
Er hatte sich eine „Lego Ninjago-Party“ gewünscht. Und weil ich Pias Ninjago-Geburtstage schon jahrelang im Hinterkopf hatte, war das unser großer Moment.

Ich konnte mit Ninjago erst nicht so viel anfangen, aber als Mama von drei Jungs musste ich mich doch drauf einlassen. Was sonst.
Und als wir (mein Mann und ich) uns erst richtig damit beschäftigt hatten und alle Kinderbücher zum Thema durchgelesen hatten, konnten wir gar nicht mehr aufhören.

Die Ninja sind Freunde, die die Welt retten.
Ganz ganz kurz und knapp.
Zu ihren Stärken gehören besondere Eigenschaften, die sie mit viel Beherrschung und Disziplin erlernen. Und daraus haben wir ein Programm gemacht.

Das Essen und die Deko war eine Kleinigkeit und hat so viel Spaß gemacht. Danke Pinterest!

So sahen die Einladungen aus, an den Stiel habe ich dann den Zettel mit den Informationen geklebt.

 

Beim Essen habe ich das Ninja und das Lego Thema verbunden:

Wackelpudding in bemalten Bechern.
Legosteine und Figuren aus Schokolade in Silikonformen.
Zuerst habe ich alte Wachsmalstifte zerbrochen und in die Formen gelegt und im Backofen geschmolzen. Dabei ist die Form leider sofort kaputt gegangen.
Mit Schokolade ging es gut, bestimmt mit Wackelpudding oder Wasser als Eiswürfel auch.


Der Nachmittags-Kuchen: Ich habe noch nie mit Fondant gearbeitet und wollte wieder wenigstens etwas gesünderes dabei haben. Also habe ich mir diese Ninja-Obsttorte ausgedacht.

Für die Schulklasse gab es Möhren-Muffins mit Esspapier-Ninja-Bildern.

Emilian hatte 6 Gäste eingeladen und insgesamt waren es also 8 Kinder. An dem Tag war früh Schulschluss und Emilian konnte eine ruhige Mittagspause zuhause verbringen. Gegen 14:30 Uhr fuhren wir in die Schule und holten die anderen Kinder aus dem Hort ab. Das war ein Spaß!

Das Wetter war sonnig und die Kinder hatten gute Laune. Es waren fast nur Gäste aus der 2. Klasse, ein Freund aus unserer Strasse ging in die 1. Klasse, aber die Kinder untereinander kannten sich und waren eine Gruppe, ein richtiges Team.

Während wir noch auf ein Kind warteten, schlug Emilian vor, mit „Flaschen drehen“, die Geschenke auszupacken. Also setzten sie sich in einen Kreis und drehten die Flasche. Ganz aufgeregt fieberten sie mit, welches Kind sein Geschenk überreichen durfte und freuten sich alle beim Auspacken mit.

Beim Kuchen essen fing mein Mann schon an, den Kindern das Spiel zu erklären: Um den Kampf gegen das Böse zu gewinnen, müssten sich alle Gäste erst als echte Ninja erweisen und verschiedene Prüfungen bestehen.

Es fing mit einem Quiz an. 13 Fragen wurden ihnen gestellt und mindesten 10 mussten richtig beantwortet werden. Die Kinder waren echt gut und schafften es als Team gerade so, diese Prüfung zu bestehen.

In der nächsten Aufgabe wurden unter großem Gelächter neue Ninja-Namen vergeben. (Vorlage für den Privatgebrauch auch von Pia)

Wir spielten „Pie Face„, was auch richtig viel Spaß gemacht hat. Die Zweitklässler sind ja eigentlich schon ziemlich cool, aber spielen und laut lachen können sie noch ganz süß.

Dann gab es kleine Spielchen wie „mit Brausepulver im Mund einen Zungenbrecher sagen“ oder „mit Handschuhe und Messer und Gabel eine Packung Schokolade auspacken“ – ganz im Sinne von Konzentration und Geschicklichkeit.

Es gab eine Schatzsuche im Garten, bei der an mehreren Stationen kleine Wurfsterne zu finden waren. Dafür hatte ich nach Pias wunderbarer Anleitung also 8 Wurftsterne gefaltet. Die halten hier teilweise bis heute und sind immer wieder leicht zusammenzustecken, sollten sie doch mal auseinander fallen.

Die Übung mit den Klo-Rollen gab es hier auch, natürlich verpackt als „Der Sprung nach der Rolle des Schicksals“.

Am Ende musste dann der böse Gegner mithilfe der Wurfsterne „in das Becken der Erlösung“ geschmissen werden. Und das war’s!

Alle kleinen Ninjas haben miteinander und mit viel Freude gekämpft und die Prüfung bestanden!

Zum Abendbrot gab es dann Mumien-Würstchen im Blätterteig, ganz viel sternförmiges Salzgebäck, Bouletten und Salami-Würstchen. Die Kinder waren sehr satt und sehr glücklich, als die Eltern zum Abholen kamen.

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Das waren die Geburtstage. Richtig schön, fanden wir,

Jetzt werden hier neue Geschenke ausprobiert, vor allem wird viel Lego gespielt. Wir freuen uns darauf, gesund zu werden und zusammen mehr Zeit draussen zu verbringen.

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Szenen aus unserem Alltag

Vor ein paar Stunden noch hätte ich euch jetzt locker und beschwingt ein paar Alltagskracher aufschreiben können und euch auf den neuesten Stand gebracht. Ich hätte dankbar geschrieben, dass wir alle seit so langer Zeit gesund sind und -natürlich- wie sehr ich mich auf den Frühling freue.

Und jetzt, fast über Nacht, hat unser kleinstes Baby plötzlich hohes Fieber und eine Bronchitis bekommen. Wieder. Es hat knallrote Wangen, es winselt und jammert und glüht und liegt rum. Gar nicht der Jari, den wir kennen und von dem ich euch gleich ein paar lustige Geschichten erzähle. Aber wer weiß, ob die Tage wieder einen Schub mit sich bringen und er nach der Krankheit vielleicht gar nicht mehr so klein, sondern schon wieder ein bißchen gewachsen ist…

Es ist unglaublich, wie sehr sich der Alltag mit gesunden Kindern zum Alltag mit kranken Kindern unterscheidet.
Obwohl mein Mann gestern fast den ganzen Tag helfen konnte, bin ich hier zwischen zwei Wäscheständern, wichtigen Formularen, vorpubertierenden geburtsagsaufgeregten Jungs, Dreck auf dem Boden, einer vollen Spülmaschine, einer vollen Spüle, großer Müdigkeit und dem kranken Baby fast verzweifelt.
Und ich dachte mir: Was mache ich hier eigentlich? Wie fremdbestimmt kann man sein? Ist es denn möglich, dass ich mir vor 8:00 Uhr vornehme, mir die Hände einzucremen (dass man sich sowas vornehmen muss!) und das erst nach 21:00 Uhr tue?

So habe ich lange nicht gedacht und wieder bin ich froh, dass wir gerade nicht drei kleine Kinder, sondern zwei große und ein kleines haben. Denn wir anderen vier sind gesund und kämpfen und hoffen und beten für Gesundheit. Bitte nicht jetzt. Nicht im März und nicht vor der Geburtstagswelle.

Unsere letzten Tage und Wochen waren voll von schönen Zeiten und spontanen Abenteuern. Und deshalb kann ich jetzt das an-zuhause-gebunden-sein auch aushalten und die dreckigen Fenster und die wirren Beete sein lassen. Mein Küchentisch sorgt in der Zeit für Farbe.

 

* Die neuen Kinderzimmer der Jungs sind nun schon fast einen Monat da. Nach der ersten großen Freude und dem vielen Besuch, der eingeladen wurde, mussten aber auch Regeln erstellt werden. Wer darf in welches Zimmer? Wann? Und warum nicht? Und wenn ich meine Regeln durchsetzen will, sollte ich die von meinem Bruder vielleicht auch einhalten.
Es wurden Möbel umgeräumt und Spielzeuge getauscht. Anfangs konnten wir gut sehen, dass Emilian fleißiger aufräumt. Das hat Liam dann so beschäftigt, dass er sein Zimmer fast in ein Museum verwandelte, in dem nichts an falscher Stelle stand und auch nichts berührt werden durfte. Jetzt hat sich das ein bißchen beruhigt und an jedem Abend sind beide Zimmer ähnlich unaufgeräumt.
Angesichts der vielen Spielzeuge und der anstehenden Geburtstage weiß ich auch nicht, wie sich das ändern soll. Aber vielleicht muss es das auch nicht. Es sind doch Jungs-Zimmer. Im Sommer probieren wir zum ersten Mal einen Flohmarkt aus, bis dahin ist es eben etwas voller.

 

* In Teil 7 der 1000 Fragen hatte ich erwähnt, dass Paddy Kelly mein großer Schwarm war. Nie hätte ich gedacht, dass ich jetzt hier über die Kelly Family schreibe. Aber ich muss.
Am Freitag Morgen schrieb mir meine Freundin, sie hätte eine Karte für das Comeback-Konzert in der Mercedes Benz Arena – und sie hätte sofort an mich gedacht. Ich hab eine Sekunde überlegt.. und dann wusste ich, dass ich nachts bei Minus-Graden nicht an der Frankfurter Allee umherirren wollte. Ausserdem sollte an dem Abend ein Männer-Sauna-Abend stattfinden, zu dem mein Mann unbedingt gehen wollte. Also sagte ich ab. Ich kam dann nachhause und erzählte meinem Mann davon. Und was sagte er? „Marit, du musst dahin! Ich seh doch in deinen Augen, wie sehr du dir das wünschst!“
Genau, so einer ist das.
Mir fiel dann auch ein, dass ich im letzten Jahr die Werbung zu diesem Konzert gesehen hatte. Ich schrieb damals sofort meiner Mutter, wie cool es doch wäre, zusammen mit meiner Schwester dahin zu gehen. Und sie schrieb: Alles ausverkauft. Und damit hatte sich das damals erledigt. Und jetzt, ein paar Stunden vor dem Konzert wurde mir diese Karte angeboten!
Ich schrieb meiner Freundin, die Karte war noch da und innerhalb weniger Stunden plante ich meinen Konzert-Trip.
Wir trafen uns am S Bhf. Friedrichstrasse, fuhren bis Warschauer Str. und liefen noch ein Stück. Es war nicht zu kalt und die Wartezeiten konnten wir aushalten. Die Fans um uns herum waren original die Kelly-Fans von vor 20 Jahren, kaum jemand war jünger als wir. Ein paar Mamas hatten ihre Töchter dabei. Dazu die Schals mit dem berühmten grün-gelben Schriftzug.. es war schon verrückt.

Meine Freundin hat drei Kinder, ich auch – und es ist schon ein Abenteuer, nebeneinander in der ausverkauften Mercedes Benz Arena zu sitzen und zu wissen, beide Männer haben auf die Sauna verzichtet und sitzen jetzt mit den Kindern zuhause.

Aber als dann das Licht ausging und die Kellys auf die Bühne sprangen, war es, als wäre die Zeit zurückgedreht worden. Es war unglaublich! Die Stimmen sind wie früher! Die Musik.. es spielen ein paar Töne und tausende Frauen wissen, welcher Kelly gleich welches Wort singen wird. Ich erinnerte mich, wie sehr Kelly-Fan ich eigentlich war.
Wir alle sind etwas älter geworden.. die Kellys und wir auch. Man sieht das. Jeder hatte seine Geschichte, seine Familie, seine Dramen, seine Erfolge.
Aber dieses Feeling während des Konzertes war wie früher. Ja, Paddy hat gefehlt, aber ich war so froh, mich für den Abend entschieden zu haben!
Der Weg nachhause war lang und kalt, aber: Es hat sich gelohnt!!

 

* Fast genauso spontan sind wir am Montag zu meinen Eltern gefahren, um aufs Eis zu gehen, wahrscheinlich zum letzten Mal in diesem Winter. In den Nachrichten wurde bereits immer wieder davor gewarnt, aber die Havelwiesen sind riesige flache Pfützen und ein paar Stunden konnten wir mit Freunden auf dem Eis sein. Das Tauen war zu sehen und zu hören und nach jedem Sturz waren die Hosen nass. Aber einfach diese Weite, das Gleiten, die Geräusche, Kaffee und Kekse auf dem Eis.. das sind meine Kindheitserinnerungen und für mich war das ein Mini-Winterurlaub.
Seit gestern Abend schneit es ja hier tatsächlich. Fast wären wir mit dem Schlitten zur Kita gefahren. Für die Kinder freue ich mich über den Schnee.. ich hätte jetzt doch gern etwas mehr Wärme. Vielleicht zu den Geburtstagen? Obwohl.. ich glaub nicht, dass die Jungs schon im Schnee gefeiert haben.

Opa hat die Kinder auf dem Schlitten

Vor ein paar Tagen ohne Tauwetter

Meine wilden Kerle

 

* Jari schnuffelt um mich herum und atmet wie eine Dampflok. Es geht ihm nicht so gut. Aber ich wollte euch von den letzten Wochen mit ihm erzählen. Als nämlich die Jungs Anfang Februar weg waren und wir hier mal schnell drei Zimmer neu gemacht haben, hat er uns scheinbar genau beobachtet. Wie wir Dinge aufheben, wegnehmen und woanders hinlegen. Genau das hat er nämlich seitdem gemacht. Sehr ehrgeizig. Fast so, als hätte er einen Aufräum-Tick. Manchmal konnten wir ihn dabei beobachten. Und wir haben uns kaputt gelacht, wenn er ganz stolz irgendeinen Gegenstand irgendwo abgelegt hat und dann die Hände vor dem Bauch „verschränkt“ und stolz seines Weges zieht.
Er wurde sehr aufmerksam, wenn uns etwas herunterfiel. Dann kam er, hob es auf und legte es ordentlich weg.
Allerdings zog er auch allein los, um „aufzuräumen“. Und dass bei 5 Personen immer etwas auf dem Boden liegt, könnt ihr euch vorstellen. Jari störte das scheinbar. Und so fanden wir eingepackte Spülmaschinen Tabs unten in der Spülmaschine, Unterhosen im Nudel-Fach, Besteck in der Spielekiste, Lego im Bio-Müll.. Wer weiß, ob wir bereits alles Aufgeräumte gefunden haben. Und wer weiß, ob diese Phase nach der Krankheit nicht schon wieder vorbei ist?

 

* Jillian muss auch erwähnt werden.
Anfang Februar habe ich meine 30-Tage-Shred-Challenge beendet. Danach hab ich erstmal überhaupt gar keinen Sport gemacht. Als das schlechte Gewissen lauter wurde und ich wieder Lust und Zeit hatte, bestellte ich mir eine neue DVD. Und die lag dann erstmal rum. Aber dann habe ich sie einfach mal angemacht. Ich kannte bisher nur die Jillian Shred DVD und war gespannt. Die Jungs auch.
Die DVD wurde in einem anderen Studio aufgenommen, die beiden Ladies rechts und links sind nicht mehr Anita und Natalie und auch der Aufbau ist ganz anders. „Bauch Beine Po intensiv“besteht aus sieben Einheiten, die je 6 Minuten lang sind. Sie können nacheinander abgearbeitet oder einzeln als Kapitel ausgewählt werden. Jillian schwört auf Circle Training, es wird also viel wiederholt.

Ich habe alles einmal ausprobiert.
Und wisst ihr was? Es hat so viel Spaß gemacht!!
Die meisten Übungen sind auf der Matte oder am Platz, es wird kaum gesprungen Danke Jillian!), was dazu führt, dass ich besser mitkomme, ohne völlig aus der Puste zu sein. Das ist so ein großer Unterschied, auch für die, die wegen Knie und Knöchel nach dem dritten Hampelmann aussteigen mussten.
Es geht viel um Bauch, Beine, Po (tatsächlich!), auch um Schultern, Arme und Rücken. Die 40 min. vergingen sehr schnell, ich konnte wunderbar bis zum Ende durchhalten, aber: Der Muskelkater.. ist unglaublich. Das ist kein Vergleich zu Shred. Autsch. Und lange Autsch. Aber es fühlt sich ja doch gut an.
Ich mach mir jetzt keinen Stress, ob ich Bauch, Beine, Po jeden zweiten Tag oder jede zweite Woche schaffe. Aber ich möchte dranbleiben. Denn es macht Spaß und die Übungen sind so gut. Wenn ich da nicht den schönsten Po 2018 kriege, dann weiß ich auch nicht 😉

 

* Am 24. Februar hatte ich einen Informations-Tag für meine eventuelle Weiterbildung. Von diesem Tag hatte ich mir viel Sicherheit erhofft, stattdessen hat er leider noch mehr Fragen gebracht.
Wie auch immer: Ich bin kurz davor, den Vertrag zu unterschreiben. Ich möchte diese Entscheidung gern hinter mir haben und hab lange nicht etwas so sehr vor mir hergeschoben. Trotz aller Fragen und Unsicherheiten fühle ich, dass es das richtige ist und dass ich bereit bin. Ich muss es einfach machen. Und sobald die Unterschrift gesetzt ist, lüfte ich hier das Geheimnis.

 

* Am Montag Abend saß ich in Emilians Klassenraum zum Elternabend. Nach ein paar Turbulenzen in allen möglichen Bereichen haben sowohl Eltern als auch Schüler zu einem guten Miteinander gefunden. Wir sind sehr glücklich mit der Schule und warten nun auf die Bestätigung für Liams Platz.
Die Zweitklässler werden in den nächsten Monaten auf die 3. Klasse vorbereitet. Sie lernen, selbständiger zu arbeiten. Sie lernen das 1×1 und sie lernen, eigene Texte zu verfassen, wie eine Bildbeschreibung oder ein Brief.
In der 3. Klasse wird der Schwimmunterricht dazu kommen, eine erste Fremdsprache, die Noten, eine neue Klassenlehrerin und evtl. ein neuer Klassenraum. Ich stelle aber fest, dass mich das lange nicht so verrückt macht, wie die Einschulung vor 2 Jahren. Emilian ist ein sehr guter Schüler und ich bin mir sicher, dass er das alles schafft.

* Die beiden Kindergeburtstage werden 2018 als Cowboy- und NinjaGo-Party gefeiert. Ich mache mir diesmal nicht so viele Gedanken, weil die Kinder und Gäste in den letzten Jahren oft einfach nur spielen wollten. Ausserdem wird uns ja das Wetter wahrscheinlich nicht im Garten feiern lassen. Ich werde jetzt die Wunschlisten der Kinder, die ihr auch hier auf der Startseite ansehen könnt, auf Amazon aktualisieren, damit schöne Geschenke geschenkt werden können und ich mir nicht alle Ideen merken muss.

* Und ein Kracher, den Liam aus aktuellem Anlass mehrmals am Tag zum Besten gibt:
Was stinkt und ist glücklich?
– Ein Gefurztagskind…

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12 von 12 im Januar

Hier seht ihr 12 Fotos von einem vollen Freitags-Alltag einer fünfköpfigen Familie. Am 12. Januar. Nicht mehr und nicht weniger.

1. Ich bringe Liam in die Kita. Ein Glück, wenn wir allein im Fahrstuhl sind und er die Knöpfe drücken darf.

 

2. Gleich danach fahre ich zu unserem ersten MOPS-Treffen in diesem Jahr. Die drei Stunden vergingen wie im Flug und waren so voller Lachen und Leben – ich hab nicht eine Sekunde an die Fotos gedacht.
Hier eine Jahresanfangs-Anregung, die wir den Mamas mitgegeben haben. Vielleicht möchte einer von euch sie ausfüllen und während der nächsten Monate darüber nachdenken – oder ein Jahr später wieder angucken?

 

3. Was Süßes für den Süßen.
Smoothie-Eis aus Sommer-Obst.

 

4. Emilian hat einen Freund zu Besuch.
Sie tauschen und sortieren ihre NinjaGo Spielkarten. Liam schreibt die Namen der Lego Ninjas auf.

 

5. Dann lassen sich die Jungs Bilder von Papa ausdrucken und sitzen eine ganze Weile da und malen.

 

6. Als der Besuch weg ist, setzt sich Emilian noch an die Mathe-Hausaufgaben. Er ist einer der Klassenbesten in Mathe, aber Zahlen ins Heft schreiben gehört nicht so zu seinen liebsten Aufgaben.

 

7. Ich backe – tadaa – einen neuen Cheesecake für die Geburtstagsfeier unserer Freundin. Das Blöde an den Käsekuchen ist ja, dass man sie vorher nicht probieren kann.. Sieht aber erstmal gut aus.

 

8. Bestes Abendbrot vom besten Ehemann.

 

9. Wir sehen zusammen einen alten Film.
Herkules.

Mein Mann kann nicht glauben, dass ich die Geschichte noch nicht kannte. Hmm.. ich schließe meine Bildungslücken gemeinsam mit den Jungs.

 

10. In der Blogger-Welt hat eine neue Blog-Parade gestartet: „1000 Fragen an mich“
Ich möchte da gern mitmachen und versuchen, pro Woche 20 Fragen zu beantworten.
Ein bißchen auf die Suche gehen nach „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ – „Was bin ich ausser einer Mama?“ – „Was macht mich aus?“
Möchtet ihr auch?

 

11. Während die Kinder den Film gucken, mache ich einen neuen Kindersprüche-Beitrag für euch fertig. Kommt bald!

 

12. Und dann, ob ich will oder nicht: Shred!
Ich bin wirklich schon an Tag 9 von 30.
Ohne Pause!

 

Wer noch mehr Fotos und Inspirationen sehen möchte: Hier bitteschön!

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