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12 von 12 im Oktober

Ich wollte mich gerade ganz entspannt mit einem Glas Wein und mit meinem Mann auf die Couch fallen lassen… aber dann sind mir meine 12 Fotos wieder eingefallen!

Ich habe Fotos gemacht!
Ich muss sie euch nur noch schnell zeigen:

1. Der Tag beginnt früh. Kurz vor 7:00 Uhr bringe ich meinen Sohn zum Schwimmunterricht. Aber diese romantische Aussicht entschädigt mich!

 

2. Als ich den zweiten Sohn um kurz vor 8:00 Uhr bringe, sieht der Himmel wieder ganz anders aus. Ein Herbst-Blick aus der Schule.

 

3. Wenn ich mit den Kindern bin, laufe ich und trage ihre Schulranzen auf dem Fahrrad oder Kinderwagen. Ich finde, solange es geht, nehme ich ihnen das ab und möchte, dass sie – im wahrsten Sinne – leicht und gern in die Schule gehen. – Auf dem Rückweg fahre ich dann aber schnell mit dem Rad.

 

4. Endlich Kaffee!

 

5. Mit dem Kleinsten geht es weiter in die Kirche, wo wir Mamas uns zu MOPS (Mothers of Preschoolers) treffen.

 

6. Das Licht ist so unglaublich schön. Ich könnte den ganzen Tag nur goldenes Laub fotografieren! Und wie warm es war!

 

7. Mein Mann macht Mittag 🙂

 

8. Die beiden Schulkinder kommen allein nachhause und während wir am Zaun auf sie warten, winkt Jari fröhlich den Bauarbeitern gegenüber.

 

9. Ich habe heute auf Instagram darüber geschrieben, was ich erst kann, seitdem ich Mama bin. Multitasking-fähig sein ist eine Sache davon.

 

10. Auch schönes Nachmittags-Programm: Mama spitzt Stifte an und der Sohn übt Geige.

 

11. Am Abend sind wir auf einem kleinen Herbst-Fest in der Schule. Wir bewundern die Kastanien-Kunst der Kinder.

 

12. Und gesellig und warm geht dieser wunderschöne volle Familien-Tag zuende. Ich bin sehr dankbar!

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Erster Schultag

Ich muss einfach hier schreiben, wie es weiter gegangen ist. Für euch, weil so viele von euch mitfiebern und sich freuen (Danke!) – und für mich, als Erinnerung und für’s Herz.

Meinem Herz geht’s nämlich gut.
Vor 2 Jahren fiel es ein bißchen schwerer, den großen Sohn einzuschulen. Mir und ihm.

Liam war besser vorbereitet und wusste, was „Schule“ bedeutet und dass er das auch wollte. Bis zum Ende wusste ich zwar nicht, ob sein Mut und seine Coolness reichen würden, aber alle Vorbereitung und die Einschulung hat er locker mit links gemacht.

Heute ging es also los.
Und der Liam, der zu Kita-Zeiten um 8:30 Uhr lange geweckt werden musste, wachte heute um 6:30 Uhr auf und grinste mich an. – Der Morgen verlief gut und nach dem obligatorischen Foto, das ich schon zum dritten Mal machte, liefen wir zum ersten Mal zu dritt los.

Emilian wollte Liams Klassenzimmer mal sehen und kam mit zu uns. Aber die Lehrerin war noch nicht da und so verschwand er in die andere Richtung. Mit der Klassenlehrerin und anderen Familien zusammen gingen wir dann zum Raum und übten zum ersten Mal das Umziehen an der Garderobe.

Im Klassenzimmer brachte ich Liam zum Platz und hängte die Tasche mit allem Material an seinen Tisch. Er wollte gleich die Postmappe leeren und die Post abgeben und wollte, dass ich mit zum Lehrertisch kam. Darum bat er mich einfach so, nicht ängstlich oder weinerlich.

Er setzte sich neben seinen Freund und ich machte schnell ein Foto. Mit einem High Five verabschiedete er sich und ich ging. Unten traf ich Emilian und durch Zufall merkten wir, dass er seine Brotbox zuhause vergessen hatte. Ich quatschte kurz mit einer Mama, fuhr mit dem Fahrrad nachhause, wieder zur Schule und zurück.

Mein Mann und ich frühstückten zusammen.
Das war unser erster Morgen mit nur einem Kind seit Wochen!

Zusammen mit Jari räumte ich ein bißchen, sortierte neue Marmeladen für unser Sommerfest im September und dann wollte ich Liam gern gleich nach Schulschluß abholen. Zum dritten Mal an diesem Tag lief ich unseren Schulweg und versuchte auf dem Schulhof, schon bekannte Erstklässler zu treffen. So voll kam mir der Spielplatz vor!

Ganz kurz lief die Lehrerin an mir vorbei, sie war auf der Suche nach Schuhen eines Jungen und sie sagte nur: „Es war gut heute. Ihm war zwischendurch ein bißchen schlecht, wahrscheinlich die Aufregung.“ Und dann kam Liam mir entgegen. Nicht gerade überglücklich. Er sah müde aus und erzählte mir auch gleich, dass er Bauchschmerzen gehabt hatte. Er hatte wohl ein bißchen geweint und durfte sich in einem anderen Raum ausruhen. Eine andere Frau hätte Schul-Übungen mit ihm gemacht und das hätte ihm sehr gefallen.

Er war schlapp, wir begrüßten Emilian kurz, der weiter Unterricht hatte, und liefen nachhause. So ein Schulweg von 20 Minuten kann lang sein, aber er hilft auch, abzuschalten. Und als wir zuhause ankamen, ging es Liam schon viel besser.

Die Aufregung wechselte sich mit Langeweile ab und wieder zurück. Was soll so ein kleiner Mensch nach so einem vollen Tag auch sagen? Natürlich langweilt er sich, weil er die Schule durch seinen großen Bruder kennt. Und andere nicht. Und weil er weit zählen und komplett lesen kann. Und andere nicht.
Aber trotzdem braucht er Zeit, um all das Neue und überhaupt diesen neuen Lebensrhythmus kennenzulernen.

Diese Frau, die mit ihm diese „Übungen“ machte, ist eine Sonderpädagogin, die das Wissen und die Fähigkeiten der Kinder einschätzt, um der Klassenlehrerin ungefähr zu sagen, wie der Stand ist. Ich vertraue darauf, dass Liam gut gefordert und gefördert wird, denn Langweile bekommt ihm nicht.

Er, der erfolgreich geplant hat „Wenn ich viele Leute zu meiner Einschulung einlade, bekomme ich auch viele Geschenke“, weiß nämlich auch „Wenn ich in der Schule sage, dass ich Bauchschmerzen habe, rufen sie Mama an und sie holt mich ab“.

Ich möchte jetzt nicht sagen, dass er keine wirklichen Schmerzen hatte und dass er uns austrickst, oder so. Aber Liam ist nicht dumm. Und er möchte so gerne lernen. Und wenn in der Klasse ein Tanz ähnlich „Kopf, Schulter, Knie und Zeh“ getanzt wird, dann hat er dazu keine große Lust.

Aber heute war der erste Tag und wir warten ab und ermutigen und loben und bewundern ihn. „Schule“ bedeutet nämlich auch: Freunde finden. Regeln kennenlernen. Abläufe finden. Und so. Und das wird Liam lernen.

Er hat am Nachmittag sehr ausgelassen und lange und fröhlich gespielt und ich hab mich sehr gefreut, dass er diese Zeit und den Raum dazu hatte – und wieder einfach sein durfte.

So, wie Emilian schon von Geburt an eher ausgeglichen und stetig und gelassen und vorsichtig ist, so ist Liam eben himmelhochjauchzendzutodebetrübt in einer Minute. Er lacht, dass wir alle uns beim Zuhören schon fast vor Lachen in die Hosen machen – und er schreit vor Schmerz, als würde ihm ein Bein abgefallen sein.. wenn er kurz gestolpert ist. Aber so ist das. Und so, wie er heute Nachmittag drauf war, geht es ihm gut. Vielleicht gesteht er es sich noch nicht ein, aber ich denke, er findet Schule toll!

Als ich zum vierten Mal zur Schule lief, um Emilian abzuholen, durfte Liam zuhause bleiben und sich ausruhen.

****

Der Beitrag ist wieder lang geworden, aber es ist mir wichtig, noch ein paar Erfahrungen an andere Eltern weiterzugeben.

Nehmt euer Kind wahr.
Redet über den Schultag. Fragt nach. Bleibt dran.
Ermutig, ermutigt, ermutigt und bestärkt.

Schule geht die ganze Familie an.
Und so lange sich meine Kinder begleiten und bemuttern lassen, nutze ich das voll aus. Ich möchte sehen, wo sie lernen und gesehen werden. Ich möchte andere Kinder und Eltern kennenlernen und den Kindern ein gutes Netz bauen.

So ein Schulweg ist sehr gut zum Reden und Verarbeiten. Die Jungs können trotten oder rennen, hüpfen oder Steine kicken.. und ich laufe einfach nebenher und höre oder stelle Fragen. Meine Neugier verpacke ich in ganz viel Staunen und Bewunderung. Von Emilian erfahre ich viel und das, was er erzählt, stimmt meist. Bei Liam höre ich viel zwischen den Zeilen oder warte lieber auf den Abend, wenn ich an seinem Bett stehe. Aber ich nehme das ernst.

Mit Situationen wie Langeweile oder Angst vor der Schule oder Lehrer-Problemen muss und möchte ich als Mama irgendwie umgehen.
Ich kann der Lehrerin nicht sagen, was sie zu tun hat.
Und ich kann dem Kind nicht alle Sorgen und Probleme aus dem Weg räumen.
Aber ich kann da sein, zuhören und Hilfe anbieten.
Und ich möchte dem Kind und dem Lehrer zeigen, dass ich sie respektiere und ihnen vertraue.

In Emilians Klasse gibt es immer mal wieder Unruhen. Mal geht es um ein Kind, dann ist die Lehrerin schwanger geworden, es entstand eine Lücke. Unterricht musste ausfallen und auch jetzt ist die neue Lehrerin seit Schulbeginn noch nicht da gewesen. Natürlich ist das schade und ungünstig und doof. Es geht um eine Bezugsperson und um eine wichtige 3. Klasse.
Aber was sage ich meinem Kind, wenn ich schlecht über die Lehrerin rede oder ihn bedauere?

Ich habe ihn heute danach gefragt und war beeindruckt, wie gut er das ausdrücken konnte. „Wir hatten viel Vertretung und die anderen Lehrer sagen, uns als Klasse tut das nicht gut, dass wir nicht wissen, wo unsere Lehrerin ist. Wir wissen ja nicht, ob sie krank ist oder nicht mehr unsere Lehrerin sein will…“

Das ist fast herzzerreißend und ein Erstklässler-Emilian hätte das nicht so gut verkraftet. Ich weiß auch nicht, warum die Lehrerin nicht kommt – aber ich habe ihm gesagt, dass es bestimmt nicht daran liegt, dass sie sie nicht sehen will. Es gibt andere Klassen, in denen sie unterrichtet und vielleicht ist sie oder ihr Kind einfach krank.

Und ich kann Liam bestätigen, dass Langeweile doof ist.
Aber ich kann ihn auch ermutigen, nach einem Tag vielleicht erstmal abzuwarten. Und ich kann sein Verständnis für andere Kinder wecken, die zum ersten Mal in dieser Schule sind oder eben nicht wissen, wie alle Körperteile heißen.

Ich kann Emilian ohne Essen in die Schule schicken. Selbst Schuld.
Oder ich „opfere“ 10 freie Minuten, um ihm die Box hinterher zu bringen, damit er gut gelaunt lernen kann.

Ich kann meinen Nachmittag vollpacken und die Kinder sich selbst überlassen.
Oder ich kann mit ihnen zusammen die Schultaschen ein und ausräumen und über den Stundenplan reden.

Und natürlich kann ich mein Kind und die Lehrer segnen und im Gebet tragen (Werbung), weil sie das brauchen und das sowieso nie schaden kann.

Viele Gedanken.
Viele Gefühle.
Neues Schuljahr: Wir sind bereit!

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Ausprobiert: Duden Mini

Immer wieder bekomme ich tolle Einladungen oder Produkte zum Testen. Wir sind sehr dankbar und gucken uns alles an und probieren alles aus – und ich schreibe auch darüber. Meistens hier, manchmal auch bei Instagram.
Das Schreiben dauert nur manchmal seine Zeit.

(Werbung)

Für meine Jungs, Schulkind und Vorschulkind, durfte ich mir zwei Duden Minis aussuchen.

Die Duden Minis sind kleine Mitmach-Hefte.
Meine Jungs lieben das.
Ein bißchen Schreiben, Zählen, Spuren oder Malen üben.

Emilian hat sich das Buch Nr. 1 „Das Gewitter & Am Lagerfeuer“ ausgesucht. Es geht um Abenteuer in der Natur, die der kleine Hase Paul erlebt.

Dazu gibt es passend für Jungen und Mädchen kleine Rätsel und Übungen, die gut zu einem Erstklässler passen. Die kleinen Aufgabentexte in Druckbuchstaben kann er inzwischen gut selbst lesen. Die Geschichten lesen wir gern noch vor.

 

****

Liam hat das Buch Nr. 7 „Mein kleiner Buchstabenspaß mit Rabe Linus“ gewählt. Er liebt Buchstaben-Übungen und ist so neidisch auf die Hausaufgaben, die Emilian machen darf.
In dem Heft kann er üben, Groß- und Kleinbuchstaben zu schreiben und Bilder mit dem passenden Anfangsbuchstaben verbinden. Für jede fertig bearbeitete Seite darf ein kleiner Linus-Sticker in die Ecke der Seite geklebt werden.

Beide Jungs waren sehr begeistert über kleine Sticker, die für Übungen oder als Belohnung aufgeklebt werden dürfen.

Diese Hefte bieten sich für Schulkinder und Vorschulkinder sehr gut als Übung für zwischendurch, als Beschäftigung unterwegs oder als kleine Auszeit für kreative Köpfe an.

Die Duden Minis sind für je €1.99 erhältlich.

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12 von 12 im Oktober

Wir sind gerade irgendwie zwischen den Welten.
Im Glück, weil Papa wieder da ist. Wirklich!
Ich kann ausschlafen – oder überhaupt mal schlafen! Jari wird langsam gesund. Er hat einen neuen Schlafsack, wir lassen das Fenster nachts offen und er schläft viel besser. Die Liebestanks der Kinder sind wieder gefüllt und sowas wie Leichtigkeit und Ausgeglichenheit schwebt durchs Haus. Fünfmal.

Glücklich, erfüllt, aufgewärmt und ja.. glücklich kam der Mann am Montag Abend aus Kalifornien wieder. Mit selbst-geschriebenen Schildern empfingen wir ihn am Flughafen und verbrachten einen sehr fröhlichen ersten Abend zusammen.
Besonders Jari… das kann ich gar nicht beschreiben. Er ist so glücklich. Mit seinen großen blauen Augen strahlt er den Papa an, sobald er den Raum betritt. Immernoch.

Wir kommen wieder im Alltag an, schleppen uns durch Hausaufgaben, harken Laub, kochen Babybrei, sortieren Wäsche, laufen zu Schule und Kita und Kita und Schule.. ganz normaler Alltag eben.

Gleichzeitig liegen hier Schwimmbrillen und Sandspielzeug, der Koffer des Mannes ist nur halb ausgepackt, ich schreibe fröhlich lange Listen, denn: Zum ersten Mal werden wir im Herbst verreisen. So richtig. Lange. Und weit weg.
Ich bin so aufgeregt und wir alle warten schon lange auf diesen Familienurlaub!

Aber erstmal war heute der 12. Oktober und ich habe Fotos für euch:

1. Ich bin dran mit Schulkind-in-die-Schule-bringen und sitze mit den Jungs am Frühstückstisch. (Warum Liam 6:30 Uhr auch aufgewacht ist, weiß ich nicht..)
Der Große hat sich schick angezogen, weil der Fotograf heute in der Schule ist.

 

2. Ich schiebe ihn auf dem Fahrrad zur Schule.
„Wie früher!“ schwärmt er und meint damit die 1. Klasse. Vor einem Jahr habe ich ihn täglich gebracht und bin bis zum 9. Monat Fahrrad gefahren. Seit Jaris Geburt war das heute mein drittes Mal Rad fahren und ich vermisse es.

 

3. Eine kurze Couch-Pause mit süßem Besuch.

 

4. Nach dem Frühstück, was früher für mich mal 11:00 Uhr sein konnte, mache ich mich mit den beiden Kleinen im leichten Regen auf dem Weg zum Einkaufen. Es ist kurz nach 9:00 Uhr.

 

5. Ich versuche, gut für den Urlaub zu planen. Diese Auswahl überfordert mich jedesmal!

 

6. Schon lange gehen die Jungs sehnsüchtig an der vorbei und ich habe sie lange vertröstet.. Jetzt! Bald. Ich bin gespannt. Vielleicht schaffen es ja ein paar Fotos auf den Blog?

 

7. Plötzlich scheint die Sonne!
Und das Licht zaubert wunderschöne Herbstbilder.
In welchem Alter hört man auf, Kastanien faszinierend zu finden?

  

 

8. Mein Mann versucht, ein biometrisches Foto für den Reisepass zu machen. Haha…

 

9. Morgen treffen sich wieder die MOPS-Mamas und es gibt Apfelkuchen.

 

10. Hausaufgaben.
Üben fürs Diktat.

Was er für schöne lange Finger hat!

 

11. Es gibt Brokkoli-Kartoffeln-Haferflocken-Brei.
Jari fängt langsam mit Toastbrot an… die Brei- und Flaschenzeit könnte bald ein Ende haben.
Naja.. vielleicht sollten wir warten, bis wenigstens ein Zahn da ist.

 

12. Gefühlt tue ich 10 Dinge gleichzeitig und doch nicht genug – vielleicht, weil da so ein kleiner Mensch an meinem Bein klebt?

 

Viel Spaß bei allen „12von12″ern, die es heute so gab. Eine Liste findet ihr hier!

 

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Szenen aus unserem Alltag

Die Tage kommen und gehen. Irgendwas ist immer. Das ist das chaotisch-schöne FamilienLeben und wir lieben es.

Das Glückskind auf dem Tempelhofer Feld

 

* Emilian hat noch dreieinhalb Wochen in der ersten Klasse. Wohooo! Ich bin so stolz auf ihn. Mann, was habe ich vor einem Jahr zu der Zeit gebangt. Und jetzt fragt er vorsichtig, ob er mal allein nachhause kommen kann. Jetzt liest und schreibt und rechnet er wie ein Oller.

Vor ein paar Tagen hatte er seine erste Buchvorstellung. Jetzt hat er neue tolle Freunde. Ich habe neue tolle Freunde. Und jetzt sind wir diese Eltern, die die Sommerferien und die Freizeit und das Ausschlafen kaum erwarten können.

 

* Erinnert ihr euch daran, dass wir Liam ein paar Jahre Streichelzoo vorenthalten haben, weil Emilian das nicht so mochte. Tja.. wir haben noch so eine Sache entdeckt: das Fußball-Training.
Vor Jahren probierten wir das mit Emilian, aber es funktionierte nicht. Emilian ist kein Mannschafts-Typ und keiner, der neue Dinge unbedingt als Erster ausprobieren muss.
Unser armes, geliebtes Mittelkind…
Nachdem nun also Emilian zum Schwimmkurs ging und einen Kletterkurs macht, war klar, dass Liam auch ein Hobby brauchte. Es gab nicht viel Interessantes für 5jährige im näheren Umfeld und so landeten wir schließlich wieder auf dem Fußballplatz, auf dem mein Mann schon als Kindergarten-Kind gestanden hatte.

Es waren 30 Grad, ich saß mit Jari im Schatten und zerfloß – und Liam peeste wie ein Verrückter über den Platz. Mehrmals schickte der Trainer die Jungs zum Trinken raus – und Liam war so im Glück.

Von nun an werdet ihr mich, Mutter von drei Söhnen, in den nächsten Jahren wohl öfter am Rande des Fußballplatzes sehen. Wer hätte das gedacht?

 

* Als wir im Herbst 2011 unser Auto kauften, wussten wir noch nicht, was wir uns da angetan hatten. Wir hatten einen kleinen Sohn, ich war schwanger mit dem zweiten und wir brauchten ein Auto. Wir waren nicht ganz unvorsichtig und wurden trotzdem ordentlich übers Ohr gehauen.
In all den Jahren hat sich eine ordentliche Hass-Liebe zu dem Auto entwickelt. Ja, es begleitete uns auf unzähligen Reisen. Wir schafften es sogar im Mai 2013 ohne Probleme bis an den Gardasee. Zwei Babys wurden in dem Auto aus dem Krankenhaus abgeholt. Aber jeder TÜV versetzte uns in Angst und Schrecken und ihr wollt nicht wissen, wieviel Geld wir in dieses blöde Auto gesteckt haben. Und ich möchte nicht wissen, wie oft wir auf einer Fahrt wunderbar bewahrt wurden, weil dem Auto eigentlich gar nichts mehr zuzutrauen war.
Das Ende ist: Heute haben wir es verkauft.
Der nächste TÜV hätte uns endgültig umgehauen und das ist es jetzt wirklich nicht mehr wert.
Ich machte ein letztes Foto mit Emilian, Liam weinte bittere Tränen. Mir fällt es auch schwer, mich von unserem dunkelblauen Opel zu verabschieden, aber es ist Zeit für etwas Neues! Im Moment ist Sommer und wir sind noch ohne Auto. Aber ich halte euch auf dem Laufenden.

* Am Wochenende bekommen wir Besuch aus Amerika… ja: aus Kalifornien!!! Die amerikanisch/deutschen Vorbereitungen erinnern mich sehr an unseren Umzug und ich freue mich riesig!
Im März 2015 haben wir uns zuletzt gesehen. In der Zwischenzeit sind zwei Babys dazu gekommen.
It’s gonna be amazing!

 

* Am Freitag findet das letzte MOPS-Treffen in diesem Halbjahr statt. Ich bin begeistert, welche Gespräche, Verabredungen, Freundschaften sich durch unseren Mut ergeben haben. Es gibt noch so viele Pläne und Wünsche in meinem Herzen… Im September geht es mit voller Kraft weiter und ich bin sehr froh, dass MOPS nun auch zu meinem deutschen Leben gehört.

 

* Eben habe ich in meinem kurzen Andachts-Buch für Mütter gelesen. Die Autorin bedauert, dass wir (Kirchen-)Mamas oft auf die drei K’s (Kinder, Küche, Kirche) beschränkt werden und welche grausige Vorstellung das vom Bild der Frau malt.
Sie lud uns, mich, aber dazu ein, diese drei K’s zu genießen und den Schatz und die Möglichkeiten dahinter zu sehen.

Kinder: Kinder sind Augen-Öffner, Tür-Öffner, nichts verändert ein Leben so sehr, wie ein Kind zu bekommen. Eine Gesellschaft kann ohne Kinder nicht überleben.

Küche: Nicht die Ketten am Herd, sondern das große Herz der Gastfreundschaft. Volle Tischrunden, gute Gesellschaft, lachen im Garten, Wein in der Küche, Kekskrümel auf der Picknickdecke. Essen verbindet. Essen macht glücklich.

Kirche: Gesellschaftliche Reform, zur Ruhe kommen, über sich hinaus wachsen. Mit Gott im Herzen die Welt verändern und Frieden bringen. Hoffnung. Glauben. Sicherheit.

Mir hat das heute gut getan, das zu lesen.
Ich finde mich in diesen drei K’s gerade ziemlich gut wieder.

* Über die Nacht im Zelt wollte ich euch natürlich informieren. Obwohl… so viel gibt es gar nicht zu sagen.
Nachdem ich vorgelesen hatte, waren die Kinder schön müde, aber natürlich nicht müde genug, um einfach so in einem Zelt einzuschlafen. Emilian bekam ein bißchen Angst und Liam überlegte, dann auch gleich mit ins Haus zu ziehen.

Mein Mann legte sich zu ihnen, bis sie eingeschlafen waren. Für eine kurze Zeit kam er nochmal zu Jari und mir, aber dann legte er sich ins Zelt und wir gingen ins Schlafzimmer.
Die Nacht (es war die vor dem großen Unwetter) war sehr ruhig und kurz nach 6:00 Uhr kamen alle drei nacheinander ins Haus getappelt. Ende der Geschichte.
Wir alle waren irgendwie müde am nächsten Tag, „wie der Tag nach Silvester“, sagte mein Mann.
Das Zelt wurde abgebaut, denn das Wetter in der nächsten Nacht hätte jedes Zelt weggepustet oder -geschwemmt.
Am Freitag fiel sogar für Emilian die Schule aus, weil es einen Wasserschaden in der Schule gegeben hatte!

 

* Keine große Neuigkeit: Wir lieben unseren Garten!
In diesem Jahr haben wir so viele Himbeeren und Erdbeeren. Die Kirschen sind alle, der Holunder ist verblüht und wir freuen uns über neue Farben und Blüten.

* Am letzten Samstag durften wir beim „Tag der offenen Tür“ in der Firma meines Vaters sein. Er betreut die Maschinen, die Tabletten verpacken – ganz kurz gesagt.

Wir haben nicht nur die allerneueste Maschine bewundert – es ist wirklich beeindruckend, wie schnell viele Tabletten dort sauber eingefüllt und mit Beipackzettel verpackt werden – sondern auch den Weg vom Pulver zur Tablette an kleinen Stationen verfolgen. Die Kinder waren gut dabei und haben ordentlich Anschauungsmaterial eingesammelt. Natürlich gibt es zur Zeit eine Arztpraxis mit sehr vielen kranken Kuscheltieren im Kinderzimmer!

* Und so leben wir unsere Tage in den Sommer hinein.
Wir freuen uns auf Sommerfeste, Kita-Abschlussfeiern, Geburtstage und Ausflüge. Bald werde ich mit den Jungs unsere alljährliche Sommerferien-to-do-Liste erstellen. Und dann genießen wir den Sommer in Berlin!

(Beitrag enthält Affiliate-Links)

Riesen-Kugellabyrinth

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