Wie geht es uns?

29. März 2022

Weil mein schöner Blog früher viel mehr aus Berichten aus dem Alltag bestand, möchte ich euch gerne ab und zu einfach erzählen, was wir so machen.

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Im Moment sitzen wir wieder in Quarantäne.
Das eine Kind, das in unserem 4wöchigen Corona-Monat November tatsächlich verschont wurde, ist jetzt dran. Wir anderen haben uns nicht angesteckt, obwohl wir alle erkältet sind. Wir haben das Kind aber wirklich streng isoliert und viel Maske getragen. Die Krankheit und die Quarantäne haben ihren Schrecken ein bißchen verloren – nur die Umstände sind eben leichter, wenn wir uns nicht wieder alle anstecken.

Ich muss sagen: Diese Pause kam genau richtig!
Die letzten Wochen waren unglaublich voll. Ich hatte mehrere Termine am Tag, habe viele Dinge gleichzeitig erledigt und immer mal etwas vergessen. Die Kindergeburtstage, Ukraine-Hilfe, Schul-Treffen, Haus und Garten und der ganz normale Alltag.. das war irgendwie echt viel und ich wusste nicht, wie lange ich das so schaffe. Und zack: Quarantäne. Ruhe.
Obwohl sich jetzt Termine verschieben, bin ich irgendwie dankbar für diese Zwangs-Pause.

Stand jetzt kann ich an meiner Weiterbildung am Wochenende wie geplant teilnehmen. Es fordert mich heraus, 3 Tage lang still zu sitzen und zuzuhören – aber ich freu mich sehr auf die Zeit.

Die Kindergeburtstage waren unaufgeregt und fröhlich. Wie ich meinen Geburtstag am 4.4. feiern werde, weiß ich noch nicht. Aber ich freue mich auf den Frühling und auf die nächsten Monate.

Gestern lag ich den ganzen Tag mit einem Buch im Garten. Ich habe so viel gefroren in den letzten Monaten und hab das Gefühl, ich muss erstmal auftauen. Irgendwie kam mir der letzte Winter sehr kalt und dunkel vor.. Umso schöner, dass der Frühling in allen Zeiten trotzig und hoffnungsvoll daher kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.

Die Arbeit im Kindergarten macht mir Freude und ich bin sehr gerne da. In den kommenden Monaten werden wir mehr und mehr draussen sein. Speziell mit meiner Gruppe, den 3-5jährigen, machen wir neuerdings kleine schöne Ausflüge. Die ersten Kinder, die ich damals zu Beginn mit eingewöhnt habe, werden im Sommer in die Schule kommen!

Meine Fitness-Übungen mache ich nicht so häufig, wie ich das gern würde.. aber ich mache mich nicht verrückt. Es gibt andere gute Dinge in meiner Freizeit, die wichtig sind und ich fühle mich eigentlich ganz wohl in meinem Körper. Mit einer Freundin war ich wieder Plasma spenden und meine Angst, nicht ganz gesund zu sein, ist verschwunden.

Um eine erneute Blasenentzündung zu verhindern, nehme ich Cranberry Kapsel und trage einen Nierenwärmer. Außerdem trinke ich viel, achte auf warme Füße und kann erste Anzeichen viel schneller deuten. Dieses Wetter mit tagsüber 20 Grad und abends 5 Grad ist perfekt für eine Blasenentzündung…

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Für meinen Mann haben sich in den letzten Wochen neue berufliche Möglichkeiten ergeben und wir sind dankbar, dass wir eine Freiheit haben, da zu entscheiden. Die Kirche und die Menschen in unserer Nachbarschaft sind uns weiter so wichtig und wertvoll… so dass wir dafür auch beruflich Abstriche machen würden. Das wird sich demnächst entscheiden.

Wir lieben es sehr, dass er von zuhause arbeiten kann und eigentlich immer da ist. Das bringt uns so viele Möglichkeiten, unseren Alltag als Familie zu gestalten.. bzw. auch mir, Doula und dann Mütterpflegerin zu sein. Ich würde mich immer wieder für dieses Modell entscheiden.

Wöchentlich geht er wandern – wir haben irgendwie so viele freie Samstage zur Zeit. Er trainiert für ein Männer Outdoor-Wochenende im April und liebt die Wanderungen in der Natur – mit oder ohne Kinder. Die Kinder begleiten ihn unterschiedlich gern.

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Die Jungs sind seit einigen Monaten bei den christlichen Pfadfindern (Werbelink) – und so sehr ich auch meine Vorurteile bzw. einfach keine Ahnung hatte, so sehr liebe ich dieses Programm jetzt. Kinder ab Schulalter werden so toll an Natur, Schöpfung, Gruppenarbeit, Pflichtbewusstsein und Outdoor-Leben herangeführt. Meine Jungs gehen sehr gerne zu den Treffen und fangen jetzt an, im Garten Holzhütten zu bauen, Feuer zu machen und mehr zu schnitzen. Ich verabschiede mich hiermit offiziell vom Traum eines Rosengartens mit englischem Rasen… den Traum hatte ich nicht wirklich. Aber statt vom Ball zerschossene Zaunpfähle, abgeknickte Triebe und aufgewühlte Erde sehe ich jetzt eben Schnitz-Abfall, Asche-Häufchen und Holzlatten.. und das gefällt mir viel besser. Das Wetter tut gut und die Jungs werden kreativ!

Der Mittlere hat heute seine Buchvorstellung von zuhause am PC gehalten, zugeschaltet in den Klassenraum – dazu hat er in den letzten Tagen eine schöne PowerPointPräsentation erstellt. Es gab sehr gute Noten! Mit 10 Jahren war ich damals noch ganz woanders – und ich feiere diese Erfolge aus dem Homeschooling-Unterricht. So wie der Große programmiert und Befehle und Codes lernt, so sicher ist der Mittlere im Umgang mit Laptop und Internet. Und das können sie immer gut gebrauchen.

Der Kleine nähert sich der so genannten Wackelzahn-Pubertät. Der Übergang zum „groß werden“ ist nicht immer ganz leicht. Einerseits zockt er Fussball und Nintendo wie die Großen, andererseits kommt er gerne nachts ab und zu noch in unser Ehebett. Er überrascht uns als dritter Sohn immer wieder. Wenn ich die anderen beiden fast täglich in den Kindergarten schieben musste, so fragt er, ob er bitte auch freitags und bitte bis 15:00 Uhr bleiben kann. Wenn die anderen beiden kaum Probleme mit irgendwelchen Kleidungsstücken hatten (oder ich kann mich evtl. nicht mehr erinnern), so legt er großen Wert darauf, wie sich neue Socken an der Haut anfühlen. Frisch aus der Wäsche nämlich eher hart und steif: Katastrophe. Aber wir können damit umgehen und lernen eben dazu. Wir sind voller Vorfreude auf die ohne-Socken-Monate!

Und.. er kann seinen Namen schreiben:

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Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Urlaub in den Sommerferien mit Freunden. Außerdem werden die Jungs zum Royal Ranger-Bundescamp fahren, mein Mann und ich werden jeweils im April und September wieder mit 4M Deutschland (Werbelink) unterwegs sein. Auf kleine Ausflüge an „unsere Seen“ oder bekannte Familien-Parks freue ich mich auch. Trotz allem, was um uns herum tobt, möchte ich gerne, dass die Kindheit meiner Kinder ein Stück Normalität und Leichtigkeit behält bzw. wieder bekommt.

In der Kirche werden wir eine kleine „Kleiderkammer“ für geflüchtete Personen eröffnen. Wir sammeln weiter Spenden für Transporte nach Polen oder in die Ukraine. Aber die vielen Kleiderspenden, die wir nicht mehr loswerden, möchten wir gerne an Personen verschenken, die sie jetzt und hier brauchen.

Uns als Paar liegt es sehr auf dem Herzen, regelmäßige Angebote für Ehepaare in unserer Kirche, Bekanntschaft, Nachbarschaft anzubieten. Wir stecken in den ersten Gedanken der Planung und ich freue mich sehr darauf! Wir Menschen haben in den letzten Jahren so viel gerockt – und wenn ich von uns aus gehe, ist die Paar-Beziehung nicht die erste Baustelle, die wir angehen. Umso wichtiger ist es aber, dorthin zu schauen und uns als Paar (wieder) Gutes zu tun. Eine ganz kleine Empfehlung an der Stelle: Die App „Talk2You“.

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Ansonsten versuche ich, zuversichtlich und optimistisch durchs Leben zu gehen, das Schöne zu finden und zu feiern. Wir versuchen, ein Leben zu leben, von dem wir keinen Urlaub brauchen und da zu sein. Für unsere Kinder, für die Nachbarschaft, für Bekannte und Kollegen. In Zeiten, wo gefühlt von allem zu viel da ist, (auch Klopapier und Mehl muss nicht gehamstert werden) ist meine Zeit ein kostbares Gut, das ich gern mit anderen teilen möchte.

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