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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Mein Jahresrückblick 2016

Ich hab mich schon auf diesen Jahresrückblick gefreut, obwohl es immer richtig lange dauert, ihn zusammen zu sammeln und zu schreiben. Wie heute auch.
Aber so ein Jahr im Rückblick ist was Besonderes für mich.. da bleibt mir ausser Dankbarkeit gar nicht viel übrig. Und ohne meine ganzen Einträge würde ich vergessen, wie voll und schön und ereignisreich dieses Jahr für uns war.

Dieser Eintrag wird bei Jana auf dem Hebammenblog zur Blogparade verlinkt. Guckt euch auch mal alle anderen schönen Rückblicke von 2016 an!

 

Januar

Mit Freunden haben wir Silvester bei uns gefeiert und im Garten gegrillt! Ich war schwanger, noch wusste niemand davon – aber kurz nach dem Start in das neue Jahr mussten wir uns von unserem Baby verabschieden, auf das wir über ein Jahr gewartet hatten! Wir haben das überhaupt nicht „erwartet“ natürlich oder befürchtet und waren erschrocken und traurig.
Aber Freunde und Familie und die beiden großen Kinder haben uns geholfen, weiterzumachen. Ich weiß auch nicht, ob ich das so einfach schreiben könnte, wenn jetzt nicht ein 37 Wochen altes Baby in mir strampeln würde..
Im Januar waren wir zum ersten Mal im Zirkus und im Kino (mit Emilian), wir haben Besuch aus Kanada gehabt und waren mit Opa auf dem Eis. Emilian hat sich ganz, ganz langsam von der Kita abgenabelt und Liam hat dort mehr und mehr seinen Platz gefunden.

 

Februar

Der Februar ist ja normalerweise mein „Ich halte es nicht mehr aus, bis der Frühling anfängt“-Monat und sonst eher ruhig – aber in diesem Februar 2016 war ’ne Menge los! Erinnert ihr euch??? Uns sind mehrere Lichter aufgegangen! Und ich habe angefangen, im Büro zu arbeiten!
Vom 12.-22. Februar haben wir an einem besonderen Experiment von Lumizil teilgenommen. Wir haben komplett ohne elektrisches Licht gelebt und wurden am Ende mit neuen Lampen im ganzen Haus belohnt. Unsere täglichen Berichte und Erfahrungen könnt ihr gern nochmal nachlesen.
In genau dieser Zeit habe ich angefangen, wieder zu arbeiten. Zwar nicht als Erzieherin, sondern als Aushilfe in einem Versicherungs-Büro, aber es war doch der erste Schritt zurück in die Arbeitswelt. Mein Mann hatte Geburtstag, während des Experiments war er auch noch ein paar Tage auf Dienstreise und zum ersten Mal haben beide Kinder Fasching gefeiert.

 

März

Im März haben wir den Opa meines Mannes beerdigt.
Mein Bruder kam nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder zurück nach Berlin, ich habe ihn mit den Jungs vom Flughafen abgeholt. Wir gingen zum ersten Entwicklungs-Gespräch zu Liams Erzieherinnen und waren begeistert, wie treffend sie uns unseren Sohn beschreiben konnten und wie gut er in der Gruppe angekommen ist. Mit vielen Freunden von früher haben wir das Comeback einer coolen Jugend-Band gefeiert, meine Schwester kam mit Mann für ein paar Tage zu Besuch, wir waren zu einer schönen Hochzeit von Freunden eingeladen und haben natürlich Kindergeburtstag gefeiert. Liam bekam eine coole Piraten-Party mit schöner Deko und Emilian hat mit Freunden einen Polizisten-Geburtstag gefeiert. Wir haben mit allen Familien Ostern gefeiert und hatten mehrmals Besuch aus Kalifornien.

 

April

Zu meinem Geburtstag habe ich mal wieder groß und wunderbar mit vielen, vielen Freunden gefeiert. Ich liebe es! Zum ersten Mal habe ich einen american Cheesecake gebacken und seitdem noch ein paarmal. Auch zum ersten Mal war ich Gastgeberin einer Tupperparty und es war ein voller Erfolg! Liams Kita-Gruppe war zum Frühstück bei uns und ich hab meine Oma mit meiner Cousine und ihren Kindern besucht. Das taten wir ab dann einmal im Monat. Die Jungs haben angefangen, die EM Sticker zu sammeln und waren total im „Manu Neuer“-Fieber.
Mein Mann war für eine Woche beruflich unterwegs und zum ersten Mal war ich alleinerziehend mit zwei Kindern und Job. Die Kinder waren sogar eine Nacht bei Oma und Opa, damit alles gut funktionieren konnte. Ich bin nach langer Pause wieder viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, habe Freundinnen besucht und habe das wärmere Wetter genossen. Wir waren im Britzer Garten, haben zwei Mädels mit einer Babyparty überrascht, Liam hat seine U8 bestanden und wir haben in der Familie viele Geburtstage gefeiert.

 

Mai

Der Mai war voll von schönem Wetter und Urlaubs-Gefühlen. Wir haben den Feiertag mit 50 Freunden im Britzer Garten verbracht und uns erste Sonnenbrände geholt. Die Jungs sind für ein paar Tage mit Oma und Opa nach Mecklenburg Vorpommern gefahren und wir sind später hinterher gefahren. Dort im Urlaub kam zum ersten Mal die Ahnung meiner neuen Schwangerschaft… Ich verbrachte wieder meine Stunden im Büro mit sehr langen Montags-Diensten, wir holten ab und zu unsere kleine Freundin aus der Kita ab, wir feierten den 1. Geburtstag unseres Neffen und ich bekam eine Email von der MOPS-Koordinatorin aus Heidelberg, die damit einen großen Stein ins (weiter)rollen brachte. Eine ganz tolle Familie aus Kalifornien besuchte uns und wir hatten schöne Zeiten in und um Berlin. Emilian fuhr mit Papa und der Kita-Vorschulgruppe ins Olympiastadion zur Kitajade und erlebte einen richtig tollen Tag! Immer mal wieder besuchte ich mit den Kindern die „Teestube“ in einer Unterkunft für Geflüchtete und wir erfuhren bei einem Familien-Abendessen, dass die Jungs im Dezember einen Cousin bekommen würden. Wir genossen den Frühling in unserem Garten sehr – mit Holunderduft, Pool, Grill-Partys und langen Abenden. Mit Freundinnen feierte ich eine sehr schöne „Wine and Paint“ Party.

 

Juni

Sommer-Erinnerungen.
Mutig fuhr ich ganz allein mit verschieden seriösen Mitfahrern nach Heidelberg und zurück. In Berlin sollte nun offiziell die erste deutsche MOPS-Gruppe entstehen. Wir waren in Spandau bei unserem dritten Pentatonix-Konzert, wir besuchten Freunde, wir feuerten unsere National-Elf zur EM an und fuhren zum Erdbeerhof nach Elstal! Wir Eltern gingen zu einer ersten Info-Veranstaltung in unsere zukünftigen Grundschule. Immer wieder fuhr mein Mann für ein paar Tage nach Hannover, um sein Studium voranzubringen. Emilians Kitagruppe besuchte uns zum Abschieds-Frühstück. Die Kita-Tage waren gezählt..

 

Juli

Deutschland warf Italien in der Fußball Europameisterschaft raus.
Das muss jetzt hier mal ganz oben stehen… War DAS ein spannendes Spiel! Zu dem Zeitpunkt feierten wir gerade eine Hochzeit mit Freunden, saßen in einer Scheune und konnten nicht glauben, was wir da sahen. Im Juli entdeckten wir Gatow, wo wir selbst Erdbeeren und Himbeeren ernten konnten. Ein Traum! Es war ein verregneter Sommer, glaube ich, aber wir badeten in Seen, besuchten wieder meine Oma und feierten einen ganz tollen Kita-Abschied für Emilian. In den Sommerferien kauften wir eine Schultasche für Emilian, sahen das EM-Finale, und feierten ganz groß den 30. Geburtstag meiner Schwester. Wir sagten den Kindern, dass sie ein Geschwisterchen bekommen würden, filmten sie dabei und schickten das Video an Familie und Freunde. Mit einer Freundin aus Amerika gingen wir in den Zoo und wurden vom Regen so nass! Emilian hatte einen Freund übernacht zu Besuch, ich war mit Freunden im Open Air Kino und wir als Familie fingen an, PokémonGo zu spielen. Kurz vor Beginn der Sommerferien lag endlich ein lang ersehnter Brief von der Grundschule im Briefkasten. Wir erfuhren, wer Emilians Klasse und Lehrerin sein würden, welche Termine auf uns warteten und wie der Tag der Einschulung ablaufen würde.

 

August

Die letzten Tage vor der Schule lagen im August vor uns. Wir haben es uns schön gemacht und ich hab versucht, viel Mama-Zeit mit meinem Großen zu verbringen. Dazu gehörte auch, dass ich mit ihm für ein paar Tage nach Dresden zu meiner Schwester fuhr. Dort erzählt sie mir, dass auch sie ein Baby erwartet. Zum Geburtstag meiner Mama und meines Schwagers waren wir auf schöne Bootsfahrten in Berlin eingeladen. Aber es war kühl, erinnere ich mich. Auch, als wir als Familie mit einer Blogger-Kampagne ins Freibad eingeladen waren, war es nicht übermäßig warm. Wir guckten fasziniert ganz viel Olympia und nach einer großen Geburtstagsfeier mit meiner Oma in Frankfurt/O. sind die Jungs mit meinen Eltern in den ersehnten Sommerurlaub aufgebrochen. Ostsee satt. Schöne Fotos zeigten uns, dass es ihnen sehr gut ging. Währenddessen ruhten wir uns aus, räumten zuhause ein bißchen auf, ich bastelte zum ersten mal eine Schultüte und bereitete die Einschulung vor. Wir feierten wieder eine Hochzeit mit Freunden und bauten mit an einem neuen, tollen Spielplatz auf dem Gelände unserer Kirche. Mit zwei Gewinnerinnen ging ich zu einem Lagerverkauf von Kinder- und Babysachen in Berlin. Mein Mann überraschte mich mit einer Kurzreise nach Prag, die sehr schön war! Und nach 7 Monaten hörte ich wieder auf, im Büro zu arbeiten, um Zeit fürs Schulkind und Baby zu haben.

 

September

Wir fuhren den Kindern hinterher, um auch ein paar Tage Ostsee-Urlaub zu haben und sie dann wieder mit zu uns zu holen. Nach einer kurzen Abschlepp-Unterbrechung inmitten Mecklenburg Vorpommerns kamen wir am Vormittag in schönstem Sonnenschein an und trafen unsere kleinen, blonden, braungebrannten Jungs am Strand. Wir genossen kurz die frische Brise, bevor es zurück nach Berlin ging. Die letzten Tage ohne Schule lagen vor uns… Wir gingen zum allerersten Elternabend der neuen ersten Klasse und hörten dankbar der tollen, jungen Lehrerin zu. Bei der Feindiagnostik wurde bestätigt, dass unsere Jungs einen Bruder bekommen und wir lernten die Hebamme kennen. Das Wetter im September war wirklich toll! Wir gingen ins Freibad, pflückten frisches Obst auf Feldern und feierten ein großes, wunderbares Nachbarschaftsfest zum 5. Jubiläum unserer Kirche. Und den letzten freien Tag verbrachten wir in schönster Sonne in Elstal auf dem Erdbeerhof. Dann kam die Einschulung, die einfach ein ganz, ganz toller Tag war. Am 12. September brachte ich meinen Sohn zum ersten Mal zur Schule. Wegen des schönen warmen Wetters fiel viel Unterricht aus und Emilian reagierte leicht gelangweilt. Ich bin sehr dankbar über die ersten Schultage, -wochen und -monate. Emilian macht das richtig gut!
Im September zog eine Freundin für einen Monat bei uns ein und wir fingen mit kleinen MOPS-Treffen in unserer Kirche an.

 

Oktober

Am 3. Oktober fuhren wir mit meiner Familie mit den Rädern nach Potsdam. Es war immernoch warm und sonnig. Mein Mann wurde nach Ägypten eingeladen und erlebte dort ein paar schöne Tage mit Freunden aus Kalifornien. Ich habe mir tatsächlich Gummistiefel gekauft. Mit den Kindern war ich wieder zum Blogger-Café eingeladen und wir gingen ins Schwimmbad, zu meiner Oma und in den Dino-Park. Emilian verlor seinen ersten Zahn! Der zweite wackelt jetzt erst. Der Nestbautrieb packte mich und ich konnte viel räumen, weggeben, wegwerfen, aussortieren und vorbereiten. Mehr und mehr freuten wir uns auf das Baby. Wir genossen die ersten Herbstferien, besuchten das Planetarium und ruhten aus. Für eine Nacht luden meine Eltern die Kinder ein und wir entspannten einen Tag in der Therme in Bad Belzig. Den Abend des 31. Oktobers verbrachten wir bei Freunden im Garten am Feuerkorb. Unsere Mitbewohnerin zog nach Dresden.

 

November

Erfolgreich habe ich die letzten Wochen des Jahres leer gehalten. Unser Alltag war ruhig und entspannt. Oft brachte ich Emilian morgens in Dunkelheit und Kälte zur Schule, noch immer mit dem Rad. Wir lernten andere Schulkinder und deren Eltern besser kennen und verabredeten uns. Es war schon sehr kalt und so schafften wir mit unseren selbst-gebastelten Laternen den Kita-Umzug nicht ganz. Wir feierten eine Babyparty für meine Schwägerin, ich kaufte einen Stubenwagen und kleines Baby-Zubehör für unser Kleines. Mit Freundinnen packte ich Pakete für „Weihnachten im Schuhkarton“ und mit meinen Schwestern verbrachte ich ein schönes Wochenende in Berlin. Wir hörten viel Weihnachtsmusik, schmückten das Haus und ich füllte Adventskalender.

 

Dezember

Offensichtlich wird es unser Baby noch aushalten und nicht im Dezember kommen, worüber ich sehr froh bin. Die Spannung steigt jedoch täglich! Vor ein paar Tagen habe ich meinen ganz frischen Neffen kennengelernt und gesehen, wie meine Söhne ihren Cousin ansahen. Ich freue mich riesig!
Wir bekamen wieder Besuch aus Kalifornien, die Jungs bekamen einen tollen neuen Haarschnitt und wir meldeten uns im Krankenhaus an. Auch in diesem Monat besuchten wir unseren Erdbeerhof in Elstal und sahen die Eiswelt an. Wir beendeten die Serie „Prison Break“, die uns wie keine andere gefesselt hat. Ich habe eine ganz tolle neue Kita-Mama kennengelernt, Weihnachtsfeiern gefeiert, ein Lebkuchenhaus gebaut, den Kinderwagen aufgebaut und Stück für Stück alles fürs Baby vorbereitet. Wir haben Geschenke gesucht, bestellt und eingepackt. Ganz stolz waren wir auf Emilians Auftritt beim Weihnachtsmusical. Eine kleine Krankheitswelle ließ uns Schule und Kita vorzeitig beenden und so gehörte noch mehr Ruhe zum Dezember.
Die Weihnachtsfeiertage waren wunderschön, voller Freude, Familie und Fröhlichkeit. Wir sind beschenkt und dankbar. Ich ruhe mich aus, räume hin und her, putze noch einmal alles durch und bin bereit, mein drittes Baby kennenzulernen.
Die Kinder zeigen keine Langeweile, obwohl sie schon so lang zuhause sind. Sie können seit ein paar Tagen beide UNO spielen und sie lieben es! Während eines Spiels habe ich ihnen heute vorgelesen, was ich hier so geschrieben habe… und das waren schöne Momente, zusammen als Familie an die Highlights unseres Jahres zu denken!

Danke, dass ihr im Jahr 2016 gelesen habt, was ich geschrieben habe.
Danke, dass ihr Freud‘ und Leid mit uns geteilt habt.
Ich wünsche euch einen guten Start in das neue Jahr 2017!

 

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Alltag mit Schulkind und Babybauch

Jetzt kurz vor den Herbstferien würde ich sagen, dass wir inzwischen richtige Schuleltern geworden sind. Unser Alltag läuft rund (meiner erst!), die Abläufe funktionieren und es geht uns sehr gut.

An jedem Morgen klingelt mein Wecker um 6:00 Uhr und so irgendwann zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr stehe ich auf. Ich schaffe es nicht annähernd, abends rechtzeitig im Bett zu sein, aber ich schaffe es irgendwie, pünktlich aufzustehen.
Fast immer wecke ich Emilian, wenn ich mich fertig gemacht habe und fast immer wird Liam mit wach. Aber beide sind dann auch sofort da – keine Morgenmuffel wie ihre Mama, sondern gleich zu allen Taten bereit.

Die Jungs frühstücken leise und ich packe Emilians Brotbox. Ich versuche, den Kindern beizubringen, dass sie sich zuerst anziehen sollen und dann später spielen können, wenn noch Zeit ist. Meist ist sogar noch Zeit und ich bin sehr froh, dass wir die Morgenstunden in Ruhe und guter Laune verbringen können. Das ist mir sehr wichtig, denn wir alle brauchen einen guten Start in den Tag.

Gegen 7:30 Uhr gehe ich mit Emilian aus dem Haus. Liam spielt und singt dann noch ’ne Runde im Kinderzimmer. Ein einziges Mal bis jetzt habe ich Emilian mit dem Auto gebracht… Die Straßen waren so voll, uns wurde nicht warm auf den paar Metern und schneller waren wir auch nicht. Also schiebe ich mein Fahrrad, die Schultasche steht im Korb und Emilian sitzt auf meinem Sattel. Wir reden und lachen, treffen Schulfreunde und beobachten Baustellen.

Ich mag diese Zeit sehr, die ich mit beiden Jungs allein habe. Und gerade für Emilian ist es wichtig, dass wir in guter Stimmung in der Schule ankommen.

Ich denke, Schule ist genau das Richtige für ihn.
Er ist einer von vielen im gleichen Alter. Er kommt gut mit, er sucht sich Freundschaften aus und er macht seine Sache gut.
In meiner Erinnerung war ich die ersten Jahre in der Schule ein kleines piepsiges Mäuschen. Auch ich war das erste Schulkind in der Familie. Ich weiß nicht, ob und wann ich mich getraut habe, mich zu melden. Schule war laut und wild. Glaube ich.
Aber Emilian redet mit und diskutiert und ich erfahre viele interessante Kleinigkeiten, die mich sehr stolz machen. Ich sehe, wie ihn die anderen Kinder begrüßen, wenn er kommt. Ich höre, von welchen Mitschülern er sich bereits wieder zurückzieht. Ich staune, dass er alle Namen schon kennt. Er ist ein großer Junge geworden.

Die Zahlen 1, 2 und 3 schreibt er sauberer als die Buchstaben. Er hat das L, das O und das A gelernt. Bald kommt das M. Neu sind für ihn die kleinen Buchstaben. An den Linien im Heft versucht er, sich zu orientieren. Ganz klar und hell singt er „Hejo, spann‘ den Wagen an“ – das haben sie in Musik gelernt. Von jeder Sportstunde bringt er ein neues Spiel mit. Die Mathelehrerin scheint sehr laut und streng zu sein, das nervt ihn – aber sie meint die anderen Kinder, sagt er und kann davon Abstand halten. Er arbeitet schnell und die Hausaufgaben sind oft nur ein Beenden.

Ein paar Eltern verabschieden sich am Schulzaun oder kommen morgens schon gar nicht mehr mit. Dann gibt es auf dem Hof eine „Trenn-Stelle“, andere geben die Kinder am Klassenzimmer ab oder kommen noch mit zum Tisch. Wir arbeiten uns langsam „rückwärts vor“ und obwohl der Moment der Trennung noch ein bißchen schwer ist, weiß ich, dass es ihm gut geht und dass er sich auf jeden neuen Tag freut. Er kennt zu jedem Wochentag die Fächer, die auf ihn warten, er rollt hier die Augen und da kommt ein „Yeah!!“ und wenn ich ihn abhole, ist er munter und fröhlich und ist jedesmal wieder ein Stück größer geworden.

Gegen 8:10 Uhr komme ich nachhause, sehe Liam spielen und freue mich, dass er seine Zeit genießt und noch richtig Kind ist. Es muss jede Menge spannender Welten in seinem kleinen Kopf geben!
Auf dem Weg in den Kindergarten plappert er vor sich hin und wir beide genießen wieder die Zweisamkeit.
Nach einem Jahr hat er einen festen Platz in der Gruppe und er gehört dazu. Als eines der älteren Kinder kennt er die Abläufe gut, er ist hilfsbereit und aufmerksam.

Wenn ich Emilians Erzieherinnen sehe, winken wir uns, sie freuen sich zu hören, dass es ihm gut geht und bestellen Grüße an den Großen.
Noch vor 9:00 Uhr bin ich wieder zuhause. Der Mann ist dann wach und fertig und zusammen frühstücken wir.

Ich liebe die freien Vormittage und ich liebe die Ruhe, die ich dann habe. Manchmal lege ich einfach die Beine hoch, die nach den vier Wegen am Morgen schon müde sind. Manchmal schlafe ich, manchmal höre ich Musik, ich schreibe, mache Wäsche, räume das Kinderzimmer auf und habe einfach Zeit. Das ist ein Schatz!

Gestern haben wir ein Auto voll Zeug zum Rumpelbasar gebracht. Kleidung, Küchenzeug, Bücher, Spielzeug, Kuscheltiere… Weg! Ich habe Herbst-Deko auf dem Dachboden gesucht und viele Baby-Utensilien gefunden, auf die ich mich jetzt freue.
Manchmal merke ich gar nicht, dass meine Un-Lieblings-Jahreszeit begonnen hat. Entweder, weil unser Alltag so ruhig und entspannt ist, oder weil Vorfreude die Zeit vergehen lässt oder weil ich wirklich Zeit zum Leben habe.

Die Wege am Mittag von Kita und Schule nachhause dauern länger, weil wir mehr geschafft sind, weil es viel zum Reden gibt und weil wir Zeit haben, Kastanien oder Pokémon zu sammeln. Manchmal holt mein Mann ein Kind oder beide ab, weil sie gleichzeitig fertig sind.

Wir essen manchmal ein Mittagessen, den richtigen Plan dafür haben wir noch nicht. Und dann brauchen die Jungs erstmal sich und Ruhe. Ich bin so froh, dass das so ist. Sie erzählen, sie albern und machen Quatsch (glücklicherweise nicht so richtigen Quatsch), sie bauen Landschaften, hören ein Hörspiel oder rennen durch den Garten. Wenn sie einzeln ihre Pause brauchen, dann sortieren sie sich eben auseinander, aber lange dauert das nicht.

Ich weiß nicht, wie sehr ich mich da in Wunschträumen verliere – aber ich finde, die ruhigen Vormittage und die freien Nachmittage sind perfekt für ein drittes Kind. Was kann denn Schlimmes passieren?
(Okay, ich weiß, was alles passieren kann, das war keine echte Frage. Aber im Vergleich zum Winter 2011/2012, als ich hochschwanger in einem neuen Haus war und 24 Stunden lang ein Kleinkind in Windeln um mich hatte… im Vergleich dazu ist das ja jetzt gar nichts!)

Meine App sagt mir, dass das Beebi in 100 Tagen kommt.
Ich habe das Gefühl, dass mein Bauch grad kaum wächst und wenn ich ordentlich laufe (langsam und gerade und aber nicht wie ein schwangerer Pinguin), dann geht es mir sehr gut. Das Beebi strampelt mal, wenn ich mich zu lange nicht bewegt habe. Ich kann allein meine Schuhe anziehen, der Mantel geht noch zu und das ist wahrscheinlich das Ende der beiden angenehmeren Trimester… Aber wir werden sehen.

Immer mal wieder frage ich mich, ob es gut ist, dass wir mit unseren Jungs am Nachmittag keinen Musikunterricht/Sportkurs/Kindertreff besuchen. Aber dann liege ich auf der Couch, habe zum Kaffee Besuch von einer Freundin und denke: Es ist gut so.

Natürlich haben wir uns nicht einfach aus Faulheit dazu entschieden, auch wenn ich diese Tatsache gerade sehr genieße. Auch die Finanzen, unsere Nähe zu Freunden und Kirche und die „Freiheit“ für unsere Kinder haben zur Entscheidung beigetragen.
Wir finden, unsere Jungs sind vielseitig und unterschiedlich begabt und interessiert. Wir lesen und singen und lernen zusammen. Beide Kinder können gut und sicher im Straßenverkehr laufen und Rad fahren. Wir verabreden uns mit Freunden, besuchen Parks oder Spielplätze, wir kochen und backen zusammen, wir gehen einkaufen, harken Blätter, versorgen die Pflanzen und sind eine glückliche Familie.

Die AGs in der Schule und die Schwimm- und Kletterkurse am Nachmittag werden kommen und die Verabredungen ohne Mama und Papa auch.
Aber jetzt überschütten wir uns mit Ruhe und Geborgenheit, Sicherheit und Liebe, Büchereibüchern und der Sendung mit der Maus. Und unsere Jungs sind zu dem geworden, was sie sind, weil das so ist.

3. Oktober mit der Familie in Potsdam

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It’s all about happiness!

Ich habe nachgedacht.
Immer mal wieder, seit ich im Internet Geschichten aus unserem Alltag veröffentliche, bekomme ich Rückmeldungen, ich würde über eine heile Welt schreiben, in der es nur Friede, Freude, Eierkuchen gibt. (Sagen wir Pancakes. Dann stimmt es.)

Und ich merke, wie mich das einerseits stört, denn man will ja allen gefallen und so. Und natürlich ist unser Leben nicht nur Frieden und Freude. Echt!

Aber:
Ich konzentriere mich auf die guten und schönen Dinge im Leben, kleine oder große. Ich sehe sie, ich suche sie, ich jage ihnen nach!
So bin ich.
Schon vor 10 und mehr Jahren gehörten Worte wie Optimismus, Humor und Hoffnung fest zu meinem Leben – nicht erst jetzt, seit dem ich Mama bin.
Auch noch mit über 30 kann ich mich über Unkraut am Weg freuen, weil es rosa blüht. Auch noch mit zwei Kindern nehme ich mir Zeit und bleibe stehen, weil eine Schnecke über den Zaun kriecht. (Auch, wenn die Kinder nicht dabei sind…) Ich lache über alberne Witze und springe über eine Wiese, wenn mir einfach danach ist. In solchen Momenten fühle ich mich überhaupt nicht erwachsen und ich finde das gut.

Mein Alltag ist voll.
Voller, als ich es mir manchmal wünsche.
Es gibt Dinge, die einfach immer wieder erledigt werden müssen, jede Mama kennt das. Ich würde gern mehr lesen, mehr schreiben, mehr schlafen, öfter duschen.. Der Boden des Schlafzimmers ist voll von Kleiderstapeln, die einsortiert werden müssten. Die Kinderkleidung könnten aktualisiert und an Sommer angepasst werden. Der Wohnzimmerboden ist voller Krümel. Kinderzimmer aufräumen. Unkraut rupfen. Terrasse fegen. Glasflaschen wegbringen.
Vielleicht denkt ihr nicht, dass es auch bei uns so ist – ist es aber.
Ich sage aber: Egal!
Vielleicht ist es mir nicht wirklich egal, denn es nervt mich und manchmal schimpfe oder weine ich, weil ich nicht schaffe, was ich möchte.

Aber dieses EGAL ist wichtig für mich. Ich brauche es jetzt, denn diese Jahre mit Kleinkindern sind die vollen, wilden Jahre. Für Schlaf und Bücher werde ich später Zeit haben. Hoffentlich.

Mein Leben ist auch voller Menschen. Beziehungen. Freundschaften. Kontakte. So bin ich, dafür nehme ich mir Zeit und das genieße ich.
Seit ich angefangen habe, im Büro zu arbeiten, fehlt mir noch mehr Zeit. Ich merke diese 11 Wochenstunden. Aber es gibt tatsächlich wichtigeres, als Wäsche und saubere Fenster. Im Sommer jedenfalls.

Also treffe ich mich mit Freundinnen, gehe auf die Festwoche, koche Holunderblütengelee ein und frühstücke mit meinem Mann in der Sonne, weil es mir wichtig ist!

Es gibt genug Menschen und Mütter, die meckern und jammern. Das ist wichtig, denn wir sollten nicht jede Ungerechtigkeit und Schublade, in die wir gesteckt werden, hinnehmen. Wir sollten füreinander kämpfen und uns beschweren, wenn wir sehen, dass irgendwas nicht richtig läuft und wir daran etwas ändern können.
Und glaubt mir, es gibt Dinge, die mich nerven und aufregen. Oh ja! Aber ich bin nicht die, die sich aufregt und schimpft.
Ich schimpfe nicht über blöde Erzieher, laute Nachbarn, ungerechte Politiker, schlecht gelaunte Kassierer und doofe Kinderärzte. Es gibt sie überall, aber egal. Warum sollte ich hier darüber schreiben?

Und um ganz persönlich zu werden: Unser Leben ist nicht perfekt. Das verspreche ich euch.
Es gibt Schmerz und Fragen in meinem Leben.
Es gibt Zeiten, die wir so nicht geplant haben.
Es gibt Dinge, auf die wir verzichten müssen, obwohl wir sie gern hätten.

In den vergangenen Monaten haben wir von Arbeitslosengeld und anschließend von noch weniger gelebt, weil Entscheidungen lange gedauert, bzw. nicht ganz positiv ausgefallen sind.
Unser Auto hat uns in allen 5 Jahren viel Geld gekostet, weil wir es scheinbar einem Betrüger abgekauft haben.
In den letzten 7 Jahren habe ich zwei Kinder geboren und zwei Kinder verloren.
Wir hätten vor Schulstart gern einen richtigen Familienurlaub außerhalb der Ferien gemacht, hatten aber keinen Cent dafür übrig.

Das gehört zu unserem Leben dazu.
Aber ich halte nicht an der Vergangenheit fest.
Ich trauere und ärgere mich, dann stehe ich auf und gehe weiter.

Ich suche mir Dinge, um mein Glück und meine Zufriedenheit, meine Dankbarkeit und mein Lächeln zu behalten.

Ich bin sehr glücklich mit einem wunderbaren Mann verheiratet, wir haben zwei gesunde Söhne und wir wohnen in einem Haus mit Garten. Wir können mit einem eigenen Auto fahren und wir haben unzählige Familienmitglieder und Freunde innerhalb Berlin und Umland. Wir sind gesund, wir haben genug Essen und Trinken und wir haben Zeit füreinander. Darüber schreibe ich, denn das ist unser Leben.

Wir leben in der Gewissheit, dass es einen Gott gibt, der uns führt und unser Leben hält. So kann ich Enttäuschungen leichter annehmen und die guten Geschenke des Lebens entdecken.
Wer gibt, der bekommt – daran glauben wir.

Als ich eine Freundin vor kurzem gefragt habe, wie es ihr so geht, schrieb sie: „Manchmal gehetzt, weil ich viel tun will. Aber auch gelassen, um die Zeit mit wichtigen Dingen zu nutzen. Manchmal aufgewühlt, wegen unserer Zukunft.

Und genau so ist es.
In meinem Leben gibt es Hüftspeck und Pickel, Staub und Ameisen in der Küche, ungehorsame Kinder und genervte Eltern, Tränen und Zukunftssorgen.

Aber ich habe mich entschieden, die Sonne, den leckeren Kaffee, den Platz auf der Terrasse und die wunderschönen Blüten, die Freude und das Gute zu sehen.

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Hallo April!

April, April.
So ein schöner Monat. Mein Lieblingsmonat.

 

Im April werde ich…

… mich in die Sonne setzen.
… 31.
… gute Freunde wiedersehen und einen Tag zusammen verbringen.
… Gäste bekommen und mich über das tollste Geburtstags-Wetter freuen!
… mit den Kindern in die „Teestube“ mit den Flüchtlingsfamilien gehen.
… vielen Freunden zum Geburtstag gratulieren.
… Liams Kita-Gruppe zum Frühstück bei uns zuhause haben.
… zum ersten Mal Gastgeberin einer Tupperparty sein!
… mit Freundinnen feiern und das Leben genießen.
… mit Liam zur U8 gehen.
… Fahrrad fahren.
… Fenster putzen.
… Cheesecake backen.
… unseren 10. Verlobungstag feiern!
… glücklich sein.

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Hallo März!

Heute war so ein richtig schöner Frühlings-März-Tag!
Wie jedes Jahr erfüllt ein riesengroßes „Endlich!“ mein Herz. Ich weiß auch nicht… ich liebe Frühling.
Im März liegen viele tolle und volle Tage vor uns, aber mit Sonne und Wärme (und geputzten Fensterscheiben) ist das Leben gleich viel schöner 😉

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Im März werde ich…

… mein Gesicht in die Sonne halten.
… mit der Familie Abschied von meinem Schwieger-Opa nehmen. (das war heute)
… viele, viele Geburtstagsgrüße verteilen.
… das Lumizil-Team zu einem LOL-Abschluss-Dinner einladen.
… Besuch bekommen und reden und spazieren und lachen.
… am Flughafen endlich meinen Bruder wiedersehen!
… mit den Jungs zu einer Filmpremiere gehen!
Danke, dass wir eingeladen wurden!
… ein erstes Entwicklungs-Gespräch mit Liams Gruppenerziehern führen.
… zu einem sehr coolen Band-meiner-Jugend-Comeback-Konzert gehen!!!
… Übernachtungsgäste bekommen.
… sooo viele Geburtstagsvorbereitungen für die Jungs planen und kaufen und einpacken und backen und basteln und kleben…
… viele Hochzeits-Cupcakes backen und eine Hochzeit feiern.
… mindestens 4x Kindergeburtstag feiern.
… Freunde aus Kalifornien sehen.
… das Osterwochenende feiern.
… für eine Woche mit den Jungs allein zuhause sein.
… einen 4jährigen und einen 6jährigen Sohn haben!!

Puh, ich finde, das wäre ein Program für mehrere Monate.
Noch dazu kommt ein Zahnarztbesuch und ein Treffen hier und eine Verabredung da. Und meine paar Wochenstunden im Büro stehen auch nicht auf der Liste.
Schritt für Schritt, ab‘ in den Frühling!

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