WMDEDGT – 11

05. November 2023

Am 5. eines Monats möchte ich euch erzählen, was ich eigentlich so den ganzen Tag gemacht habe.
Falls jemand fragt:
„Was macht du eigentlich den ganzen Tag?“
WMDEDGT?

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Ich war letzte Woche erkältet und habe als Rest noch einen kleinen Husten, der stört mich vor allem nachts. Oder wahrscheinlich stört es meinen Mann noch mehr… und den Sohn, der mit im Bett liegt, wie ich morgens feststelle.

Gestern Abend kam der mittlere Sohn wieder und spät in der Nacht mein Mann. Am letzten Ferientag sind wir fast wieder vollständig. Und heute können wir ausschlafen, denn wir werden nicht in unseren Gottesdienst gehen. Wir werden meinen Bruder und seine Familie sehen.

Wir frühstücken irgendwie so nebenbei. Der Mann macht mir Toast und Kaffee. Meine Schwester kommt. Wir packen unser Zeug und fahren los – nach Berlin Ost Mitte. Dort ist die Kirche meines Bruders und heute wird sein dritter Sohn gesegnet. Wir kommen pünktlich an und finden einen Parkplatz direkt vor der Tür!

Endlich sehen wir unseren Großen wieder. Er war eine Woche mit meinen Eltern an der Ostsee, war viel auf dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs. Camping-Urlaub im November am Meer. Er sieht glücklich aus und erzählt schöne Geschichten.

Im Gottesdienst gibt es ganz tolle Musik, eine Predigt, Gebete – und natürlich den besonderen Segen für den kleinen Jungen. Nach dem Gottesdienst essen wir in großer Runde bei einem Italiener ein leckeres Mittagessen. Die sechs Cousins spielen zusammen und wir Erwachsenen quatschen schön.

Nach dem Essen laufen wir eine Runde an die Spree. Früher, als wir noch keine Kinder hatten, haben wir auch in der Gegend gewohnt und ich fand es so schön mit den kleinen Cafés und den besonderen Lädchen und dem Kiez-Style. Jetzt mit Kindern… nun ja.. bin ich wohl ein Spießer geworden. Oder Berlin hat sich geändert. Oder beides. Berlin hat auf jeden Fall immernoch seinen besonderen Style… aber wohnen möchte ich jetzt lieber am Rand.

In den Räumen der Kirche kehren wir wieder ein und es gibt Kaffee und viel Kuchen. Am großen Fenster mit Sitzbank staunen die Kinder die Straße an. Die gelbe Straßenbahn fährt direkt vor der Nase vorbei. Das gibts am Stadtrand nun wieder nicht.

Mein Bruder und seine Frau haben eine kleine Holzkiste und 18 Umschläge vorbereitet. Wir dürfen unserem Cousin und Neffen, Sohn und Enkel eine Karte schreiben, die er dann an dem jeweiligen Segnungs-Jubiläum öffnen kann. Eine ganz schöne Idee!

Der Mittlere zieht eine Karte und rechnet aus, dass er selbst 24 Jahre alt sein wird, wenn sein Cousin die Karte öffnet. Er stellt sich vor, dass er ihn dann schon mit dem Auto umherfahren könnte. Der Große bringt mir die Karte mit der 17 und findet es lustig, dass ich dann 55 Jahre alt sein werde. 55 Jahre! Ist das krass. Ich brauche echt eine Weile, um diese Karte zu schreiben und überlege, ob ich die Welt beschreibe, wie sie gerade ist. Dafür reicht der Platz nicht… aber wie wird die Welt in 17 Jahren aussehen? Was wird überhaupt in 17 Jahren sein?? Das sind eine Menge Gedanken… und letztendlich schreibe ich meinem Neffen, dass wir ihn schon lieben und für ihn gebetet haben, als er noch im Bauch seiner Mama war und erzähle vom Tag der Segnung.

Es wird richtig schnell dunkel und irgendwann manchen wir uns satt, glücklich und überzuckert auf den Weg nachhause.

Morgen beginnt wieder die Schule!
Die Jungs sammeln ihr Zeug zusammen, gucken, ob die Fahrräder Luft und Licht haben. Hausaufgaben und Brotboxen finden wir zum Glück nicht mehr. Das Rad des Großen ist in der Werkstatt, er darf Papas Fahrrad nehmen! Außerdem findet er seine Sportschuhe nicht… er darf Papas nehmen. Verrückte Zeiten sind das hier.

Wir machen es uns mit Apfelbrot von Oma und Obst und Gemüse (Erste Kaki der Saison!!) auf der Couch gemütlich und schauen die 3. Staffel von „7 vs. Wild“ an. (Werbelink)

Ich schreibe diesen Beitrag. Um mich herum auf dem Wohnzimmertisch liegen alle meine Dokumente, die ich brauche, um endlich, endlich das Zertifikat für die Mütterpflege zu beantragen. Ich bin so erleichtert. Das ist ein großer Berg Arbeit, der damit erledigt ist. Und nach vielen Jahren möchte ich dann erstmal keine Weiterbildung mehr machen.

Wir bringen die Kinder ins Bett und haben schöne Gespräche an den Betten. Wir sind alle wieder zusammen, wir hatten unterschiedlich schöne Ferien. Ich wünsche mir, dass wir die nächsten Alltags-Runden gesund und fit überstehen. Es sind noch 7 Schulwochen bis Weihnachten. Kaum zu glauben.. Ich packe noch die Brotboxen und bereite für morgen alles vor, so gut wie es geht. Der Große muss zur 0. Stunde und wenn es regnet, würde ich ihn mit dem Auto bringen. Es geht sofort wieder richtig los.

Mehr Erzählungen vom November-Sonntag findet ihr wie immer und all‘ die Jahre schon hier! (Werbelink)

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Comments

  1. Aunyn says:

    Das Bedürfnis mit Kindern am Stadtrand zu wohnen finde ich sehr nachvollziehbar. Die Idee mit den Segnungstag-Jubiläumsbriefen ist super.

  2. N. Aunyn says:

    Das Bedürfnis mit Kindern am Stadtrand zu wohnen finde ich sehr nachvollziehbar. Die Idee mit den Segnungstag-Jubiläumsbriefen ist super.

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