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Kindersprüche


Ich weiss nichtmal genau, warum ich lange nichts von uns, so richtig, geschrieben habe. So richtig von uns. Muss ich mal wieder! Ich verbringe viel Zeit mit Mann, Kindern, Haushalt und Freunden. Einige Themen werden leiser und ruhiger, andere Themen beschäftigen uns mehr und werden lauter. So ist das.
Aber ich vermisse das Schreiben und verspreche, dass es hier bald wieder mehr gibt.

Vor allen Dingen aber gab es lang keine Kindersprüche mehr. Das ist auch nicht gut.

Kindersprüche

Im Zoo brüllt die Löwin immer wieder.
Liam: „Ich glaube, der betet.“

Vor Weihnachten erzählt Liam:
„Ich wünsche mir einen Notstand. Wie Papa.“
Wir haben lange gebraucht, um herauszufinden, dass er sich einen Notenständer wünscht…

Vor dem Käfig im Zoo sehen wir eine Überwachungs-Kamera.
Emilian sagt: „Guck mal, eine Überraschungs-Kamera!“

Beim Playmobil spielen suchen wir die Notärztin. Als wir sie gefunden haben, fehlt aber noch der Notarzt.
Liam: „Wo ist der Notpapa???“

In der ganzen Adventszeit gab es einen Satz von Liam, den wir schließlich alle, bzw. das Wort, irgendwie übernommen haben: „Darf ich jetzt meinen Kavenzlender aufmachen?“

Mama schimpft: „Meine Güte!“
Liam: „Wie heißt denn deine Güte?“

Liam fährt mit dem Laufrad von der Kita nachhause und schreit fremde Leute an. Ich sage ihm, dass er das lieber nicht tun soll. Ich glaube, er wollte mit seiner Stimme irgendwie die Klingel ersetzen.
Seine Antwort: „Ja das ist doch eine coole Aktion!“

Wir haben Emilians Fahrrad an der Kita gelassen, weil die Jungs mit dem Auto abgeholt wurden.
Am nächsten Tag laufen wir zur Kita und Emilian sieht sein Rad: „Oh. Ich bin schon da!“

Weisheit von Liam: „Weißt du, wann Schluss mit Deutschland ist? Wenn wir bei Gott sind.“

Liam ruft nachts im Bett nach mir. Als ich an sein Bett komme, sagt er: „Ich brauche einen Sessel, damit ich mich ausruhen kann.“
Weisheit von Liam: „Wenn ich groß bin, kann ich alles machen. Auch nackig ins Bett gehen!“

Emilian ruft kurz nach 22:00 Uhr nach unten:
„Kann ich zu euch kommen? Ich brauch mal wieder harten Boden unter den Beinen.“

Meine Schwester und ihr Mann besuchen uns. Wir haben sie lange nicht gesehen und die Kinder freuen sich sehr. Liam verschwindet im Bad und ruft nach einer Weile: „Kann ein Besucher meinen Popo abwischen?“

Weisheit von Emilian: „Ich werde langsam größer und sechsjähriger.“

Emilian zieht allein seine Strumpfhose an und ich bewundere ihn.
„Ja. Ich finde den Winter nämlich nicht fürchterlich.“

Emilian beobachtet den Himmel und sagt: „Guck mal, die Wolken ziehen auch in den Süden.“

Liam hat noch immer Schwierigkeiten, das R auszusprechen. Viele lustige Wörter sind dabei herausgekommen. Unser neues Frühstücks-Müsli sind diese „Fruit Loops“, wir nennen sie Frucht-Ringe.
Jetzt ratet, was Liam dazu sagt.
„Darf ich heute wieder Flüchtlinge essen?“

Liam soll sich die Zähne putzen, er steht aber mit klatschnassen Haaren am Waschbecken und sieht in den Spiegel. Als ich ihm die Haare abtrocknen will, protestiert er. Und er erzählt dann, dass er eigentlich gern schwarze Haare, wie seine Tante hätte und dass seine Haare deswegen nicht trocknen dürften.
Er fragt dann, wie alt seine Tante sei.
Ich sage: „Sie ist 30.“ (Jedenfalls wird sie im Sommer 30)
Liam: „Oh, dann muss ich auch richtig 30 werden!“

Emilian ist genervt von Liams Gedrängel im Bad und erklärt: „Die Ersten werden die Letzten sein. Das steht in der Bibel.“
Liam antwortet: „In meiner Bibel steht das nicht!“

Eines Abends stellt Liam ein paar Fragen:
„Woher wusste der Weihnachtsmann, dass ich mir eine Gitarre wünsche?“
Ich entscheide mich einfach für die Wahrheit und erzähle, dass wir die Geschenke gekauft haben. Er hat am 24.12. einen Weihnachtsmann gesehen und fragt, warum es dann aber Weihnachtsmänner gibt. Ich erzähle, dass das eine Verkleidung sei und wir beschließen, dass wir Eltern im nächsten Jahr die Geschenke in Weihnachtsmann-Verkleidung überreichen…

Emilian: „Also, ich finde Gott viel besser, als den Teufel. Bei Gott ist es schöner. Liam, findest du auch Gott toll?“
Liam: „Ich finde, Goliath ist am coolsten!“

Weisheit von Liam: „Warum heißt das Messer Messer? Weil es ein Messer ist. Mit scharf.“

Wir sehen die Zirkus-Show von Monte Carlo mit den Kindern. Sie sind absolut fasziniert und angesteckt. Emilian sagt: „Das muss ich in echt sehen. Sonst glaub‘ ich das nicht.“
Seit dem sind beide immer mal wieder in Strumpfhosen und Unterhemd beschäftigt, Kopfstand zu machen, sich beim Sprung in der Luft zu drehen oder sich irgendwo athletisch ranzuhängen.

Emilian schreibt. Ganz viel. Er übt frei, er schreibt ab und ich platze vor Stolz über mein kleines Schulkind.
Vor ein paar Tagen verschwand er, kam dann mit einem Zettel und ließ uns raten, wo er geschrieben hatte.

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Dusch Shampoo
Emilian
Penaten
Baby
2 in 1
Neu

Und als die beiden vorgestern am Wohnzimmerfenster malten und Emilian am Ende sagte: „Warte, ich schreib‘ noch unsere Namen dazu.“ fand ich auch, dass sich so ein Satz ganz neu und toll anhört.

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30 Aufgaben für Mama

Im englischsprachigen Internet, genau: Pinterest, habe ich eine Liste gefunden. 30 Day Mom Challenge. Eine Herausforderung für Mamas, eine für jeden Tag des Monats.

Ich finde mich darin wieder, mir neue Dinge vorzunehmen. In den ersten Tagen klappt es richtig gut – und dann vergesse ich es oder werde faul. Wir haben heute mal wieder ein neues Belohnungssystem begonnen. Natürlich hat es perfekt geklappt. Allein anziehen, Tisch abräumen… Wir werden sehen.

In dieser to-do-Liste für Mütter geht es um Kleinigkeiten. Eine besondere für jeden Tag. Der 4. Januar bietet sich an, damit anzufangen. Mal sehen, wie weit wir kommen.

Zu Weihnachten habe ich ein Buch bekommen. „50 Dinge, für die Ihr Kind Ihnen einmal dankbar sein wird„. Das sind auch solche Kleinigkeiten. Das Besondere ist: Erwachsene beschreiben in diesem Buch, wie diese Kleinigkeiten ihr Leben geprägt oder verändert haben. Der Erfolg wird vielleicht erst in 10 oder 20 Jahren sichtbar sein.. Aber wenn ein kleiner Satz oder eine Tat pro Tag“reicht“ – ich bin dabei!

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30 Aufgaben für Mama

1. Frage dein Kind: „Was können wir in diesem Monat Schönes zusammen machen?“

2. Ein Tag, ohne das Kind anzuschreien.

3. Umarme dein Kind heute dreimal.

4. Gib deinem Kind ein Küsschen, wenn es schläft.

5. Sag zu dir: „Er/Sie ist erst … Jahre alt. Er/Sie ist noch ein Kind!“ Und dann behandle dein Kind auch so.

6. Backe, koche oder kaufe das Lieblingsessen des Kindes.

7. Schreibe/Male eine liebe Nachricht für dein Kind.

8. Zähle die Wochenenden, die ihr noch habt, bis dein Kind die Schule beendet.

9. Versetze dich in das Alter deines Kindes. Versuche, dich zu erinnern, wie sich das anfühlte.

10. Das Wichtigste heute für Mama: Freude!

11. Sag deinem Kind heute: „Ich bin so glücklich, weil du mein Sohn/meine Tochter bist!“

12. Bete für Weisheit in der Erziehung deines Kindes.

13. Kritisiere dein Kind heute nicht.

14. Erinnere dich daran: Es ist ein Geschenk, Mutter zu sein!

15. Sei streng, wenn es sein muss – jedoch nicht zu hart.

16. Wie sollte dein Kind im Alter von 25 sein? Hab‘ das heute im Hinterkopf, während du Zeit mit deinem Kind verbringst.

17. Lache zusammen mit deinem Kind.

18. Welche andere Mutter bewunderst du? Welche ihrer Eigenschaften kannst du heute gebrauchen?

19. Bringe deinem Kind heute eine Sache bei, die er/sie ganz allein tun kann.

20. Das Wichtigste heute für Mama: Geduld!

21. Vergib‘ dir selbst, wenn du es heute vermasselt hast.

22. Wie soll dein Kind dich später in Erinnerung haben? Sei heute diese Mama.

23. Ersetze Sarkasmus heute mit Freundlichkeit.

24. Unterbrich‘ dein Kind nicht, während es spricht.

25. Frage dein Kind heute ab und zu nach seiner/ihrer Meinung.

26. Mach‘ es dir heute zur Aufgabe, dein Kind zu ermutigen.

27. Achte heute besonders auf deine eigene Gesundheit: Spaziere 10 Minuten, iss‘ Obst oder Gemüse, schlafe in der Nacht ausreichend.

28. Bring deinem Kind ein neues Wort bei.

29. Mach heute das Telefon, den TV oder Computer aus, wenn dein Kind mit dir zusammen ist.

30. Das Wichtigste heute für Mama: Liebe!

 

Das ist die Liste.
Ich finde, sie sollte am Kühlschrank, im Auto oder am Spiegel hängen. Fangt heute am 4. Januar an, dann habt ihr’s leicht 🙂
Natürlich sind das keine Gesetze.. und wer was an welchem Tag versucht, ist doch egal. Aber wenn wir ab und zu ein Blick auf die Liste werfen, durchatmen und lächeln, geht es uns allen gut.

Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter!

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Die to-do Liste

Ein Text von einer bekannten Schreiberin aus den USA hat mir sehr gut gefallen. Ich übersetze ihn für euch:

 

Die einzig wahre to-do Liste

Es gibt jetzt eine fünfte Person in unserem Haushalt. Sie riecht wie der Frühling. Ein Menschlein mit dicken Bäckchen, großen blauen Augen, mit einem kräftigen Genick, denn es rollt sich bereits von Seite zu Seite. Der Lieblingsplatz dieser Person ist auf dem Arm von irgendjemand. Sie ist komplett wehrlos und abhängig und ihr Hunger-Schrei zerreisst meine Seele.

 

Und ich laufe viel in diesen Tagen. Mit ihr in meinen Armen, denn sie weint mehr als irgendeins von meinen anderen Kindern. Ich laufe auch draußen, allein, die Strassen herunter, fragend.

Mein Mann hat für 3 Monate Elternzeit genommen und ich wüsste nicht wie ich es ohne ihn schaffen sollte – wie irgendjemand das schafft. Dieses von zwei auf drei Kinder… plötzlich haben wir einen Schoß zu wenig, plötzlich sind meine Arme nicht mehr lang genug, plötzlich weint ein Baby.. und meine Söhne auch und ich auch. Mitten im endlosen Wäscheberg der Stoffwindeln und Strampler.

Wie kann es sein, dass ein so kleines Wesen so viel braucht?

Und wie kann es sein, dass ich tausend Tode sterben würde, nur damit sie leben kann?

Weil es das ist, was wir als Mütter tun. Wir sterben täglich unsere Tode, damit unsere Kinder leben können.

Früher habe ich meinen Tag daran gemessen, wie produktiv ich war.
Heute messe ich meinen Tag daran, wie sehr ich geliebt habe.

Ich habe letztens eine to-do Liste erstellt. Über Liebe geben und Liebe bekommen. Ich hab sie in leuchtenden Farben aufgeschrieben. Denn wenn es drauf ankommt, geht es doch nur darum.. in dreckigen Tagen voller Augenringe und Nutellaküsse.

Am Ende vom Tag… habe ich gut geliebt?

So sieht meine Liste aus:

1. Meinen Mann küssen
2. Meine Kinder kitzeln und kuscheln
3. Lachen
4. Musik anmachen und tanzen
5. Mit hellen Farben malen
6. Irgendwas Leckeres essen
7. Meinem Mann und den Kindern sagen, wie sehr ich sie liebe
8. Spazieren oder joggen gehen
9. Etwas für mich tun tun, was ich nicht für jemand anders machen würde
10. Beten

Es geht um ein Leben, nach der Geburt.. mit Gnade.

Es geht darum, die Tabletten gegen Ängste zu nehmen, wenn es sein muss. Es geht darum, inmitten von Buntstiften und Dreckwäsche einen Mittagsschlaf zu machen. Es geht darum, die Hilfe vom Ehemann oder von Freunden anzunehmen und den Spaziergang zu machen, damit du dich daran erinnerst, wer du bist, warum du bist und wie du lieben kannst.

Es geht um Liebe.

Und während wir unsere Babys halten, die Auas wegküssen, die Kleinen füttern und ihnen unzählige Geschichten vorlesen, laden wir Jesus Christus in unser Zuhause ein. In unser unordentliches Zuhause mit den Böden, die uns anflehen, gewischt zu werden. In unser Zuhause, das nach verbranntem Toast und Wick VapoRub riecht.

Liebste Mama, du machst das gut.
Du machst deine Arbeit gut.

Sei nicht entmutigt!

Emily T. Wierenga

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In diesem Sommer werde ich „Ja“ sagen

(Diesen wunderbaren Text habe ich auf www.mops.org/blog gefunden und für euch übersetzt.)

In diesem Sommer werde ich „Ja“ sagen

Ich sage oft „Nein“ zu meinen Kindern.

„Nein, du darfst das nicht essen.“
„Hör auf, deine Schwester zu hauen.“
„Leg das iPad weg.“

Der Sommer breitet sich vor mir wie ein langes „NEEEEEIIIIIIN!“ am Horizont aus. Und der Horizont heißt Herbst.
Alle sind zuhause, jeder macht seins, es gibt viele lange, helle Tage – unendlich viel Zeit mit wenig bis gar keiner Struktur darin. Und weil ich weiß, dass das Wort „Nein“ unausweichlich sein wird, möchte ich absichtlich „Ja“ sagen. In Wirklichkeit möchte ich mich herausfordern,  zweimal „Ja“ für ein „Nein“ zu sagen. Ich treffe also eine Vereinbarung mit mir, so oft, wie es geht, „Ja“ zu sagen.

Ja…

Ja – zur Unordnung

Ja, wir können aus dem Wohnzimmer eine Festung machen, wir können die Modelleisenbahn aufbauen und aus dem Waschbecken eine Badewanne für dein Spielzeug machen. Ja, wir können malen, Wasserballons machen und Cookies backen. Ja, wir können ein riesiges Bastel-Kunstwerk aus Federn, Glitzer und Perlen machen, oder Schlösser aus Tupperdosen bauen, oder wir können im Garten Tunnel für die Feen graben.

Ja – zum Lärm

Ja, wir können die Nachbarskinder einladen, dieses Computerspiel spielen, Übernachtungsgäste haben.  Ja, wir können diese CD zum soundsovielten Mal im Auto hören! Ja, wir können bei der Wasserschlacht im Garten herum schreien, Power Ranger im Haus spielen und bei jedem Tor in die Tröte blasen.

Ja – zum Urlaub von der Routine

Ja, wir können lange aufbleiben, bis Mittag ausschlafen, den Nachtisch vor dem Essen haben. Ja, wir können unsere Aufgaben im Haushalt später machen, eine Übung auslassen, den ganzen Tag Badesachen tragen. Ja, wir können Babys Mittagsschlaf auslassen, draussen übernachten und im Bett Filme schauen.

Ja – zum Rausgehen und Machen

Ja, wir können in den Park gehen, eine Radtour machen, zum Schwimmbad fahren. Ja, wir können einen Ausflug machen, zelten fahren, in die Bücherei gehen. Ja, wir können Freunde besuchen, wandern und zum Eisladen gehen.

Ich kann dem Sommer mit Furcht oder mit Abenteuerlust entgegensehen. Alle hier werden glücklicher sein, wenn ich, so oft es geht, voller Begeisterung „Ja“ sage!

Wird es mehr Arbeit für mich sein? – Ja, oft.

Wird es mehr kosten? – Das muss es nicht.

Werde ich durch eine Reihe kleiner Gesten wertvolle Erinnerungen schaffen? – Höchst wahrscheinlich.

Ein paar selbst ernannte Regeln loszulassen und andere Dinge dafür einfach mal aufzulockern, wird uns helfen, die langen Tage vorwärts zu bringen, anstatt sie an mir und den Kindern zerren zu lassen.

-Alexandra Kuykendall-

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Happy Birthday, Emilian!

Vor 5 Jahren bin ich Mama geworden.
Fast alles, was mir jetzt Spaß macht, was mir durch den Kopf geht und mich bewegt, hat damit angefangen.
Die Entscheidung, Mama zu werden und die Tatsache, Mama zu sein, ist mir nie schwer gefallen und ich habe keinen Tag bereut. Das ist das Leben, das ich mir gewünscht habe!

 

Liebster Emilian!

Als du auf die Welt gekommen bist, bin ich Mama geworden und dein Papa ist Papa geworden. Du hast uns das sehr leicht gemacht, wir haben es geliebt, deine „Baby-Eltern“ zu sein und du bist etwas ganz Besonderes!

Wir finden, im letzten Jahr bist du am allermeisten gewachsen. Innen und außen. Du bist kein Baby mehr! Du bist fast ein Schulkind.. das kann gar nicht wahr sein! Du redest wie ein Oller, du möchtest ernst genommen werden, du bist der Große! Du träumst von Dingen, die du einmal machen möchtest und du misst deine Stärke mit Papa. Dein größter Wunsch ist seit Monaten, einmal mit dem Fahrrad schneller als die Autos zu sein.

Auch, wenn du eigentlich wirklich schon groß bist, brauchst du Mama und Papa unbedingt. Wir trösten dich und reden dir gut zu, wir ermutigen dich und helfen dir, einen großen Schritt zu gehen. Und wir nehmen dich gern auf den Arm, Papa wirft dich durch die Luft und ich kitzel dich ab. Wir lieben dein lautes Tobe-Lachen und dein kreischendes Kitzel-Gegacker. Wir lieben dein amüsiertes Grinsen und dein lautes Losprusten, wenn du über einen Film oder einen Witz lachen musst.

Du kannst so viel Spaß und Liebe mit deinen Augen zeigen. Du hast gelernt, wie man „cool“ aussieht – und du bist so unglaublich cool.
Wenn es dir gut geht, kannst du tanzen und singen, wie verrückt. Es ist so lustig, mit dir wilde Sau zu spielen.
Deine Augen blitzen und die Lebenslust funkelt in deinem Gesicht.

Du bist der beste große Bruder, den Liam haben kann! Du beschützt ihn sehr, du bringst ihn zum Lachen, wenn er es braucht, du nimmst ihn mit in deine Spiele und du hältst viele kleine-Bruder-Nervigkeiten aus. Weil du Liam einfach viel zu lieb hast. Ihr liebt Wasser und Sand und Stöcke und Steine und Bälle und Fahrzeuge. Ihr zwei seid unzertrennlich, aber besonders du schätzt es sehr, mal allein Zeit mit Mama oder Papa zu haben. Neuerdings schnitzt du sehr gerne und es tut dir gut, etwas zu dürfen, auf das Liam noch warten muss.

Du liebst die Gespräche mit Erwachsenen. Du liebst es, uns zuzuhören, Fragen zu stellen und nochmal alles wiederholen zu lassen. Du sitzt dann völlig reglos da, aber dein Kopf ist voll dabei. Zusammenhänge sind dir sehr wichtig und was in deinem Kopf Sinn macht, ist gut. Am liebsten würdest du mehrmals täglich „ausgedachte Geschichten“ von mir hören – aber ich bin oft so schlecht dabei. Dann möchtest du, dass ich „von früher“ erzähle, oder von Erlebnissen, die ich hatte, oder von Tieren, Menschen, Dinosauriern, Wikingern, Entdeckern, Piraten…

Wir sind fasziniert von deinem Gedächtnis! Du hörst genau zu, du merkst dir so viele Worte, Sätze und Situationen und du kannst sie scheinbar abrufen, wann immer du möchtest. Dabei lernst du so viel! Noch immer schaust du dir gern die „Mickey Maus“-Serie mit Liam an, aber langsam beginnen eure Interessen sich zu teilen. Im letzten Jahr hast du dich besonders für Dinosaurier und Piraten interessiert. Mehrmals hast du stundenlange Hörspiele angehört oder Bücher angesehen. Ich kann es kaum abwarten, wieder mit dir zur Bücherei mit deutschen Büchern zu gehen!
Du kennst den Tyrannosaurus Rex, den Triceratops, den Monoklonius und den Deunonychus, den Stegosaurus, die Ychtiosaurier und viele mehr. Wenn du anfängst, davon zu erzählen, sind wir machtlos.. und sehen uns lächelnd an.
Wehe dem, der es wagt, dich zu korrigieren.

Du siehst dir gern deine Entdecker-Bücher an und hörst zu und stellst Fragen. Ich habe das Gefühl, dass wir mit dir richtig viel lernen und es macht uns Spaß, die Welt zusammen mit einem so schlauen Sohn zu entdecken! Die Fragen, die du stellst, sind so gut und wir versuchen, dir das Leben mit unseren Worten zu erklären. Es ist besonders für uns, dich kleinen Menschen zu prägen und zu beeinflussen. Und es ist interessant zu sehen, wo du bereits deine eigene Meinung hast und auch uns hinterfragst. Gern betonst du deine Kraft und Stärke und Schlauhheit und mir gefällt dein Selbstbewusstsein. Deiner Meinung nach bist du der Stärkste der Familie und du bist in diesem Jahr so viel mutiger geworden!

Von Anfang an bist du hier in Amerika zur Kinderbetreuung gegangen, obwohl du fast nichts verstanden hast. Das ist unglaublich mutig! Wir waren und sind so stolz auf dich! Du bist ein mutiger Beobachter. Du hast viele Bibelgeschichten gehört und gelernt, du hast ganz viele englische Lieder gesungen und gelernt und du hast oft mit anderen Kindern zusammen gespielt oder gemalt. Dies eErinnerungen kannst du für immer in deinem Kopf behalten. Dabei hast du ganz genau beobachtet und angehört, was um dich herum passiert. Du bist so aufmerksam!

Wir sind so stolz darauf, dass du gelernt hast, englisch zu sprechen! Das ist etwas ganz Besonderes und wir hoffen, du kannst das behalten. Du verstehst inzwischen viele Wörter und kannst auch im Gottesdienst oder sogar im Radio ein paar Sachen verstehen. Wenn du mit anderen Kindern spielst, fallen dir immer Wege ein, zu kommunizieren. Schon immer warst du sehr sensibel – für dich und andere. Dass du dich traust, englisch zu reden, um mit anderen Kindern zusammen zu sein, finden wir so gut. Wir lieben dein Lächeln, wenn du gelernt hast, dass Mut belohnt wird und zu neuen tollen Dingen führt.

Deine größte Angst gilt noch immer den Hunden. Wir lachen sogar zusammen, weil dich dein Schreck und die Flucht vor Hunden inzwischen mehr verletzt hat, als die Hunde selbst. Und wenn du dich getraut hast, stehen zu bleiben und den Hund abzuwarten, dann freuen wir uns mit dir. Du weißt genau, wann du die richtige Entscheidung getroffen hast und du genießt unser Lob und unsere Liebe.

Du weißt ganz genau, wie du uns eine Freude machen kannst und wir sind froh über so einen großen Sohn. Du kannst uns im Haushalt oder beim Einkaufen wirklich helfen, weil du stark bist und dich an Sachen erinnerst – sogar besser als wir. Wenn ich mich müde oder gestresst fühle, redest du mir ein „ruhig und entspannt“ zu sein und ich liebe es, mit dir einkaufen zu gehen, Zeit zu haben und das Leben zu genießen.

Es tut gut, Lob und Bestätigung und Ermutigung von dir zu hören. Das kannst du gut. Du sagst uns, wenn du enttäuscht oder traurig oder ängstlich bist und wir mögen das. Mit dir können wir richtig gut über Dinge sprechen, sie dir erklären und deine Fragen beantworten. Manchmal versuchst du, deine Freude oder dein Glück in Worte auszudrücken und es ist toll, wie sehr du mit Worten spielen kannst. Von dir hat Liam viele schwere Worte gelernt. Du lernst auch, wie Worte helfen, weh tun oder erklären können. Was dir wichtig ist, möchtest du lernen und du bist sehr gut darin.

Du hast vor Kurzem angefangen, zu malen! Plötzlich hatten die Männchen Arme, Beine und ein Gesicht. Du kannst kurze Wörter lesen und du hast angefangen, schreiben zu lernen. Das machst du mit links. Immer und immer wieder siehst du Bücher oder Heftchen an, du liebst Geschichten und verrückte Worte oder Ideen schüren nur deine Phantasie. Du weißt, dass ausgedacht alles möglich ist und in deinem Kopf ist so viel Platz dafür.

Du weißt, dass Gott dich gemacht hat und du fängst an, kleine Geschenke wahrzunehmen, die er uns und dir gibt. Du betest immer wieder um Mut und du erlebst Gott. Es berührt uns im Herz, dir beim Beten zuzuhören.

Emilian, wir sind so gern mit dir zusammen! Dein Lächeln am Morgen und dein „Ich hab dich lieb!“ am Abend machen unser Herz warm und du bist uns ganz wichtig. Dein ängstliches Weinen, dein entgegengerannt-kommen und dein auf-den-Boden-stampfen gehört genauso dazu wie deine rebellische Stirnfalte und deine großen, fragenden Augen.

Du bist unser Lieblings-Emilian und wir lieben dich sehr!

 

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