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Die Überraschung

Ich habe versprochen, euch zu erzählen, was uns bei unserer Rückkehr von Korsika völlig aus den Socken gehauen hat.

Als wir zuhause ankamen, war es schon dunkel.

Ich wusste, dass in unserer Abwesenheit kurz ein paar Freunde bei uns übernachtet hatten. Ich freute mich also, in ein Haus zu kommen, das nicht zwei Wochen komplett leer gestanden hatte.

Ich wusste auch, dass meine Schwester da war. Denn ich hatte sie gebeten, auf uns zu warten, die Heizungen anzumachen, Tee zu kochen und eventuell hatte ich angedeutet, dass wir uns über eine Portion Sushi freuen würden.

Wir waren müde, stinkend, genervt und hungrig. Uns war kalt und wir wollten zurück nach Korsika. Ich jedenfalls.

Die Kinder, die natürlich immer zuerst aus dem Auto springen, ohne irgendwas mitzunehmen, waren weg, bevor ich mich richtig abschnallen konnte.
Mein Mann nahm Jari – und ich quetschte mich als Letzte zwischen den Kindersitzen hervor.

Im Garten staunte ich über die heruntergefallenen Blätter, sah unser heimeliges Haus da stehen – und dann hörte ich es schreien:

„Emilian! EMI-LI-AN!! Das ist jetzt kein Traum!
Emilian, komm! Emilian, komm!! (*Stimme überschlägt sich*)
Emilian… das ist jetzt kein Traum, das ist jetzt kein Traum.
Emilian, guck mal! Das ist jetzt kein Traum, Alter!“

Ich, noch in FlipFlops, komme als Letzte ums Haus herum geschlappt und im Lichtschein des Küchenlichtes sehe ich, dass an unserem Baum im Garten… ein Baumhaus hängt!

Und zwar nicht so ein schiefes, morsches Holzteil mit vier Brettern und acht Nägeln, sondern da oben hängt ein Ding, das locker als Designer-Wohnzimmer durchgehen kann.

Meine Schwester hockte gackernd hinter der Hecke und filmte unseren Auftritt – daher weiß ich auch genau, dass Liam wirklich so ausgeflippt ist – und auf der Aufnahme hört man dann auch irgendwann meinen Mann und mich. „Das glaub‘ ich jetzt nicht. Das glaub‘ ich jetzt nicht!!“

*****

Wir hatten uns so darauf gefreut, Jaris Blick zu sehen, wenn er sein Zuhause wieder sah. Das Unwohl-sein im Urlaub hatten wir gespürt und nun wollte ich das Wiedererkennen auch feiern. Gerade bei den Kindern so im Alter von 1 oder 2 fand ich es immer so besonders, das Nachhausekommen zu beobachten.
Und Jari hat es genossen! Natürlich. An allen Tagen seitdem sitzt er eigentlich zufrieden in irgendeiner vertrauten Ecke, klopft mit dem Schuhlöffel auf die unterste Treppenstufe, schmeißt kleine  Gummiwürfel und krabbelt ihnen hinterher oder packt seine Holzbausteine aus und ein.

Aber an dem Abend ging das erstmal unter.
Emilian war oben, bevor ich überhaupt „Baumhaus“ sagen konnte – und Liam war zu sehr damit beschäftigt, seine normale Atmung wiederzufinden. Unten am Baumhaus baumelte ganz romantisch eine Strickleiter, die aber (noch) nicht am Boden befestigt war. Liam brauchte ein bißchen Hilfe beim Klettern (Ich versuchte es auch, aber.. lassen wir das.) – und dann waren beide Jungs oben. 

Alles passierte irgendwie gleichzeitig.

Mir war kalt und ich ging rein. Wie im Rausch schlappte ich durch unsere untere Etage – und stellte fest, dass alles, wirklich jeder Raum blitzblank geputzt war!
Auf dem Wohnzimmertisch stand eine Schüssel voller toller Schätze – mit einer Danke-Karte der Schlafgäste.
Der Kühlschrank war voll! (Danke an die Schwiegermama!)
Die Böden glänzten.
Die Bäder waren geputzt.
Überhaupt funktionierten auch plötzlich Dinge wieder, deren Reparatur wir, naja.. nicht an oberster Stelle auf der Liste hatten.
Und dann dieses Baumhaus…

Irgendwann kamen die aufgedrehten Kinder rein, die wir diesmal nicht ruhig halten mussten und wir trafen uns alle am Wohnzimmertisch, um über die Sushi herzufallen.

*****

Stück für Stück erfuhren wir, was also in den vergangenen Wochen passiert war:

Es ist ja so, dass dieser Baum sich schon sehr für ein Baumhaus anbot. Und wir, mit unseren drei Söhnen, hatten gerade im letzten Sommer natürlich immer mal wieder darüber nachgedacht.
Aber Zeit und Geld… ihr kennt das.

Mein Vater, ein Konstruktionskünstler, sagte mal sowas wie, .. er hätte da schon eine Idee.. und man könnte das so und so machen… ihr müsstet nur das Holz mal besorgen… vielleicht mal zu den Geburtstagen oder so.

Und dabei war es geblieben. Dachten wir.
Bis wir aus einem zweiwöchigem Urlaub kamen und das Ding plötzlich da ist. Als Weihnachtsgeschenk für die Jungs.

Meine lieben Eltern hatten das alles lange und in aller Heimlichkeit geplant! Und wenn mein Vater irgendetwas plant, richtig mit Zahlen und Skizzen und so, dann wird das was!
Schon vor unserem Urlaub wurde der Garten und der Baum vermessen. Das waren die Besuche, bei denen wir nicht da waren und ich dachte, wir hätten uns verpasst und ich mich fragte: Warum kommen sie auf gut Glück vorbei und fragen uns nicht vorher, ob wir da sind?

Fast genau am Tag unserer Abreise haben sie begonnen – und sind bis jetzt nicht fertig geworden, wie sie sagen. Obwohl ich das schon ziemlich perfekt finde.

Mein Bruder war dabei – und während er und unser Papa da so ein geräumiges Ding samt Dach und kleinem Balkon in 2m Höhe an den Baum werkelten, hatten Mama und die Schwägerin scheinbar etwas Langeweile und putzten unser Haus.
Und ich dachte immer, mich kann man nicht überraschen…

Diesmal ahnten wir gar nichts. Nichts!
Es war nicht eine von diesen Überraschungen, wo alle Bescheid wussten und für die Kinder aber so taten, als würden sie totaaal überrascht sein.
Diesmal war alles echt.
Und Liams Schreie sprechen für sich.

*****

Das Baumhaus war am Montag scheinbar das Gesprächsthema in Schule und Kita, denn seit dem hatten wir fast ununterbrochen Gäste allen Alters zu Besuch, die sich überzeugen wollten, ob es stimmte, was die Kinder da erzählten.
„Und ihr habt wirklich nichts gewusst???“
Emilian hat am Montag morgen kurz nach 7:00 Uhr im Baumhaus gefrühstückt, die Jungs haben sich ein Korb am Seil als Transportmittel gebastelt und wäre es nicht gerade so kalt, hätten die Kinder längst da oben übernachtet.

Obwohl inzwischen eine richtige Leiter am Baum lehnt, habe ich es bis jetzt noch nicht nach oben geschafft… Das werde ich morgen nachholen.
Und ich träume schon von einer langen Wäscheleine oder Lichterkette zum Schlafzimmerfenster, von lauschigen Wein-Abenden oder abenteuerlichen Übernachtungen, von Lese-Nachmittagen und Kaffe-Pausen… in unserem Baumhaus!

*****

Meine Eltern,
ich weiß, dass ihr das lest.
Ihr seid verrückt!
Danke!!!
Ihr habt uns so überrascht und so glücklich gemacht. Die drei, oder wahrscheinlich alle fünf Enkelsöhne, werden lange, lange Freude an diesem „Abenteuerzimmer“ haben und dort geheime Gespräche führen, Hausaufgaben machen, Streiche aushecken, über Witze gackern, Eichhörnchen beobachten, Tannenzapfen runterwerfen, Eis essen und sich so groß und frei fühlen.
Danke!

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Mama fragt – Kinder antworten

Willkommen in der neuen Woche!
Hattet ihr bis jetzt einen schönen Montag? Ich habe mich sehr über die Sonne gefreut, ich habe mit meinem Mann zusammen gefrühstückt, während Jari geschlafen hat.. Das hört sich mal wieder nach einem perfekten Wochenstart bei uns an, oder?

Ich könnte euch auch erzählen, was drumherum noch passiert ist… dass Jari nämlich ab 5:o0 Uhr morgens nicht mehr schlafen konnte, (und ich somit auch nicht) weil er eine verstopfte Nase hat… dass er dann bis halb neun irgendwo jammerig und jämmerlich rumhing, weil er natürlich totmüde war… dass mein erster, so nötiger, heißer Kaffee am Morgen umgekippt und mir über die Hose gelaufen ist… dass ich Jari im Schlafanzug mit in die Kita nehmen musste, weil er nach dem Milchfläschchen völlig platt im Kinderwagen eingeschlafen ist – und erst jetzt nach fast drei Stunden wieder aufgewacht ist… dass er mich dann inzwischen auch vollgespuckt und angepinkelt hat und ich mich vor dem Mittag schon mehrmals umgezogen habe… dass er jetzt an mir rumkrabbelt und schnieft und quengelt…
das alles passt doch viel mehr zu einem Montag, oder?

Aber, ihr wisst ja, ich kümmere mich um das Schöne und Gute.
Und das ist dann heute erstmal Sonne und Kaffee!

Falls es bei euch auch mal länger nichts zum Lachen gibt und ihr Lust auf eine etwas andere Art der Unterhaltung mit euren Kindern habt – habe ich heute was für euch:

Paulina Umstandsmode hat mich auf eine Infografik aufmerksam gemacht:

 

Ich habe meinen beiden großen Kindern diese Fragen gestellt!
Schreibt mir doch in die Kommentare, welche Antworten ihr von welchem Kind lesen möchtet – und dann fragt eure Kinder auch. Aber Achtung: Kindermund tut auch manchmal Wahrheit kund… 😉

Ich bin sehr gespannt!!

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ElterngeldPlus

Sicher habt ihr die aufgeregten Artikel über die Änderungen zum Kindergeld ab 1.1.2016 auch gelesen. Was erst nur Panik verbreitete, stellt sich inzwischen als ziemlich harmlos heraus. Im Internet könnt ihr lesen, um was es wirklich geht.

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In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend möchte ich euch heute das ElterngeldPlus vorstellen.

Für uns als Familie kommt das ElterngeldPlus nicht infrage, weil ich mich entschieden habe, als Mama erstmal nicht wieder arbeiten zu gehen. Beide Kinder waren bei mir zuhause, bis sie 3 1/2 waren, und wir haben nur gute Erfahrungen damit gemacht. Außerdem betrifft das ElterngeldPlus die Eltern, die ein Baby ab dem 1. Juli 2015 bekommen haben. Das Betreuungsgeld haben wir auch um ein paar Monate verpasst, aber das ist ja eine andere Geschichte.

Ich persönlich vertrete die Meinung, dass ein Kind in den ersten Lebensjahren am allerbesten bei Mama und Papa aufgehoben ist. Dann gibt es aber noch die Lebensumstände, die sich nicht planen lassen.
– Berufe, aus denen man nicht für ein Jahr verschwinden kann
– Finanzen, auf die man nicht für mehrere Monate verzichten kann
– Beziehungen, die nicht mehr das sind, was sie waren

„Viele Mütter und Väter wünschen sich, für ihr Kind da zu sein und Verantwortung im Beruf zu übernehmen. Besonders in den ersten Lebensjahren des Kindes ist es für Eltern oft keine leichte Aufgabe, beides unter einen Hut zu bringen. ElterngeldPlus macht es Müttern und Vätern leichter, Elternzeit und Teilzeitarbeit miteinander zu kombinieren.“

Und darum geht es.
Eltern, die nach der Geburt ihres Babys in Teilzeit arbeiten, können verlängert Elterngeld bekommen: Aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate.
Außerdem können Mama und Papa entscheiden, in Teilzeit zu arbeiten – für vier Monate lang parallel und zwischen 25 und 30 Wochenstunden. Dann bekommen sie mit dem Partnerschaftsbonus vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate. (Das ElterngeldPlus wird schriftlich bei der Elterngeldstelle beantragt.)

Ist das verständlich?
Vielleicht hilft diese Grafik:

 

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Quelle:
Bundesministerium für Familien,
Senioren, Frauen und Jugend

ElterngeldPlus zusammengefasst:

* Das ElterngeldPlus ersetzt das wegfallende Einkommen abhängig vom Voreinkommen zu 65 bis 100 Prozent – wie das bisherige Elterngeld auch
* Monatlich beträgt das ElterngeldPlus maximal die Hälfte des Elterngeldes, das den Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt zustünde
* Das ElterngeldPlus wird für den doppelten Zeitraum gezahlt. Das bedeutet konkret, dass ein Elterngeldmonat dann zwei ElterngeldPlus-Monaten entspricht
* Das ElterngeldPlus kann über den 14. Lebensmonat des Kindes bezogen werden.

Ein schönes Video habe ich auch noch für euch. Vielleicht beantwortet es eure letzten Fragen.

Wenn ihr als Familie nach dem 1. Juli 2015 Nachwuchs bekommen habt und darüber nachdenkt, in Teilzeit zu arbeiten, findet ihr beim Familien-Wegweiser alle Infos, die ihr braucht.

Ich hoffe, ich konnte denen, die es betrifft, ein bißchen helfen und würde mich freuen, eure Fragen zu beantworten!

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Keine „12 von 12 im März“

Ich habe angefangen, Fotos für euch zu machen, obwohl ich schon um 1:00 Uhr nachts wusste, dass der Tag heute kaum ereignisreich werden wird. Und so ist es gekommen. Zu erzählen habe ich was, aber Fotos gibt’s nicht. Die wollt ihr nicht sehen…

Ich war noch nicht ganz eingeschlafen, da merkte ich, dass Liam unruhig schlief. Er rief nicht nach mir, er suchte kein Trinken oder Tuch.. er jammerte einfach ein bißchen vor sich hin. Als er dann einmal gefährlich hustete, sprang ich aus dem Bett. Gerade rechtzeitig… Das Abendbrot war wieder da.

Als wir das Bett und Liam umgezogen hatten, legten wir uns wieder hin. Obwohl Liam ordentlich gespuckt hatte, roch es kein bißchen danach und ich fragte mich, woher dieses Essen kam. Egal.
Ich versuchte, auf ihn zu hören, damit er nicht erstickte, falls es nochmal passierte. Liam hat bei jeder Erkältung Schwierigkeiten, den Schleim loszuwerden und meistens bricht er dann.

Eine Stunde später, als ich gerade irgendwie eingeschlafen war, ging es wieder los.
Details erspare ich euch.

Wir drei lagen wieder in den Betten, da hörte ich, dass Emilian unruhig wurde. Er wuselte und quengelte. „Mama. Papa. Ich hab Angst.“ flüsterte er. Ich ging mit ihm auf die Toilette und brachte ihn ins Bett zurück.

Vor dem Abendessen war ich mit Emilian einkaufen und er durfte sich kleine Süßigkeiten aussuchen. Er wählte auch für Mama, Papa und Liam welche aus und plante, sie uns nachts als Überraschung ins Bett zu legen. Weil er normalerweise niemals nachts aufwacht, dachte ich mir nichts dabei. Als er nun aber wach im Bett lag, fielen ihm seine Pläne wieder ein. Er bat uns, kleine Schüsseln holen zu dürfen, um die Bonbons aufzuteilen. Es war 3:00 Uhr nachts.

Wir mussten zwischendurch echt lachen und ich fragte mich, ob das ein „Versteckte Kamera – Eltern-Test“ oder so sei. Ehrlich. Emilian tippelte mit den Bonbon und den Schüsseln um unser Bett herum und weinte, weil wir ihn die Schüsseln nicht in unser Bett stellen ließen. Ich stand nochmal auf, um nach Liam zu sehen. Emilian war wach und wollte Bonbons verteilen. Dass es Nacht und Schlafenszeit war, interessierte ihn nicht. Ich fragte ihn, ob er in unserem Bett schlafen wollte. Und das klappte dann.

Er lag neben mir, sah mich mit großen Augen an und machte sich Sorgen um seine Bonbons. Weil er nciht einschlafen konnte, fragte er mich, ob ich für ihn beten könnte. Er sagte: „Mama, kannst du dafür beten, dass ich am Morgen zur richtigen Zeit aufwache, um die Bonbons zu verteilen. Und du kannst dir überlegen, was wir am heutigen Tag machen.“
So seine Worte.

Als ich lachen musste und sagte: „Ich glaub‘ das alles nicht!“, war er beleidigt und sagte: „Jetzt bete doch mal endlich.“
Ich wurde an den Rand des Bettes und der Verzweiflung gedrängt und wir schliefen ein.

 

Natürlich wachte ich am Morgen auf, weil Emilian mit den Schüsslen neben mir stand und mir seine Überraschung präsentieren wollte. Er ließ nicht eher nach, bis ich sie aß. Papa war gerade zur Arbeit gegangen und wir hatten einen ruhigen Morgen. (Bis auf die Tatsache, dass ein Stapel vollgespucktes Bettzeug im Bad, eine volle Waschmaschine und Spülmaschine in der Küche und eine „Packen/Sortieren“-Baustelle im Kinderzimmer auf mich wartete…)

 

Liam war still und kuschelig. Ich fragte ihn: „Liam.. du hast heute Nacht zweimal gespuckt.. Warum denn?“
„Na, is wollte niss den Nudelsalat!“
Er schlief auf meinem Arm ein, während ich mit meiner Schwester skypte. Das war lange nicht mehr passiert. Ich hoffte, dass er einfach nur müde war und legte ihn auf die Couch. Während er wärmer wurde und schlief, schaffte ich ein bißchen Küche und ein bißchen Wäsche. Liam trank ab und zu was.

Wenn er wach war, sagte er alle paar Minuten: „Mama… so wangleilich.“
Aber weder Filme noch Hörspiele noch Bücher noch Spielzeug konnten ihn glücklich machen.

Dann setzte er sich auf, hielt sich den Bauch und jammerte.
Und ich hätte diesen Blick deuten sollen.
Und ich hätte ihn von der Couch nehmen sollen.
Oh, wie sehr ich das hätte machen sollen.

Auf dem Blog Smoorbär von Veronika habe ich am Morgen gelesen, was sie über Magen-Darm-Grippe schreibt und dass ihre Tochter einmal ordentlich die Couch + Teppich bespuckt hat. „Die Arme“, dachte ich nur.
Und dann passierte es bei uns auch.
Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Flüssigkeit aus Liams kleinen Körper kommen kann!

– Wie gut, dass mein iPhone seit letzter Woche eine neue Hülle hat, die vor Flüssigkeiten aller Art schützt!

– Wie gut, dass mein Mann jetzt nicht in Afrika ist!

– Wie gut, dass die Menschen, die sich morgen unsere Wohnung angucken wollten, abgesagt haben.
Sie wollen Ende März einziehen – und der Geruch hätte ihnen nicht gefallen.

– Wie gut, dass Waschmaschine und Trockner gleichzeitig laufen und super-schnell sind!

– Wie gut, dass es youtube gibt!

 

So viel zu unserem 12. März.
Dem ersten Teil davon. Hier ist es ja erst 15:00 Uhr.
Draussen sind es 31 Grad und wir verpassen einen dieser letzten heißen Tage Kaliforniens.

Liam hüpft und lacht jetzt.
Er trinkt Cola und futtert Brezeln. Ein bißchen Cola musste ich eben auch vom Boden aufwischen – aber bevor es in Liams Magen war..

Ich wage mal zu denken, dass das wirklich der Husten-Schleim war. Denn uns, die wir den Nudelsalat auch gegessen haben, geht es gut. Und wir sind eigentlich gar nicht so die Magen-Darm-Grippe-Familie.

Auf der 12 von 12-Liste werde ich also nicht sein.
Aber ihr könnt euch trotzdem gern Fotos der anderen Blogger angucken.

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Happy Valentine’s Day!

Der Valentinstag bedeutet mir eigentlich gar nichts.
Natürlich ist es schön, rote Rosen und Herzchen geschenkt zu bekommen, wenn „alle anderen“ auch beschenkt werden. Aber ich bin mit einem Mann verheiratet, der nicht sehr viel davon hält, am 14. Februar dazu gezwungen zu werden, mir seine Liebe zu zeigen. Ausserdem kann er das an den restlichen Tagen des Jahres ziemlich gut.

Wie zu Halloween, Thanksgiving und Weihnachten lassen es die Amerikaner aber richtig krachen. Und wie auch bei den anderen Festen genieße ich es, einmal dabei zu sein. Halloween war organge, Weihnachten war rot-weiß-grün und der Valentines Day ist rosa. Mir scheint, der Valentinstag ist hier nicht auf die Pärchen beschränkt, wie ich das in Deutschland verstehe. Hier kann irgendwie jeder jedem sagen, dass er ihn gern hat. Am Valentinstag. Ja, die Pärchen flippen aus, dass es ein Samstag ist und die Restaurants und Kinos werden voll sein. Aber ich habe schon mehrere Herzen von meinen Jungs bekommen, die sie in der Kinderbetreuung gebastelt haben. Gott ist Liebe. Happy Valentine’s Day! Emilian!“ oder so, steht dann drauf. Wir haben dem Postboten ein Dankeschön in den Kasten gelegt und in den Läden wackeln rosa Luftballons mit Aufschriften wie „Lieblings-Bruder“ oder „Ich hab dich lieb, Mama“ herum. Es geht also um Liebe. Ich werde morgen unterwegs sein, rein zufällig, vielleicht werde ich ja mit Liebe überschüttet.

 

Weil heute Valentinstag ist, weil wir gestern eine wunderbare Speakerin bei MOPS hatten, weil mir ihr Thema sehr am Herzen liegt und weil ich meinen Mann schrecklich vermisse, widme ich meinen heutigen wahrscheinlich längsten Blog-Eintrag der Liebe.

 

So sah mein MOPS-Tisch gestern aus.
Einfach perfekt in meinen Augen.
Blumen, Rosa, Glitzer, Kaffee

MOPS Tisch

Unsere Sprecherin Michelle hat uns als Ehefrauen ermutigt, JA zu unseren Männern zu sagen.
Ja zu allem.
Sie war vielleicht sogar ein bißchen zu deutlich. (kicher kicher)

Aber es muss auch mal darüber gesprochen werden, richtig? Auch in Amerika. Drei mutige Frauen trauten sich, ihr nach dem Vortrag Fragen zu stellen. Es ist ihnen nicht leicht gefallen und naja, man ist es ja gar nicht gewohnt, einige dieser ähm.. Worte zu sagen. Aber die Fragen sprachen dann plötzlich aus unser aller Herzen.

Ganz ehrlich erzählte uns Michelle von ihren Höhen und Tiefen der Ehe, warum es wichtig ist, dran zu bleiben, wie Gott dabei helfen kann und was wir als Frauen tun können und sollen. Ich schreibe in meinen Worten weiter und mixe ihre und meine Erfahrungen, damit es sich leichter liest.

 

Es ist kein Geheimnis, dass die Schmetterlinge, die Romantik und die verliebten Blicke im Laufe einer Ehe weniger werden und sogar ganz verschwinden können. Das kommt tatsächlich in den besten Familien vor. Auch, wenn sowas wie Liebe immer als Bodenplatte da ist. Man hat keine Zeit, die Kinder sind da und werden immer mehr. Der Schlaf wird immer weniger und so weiter.

Es ist aber leider so, dass an diesem Versprechen, dass wir uns, dass ihr euch als Ehepartner vor 10, 20 oder 30 Jahren gegeben habt, gerüttelt werden kann. Einigen wird es leichter fallen, diese eine Entscheidung immer über alle anderen zu stellen und den Partner stets an erster Stelle zu lassen, andere verlieren das vielleicht schneller aus den Augen.

Hier in Orange County gibt es eine 70%ige Scheidungsrate. Das tut weh. Und natürlich hat das keiner gewollt. Aber meist passiert eine Scheidung nicht von heut auf Morgen. Niemand sagt: „Ach, heute ist ein guter Tag, um sich scheiden zu lassen.“ Und auch in Deutschland ist die Statistik zu diesem Thema nicht gerade toll. Zu einer Scheidung gehören oft zwei Seiten und ich möchte jetzt gar nicht weiter im „Warum?“ und „Wieso?“ wühlen. Heute geht es um uns, Ladies!

 

Was kann ich als Ehefrau tun, damit mein Mann nach der Arbeit gern zu mir nachhause kommt?
Was kann ich tun, damit unsere Ehe aufregend und leidenschaftlich bleibt?
Wie kann ich meinem Mann zeigen, wie viel er mir bedeutet?

 

** Bleib‘ mit Gott in Kontakt!
Eine Frau, die ihre Bestätigung und Ruhe in Gott hat, strahlt das aus und wird attraktiv. Wenn Gott deine erste Priorität ist, fällt es dir leichter, deinem Mann, den Kindern und dann dem Haushalt, den Freunden, den Hobbys und so weiter gerecht zu werden. Lies täglich einen Psalm. Nimm‘ Gott mit in eure Ehe. Bete um Gottes Segen. Bete für die richtigen Worte. Bete dafür, am Abend eines vollen Tages ein Lächeln für deinen Mann zu haben.

 

** Bete für deinen Mann!
Wer sonst tut das? Vielleicht seine Eltern oder Freunde. Oft aber bist du die Einzige, die das tun kann und darf. Es gibt dazu ein wunderbares, kraftvolles Buch von Stormie Omartian. Mein Gebet macht uns stark. Gott kann Wunder vollbringen, indem er das an deinem Mann verändert, was dich seit tausend Jahren nervt. Oder indem er einfach deine Einstellung ändert…

 

** Steh‘ zu deinem Mann!
Rede in der Öffentlichkeit nicht schlecht über ihn, ob er daneben steht, oder nicht. Benimm dich nicht wie eine Mutter – und lass‘ ihn wie ein Kind dastehen. Mach‘ ihn vor anderen nicht lächerlich. Verdreh‘ nicht deine Augen, wenn er dich nervt oder langweilt. Hinter einer harten männlichen Schale gibt es einen Kern, den du damit verletzt. Beachte deinen Mann! Und sag ihm das. Auch, wenn es Kleinigkeiten sind.

 

** Bewundere deinen Mann!
Lob und Anerkennung tut so gut. Auch, wenn er dir nicht gerade sagt: „Oh, das hat mir eben so gut getan.“ Er wird es lieben. Finde ihn toll. Finde ihn stark. Finde ihn männlich. Finde ihn sexy. „Ohne dich hätte ich das nie geschafft. Mein Held!“ Sag ihm, dass du findest, dass er ein guter Vater ist. Bedanke dich, wenn er für dich tankt oder deine Garten-Deko repariert. Wir kennen diese Sprüche: „Wenn du deinen Mann einmal um etwas gebeten hast, wird er es machen! Du musst ihn nicht alle 6 Monate daran erinnern.“  Wie wäre es mit mehr „Danke“ statt immer nur „Bitte“?
Ganz krass gesagt: Wenn du deinen Mann nicht bewunderst, gibt es vielleicht eine andere, die das tut. Bist du im Kopf deines Mannes die Nörglerin oder die schöne sexy Ehefrau?

 

** Bleib‘ mit deinem Mann in Kontakt!
Schick‘ ihm SMS. Nur ein paar Worte.
„Ich liebe dich.“
„Ich freu mich auf dich.“
„Danke, dass du für unsere Familie da bist.“
„Wir haben mit den Kindern gerade was Lustiges erlebt, und zwar…“
Schick‘ ein Foto von den Kindern. Oder von dir…
Das geht natürlich nicht immer. Vielleicht kann er während der Arbeit nicht erreichbar sein. Oder er kann nicht antworten. Aber eine schöne Botschaft kann auch auf einem Zettel in seinem Portmonee kleben. Oder im Auto. Oder an seinen Schuhen. Verstecke seine Lieblingsschokolade in seiner Arbeits-Tasche. Schick ihm einen „amtlichen“ Brief voller Poesie ins Büro. Mach‘ einen leckeren Salat, den er mitnehmen kann. Leg‘ ihm frisch-gebackene Kekse ins Auto. Zeig‘ ihm, dass du an ihn denkst.

 

** Sieh‘ deinen Mann an!
Laufe ihm an der Tür entgegen, wenn er von der Arbeit kommt. Gib‘ ihm einen Kuss, bevor die Kinder ihn bestürmen. Lächle ihn an! Berühre ihn. „Schön, dass du da bist!“ statt „Das Essen wird kalt. Wo warst du so lange?“ Manche Männer mögen einen gedeckten Tisch und erwartungsvolle Gesichter, einige haben gern die ersten 10 Minuten Ruhe. Höre ihm zu und halte den Mund! Vielleicht kannst du die Kinder auch beschäftigen oder ablenken, damit ihr die ersten Minuten des Feierabends für euch habt. Und auch, wenn du es kannst, musst du diese wenigen Minuten nicht nutzen, um ihm von deinem Tag zu erzählen…

 

** Höre ihm zu!
Männer reden nicht unbedingt viel. Und vielleicht sind es dann auch noch Themen, bei denen du dein Gähnen unterdrücken musst. Du kannst so viel von deinem Mann erfahren, wenn du ihm zuhörst. Beobachte ihn. Sieh‘ seine Augen an, wenn er mit Begeisterung von einem Hobby erzählt. Wenn du gut bist, kannst du zwischen den Zeilen lesen und ihn mit Dingen überraschen, von denen er nur indirekt geredet hat. Zeige Interesse an seinem Job. Lerne seine Kollegen und die Frauen kennen. Zeig‘, wie stolz du auf ihn bist. Lerne die Hobbys deines Mannes kennen. Vielleicht ist es sogar was für dich? Wie schön wäre es, sich in ein paar Jahren, wenn die Kinder ausgezogen sind, in ein gemeinsames Hobby zu stürzen?!

 

** Frage deinen Mann!
Wie kann ich dich glücklich machen?“
„Was gefällt dir? Was stört dich?“
„Was kann ich tun, damit du dich willkommen fühlst?“
Es ist interessant, den Partner sowas einfach mal zu fragen! Vielleicht traut er sich nicht, dir zu sagen, dass er nicht mag, wenn du …
Es gibt Redewendungen, die mein Mann nicht gern von mir hört. Keine Ahnung, warum. Aber wer soll denn darauf kommen? Und wenn ich ihn damit glücklich machen kann, in dem ich das einfach nicht mehr sage – Bitte!
Es gibt sehr tolle „Liebesspiele“, Fragekärtchen zu Ehe-Themen, die ich euch sehr empfehlen kann.

 

Das alles sind Dinge, die Sekunden dauern.
Aber sie kosten Kraft, vielleicht Stolz und vielleicht musst du sie dir erst richtig angewöhnen. Ich selbst schreibe das an mich. Es ist so einfach, um Anerkennung, um eine Umarmung, um einen Blumenstrauß oder um ein Gespräch unter vier Augen zu betteln. Einer von beiden muss den ersten Schritt machen. Und wie blöd ist denn ein Geschenk, das man sich erbettelt hat?
Sei du die, die anfängt! Zeige deine Liebe! Meist kommt die Liebe zurück und es entsteht ein Geben und Nehmen, ein Hin- und Her-Lieben. Eure Ehe wird stark und sicher. Fang gleich an! Gib‘ dir einen Tritt in den Hintern und geh einen Schritt aus der bequemen Komfort-Zone heraus!
Worte zählen nichts ohne Taten und Taten zählen nicht ohne Worte.
All you need is Love!

Wusstest du, dass es „Sprachen der Liebe“ gibt?
Diese Sprachen wurden in 5 Kategorien eingeteilt:

Lob und Anerkennung
Zweisamkeit
Hilfsbereitschaft
Zärtlichkeit
Geschenke

Jeder Mensch versteht eine dieser Sprachen besser als andere.
Jeder spricht eine dieser Sprachen besser als andere. (Und das müssen nicht die gleichen Sprachen sein)
Hört sich komplizert an, ist aber einfach. Und es wird dir nicht neu sein.

Ich zum Beispiel gebe gern Geschenke. So zeige ich meine Liebe.
Geschenke zu bekommen ist mir allerdings nicht so wichtig, wie gelobt und anerkannt zu werden.

Es lohnt sich sehr, diesen Sprachen mal auf den Grund zu gehen.
Vielleicht erlebt ihr ein Aha-Erlebnis!
Vielleicht könnt ihr Missverständnisse ausräumen!

Es gibt die Geschichte von der Frau, die sich soo gern ein wenig Hilfe von ihrem Mann gewünscht hätte. Er hat davon keine Ahnung und sprach eher die Sprache von Lob und Anerkennung. Wie weh kann der fünfte Liebesbrief deines Mannes tun, wenn du aber gerade im Haushalt erstickst?

Auf diesem Link könnt ihr ein paar Fragen beantworten und herausfinden, welche Sprache euch am meisten bedeutet.
(Der Test ist in englisch)

Die „Sprachen der Liebe“ gibt es auch für Beziehungen zwischen Freundinnen, Eltern + Kind und so weiter. Ich empfehle es euch sehr!

 

Es gab einmal eine Zeit, in der du verrückt nach deinem Mann warst, richtig? Du liebtest seinen Duft, sein Blick brachte dich ganz durcheinander und seine Stimme am Telefon reichte schon, um deine Welt in Ordnung zu bringen. Jede Berührung kribbelte und die Zeiten ohne ihn waren kaum auszuhalten.

Was ist passiert?
Wo ist diese Aufregung, das verrückt-nach-einander-sein?

Auch wenn ihr euch körperlich noch nicht zu sehr verändert habt (soll heißen: Ihr sind noch jung und knackig!), ist mit den Jahren irgendetwas anders geworden. Das „Ich liebe dich!“ ist weniger schmachtend, der Abschiedskuss ist eher ein Muss und im Bett.. naja. Früher war alles besser.
Und die Kinder! Sie sind zwischen jeder Umarmung, sie kommen nachts ins Ehebett und lassen keine Zweisamkeit mehr zu. Aber werdet kreativ! Verabredet euch. In euren eigenen 4 Wänden. Heckt einen Plan aus. Eine Liebesnacht kann man tatsächlich planen…

Anna von BerlinMitteMom hat einen tollen Artikel über das Sexleben als Eltern geschrieben.

 

Ich habe noch mehr praktische Ideen für euch:

Was kann ich als Ehefrau tun, damit mein Mann nach der Arbeit gern zu mir nachhause kommt?
Was kann ich tun, damit unsere Ehe aufregend und leidenschaftlich bleibt?
Wie kann ich meinem Mann zeigen, wie viel er mir bedeutet?

 

** Geheime Zeichen im Kalender
Male dir 5 (oder mehr) Zeichen in den Kalender. An irgendwelchen Tagen. Ein * oder ein 😉 oder ein Herz… An diesen Tagen überraschst oder beschenkst du deinen Mann. Die Erinnerungen sind ganz einfach dazu da, dich daran zu erinnern. Wir wollten doch einmal im Jahr zusammen für eine Nacht wegfahren. Wir haben uns doch vorgenommen, einmal im Monat zusammen auszugehen. Wir wollten doch einmal in der Woche eine Stunde reden. Ohne Kinder. Ohne Handy.  Und plötzlich sind Jahre vergangen, ohne dass ihr auch nur ein Wochenende zu zweit hattet. Mach‘ dir diese Zeichen und sei kreativ.

 

** Erinnerungen an früher
Welches Kleidungsstück fand dein Mann immer so süß an dir, als ihr euch kennengelernt habt? Wo habt ihr euch zum ersten Mal geküsst? Welches Lied bringt euch sofort die ersten Gefühle zurück? Welches alberne Geschenk hat er dir mal geschenkt – und du hast es natürlich aufgehoben! Krame diese Sachen raus. Spiel das Lied nochmal. Geht an diesen bedeutungsvollen Ort. Erinnert euch. Lacht zusammen.

 

** Eure Liebesgeschichte
Schreib‘ eure Liebesgeschichte für ihn auf, vielleicht in einem Fotobuch oder mit der Hand. Wenn du so verrückt bist, wie ich, hast du sämtliche Chat-Texte gespeichert, Emails ausgedruckt und Postkarten aufgehoben. Wie cool wäre denn so ein Kennlern-Album! Auch eure Kinder (und Enkel) wird das interessieren. Schreib‘ es auf, bevor du dich nicht mehr dran erinnern kannst. Bestimmt ergänzt ihr euch und erinnert euch zusammen an noch viel mehr.

 

** Picknick-Korb
Packe einen Korb mit schönen Sachen, die euch verbinden. Ein Getränk, Lieblings-Schokolade, Erdbeeren und Schlagsahne, eine Kerze, die Unterwäsche, die du zu Hochzeit getragen hast… (Auch, wenn du sie jahrelang nicht anhattest und sie nur in den Korb legst, wird sie ihr Ziel nicht verfehlen) Überrasche deinen Mann mit einem Ausflug. An einen See, auf eine Wiese, in den Garten. Auch im Schlafzimmer kann man Picknick machen…

 

** Aufmerksamkeit
Mach‘ deinem Mann eine Freude, in dem du ihm eine Arbeit abnimmst. Tanke das Auto für ihn voll. Schleppe die Kinder zum Baumarkt und bau das Kinderbett selbst zusammen. Räume zum hundertsten Mal seine Socken in die Wäsche, weil du ihn liebst. Leg‘ ihm seinen Schlüssel hin, weil er ihn sonst suchen wird. Übernimm‘ den Anruf, der ihn stressen würde. Triff dich mit deinen Freundinnen, wenn er nicht dabei ist. Oder schick‘ ihn zu seinen Freunden, obwohl Wochenende ist und du Ruhe bräuchtest. Solche Aufmerksamkeiten werden ihm nicht entgehen und sicher weiß er, wie er sich bei dir bedanken kann. Manchmal geht es nicht darum, etwas „zurück zu bekommen“, sondern vielleicht eher darum, der Ehe mit Gottes Hilfe mehr Jahre oder mehr Tiefe zu geben.

 

** Wertschätzung
Frag‘ mal eure Kinder, was sie an Papa mögen. Vielleicht kannst du davon ein Video machen und es deinem Mann schicken. Frage seine Freunde, Eltern, Geschwister, was sie an ihm wertschätzen, bewundern, faszinierend finden. Und dann schreib es ihm auf. Schreib dazu, was du an ihm liebst. Offen und ehrlich. Nur er wird es lesen. Und sich gut fühlen.

 

** Erinnerungs-Fotos
Neben die ganzen Fotos vom Haus und Hund und Kind kannst du auch zwei oder drei Fotos nur von euch stellen oder hängen oder posten. Zeigt euch als Paar! Bevor ihr Hausbesitzer und Eltern und Surfer und Kletterer seid, seid ihr ein Paar, dass sich liebt und miteinander unterwegs ist. Seht euch Fotos von früher an und erinnert euch an euch.

 

** Weiblichkeit
Männer wollen Haut sehen. Und das fängt an, wenn du am Abend deine Socken ausziehst. Aber ist es nicht so, dass wir mit Kleidung im Bad verschwinden und mit den schlumpigsten Schlafanzügen wieder auftauchen? Vielleicht ist die Nachtwäsche sogar noch „weiblicher“, als die Jogginghose und das Schlabbershirt, in dem wir ihn am Abend begüßt haben. Ich schminke mich an manchen Tagen erst kurz bevor mein Mann nachhause kommt. Oder ich wasche meine Haare und ziehe mich um. Weil ich schön gefunden werden möchte. Weil ich möchte, dass er mich sieht und sich freut. Und sich nicht etwa beim Begüßungskuss die Nase zuhalten muss.
Du musst keine teuren Dessous kaufen. Die werden doch sowieso nach ’ner Minute ausgezogen… Aber betone deine Schönheit. Die Stellen, die er liebt. Erlaube ihm, sie zu sehen.

 

** Sinnlichkeit
Wie wäre es, wenn du das Licht beim Abendessen ein wenig dunkler machst und eine Kerze anzündest? Die Kinder, die natürlich noch dabei sind, werden die Stimmung spüren und vielleicht sogar ruhiger werden. Seht euch an. Schweigt euch an, während ihr dem Geplapper der Kinder zuhört. Sprecht mit den Augen. Verabredet euch für die Nacht…

 

** Versteckte Botschaften
Nimm dir 20 oder 30 Klebezettel und schreibe deinem Mann eindeutige oder zweideutige Nachrichten. Verstecke sie in seinem Schrank zwischen den Klamotten, in der Jackentasche, am Spiegel, unterm Kopfkissen… Wer weiß, in wie vielen Wochen oder Monaten er sie findet? Wer weiß, wie wichtig genau dann deine Liebesbezeugung für ihn sein wird.

 

** Vorfreude
Eine schöne Nacht kann man vorbereiten.
Es können Kerzen und Sekt im Schlafzimmer sein. Es kann aber auch ein angewärmtes Handtuch sein, dass du ihm in die Dusche reichst. Mach ein Foto von dir oder dem Bett oder deiner Unterwäsche und schicke es ihm, bevor er nachhause kommt. Oder einen Tropfen von deinem Parfum, den du auf sein Kopfkissen tropfst. Hast du ein besonderes Parfum „für die Nacht“? Wie wäre es, wenn du deine schönste Unterwäsche damit einduftest und sie ihm ins Bett, ins Auto, in die Reisetasche legst? Zeig‘ ihm, dass du es auch willst.

 

** Taten sprechen lassen
Du kannst den ersten Schritt machen. Lass‘ den Haushalt Haushalt sein, wenn die Kinder abends im Bett liegen. Ja, macht den Kindern am Samstag Morgen einen Film an und verschwindet im Schlafzimmer! (Merkt euch, wie lang der Film geht..) Spring‘ mit unter die Dusche, wenn dein Mann gerade im Bad ist. Überrasche ihn im Wohnzimmer und sei eine willkommene Alternative zur Sportshow. Es ist so einfach, nebeneinander ins Bett zu plumpsen und einzuschlafen. Es ist so einfach, Kopfschmerzen oder „die Kinder“ oder irgendwas als Grund für eine Absage zu nehmen. Dass ihr beide zur gleichen Zeit wollt und könnt und alles passt, ist unwahrscheinlich, aber man kann sich ja überreden lassen.
Die Entspannung, die auf eure Taten folgt, kann auch ein Geschenk von dir an deinen Mann sein. Gönn‘ es ihm. Zeig‘ ihm, wie wichtig dir ist, dass es ihm gut geht. Zeige ihm, dass du ihn liebst! Heute noch!

Happy Valentine’s Day!

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