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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Erster Schultag

Ich muss einfach hier schreiben, wie es weiter gegangen ist. Für euch, weil so viele von euch mitfiebern und sich freuen (Danke!) – und für mich, als Erinnerung und für’s Herz.

Meinem Herz geht’s nämlich gut.
Vor 2 Jahren fiel es ein bißchen schwerer, den großen Sohn einzuschulen. Mir und ihm.

Liam war besser vorbereitet und wusste, was „Schule“ bedeutet und dass er das auch wollte. Bis zum Ende wusste ich zwar nicht, ob sein Mut und seine Coolness reichen würden, aber alle Vorbereitung und die Einschulung hat er locker mit links gemacht.

Heute ging es also los.
Und der Liam, der zu Kita-Zeiten um 8:30 Uhr lange geweckt werden musste, wachte heute um 6:30 Uhr auf und grinste mich an. – Der Morgen verlief gut und nach dem obligatorischen Foto, das ich schon zum dritten Mal machte, liefen wir zum ersten Mal zu dritt los.

Emilian wollte Liams Klassenzimmer mal sehen und kam mit zu uns. Aber die Lehrerin war noch nicht da und so verschwand er in die andere Richtung. Mit der Klassenlehrerin und anderen Familien zusammen gingen wir dann zum Raum und übten zum ersten Mal das Umziehen an der Garderobe.

Im Klassenzimmer brachte ich Liam zum Platz und hängte die Tasche mit allem Material an seinen Tisch. Er wollte gleich die Postmappe leeren und die Post abgeben und wollte, dass ich mit zum Lehrertisch kam. Darum bat er mich einfach so, nicht ängstlich oder weinerlich.

Er setzte sich neben seinen Freund und ich machte schnell ein Foto. Mit einem High Five verabschiedete er sich und ich ging. Unten traf ich Emilian und durch Zufall merkten wir, dass er seine Brotbox zuhause vergessen hatte. Ich quatschte kurz mit einer Mama, fuhr mit dem Fahrrad nachhause, wieder zur Schule und zurück.

Mein Mann und ich frühstückten zusammen.
Das war unser erster Morgen mit nur einem Kind seit Wochen!

Zusammen mit Jari räumte ich ein bißchen, sortierte neue Marmeladen für unser Sommerfest im September und dann wollte ich Liam gern gleich nach Schulschluß abholen. Zum dritten Mal an diesem Tag lief ich unseren Schulweg und versuchte auf dem Schulhof, schon bekannte Erstklässler zu treffen. So voll kam mir der Spielplatz vor!

Ganz kurz lief die Lehrerin an mir vorbei, sie war auf der Suche nach Schuhen eines Jungen und sie sagte nur: „Es war gut heute. Ihm war zwischendurch ein bißchen schlecht, wahrscheinlich die Aufregung.“ Und dann kam Liam mir entgegen. Nicht gerade überglücklich. Er sah müde aus und erzählte mir auch gleich, dass er Bauchschmerzen gehabt hatte. Er hatte wohl ein bißchen geweint und durfte sich in einem anderen Raum ausruhen. Eine andere Frau hätte Schul-Übungen mit ihm gemacht und das hätte ihm sehr gefallen.

Er war schlapp, wir begrüßten Emilian kurz, der weiter Unterricht hatte, und liefen nachhause. So ein Schulweg von 20 Minuten kann lang sein, aber er hilft auch, abzuschalten. Und als wir zuhause ankamen, ging es Liam schon viel besser.

Die Aufregung wechselte sich mit Langeweile ab und wieder zurück. Was soll so ein kleiner Mensch nach so einem vollen Tag auch sagen? Natürlich langweilt er sich, weil er die Schule durch seinen großen Bruder kennt. Und andere nicht. Und weil er weit zählen und komplett lesen kann. Und andere nicht.
Aber trotzdem braucht er Zeit, um all das Neue und überhaupt diesen neuen Lebensrhythmus kennenzulernen.

Diese Frau, die mit ihm diese „Übungen“ machte, ist eine Sonderpädagogin, die das Wissen und die Fähigkeiten der Kinder einschätzt, um der Klassenlehrerin ungefähr zu sagen, wie der Stand ist. Ich vertraue darauf, dass Liam gut gefordert und gefördert wird, denn Langweile bekommt ihm nicht.

Er, der erfolgreich geplant hat „Wenn ich viele Leute zu meiner Einschulung einlade, bekomme ich auch viele Geschenke“, weiß nämlich auch „Wenn ich in der Schule sage, dass ich Bauchschmerzen habe, rufen sie Mama an und sie holt mich ab“.

Ich möchte jetzt nicht sagen, dass er keine wirklichen Schmerzen hatte und dass er uns austrickst, oder so. Aber Liam ist nicht dumm. Und er möchte so gerne lernen. Und wenn in der Klasse ein Tanz ähnlich „Kopf, Schulter, Knie und Zeh“ getanzt wird, dann hat er dazu keine große Lust.

Aber heute war der erste Tag und wir warten ab und ermutigen und loben und bewundern ihn. „Schule“ bedeutet nämlich auch: Freunde finden. Regeln kennenlernen. Abläufe finden. Und so. Und das wird Liam lernen.

Er hat am Nachmittag sehr ausgelassen und lange und fröhlich gespielt und ich hab mich sehr gefreut, dass er diese Zeit und den Raum dazu hatte – und wieder einfach sein durfte.

So, wie Emilian schon von Geburt an eher ausgeglichen und stetig und gelassen und vorsichtig ist, so ist Liam eben himmelhochjauchzendzutodebetrübt in einer Minute. Er lacht, dass wir alle uns beim Zuhören schon fast vor Lachen in die Hosen machen – und er schreit vor Schmerz, als würde ihm ein Bein abgefallen sein.. wenn er kurz gestolpert ist. Aber so ist das. Und so, wie er heute Nachmittag drauf war, geht es ihm gut. Vielleicht gesteht er es sich noch nicht ein, aber ich denke, er findet Schule toll!

Als ich zum vierten Mal zur Schule lief, um Emilian abzuholen, durfte Liam zuhause bleiben und sich ausruhen.

****

Der Beitrag ist wieder lang geworden, aber es ist mir wichtig, noch ein paar Erfahrungen an andere Eltern weiterzugeben.

Nehmt euer Kind wahr.
Redet über den Schultag. Fragt nach. Bleibt dran.
Ermutig, ermutigt, ermutigt und bestärkt.

Schule geht die ganze Familie an.
Und so lange sich meine Kinder begleiten und bemuttern lassen, nutze ich das voll aus. Ich möchte sehen, wo sie lernen und gesehen werden. Ich möchte andere Kinder und Eltern kennenlernen und den Kindern ein gutes Netz bauen.

So ein Schulweg ist sehr gut zum Reden und Verarbeiten. Die Jungs können trotten oder rennen, hüpfen oder Steine kicken.. und ich laufe einfach nebenher und höre oder stelle Fragen. Meine Neugier verpacke ich in ganz viel Staunen und Bewunderung. Von Emilian erfahre ich viel und das, was er erzählt, stimmt meist. Bei Liam höre ich viel zwischen den Zeilen oder warte lieber auf den Abend, wenn ich an seinem Bett stehe. Aber ich nehme das ernst.

Mit Situationen wie Langeweile oder Angst vor der Schule oder Lehrer-Problemen muss und möchte ich als Mama irgendwie umgehen.
Ich kann der Lehrerin nicht sagen, was sie zu tun hat.
Und ich kann dem Kind nicht alle Sorgen und Probleme aus dem Weg räumen.
Aber ich kann da sein, zuhören und Hilfe anbieten.
Und ich möchte dem Kind und dem Lehrer zeigen, dass ich sie respektiere und ihnen vertraue.

In Emilians Klasse gibt es immer mal wieder Unruhen. Mal geht es um ein Kind, dann ist die Lehrerin schwanger geworden, es entstand eine Lücke. Unterricht musste ausfallen und auch jetzt ist die neue Lehrerin seit Schulbeginn noch nicht da gewesen. Natürlich ist das schade und ungünstig und doof. Es geht um eine Bezugsperson und um eine wichtige 3. Klasse.
Aber was sage ich meinem Kind, wenn ich schlecht über die Lehrerin rede oder ihn bedauere?

Ich habe ihn heute danach gefragt und war beeindruckt, wie gut er das ausdrücken konnte. „Wir hatten viel Vertretung und die anderen Lehrer sagen, uns als Klasse tut das nicht gut, dass wir nicht wissen, wo unsere Lehrerin ist. Wir wissen ja nicht, ob sie krank ist oder nicht mehr unsere Lehrerin sein will…“

Das ist fast herzzerreißend und ein Erstklässler-Emilian hätte das nicht so gut verkraftet. Ich weiß auch nicht, warum die Lehrerin nicht kommt – aber ich habe ihm gesagt, dass es bestimmt nicht daran liegt, dass sie sie nicht sehen will. Es gibt andere Klassen, in denen sie unterrichtet und vielleicht ist sie oder ihr Kind einfach krank.

Und ich kann Liam bestätigen, dass Langeweile doof ist.
Aber ich kann ihn auch ermutigen, nach einem Tag vielleicht erstmal abzuwarten. Und ich kann sein Verständnis für andere Kinder wecken, die zum ersten Mal in dieser Schule sind oder eben nicht wissen, wie alle Körperteile heißen.

Ich kann Emilian ohne Essen in die Schule schicken. Selbst Schuld.
Oder ich „opfere“ 10 freie Minuten, um ihm die Box hinterher zu bringen, damit er gut gelaunt lernen kann.

Ich kann meinen Nachmittag vollpacken und die Kinder sich selbst überlassen.
Oder ich kann mit ihnen zusammen die Schultaschen ein und ausräumen und über den Stundenplan reden.

Und natürlich kann ich mein Kind und die Lehrer segnen und im Gebet tragen (Werbung), weil sie das brauchen und das sowieso nie schaden kann.

Viele Gedanken.
Viele Gefühle.
Neues Schuljahr: Wir sind bereit!

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MyCloby – ein Produkttest

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Viele, viele Erfindungen, von denen uns so erzählt wird, sie wären für Mama+Papa+Baby fast überlebensnotwendig, liegen dann nur in der Ecke und stauben ein. Dazu kann sogar der Wickeltisch und das Babybett gehören. Ausserdem Still-Schals, automatische Baby-Matratzen, Babybadewannen, Lern-Spielzeug, Besteck und Geschirr.. am Ende frage ich mich, was das Baby ausser einer Windel und Kleidung überhaupt braucht.

Beim dritten Kind haben wir uns ganz genau überlegt, was wir wieder besorgen, was wir erstmalig besorgen, was wir nie wieder besorgen werden und was alle über mehrere Kinder gut gehalten hat.

Ich wurde vor Kurzem gefragt, ob ich ein bestimmtes Produkt testen möchte – und zum ersten Mal habe ich gedacht: Das hätte ich gern früher gehabt!

Es ist klein, es ist praktisch, es ist multifunktionstüchtig und es sieht richtig schick aus!

Cloby Magnet

Cloby Magnets , entwickelt von zwei jungen Mamas aus den Niederlanden, sind diese kleinen, schicken Leder-Magnete, die beidseitig verwendbar sind und Mütter in vielen Lebenslagen eine Hilfe sind.

Wie oft habe ich versucht, bei Wind und Wetter ein Stoff-Tuch auf dem Kinderwagenverdeck zu befestigen. Sicherheitsnadeln? Haarklammern? Büroklammern? Haargummis?

Genauso das blöde Spielzeug, das einfach nicht hängen bleiben wollte und dem Baby immer wieder ausser Reichweite gefallen ist.

Und kennt ihr das Gefühl, neben dem Kinderwagen in der einen Hand und einem großen Kind an der anderen Hand auch noch Einkaufstaschen, die Wickeltasche, ein tropfendes Eis, einen Luftballon und Stöcker-Schätze aus dem Wald balancieren zu müssen?

Mit dem Cloby Magnet könnt ihr das fast alles am Kinderwagen befestigen.
Einfach und stylisch.

Mit in der Packung ist ausserdem noch dieses große schöne Stofftuch, mit dem ihr eure Kleinen vor Sonne und Wind schützen könnt. Die Magnete können aber auch einzeln und in verschiedenen Farben bestellt werden.

MyCloby findet ihr auch auf Facebook und Instagram.
Und hier gibt es eine Liste von Läden, die Cloby Magnets auch schon in Deutschland verkaufen.

Danke, dass ich das testen und bekannt machen darf!
Und Danke an meine Schwester, fürs Ausprobieren und Fotografieren!

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1000 Fragen an dich selbst – Teil 11

Hallo aus dem Krankenlager!
Ich bin dabei, eine ordentliche Grippe hinter mir zu lassen… ich weiß nicht, ob ich sowas schon mal hatte! Zwei Tage lang habe ich durch geschlafen! Dass sowas überhaupt geht. Aber die Geburtstage sind vorbei, es sind Ferien.. da kann eine Mama auch schon mal umkippen.

Mein tapferer Mann hat für uns gekämpft und durchgehalten. Bis jetzt ist er als einziger gesund geblieben. Die Kinder haben mit Husten und Fieber zum Glück auch viel geschlafen.

Wir freuen uns aber, dass Ferien sind, die Kinder bleiben lange im Schlafanzug und lassen sich viel Zeit, ihre Geburtstagsgeschenke wegzuräumen.

Ich widme mich jetzt Teil 11 der Fragen und Antworten.
Zu mehr werde ich heute auch nicht kommen.

201. Wie gut kennst du deine Nachbarn?
Das ist ganz unterschiedlich. Einige aus der Strasse kenne ich gut und wir könnten ewig am Zaun stehen und quatschen. Andere grüßt man nur und kennt vielleicht den Namen. Im Notfall könnte ich bei vielen klingeln, da bin ich mir sicher. Durch Schule und Kita kenne ich viele Familien in den Strassen hier und manchmal komme ich von der Kita gar nicht mehr nachhause, weil so viel hier und da unterwegs geschnattert wird.

202. Hast du oft Glück?
Was heißt „Glück haben“?
Ich glaube nicht an Zufälle, an rosa Schweinchen, Kleeblätter, an Cent-Stücke und Schornsteinfeger. Manchmal sage ich: „Da hast du aber Glück gehabt.“, aber ich glaube, dass etwas höheres dahinter steht. Ich glaube, dass Gott unser Leben in der Hand hat und unsere Wege lenkt. Das betrifft zum Beispiel Lebensumstände. „Wo bin ich geboren?“ , „Wer ist meine Familie?“. Das war ja nicht meine Entscheidung. Und ob man nun an Gott glaubt oder nicht, liegt es auch an der Lebenseinstellung oder an einer optimistischen oder pessimistischen Wahrnehmung, oft Glück zu sehen, eben die guten oder die schlechten Situationen im Leben hervorzuheben.

203. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?
Das weiß ich gar nicht. Hab noch nie darüber nachgedacht. Ich glaube, mit vielen meiner Freundinnen hatte oder habe ich eine ähnliche Lebensphase, in der wir uns dann auch ähnlicher verhalten. Ja, sogar der Zyklus passt sich an. Aber dann, vorher oder nachher, gingen oder gehen wir wieder andere Wege. Ist es nicht auch so, dass das, was sich ergänzt, sich anzieht?

204. Was machst du anders als deine Eltern?
Hmm, über die Frage habe ich schon ne Weile nachgedacht. Zuerst waren wir in einer ganz anderen Zeit und Situation Eltern: Meine Eltern haben drei Töchter und einen Sohn, ich habe drei Söhne. Meine Eltern sind mit Kindern dreimal umgezogen und haben ein Haus gebaut, wir wohnen hier im Haus, seit ich mit dem zweiten Kind schwanger war. Mein Vater war berufsbedingt oft weg und arbeitete später im Schichtdienst, mein Mann arbeitet von zuhause aus. Ich wuchs teilweise ohne Auto und Telefon auf, als ich vier Jahre alt war, fiel die Mauer – meine Kinder wachsen in einer völlig anderen Zeit auf. Die Frage „Was machst du wie deine Eltern?“ wäre vielleicht viel interessanter.
Es gibt Dinge, die wir bewusst aus unseren Herkunftsfamilien übernommen haben und Dinge, gegen die wir uns entschieden haben. Aber es kommt jetzt nicht oft vor, dass ich irgendwas tue und mich dabei ertappe: „Oh nein, ich bin wie meine Mutter!“

205. Was gibt dir neue Energie?
Schlafen. Kaffee. Mit meinem Mann reden. Nichts tun. Spazieren. Sonne. Ein sauberes Haus.

206. Warst du in der Pubertät glücklich?
Gut, dass die Frage nicht heißt: Warst du anstrengend? …
Ich denke, ich war glücklich. Unbeschwert. Frei. Viel am gackern und albern sein. Wenig schlafen. Ich war nicht einfach und nicht immer nett, und es war nicht immer leicht, aber ich fand das größer-werden und aber noch nicht zu viel Verantwortung haben, toll.

207. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?
Ich glaube, ich habe noch nie eine Nacht durchgemacht.. oder? An Silvester und auf Hochzeiten war ich lange wach.. und als wir nach Familie nach Kalifornien geflogen sind, habe ich bestimmt auch nicht viel geschlafen. Aber so ganz ohne Schlaf… ist nicht so gut, glaube ich.

208. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?
Ich plane gerne. Habe ich doch schon zu Frage 185 geschrieben. Da ging es eher ums Grübeln. Ich habe keine Zeit, in richtige Tagträume zu versinken, aber mein Mann und ich, wir spinnen gerne. „Was wäre, wenn…?“ Und aus einigen Träumen sind auch schon tolle Ideen geworden!

209. Blickst du dich oft um?
Ha, auf diese Frage hab ich mich schon gefreut!
Eine gute Frage.
Ich würde nicht sagen, dass ich mich oft umsehe, so, als würde ich verfolgt.. aber beim Drüber nachdenken ist mir aufgefallen, dass ich automatisch einen guten Überblick habe. Ich nehme meine Umwelt und mein Umfeld instinktiv sehr bewusst wahr und jede kleine Veränderung fällt mir auf, ob ich will oder nicht.
Ich versuche manchmal, die Menschen um mich herum, zu sehen – und sie nicht nur anzusehen. Ein Lächeln – und ein Lächeln kommt zurück.

Foto: Klaus Heymach, www.familienfotografie.berlin

210. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?
Ich hatte in der 3. Klasse große Angst, das Seepferdchen zu machen und hätte es fast nicht geschafft.

211. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?
Wir sind ein Paar, das nicht streitet. Wir diskutieren und haben Meinungsverschiedenheiten. Oft geht es dabei um unsere Freizeitplanung. Eine will Party und einer will lieber Ruhe…

212. Worauf freust du dich jeden Tag?
Auf das Frühstück, in der Woche mit meinem Mann, am Samstag mit allen. Mit Jari zu spazieren und die Kinder aus Schule und Kita abzuholen. Meist freuen sie sich dann, uns zu sehen. Die stillen Minuten oder Stunden am Abend, wenn alle Kinder eingeschlafen sind.

213. Welche Freundschaft von früher fehlt dir?
Es gibt ein paar Mädels, die ich sehr gern hatte, Jugenfreundinnen, Kolleginnen.. aber die Kinder oder der Wohnort haben uns voneinander getrennt. Bei den meisten könnte man einfach wieder da anfangen, wo man früher aufgehört hat.. aber dann müsste man ja Zeit haben.

214. Wie gehst du mit Stress um?
Also, meine Antwort „Sonne und Kaffee“ passt ja hier fast zu jeder zweiten Frage… Bei Stress hilft mir Musik, durchatmen, Listen schreiben, einen realistischen Überblick bekommen, Pausen machen und dann wieder durch ackern. Ich bin Meisterin in Hauruck-Aktionen. Lastminute und ohne lange Planung kann ich viel schaffen.

215. Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?
Das müssen vielleicht Menschen sagen, die mich gut kennen. Ich verhalte mich in der Familie so, in der Kirche ein bißchen anders, in der Kita ein bißchen anders, mit Freundinnen ein bißchen anders… das ist doch normal, oder? Also, ist die Frage: Wie bin ich wirklich?

216. In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?
Wir teilen den Sinn für Humor. Ironie, trockene Witze – das hab ich von ihm. Wir lieben Wortspiele und Wortwitze. (Er hat ausserdem noch eine große Begabung, mit Zahlen umzugehen – da war dann wohl für mich nichts mehr übrig.) Wir haben beide ein Herz für Herzen von Menschen. Wir können beide gut unter Druck und lastminute arbeiten, denke ich. Siehe Frage 214. Und daraus folgt auch, dass wir beide Typen sind, die höchst nachtaktiv sind und abends nicht so richtig den Absprung schaffen – und morgens.. naja.. siehe Frage 219.

217. Kann man Glück erzwingen?
Ist aber viel Glück heute. Siehe Frage 202 glaube ich nicht daran. Man kann vor dem Würfeln in den Becher pusten oder dreimal auf den Tisch klopfen oder einen Kopfstand vor dem Kamin machen… und auf eine 6 hoffen. Und die eher optimistisch denkenden sagen „Siehste!“, wenn es geklappt hat und „Dann eben beim nächsten Mal!“, wenn es nicht geklappt hat. Die eher pessimistisch veranlagten sagen vielleicht „Wusste ich doch, bei mir klappt es nie.“, wenn es nicht geklappt hat.
Ich weiß es nicht. Ich finde wieder, es ist Einstellungs- und Ansichtssache.
Und ich merke: Je mehr mir das Glück oder der Segen oder die Geschenke oder die Schätze in meinem Leben bewusst werden, umso mehr finde ich.

218. Welcher Streittyp bist du?
Ich kann nicht gut streiten und gehe Konflikten gern aus dem Weg. Am liebsten kläre ich sowas schriftlich.. so blöd das auch klingt. Dann kann ich nachdenken und mir redet niemand rein und ich lasse mich nicht von Emotionen verunsichern.
Im Gespräch reagiere ich manchmal emotional und das mag ich nicht, weil ich weder Schwäche zeigen möchte, noch den anderen mit Tränen manipulieren möchte. Genauso gut kann ich aber auch bockig und patzig werden.

219. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?
Nein, ganz großes Nein. Ich wünschte langsam, das wäre anders.. aber so viel Disziplin habe ich gerade nicht.

220. Wie klingt dein Lachen?
Ich finde, das ist auch eine Frage für andere über mich. Früher hieß es, ich würde wie eine Barfrau lachen. Denkt euch selbst, was das heißt. Gackernd passt vielleicht auch. Besonders rühmenswert oder glockenhell scheint es jedenfalls nicht zu klingen. Ich mag es, aus vollem Herzen loszulachen. Muss ich dann mal genauer hinhören.

Und das war Teil 11 auch schon.
Nächste Woche gehts weiter.
Und hier sind die vergangenen Antworten:

Teil 1
https://mamasbusiness.de/?p=9895
Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
https://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
https://mamasbusiness.de/?p=10054
Teil 10
https://mamasbusiness.de/?p=10104
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Die Überraschung

Ich habe versprochen, euch zu erzählen, was uns bei unserer Rückkehr von Korsika völlig aus den Socken gehauen hat.

Als wir zuhause ankamen, war es schon dunkel.

Ich wusste, dass in unserer Abwesenheit kurz ein paar Freunde bei uns übernachtet hatten. Ich freute mich also, in ein Haus zu kommen, das nicht zwei Wochen komplett leer gestanden hatte.

Ich wusste auch, dass meine Schwester da war. Denn ich hatte sie gebeten, auf uns zu warten, die Heizungen anzumachen, Tee zu kochen und eventuell hatte ich angedeutet, dass wir uns über eine Portion Sushi freuen würden.

Wir waren müde, stinkend, genervt und hungrig. Uns war kalt und wir wollten zurück nach Korsika. Ich jedenfalls.

Die Kinder, die natürlich immer zuerst aus dem Auto springen, ohne irgendwas mitzunehmen, waren weg, bevor ich mich richtig abschnallen konnte.
Mein Mann nahm Jari – und ich quetschte mich als Letzte zwischen den Kindersitzen hervor.

Im Garten staunte ich über die heruntergefallenen Blätter, sah unser heimeliges Haus da stehen – und dann hörte ich es schreien:

„Emilian! EMI-LI-AN!! Das ist jetzt kein Traum!
Emilian, komm! Emilian, komm!! (*Stimme überschlägt sich*)
Emilian… das ist jetzt kein Traum, das ist jetzt kein Traum.
Emilian, guck mal! Das ist jetzt kein Traum, Alter!“

Ich, noch in FlipFlops, komme als Letzte ums Haus herum geschlappt und im Lichtschein des Küchenlichtes sehe ich, dass an unserem Baum im Garten… ein Baumhaus hängt!

Und zwar nicht so ein schiefes, morsches Holzteil mit vier Brettern und acht Nägeln, sondern da oben hängt ein Ding, das locker als Designer-Wohnzimmer durchgehen kann.

Meine Schwester hockte gackernd hinter der Hecke und filmte unseren Auftritt – daher weiß ich auch genau, dass Liam wirklich so ausgeflippt ist – und auf der Aufnahme hört man dann auch irgendwann meinen Mann und mich. „Das glaub‘ ich jetzt nicht. Das glaub‘ ich jetzt nicht!!“

*****

Wir hatten uns so darauf gefreut, Jaris Blick zu sehen, wenn er sein Zuhause wieder sah. Das Unwohl-sein im Urlaub hatten wir gespürt und nun wollte ich das Wiedererkennen auch feiern. Gerade bei den Kindern so im Alter von 1 oder 2 fand ich es immer so besonders, das Nachhausekommen zu beobachten.
Und Jari hat es genossen! Natürlich. An allen Tagen seitdem sitzt er eigentlich zufrieden in irgendeiner vertrauten Ecke, klopft mit dem Schuhlöffel auf die unterste Treppenstufe, schmeißt kleine  Gummiwürfel und krabbelt ihnen hinterher oder packt seine Holzbausteine aus und ein.

Aber an dem Abend ging das erstmal unter.
Emilian war oben, bevor ich überhaupt „Baumhaus“ sagen konnte – und Liam war zu sehr damit beschäftigt, seine normale Atmung wiederzufinden. Unten am Baumhaus baumelte ganz romantisch eine Strickleiter, die aber (noch) nicht am Boden befestigt war. Liam brauchte ein bißchen Hilfe beim Klettern (Ich versuchte es auch, aber.. lassen wir das.) – und dann waren beide Jungs oben. 

Alles passierte irgendwie gleichzeitig.

Mir war kalt und ich ging rein. Wie im Rausch schlappte ich durch unsere untere Etage – und stellte fest, dass alles, wirklich jeder Raum blitzblank geputzt war!
Auf dem Wohnzimmertisch stand eine Schüssel voller toller Schätze – mit einer Danke-Karte der Schlafgäste.
Der Kühlschrank war voll! (Danke an die Schwiegermama!)
Die Böden glänzten.
Die Bäder waren geputzt.
Überhaupt funktionierten auch plötzlich Dinge wieder, deren Reparatur wir, naja.. nicht an oberster Stelle auf der Liste hatten.
Und dann dieses Baumhaus…

Irgendwann kamen die aufgedrehten Kinder rein, die wir diesmal nicht ruhig halten mussten und wir trafen uns alle am Wohnzimmertisch, um über die Sushi herzufallen.

*****

Stück für Stück erfuhren wir, was also in den vergangenen Wochen passiert war:

Es ist ja so, dass dieser Baum sich schon sehr für ein Baumhaus anbot. Und wir, mit unseren drei Söhnen, hatten gerade im letzten Sommer natürlich immer mal wieder darüber nachgedacht.
Aber Zeit und Geld… ihr kennt das.

Mein Vater, ein Konstruktionskünstler, sagte mal sowas wie, .. er hätte da schon eine Idee.. und man könnte das so und so machen… ihr müsstet nur das Holz mal besorgen… vielleicht mal zu den Geburtstagen oder so.

Und dabei war es geblieben. Dachten wir.
Bis wir aus einem zweiwöchigem Urlaub kamen und das Ding plötzlich da ist. Als Weihnachtsgeschenk für die Jungs.

Meine lieben Eltern hatten das alles lange und in aller Heimlichkeit geplant! Und wenn mein Vater irgendetwas plant, richtig mit Zahlen und Skizzen und so, dann wird das was!
Schon vor unserem Urlaub wurde der Garten und der Baum vermessen. Das waren die Besuche, bei denen wir nicht da waren und ich dachte, wir hätten uns verpasst und ich mich fragte: Warum kommen sie auf gut Glück vorbei und fragen uns nicht vorher, ob wir da sind?

Fast genau am Tag unserer Abreise haben sie begonnen – und sind bis jetzt nicht fertig geworden, wie sie sagen. Obwohl ich das schon ziemlich perfekt finde.

Mein Bruder war dabei – und während er und unser Papa da so ein geräumiges Ding samt Dach und kleinem Balkon in 2m Höhe an den Baum werkelten, hatten Mama und die Schwägerin scheinbar etwas Langeweile und putzten unser Haus.
Und ich dachte immer, mich kann man nicht überraschen…

Diesmal ahnten wir gar nichts. Nichts!
Es war nicht eine von diesen Überraschungen, wo alle Bescheid wussten und für die Kinder aber so taten, als würden sie totaaal überrascht sein.
Diesmal war alles echt.
Und Liams Schreie sprechen für sich.

*****

Das Baumhaus war am Montag scheinbar das Gesprächsthema in Schule und Kita, denn seit dem hatten wir fast ununterbrochen Gäste allen Alters zu Besuch, die sich überzeugen wollten, ob es stimmte, was die Kinder da erzählten.
„Und ihr habt wirklich nichts gewusst???“
Emilian hat am Montag morgen kurz nach 7:00 Uhr im Baumhaus gefrühstückt, die Jungs haben sich ein Korb am Seil als Transportmittel gebastelt und wäre es nicht gerade so kalt, hätten die Kinder längst da oben übernachtet.

Obwohl inzwischen eine richtige Leiter am Baum lehnt, habe ich es bis jetzt noch nicht nach oben geschafft… Das werde ich morgen nachholen.
Und ich träume schon von einer langen Wäscheleine oder Lichterkette zum Schlafzimmerfenster, von lauschigen Wein-Abenden oder abenteuerlichen Übernachtungen, von Lese-Nachmittagen und Kaffe-Pausen… in unserem Baumhaus!

*****

Meine Eltern,
ich weiß, dass ihr das lest.
Ihr seid verrückt!
Danke!!!
Ihr habt uns so überrascht und so glücklich gemacht. Die drei, oder wahrscheinlich alle fünf Enkelsöhne, werden lange, lange Freude an diesem „Abenteuerzimmer“ haben und dort geheime Gespräche führen, Hausaufgaben machen, Streiche aushecken, über Witze gackern, Eichhörnchen beobachten, Tannenzapfen runterwerfen, Eis essen und sich so groß und frei fühlen.
Danke!

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Mama fragt – Kinder antworten

Willkommen in der neuen Woche!
Hattet ihr bis jetzt einen schönen Montag? Ich habe mich sehr über die Sonne gefreut, ich habe mit meinem Mann zusammen gefrühstückt, während Jari geschlafen hat.. Das hört sich mal wieder nach einem perfekten Wochenstart bei uns an, oder?

Ich könnte euch auch erzählen, was drumherum noch passiert ist… dass Jari nämlich ab 5:o0 Uhr morgens nicht mehr schlafen konnte, (und ich somit auch nicht) weil er eine verstopfte Nase hat… dass er dann bis halb neun irgendwo jammerig und jämmerlich rumhing, weil er natürlich totmüde war… dass mein erster, so nötiger, heißer Kaffee am Morgen umgekippt und mir über die Hose gelaufen ist… dass ich Jari im Schlafanzug mit in die Kita nehmen musste, weil er nach dem Milchfläschchen völlig platt im Kinderwagen eingeschlafen ist – und erst jetzt nach fast drei Stunden wieder aufgewacht ist… dass er mich dann inzwischen auch vollgespuckt und angepinkelt hat und ich mich vor dem Mittag schon mehrmals umgezogen habe… dass er jetzt an mir rumkrabbelt und schnieft und quengelt…
das alles passt doch viel mehr zu einem Montag, oder?

Aber, ihr wisst ja, ich kümmere mich um das Schöne und Gute.
Und das ist dann heute erstmal Sonne und Kaffee!

Falls es bei euch auch mal länger nichts zum Lachen gibt und ihr Lust auf eine etwas andere Art der Unterhaltung mit euren Kindern habt – habe ich heute was für euch:

Paulina Umstandsmode hat mich auf eine Infografik aufmerksam gemacht:

 

Ich habe meinen beiden großen Kindern diese Fragen gestellt!
Schreibt mir doch in die Kommentare, welche Antworten ihr von welchem Kind lesen möchtet – und dann fragt eure Kinder auch. Aber Achtung: Kindermund tut auch manchmal Wahrheit kund… 😉

Ich bin sehr gespannt!!

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