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1000 Fragen an dich – Teil 8

Wir waren heute zum ersten Mal in diesem Winter als Familie auf dem Eis. Es war wunderschön. Diese Weite in der tiefen Wintersonne ist ganz besonders.

Jetzt schlafen alle Kinder und ich beantworte neue Fragen für euch.
Mir macht das viel Spaß! Heute wäre ich gern ein bißchen mehr wach..

141. In welche Länder möchtest du noch reisen?
Mit der Familie würde ich gern mal nach Italien, nach Schweden, gerne nochmal Kalifornien und auch nach Kenia würden wir gern mal zusammen verreisen. Liam möchte sehr gern nach Israel. Und auf unserer engeren Auswahl steht Ungarn. So lange es warm ist und meine Männer dabei sind, kann ich überall glücklich sein. Bestimmt wäre Asien auch sehr interessant und total bereichernd.. aber das ist so weit weg, dass ich mir das in naher  Zukunft erstmal nicht vorstellen kann.

142. Welche übernatürliche Kraft hättest du gern?
Meine erste Idee wäre: Ich würde gern Krankheiten heilen können. Und ich gehe davon aus, dass das eine realistische übernatürliche Kraft ist. An Dinge wie „die Zeit zurückdrehen können“ oder „unsterblich sein können“ oder „an mehreren Orten gleichzeitig sein können“ denke ich eher nicht.
Wenn ich noch ne Runde ausholen darf: Ich würde gern Menschen dazu ermutigen, ihre Lebenslügen zu löschen, ihren Wert anzuerkennen, an sich zu glauben und Gutes über sich denken zu können. Ist das realistisch?

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?
In der 3. Klasse hatte ich solche Angst im Schwimm-Unterricht. Ich stand oben an der Rutsche und habe mich nicht getraut, zu rutschen. Hinter mir stand auf jeder Stufe bereits ein Kind – und alle mussten rückwärts Platz machen, weil ich nicht konnte.

144. Welches Lied macht dir immer gute Laune?
Überhaupt Musik. Ich liebe Musik. Ich liebe es, wenn die Jungs sich Pop-Songs wünschen und übelst abgehen. Die können tanzen! (Und ja, „Atemlos durch die Nacht“ wünschen sie sich auch…)
Also meine Beispiele:
PitchPerfect Soundtrack
No Roots – von Alice Merton
Perfect – von Ed Sheeran
(Ich verfalle solchen Schnulzen normalerweise nicht soooo schnell. Aber dieses Lied.. hat mich echt umgehauen.. Es. ist. so. toll.)
All about that Bass – Meghan Trainor
Vaiana Soundtrack
Bohemian Rhapsody – von Pentatonix
…und so einiges mehr von Pentatonix
Mark Forster, Paddy Kelly.. ach ja! Die Kelly Family, nachdem ich ja auf dem Konzert war <3 Nein, ich hör auf. Ich liebe Musik! Viel Musik.

145. Wie flexibel bist du?
Sehr.
Mich nervt es zwar, wenn ein von mir geplanter Plan von anderen unnötig verdorben wird… aber ich kann fast von einer Minute auf die anderen mit den Kindern los, alles stehen und liegen lassen, raus in die Natur, wenn das Wetter gut ist. Mein Mann und ich haben früher sogar mal einen Überraschungsflug gebucht, ohne vorher zu wissen, wohin die Reise ging.
Heute war das auch so eine Aktion. Eigentlich habe ich meinen Eltern vor ein paar Tagen gesagt, dass wir heute nicht mit aufs Eis können, weil um 18:00 Uhr ein Elternabend geplant war. Aber dann war abzusehen, dass das der letzte Tag sein würde, wo das Eis hält. Also sind wir direkt nach der Schule um 13:15 Uhr losgefahren – und waren um 17:45 Uhr wieder da.

146. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du richtig gern magst?
Da muss ich mal überlegen.. Zählen Cookies und Pancakes mit groben Meersalz? Oder Cookies mit Kartoffelchips? Von wem die Rezepte kommen, muss ich ja wohl nicht sagen.. Ich glaube, ich esse scheinbar nicht sehr aussergewöhnlich. Aber ich hab andererseits auch kaum Kombinationen, die ich auf keinen Fall essen würde.

147. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?
Warten. Mir die Leute angucken. Die Kinder bei Laune halten. Am Handy surfen.

148. Wo siehst du besser aus: Im Spiegel oder auf Fotos?
Im Spiegel, finde ich. Das ist doch das Gesicht, das mir am vertrautestem ist. Mit manchen Fotos habe ich ein Problem, aber es gibt auch schöne von mir.

149. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport?
Zur Zeit ist es beides. Wenn ich nicht gerade zu Jillian Michaels DVDs hüpfe, versuche ich aber eher, weniger und gesünder zu essen. Ohne Kalorien zu zählen. Damit ich um den Sport drumherum komme..

150. Führst du oft Selbstgespräche?
Nein, niemals laut. Im Kopf schon.

151. Wofür wärst du gern berühmt?
Für meine Backwerke?
Ich würde mir wünschen, dass unser, mein Versuch, anders zu sein, ansteckend ist und Menschen Gutes tut. Meine Gedanken, die ich grad dazu habe, würden einen eigenen Blog-Eintrag füllen. Aber ich finde es auch komisch, mich berühmt zu finden oder zu wünschen. Also.. vielleicht muss ich das doch mal extra schreiben.

152. Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden?
Beschämend.

153. Wen würdest du gern besser kennenlernen?
Gab es die Frage nicht schon? – Ach nein, Frage 131 war anders.
Ich würde gern ein paar Lehrerinnen und Erzieherinnen besser kennenlernen, so von Frau zu Frau. Oder Mutter zu Mutter. Dieses Eltern-Lehrer oder Eltern-Erzieher Verhältnis ist sehr oberflächlich und begrenzt und ich bin mir sicher, dass das tolle Personen „im anderen Leben“ sind.

154. Duftest du immer gut?
Ich mag es, wenn Menschen gut riechen und ich denke immer: Wie machen die das.. am Abend in der Bahn oder auf der Strasse noch so gut zu riechen?
Seit ich keine Kosmetikartikel mit Aluminium mehr verwende, hat sich das mit dem guten Duft leider fast erledigt. Erschreckend eigentlich. Aber ich nutze gern und viel Parfum und mag meine Sorten und verbinde gern Situationen oder Emotionen damit.

155. Wie viele Bücher liest du pro Jahr?
Haach, ich kann mir vorstellen, dass es Jahre gab, da waren es bestimmt 10-20 Bücher. Aber jetzt.. ist es vielleicht eins. Oder zwei? Traurig.. und ich vermisse das sehr! Ich höre viele Hörbücher, aber Lesen ist anders.

156. Googelst du dich selbst?
Ja.. ist nicht so spannend.

157. Welches historische Ereignis hättest du gern mit eigenen Augen gesehen?
Mich gab es zwar beim Mauerfall schon, aber ich kann mich leider nicht daran erinnern. Da wäre ich gern an mehreren Stellen gewesen, soviel zu Frage 142.
Dieses Ereignis war so überraschend und hat so viele Emotionen ausgelöst und Druck genommen und Trauer beendet… das muss an vielen Orten ein ganz besonderer Moment gewesen sein.
Auch berühmte Ausgrabungen oder die Entdeckung neuer Länder oder Völker finde ich schon interessant.

158. Könntest du mit deinen Freundinnen zusammenwohnen?
Ehrlich gesagt: Nein. Ich kann mir vorstellen, dass das die Freundschaft auf eine zu große Probe stellt. Mein Mann und ich sind beide von Mutti aus- und in unsere gemeinsame Wohnung eingezogen. Vielleicht wäre vorher Zeit für WGs gewesen. Aber jetzt nicht mehr.

159. Sprichst du mit Gegenständen?
Ich würde gern auf Frage 150 verweisen.. aber ich befürchte, wenn ich länger nachdenke, müsste ich einsehen, dass ich tatsächlich mit Gegenständen rede. Oder? Ich bin mir grad nicht sicher.

160. Was ist dein größtes Defizit?
Ich rede zu viel und denke zu wenig.

Und fertig für heute.
Lest euch gern auch durch meine anderen Frage-Antwort-Beiträge.

Teil 1
https://mamasbusiness.de/?p=9895

Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
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1000 Fragen an dich selbst – Teil 2

Es geht weiter!
Ich beantworte heute die Fragen 21-40.

Ich finde das so spannend, wie viele Frauen da mitmachen (es sind fast nur Frauen, denke ich). So viele interessante Antworten – und so viele gute Fragen, schwere Fragen. 1000 Fragen, meine Güte! Das ist viel.

Aber ich möchte gern dabei sein, über mich nachdenken, Antworten finden, Statements geben und euch einladen, mitzumachen. Los geht’s!

21.
Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
Ja. Würde ich sagen. Ich möchte beliebt sein und toll gefunden werden. Allerdings habe ich mir doch inzwischen ein dickes Fell angeschafft. Wenn ich Dinge mache, die ich gut und wichtig finde, und dabei aber allein bin, dann ist mir das egal. Vielleicht ist es mir wichtiger, was andere über mich oder zu mir sagen, als was sie über mich denken

22.
Welche Tageszeit magst du am liebsten?
Das ist der Abend. Da werde ich produktiv und fit und finde schlecht den richtigen Zeitpunkt, ins Bett zu gehen. Ich mag die Ruhe nach einem vollen Tag. Reden und Wein trinken bis in die Nacht.
Freie Vormittage, an denen ich nach einem guten Frühstück viel schaffe und der Tag vor mir liegt, sind auch toll.. aber ich bin und war schon immer ein Nachtmensch.

23.
Kannst du gut kochen?
Ähm.. wenn ich es machen würde, vielleicht. Aber ich mag es nicht. Die Kinder sagen, ich koche gut… und ich suche Rezepte und probiere auch Neues aus. Aber ich mag es nicht. Ich habe einen Mann, der sehr gut kochen kann und der darf das gerne machen. Ihr wisst, was ich gern in der Küche mache…

24.
Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am besten?
Frühling, Frühling, nichts als Frühling. Wenn es nach mir ginge, müsste es nichts anderes geben. Ich bin im April geboren und die Farb-und Stil-Typen vom Frühling passen auch zu mir, denke ich.
Frühling, so viel Zauber liegt in diesem Wort!
(Im englischen: „Spring“, sagt doch alles!)
Licht und Farben, Neuanfänge und Aufbrüche, Vorfreude, Aufatmen, Erwachen, Aufblühen, Zartheit, Wärme.

25.
Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?
Wir haben das Glück, dass meine Eltern die Jungs gern mal für Tage oder Wochen zu sich nehmen. Trotzdem sind das dann nicht unbedingt Tage, in denen ich nichts mache. Vor einem Jahr, als wir dachten, das Baby würde kommen, waren die beiden Großen am Wochenende bei meinen Eltern. Das waren Tage, an denen ich wahrscheinlich fast nichts gemacht habe.

26.
Warst du ein glückliches Kind?
Ja. Glücklich, naiv und unbeschwert. Das Aussehen egal, die Zeit egal. Immer ein Buch vor der Nase. Mit Freundinnen gackern, mit der Familie im Wald.
Wir hatten nicht alles. Und die „Kinder des Ostens“ werden vielleicht noch immer mitleidig belächelt. Aber wir waren glücklich. Im Rückblick kann ich das bestätigen, ohne mir das schön zu reden.

27.
Kaufst du oft Blumen?
Ich kaufe mir gerne Tulpen. Ich weiß, dass die Rosen und Tulpen von Lidl ziemlich lange halten. Sonst mag ich Sträusse nicht so gern, weil sie eben vergänglich sind. Da bin ich geizig, trotz der Schönheit. Ich verschenke lieber Blumentöpfe oder kaufe mir Blumen, die ich in den Garten pflanzen kann.

28.
Welchen Traum hast du?
Hmm.. Gesundheit für meine Familie.
Das Gefühl haben, am richtigen Platz zu sein.

29.
In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt?
Ich glaube, das jetzt ist die Nummer 6. Egal, ob Haus oder Wohnung.
Ich würde mich nicht als Sammler oder Messi bezeichnen, wir üben einen Hauch von Minimalismus, aber trotzdem empfinde ich Umzüge als emotional anstrengend. Wir sind sehr froh, dass wir schon mit einem Kind in ein Haus ziehen konnten und planen, hier zu bleiben. Erstmal.

30.
Welches Laster hast du?
Hmm, weiß ich nicht. Zu viel am Handy? Ich trinke gern Wein? Ich kaufe gern Ohrringe?

31.
Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
Mein letztes Hörbuch war „Eine Handvoll Worte„. Tragisch und fesselnd. Und das letzte Buch? Hier liegen immer Bücher rum, in denen ich mal lesen könnte. Vielleicht war es „Eva – Wie alles begann„. Faszinierend, aufwühlend und verwirrend.

32.
Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?
Ich habe einiges probiert. Verschiedene Längen, Farben, Strähnchen.. Jetzt sind meine Haare über Schulterlang und haben meine Haarfarbe. Die Frisur, die ich jetzt habe, ist pflegeleicht und trotzdem weiblich. Ich mag meine langen, leicht gewellten Haare sehr und versuche wirklich, sie zu schonen, um sie zu behalten. Ich probiere gern Frisuren aus. Und, eine peinliche Wahrheit: Ich kann mir nicht alleine die Haare flechten.

33.
Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?
Ja. Aber ich stehe dazu. Es ist meine Verbindung zur Außenwelt, mein Fotoalbum, mein Wecker, mein Kalender, mein Notizbuch, meine Inspiration, mein Erinnerungsbuch und mein Adressbuch.

34.
Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?
Das weiß ich nicht. Vermutlich wenig. Ich bin meinem Mann dankbar, dass er sich darum kümmert und mir wahrscheinlich einige Sorgen erspart. Aber was ist schon Geld?

35.
In welchen Laden gehst du gern?
Ich bin sehr gern bei dm. Zum Stöbern und Kaufen.
Ich mag Läden wie Depot, Butlers, kleine Läden mit Deko- und Bastel- und Wohn-Accessoires – wenn auch nur zum Gucken und Ideen sammeln. Genauso IKEA. Ihr wisst ja, wie es mit den Vorsätzen klappt, da nur zu gucken…

36.
Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?
Geh ich in Kneipen? Ich gehe dorthin, wo ich Cocktails bestellen kann.

37.
Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?
Da bin ich unsicher. Ich würde vermuten, Nein. Siehe Frage 22.

38.
Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?
Mein erster Gedanke war: „Ich mach mich nicht selbstständig, das ist nichts für mich!“ Dann ist mir eingefallen, dass aus meiner Weiterbildung genau das werden könnte. Uuh. Spannend. (Ich löse bald das große Geheimnis.)

39.
Willst du immer gewinnen?
Nein.

40.
Gehst du in die Kirche?
Ja. Jeden Sonntag, seit ich denken kann. Das gehört zu meinem Leben und ist mein Leben.

****

Und das war es für diese Woche.
Am nächsten Dienstag geht es weiter!

Lest hier meinen Teil 1.

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Backen ist Liebe!

Ich könnte euch jetzt erzählen, dass ich wieder mit Shred angefangen habe.. dass ich mir die DVD gekauft habe, weil es die Videos nicht mehr auf youtube gibt. Ich könnte schreiben, dass ich an Tag 4 von 30 bin und der Muskelkater langsam erträglicher wird…
Aber das würde thematisch überhaupt gar nicht zu meinem anderen Thema passen.. und die Idee meiner Jahresanfangs-Fitness-Challenge etwas unglaubwürdig erscheinen lassen. Also lass‘ ich es lieber.

****

Ich und die Käsekuchen.
Käsekuchen und ich.
Das ist so eine Sache…

Die Käsekuchen meiner Kindheit habe ich gelb-braun und trocken und mit matschigen Rosinen in Erinnerung.
Nicht so der Kindheits-Traum.

Im Jahr 2010 lud uns eine Freundin, die wir im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt haben, zum Kaffee trinken ein.

Sie hatte einen New York Cheesecake gebacken und wir waren total begeistert. Wir erkundigten uns nach dem Rezept und sie holte das Backbuch – von Cynthia Barcomi. Ich hatte noch nie von ihr gehört.

Wir kauften uns schnell das Buch und buken wild drauf los.
Zuerst wurden es Bagels und ein Chocolate Espresso Cheesecake. Die Bagels waren lecker, aber aufwändig.. der Cheesecake war ein Gedicht! Aber viel zu mächtig für den deutschen Magen. Unserem Schwager hätten wir damals fast den Nachmittag verdorben.

Ich buk viel von Cynthia Barcomi, sehr viel. Eigentlich backe ich seit dem kaum andere Rezepte.
Apfelkuchen, Pancakes, Cookies.. was habe ich in den letzten Jahren an Cookies gebacken! Muffins, Cupcakes, Blechkuchen, Zitronenschnitten, Pizza… Wir besuchten ihre Cafés in Berlin und verliebten uns noch mehr in Lachs-Frischkäse-Bagels und den selbstgerösteten Kaffee.

Ihre Cheesecakes sind unglaublich gut.
Es gibt im Restaurant den „Probierteller“.
Für 7.50 Euro kann man sich 4 halbe Stücken aussuchen und probieren. Das empfehle ich für mindestens zwei Personen..

Diese Kuchen erinnerten uns sehr an die Cheesecakes, die wir in der Cheesecake Factory in Kalifornien gegessen hatten. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie besseren Kuchen gegessen. Dass wir uns ein Stück des Oreo Cheesecakes damals zu acht geteilt haben, sagt wahrscheinlich schon alles…

Von den Käsekuchen im Backbuch, mit denen ja alles anfing, ließ ich erstmal die Finger. Die Rezepte, die meist über zwei Seiten gedruckt waren, betrachtete ich mit Respekt.

Erst Jahre nach dem ersten Backbuch, im letzten Frühling, versuchte ich es wieder: New York Cheesecake
Ich las das Rezept vorher nicht ganz bis zum Ende, verschätzte mich total in der Zeit – aber das Ergebnis war so gut! Ich war auf den Geschmack gekommen.. im wahrsten Sinne.

Zu Weihnachten bekam ich nun mein 4. Backbuch von Cynthia Barcomi. Cheesecakes, Pies & Tartes heißt es.

Die Käsekuchen-Rezepte sind – Überraschung! – so gut, so kreativ, so verführerisch, mit guten Fotos und humorvoller Einleitung zu jedem Kuchen – und die Rezepte sind deutlich vereinfacht. Dennoch gibt es Zutaten, die herausfordernd sind, es gibt Rezepte, die über mehrere Seiten gehen. Cheesecakes sind diejenigen unter den Backwerken, die ich mit Sie anspreche. Etwas ganz Besonderes.

Ich habe gestern den vierten Cheesecake seit Weihnachten gebacken.
Sweet Potato Spice Bars with Potato Chip Crust
Cinnamon and Sugar Cream Cheese Bars
Cheesecake mit Brownie-Boden und Salzkaramell-Sauce
Chocolate Swirl Chhesecake Bars

(Wenn euch jetzt noch nicht das Wasser im Mund zusammenläuft, stimmt irgendwas nicht 😉 )

Ich habe neue Backformen und Back-Utensilien gekauft.
Ich lerne, ich staune, ich bin begeistert und ich liebe es!

Ich liebe den Stil, wie Cynthia ihre Rezepte beschreibt und aufschreibt.
Ich bin nicht so der Experimentier-Typ.
Wenn Cynthia schreibt: 225g Mehl – dann nehme ich 225g Mehl.
Wenn der Kuchen 18 Minuten in den Ofen soll, dann lasse ich ihn keine Sekunde länger drin.
Wenn zum Rezept Vanille-Extrakt und Vanille-Salz gehört, dann muss das so. Wenn der Kuchen vor dem Servieren mehrere Stunden kühlen muss, dann halte ich mich daran.
Wenn ein Becher saure Sahne fehlt, dann lasse ich alles stehen und liegen und kaufe saure Sahne. Ich überlege nicht, wie ich Sahne oder ein Ei ersetzen könnte: Ich halte mich streng an das Rezept!

Ich liebe es, die Zutaten zusammen zu rühren und zu sehen, zu schmecken und zu riechen, wie etwas Wunderbares daraus wird.

Ich liebe es, Schokolade zu zerhacken, mir die Finger abzulecken und zu ahnen, dass ein guter Kuchen entsteht.

Ich liebe es, den Kuchen im Ofen zu beobachten.
Ich liebe es, den fertigen Kuchen auf den Tisch zu stellen.

Ich liebe es, den Kuchen anzuschneiden, zu hoffen, dass alles gut gegangen ist und aufzuatmen, wenn das Stück stehen bleibt und einigermaßen aussieht, wie im Backbuch.

Ich liebe es, meinen Männern beim Probieren zuzusehen.
Wenn sie mit vollem Mund den Daumen hochstrecken.
Dieses „Mmmmhh Mama!“
Wenn sie den Gästen sagen: „Das ist der beste Kuchen, den musst du probieren!!!“

Backen macht mich so glücklich!

Und ich sage euch: Das Backen mit Cynthia ist etwas ganz Besonderes!
Wenn ich eine Frage zu einem Rezept habe und sie bei Facebook anschreibe, dann antwortet sie.
Wenn ich ein Foto oder Text von einem fertigen Kuchen poste und sie markiere oder sie das auf ihrer Seite liest, dann kommentiert sie und gratuliert.

Ich liebe ihre Überzeugung.
Sie sagt, sie hält nichts von low-carb Rezepten oder Magerquark.
Ich zitiere:
„Bitte ersetzen Sie keine Zutaten durch fettreduzierte Produkte. Vielmehr möchte ich Sie dazu ermutigen, diese Kuchen als Vergnügen zu genießen. Ich bin ganz begeistert von den kleineren Varianten mit 15cm Durchmesser.
Es ist meine Überzeugung, dass es besser und gesünder und befriedigender ist, ein kleines Stück eines perfekten Cheesecakes zu essen anstatt ein großes Stück eines Kuchens, der durch Kompromisse entstanden ist.
Wenn das Rezept zu reichhaltig für Sie klingt, genießen Sie ein kleineres Stück. Es ist gut, wenn man dann mehr will.

Denn es gibt immer ein Morgen!“

Yeah!

Vor ein paar Tagen habe ich ein Back-Video von ihr gesehen und mir das Rezept mitgeschrieben. Ihre Erklärungen dazu waren so gut und hilfreich. Sie lebt ihre Rezepte, hat jedes einzelne entwickelt und kennt sie auswendig. (Ich habe endlich verstanden, wie ich Karamellsauce machen kann. Wenn ihr die riechen könntet!)

Ihr seht, ich bin verliebt.
In Käsekuchen.
Wie gut, dass in zwei Wochen unsere Geburtstags-Zeit anfängt.
Denn irgendjemand muss ja diese ganzen leckeren Sachen auch essen..

 

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Hallo, neues Jahr! Hallo Januar!

Willkommen im Jahr 2018!

Seid ihr gut über die Jahre gekommen?

Wir haben uns gestern mit Freunden verabredet und die Kinder haben alle zusammen ordentlich… geböllert den Papas beim Böllern zugeschaut. So eine Freude, wenn sie langsam in das richtige Alter kommen! Es gab Kindersekt und Glühwein und Würstchen und Marshmallows am Feuerkorb.

Kurz nach 22:00 Uhr haben wir uns verabschiedet, unsere Knaller waren alle weg und mein Mann hat mit den Kindern „Dinner for One“ angesehen. Die Kinder haben gut durchgehalten.

Kurz vor 0:00 Uhr habe ich mir Jari in die Manduca geschnallt. In die eine Hand kam ein Glas Sekt und in die andere Hand ein Pfannkuchen – und dann sind wir zu fünft nach draussen spaziert.
Die Strassen waren menschenleer, weil ja bekanntlich erst zuhause angestoßen wird.

Jari war inzwischen eingeschlafen – und dann standen wir glücklich Punkt Mitternacht auf unserer Brücke über dem Teltowkanal und feierten in das neue Jahr!
Wir grüßten Busfahrer, die in leeren Bussen vorbei fuhren, wir trafen Kita- und Schulfreunde und Nachbarn, staunten über das Feuerwerk links und rechts.

Als wir wieder zuhause ankamen, verschwanden die Kinder ziemlich gleich im Bett und schliefen sofort ein. Und wir eigentlich auch.

Und erst kurz vor 10:00 Uhr wurden wir von einem hungrigen Jari und von vielen Sonnenstrahlen geweckt. Ein schöner Start in das neue Jahr!

Im Januar werde ich…

… mit meinem Mann ins Kino gehen!
… mit Jari zum Arzt gehen und hoffentlich endlich wieder drei gesunde Kinder haben.
… mit einer Freundin ihren 40. Geburtstag feiern.
… endlich wieder freie Vormittage haben.
… Geschenke aufräumen. Kinderzimmer aufräumen. Wohnzimmer aufräumen. Noch mehr aufräumen.
… Weihnachtskisten wegpacken.
… mich für eine Weiterbildung anmelden.
… Sport machen!
… eine liebe Freundin endlich wiedersehen und ihre Kinder kennenlernen.
… neue Rezepte ausprobieren.
… ein neues Jahr mit MOPS Berlin starten.
… mit den Kindern im Schnee spielen. Vielleicht.
… mit Freunden Feuerzangenbowle machen. Und trinken!
… mich mit Freundinnen treffen.
… den Geburtstag meiner Schwiegermutter feiern.
… eine kreative LadiesNight veranstalten.
… an den Zeitpunkt der Geburt vor einem Jahr denken.
… den 1. Geburtstag mit Jari feiern!!
… meinen Mann nach Afrika verabschieden.
… Tulpen kaufen.

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* Unser 2017 *

Immer mal wieder Ende Dezember freue ich mich darauf, endlich unseren Jahresrückblick zu schreiben.
Das dauert meistens zwei (diesmal drei) Tage, bis ich damit fertig bin, aber es ist mir so wertvoll.

Diese Texte und Fotos sind ein Schatz.
Für mich. Für uns.

Ein Beweis, dass es gut war. Und wird.
Ein Beweis, dass Gott seine Versprechen hält, alles zu unserem Besten zu machen. Ein Beweis, dass wir Eltern es trotz Herausforderungen schaffen, eine glückliche Kindheit zu bauen, Kindheitserinnerungen entstehen zu lassen. Ein Beweis, dass wir es uns zusammen schön gemacht haben.

Jetzt hier zu sitzen und im Rückblick an die Aufs und Abs dieses Jahres zu denken, an Glück und Enttäuschung, an Trauer und Zufriedenheit, an Gesundheit und Krankheit, an Überraschungen, an Planänderungen… – ist nicht immer leicht, aber so wertvoll und kostbar. Für mich gehört das zum Beenden eines Jahres dazu.

Vorgestern habe ich auf Instagram meine 9 beliebtesten Fotos des Jahres ausgesucht. Emilian hat zugeguckt – und ab und zu sagte er: „Ach jaaaa.. daran kann ich mich fast nicht mehr erinnern!“
Was sind 12 Monate für ein Kind?
Eine Ewigkeit.
Das ist so lange her.

****

Januar

Zusammen mit Freunden haben wir in der Kirche in das neue Jahr gefeiert. Die Kinder sind zum ersten Mal bis nach Mitternacht wach geblieben. Im letzten Monat schwanger war ich nicht mehr dazu in der Lage, wie sonst eine Party zuhause zu schmeißen.

Genau vor einem Jahr hatte ich ein kleines ungeborenes Baby verloren. Dieser dicke Bauch war so ein Geschenk! Jederzeit rechnete ich damit, dass die Geburt losging. Noch nie hatte es ein Kind bis zum errechneten Termin geschafft und gerade bei Nummer 3 war ich auf alles gefasst.

Mein Mann sagte nach langem Hin und Her seine vorletzte Einheit des Coaching-Studiums in Hannover ab und nahm per Skype teil.
Den Entbindungstermin verbrachten wir im Krankenhaus, aber nach Geburt sah das nicht aus. Was haben wir gewartet!!
Drei Tage später, am 21. Januar, kam unser dritter Sohn zur Welt, nachdem wir nicht mal 60 Minuten vorher im Schlafzimmer aus dem Bett gesprungen sind.

Ich war überwältigt von diesem Baby-Glück, wieder nach 5 Jahren. Wir alle staunten über das kleine Wesen. Ich fühlte mich schnell wieder fit und musste doch lernen, mir und uns Zeit zu geben. Alle Omas und Opas haben uns viel geholfen und den Start sehr erleichtert. Die Mädels aus der Kirche überraschten mich mit einer Babyparty, mit vielen Geschenken und Mittags-Gutscheinen für die ersten Baby-Tage.

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Februar

Der Februar begann mit den Winterferien. Wir alle genossen die Pause, mal nicht früh aufstehen zu müssen. Die Hebamme besuchte uns täglich und wie die anderen beiden auch brauchte Jari lange, um sein Geburtsgewicht zu erreichen. Ich konnte die Babyzeiten mit dem dritten Kind jetzt aber mit viel Entspannung und Erfahrung wirklich genießen.

Das Geburtstags-Wochenende meines Mannes verbrachten wir in Dresden, wo wir mit meiner Schwester+Mann und meinem Bruder+Frau an einem Familienseminar teilnahmen. Außerdem überraschten wir meine Schwester mit einer Babyparty. Ihr Sohn, der 5. Enkel meiner Eltern, kam auch sehr schnell und überraschend Mitte Februar statt Anfang März zu Welt.

Mein Mann flog für ein paar Tage in die Schweiz, wir feierten viele Familien-Geburtstage und ich nahm (mit Jari) an einem Selbstbehauptungskurs für Frauen in unserer Kirche teil. Wir besuchten Karls Erdbeerhof zum ersten Mal im Winter und Emilian stand zum ersten Mal in Schlittschuhen auf dem Eis. Auch im Zoo war ich endlich wieder mit den Kindern.
In einem Kita-Elterngespräch sprachen wir über Liams Verhalten und seine Suche nach dem neuen Platz in der Familie.
Ich selbst suchte auch meinen neuen Platz und wurde ein bißchen besser darin, Schmutz und Wäsche und Geschirr stehen zu lassen.. und einfach frische Dreier-Mama zu sein.

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März

Ihr wisst ja, wie ich es liebe, den Frühling zu erwarten und zu spüren. Jede Blüte musste ich bewundern und in den frühmorgendlichen Still-Pausen konnte ich Vögel zwitschern hören.
Wir waren wieder im Zoo. Die neue Freiheit-ohne-Bauch genoß ich und auch die Ruhe-Zeiten zum Stillen musste ich lernen und schätzen lernen.

Mein Mann war beruflich wieder kurz in Hannover unterwegs. Unsere MOPS-Treffen in der Gemeinde wurden größer und machten richtig Spaß! Emilian begann einen Schwimmkurs und das wurde ein schönes Mama-Sohn-Ritual für uns.

Und dann der jährliche Geburtstags-Marathon!
Liam wurde 5 und feierte eine Dschungel-Party.
Emilian wurde 7 und feierte eine Cars-Party.
Ich lieh mir von einer Freundin die heißgeliebte Manduca und trug Jari sehr oft mit mir rum. Das half auch am besten gegen Bauchschmerzen, die ihn immer wieder quälten.

Es wurde deutlicher und deutlicher, dass wir nicht -wie gewünscht und gehofft und geplant- die Sommerferien in Kalifornien verbringen können. Ein paar Termine, auf die wir keinen Einfluss hatten, wurden geändert und ausserhalb unserer Schulferien gelegt. Das war sehr bitter und ich brauchte eine Weile, um das zu akzeptieren. Mein Mann würde also nach 2 1/2 Jahren ohne uns nach Kalifornien fliegen.
Stattdessen planten wir, unsere Herbstferien auf Korsika zu verbringen und der Gedanke an die zwei Wochen am Meer entschädigte mich ein bißchen.

****

April

Der 1. April war ein ganz, ganz heißer Tag und ich fuhr mit den Kindern und meiner Schwester in den Britzer Garten. Tolle Kirschblüten-Fotos haben wir gemacht!
Am 4. April wurde ich 32 und es war ein richtig kalter Tag.
Anders als in den letzten Jahren feierte ich gar nicht und das hat mir eigentlich auch gefehlt. Immerhin waren wir nach dem Schwimmunterricht kurz Eis essen und am Abend liefen mein Mann und ich zum Restaurant an der Ecke, um zur Not schnell wieder zuhause sein zu können.
Wir genossen den kommenden Frühling im Garten und auf der Terrasse. Wir färbten Ostereier, besuchten das Legoland und die beiden Jungs verbrachten ein schönes Wochenende bei meinem Bruder und seiner Frau. Mein Mann schloss sein Studium in Hannover erfolgreich ab!
Kurz nach Ostern stellte die Kinderärztin erschrocken fest, dass Jari Gewicht verloren hatte und schickte uns eilig ins Krankenhaus.
Ein paar aufregende Tage begannen, voll von Sorge, neuen Hebammen-Besuchen, Schuldgefühlen und Flaschennahrung. Es stellte sich heraus, dass die Muttermilch nicht ausreichend war und zum ersten Mal im Leben rührte ich Flaschenmilch an. Trotz völliger Ahnungslosigkeit lernten wir das ganze Flaschen-Zeug für Tag und Nacht doch schnell und konnten fast zusehen, wie Jari Gewicht zunahm.

Jari geht es jetzt gut.
Er hat absolut keinen Schaden genommen und ist ein gesunder, glücklicher Schatz.
Aber ich spüre, wie dieses Thema in mir sticht, wenn ich daran denke. Manchmal kann ich mir die Fotos von Jari im April kaum ansehen, weil es wehtut. Wie konnte ich mein Baby halb verhungern lassen? Was bin ich für eine Mutter, die ihr Kind nicht stillen kann? 
Dieses ganze Thema „Stillen“ ging mir plötzlich so auf die Nerven. Auf jeder Milchpulverpackung sahen mich die Buchstaben „Stillen ist aber das Beste für Ihr Kind!“ herausfordernd an. Ich wollte ja so gern! Aber es ging nicht.
Glücklicherweise hatte ich bereits zwei Kinder „großgestillt“ und konnte irgendwann entspannter und gelassener mit der Sache umgehen und die Vorteile der Flaschenmilch schätzen.

****

Mai

Zum ersten Mal besuchten wir das Kirschblütenfest in unserer Nähe. So ein Traum! Zartrosa und Sonne und Duft überall.
Zusammen mit meiner Familie machten wir einen Tagesausflug zum Wannsee. Ich musste lernen, Ausflüge trotz Flaschennahrung zu bewältigen.
Das Stillen wurde immer mehr ein Kampf für uns beide. Zum ersten Mal im Leben besorgte ich eine Milchpumpe und begann eine Hass-Liebe mit diesem Ding. Ich war natürlich dankbar für solche Sachen wie Milchpumpen und Flaschennahrung, aber es dauerte trotzdem, bis ich mich angefreundet hatte.
Bei einem kurzem Stromausfall wurde ich wieder erschüttert und mit der Tatsache gequält, dass ich ohne Strom überhaupt nicht in der Lage war, mein Kind zu füttern!
Wir besuchten eine Osteopathin, nur um herauszufinden, dass mit unserem Kind wirklich alles in Ordnung war.

Emilian beendete seinen Schwimmkurs.
Gemeinsam nahmen wir an einem Familien-MutMachTag in Potsdam teil. Dieser Tag und diese Idee haben uns viel Freude gemacht. Uns besuchte ein Familienfotograf, der uns einen Tag lang begleitete und viele, viele Fotos aus dem Alltag schoß. Inzwischen ist daraus ein Fotobuch entstanden und wir denken gern an diesen Tag zurück.
Gemeinsam mit „Berlin Machen“ nahmen wir an einer Sauberkeits-Aktion teil und räumten das Gelände um unsere Kapelle auf.
Emilian begann einen Kletterkurs, der ihm viel Spaß machte. Wir alle verbrachten viel Zeit draussen in Parks und unserem Garten. Diese Jahreszeit macht mich immer glücklich! Wie immer mal wieder kämpfte ich gegen zu volle Kinderzimmer und Unordnung, dazu auch mit Vergesslichkeit und Schlafmangel und Hausaufgabenstress. Wir alle kämpften gegen Ameisen in der Küche und -leider erfolglos- gegen gemeine Raupen in der Buchsbaumhecke.

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Juni

Im Juni feierten wir unseren 10. Hochzeitstag!
Wir spaziertem am Schlachtensee und ließen uns Weißwurst mit Brezeln und Erdbeerbowle schmecken.
Am Nachmittag zwängten wir uns zogen wir uns unsere echte Hochzeitskleidung an und machten Familienfotos bzw. stellten unsere Hochzeitsfotos -nun mit drei Kindern- nach. Das war mein großer Wunsch und es sind wunderbare Fotos entstanden!

Emilian steckte sich mit Streptokokken an und bekam ein Medikament, das er nicht vertrug und einen anstrengenden Hautausschlag mitbrachte.
Wir feierten eine Gartenparty und luden Freunde ein, uns bei größeren Arbeiten im Garten zu helfen. Meine Mama legte einen schönen Steingarten an, wir pflanzten neue Blumen und auch Bohnen und Tomaten.
Ich konnte endlich wieder Holundergelee kochen und habe auch Likör gemacht. Lecker!

Elternabende, Impfungen, Geburtstage standen auf dem Programm – und natürlich ganz viel draussen sein. Wir entdeckten, dass Liam Streichelzoos liebt! Und so machten wir ab jetzt nicht mehr einen großen Bogen darum, sondern verbrachten viel Zeit auf Karls Erdbeerhof, im Zoo oder auf dem Spargelhof Klaistow mit dem Streicheln und Füttern von Tieren.

Ganz spontan entschieden sich die beiden Jungs eines Abends, mit Papa draussen im Zelt zu übernachten. Alle waren so aufgeregt und es klappte wirklich gut.

Jari wurde 5 Monate alt und war unser aller Glück.
Er holte gut Gewicht auf und wir probierten die ersten Breie. Besonders Liam kümmerte sich rührend -wenn auch ab und zu etwas wild- um alles, was Jari brauchte.
Ich hörte auf, Milch abzupumpen. So schwer mir das auch fiel, das innige Stillen des eventuell letzten Babys so zu beenden – ich genoß auch die Freiheit und vor allem, die Milchpumpe loszuwerden.
Jari war einfach gern inmitten seiner Familie. Er weinte kaum, liebte seine Brüder und lag gern im Wipper und schaute uns zu. Bis heute noch ist er ein absolutes Papa-Kind.
Ich litt an Schlafmangel, Haarausfall, schmerzenden Schultern und erinnerte mich daran, dass alles eine Phase sei und ich das irgendwie bereits zweimal geschafft hatte. Trotz allem konnte ich mit diesem dritten Baby wirklich entspannter sein und genoss den Babyduft, den Anblick der kleinen Hände und das erste Plappern.

Liam probierte das Fußball-Training aus. Emilian würde bald die 1. Klasse beenden. Er war ein fröhliches, schlaues Schulkind und probierte die ersten Nachhausewege ohne uns.
Schweren Herzens verkauften wir unser Auto, weil es uns doch mehr Ärger als Nutzen brachte.
Wir bekamen Besuch aus Kalifornien und verbrachten zusammen schöne Sommertage in Berlin.

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Juli

Nachdem wir den Jahrhundertregen in Berlin ohne Auto überstanden hatten, kauften wir das meines Schwiegervaters. Die Überschwemmungen störten uns nicht weiter und wir machten uns Spaß daraus und liefen barfuß von der Kita nachhause oder stürzten uns im Garten in riesige Matsch-Pfützen.

Für ein Blogger-Treffen fuhr ich mit den Jungs nach Berlin Prenzlauer Berg und die Innenstadt und die öffentlichen Verkehrsmittel waren ein aufregendes Erlebnis.

Für die Freunde aus Kalifornien mag der Regen eine Freude gewesen sein – für uns und viele Berliner war er ärgerlich und enttäuschend. Immerhin war es warm und ich ging nie mehr ohne Schirm und Gummistiefel aus dem Haus.

Als inzwischen kleines Sommer-Ritual fuhren wir aufs Feld, zum Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren und Blaubeeren zu ernten und gleich in den Mund zu stecken.
Emilian beendete glücklich das erste Schuljahr und wir starteten in die Sommerferien! Lange schon arbeiteten wir an einer to-do-Liste für den Sommer – und nun ist es endlich soweit.
Mit allen Müttern und Vätern und Kindern von MOPS Berlin feierten wir ein Abschlussfest – überwältigt von allem, was aus diesem Traum geworden ist.

Nebenbei lief der ganz normale Alltag, der keine Ferien macht: Sand in der Wohnung, Babybrei kochen, Fenster putzen, Geschenke für Lehrer und Erzieher besorgen, Bücher für die 2. Klasse bestellen, das Baby nicht vergessen.

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August

Nach dem Regen folgte eine Mückenplage, die den ganzen Sommer nicht mehr aufhören sollte.
Bei schönem Wetter feierten wir den Geburtstag meiner Mama und genoßen es, alle ihre fünf Enkel zusammen zu haben.

Mit meiner Tante trafen wir uns in Familiengarten Eberswalde und staunten über den schönen großen Park. Im Berliner Zoo sahen wir endlich die neuen Pandabären. Emilian verbrachte einen Tag mit Papa im Filmpark Babelsberg.
Mit den Kindern fuhr ich für einen Tag an die Ostsee, um meine Eltern zu besuchen und das Meer zu sehen.
Wir verbrachten schöne, wenn auch verregnete, Urlaubstage in Dresden bei meiner Schwester. Noch immer reden die Jungs vom Ausflug in die Sächsische Schweiz.

Wir feierten 7 Monate mit Jari.
Durch die Flaschenmilch hatten wir einen guten Überblick über seine Nahrung – und so lief alles andere eher nebenher. Er lernte so schnell und so viel. Lachen, Quietschen, Sitzen, sich Hochziehen, Brei essen, Brei verschmieren, besser Schlafen, erste Babyzeichen.

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September

Nach einem vollen Sommer, den wir uns trotz des vielen Regens schön und voll gemacht haben, begann für Liam das Vorschuljahr und für Emilian die 2. Klasse. Der regelmäßige Alltag tat uns allen gut.
Zum zweiten Mal und mit als ein Höhepunkt des Jahres feierten wir mit unserer Kirche das Nachbarschaftsfest.
Wir ernteten Bohnen, Himbeeren und Tomaten im Garten, ich probierte, Pfefferminzgelee herzustellen und wir fotografierten die Herbst-Beete im Britzer Garten. Zum ersten Mal durften die Jungs im Kletterwald den Kinder-Parcour ausprobieren. Bei schönem Wetter spazierten wir auf dem Tempelhofer Feld, um das Drachen-Festival zu bewundern.
Bücherei-Besuche standen auf dem Programm. Und immer mal wieder ein überraschender Regenschauer.

Ende des Monats flog mein Mann dann nach Kalifornien, um Freunde zu treffen und an Konferenzen teilzunehmen. Wir waren gut vorbereitet und hatten Freunde und Familie zur Unterstützung, aber schwer war es doch. Die Fotos und Videos von ihm sahen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Und natürlich bestellten wir viele Mitbringsel.

Kurz bevor er wieder zu uns kam, fand ein großes, großes Familientreffen statt, dass wir nur alle paar Jahre mal schaffen. So viele (ungefähr 120) sind wir inzwischen. Es war kalt, aber schön sonnig im Thüringer Wald und die vier Tage vergingen schnell. Emilian verlor seinen 3. und 4. Milchzahn.

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Oktober

Mit Hilfe der Abreiß-Liste und des näher kommenden Frankreich-Urlaubs schafften wir irgendwie auch die letzten Tage ohne Papa. Als wir endlich zu fünft vom Flughafen wieder nachhause kamen, zeigte Jari, das Papa-Kind, mit leuchtendsten Augen, was wir alle dachten: Papa ist wieder da!
Wir stürzten uns auf seine Geschichten und Geschenke und in den vertrauten Alltag zu fünft.

Mit Emilian lernten wir, erste Schreibschriftwörter und Lernwörterdiktate zu schreiben. Ich brachte ihn ab und zu wieder zur Schule und genoß die Zweisamkeit und das Fahrrad fahren nach langer Pause.
Die Kinder halfen gern beim Laub harken, wir laminierten Herbstblätter für schöne Fenster-Deko.

Es gab viele goldene und warme! Oktober-Tage. Mit Bücherei-Büchern für die Fahrt, unzähligen Babybrei-Gläschen, Passfotos und Strand-Zeugs bereiteten wir uns aufgeregt auf unseren Familienurlaub vor.
Wir packten und packten und planten und planten und erlebten zwei wun-der-schö-ne Wochen auf Korsika, am Mittelmeer. Das Wetter war traumhaft, das Meer nebenan, die Croissants so lecker – und ausser einer Bronchitis, die unser Baby erwischte und vielleicht etwas Langeweile auf den langen Autofahrten gab es nichts zu meckern.

Was wir noch nicht wussten: Während unserer Abwesenheit wurde in unserem Haus und Garten viel gewurschtelt und ein selbstgebautes Baumhaus wurde an unseren Baum gehängt!

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November

Die Sonnenuntergänge unter Palmen, das Baden im Meer und das Urlaubsgefühl taten uns so gut – und etwas verstört und verkühlt kamen wir Anfang November in das dunkle Berlin zurück.
Einen besonderen Wunsch erfüllten wir uns auf der Rückfahrt und machten kurz Pause in Nizza und Cannes. Vor 10 Jahren begann unsere Geschichte dort mit unserer Hochzeitsreise – nun mit drei Kindern zurück zu kommen, war ein besonderer Moment für uns.

Die Kälte und Dunkelheit in Berlin rückte schnell in den Hintergrund, weil wir nicht nur in ein sauberes Haus mit gefülltem Kühlschrank kamen – sondern weil ein Baumhaus im Garten uns vor Überraschung die Sprache verschlug.

In einer letzten Etappe vor den Weihnachtsferien begann der Kita- und Schulalltag wieder. Wir brachten die Sommerkisten auf den Dachboden und holten gleich die Weihnachtsdeko runter. Im Zuge des Räumens und auf der Suche nach neuen Geschenkideen sortiere ich mal wieder die Kinderzimmer und bringe volle Tüten zum Rumpelbasar. Ausserdem räumte ich endlich alle Kinderkleidung in beschriftete Kisten und es entstand viel Platz im Kleiderschrank.

In einem Segnungsgottesdienst für Babys wurde für Jari und uns als Familie gebetet. Diesen besonderen Sonntag feierten wir mit der Familie und mit der traditionellen Sauer-Scharf-Suppe.
Ich ging mit Liam zur Schuluntersuchung, die er ohne Probleme bestand. Wir beschäftigten uns mit Laternen und ersten Weihnachtsplätzchen, ich befüllte die Adventskalender.
Mit Emilian ging ich zur Filmpremiere von „Bo und der Weihnachtsstern“. Ein ganz toller Film!

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Dezember

Den Dezember verbrachten wir ruhig und mit vielen kleinen Weihnachts-Traditionen. Eigentlich dauerhaft quälten uns Kinderkrankheiten, die wir wohl auch mit ins neue Jahr nehmen werden. Es gab Plätzchen, den Weihnachtsmarkt-Besuch, das Lebkuchen-Haus, viel Weihnachtsmusik und Kerzenschein.

Kurz freuten wir uns über echten Schnee!
Wir feierten den 1. Geburtstag meines Neffen, befüllten Nikolaus-Schuhe und bereiteten das Weihnachtsfest vor.

Nach den Feiertagen mit den Familien verbrachten wir die freien Tage einfach zuhause. Emilian hatte ein neues Tanz-Spiel für die PlayStation bekommen und wir alle tanzen sehr gerne damit! Die Kinder werden langsam gesund und bis zum Schulanfang am 3. Januar werden wir einfach ausruhen, mit den neuen Sachen spielen, Rezepte ausprobieren, ausschlafen, Hörspiele hören und ab und zu eine Runde um den Block gehen.

Heute feiern wir bei Freunden in das neue Jahr und die Jungs sind schon ganz aufgeregt, weil sie wach bleiben dürfen und ihre Knaller knallern können.

Danke!
Danke für euer Mit-Lesen und Mit-Freuen

 und Mit-Leiden und Mit-Leben.
Wir haben Pläne und Wünsche und Ideen für das neue Jahr 2018 und sind gespannt, was uns erwartet!

Ich wünsche allen meinen Lesern einen schönen letzten Dezembertag und dann einen bewahrten Silvester-Abend!
Kommt mit guten Gedanken ins neue Jahr!
Schön, dass es euch gibt!

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