Wieder unterwegs

Ich bin jetzt ohne Babybauch im neuen Haus! Das fällt mir immer wieder mal auf, denn seit wir hier wohnen, war ich schwanger und nach der Geburt fühlt man sich auch noch nicht so fit… aber jetzt geht das Leben wieder los. Ich kann den beiden Zimmern, die noch voller Kisten stehen, ganz anders gegenübertreten, und ich merke auch hier im Blog, dass bei uns einfach wieder mehr los ist.

Dank einer Tante, die Tagesmutter ist, steht uns ein Doppelkinderwagen zur Verfügung. Ich hab das Teil erstmal respektvoll stehen lassen, denn es ist eben ein Doppelwagen – länger, schwerer und es sind zwei Kinder drin. Am Wochenende haben wir eine passende Tragetasche für Liam bekommen und so gab es eigentlich keine Ausreden mehr. Ich hab es sehr vermisst, raus zu können, einkaufen zu gehen, aber mit Baby und diesem Riesenteil…
Emilian mag den Wagen glücklicherweise sehr und würde ihn glatt als zweites Kinderzimmer akzeptieren. Naja…

Heute wollte ich dann die erste Fahrt starten, erstmal zu Fuß, bevor dann der Linienbus getestet wird. Am Morgen hab ich begeistert festgestellt, dass es auch mit zwei Jungs immernoch klappt, bis nach 9.00 Uhr zu schlafen. Nach den letzten Nächten hatte ich nichtmal ein schlechtes Gewissen.. Aber trotz dem folgendem späten Frühstück wollte ich den „Ausflug“ nicht ausfallen lassen. Wir können jetzt nämlich nicht mehr so einfach Schuhe anziehen und raus – erst muss gestillt, gewickelt, eventuell nochmal gewickelt werden…
Irgendwann waren wir dann aber soweit. Liam schlief satt und glücklich hinten im Wagen und Emilian saß sowieso schon drin, seit ich am Morgen den Wagen das erste Mal erwähnt habe.

Ach, war das schön, wieder draussen zu sein! Gedanken von „Guckt alle, ich bin eine stolze Mama von zwei Kindern!“ bis „Auweia, was denken jetzt die Leute von uns?“ gingen mir durch den Kopf.
Natürlich wurde Liam hinter dem Drehkreuz im ersten Laden wach. Haach.. So ein herzzerreissendes Geschrei.
Hunger kann es nicht sein. Zu warm? Auf die Seite legen?
Einige Omis blieben angezogen von dem Babygeschrei stehen und sahen entzückt in den Wagen. „Ach, noch so ein Kleines…“ Schnell entstanden Gespräche über Babies, Kinder und Enkel und warum so ein kurzer Abstand überhaupt das Beste für die Kinder sei.
Aber ich kann so nicht einkaufen. Die Kassen waren zu voll, um einfach so wieder zu verschwinden. Irgendwann schlief Liam dann wieder ein und ich konnte einkaufen. Und dann ging es. Der Wagen lässt sich wunderbar durch alle Gänge schieben, man kann Einkauf verstauen und wird immer mal wieder angesprochen.

     

Vorher                                                              Nachher

Emilian ist sogar eingeschlafen. Ich hab ihn aus dem Wagen gehoben, er schnarchte auf meinem Arm weiter und erst auf der Couch wurde er wach und musste über sein kurzes Schläfchen grinsen.
Liam schlief tief und fest bis zuhause und wartete mit dem Aufwachen sogar noch, bis wir beide gegessen hatten und Emilian draussen in seinem Wagen eingeschlafen war!

Comments

  1. Marit says:

    Komm doch vorbei und guck uns zu 🙂
    Und das mit dem Wetter glaub ich ja noch nicht…

  2. Elsa says:

    Ich liebe deine Beiträge und würd gern mal Mäuschen sein. Tolle Geschichten, tolle Fotos. Es war doch richtig kalt heute beim spazieren gehen, oder? Aber wir gehen mit großen Schritten dem MARITwetter entgegen……. Sonne pur!

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