WMDEDGT – 8

05. August 2021

Am 5. eines Monats möchte ich euch erzählen, was ich eigentlich so den ganzen Tag gemacht habe.
Falls jemand fragt:
„Was macht du eigentlich den ganzen Tag?“
WMDEDGT?

Ich bin so froh, dass wir diese Woche komplett freie Tage haben. Es gibt noch hunderttausend kleine Dinge, die wir erledigen müssen – und jetzt können. Der Mann arbeitet wieder im Büro im Haus – er hat es ein bißchen schwer.

Am Vormittag wasche ich meine Haare und mache ich mich mit den beiden Großen auf den Weg ins Kino. Wir gucken „Die Croods“ – lange schon geplant, und es ist ein sehr lustiger Film. Auch ganz schön unheimlich.. wir sind nicht oft im Kino und ich vermisse es nicht. Aber für die Ferien ist es mal ein besonderes Programm.

Als wir nachhause kommen, ist es schon fast Nachmittag, wir holen uns unterwegs einen Döner und essen ihn zuhause. Der Kleinste wartet schon und ist traurig, dass er nicht mitdurfte. Ich hatte kurz überlegt, ihn mitzunehmen, dann vielleicht zu einem anderen Film. Aber nein, mit 4 1/2 ist das zu früh. Der Mann verzieht sich ins Büro.

Seit Tagen schon ist der Wohnzimmertisch voll mit Schulmaterialien. Ähnlich gruselig wie zu besten Homeschooling-Zeiten. Ich habe mir das Packen bis zu den letzten Tagen aufgehoben.. tja, jetzt sitze ich da. Und es dauert echt lange. Ich versuche, so viel wie möglich wiederzuverwenden (Team Ossi) – aber das kostet Zeit und Nerven. Und selbst mit nur 2 Schulkindern überfordern mich die unterschiedlichen Wunschlisten Materiallisten der Lehrer. Jede freie Minute verbringe ich am Wohnzimmertisch – aber sobald ein Stapel verrutscht oder ein Gedanke aus meinem Kopf rutscht, bevor er auf der Einkaufsliste steht, fange ich von vorne an. Ich mache das alles nicht mehr so penibel, wie für die 1. Klasse, aber ich mache es gerne. So richtig oldschool mit Zettel und Stift und zum Laden laufen und so. Einmal im Jahr.. und zum Homeschooling. Der Mann hat Freunde zum Abend eingeladen und wenn es regnet und sie nicht im Garten sitzen können, muss ich den Tisch bis zum Abend frei kriegen.

Zwischendurch fallen immer wieder Erledigungen an. Ich schaffe viele kleine Dingen an solchen Tagen, aber ohne große Struktur. Also fahre ich eben immer mal wieder zwischendurch irgendwo hin… zur Kirche, einkaufen, dann treffe ich eine Freundin. Die Kinder machen gut mit und merken zwischendurch auch, dass es viel Arbeit ist. Sie versuchen zu helfen. Der Große fragt mich: „Mama, möchtest du irgendwas? Einen Kaffee, einen Wein…?“ Und dann stellt er mir einen Rest Sekt im Glas auf den Tisch. Toll ist das mit großen Kindern!

Dann versuchen die Jungs, ihren Farbkasten zu reinigen. Wenn sie eine Aufgabe nicht gerne machen, tun sie so, als wären sie YouTube Stars und kommentieren ihre Handgriffe. Das ist sehr lustig, aber es hilft! Ich höre den Großen aus dem Bad „.. und jetzt nehme man die Seife..“

Es fällt mir schwer, die Kinder in Aufgaben einzubeziehen, wenn sie nicht danach fragen. Sie sollen noch Kinder sein! Und Homeschooling hat deutlich gezeigt, wie schwer es den Kindern fällt, selbst eine Ordnung und Struktur zu erarbeiten und zu behalten. Die Kinder sollen diese letzten freien Tage genießen und es ist schön, dass wir noch Zeit zusammen haben. Ich habe frei und kann mir das leisten. Aber am nächsten Montag, wenn sie alle wieder in ihren Gruppen sind, werde ich das genießen!

Es regnet immer wieder zwischendurch. Der Mittlere geht zum ersten Mal wieder zum Sporttraining. Der Mann plant eine spontane Reise und wir kontrollieren, ob alle seine Termine und Daten auch in meinem Kalender landen. Ein paar Einstellungen müssen wir ändern. Ich schaffe es, alle Schulmaterialien (bis auf Deckweiß und einen orangen Umschlag) zu besorgen. Und dann beeile ich mich, alles zu sortieren, zu beschriften und endlich wegzupacken. Ich ärgere mich, dass ich ein paar Dinge doppelt gekauft habe – doch zu viel Durcheinander im Kopf. Auf Instagram berichte ich immer mal von meinen Aufgaben und wir Mamas feuern uns in diesen Tagen gegenseitig an. Mehrmals wird mir dringend geraten, einen elektrischen Anspitzer zu besorgen… Der Mann hat sein Treffen mit den Freunden abgesagt – also habe ich nicht so viel Zeitdruck.

Er spielt mit den Kindern und macht dann Essen. Der Große erzählt ohne Pause von seinem Minecraft Spiel und seine Augen leuchten – ich gebe mir große Mühe, ihm zu folgen. Nach dem Essen werde ich mit dem Schulkram fertig. Jedes Kind hat sortierte Ordner, saubere Schultaschen und volle Material-Tüten, die am Montag wieder mit in die Schule kommen! Der Mann sieht den freien Wohnzimmer-Tisch und fragt: „Wo hast du denn jetzt das ganze Zeug hingebracht? Ich bewundere deine Superkräfte!“

Naja, ohne Keller ist „das ganze Zeug“ irgendwie immer da. Aber scheinbar gut genug versteckt. Nachdem der Wohnzimmertisch wieder glänzt, mache ich schnell mein Sportprogramm. Das musste in den letzten Tagen auch ausfallen, weil zu viel los war. Nebenbei macht der Mann einen Film an und wir haben Zeit für uns. Die Kinder gackern oben noch lange in ihren Zimmern und sind irgendwie aufgedreht.

Noch 3 Tage, bis die Schule wieder losgeht. Ich freue mich, dass die jetzt noch vor uns liegen!

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