Mütterpflege

28. März 2022

Ich muss euch was erzählen:

Ich habe mich für eine neue Weiterbildung angemeldet!

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Als ich im Jahr 2018 bei der GfG die Weiterbildung zur Doula (Werbelink) begonnen habe, hat sich eine große neue Welt für mich eröffnet. Ich hatte vorher meine Ausbildung zur Erzieherin sicher – und fertig. Feste Arbeitszeiten, feste Strukturen, fester Alltag in der Woche. Dann war ich 10 Jahre in Elternzeit und als Mama zuhause… und dann kamen neue Gedanken und Ideen in meinen Kopf. Ich habe im Blog darüber geschrieben.

Die Weiterbildung hat mich herausgefordert und inspiriert, sie hat mich in neue Bereiche geführt und mir viele gute Erfahrungen gebracht. Das Thema „Frauen und Mütter“ hat mich sowieso lange bewegt und begleitet. Die Arbeit als Doula passt gut in meinen Alltag und ich fühle mich toll, wenn ich als Doula unterwegs bin. Leider passt eine Geburtsbegleitung nicht mit den Corona-Regeln zusammen und deswegen gab es lange keine Begleitungen.

Die Zusatz-Weiterbildungen, die gut zum Doula-Business passen würden, haben mich gleich fasziniert – aber nachdem ich das Zertifikat bekommen habe, hatte ich erstmal genug von den langen Wochenenden, den vielen Büchern, dem Fragebogen und den Hausaufgaben.

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Dann habe ich wieder anfangen, in Teilzeit als Erzieherin zu arbeiten, dann kam die Pandemie.. und irgendwie kam mir vor kurzem bei einem Treffen mit anderen Doulas diese Zusatz-Weiterbildung wieder in den Kopf. Eine Doula-Freundin sagte, sie hätte sich schon angemeldet – und die Idee gefiel mir. Es wäre nur eine kleine Weiterbildung, weil wir Doulas am Großteil schon teilgenommen haben. Sowieso wissen wir Doulas ja gerade nicht, wie es mit der Geburtsbegleitung und den Hygiene-Vorschriften weiter geht…

Ich werde also Mütterpflegerin!

Im April und im September 2022 werde ich an einem langen Wochenende wieder im Weiterbildungsraum sitzen. (Oder am Laptop, wenn die Quarantäne zuschlägt) Ich werde Bücher lesen, an Kursen als Hospitation teilnehmen und wieder ein paar Seiten im Fragebogen ausfüllen. Außerdem werde ich im Januar 2023 an einem weiteren Zusatz-Modul „Stillen und Ernährung“ teilnehmen und danach hoffentlich die Weiterbildung beenden.
Wieder frage ich mich, ob ich das alles schaffe… aber wieder weiß ich, dass ich das schon einmal mit drei Kindern geschafft habe und das auch wieder hinkriegen werde.

Warum Mütterpflege?

Eine Doula begleitet die werdende Mama bei der Geburt, bis das Baby da ist. Eine Familienpflegerin kommt später in längeren Einsätzen zur Unterstützung im Haushalt, bei Krankheit oder mit größeren Geschwistern.
Als Mütterpflegerin besuche ich die Frauen genau in der Zeit dazwischen, in den ersten Wochen nach der Geburt.

Eine Mütterpflegerin hat Fachwissen zum Thema Stillen, Ernährung, Frauengesundheit, Entspannungsübungen, Stressbewältigung, Familiendynamik, Familienrecht und vielem mehr.

In den Wochen nach der Geburt kann ich der Mama eine Unterstützung sein, in dem ich frisches Mittagessen mitbringe, die größeren Geschwister betreue, im Haushalt helfe, den Einkauf erledige, Massagen und Entspannungsübungen anbiete und ihr zuhöre und sie berate. Jede Frau, die ein Kind bekommen hat, weiß, wie wertvoll das sein kann! Wie auch als Doula geht es dabei nicht um medizinisches Wissen oder Diagnosen.

In einigen dieser Bereiche bin ich schon längst mit Freundinnen und in der Kirche unterwegs. In Zukunft biete ich das gern professionell an. Ich freue mich sehr, dass eine Mütterpflegerin von der Krankenkasse bezahlt wird und der Schritt für Frauen somit viel leichter ist.

Ich bin sehr gespannt auf das neue Wissen zu einem meiner liebsten Themen, ich freue mich auf neue Kolleginnen und Kontakte in Berlin und ich werde euch natürlich davon erzählen.

Falls ihr heute zum ersten Mal von einer Mütterpflegerin gehört habt:
Verbreitet die Nachricht und sagt es schwangeren Frauen!

Und falls du im Spätsommer in Berlin ein Baby bekommst: Ich suche dich für einen dokumentierten Mütterpflege-Einsatz.

Wie ist das bei dir: Kanntest du die Mütterpflege schon?

Im Kreisssaal

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