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Stand der Dinge…

… Augenringe.
Ich gehe nicht ohne meinen Concealer aus dem Haus!

Papa ist unterwegs. Beruflich.
Diesmal nicht in Kalifornien, sondern in Kenia.
(Eines Tages werde ich mit-reisen!)

Und wir sind hier. Wir vier.
Bisher läuft es besser, als gedacht. Aber bisher war auch erst Wochenende. Am Samstag waren wir im Zoo, weil unsere Jahreskarte bald abläuft. Es war ziemlich kalt.

Und ich muss gestehen, dass die beiden Großen den Zoo schon langweilig finden. Also.. Liam hat zum ersten Mal so richtig Giraffen aus der Nähe gesehen. Sonst waren sie wohl immer im Haus – da stinkt es ihm zu sehr… Er fand es faszinierend, dass Papa diese Tiere in Afrika grad echt sieht. Vielleicht.
Im Affenhaus war auch mehr los und wir haben eine Weile zugesehen. Dann sind Pinguine und Robben immer sehr beliebt und eine kommentierte Fütterung bei den Hyänen musste auch sein.
Na gut.. sie finden den Zoo nicht langweilig. Sie wissen bereits sehr viel für ihr Alter. Das finde ich gut! (Emilian konnte ja ’ne Menge Tiergeräusche, bevor er überhaupt sprechen konnte!)

Liebe Grüße nach LA!

Heute waren wir zusammen im Gottesdienst und danach mit Freunden im Restaurant. Und morgen beginnt der Alltag!

Es ist möglich, das alles zu schaffen!
Ich stelle mir den Wecker früher.
Ich bitte die beiden Großen mehr um Hilfe.
Ich bleibe nachts abends länger wach, um Stille zu genießen und Dinge abzuarbeiten.
Ich arbeite meine Listen langsamer ab.
Ich halte mich nicht ganz so streng an den Zeitplan.

Aber.. es ist anstrengend.
Ich muss immer alle drei im Blick/im Ohr haben. Die kommen auf die merkwürdigsten Ideen.. alle drei!
Ich bin allein für den Tagesablauf verantwortlich.
Ich muss allein auf die Zeit achten.
Ich möchte die Kinder weder überfordern noch ignorieren.

Jari bekommt grad seine ersten vier Zähne gleichzeitig und ich weiß, dass er Papa sehr vermisst. Immer wieder krabbelt er vor den leeren Schreibtisch, bleibt sitzen und guckt einfach. Trotzdem ist er gut drauf und kaum quengelig. Er liebt das Skypen mit Papa. Am liebsten würde er in das Handy kriechen und Papa auf den Arm springen.
Wenn er auf meinem Arm einschläft (ist heut zweimal passiert), merke ich, dass wohl Schlafenszeit für ihn gewesen wäre.. Aber dann trage ich ihn eben und mache weiter. Jari ist noch immer der pflegeleichte kleine Bruder, den alle lieben, zum Lachen bringen und gern bespaßen.

Liam ist nun stolzer Geigen-Schüler und macht pflichtbewusst seine Hausaufgaben. Wir sind so glücklich, dass er als Mittelkind neben dem Schulkind und dem Baby auch in eine besondere Rolle schlüpfen darf und loben ihn sehr. Er vermisst Papa und manchmal kullern die Tränen – aber Liam ist ganz schnell wieder bei himmelhochjauchzend.

Emilian ist ein sehr guter Schüler und manchmal wüsste ich gern, ob es in der Klasse einen Klassenclown gibt und wenn ja, ob er das ist. Sein Verhalten wird mehr Show und er schleudert sein Wissen um sich, als könnte ihm keiner was. Cool ist er, aber Übermut tut selten gut. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob och mich im Notfall auf ihn verlassen könnte – oder ob es ihm dann doch wichtiger wäre, Liam zum Gackern zu bringen oder eine dumme Idee auszuprobieren.

Ich mache tatsächlich seit 24 Tagen täglich meinen Sport und bin sehr glücklich damit. Es ist jetzt schwieriger, weil Jari entweder dabei ist oder ich ihn erst hinlegen muss. Dann wird es sehr spät. Eben musste ich unterbrechen und ihm eine Flasche geben – aber ich habe danach weiter gemacht.
Ich fühle mich viel fitter! Ich spüre Muskeln!
Was nach den 30 Tagen passiert, weiß ich aber noch nicht.
Habt ihr Vorschläge?
Ich habe mir schon eine andere DVD von Jillian Michaels ausgesucht, denn die jetzige werde ich verleihen und im Februar erstmal nicht machen. (Und wehe, du machst das nicht, K.! 😉 ) Zweimal hintereinander wäre auch langweilig, glaub ich.
Sonst bin ich (noch) nicht so müde, ich genieße die freieren Vormittage, obwohl Jari auch gut klammert und dazwischenfunkt und ich schaffe in kleinen Schritten meinen Haushalt.

Eine Freundin, deren Mann mit meinem Mann in Kenia ist, hat mir eine Überraschungstüte gebracht. So lässt’s sich überleben!

Es bleibt so viel liegen. Der Boden ist so dreckig. Die to-do-Liste wird länger. Abends gehe ich mehrmals von unten nach oben, bis ich alles aufgeräumt und am richtigen Platz habe. Emilian und Liam dürfen abwechselnd in Papas Bett schlafen und so schlafen sie abends besser ein und morgens länger aus. Perfekt. Die Nächte sind also ruhig.

Auf die Bedürfnisse von vier Personen zu achten und einen normalen Alltag zu schaffen, klappt erstmal noch nicht so. Aber war ja auch Wochenende.
Die Nachmittage haben wir uns bewusst frei gehalten, um Ruhe und Freizeit zu haben. Wenn ihr nichts von uns hört, wisst ihr, woran es liegt. Dienstag beantworte ich aber meine nächsten 20 Fragen!

Um die überstandene Zeit zu feiern, möchten wir demnächst ins Tropical Island fahren. Habt ihr Tipps, Empfehlungen, Warnungen für uns?

 

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Eindrücke von der BuchBerlin 2017

Im November 2014 fand nach neun Jahren endlich wieder eine Buchmesse in Berlin statt. Am 24. November waren die Türen für Kinder geöffnet und wir waren eingeladen.

Zusammen mit meiner Schwester, einer Freundin und unseren drei Kindern machte ich mich nach der Schule auf den Weg in die Sonnenallee. Aufgeregt gingen wir durch den Haupteingang des Estrel Hotel, die Kinder waren sehr beeindruckt – und wir suchten uns den Weg zur Buchmesse.

Sehr freundlich wurden wir begrüßt und betraten den fast leeren Ausstellungsraum.
Am Vormittag waren Schulklassen dort gewesen. Über 20 Klassen, obwohl nur 10 erwartet wurden. Dementsprechend wuselig musste es gewesen sein und dementsprechend entspannt und ruhig waren die Aussteller nun. Sie warteten geradezu auf uns und die paar anderen Familien, die an den Ständen vorbei schlenderten.

Autoren und Verlage stellten sich vor und stellten neue Bücher oder Hörspiele aus. Wir kannten nicht viele Bücher und so liefen wir interessiert durch den Raum. Es gab kleine Gewinnspiele, Basteltische, ein PapierTheater und Workshops zum Thema „Buch“.

Die Schatzsuche mit der TonieBox hätte ich sehr gern mit den Jungs gemacht, aber sie waren etwas zu jung dafür.

Am Tisch der Story Cubes (Werbelink) durften die Kinder mit 5 Würfeln 5 verschiedene Bildchen würfeln und sich dazu eine Geschichte ausdenken.

Es wurden viele Lesezeichen verschenkt und gebastelt, es gab Zaubertricks und Lese-Ecken und Autoren haben aus ihren neuen Büchern vorgelesen.

Liam hat sich so sehr in eine Geschichte vom kleinen Schabernack verliebt, schlich immer wieder um den Tisch der Autorin herum und sah sich die Bücher an. Am Ende unseres Besuches unterhielt ich mich mit der Autorin Nadine Voß.
Liam bekam das Buch – sogar mit persönlicher Widmung – und ließ es auf dem Weg nachhause nicht los. Ich erzähle euch später mehr über den kleinen Schabernack.

Eine andere, sehr freundliche Autorin und Verlagsgründerin, die wir kennen lernten, war Dorothea Flechsig. Den Glücksschuh-Verlag kannte ich bisher noch nicht, aber Petronella Glücksschuh kam mir bekannt vor.
Wir bekamen ein tolles Hörspiel von Sandor, der Fledermaus. Die Kinder hörten es noch an diesem Abend.
Sandor ist eine kleine, schlaue Fledermaus, die in einem Schulraum wohnt und einem Jungen ein guter Freund wird. In dem spannenden Hörspiel werden kindgerecht viele interessante Informationen über Fledermäuse weitergegeben.

Zuhause sah ich mir in Ruhe die Willkommens-Tüte an, die wir bekommen hatten. Kleine Schätze wie Geschenke und Informations-Flyer fand ich dort.

Eine Buchreihe, die mir gefallen hat, möchte ich euch gern noch zeigen. Sie kommt vom Kinderbuchverlag Biber & Butzemann.

Sie schreiben auf der Internetseite:

„In unseren Büchern gehen kleine Helden auf große Reisen und erleben spannende Abenteuer.
Die liebevoll illustrierten Geschichten spielen an den unterschiedlichsten Urlaubsorten und vermitteln kindgerecht interessantes Wissen über die jeweilige Region.“

Zum Beispiel kann für einen Familienurlaub das Buch der entsprechenden Region gekauft werden. Zusammen mit den tollen Geschichten, passend zum Urlaubsort, wird jeder Ausflug etwas ganz Besonderes.

Als Geschenk-Idee (vielleicht noch zu Weihnachten?) kann natürlich auch das Buch passend zur Heimatsregion gekauft werden. Bestimmt wird die bekannte Umgebung noch einmal mit ganz anderen Augen gesehen!

Vielen Dank, dass wir dabei sein durften – auf der BuchBerlin!

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Hallo Dezember!

Mit einigen Umwegen sind wir inzwischen auch in schöner Weihnachtsstimmung angekommen.
Ein krankes Kind, viele Vorbereitungen und wenig Schlaf haben die Stimmung ein bißchen gedrückt..

… aber wir haben das Haus geschmückt, Lebkuchen-Anhänger von Frau Frische Brise und Schoko-Minz-Kekse von Pia gebacken. Diese beiden Rezepte meiner Blogger-Kolleginnen werden für immer zu unserer Weihnachtszeit gehören. Genauso gehört die Musik von Pentatonix und Rolf Zuckowski dazu.

Die ersten Schnee-Bilder von Freunden im Internet, das Öffnen des 1. Türchens heute Morgen und die vielen Heimlichkeiten und Bastel-Arbeiten machen die Stimmung perfekt. Ach ja, Dezember!

Im Dezember werde ich…

… Kerzen anzünden.
… Plätzchen backen.
… die Kinder für ein Wochenende zu Oma und Opa bringen.
… mit dem Mann Geschenke einkaufen. Offline.
… ein Lebkuchen-Haus bauen.
… Weihnachtsfeiern feiern.
… noch an den wunderschönen Kino-Film von gestern denken.
(Wir durften die Vor-Premiere von „Bo und der Weihnachtsstern“ sehen!)
… Sterne an die Fenster kleben.
… Weihnachtsgeschichten vorlesen.
… den 1. Geburtstag meines Neffen feiern.
… mit der Familie zusammen sein.
… 11 Monate mit Jari feiern.
… viele kleine Kinderschuhe befüllen.
… in die Bücherei gehen.
… mit den Kindern auf den ersten Schnee warten.
… Geschenke verpacken.
… mich an den glücklichen Kindergesichtern erfreuen.
… zur Ruhe kommen und genießen.
… dankbar auf das Jahr 2017 zurückschauen.
… feierlich das Jahr 2018 begrüßen.

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Ausprobiert: Duden Mini

Immer wieder bekomme ich tolle Einladungen oder Produkte zum Testen. Wir sind sehr dankbar und gucken uns alles an und probieren alles aus – und ich schreibe auch darüber. Meistens hier, manchmal auch bei Instagram.
Das Schreiben dauert nur manchmal seine Zeit.

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Für meine Jungs, Schulkind und Vorschulkind, durfte ich mir zwei Duden Minis aussuchen.

Die Duden Minis sind kleine Mitmach-Hefte.
Meine Jungs lieben das.
Ein bißchen Schreiben, Zählen, Spuren oder Malen üben.

Emilian hat sich das Buch Nr. 1 „Das Gewitter & Am Lagerfeuer“ ausgesucht. Es geht um Abenteuer in der Natur, die der kleine Hase Paul erlebt.

Dazu gibt es passend für Jungen und Mädchen kleine Rätsel und Übungen, die gut zu einem Erstklässler passen. Die kleinen Aufgabentexte in Druckbuchstaben kann er inzwischen gut selbst lesen. Die Geschichten lesen wir gern noch vor.

 

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Liam hat das Buch Nr. 7 „Mein kleiner Buchstabenspaß mit Rabe Linus“ gewählt. Er liebt Buchstaben-Übungen und ist so neidisch auf die Hausaufgaben, die Emilian machen darf.
In dem Heft kann er üben, Groß- und Kleinbuchstaben zu schreiben und Bilder mit dem passenden Anfangsbuchstaben verbinden. Für jede fertig bearbeitete Seite darf ein kleiner Linus-Sticker in die Ecke der Seite geklebt werden.

Beide Jungs waren sehr begeistert über kleine Sticker, die für Übungen oder als Belohnung aufgeklebt werden dürfen.

Diese Hefte bieten sich für Schulkinder und Vorschulkinder sehr gut als Übung für zwischendurch, als Beschäftigung unterwegs oder als kleine Auszeit für kreative Köpfe an.

Die Duden Minis sind für je €1.99 erhältlich.

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Von der Rumpelkammer in die Vorweihnachtszeit

Ich habe mich mit einer Freundin über unseren Alltag unterhalten. Wie voll der Alltag ist, wie wenig Zeit wir für uns haben, wie wenig Zeit wir für die Kinder haben, wie wenig wir  schaffen, was wir gern anders hätten…

Und ich setze mich schon immer gerne dafür ein, unseren Alltag so leer wie möglich zu halten.. für unsere Verhältnisse. Wenig feste Termine. Viele Familien-Zeiten. Viele Pausen. Freie Wochenenden. Aber. Unser. Alltag. Ist. Nicht. Leer!

Auch ich habe das Gefühl, nichts zu schaffen. Auch ich habe das Gefühl, Sachen über Wochen liegen zu lassen.. über Monate. Auch ich habe lange to-do Listen, Müll-Ecken im Zimmer, verpeilte Tagesabläufe im Alltag, und so weiter.
Jari ist heute auf meinem Arm eingeschlafen, einfach so, völlig außer der Zeit, zu einer sehr ungünstigen Zeit! – weil ich heute am Nachmittag unterwegs war und einfach seinen Mittagsschlaf vergessen habe. Ob sich das in der Nacht rächt?

Auch ich muss die Kinder auf später vertrösten. Auch ich muss Termin absagen, Treffen verschieben, Trockenshampoo benutzen, kalten Kaffee trinken und den dreckigen Küchenfußboden mit zusammengebissen Zähnen ignorieren.

Die letzten Nächte waren nicht so schön, weil entweder Jari wach und hungrig war, oder ich viel gehustet habe und eben nicht schlafen konnte – beziehungsweise im schlimmsten Fall Jari wieder geweckt habe. Unsere besten und tiefsten Schlafzeiten waren in den letzten Tagen zwischen 5:00 Uhr bis 7:00 Uhr, die Zeiten, in denen wir normalerweise aufstehen.
Mein Mann hat also ganz viele Laufdienste übernommen und wir konnten weiter schlafen.

Planänderungen, das Gefühl, zu nichts zu kommen, Schlafmangel und spontane Absprachen kennen wir.

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Zum Alltag gehört für mich: Zusammen sein.

Wenn ich „arbeite“, nehme ich die Kinder mit.
Das ist mein Homeschooling.
Ich unterscheide nicht oft zwischen „Zeit mit den Kindern“ und „Zeit im Haushalt“. Ich sitze nicht nur rum, wenn ich mir Zeit für die Kinder nehme, sondern ich versuche, das zusammenzubringen.

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An den letzten vier Vormittagen habe ich die Kinderkleidung sortiert, die gerade keinem unserer Kinder passt. Ich saß mit einem tollen Hörbuch und einem aktiven Baby im Schlafzimmer und habe weg-sortiert, neu-sortiert, aus-sortiert, ein-sortiert.
Emilian kriegt neue Kleidung von Freunden.
Liam kriegt Kleidung von Emilian.
Dann gibt es viele Größen, die auf Jari warten.
Und alles, was Jari nicht mehr passt, kommt weg und nimmt keinen Platz mehr weg.

Ich habe in unseren Fächern aufgeräumt. Mal wieder alle Oberteile gefaltet und gestapelt. Kurze Hosen und Tops nach hinten, dicke Pullover wieder in die erste Reihe.

Dann habe ich gestern komische kleine Tierchen in meinem Backschrank gefunden und wieder sortiert. Und geputzt. Und mal in die Tiefen der Fächer geschaut. Ich habe gemerkt, dass ich im letzten Jahr mit Baby-Jari wenig zum Backen gekommen bin – also sind einige Lebensmittel inzwischen verfallen.
Emilian durfte auf allen Sachen das Verfallsdatum suchen, das hat ihm als Mathe-Ass großen Spaß gemacht. Liam durfte offene Verpackungen mit Clips verschließen. Und wir haben großzügig aussortiert und weggeschmissen.

Seit Tagen, eigentlich fast seit Korsika, habe ich den Kindern versprochen, die Weihnachtskiste vom Dachboden zu holen..
Heute war es dann soweit!

Und in diesem Zuge habe ich natürlich gleich Sommer-Kleidung und Baby-Kleidung und Schuhe und einen Hochstuhl auf den Dachboden gestellt. Und ich habe andere Sachen runtergeholt. Zum Beispiel neues Baby-Spielzeug für Jari, (Tadaa: Weihnachtsgeschenke für Jari haben wir jetzt), Winter-Kleidung, Winter-Schuhe und so. Die Jungs lieben den Dachboden und durften tragen helfen.

(Die letzten Tage haben sich echt angefühlt wie ein Nestbautrieb im 9. Monat, nur ohne riesigen Bauch. Auch was Schönes.)

Und auch, wenn es jetzt in ein paar Zimmern und Schränken sauberer und leerer aussieht, steht eben in anderen Zimmern wieder mehr rum. So ist das, denke ich.

Wir haben viel kleines Spielzeug und alte Kleidung, Zeitschriften und seltsame Sammlungen weggeworfen. Dabei helfen die Kinder auch. Wir werden in den nächsten Tagen oft zu unserem Rumpelbasar fahren und Kleidung und Spielzeug und Küchensachen abgeben – auch das ist ein besonderer Schritt für die Kinder – und wir werden diese Freiheit vor Weihnachten genießen!

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Meine Mama hat uns vor ein paar Tagen ein Foto geschickt, auf dem unsere Küche zu sehen war, als sie noch völlig neu und völlig frei und völlig sauber war. 2012 war das.
Und wir alle konnten kaum glauben, wie viel Kram in den letzten Jahren dazugekommen ist. Und wir alle mochten das Bild der sauberen und leeren Küche viel lieber, auch die Kinder.
Natürlich können Geräte wie ein Toaster und ein Wasserkocher und eine Küchenmaschine nicht einfach in den Schränken verschwinden (jedenfalls nicht bei uns), aber diese freien Flächen haben etwas in mir gemacht.

Und ich möchte dahin. In diese Richtung. Ich rede nicht von Minimalismus, davon bin ich zu weit entfernt. Aber ich spüre, wie wir alle – wir Eltern und die Kinder – aufatmen, wenn wir Platz und Freiheit haben.

Arbeitsflächen, Wände, Fensterbretter, Böden, Treppenstufen, Nachttische… Ich möchte weg davon, alles vollzustellen. (Wer noch?)

Wenn wir etwas lange nicht nutzen, nicht vermissen, nicht mehr brauchen, kaputt gemacht haben, dann kommt es weg. Es wird nicht für den Notfall, für irgendwann, für den nächsten Sommer, für „falls wir mal…“ aufgehoben – sondern weggeworfen.

Das klappt nicht immer und ist nicht leicht. Aber Kleinigkeiten, wie halb-kaputte Schuhe, zu kleine Mützen, kleine Spielzeuge (Überraschungseier und McDonalds!) , Werbegeschenke, alte Zeitschriften usw.: Weg! Wir brauchen den Platz!

Wahrscheinlich bedeutet das auch manchmal, gut gemeinte Geschenke von anderen wegzugeben oder wegzuwerfen. Wahrscheinlich bedeutet das, Erinnerungen wegzuschmeißen. In jedem Fall bedeutet das, Kinderzeichnungen wegzuwerfen. Welche Mama schafft es bitte, alles aufzuheben??

Aber wenn mir hier Dinge begegnen, Lebensmittel, Zeitschriften, Tischdecken, Spielzeug, Kleidung, Taschen, Basteleien, Millionen Kugelschreiber, Vasen, … die seit unserem Einzug hier stehen (Verfallsdatum 2012), und ich in einer entsprechenden Verfassung bin – dann atme ich kurz ein, schließe die Augen und dann: Weg damit!

(Diesen ganzen Artikel habe ich übrigens in wenigen Minuten in mein Handy diktiert, während ich – ihr dürft raten – durch die Wohnung gelaufen bin und sortiert habe. Ich war dabei allein! Ich schreibe sehr gerne, aber ich frage mich jetzt ein bisschen, warum ich das nicht immer schon so gemacht habe.)

Die Jungs sind meist dabei, wenn ich so wühle. Sie helfen, sie stören, sie verzögern und lernen, sie puzzlen und hören Geschichten, sie malen und streiten, sie machen Hausaufgaben und essen und langweilen sich… das ist Familie bei uns.

Gerade hocken sie in ihrem Kinderzimmer. Sie haben einen alten Adventskalender entdeckt und befüllen ihn gerade für Mama und Papa. Voller Heimlichkeit.
Ich liebe das. Und ich sehne mich vor Weihnachten nach dieser Ruhe, dieser Entschleunigung, dieser Besinnung.

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Die Kinder brauchen keine Geschenke, wenn ihr Zimmer voll ist und sie nicht atmen können.
Und wir brauchen keine Geschenke, wenn wir volle Schränke haben und nicht atmen können.

Ich bin sehr glücklich, dass die Kinder lernen, was abgeben heißt, was es heißt, anderen eine Freude zu machen, was Teilen ist, was „Weihnachten im Schuhkarton“ ist, dass es Kinder in dieser Welt gibt, die nichts haben. Nichts.

Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Auch ich hänge an Dingen, ich hänge an den Kuscheltieren, die meinen Babys gehört haben, ich weiß, wer welchen Body geschenkt hat, ich hänge an Erinnerungen, ich hänge an Andenken – und es ist immer eine Entscheidung.

Ist das Deko – oder kann das weg?
Brauchen wir das noch – oder kann das weg?
Brauchen wir das wirklich – oder kann das weg?

Mein Mann hängt weniger an Zeug, er ist großzügig und gutmütig, aber genau wie bei ihm und mir spüre ich, genau wie bei den Kindern, was zu viel ist.

Der Satz „Zeit statt Zeug“ klingt immer lauter in meinem Ohr.
Beim Abendessen haben wir heute schön zu viert darüber geredet.

Lieber ein Eis mit Mama, als ein billiges Auto?
Lieber mit Papa Fussball spielen, als eine neue Zeitschrift?
Lieber zusammen in Buch lesen, als an Überraschungseiern kurz Freude zu haben?

Was hatten wir in der Vergangenheit schöne Familienzeiten im Zoo, im Legoland, im Schwimmbad, im Kletterpark und so weiter, weil wir Jahreskarten geschenkt bekommen haben!

Unser Leben ist aber nicht schwarz-weiß.
Wir gehen immernoch zu McDonalds und die Kinder bekommen Überraschungseier und dürfen sich kleine Spielzeuge kaufen. Sie müssen auf meinen Zug nicht aufspringen und es ist schwer, diese Entscheidungen zu treffen.

Aber sie denken nach. Immer mehr reden wir auch über den Wert einer Sache, über Geld und Qualität und wir lernen eben, zu sortieren und Prioritäten zu setzen.

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Jetzt habe ich euch meine Vorweihnachts-Gedanken um die Ohren und Augen gehauen.. Mir hilft es beim Denken.

Ich freue mich auf weihnachtliche Familienzeiten, auf Platz und Freiraum – und ich bin gespannt, wie sich unsere Wünsche und Pläne und Ideen umsetzen lassen und halten.

Und zwischendurch werde ich innehalten, die schönen Dinge des Lebens suchen und genießen und zufrieden sein!

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