mamasbusiness

papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Ein bißchen Alltag und ein bißchen Hochzeitstag

* Jari hat die U4 erfolgreich bestanden. Er hat mit 5700g wieder gut zugenommen und sieht deutlich altersentsprechender aus. Die Ärztin war erstaunt über seine gute Körperspannung in Bauch- und Rückenlage. Manchmal versucht er tatsächlich, sich aus der Rückenlage hochzuziehen. Aber es knattert nur laut in der Windel – hoch kommt er noch nicht.

* Emilian geht es besser. Nachdem die Halsentzündung mit einem Medikament behandelt wurde, das er eigentlich schon kannte, bekam er aber einen ordentlichen Hautausschlag an Händen und Füßen. Wir waren sehr froh, dass Freitag war – und wir nicht mittendrin in einem langen Wochenende waren. Beim Arzt wurden wir vorgelassen, bekamen Allergiemittel und neue Medizin – jetzt ist alles wieder gut.

* Vor einiger Zeit habe ich mal wieder ein neues Belohnungssystem ausprobiert.
Mein Plan ist, die Kinder an alltägliche Aufgaben zu erinnern, ohne mir den Mund fusslig zu reden. Und ich möchte belohnen, wenn sie allein an ihre Aufgaben denken.

Es gibt also nun ein Glas mit Zetteln in der Küche. Auf den Zetteln stehen kleine tolle Belohnungen. Und wenn ein Sohn selbständig an die Aufgabe denkt oder freiwillig mithilft, besonders aufmerksam oder rücksichtsvoll ist, darf ein Zettel gezogen werden.

Sie lieben das sehr und ein paar Belohnungen haben wir schon zusammen eingelöst. Dieses Glas hat eine hohe Anziehungskraft und besonders, wenn sie völlig überraschend einen Zettel ziehen dürfen, ist die Freude groß.

* Wir lieben unseren Garten!
So viele Farben tauchen jedes Jahr zu dieser Zeit auf. Zum ersten Mal blüht eine Pfingstrose in meinem Beet. Wow! Wie konnte ich diese Blume bis jetzt nicht kennen!

* Den Kampf gegen den bösen Buchsbaumzünsler in unserer Hecke haben wir gewonnen – wie es jetzt aussieht. Unsere kleine Hecke grünt und erholt sich. Wir hoffen sehr, dass wir sie behalten können!

* Und der Holunder! Meine Güte!
Der Duft hängt schwer im Garten und gehört für immer zum Juni dazu. Die ersten Geleegläser stehen hier schon rum und gerade entstehen 6 Liter Holunderblütenlikör. Das. ist. so. lecker.

* Wir durften ViO BiO LIMO testen. Diese Marke war uns bis jetzt fremd. Von dem Geschmack der natürlichen Zutaten waren wir sehr positiv überrascht.

* Emilian fängt an, Geschichten zu gemalten Bildern zu schreiben. Kostbare Werke!

 

Und das Beste zum Schluss:

Gestern haben wir unseren 10. Hochzeitstag gefeiert!
Das heißt, wir sind 10 Jahre verheiratet! Könnt ihr euch das vorstellen?

Ich finde, 10 Jahre sind eigentlich noch ein überschaubarer Zeitraum, obwohl es sich so lang anhört.
Was waren wir jung, als wir mit 22 und 23 Jahren geheiratet haben!

Jetzt haben wir drei Kinder und jede Menge besonderer Erinnerungen in unseren Herzen.
Wir haben schöne und schwere Zeiten zusammen überstanden.
Wir haben ein Jahr im Ausland gelebt.
Wir haben verrückte Entscheidungen getroffen und keine einzige bereut.

Als Eltern- und Ehe- und Liebes-Paar haben wir unseren Stärken und Schwächen so langsam raus und wir sind ein gutes Team. Humor und Zeiten zu zweit sind so wichtig im Alltag, obwohl beides nicht von allein kommt.

Wir passen gut zusammen, wie man so sagt. Es läuft einfach. Das haben wir von Anfang an gemerkt. Trotzdem war es sehr wertvoll und bedeutend für mich, als uns der Birkman-Test im letzten Jahr schwarz auf weiß bestätigte, dass wir wirklich gut zusammen passen und uns wunderbar ergänzen.
Ehepaare: Macht diesen Test mal!
Ich bin sehr glücklich, dass wir beide offen für Neues, offen für Veränderungen sind und auch nach 10 Jahren mit solchen Hilfen bereit sind, an unserer Beziehung zu arbeiten.

Mein Mann ist mein bester Freund und niemand kennt mich so, wie er. Den Alltag, Freizeit, Urlaub und Arbeit erlebe ich am liebsten mit ihm und mein Herz ist voller Glück, wenn wir mit unseren drei Schätzen unterwegs sind.

Unser Tag gestern bestand zuerst aus Großeinkäufen, Kinderarzt-Besuch und bespuckten Baby-Klamotten. Aber das ist unser wahrer Alltag eben gerade.
Meine Schwester war mit den beiden großen Jungs unterwegs und wir fuhren mit Jari los. Ein Restaurant- oder Kino-Besuch, ein Wochenende zu zweit oder Wellness-Urlaub passt gerade nicht in unsere Familienzeit.
Also spazierten wir in Sonne und Ruhe in unserer wunderschönen Umgebung am Schlachtensee. So schön war das!
Auf der Seeterasse gab es Weisswurst und Erdbeerbowle. Jari schlief im Kinderwagen und wir hatten nur uns mit Glück und Liebe.
Am Abend hatten wir allerdings noch einen besonderen Termin…

Zum 10. Hochzeitstag habe ich mir nämlich einen großen Wunsch erfüllt!

Schon im letzten Jahr habe ich auf Pinterest eine Foto-Idee gefunden, bei der die Hochzeitsfotos mit Kindern nachgestellt wurden. Und ich wollte das unbedingt!

Bereits im Januar nach Jaris Geburt war mir also klar, dass ich in ein paar Monaten wieder in mein Hochzeitskleid passen musste. Ich fing einigermaßen diszipliniert mit meinem Sport wieder an – das Ziel vor Augen! Doch nach dem dritten Kind veränderte sich mein Körper deutlich langsamer in die gewünschte Richtung.

Vor ein paar Wochen fuhr ich in mein Elternhaus und probierte das Kleid an. Es passte ganz gut, aber der Reißverschluss ging nicht zu. Überhaupt gar nicht.
Egal. Ich wollte diese Fotos und wenn man von vorn fotografieren würde, würde man ja den blöden Reissverschluss nicht sehen…

Gestern Abend kam also ein Freund, der die Fotos machen würde.
Mein Mann war von dieser Idee lange nicht überzeugt, aber nach und nach stimmte er zu. Erst gestern probierte auch er also seinen Anzug an – und es passte!

Ich zog meine Hochzeitsschuhe an und suchte meine Hochzeitsohrringe. Ich zog meine Corsage an, den Reifrock – und warf mir dann das Kleid über. Ein toller Moment!
Meine Schwester bekam dann tatsächlich den Reißverschluss zu! Ich konnte gut laufen und sogar atmen.

Unsere echten Hochzeitsfotos sind im botanischen Garten in Berlin entstanden. Wir entschieden uns aber, lieber in unserem Garten zu bleiben. Mit meinen gepflanzten Blumentöpfen und einer Bank zauberten wir eine schöne Umgebung. Mein 10 Jahre altes rosa Blumengesteck hätte ich noch gehabt, aber meine Schwester brachte 10 rosa Gerberas (die schönste Blume der Welt) mit und schon hatte ich einen perfekten neuen Strauss. Wir zogen die drei Jungs um und es ging los.

Und es war so schön!
Der Fotograf war locker und entspannt und hatte tolle Ideen. Die Kinder machten wunderbar mit – das liegt auch an der anderen Foto-Geschichte, von der ich euch demnächst erzähle.
Wir machten tolle Familienfotos und stellten auch unsere Hochzeitsfotos nach. Ich bin sehr glücklich und dankbar, natürlich auch ziemlich stolz, in mein Kleid gepasst zu haben.

Diese Fotos bedeuten mir sehr viel und ich werde euch die Ergebnisse natürlich bald zeigen!

Keine Kommentare »

April, April

Mit dieser Überschrift beabsichtige ich jetzt nicht irgendeinen Scherzartikel zu schreiben – ich wollte einfach nur ausdrücken, dass das Wetter macht, was es will. Und wir versuchen, uns anzupassen.

Am wunderschönsten heißen Samstag am 1. April bin ich mit meinen Jungs, einem kleinen Freund und meiner Schwester in den Britzer Garten gefahren. Wir haben jetzt übrigens auch dafür eine Jahreskarte. Wir lieben die Schönheit in diesem Park, die Abwechslung, die Weite, die verschiedenen Ecken – und dass sich die vielen Menschen im Park nicht auf den Füßen stehen, auch wenn wir draussen bei der Parkplatzsuche verzweifeln.
Ich kann euch empfehlen, die Spielplätze an solchen Sonnentagen zu umgehen – es gibt hundert andere tolle Stellen.

Diese Kirschblüten! Sonne am See! Die Wiesen und die Blumenbeete, es ist so toll! Berliner Eltern, schnappt euch eure Kinder, eine Kamera und ab in den Park!

Zu meinem Geburtstag am 4.4. wurde es dann leider richtig kühl. Jari bekam eine kleine Augenentzündung bzw. hatte verstopfte Tränendrüsen und so entschied ich mich gegen eine Feier. In den letzten beiden Jahren feierte ich mit über 50 Freunden und da war das in diesem Jahr schon komisch ruhig.
Meine Jungs weckten mich kurz nach 7:00 Uhr, damit Emilian mir vor der Schule gratulieren konnte. Sie hatten einen süßen Mama-Tisch für mich vorbereitet:

Am Abend davor wurde ich nämlich aus der Küche gesperrt und musste laut Musik hören, damit sie ungestört sein konnten. Am Morgen wartete dann ein sehr leckerer Erdbeerkuchen auf mich!
Nach dem die Kinder dann in Schule und Kita abgegeben waren, gingen wir beide mit Jari erst kurz zum Kinderarzt und dann sehr gut frühstücken. Eine Freundin kam mit einem Kuchen vorbei und nach dem Schwimmkurs trafen wir uns mit Freunden und meiner Schwester in unserem Lieblings-Eisladen.

Für den Abend hatte sich meine Schwester mit den beiden großen Jungs verabredet. Wir saßen etwas müde auf der Couch und hatten keine so richtige Idee für ein Baby-taugliches Date (Habt ihr eine???). Kino fällt weg, Shoppen ist nicht so romantisch, Restaurant ist schwierig, wenn ich versuche, Still-freundlich zu essen, für einen Spaziergang war es zu kalt. Und wir waren irgendwie auch müde. Fast wären wir ins Autokino gegangen. Das ist eine coole Idee für ein Date-mit-Baby! Aber der Film gefiel uns nicht so.

Wir sind dann 10 Minuten zu einem neuen kleinen Restaurant in der Nähe spaziert. Ich habe einen ungefährlichen Salat gegessen und einen indischen alkoholfreien Cocktail getrunken – und wir haben geredet. Das war so gut! Nur drei Tische waren besetzt, Jari hing schlafend in der Manduca und es ging uns einfach gut.

Ich habe mir von meinem Mann einen Brief gewünscht. Handgeschrieben. Nachdem er erst dachte, ich hätte das nicht so ernst gemeint, hatte er es dann vergessen – aber auf meinem rosa Platz lag ein Brief von ihm. Zwei volle Seiten mit der Hand geschrieben! Und wirklich war das mein bestes Geschenk! In Zeiten voll von schlaflosen Nächten und vollgekackten Windeln, dreckigen Böden und vollen Terminkalendern schaffen wir es kaum, uns „normal“ zu unterhalten – und erst Recht ist es seltener geworden, dass wir romantisches Liebesgeflüster austauschen. Und dieser Brief hat mir sehr gut getan.

Jetzt haben wir erstmal Ferien!
Die Kinder werden bei ihrem Cousin übernachten. Meine Oma wird endlich Jari kennenlernen und am Osterwochenende feiern wir drei Geburtstage mit der Familie.
Außerdem freue ich mich auf den Familiengottesdienst am Ostersonntag. Wir feiern, dass der Gute das Böse besiegt hat. Wie nötig haben wir so eine Nachricht in diesen Tagen!

Keine Kommentare »

Grüße von der Couch

So ganz brav, wie das hier klingt, halte ich meine Ruhe nicht ein. Eher, wie eine Mama über das Wochenbett sagte: „Eine Woche im Bett, eine Woche am Bett und eine Woche ums Bett.“ , oder so.

Der selbstgenähte Schlafsack von meiner Mama.
Wie klein der uns vor der Geburt vorkam…

Mir geht es sehr gut.
Donnerstag Abend war ich einmal kurz mit den großen Jungs draußen. Das war schön, aber irgendwie auch komisch. So ohne Bauch und Baby im Auto und dann bei Lidl eine kurze Reizüberflutung.

Am Freitag war ich dann vormittags draußen. Die Sonne schien. Ich habe Emilian überrascht und ihn von der Schule abgeholt. Ich traf fast alle meine Mama-Freundinnen auf dem Schulhof. Weil ich Jari nur kurz aus dem Autositz genommen hatte und ihn im Sitzsack wie ein kleines blaues Bündel auf dem Arm trug, sahen sie uns schon von Weitem. Haach, war das schön. Die Mamas, die nicht glauben konnten, wie klein so ein Baby ist. Die leuchtenden Augen der Kinder aus Emilians Klasse. Und der stolze Emilian.
Später ging ich noch zum Klassenraum, um Emilians Lehrerin zu besuchen. Sie kam uns entgegen und freute sich so, uns zu sehen. Sie hielt Jari ein paar Minuten und wir quatschten kurz so von Mutter zu Mutter.
Ich brachte Emilian nachhause, stillte eine Runde und fuhr mit Jari zum Kinderarzt, zur U2. Bei dm holte ich kurz neue Windeln, traf wieder eine Mama-Freundin und genoß es so sehr, mit meinem Baby im Sonnenschein in meinem Kiez unterwegs zu sein. Eine andere Kundin schaute in den Autositz und fragte, wie alt das Baby sei. „Waas, 6 Tage? Und da laufen Sie hier schon rum?“
Ich fuhr weiter zur Kita, um Liam abzuholen. In Emilians Gruppe besuchte ich schnell seine Erzieherinnen. Sie hatten alle so aufs Baby gewartet und freuten sich sehr über unseren Besuch. Und sie hören auch immer gern Neuigkeiten aus der Schule von „ihrem“ Emilian. Wir haben die Erzieherinnen echt gern und Jari hat seinen Platz dort in 3 Jahren schon ziemlich sicher.

Durch die Sonne fuhren wir nachhause und ich hatte meinen „sozialen Tank“ wieder voll aufgefüllt. Wir haben täglich Besuch und Freunde, die Mittag bringen, aber dieses echte „draussen sein“ und Freunde treffen und vertraute Wege gehen und die Blicke der Leute auf meinem Bündel – ich hab es sehr genossen!

Das Bündel

Am Freitag Abend hatten wir dann wieder Besuch und die Müdigkeit am Abend war fast das Einzige, was mich noch daran erinnerte, dass irgendwas Außergewöhnliches passiert war. Mein Kopf kam nicht ganz hinterher, denn mir ging es wirklich so gut. Sämtliche Schmerzen und Wehwehchen waren inzwischen verschwunden. Das Baby schlief viel und ich konnte gut stillen… es war irgendwie so unwirklich, denn immerhin hatte ich ein Baby geboren.

Am Samstag und Sonntag wollten wir pünktlich um 9:00 Uhr in der Kirche sein, um Veranstaltungen zu besuchen – und es klappte. Ich fing vor 7:00 Uhr an, aber wir hatten drei Kinder zur richtigen Zeit satt und angezogen und aus dem Haus. Trotz Kälte und Eis auf den Autoscheiben. (Ich freue mich auf den Frühling!!)

Am Samstag war ich abends alleine mit den Jungs und wir alle waren gleichzeitig müde und hungrig. Ich musste die Großen irgendwie ins Bett bringen und gleichzeitig stillen. Dann standen da zwei Wäschekörbe und die Küche war nicht aufgeräumt. Das Kinderzimmer sah fürchterlich aus, ich hätte gern geduscht und die obere Etage hätte mal gesaugt werden können. Und es war fast 22:00 Uhr. Ich war so müde. Und überfordert. Und alles, was ich nicht geschafft hatte und lange nicht schaffen werde, brach über mich herein. Bis der Mann kam, sortierte ich ein bißchen Wäsche und kramte meine Umstandsmode aus dem Schrank. Ganz sicher nicht Punkt 1 auf der Prioritätenliste, aber was geschafft ist, ist geschafft. Und im Kopf komme ich so mehr und mehr in der neuen Lebensphse an.

Der erste Gottesdienst zu fünft klappte wunderbar. Mein Baby zeigte sich von der besten Seite und den Sonntagnachmittag verbrachten wir wieder mit Freunden. Wir spielten, aßen Mittag von meiner Schwägerin, tranken Kaffee und quatschten. Ich hatte das Gefühl, am ganzen Sonntag meine Augen nicht vollständig aufzubekommen – und am Montag schlief ich bis 11:00 Uhr. Wie ein Stein.

Wie gut, dass wir jetzt Winterferien haben!
Die Großen spielen UNO und Duplo im Schlafanzug, hören Hörspiele, spielen im Schnee und genießen das nichts-tun. Heute sind sie mit meiner Schwester in Berlin unterwegs und morgen wollen wir einen Ausflug zum Erdbeerhof machen.
Die Hebamme besucht uns täglich und Jari arbeitet sich tapfer in Richtung Geburtsgewicht. Ungefähr 200g fehlen noch. Die kleinen, zarten Kinder – das sind meine Jungs!

Zartheit

Ich zwinge mich dazu, die Arbeit zu ignorieren und wirklich nur das zu tun, was ich schaffe. Erstens bleibt mir so viel mehr Zeit, um mit den Jungs zu sein und zweitens wird die Arbeit doch nur mehr, wenn ich einmal anfange. Hallo? Ich wohne mit vier Männern in einem Haus. Wen interessiert da mein Anspruch? Leider niemand. Und es gibt eine Grauzone, die okay sein muss und in der ich mich bewegen muss, bevor das Haus verdreckt. Die Zone muss es einfach geben.

Diese „Haaach, ist das Leben nicht wunderschön???“-Phasen und die „Oh Gott, ich kann nicht mehr. Wie soll ich das alles jemals schaffen???“-Phasen werden sich schön abwechseln, das weiß ich inzwischen. Und ich weiß, dass es bestimmt mal noch viel schlimmer und anstrengender wird und dass es auch wieder viel besser werden wird.
In allen Zeiten möchte ich das Lachen nicht verlieren, möchte mich nicht verlieren und Zweisamkeit mit meinem Mann nicht verlieren.

Nach der ersten Woche mit Baby haben wir beide gestern zum ersten Mal zu zweit gefrühstückt und festgestellt, wie wir uns vermisst haben. Inmitten aller dieser Kinder. Wir rufen uns „Kannst du mal schnell..“ und „Halt mal kurz.“ zu. Die SMS, die wir uns schicken, sind Einkaufszettel oder dm-Coupons zum Ausdrucken. Sobald ich mich nachts zu meinem Mann drehe, knatscht der kleine Mensch auf der anderen Seite. Wir funktionieren sehr gut zu zweit, wir ergänzen uns perfekt und versuchen, dem anderen Ruhe zu gönnen, wenn es geht. Aber das ist keine Zweisamkeit. Jetzt grad nicht.
Jedes Lächeln, jede ruhige halbe Minute wird gefeiert.

Keine Kommentare »

Szenen aus dem Sommer 2

Ich versuche gerade, mich irgendwie bequem auf der Couch hinzusetzen, um mal für euch meinen Sommer zu verbloggen, bevor ich gar nicht mehr hinterher komme.
Das Baby, das bis vor kurzem fast besorgniserregend ruhig war, ist das nun nicht mehr. Somit entscheide ich nicht mehr ganz allein, was hier bequem ist.

Es ist viel passiert. Wir hatten einen ganz wunderbaren Sommer – der natürlich noch lange nicht vorbei ist!

* Die Jungs sind ja am 20. August mit Oma und Opa Richtung Ostsee verschwunden. Bis auf zwei kurze Telefonate und schöne Fotos fast jeden Abend haben wir nicht viel voneinander gehört. Sie haben uns nicht vermisst und wir.. haben sie eigentlich auch nicht vermisst.

* Als ich eines Abends gerade mit Freundinnen darüber sprach, dass wir Eltern ohne Kinder eigentlich mal weg wollten, aber Geld und Zeit nicht so mitmachen wollten, kam eine SMS von meinem Mann: „Wir fahren nach Prag! Morgen um 8:o0 Uhr geht der Bus von Südkreuz.“

* Und so spontan, so frei und so glücklich verbrachten wir zwei wunderschöne Tage in Prag. Wir liefen, dass mir die Beine wehtaten, wir sahen die Brücken und flanierten verliebt und unbeschwert im Sonnenschein an der Moldau entlang. Wir aßen sehr gutes Essen, kosteten das Prager Gebäck Trdelnik, kauften Geschenke für die Kinder, wir jagten Pokémons und ließen uns einfach treiben.

* Wieder zuhause füllten wir unsere kinderfreien Tage mit schönen Terminen. Ich räumte aus und um. Ich besuchte viele Freundinnen zum Frühstück, Kaffee trinken und Abendessen. Wir quatschten, teilweise bis 3:00 Uhr nachts. Ich beschriftete sämtliches Schulzeug und packte die Schultasche voll. Ich bastelte die Schultüte (BastelSet von Pflanzen Kölle) und kaufte kleine Geschenke zum Befüllen.

Wir trafen uns mit Freunden zum Grillen, wir halfen beim Spielplatzbau an der Kirche und gingen abends aus. Wir aßen Eis um 22.00 Uhr, schliefen aus und lebten in unserem Tempo. Ich putze die Fenster und machte die Terrasse schön.

* Am 2. September sind wir ihnen dann hinterher gefahren. Statt zu 9:00 Uhr zum Frühstück kamen wir irgendwie 12:00 Uhr an, weil unser Auto auf halber Strecke keine Lust mehr hatte und ein Stückchen vom ADAC-Schlepper getragen werden wollte… Mit neuem Öl fürs Auto und riesigem Frühstückshunger kamen wir im Feriendorf an und fanden vier glückliche braun-gebrannte Urlauber am Strand.

* Zusammen verbrachten wir zwei schöne Tage zusammen am und im Wohnwagen. Die Jungs kamen uns so frei und groß und glücklich vor. Auch meine Eltern bestätigten, dass der Urlaub im letzten Jahr noch viel mehr von Heimweh und Sehnsucht und vor allem vollen Windeln geprägt war. In diesem Sommer konnten unsere Jungs baden und plantschen und schnitzen und helfen und viel Fahrrad fahren und Drachen steigen lassen lernen und Quallen anfassen und Steine sammeln und Bernstein suchen und Sanddorn kosten und Eis essen… und was Urlauber halt so machen. Wunderschön.
Meine Mama hat tolle Kindersprüche mitgeschrieben, die ich euch bald weitergebe.

* Es gab einen kurzen Schock-Moment, als mein Handy in die Fussbad-Schüssel fiel. Durch einen Sturz ist es schon nicht mehr ganz dicht… und jetzt das. Ich fischte es innerhalb einer Sekunde wieder raus, alles sah gut aus – nur tropfte es eben und hinter dem Display waren Wasserblasen zu sehen. Außerdem schimmerten über dem Bildschirm so grüne, nichts Gutes verheißende Streifen…
Ich schimpfte, klopfte es über einem Handtuch ab und fragte meine Mama dann, ob es Reis im Wohnwagen gab. Ich hatte mal gehört, dass man das Handy nicht fönen oder auf die Heizung legen – sondern in Reis verbuddeln sollte.
Mama opferte also zwei Tütchen Reis und nach einem Tag war wirklich alles gut! Als wäre da nie überall Wasser gewesen! Ich bin sehr begeistert und erleichtert.

* Liam geht seit zwei Tagen wieder in den Kindergarten. So schwer es ihm auch fällt, ohne seinen geliebten großen Bruder zu gehen, so sehr genießt er auch, allein entscheiden zu dürfen, welchen Weg wir gehen und wo er sein Rad anschließen möchte. Er erzählt von neuen kleinen Kindern, die in die Gruppe eingewöhnt werden und wenn wir ihn mittags abholen, brauchen beide Jungs erstmal ganz viel Bruder-Zeit.

* Emilian durfte heute beim Abholen von Liam seine alte Gruppe besuchen. Drei Erzieherinnen und fast alle Kinder umringten ihn, strahlten ihn an und stellten Fragen. Er genoß es sehr, wieder da zu sein, aber auch als „Großer“ zurückzukommen.

* Zuhause genießt er natürlich die freie Zeit. Wir frühstücken zu dritt und sehr gern liegt er mit Papa auf dem Teppich im Kinderzimmer – umgeben von Lego-Teilen. Meine aktuelle Planung geht gerade nur bis zur Einschulung – ich kann mir vorstellen, dass es bei Emilian ähnlich ist. Was dann ab dem Montag passiert, weiß er noch nicht. Aber wir gehen Tag für Tag weiter. Vor allem genießen wir die letzten freien und wunderbar warmen Sommertage!

* Heute bekamen beide Jungs einen neuen Haarschnitt. Liams blonder Surfer-Look wurde zwar viel bewundert, aber die Augen mussten doch mal freigeschnitten werden.
Die beiden Damen, die die Haare schnitten, bemühten sich sehr, eine Unterhaltung mit den Kindern anzufangen. Aus Liam war nicht so viel rauszukriegen. Dafür konnte ich Emilian kaum wiedererkennen. Er redet plötzlich mit anderen Menschen! Er antwortet auf Fragen. Er lächelt und scherzt.
Wenn nicht ein ängstlicher Mama-Teil in mir immernoch diese „bei der Einschulung aufgerufen werden und nicht nach vorne gehen“-Sorge haben würde, würde ich vollkommen sicher sein, dass er das Ding am Samstag rockt. Ist bestimmt nur mein Kindheitstrauma, denn als mein Name 1991 an einem Einschulungs-Samstag aufgerufen wurde, ist eben niemand nach vorn gekommen…

* Mit sehr viel Schalk in den Augen unterhielt sich Emilian also, während ihm die Haare geschnitten wurden. Ich saß daneben und konnte mein Lachen kaum verkneifen. Die Ladies wollten wissen, was er denn mal werden wollte. „Feuerwehrmann? Pilot bestimmt, oder? So mit Flugzeugen fliegen? Polizist? Musiker? Sänger? Arzt? Oder das, was Papa macht?“
„Nee, Papa arbeitet doch nur zuhause…“
„Dann gib uns doch mal einen Tipp! – Mama.. darf Mama mal was verraten?“
Ich kostete den Moment aus, stellte mir ihre Reaktion vor und sagte dann: „Er möchte gern mal Paläontologe werden.“
Schweigen.
„Aha, ach. Also. Das hab ich ja noch nie gehört. Also, was ist denn das?“
„Dinoforscher.“
„Ach. Dinoforscher! Ja, also wenn man sich mal vorstellt, wie groß die damals gewesen sein müssen…“

Na gut, viel konnten sie also nicht damit anfangen.
Sie fragten dann weiter, ob er sich auf die Schule freuen würde.
Da sagte mein Sohn: „Ja, ich übe auch schon. So 6×6 und 7×7 und so.“
Wieder sind die Damen sprachlos – ich übrigens auch.
Eine von ihnen fragte: „Und, was ist 7×7?“
„Na, feiner Sand“, sagte er und kichert in seinen Frisörumhang. Meine Güte, die Lehrerin sollte sich warm anziehen.

* Soviel zum Thema Schule. Wir sind vorbereitet, lernen morgen die Lehrerin kennen und haben bis jetzt nur viel Gutes über sie gehört. Der neue, fremde Alltag macht mir noch so ein paar Sorgen, aber ich kann es kaum abwarten, den ersten Einkaufszettel oder Brief von Emilian zu bekommen! Er wird das gut machen!

* Immer mehr Nachbarn, Freunden, Friseurinnen, Erziehern und Eltern fällt jetzt mein runder Bauch auf. Das möchte ja im 6. Monat auch mal sein! Ich werde beglückwünscht, ausgefragt und angelächelt. Und dann kommt die Frage: „Sie wissen doch bestimmt schon, was es wird…!?“
Wenn ich antworte, dass es noch nicht ganz sicher ist, aber wahrscheinlich und nach meinem Gefühl her ein Junge wird, dann bekomme ich sehr interessante Reaktionen. Strahlende Augen, Bewunderung und Blicke, die ich als Mitleid bezeichnen würde. Die einen lächeln und sagen: „Ach ja.. aber ein Mädchen wäre doch auch schön.“ Die anderen sagen: „Wie schön, ein Bruder!“
Und oft einigen wir uns am Ende auf „Hauptsache gesund!“

 image

Natürlich wäre ein Mädchen auch schön. Und erst „die geilen Klamotten“, wie die eine Frisörin schwärmte, auch Mama eines Sohnes. Aber beide Jungs hier wünschen sich einen Bruder und ich habe das perfekte Spielzeug für sie, ich hätte viel weniger Sorgen mit Kleidung und Stauraum und könnte alles in rosa für mich behalten! Wir warten weiter die Untersuchungen ab und sind uns sicher: „Hauptsache gesund!“
Mir geht es gut, es gibt kaum Beschwerden und im Sommer so halbschwanger zu sein, ist toll. Es gibt schöne Umstandsmode, Liam staunt über den Bauch und es dauert nicht mehr lange, da werden sie den ersten Tritt spüren können. Ich kann schon bestätigen, dass das dritte Kind „einfach so mitläuft“ und vielleicht weniger Beachtung bekommt – aber ich genieße jede Minute, die mal nur dem Baby gehört und ich freue mich sehr, dass es da ist.

* Am Samstag werden wir Einschulung feiern.
Der beste Freund und die Cousine von Emilian werden auch eingeschult und er ist ein bißchen traurig, dass er nicht mit ihnen feiern kann. Aber wir werden das Wetter genießen und ans Wasser gehen, wir werden mit Freunden und Familie Emilian feiern!

Keine Kommentare »

Nur für Ehefrauen!

Nach einer 5tägigen Dienstreise ist mein Mann heute Abend wieder nachhause gekommen. Das schönste Valentins-Geschenk für mich!

Ich bin heute mal faul und poste genau den Artikel, den ich vor einem Jahr am 14. Februar 2015 aus Kalifornien geschrieben habe. Weil er so wichtig und gut ist, weil ich uns Ehefrauen ermuntern und ermutigen möchte und weil bei uns im Haus durch das Kerzenlicht gerade sehr viel Romantik in der Luft liegt… ;)

Es ist kein Geheimnis, dass die Schmetterlinge, die Romantik und die verliebten Blicke im Laufe einer Ehe weniger werden und sogar ganz verschwinden können. Das kommt tatsächlich in den besten Familien vor. Auch, wenn sowas wie Liebe immer als Bodenplatte da ist. Man hat keine Zeit, die Kinder sind da und werden immer mehr. Der Schlaf wird immer weniger und so weiter.

Es ist aber leider so, dass an diesem Versprechen, dass wir uns, dass ihr euch als Ehepartner vor 10, 20 oder 30 Jahren gegeben habt, gerüttelt werden kann. Einigen wird es leichter fallen, diese eine Entscheidung immer über alle anderen zu stellen und den Partner stets an erster Stelle zu lassen, andere verlieren das vielleicht schneller aus den Augen.

In Orange County, Kalifornien, gibt es eine 70%ige Scheidungsrate. Das tut weh. Und natürlich hat das keiner gewollt. Aber meist passiert eine Scheidung nicht von heut auf Morgen. Niemand sagt: „Ach, heute ist ein guter Tag, um sich scheiden zu lassen.“ Und auch in Deutschland ist die Statistik zu diesem Thema nicht gerade toll. Zu einer Scheidung gehören oft zwei Seiten und ich möchte jetzt gar nicht weiter im „Warum?“ und „Wieso?“ wühlen. Heute geht es um uns, Ladies!

Was kann ich als Ehefrau tun, damit mein Mann nach der Arbeit gern zu mir nachhause kommt?
Was kann ich tun, damit unsere Ehe aufregend und leidenschaftlich bleibt?
Wie kann ich meinem Mann zeigen, wie viel er mir bedeutet?

** Bleib‘ mit Gott in Kontakt!
Eine Frau, die ihre Bestätigung und Ruhe in Gott hat, strahlt das aus und wird attraktiv. Wenn Gott deine erste Priorität ist, fällt es dir leichter, deinem Mann, den Kindern und dann dem Haushalt, den Freunden, den Hobbys und so weiter gerecht zu werden. Lies täglich einen Psalm. Nimm‘ Gott mit in eure Ehe. Bete um Gottes Segen. Bete für die richtigen Worte. Bete dafür, am Abend eines vollen Tages ein Lächeln für deinen Mann zu haben.

** Bete für deinen Mann!
Wer sonst tut das? Vielleicht seine Eltern oder Freunde? Oft aber bist du die Einzige, die das tun kann und darf. Es gibt dazu ein wunderbares, kraftvolles Buch von Stormie Omartian. Mein Gebet macht uns stark. Gott kann Wunder vollbringen, indem er das an deinem Mann verändert, was dich seit tausend Jahren nervt. Oder indem er einfach deine Einstellung ändert…

** Steh‘ zu deinem Mann!
Rede in der Öffentlichkeit nicht schlecht über ihn, ob er daneben steht, oder nicht. Benimm dich nicht wie eine Mutter – und lass‘ ihn dann wie ein Kind dastehen. Mach‘ ihn vor anderen nicht lächerlich. Verdreh‘ nicht deine Augen, wenn er dich nervt oder langweilt. Hinter einer harten männlichen Schale gibt es einen Kern, den du damit verletzt. Beachte und bewundere deinen Mann! Und sag ihm das. Auch, wenn es Kleinigkeiten sind.

** Bewundere deinen Mann!
Lob und Anerkennung tut so gut. Auch, wenn er dir nicht gerade sagt: „Oh, das hat mir eben so gut getan.“ Er wird es lieben. Finde ihn toll. Finde ihn stark. Finde ihn männlich. Finde ihn sexy. „Ohne dich hätte ich das nie geschafft. Mein Held!“ Sag ihm, dass du findest, dass er ein guter Vater ist. Bedanke dich, wenn er für dich tankt oder deine Garten-Deko repariert. Wir kennen diese Sprüche: „Wenn du deinen Mann einmal um etwas gebeten hast, wird er es machen! Du musst ihn nicht alle 6 Monate daran erinnern.“ Wie wäre es mit mehr „Danke!“ statt immer nur „Bitte…“?
Ganz krass gesagt: Wenn du deinen Mann nicht bewunderst, gibt es vielleicht eine andere, die das tut. Bist du im Kopf deines Mannes die Nörglerin oder die schöne sexy Ehefrau?

** Bleib‘ mit deinem Mann in Kontakt!
Schick‘ ihm SMS. Nur ein paar Worte.
„Ich liebe dich.“
„Ich freu mich auf dich.“
„Danke, dass du für unsere Familie da bist.“
„Wir haben mit den Kindern gerade was Lustiges erlebt, und zwar…“
Schick‘ ein Foto von den Kindern. Oder von dir…
Das geht natürlich nicht immer. Vielleicht kann er während der Arbeit nicht erreichbar sein. Oder er kann nicht antworten. Aber eine schöne Botschaft kann auch auf einem Zettel in seinem Portmonee kleben. Oder im Auto. Oder an seinen Schuhen. Verstecke seine Lieblingsschokolade in seiner Arbeits-Tasche. Schick ihm einen „amtlichen“ Brief voller Poesie ins Büro. Mach‘ einen leckeren Salat, den er mitnehmen kann. Leg‘ ihm frisch-gebackene Kekse ins Auto. Zeig‘ ihm, dass du an ihn denkst.

** Sieh‘ deinen Mann an!
Laufe ihm an der Tür entgegen, wenn er von der Arbeit kommt. Gib‘ ihm einen Kuss, bevor die Kinder ihn bestürmen. Lächle ihn an! Berühre ihn. „Schön, dass du da bist!“ statt „Das Essen wird kalt. Wo warst du so lange?“ Manche Männer mögen einen gedeckten Tisch und erwartungsvolle Gesichter, einige haben gern die ersten 10 Minuten Ruhe. Höre ihm zu und halte den Mund! Vielleicht kannst du die Kinder auch beschäftigen oder ablenken, damit ihr die ersten Minuten des Feierabends für euch habt. Und auch, wenn du es kannst, musst du diese wenigen Minuten nicht nutzen, um ihm von deinem Tag zu erzählen…

** Höre ihm zu!
Männer reden nicht unbedingt viel. Und vielleicht sind es dann auch noch Themen, bei denen du dein Gähnen unterdrücken musst. Du kannst so viel von deinem Mann erfahren, wenn du ihm zuhörst. Beobachte ihn. Sieh‘ seine Augen an, wenn er mit Begeisterung von einem Hobby erzählt. Wenn du gut bist, kannst du zwischen den Zeilen lesen und ihn mit Dingen überraschen, von denen er nur indirekt geredet hat. Zeige Interesse an seinem Job. Lerne seine Kollegen und die Frauen kennen. Zeig‘, wie stolz du auf ihn bist. Lerne die Hobbys deines Mannes kennen. Vielleicht ist es sogar was für dich? Wie schön wäre es, sich in ein paar Jahren, wenn die Kinder ausgezogen sind, in ein gemeinsames Hobby zu stürzen?!

** Frage deinen Mann!
„Wie kann ich dich glücklich machen?“
„Was gefällt dir? Was stört dich?“
„Was kann ich tun, damit du dich willkommen fühlst?“
Es ist interessant, den Partner sowas einfach mal zu fragen! Vielleicht traut er sich nicht, dir zu sagen, dass er nicht mag, wenn du …
Es gibt Redewendungen, die mein Mann nicht gern von mir hört. Keine Ahnung, warum. Aber wer soll denn darauf kommen? Und wenn ich ihn damit glücklich machen kann, in dem ich das einfach nicht mehr sage – Bitte!
Es gibt sehr tolle „Liebesspiele“, Fragekärtchen zu Ehe-Themen, die ich euch sehr empfehlen kann.

Das alles sind Dinge, die Sekunden dauern.
Aber sie kosten Kraft, vielleicht Stolz und vielleicht musst du sie dir erst richtig angewöhnen. Ich selbst schreibe das an mich. Es ist so einfach, um Anerkennung, um eine Umarmung, um einen Blumenstrauß oder um ein Gespräch unter vier Augen zu betteln. Einer von beiden muss den ersten Schritt machen. Und wie blöd ist denn ein Geschenk, das man sich erbettelt hat?
Sei du die, die anfängt! Zeige deine Liebe! Meist kommt die Liebe zurück und es entsteht ein Geben und Nehmen, ein Hin- und Her-Lieben. Eure Ehe wird stark und sicher. Fang gleich an! Gib‘ dir einen Tritt in den Hintern und geh einen Schritt aus der bequemen Komfort-Zone heraus!
Worte zählen nichts ohne Taten und Taten zählen nicht ohne Worte.
All you need is Love!

Wusstest du, dass es „Sprachen der Liebe“ gibt?
Diese Sprachen wurden in 5 Kategorien eingeteilt:

Lob und Anerkennung
Zweisamkeit
Hilfsbereitschaft
Zärtlichkeit
Geschenke

Jeder Mensch versteht eine dieser Sprachen besser als andere.
Jeder spricht eine dieser Sprachen besser als andere. (Und das müssen nicht die gleichen Sprachen sein)
Hört sich komplizert an, ist aber einfach. Und es wird dir nicht neu sein.

Ich zum Beispiel gebe gern Geschenke. So zeige ich meine Liebe.
Geschenke zu bekommen ist mir allerdings nicht so wichtig, wie gelobt und anerkannt zu werden.

Es lohnt sich sehr, diesen Sprachen mal auf den Grund zu gehen.
Vielleicht erlebt ihr ein Aha-Erlebnis!
Vielleicht könnt ihr Missverständnisse ausräumen!

Es gibt die Geschichte von der Frau, die sich soo gern ein wenig Hilfe von ihrem Mann gewünscht hätte. Er hat davon keine Ahnung und sprach eher die Sprache von Lob und Anerkennung. Wie weh kann der fünfte Liebesbrief deines Mannes tun, wenn du aber gerade im Haushalt erstickst?

Auf diesem Link könnt ihr ein paar Fragen beantworten und herausfinden, welche Sprache euch am meisten bedeutet.
(Der Test ist in englisch)

Die „Sprachen der Liebe“ gibt es auch für Beziehungen zwischen Freundinnen, Eltern + Kind und so weiter. Ich empfehle es euch sehr!

Es gab einmal eine Zeit, in der du verrückt nach deinem Mann warst, richtig? Du liebtest seinen Duft, sein Blick brachte dich ganz durcheinander und seine Stimme am Telefon reichte schon, um deine Welt in Ordnung zu bringen. Jede Berührung kribbelte und die Zeiten ohne ihn waren kaum auszuhalten.

Was ist passiert?
Wo ist diese Aufregung, das verrückt-nach-einander-sein?

Auch wenn ihr euch körperlich noch nicht zu sehr verändert habt (soll heißen: Ihr sind noch jung und knackig!), ist mit den Jahren irgendetwas anders geworden. Das „Ich liebe dich!“ ist weniger schmachtend, der Abschiedskuss ist eher ein Muss und im Bett.. naja. Früher war alles besser.
Und die Kinder! Sie sind zwischen jeder Umarmung, sie kommen nachts ins Ehebett und lassen keine Zweisamkeit mehr zu. Aber werdet kreativ! Verabredet euch. In euren eigenen 4 Wänden. Heckt einen Plan aus. Eine Liebesnacht kann man tatsächlich planen…

Anna von BerlinMitteMom hat einen tollen Artikel über das Sexleben als Eltern geschrieben.

Ich habe noch mehr praktische Ideen für euch:

Was kann ich als Ehefrau tun, damit mein Mann nach der Arbeit gern zu mir nachhause kommt?
Was kann ich tun, damit unsere Ehe aufregend und leidenschaftlich bleibt?
Wie kann ich meinem Mann zeigen, wie viel er mir bedeutet?

** Geheime Zeichen im Kalender
Male dir 5 (oder mehr) Zeichen in den Kalender. An irgendwelchen Tagen. Ein * oder ein ;) oder ein Herz… An diesen Tagen überraschst oder beschenkst du deinen Mann. Die Erinnerungen sind ganz einfach dazu da, dich daran zu erinnern. Wir wollten doch einmal im Jahr zusammen für eine Nacht wegfahren. Wir haben uns doch vorgenommen, einmal im Monat zusammen auszugehen. Wir wollten doch einmal in der Woche eine Stunde reden. Ohne Kinder. Ohne Handy. Und plötzlich sind Jahre vergangen, ohne dass ihr auch nur ein Wochenende zu zweit hattet. Mach‘ dir diese Zeichen und sei kreativ.

** Erinnerungen an früher
Welches Kleidungsstück fand dein Mann immer so süß an dir, als ihr euch kennengelernt habt? Wo habt ihr euch zum ersten Mal geküsst? Welches Lied bringt euch sofort die ersten Gefühle zurück? Welches alberne Geschenk hat er dir mal geschenkt – und du hast es natürlich aufgehoben! Krame diese Sachen raus. Spiel das Lied nochmal. Geht an diesen bedeutungsvollen Ort. Erinnert euch. Lacht zusammen.

** Eure Liebesgeschichte
Schreib‘ eure Liebesgeschichte für ihn auf, vielleicht in einem Fotobuch oder mit der Hand. Wenn du so verrückt bist, wie ich, hast du sämtliche Chat-Texte gespeichert, Emails ausgedruckt und Postkarten aufgehoben. Wie cool wäre denn so ein Kennlern-Album! Auch eure Kinder (und Enkel) wird das interessieren. Schreib‘ es auf, bevor du dich nicht mehr dran erinnern kannst. Bestimmt ergänzt ihr euch und erinnert euch zusammen an noch viel mehr.

** Picknick-Korb
Packe einen Korb mit schönen Sachen, die euch verbinden. Ein Getränk, Lieblings-Schokolade, Erdbeeren und Schlagsahne, eine Kerze, die Unterwäsche, die du zu Hochzeit getragen hast… (Auch, wenn du sie jahrelang nicht anhattest und sie nur in den Korb legst, wird sie ihr Ziel nicht verfehlen) Überrasche deinen Mann mit einem Ausflug. An einen See, auf eine Wiese, in den Garten. Auch im Schlafzimmer kann man Picknick machen…

** Aufmerksamkeit
Mach‘ deinem Mann eine Freude, in dem du ihm eine Arbeit abnimmst. Tanke das Auto für ihn voll. Schleppe die Kinder zum Baumarkt und bau das Kinderbett selbst zusammen. Räume zum hundertsten Mal seine Socken in die Wäsche, weil du ihn liebst. Leg‘ ihm seinen Schlüssel hin, weil er ihn sonst suchen wird. Übernimm‘ den Anruf, der ihn stressen würde. Triff dich mit deinen Freundinnen, wenn er nicht dabei ist. Oder schick‘ ihn zu seinen Freunden, obwohl Wochenende ist und du Ruhe bräuchtest. Solche Aufmerksamkeiten werden ihm nicht entgehen und sicher weiß er, wie er sich bei dir bedanken kann. Manchmal geht es nicht darum, etwas „zurück zu bekommen“, sondern vielleicht eher darum, der Ehe mit Gottes Hilfe mehr Jahre oder mehr Tiefe zu geben.

** Wertschätzung
Frag‘ mal eure Kinder, was sie an Papa mögen. Vielleicht kannst du davon ein Video machen und es deinem Mann schicken. Frage seine Freunde, Eltern, Geschwister, was sie an ihm wertschätzen, bewundern, faszinierend finden. Und dann schreib es ihm auf. Schreib dazu, was du an ihm liebst. Offen und ehrlich. Nur er wird es lesen. Und sich gut fühlen.

** Erinnerungs-Fotos
Neben die ganzen Fotos vom Haus und Hund und Kind kannst du auch zwei oder drei Fotos nur von euch stellen oder hängen oder posten. Zeigt euch als Paar! Bevor ihr Hausbesitzer und Eltern und Surfer und Kletterer seid, seid ihr ein Paar, dass sich liebt und miteinander unterwegs ist. Seht euch Fotos von früher an und erinnert euch an euch.

** Weiblichkeit
Männer wollen Haut sehen. Und das fängt an, wenn du am Abend deine Socken ausziehst. Aber ist es nicht so, dass wir mit Kleidung im Bad verschwinden und mit den schlumpigsten Schlafanzügen wieder auftauchen? Vielleicht ist die Nachtwäsche sogar noch „weiblicher“, als die Jogginghose und das Schlabbershirt, in dem wir ihn am Abend begüßt haben. Ich schminke mich an manchen Tagen erst kurz bevor mein Mann nachhause kommt. Oder ich wasche meine Haare und ziehe mich um. Weil ich schön gefunden werden möchte. Weil ich möchte, dass er mich sieht und sich freut. Und sich nicht etwa beim Begüßungskuss die Nase zuhalten muss.
Du musst keine teuren Dessous kaufen. Die werden doch sowieso nach ’ner Minute ausgezogen… Aber betone deine Schönheit. Die Stellen, die er liebt. Erlaube ihm, sie zu sehen.

** Sinnlichkeit
Wie wäre es, wenn du das Licht beim Abendessen ein wenig dunkler machst und eine Kerze anzündest? Die Kinder, die natürlich noch dabei sind, werden die Stimmung spüren und vielleicht sogar ruhiger werden. Seht euch an. Schweigt euch an, während ihr dem Geplapper der Kinder zuhört. Sprecht mit den Augen. Verabredet euch für die Nacht…

** Versteckte Botschaften
Nimm dir 20 oder 30 Klebezettel und schreibe deinem Mann eindeutige oder zweideutige Nachrichten. Verstecke sie in seinem Schrank zwischen den Klamotten, in der Jackentasche, am Spiegel, unterm Kopfkissen… Wer weiß, in wie vielen Wochen oder Monaten er sie findet? Wer weiß, wie wichtig genau dann deine Liebesbezeugung für ihn sein wird.

** Vorfreude
Eine schöne Nacht kann man vorbereiten.
Es können Kerzen und Sekt im Schlafzimmer sein. Es kann aber auch ein angewärmtes Handtuch sein, dass du ihm in die Dusche reichst. Mach ein Foto von dir oder dem Bett oder deiner Unterwäsche und schicke es ihm, bevor er nachhause kommt. Oder einen Tropfen von deinem Parfum, den du auf sein Kopfkissen tropfst. Hast du ein besonderes Parfum „für die Nacht“? Wie wäre es, wenn du deine schönste Unterwäsche damit einduftest und sie ihm ins Bett, ins Auto, in die Reisetasche legst? Zeig‘ ihm, dass du es auch willst.

** Taten sprechen lassen
Du kannst den ersten Schritt machen. Lass‘ den Haushalt Haushalt sein, wenn die Kinder abends im Bett liegen. Ja, macht den Kindern am Samstag Morgen einen Film an und verschwindet im Schlafzimmer! (Merkt euch, wie lang der Film geht..) Spring‘ mit unter die Dusche, wenn dein Mann gerade im Bad ist. Überrasche ihn im Wohnzimmer und sei eine willkommene Alternative zur Sportshow. Es ist so einfach, nebeneinander ins Bett zu plumpsen und einzuschlafen. Es ist so einfach, Kopfschmerzen oder „die Kinder“ oder irgendwas als Grund für eine Absage zu nehmen. Dass ihr beide zur gleichen Zeit wollt und könnt und alles passt, ist unwahrscheinlich, aber man kann sich ja überreden lassen.
Die Entspannung, die auf eure Taten folgt, kann auch ein Geschenk von dir an deinen Mann sein. Gönn‘ es ihm. Zeig‘ ihm, wie wichtig dir ist, dass es ihm gut geht. Zeige ihm, dass du ihn liebst! Heute noch!

Happy Valentine’s Day!

 

image

Keine Kommentare »