Winter ade!?

(Wenn Emilian mich fragen würde, was „ade“ heißt, müsste ich nachgucken..
Aber noch fragt er nicht, noch merkt er es sich einfach…)

Zu meiner Verwunderung beginnt Emilian, den Schnee zu genießen. Wahrscheinlich brauchte er, wie so oft, eine Weile, um sich daran zu gewöhnen. Und als wir heute Morgen aus dem Fenster sahen und der Garten wieder weiß war, hat er sich richtig gefreut. Nur in diesem nassen Schnee lasse ich ihn nicht spielen. Jetzt macht er Mittagsschlaf im Garten und wird zugeschneit…
Ich warte doch schon fast seit Oktober auf den Frühling!
(Obwohl ich zugeben muss: Der Garten sieht mit Schnee schöner aus! Dann grinst mich weder Moos noch Unkraut an und droht mir mit Gartenarbeit…)
Aber jetzt, wo die ersten Tulpensträusse schon wieder verblüht sind, wo die Vögel mehr singen, wo die Luft anders riecht… jetzt will ich wirklich, dass Frühling ist!
Als ich gestern angefangen habe, die Geburtstage der Jungs zu planen, habe ich mich gefragt, ob man am 15. oder 21. März schon im Garten sitzen kann – ohne zu frieren?!

Frühling wird es nun bald

Aber wie gesagt: Emilian stört das nicht. Er hat gestern sein Weihnachtsbuch vermisst und hätte auch bestimmt nichts dagegen, den Tannenbaum nochmal ins Haus zu holen. Warum auch nicht?

Für mich hat der Winter aber langsam den Reiz verloren und die Ideen für das Sein an der frischen Luft gehen mir bei diesem Matschwetter schnell aus.
Am Montag waren wir bei IKEA:

IKEA Parkplatz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Kindersprüche habe ich auch für euch:

Als ein Freund uns besuchte und ein Würfelspiel mit Papa spielte, durfte Emilian „mitspielen“. Ganz stolz war er und rief mir zu: „Mama, wir spielen… irgendwas! Sag mal, was wir spielen.“

Am Sonntag kamen wir nach einem langen Gemeinde-Tag spät aus der Kirche und ich legte Emilian zum Mittagsschlaf hin. Weil er ein bißchen protestierte, erklärte ich ihm, dass er heute so viel gespielt und getobt hat und sich jetzt mal ein bißchen ausruhen muss. Da sagt er: „Dann spiele ich nächstemal in der Gemeinde langsamer. Dann muss ich nicht schlafen.“

Als ich nach dem ins-Bett-bringen nochmal zu Emilian gehe, sitzt er schlaftrunken im Bett, die Füße schon draussen und sagt: „Ich will, dass früh ist!“

Ich saß gestern am Küchentisch und dachte laut nach, während ich meinen Einkaufszettel schrieb. Emilian sah mir zu und sagte dann: „Lass mal mich überlegen!“ Dann setzte er gekonnt ein nachdenkliches Gesicht auf und entschied irgendwann: „Brezeln für Papa müssen wir kaufen.“

Emilian sitzt im Wohnzimmer und malt. Weil es verdächtig ruhig wird, frage ich, was er macht. Er malt seine Hände nach. Das macht er nämlich gern.
Dann kündigt er an, dass er meine Hände auch abmalen will. Ich sage, dass ich gerade nicht zu ihm kommen kann. Da sagt er: „Mama, fang mal an zu laufen.
Ich mal dich gleich!“

Am Samstag morgen darf Mama duschen und Papa frühstückt mit den beiden Söhnen. Es riecht lecker aus der Küche. Emilian will mir erklären, was er isst, zögert einen  Moment und sagt dann: „Ich esse gerade… Eier Rüh.“

Gestern hat er eine Postkarte von seiner Tante bekommen, sie war im Urlaub an der Ostsee. Inzwischen kann er sie auswendig und ist ganz stolz darauf.

Er singt so schöne Lieder, mit Bewegung:
„Das ist hoch, das ist tief.
Das ist gerade, das ist schief.
Das ist dunkel, das ist hell.
Das ist langsam, das ist schnell.“

 

Liam ist jetzt 11 Monate und 4 Tage alt, hat noch immer keinen einzigen Zahn – aber auch keine starken Zahnschmerzen mehr. Das macht ihn zu einem zufriedenen Bübchen, der Emilian sehr anhimmelt, aber es auch liebt, das Haus ganz allein zu erkunden. Ab und zu muss ich ihn dann richtig suchen.. und dann steht er etwas hilflos auf den untersten Treppenstufen, klopft und haucht fröhlich an die Terrassentür oder er gibt seinem Spiegelbild feuchte Küsschen…
Er schläft jetzt fast in jeder Nacht durch, kommt tagsüber selten zu zwei Mittagsschläfchen und ab und zu muss ich beide Jungs dann am Morgen wecken.
Immer wieder fällt uns auf, dass Liam zwar jetzt schon einen stärkeren Willen und eine lautere Stimme als Emilian hat – dass er aber auch viel öfter und herzlicher und ansteckender lacht!
Und Emilian bringt ihn gern zum Lachen, tröstet ihn und behauptet sich.

Ich hole mir jetzt einen Kaffee.. und überlege, was ich mit den Jungs am Nachmittag unternehme.

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