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Rückblick Osterferien 2018

Mir kommt es so vor, als hätten wir gerade zwei Monate Osterferien gehabt. Aber es waren nur zwei Wochen, glaube ich.

Es ist so viel passiert! Sehr krank und im Schnee sind wir gestartet – jetzt sind wir fit und gesund und der Frühling verzaubert Berlin mit über 20 Grad! Ich muss euch dazu ein bißchen mehr schreiben!

* Am letzten Schultag, das war der 23. März, konnte ich Emilian nicht von der Schule abholen. Ich lag fix und fertig in der Badewanne. Und dann im Bett. Zwei Tage lang. Mit mir lag da mal Emilian, mal Liam und mal Jari. Wir hatten von Grippe, Übelkeit, Erbrechen, Bronchitis, Bindehautentzündung bis hin zu Reizhusten alles dabei. Einzig mein Mann, der Held, ist gesund geblieben und hat uns versorgt. Dafür fangen jetzt die Frühblüher an, ihn in der Nase zu kitzeln.

* Das war eigentlich die erste Ferienwoche. Das Wetter war nicht so besonders, wir haben es uns gemütlich gemacht. Die Kinder hatten viel neues Lego vom Geburtstag zum Bauen, dazu Hörspiele, teilweise haben sie den Schlafanzug gar nicht mehr ausgezogen.

* In Vorbereitung auf Ostern haben wir dann Forsythien aus dem Garten geholt und geschmückt. Wir haben gebacken und die Wohnung aufgeräumt.

Am Karfreitag sind wir mit ein paar Freunden einen „Kreuzweg“ am Teltowkanal gelaufen. Es gab kleine andächtige Stopps mit Texten aus der Bibel. Das Wetter war warm und sonnig, vielleicht hätte das Wetter am Sonntag mit dem Wetter am Freitag tauschen sollen… Zum Ostersonntag, zum Auferstehungsfest wurde es wieder grau und sehr kalt – und es schneite. Verrückt. Weiße Ostern statt weiße Weihnachten?
Den Ostermontag verbrachten wir bei meiner Oma. Wir blieben im Haus, aber die Kinder sind inzwischen einigermaßen groß und vernünftig und wir konnten viel zusammen erzählen und spielen.

* Seit vielen Tagen konnte ich die Wettervorhersage für den Mittwoch nicht aus den Augen lassen. Und es wechselte oft! Wolken, Regen, Gewitter, Sonne. Ich hatte Freunde eingeladen und wollte unbedingt! draussen feiern! Der Tag kam näher. Am Dienstag bereiteten wir den Garten vor, wir hängten Laternen auf, säuberten Wege und Beete, holten die Stühle aus dem Schuppen und fegten die Terrasse. Ich machte zwei Käsekuchen und mein Mann kaufte Grillfleisch.

Und dann kam der 4.4.
Und es war fast der erste schöne warme Tag des Jahres! Es war so ein wunderschöner Geburtstag!

Meine Männer machten uns ein schönes Frühstück. Wir deckten den Tisch auf der Terrasse, stellten Blumen und Kerzen auf und gegen 14:00 Uhr kamen die ersten Gäste. Als die letzten Freunde gegen 22:00 Uhr gingen, zählte ich mal durch und stellte fest, dass wir über 50 Personen gewesen waren!

Haus und Garten wuselte voller Kinder und Erwachsener, es gab Essen und Trinken, Blumen und Geschenke, die Sonne schien und ich habe mich so glücklich und geliebt gefühlt. Das Wetter war so ein großes Geschenk und ich bin Gott sehr dankbar dafür. Er weiß einfach, wie er mich glücklich machen kann!

* Am Donnerstag morgen habe ich die Kinder geweckt, sie ins Auto gesetzt und wir sind zu meinen Großeltern gefahren. Wir bestaunten ihre neue Wohnung und auch da spielten wir zusammen Würfelspiele. Zum Mittag ging es weiter zu meiner Mama und von da wieder weiter in ihre Kirchengemeinde. Es gab dort nämlich ein besonderes Lego-Projekt für die Kinder und meine Jungs durften alle vier Tage dabei sein. In eine große Turnhalle wurden tausende sortierte Legosteine gestellt und die Kinder durften bauen und bauen und bauen. Am späten Nachmittag verabschiedete ich mich von den Jungs und fuhr mit Jari nachhause.

* Den freien Freitag genossen mein Mann und ich dann, mit Jari. Zum Frühstück trafen wir uns mit Freunden, wir spazierten durch die Sonne und probierten ein neues vietnamesisches Restaurant aus. Ich druckte bei dm ein paar Fotos meiner Familie aus, die ich für meine Weiterbildung brauchte.

Zuhause packte ich in Ruhe ein paar Geschenke aus, las schöne Karten und freute mich an dem Blumenmeer.
Am Abend konnten wir endlich mit der 2. Staffel unserer aktuellen Serie „Haus des Geldes“ anfangen, die Netflix frisch hochgeladen hatte. Spannend!!
Und dann packte ich meine Doula-Tasche!

* Gestern morgen gegen 8:30 Uhr verließ ich in aller Ruhe, ohne Kind und Kinderwagen und Wickeltasche, das Haus, um mit dem Bus zur Adresse meiner Weiterbildung zu fahren. Ich genoß die Sonne und Stille und freute mich sehr auf das Wochenende.

Bis 18:00 Uhr saß ich mit meinen zukünftigen Kolleginnen zusammen. Heute wieder von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Ein bißchen fehlte mir die Sonne –  aber die ersten Tage der Weiterbildung gaben mir tatsächlich das Gefühl, am richtigen Platz zu sein!

Die Gruppe besteht aus 9 Frauen und jetzt am ersten Wochenende beschäftigten wir uns hauptsächlich mit unserer Familie, unserer Herkunft. Total spannend! Und wenn Frauen erstmal reden.. über Mütter und Frauen und Geburten und Kinder… ihr kennt das 🙂 So unterschiedlich, wie wir auch sind, verstehen wir uns sehr gut. Wir haben ein Herz für Frauen und gute Geburten, wir sind neu auf diesem Gebiet und lernen zusammen. Ich hab das Gefühl, da werden tolle Freundschaften entstehen.

Ich habe eine lange Literaturliste, dazu Hausaufgaben und Dinge, die ich nachschlagen, aufschreiben und verarbeiten möchte. Ich brauche Praktikumsplätze und Einrichtungen, in denen ich hospitieren kann.. das hat mich nach den zwei Tagen doch ein bißchen erschlagen – aber die Freude überwiegt. Ich habe Zeit für das alles. Und ich möchte wirklich eine Doula sein!

* Jari hat die beiden Tage mit Papa richtig gut gemacht. Papa auch. Das ist mir eine große Hilfe. Jari ist mir gestern und heute im Garten entgegen gelaufen, hat mich angestrahlt und sich an mir fest geklammert. Dass die beiden großen Brüder endlich wieder da sind, hat ihn auch sehr gefreut. Er schläft in diesen Tagen nachts viel besser, weil er tagsüber so viel in der frischen Luft herumtappelt.

* Morgen geht die Schule wieder los. Das bedeutet einerseits, dass das Ausschlafen und Rumgammeln vorbei ist.. aber andererseits habe ich auch wieder freie Vormittage und das gute Wetter in diesen Monaten wird ein ganz anderes Lebensgefühl bringen. Das freut mich sehr! Ich glaube, ich habe schon bald Lust, unsere Sommer-to-do-Liste zu schreiben!

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Szenen aus unserem Alltag

Vor ein paar Stunden noch hätte ich euch jetzt locker und beschwingt ein paar Alltagskracher aufschreiben können und euch auf den neuesten Stand gebracht. Ich hätte dankbar geschrieben, dass wir alle seit so langer Zeit gesund sind und -natürlich- wie sehr ich mich auf den Frühling freue.

Und jetzt, fast über Nacht, hat unser kleinstes Baby plötzlich hohes Fieber und eine Bronchitis bekommen. Wieder. Es hat knallrote Wangen, es winselt und jammert und glüht und liegt rum. Gar nicht der Jari, den wir kennen und von dem ich euch gleich ein paar lustige Geschichten erzähle. Aber wer weiß, ob die Tage wieder einen Schub mit sich bringen und er nach der Krankheit vielleicht gar nicht mehr so klein, sondern schon wieder ein bißchen gewachsen ist…

Es ist unglaublich, wie sehr sich der Alltag mit gesunden Kindern zum Alltag mit kranken Kindern unterscheidet.
Obwohl mein Mann gestern fast den ganzen Tag helfen konnte, bin ich hier zwischen zwei Wäscheständern, wichtigen Formularen, vorpubertierenden geburtsagsaufgeregten Jungs, Dreck auf dem Boden, einer vollen Spülmaschine, einer vollen Spüle, großer Müdigkeit und dem kranken Baby fast verzweifelt.
Und ich dachte mir: Was mache ich hier eigentlich? Wie fremdbestimmt kann man sein? Ist es denn möglich, dass ich mir vor 8:00 Uhr vornehme, mir die Hände einzucremen (dass man sich sowas vornehmen muss!) und das erst nach 21:00 Uhr tue?

So habe ich lange nicht gedacht und wieder bin ich froh, dass wir gerade nicht drei kleine Kinder, sondern zwei große und ein kleines haben. Denn wir anderen vier sind gesund und kämpfen und hoffen und beten für Gesundheit. Bitte nicht jetzt. Nicht im März und nicht vor der Geburtstagswelle.

Unsere letzten Tage und Wochen waren voll von schönen Zeiten und spontanen Abenteuern. Und deshalb kann ich jetzt das an-zuhause-gebunden-sein auch aushalten und die dreckigen Fenster und die wirren Beete sein lassen. Mein Küchentisch sorgt in der Zeit für Farbe.

 

* Die neuen Kinderzimmer der Jungs sind nun schon fast einen Monat da. Nach der ersten großen Freude und dem vielen Besuch, der eingeladen wurde, mussten aber auch Regeln erstellt werden. Wer darf in welches Zimmer? Wann? Und warum nicht? Und wenn ich meine Regeln durchsetzen will, sollte ich die von meinem Bruder vielleicht auch einhalten.
Es wurden Möbel umgeräumt und Spielzeuge getauscht. Anfangs konnten wir gut sehen, dass Emilian fleißiger aufräumt. Das hat Liam dann so beschäftigt, dass er sein Zimmer fast in ein Museum verwandelte, in dem nichts an falscher Stelle stand und auch nichts berührt werden durfte. Jetzt hat sich das ein bißchen beruhigt und an jedem Abend sind beide Zimmer ähnlich unaufgeräumt.
Angesichts der vielen Spielzeuge und der anstehenden Geburtstage weiß ich auch nicht, wie sich das ändern soll. Aber vielleicht muss es das auch nicht. Es sind doch Jungs-Zimmer. Im Sommer probieren wir zum ersten Mal einen Flohmarkt aus, bis dahin ist es eben etwas voller.

 

* In Teil 7 der 1000 Fragen hatte ich erwähnt, dass Paddy Kelly mein großer Schwarm war. Nie hätte ich gedacht, dass ich jetzt hier über die Kelly Family schreibe. Aber ich muss.
Am Freitag Morgen schrieb mir meine Freundin, sie hätte eine Karte für das Comeback-Konzert in der Mercedes Benz Arena – und sie hätte sofort an mich gedacht. Ich hab eine Sekunde überlegt.. und dann wusste ich, dass ich nachts bei Minus-Graden nicht an der Frankfurter Allee umherirren wollte. Ausserdem sollte an dem Abend ein Männer-Sauna-Abend stattfinden, zu dem mein Mann unbedingt gehen wollte. Also sagte ich ab. Ich kam dann nachhause und erzählte meinem Mann davon. Und was sagte er? „Marit, du musst dahin! Ich seh doch in deinen Augen, wie sehr du dir das wünschst!“
Genau, so einer ist das.
Mir fiel dann auch ein, dass ich im letzten Jahr die Werbung zu diesem Konzert gesehen hatte. Ich schrieb damals sofort meiner Mutter, wie cool es doch wäre, zusammen mit meiner Schwester dahin zu gehen. Und sie schrieb: Alles ausverkauft. Und damit hatte sich das damals erledigt. Und jetzt, ein paar Stunden vor dem Konzert wurde mir diese Karte angeboten!
Ich schrieb meiner Freundin, die Karte war noch da und innerhalb weniger Stunden plante ich meinen Konzert-Trip.
Wir trafen uns am S Bhf. Friedrichstrasse, fuhren bis Warschauer Str. und liefen noch ein Stück. Es war nicht zu kalt und die Wartezeiten konnten wir aushalten. Die Fans um uns herum waren original die Kelly-Fans von vor 20 Jahren, kaum jemand war jünger als wir. Ein paar Mamas hatten ihre Töchter dabei. Dazu die Schals mit dem berühmten grün-gelben Schriftzug.. es war schon verrückt.

Meine Freundin hat drei Kinder, ich auch – und es ist schon ein Abenteuer, nebeneinander in der ausverkauften Mercedes Benz Arena zu sitzen und zu wissen, beide Männer haben auf die Sauna verzichtet und sitzen jetzt mit den Kindern zuhause.

Aber als dann das Licht ausging und die Kellys auf die Bühne sprangen, war es, als wäre die Zeit zurückgedreht worden. Es war unglaublich! Die Stimmen sind wie früher! Die Musik.. es spielen ein paar Töne und tausende Frauen wissen, welcher Kelly gleich welches Wort singen wird. Ich erinnerte mich, wie sehr Kelly-Fan ich eigentlich war.
Wir alle sind etwas älter geworden.. die Kellys und wir auch. Man sieht das. Jeder hatte seine Geschichte, seine Familie, seine Dramen, seine Erfolge.
Aber dieses Feeling während des Konzertes war wie früher. Ja, Paddy hat gefehlt, aber ich war so froh, mich für den Abend entschieden zu haben!
Der Weg nachhause war lang und kalt, aber: Es hat sich gelohnt!!

 

* Fast genauso spontan sind wir am Montag zu meinen Eltern gefahren, um aufs Eis zu gehen, wahrscheinlich zum letzten Mal in diesem Winter. In den Nachrichten wurde bereits immer wieder davor gewarnt, aber die Havelwiesen sind riesige flache Pfützen und ein paar Stunden konnten wir mit Freunden auf dem Eis sein. Das Tauen war zu sehen und zu hören und nach jedem Sturz waren die Hosen nass. Aber einfach diese Weite, das Gleiten, die Geräusche, Kaffee und Kekse auf dem Eis.. das sind meine Kindheitserinnerungen und für mich war das ein Mini-Winterurlaub.
Seit gestern Abend schneit es ja hier tatsächlich. Fast wären wir mit dem Schlitten zur Kita gefahren. Für die Kinder freue ich mich über den Schnee.. ich hätte jetzt doch gern etwas mehr Wärme. Vielleicht zu den Geburtstagen? Obwohl.. ich glaub nicht, dass die Jungs schon im Schnee gefeiert haben.

Opa hat die Kinder auf dem Schlitten

Vor ein paar Tagen ohne Tauwetter

Meine wilden Kerle

 

* Jari schnuffelt um mich herum und atmet wie eine Dampflok. Es geht ihm nicht so gut. Aber ich wollte euch von den letzten Wochen mit ihm erzählen. Als nämlich die Jungs Anfang Februar weg waren und wir hier mal schnell drei Zimmer neu gemacht haben, hat er uns scheinbar genau beobachtet. Wie wir Dinge aufheben, wegnehmen und woanders hinlegen. Genau das hat er nämlich seitdem gemacht. Sehr ehrgeizig. Fast so, als hätte er einen Aufräum-Tick. Manchmal konnten wir ihn dabei beobachten. Und wir haben uns kaputt gelacht, wenn er ganz stolz irgendeinen Gegenstand irgendwo abgelegt hat und dann die Hände vor dem Bauch „verschränkt“ und stolz seines Weges zieht.
Er wurde sehr aufmerksam, wenn uns etwas herunterfiel. Dann kam er, hob es auf und legte es ordentlich weg.
Allerdings zog er auch allein los, um „aufzuräumen“. Und dass bei 5 Personen immer etwas auf dem Boden liegt, könnt ihr euch vorstellen. Jari störte das scheinbar. Und so fanden wir eingepackte Spülmaschinen Tabs unten in der Spülmaschine, Unterhosen im Nudel-Fach, Besteck in der Spielekiste, Lego im Bio-Müll.. Wer weiß, ob wir bereits alles Aufgeräumte gefunden haben. Und wer weiß, ob diese Phase nach der Krankheit nicht schon wieder vorbei ist?

 

* Jillian muss auch erwähnt werden.
Anfang Februar habe ich meine 30-Tage-Shred-Challenge beendet. Danach hab ich erstmal überhaupt gar keinen Sport gemacht. Als das schlechte Gewissen lauter wurde und ich wieder Lust und Zeit hatte, bestellte ich mir eine neue DVD. Und die lag dann erstmal rum. Aber dann habe ich sie einfach mal angemacht. Ich kannte bisher nur die Jillian Shred DVD und war gespannt. Die Jungs auch.
Die DVD wurde in einem anderen Studio aufgenommen, die beiden Ladies rechts und links sind nicht mehr Anita und Natalie und auch der Aufbau ist ganz anders. „Bauch Beine Po intensiv“besteht aus sieben Einheiten, die je 6 Minuten lang sind. Sie können nacheinander abgearbeitet oder einzeln als Kapitel ausgewählt werden. Jillian schwört auf Circle Training, es wird also viel wiederholt.

Ich habe alles einmal ausprobiert.
Und wisst ihr was? Es hat so viel Spaß gemacht!!
Die meisten Übungen sind auf der Matte oder am Platz, es wird kaum gesprungen Danke Jillian!), was dazu führt, dass ich besser mitkomme, ohne völlig aus der Puste zu sein. Das ist so ein großer Unterschied, auch für die, die wegen Knie und Knöchel nach dem dritten Hampelmann aussteigen mussten.
Es geht viel um Bauch, Beine, Po (tatsächlich!), auch um Schultern, Arme und Rücken. Die 40 min. vergingen sehr schnell, ich konnte wunderbar bis zum Ende durchhalten, aber: Der Muskelkater.. ist unglaublich. Das ist kein Vergleich zu Shred. Autsch. Und lange Autsch. Aber es fühlt sich ja doch gut an.
Ich mach mir jetzt keinen Stress, ob ich Bauch, Beine, Po jeden zweiten Tag oder jede zweite Woche schaffe. Aber ich möchte dranbleiben. Denn es macht Spaß und die Übungen sind so gut. Wenn ich da nicht den schönsten Po 2018 kriege, dann weiß ich auch nicht 😉

 

* Am 24. Februar hatte ich einen Informations-Tag für meine eventuelle Weiterbildung. Von diesem Tag hatte ich mir viel Sicherheit erhofft, stattdessen hat er leider noch mehr Fragen gebracht.
Wie auch immer: Ich bin kurz davor, den Vertrag zu unterschreiben. Ich möchte diese Entscheidung gern hinter mir haben und hab lange nicht etwas so sehr vor mir hergeschoben. Trotz aller Fragen und Unsicherheiten fühle ich, dass es das richtige ist und dass ich bereit bin. Ich muss es einfach machen. Und sobald die Unterschrift gesetzt ist, lüfte ich hier das Geheimnis.

 

* Am Montag Abend saß ich in Emilians Klassenraum zum Elternabend. Nach ein paar Turbulenzen in allen möglichen Bereichen haben sowohl Eltern als auch Schüler zu einem guten Miteinander gefunden. Wir sind sehr glücklich mit der Schule und warten nun auf die Bestätigung für Liams Platz.
Die Zweitklässler werden in den nächsten Monaten auf die 3. Klasse vorbereitet. Sie lernen, selbständiger zu arbeiten. Sie lernen das 1×1 und sie lernen, eigene Texte zu verfassen, wie eine Bildbeschreibung oder ein Brief.
In der 3. Klasse wird der Schwimmunterricht dazu kommen, eine erste Fremdsprache, die Noten, eine neue Klassenlehrerin und evtl. ein neuer Klassenraum. Ich stelle aber fest, dass mich das lange nicht so verrückt macht, wie die Einschulung vor 2 Jahren. Emilian ist ein sehr guter Schüler und ich bin mir sicher, dass er das alles schafft.

* Die beiden Kindergeburtstage werden 2018 als Cowboy- und NinjaGo-Party gefeiert. Ich mache mir diesmal nicht so viele Gedanken, weil die Kinder und Gäste in den letzten Jahren oft einfach nur spielen wollten. Ausserdem wird uns ja das Wetter wahrscheinlich nicht im Garten feiern lassen. Ich werde jetzt die Wunschlisten der Kinder, die ihr auch hier auf der Startseite ansehen könnt, auf Amazon aktualisieren, damit schöne Geschenke geschenkt werden können und ich mir nicht alle Ideen merken muss.

* Und ein Kracher, den Liam aus aktuellem Anlass mehrmals am Tag zum Besten gibt:
Was stinkt und ist glücklich?
– Ein Gefurztagskind…

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Sommerverlängerung

Ich wollte euch ein Lebenszeichen von uns schicken. Ein ganz kleines.

Mehr Berichte über unsere Reise, den Urlaubsort und unsere Familie gibt es dann später, von zuhause. Und mal zwischendurch auf  Facebook und Instagram unter mamasbusiness.

Wir sind gesund und munter angekommen und es geht uns gut hier. So gut! Viel besser als erwartet. In jeder Hinsicht.

Wir sitzen unter Palmen und essen frische warme Croissants.
Wir spazieren in Flipflops unter Olivenbäumen.
Wir springen in die warmen Wellen des Mittelmeers und schnappen uns die schönsten Muscheln.
Wir beobachten Fische und Quallen und machen Fotos von ihnen.
Wir machen Siesta auf der Dachterrasse unseres Apartments, die so groß ist, dass die Jungs dort sogar Fußball spielen können.
Von unserem Glashaus (Schlafzimmer) könnten wir alle Wände öffnen und unter Sternen schlafen. Aber das machen wir nicht, weil es nachts doch kühl wird.
Wir lesen unsere Reisebücher, wir schlafen oder liegen in der Sonne.
Wir lernen ein paar Worte in französisch.
Wir staunen über die Berge und das Meer.

Wir sind erst drei Tage hier.
Wir haben uns alle in diese Insel verliebt und haben die nächsten Jahre Herbstferien schon für Korsika reserviert. Fast.

Ich kann gar nicht mit Worten sagen, wie sehr es mir hier gefällt! Ich weiß nicht, ob ich den Sonnenaufgang am Meer oder den Sonnenuntergang über den Bergen mehr liebe. Ich LIEBE das Wetter hier, das überrascht sicher nicht. Das ist mein Wetter. Vor allem Ende Oktober.

Korsika ist das neue Kalifornien.
Korsika ist die Entschädigung für unser Kalifornien, das leider zu weit weg und leider zu teuer für uns ist. Jedenfalls in diesem Jahr.
Die Landschaft, die Supermärkte und das Wetter erinnern uns sehr an Kalifornien und es tut so gut.

Einzig die Sprache ist ein Problem, denn niemand von uns spricht mehr als ein paar Worte französisch. Und bekanntlich ist ja englisch nicht die Lieblings-Zweitsprache der Franzosen.

Das stellten wir heute wieder fest, als wir mit Jari kurz ins Krankenhaus mussten. Seine Erkältung wurde trotz Wärme und Meeresluft nicht besser, sondern schlimmer. Viel Husten, viel Schnupfen, viel Gequengel und ein bißchen Fieber haben uns beunruhigt. Er ist hier noch nicht ganz der Jari, der er zuhause ist. Aber das kann an der fremden Umgebung liegen. Oder an der Erkältung. Oder am Wetter. Oder an der Fahrt, die keine feste Schlaf- und Essenszeiten für ihn hatten. Oder an den kommenden Zähnen.

Es ist jedenfalls nichts ernstes, sagt der Arzt. Wir haben Medikamente bekommen und merken, dass es ihm langsam besser geht.
Wir kennen das von unseren großen Kindern schon. Den Husten, der sich oft schlimmer anhört, als er ist und auch das Fiebern in fremder Umgebung.

Es ist wirklich wirklich so schön hier, es gibt kaum Wolken – und Regen schon gar nicht. Am ersten Tag war es mal windig. So stark, dass Liam kaum laufen konnte. Aber jetzt ist es wieder warm und vor uns liegen noch viele schöne Tage auf „der Insel der Schönheit“.

 

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Keine „12 von 12 im März“

Ich habe angefangen, Fotos für euch zu machen, obwohl ich schon um 1:00 Uhr nachts wusste, dass der Tag heute kaum ereignisreich werden wird. Und so ist es gekommen. Zu erzählen habe ich was, aber Fotos gibt’s nicht. Die wollt ihr nicht sehen…

Ich war noch nicht ganz eingeschlafen, da merkte ich, dass Liam unruhig schlief. Er rief nicht nach mir, er suchte kein Trinken oder Tuch.. er jammerte einfach ein bißchen vor sich hin. Als er dann einmal gefährlich hustete, sprang ich aus dem Bett. Gerade rechtzeitig… Das Abendbrot war wieder da.

Als wir das Bett und Liam umgezogen hatten, legten wir uns wieder hin. Obwohl Liam ordentlich gespuckt hatte, roch es kein bißchen danach und ich fragte mich, woher dieses Essen kam. Egal.
Ich versuchte, auf ihn zu hören, damit er nicht erstickte, falls es nochmal passierte. Liam hat bei jeder Erkältung Schwierigkeiten, den Schleim loszuwerden und meistens bricht er dann.

Eine Stunde später, als ich gerade irgendwie eingeschlafen war, ging es wieder los.
Details erspare ich euch.

Wir drei lagen wieder in den Betten, da hörte ich, dass Emilian unruhig wurde. Er wuselte und quengelte. „Mama. Papa. Ich hab Angst.“ flüsterte er. Ich ging mit ihm auf die Toilette und brachte ihn ins Bett zurück.

Vor dem Abendessen war ich mit Emilian einkaufen und er durfte sich kleine Süßigkeiten aussuchen. Er wählte auch für Mama, Papa und Liam welche aus und plante, sie uns nachts als Überraschung ins Bett zu legen. Weil er normalerweise niemals nachts aufwacht, dachte ich mir nichts dabei. Als er nun aber wach im Bett lag, fielen ihm seine Pläne wieder ein. Er bat uns, kleine Schüsseln holen zu dürfen, um die Bonbons aufzuteilen. Es war 3:00 Uhr nachts.

Wir mussten zwischendurch echt lachen und ich fragte mich, ob das ein „Versteckte Kamera – Eltern-Test“ oder so sei. Ehrlich. Emilian tippelte mit den Bonbon und den Schüsseln um unser Bett herum und weinte, weil wir ihn die Schüsseln nicht in unser Bett stellen ließen. Ich stand nochmal auf, um nach Liam zu sehen. Emilian war wach und wollte Bonbons verteilen. Dass es Nacht und Schlafenszeit war, interessierte ihn nicht. Ich fragte ihn, ob er in unserem Bett schlafen wollte. Und das klappte dann.

Er lag neben mir, sah mich mit großen Augen an und machte sich Sorgen um seine Bonbons. Weil er nciht einschlafen konnte, fragte er mich, ob ich für ihn beten könnte. Er sagte: „Mama, kannst du dafür beten, dass ich am Morgen zur richtigen Zeit aufwache, um die Bonbons zu verteilen. Und du kannst dir überlegen, was wir am heutigen Tag machen.“
So seine Worte.

Als ich lachen musste und sagte: „Ich glaub‘ das alles nicht!“, war er beleidigt und sagte: „Jetzt bete doch mal endlich.“
Ich wurde an den Rand des Bettes und der Verzweiflung gedrängt und wir schliefen ein.

 

Natürlich wachte ich am Morgen auf, weil Emilian mit den Schüsslen neben mir stand und mir seine Überraschung präsentieren wollte. Er ließ nicht eher nach, bis ich sie aß. Papa war gerade zur Arbeit gegangen und wir hatten einen ruhigen Morgen. (Bis auf die Tatsache, dass ein Stapel vollgespucktes Bettzeug im Bad, eine volle Waschmaschine und Spülmaschine in der Küche und eine „Packen/Sortieren“-Baustelle im Kinderzimmer auf mich wartete…)

 

Liam war still und kuschelig. Ich fragte ihn: „Liam.. du hast heute Nacht zweimal gespuckt.. Warum denn?“
„Na, is wollte niss den Nudelsalat!“
Er schlief auf meinem Arm ein, während ich mit meiner Schwester skypte. Das war lange nicht mehr passiert. Ich hoffte, dass er einfach nur müde war und legte ihn auf die Couch. Während er wärmer wurde und schlief, schaffte ich ein bißchen Küche und ein bißchen Wäsche. Liam trank ab und zu was.

Wenn er wach war, sagte er alle paar Minuten: „Mama… so wangleilich.“
Aber weder Filme noch Hörspiele noch Bücher noch Spielzeug konnten ihn glücklich machen.

Dann setzte er sich auf, hielt sich den Bauch und jammerte.
Und ich hätte diesen Blick deuten sollen.
Und ich hätte ihn von der Couch nehmen sollen.
Oh, wie sehr ich das hätte machen sollen.

Auf dem Blog Smoorbär von Veronika habe ich am Morgen gelesen, was sie über Magen-Darm-Grippe schreibt und dass ihre Tochter einmal ordentlich die Couch + Teppich bespuckt hat. „Die Arme“, dachte ich nur.
Und dann passierte es bei uns auch.
Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Flüssigkeit aus Liams kleinen Körper kommen kann!

– Wie gut, dass mein iPhone seit letzter Woche eine neue Hülle hat, die vor Flüssigkeiten aller Art schützt!

– Wie gut, dass mein Mann jetzt nicht in Afrika ist!

– Wie gut, dass die Menschen, die sich morgen unsere Wohnung angucken wollten, abgesagt haben.
Sie wollen Ende März einziehen – und der Geruch hätte ihnen nicht gefallen.

– Wie gut, dass Waschmaschine und Trockner gleichzeitig laufen und super-schnell sind!

– Wie gut, dass es youtube gibt!

 

So viel zu unserem 12. März.
Dem ersten Teil davon. Hier ist es ja erst 15:00 Uhr.
Draussen sind es 31 Grad und wir verpassen einen dieser letzten heißen Tage Kaliforniens.

Liam hüpft und lacht jetzt.
Er trinkt Cola und futtert Brezeln. Ein bißchen Cola musste ich eben auch vom Boden aufwischen – aber bevor es in Liams Magen war..

Ich wage mal zu denken, dass das wirklich der Husten-Schleim war. Denn uns, die wir den Nudelsalat auch gegessen haben, geht es gut. Und wir sind eigentlich gar nicht so die Magen-Darm-Grippe-Familie.

Auf der 12 von 12-Liste werde ich also nicht sein.
Aber ihr könnt euch trotzdem gern Fotos der anderen Blogger angucken.

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Erkältungs-Frust

Eigentlich wollte ich gestern einen ordentlichen Frust-Eintrag bloggen.
Gegen die Krankheit, die Eintönigkeit hier und überhaupt.
Aber dann ließ sich der Laptop auf Grund eines Wackelkontakts plötzlich nicht mehr laden und mit 28% Akku wäre ich nicht weit gekommen.
Segen oder Fluch – ich weiß es nicht.

Ich werde trotzdem ein bißchen von unserer Woche berichten, nur heute ist es eher unterhaltsam und mit Sarkasmus gewürzt. Gestern wäre es böser und verzweifelter geworden.

Heute ist der erste Tag dieser Woche, an dem ich nicht bei irgendeinem Arzt war.
Ich habe nicht geforscht, aber meiner Meinung nach sind die Kinder seit dem letzten Herbst krank. Erkältet. Nicht gesund.
Es gab gute Tage, natürlich. Auch Wochen. Aber schleimlösende Mittel gebe ich ihnen seit Monaten.

Am Sonntag Nachmittag bekam Emilian hohes Fieber. Schnupfen und Husten hatten die Kinder schon/noch, aber damit kommen wir inzwischen klar. Das ist normal. Fieber ist dann aber so’ne Sache. Wenigstens keine Ohrenschmerzen. Denn wir haben seitdem mit Nasenspray nicht gespart..
Irgendwie fand ich auch, dass Emilian komisch aus dem Mund roch. Mit einer Krankheit hab ich es aber nicht direkt in Verbindung gebracht… Er glühte und schlief viel. Die Batterien vom Fieberthermometer gaben den Geist auf.
Am Montag sagte die Kinderärztin, sie tippt auf Streptokokken. Belegte Zunge und so. Weil sie meinen Sohn aber nicht mit einem gemeinen Blut-Test quälen wollte, bat sie uns, am Dienstag wiederzukommen. Die Platzwunde, die wir ja auch noch im Gepäck haben, wollte sie sich in der nächsten Woche ansehen. Emilian hütet sie, wie.. eine Wunde eben und als die Pflaster abgingen, musste sofort ein neues drauf. Der Anblick erschreckte ihn wieder.

Emilian ging es dann besser. Beide Kinder röcheln und husten und würgen. Liam hat am Montag und am Dienstag je einmal… seinen Schleim erbrochen. Verschiedene Ärzte haben mir bestätigt, dass kleine Kinder ihren Hustenschleim nicht anders loswerden können. Nun gut. Wenn dann nicht die Mahlzeiten des ganzen Tages mitkommen und auf dem Teppich/im Kinderwagen/auf drei Kleidungsschichten landen würden… Als sich dann gestern beide Kinder gleichzeitig ihres Schleimes entledigen mussten, standen wir dann geübt und vorbereitet zu dritt vor dem Waschbecken.
Ihr seht, ohne Sarkasmus geht das nicht.
Und ich danke einmal mehr meiner lieben Freundin, der Waschmaschine!

Weil es Emilian am Dienstag besser ging, wurde sein Blut nicht getestet. Nebenbei erfuhr ich von meinem Hausarzt, dass wir keine extra Impfungen für Californien brauchen. Auch gut. Ohne neue Medikation zogen wir also durch das herrliche Frühlingswetter wieder nachhause. Wir kauften ein, trafen Freunde in ihrem Garten und quatschten, wir gingen zur Bücherei, um uns neuen Lese- und Film-Stoff zu holen und gammelten so vor uns hin. Das hört sich entspannt an, war es aber irgendwie nicht. Liam musste seinen Mittagsschlaf nach ein paar Minuten beenden, weil er sich und den Wagen vollgespuckt hatte. Beim Einkaufen, beim Auto fahren und in der Bücherei war ich sehr angespannt, weil Liams Nase ununterbrochen lief, weil jedes würgende Husten mich zusammenzucken ließ und – weil Emilian nicht so gut hört. Das ist belastend! Er hat einfach zuviel Druck oder Schleim im Kopp. Dabei ist er sehr aufmerksam und verständnisvoll. Er hängt an meinen Lippen und sagt auch mal: „Du musst lauter reden, Mama!“ Aber beim Auto fahren oder im Dunkeln – geht es gar nicht. Die Einschlafmusik tönt durchs ganze Haus, damit er sie hört. (Er schläft glücklicherweise nach den ersten beiden Liedern ein..) Ich glaube, ich rede zur Zeit allgemein schon lauter. Aber es nervt!

Am Mittwoch fing der Morgen schön an. Die Kinder spielten in liebevoller Zweisamkeit mit ihren Duplo-Steinen. Ab und zu musste ich schlichten und trösten. Liam lernt gerade, dass er seine Liebe nicht zeigen kann, in dem er Emilian ins Auge piekt oder ihm in den Finger beißt. Und Emilian muss lernen, dass er mit „Liam, gib‘ mir das zurück!“ oder „Nein, Liam, ich möchte das nicht!“ viel viel weiter kommt, als mit „Aaaaaaaaah!“ oder „Naaaaaiiiin!“ oder „Maaamaaa!!!“. Aber sie lernen. Na gut, Emilian lernt. Liam trotzt und testet. Manchmal schreit er förmlich danach, erzogen zu werden. Mach ich doch gerne! Wenn ich nicht schon ein großes Kind hätte und sowieso wüsste, dass alles nur eine Phase ist, würde ich durchdrehen. Aber so bin ich ruhig, konsequent und ausgeglichen.
In dem Punkt jedenfalls.

Weiter geht’s.
Am Mittwoch Nachmittag legte ich mich mit Emilian auf die Couch und wir hörten ein Hörspiel. Kann man bei dm runterladen. Emilian liebt das „Lümmel“-Hörspiel! (Und es hat die richtige Länge für mich, um einen Mittagsschlaf zu machen. Ähäm.) Als ich wach wurde, merkte ich, dass Emilian eingeschlafen war. Ich machte das Hörspiel aus und holte Liam aus dem Kinderwagen, weil er rief. Wach war er aber irgendwie nicht und so lagen wir dann zu dritt komatös auf der Couch. Um 15:30 Uhr kam die Oma kurz vorbei. Aber weil keins der Kinder sie richtig wahr nahm, trank sie einen Kaffee mit mir, wir redeten und dann ging sie wieder. Emilian schlief und schlief.. und wurde immer heißer. Das Fieberthermometer hatte neue Batterien und zeigte 39,4°C. Es war ungefähr 16:30 Uhr.
Beim Kinderarzt hieß es: „Hallo, hier ist der Anrufbeantworter der Kinderarztpraxis… Leider rufen Sie ausserhalb der Sprechzeiten an…“
Na toll.
Dann HNO-Arzt. Immerhin hört Emilian ja schlecht und H steht ja wohl für Hals.
Mittwoch, Sprechstunde bis 19:00 Uhr. Yeah!
Die Dame am Telefon war irgendwie gestresst und fragte, wie schnell ich da sein könne.
„In 15 Minuten.. aber.. ich habe gelesen, Sie sind mittwochs bis 19:00 Uhr da?“
„Ja, aber heute sind wir nicht mehr lange da.“
Ich erfuhr dann später, dass es einen PC-Absturz gegeben hat. Na gut, das ist entschuldbar.
Wir waren wirklich die letzten in der Praxis. Die Kinder spielten geduldig im Warteraum. Meine Mama rief an und fragte, ob sie ungefähr in eine Stunde vorbeikommen könnten. Ein Lichtblick!
Die leuchtenden Augen der Kinder zeigten mir, dass sie auch so dachten.

Die Ärztin nahm sich viel Zeit für eine überforderte Mama, die einfach mal reden wollte uns.
Mit beiden Kindern auf dem Schoß saß ich auf ihrem Behandlungsstuhl und war dankbar, dass Emilian alles mit sich machen ließ. Sie diagnostizierte tatsächlichen eine Infektion im Rachen. Tadaa. Antibiotikum! Den Ohren ging es soweit gut, wir bekamen neuen Fiebersaft und wünschten dem Praxis-Team einen schönen Feierabend.

Der Abend mit meinen Eltern war schön.
Ich tankte ein bißchen Kraft, die Kinder tankten sehr viel Großeltern-Liebe und alle waren zufrieden.

Heute verbachten wir einen Shopping-Tag in der Stadt, genossen die Berliner Luft, lösten bei dm die Geburtstags-Gutscheine der Kinder ein und kauften ein neues Kabel für den Laptop. Niemand musste sich übergeben, es musste kein Fieber gemessen werden und niemand erlitt einen Nervenzusammenbruch.
Es gab eine Situation, die einen eigenen Blog-Eintrag verdient hätte.
Vom Glück, draussen und gesund zu sein, beseelt, überkam mich die Lust, mit den Kindern ein Eis zu essen. Weil ich bei unserem Lieblings-Italiener nicht mit Karte zahlen konnte und mich auch nicht in Unkosten stürzen wollte, landeten wir bei McDonalds. Ich kaufte zwei kleine Softeis-Becher mit Schokosauce „zum Mitnehmen“, weil im Restaurant alles voll war…
Und das Unglück nahm seinen Lauf.
„Ich wollte rote Soße!!!“
(Glücklicherweise konnte ich sagen, dass es gar keine rote Soße gab, denn der Mensch hinterm Tresen hatte „Schoko, Karamell oder Vanille“ gefragt und ich hatte „Schoko“ geantwortet. Weil ich dachte, ein Eis macht meinen Kindern Freude. „Zum Mitnehmen“ hieß dann „Vor dem Geschäft, im Kinderwagen“. Ich löffelte schnell die oberste Schicht von Liams Eis weg – und beinahe wäre mir der Becher um die Ohren geflogen. Wie konnte ich nur! Und ich dachte, ein Eis macht meinen Kindern Freude. Liam brüllte mich an, konnte aber seinen Eisbecher nicht richtig festhalten, wollte auch nicht gefüttert werden.. Sehr ungünstig. Emilian merkte, dass Schokosauce doch schmeckte. Über die Eisflecken auf der Jacke und über die Blicke der Passanten sah ich hinweg. Dann wurde es ihm zu kalt und das Eis wurde ihm zu flüssig.
Damit das jetzt nicht doch ein eigener Eintrag wird… Ratet, wer beide Becher leergegessen hat?!
Und ich dachte, ein Eis macht meinen Kindern Freude.

Liam schlief danach auf der Stelle ein.
Auch Emilians Laune besserte sich schnell und dem Tag folgte ein schöner Abend.

Ich könnte noch viel mehr schreiben.
Über die Brüder. Wie sie sich lieben und nachahmen.
Über Liam. Wie er trotzt und schelmt.
Über Emilian. Wie er weise spricht und seinen Geburtstag plötzlich kaum noch abwarten kann. Am Morgen habe ich gesagt, dass wir den Kalender bald zu März umdrehen – und das kleine Geschenk von dm hat die Vorfreude dann endgültig geweckt!
Aber dazu später mehr.

 

Damit der Beitrag in Friede und Freude endet, schreibe ich die neuesten Kindersprüche auf:

„Mein Freund aus dem Kindergarten hat auch Husten-Durchfall.
Dis is, wenn man spucken muss.“

Beim Obst-Essen spielen und fantasieren die Jungs, statt zu essen.
Ich: „Was macht ihr denn eigentlich da???“
Emilian: „Wir faulen einfach nur rum.“

„Mama! Ich hab aus Duplo ein echtiges richtiges Boot gebaut!!“

Oma sucht mit Emilian ein Buch, dass sie vorlesen kann.
Bei einem sagt er:
„Oh oh.. Ich glaube nicht, dass ich das Buch angucken kann. Da ist ein Fuchs drin!“

Ich habe mir vorgenommen, Cookies zu backen. Emilian liebt das. Er steht von seinem Jim Knopf-Film auf, um mir beim Backen zu helfen! Als er dann auf dem Stuhl steht und der Küchenmaschine beim Teig-rühren zuguckt, ruft er: „Mama, hilfst du mir?“
„Wobei denn?“
„Na.. beim Zuschauen.“

Aus dem Nichts fragt er:
„Mama, was heißt ‚abwehren‘?“
Auf so eine Frage frage ich erst immer, woher er das Wort kennt, um den Zusammenhang zu verstehen.
„Wer sagt denn dieses Wort?“
„Na alle.“
(Wollt ihr wissen, woher es kam?
„Da hat das rote Pferd – sich einfach umgekehrt –
und hat mit seinem Schwanz – die Fliege abgewehrt…“)

Abends aus dem Bett ruft er:
„Ich hab da irgendwelche Krümel in der Hand, die mich stören.“
Es stellte sich heraus, dass sein Arm beim Liegen eingeschlafen war…

Nach dem Spielen mit dem TipToi-Buch teilt Emilian sein Wissen mit uns.
„Bei den Seepferdchen bringt das Männchen die Babys zu der Welt.“

Emilian versteht nicht ganz, warum er in dieser Woche gar nicht in den Kindergarten kann.
„Ich bin gesund! Ich huste alle nich an.“

Im Kinderzimmer sage ich: „Hier stinkt aber was!“
Emilian: „Ja! Ich bin’s wohl nicht!“

Als ich einem Freund von Emilians Unfall berichte, sage ich: „Und dann hat er gespuckt…“
Emilian: „Nein. Ich hab gekotzt!“

Heute beim Einkaufen zeigt mir Emilian, dass er Blut am Finger hat. Ich gucke kurz und sehe, dass seine Lippe blutet. Die ist sehr rau und trocken durch die Krankheit.
Ich sage: „Da, du blutest an der Lippe.“
„Ja, weil ich hab ein bißchen Körper abgerissen.“
Kurze Pause.
„Ich will zum Arzt!“

Und kurz vor dem Einschlafen sagte er lächelnd:
„Mama, es ist schön, im Frühling Geburtstag zu haben…. ich möchte auch mal im Winter Geburtstag haben!“

 

 

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