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1000 Fragen an dich – Teil 19

Es ist Dienstag und hier bin ich wieder.
Heute sind in Berlin Pfingstferien. Ich hatte überlegt, ob wir an einen schönen See fahren oder einen Wasserspielplatz suchen – aber die drei Jungs sitzen zu dritt im kleinsten Kinderzimmer und spielen mit ihren Playmobil-Figuren. Das kommt nicht oft vor – und so soll es heute sein.
Wir waren gestern spontan in den „Gärten der Welt“ und hatten genug Sonne und Natur für heute gleich mit 😉 Berlin ist schon echt toll!

Den freien Tag für mich finde ich auch nicht schlecht.
Soo viele Blog-Einträge warten, der Holunder blüht und duftet schwer und wartet nicht. Die Waschmaschine läuft und die Kaffeemaschine auch 🙂

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Teil 19

Bei Teil 19 bin ich schon!
Ich finde es gleichzeitig spannend und traurig, dass ich viele Fragen schon ganz anders beantworten würde, sollte ich die 1000 Fragen ein zweites Mal beantworten. Vielleicht in 10 Jahren.. das wäre doch was!
Zu Frage 292 würde ich zum Beispiel etwas Neues schreiben, das ich bitte nie wieder erleben möchte. Vor ein paar Tagen wurde vor meinen Augen ein Kind auf dem Schulweg von einem Auto angefahren. Ich war eine der ersten Personen am Unfallort, habe die Feuerwehr angerufen und bin nun als Zeugin angegeben. Es ging einigermaßen gut aus, aber der Schock saß tief. Das war wirklich schrecklich.

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361. Was war deine schlimmste Lüge?
Es ist so: Ich kann irgendwie nicht lügen. Ich kann vielleicht übertreiben, etwas mehr ausschmücken.. aber lügen nicht. Ich finde es ganz ganz schwer, selbst mit Lügen von anderen umzugehen, weil ich Vertrauen so wichtig finde. Lieber halte ich eine schmerzhafte Wahrheit aus, als belogen zu werden! Das möchte ich auch meinen Kindern weitergeben. Ein Erfolg auf Lügen gebaut kann nicht funktionieren.

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Ja. Als Mutter und auch persönlich. Ich finde das herausfordernd, aber bereichernd. Die Kinder werden älter und gehen neue Schritte – und ich gehe mit. Und die Weiterbildung zur Doula ist auch eine Erweiterung meiner Grenzen. Bei Geburten dabei sein zu dürfen? Das ist das Größte, finde ich.

363. Kannst du gut Witze erzählen?
Oooh, es gab eine Zeit, als ich so 12, 13, 14, 15 war.. da hab ich nichts anderes gemacht. Ich finde, ich kann das. Habt ihr hier auf dem Blog schon die Kindersprüche gefunden?

364. Welches Lied handelt von dir?
Eine schöne neue Frage.
Mein Mann hat ein Instrumental-Stück für mich geschrieben, als wir jung verliebt waren.

365. Welche kleinen Dinge kannst du genießen?
Das gab es ja öfter hier.
Kleine Pausen. Allein einkaufen. Blumen sehen. Holunder riechen. Meine Kinder lachen hören. Eine Umarmung von meinem Mann zwischendurch. Einen guten Kuchen backen und kosten. Kaffee trinken. Abends im Garten stehen. Wein trinken. Meine Nägel lackieren.

366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Fragt doch mal Jari.
„Hunger“ – „Durst“ – „Der Nuckel ist weg“
Komischerweise habe ich einen tiefen Schlaf und werde nicht so schnell wach. Manchmal fragt mich mein Mann: „Hast du gehört, dass die Kinder heute Nacht…?“ Ich so: Nö.
Aber wir haben für Freunde schon Nächte durchgebetet oder auf Kinder aufgepasst. Und wenn ich als Doula später Rufbereitschaft habe, werde ich mein Handy dabei haben und vor Aufregung mit Sicherheit schon vor dem Anruf aufwachen!

367. Was würdest du gern an deinem Äusseren ändern?
Ha! Da ich ja nun schon zweimal den Film „Embrace“ angesehen habe – einen Film, den bitte jede Frau zusammen mit Mutter, Töchtern, Freundinnen und Schwestern sehen muss! – denke ich gut über meine Antwort nach und sage: Ich finde mich schön. I have embraced.

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
„Ihren Optimismus, ihr großes Herz, ihre Fröhlichkeit und ihre Gastfreundschaft werden wir nicht so schnell vergessen.“
Ich würde mich freuen, wenn meine Freude an kleinen Dingen, mein Glaube an das Gute und meine Liebe zu Menschen in Erinnerung bleibt.

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Hm ja. Mir kann man Geschichten erzählen…

370. Was würdest du gern mal tun, vorausgesetzt dass es keinenfalls schiefgehen könnte?
Manchmal würde ich wirklich einfach gern wissen, wie Dinge ausgehen. Mit den Kindern (allein) in den Urlaub fliegen. Andere Frisuren ausprobieren. Im Ausland leben und Homeschooling machen. Ein Buch schreiben.

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Muss man dürfen? Hört sich widersprüchlich an. Etwas zu denken ist eine Sache. Aber darüber reden eine andere. Es gibt ausgesprochene Sätze, die tun einfach niemandem gut und die richten viel Schaden an. Über Jahre. Also nein, man muss nicht alles sagen.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Beziehungen.

373. Kannst du gut loslassen?
Ich lerne. Im Loslassen von Dingen und Dingen mit emotionalem Wert werde ich immer besser. Bei den Phasen der Kinder oder überhaupt dem Loslassen der Kinder ist das nicht so einfach. Aber, wie ich sagte, sie gehen Schritte und ich gehe mit. Wir Eltern geben ihnen Sicherheit, sodass sie leichter loslassen können. Und so wird es dann auch weider leichter für mich.
Das Loslassen von Wünschen, Plänen oder Träumen ist auch noch so eine Sache. Da lernen wir unser ganzes Leben, denke ich.

374. Wofür bist du dankbar?
Oh man, wieviel Zeit habt ihr?
Für meinen Mann und unsere drei gesunden Jungs. Für unsere Familien und deren Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft. Für unser schönes Haus und den schönen Garten. Für unzählige gute Freundschaften. Für Frieden in Deutschland. Für Religionsfreiheit. Für eine Krankenversicherung. Für Wasser und Strom. Für einfache Lebensbedingungen. Für Kaffee. Für unser Auto. Für Gesundheit. Für das Internet.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht kennst, wichtig für dich?
Nö, aber ich freue mich darüber.

376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Vor Hunden, auch wenn sie immer alle „nur spielen“ wollen.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Das weiß ich gar nicht mehr.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Ähm Alkohol.. und Milch, Eier, Möhren und gekühlte Schokolade.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Wenn ich früher RTL oder ähnliches geschaut habe, dann war das so. Es ist mir inzwischen fast unangenehm, wenn ich überhaupt TV schaue. Wir sind absolut Team Netflix!

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?
Siehe Frage 346.
Aber vielleicht kommt sie ja erst noch?

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Teil 18

Teil 17

Teil 16

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Die Sache mit der glücklichen Mutter

Wenn ihr jetzt bei uns vorbei kommen würdet, würdet ihr dieses Bild sehen:

Mama sitzt draussen in der Sonne und bloggt.
Jari liegt neben ihr im Kinderwagen und schläft.
Die beiden Großen sitzen im Wohnzimmer und malen.
Neben ihnen steht ein voller Obstteller.

Das ist wieder das „Heile Welt“-Bild, dass zu uns passt, oder? 😉

Aber die Realität sieht anders aus.
Normal. Schmutzig. Ehrlich.
Wie bei allen anderen Familien auch.

Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter

Kennt ihr schon von mir.

Auch, wenn meine Kinder gerade friedlich nebeneinander sitzen bzw. schlafen und ich in der Sonne sitze, haben wir Stress, Streit und Sorgen. Auch, wenn ich übe, schöne Fotos zu machen, tobt auf der Seite hinter der Kamera das Chaos. Glaubt mir das.

Ich bin nämlich heute an Tag 3 von 5 ohne Papa. Dazu ohne Auto. Und fast ohne Geld.
Mein Mann klettert mit 160 anderen Männern durch schottische Berge. Ich bin sehr stolz auf ihn und werde euch mehr erzählen, wenn ich mehr weiß. Falls. Zu dem Wochenende gehört nämlich, im Vorfeld fast nichts darüber zu wissen. Handys sind auch nicht erlaubt und so sind das die ersten Tage in unserer 12jährigen Beziehung, in denen wir absolut nichts voneinander hören. Also mir fehlt er.

Ich werde euch mal erzählen, was noch so zu unserer „Heilen Welt“ gehört:

– Um mich herum stehen zwei volle Wäscheständer. Die dritte Maschine läuft.

– Der Küchenboden ist so unglaublich dreckig. Seit Tagen Wochen nehme ich mir vor, ihn zu putzen. Die jährlichen Ameisen in der Küche waren nur kurz da. Wahrscheinlich ist es selbst denen zu eklig.

– Am Morgen wurde ich mit kleinen scharfen Patschern ins Gesicht geweckt. Das Baby fand, es sei Zeit zum Aufstehen. Als ich dann endlich aus dem Bett kam, war die Windel so voll, dass ich Jari erstmal in die Wanne setzen musste.

– Weil wir uns nicht auf ein Frühstück (Brot, Müsli, Pancake) einigen konnten, schlug ich Crêpes vor. Emilian erinnerte sich sofort an Korsika, da gab es Crêpes mit Erdbeeren und Nutella. Weil wir aber keine frischen Erdbeeren hatten, fragte ich die Jungs, ob sie zum ersten Mal allein schnell zu Lidl gehen wollte. (Ich hatte nämlich noch den Schlafanzug an…) Liam war sofort begeistert und hatte in einer Sekunde die Schuhe an. Emilian zögerte sehr, aber weil Liam unbedingt wollte, ging er mit. Klappte alles wunderbar. Seitdem fragt Liam im Minutentakt, ob ich nicht noch etwas von Lidl brauche..

– Wir machten uns also ein schönes Frühstück.
Die Kinder waren sehr begeistert!
Zur Realität muss ich jetzt aber auch die verbrannten Finger, den Zucker überall und das Nutella-Baby (frisch gebadet, ihr erinnert euch) erwähnen.

 

– Nach dem Essen schickte ich die Jungs nach draussen. Wir hatten nämlich gestern zusammen Erdbeeren eingepflanzt und die sollten sie nun gießen. Jari brauchte wieder eine neue Windel und die volle, volle Windel fiel mir vom Wickeltisch. Offen. Auf den Teppich.

– Danach wollte ich duschen gehen. Ich wies die Jungs genau an, auf Jari zu gucken, nahm ihn aber dann doch lieber mit ins Bad. Man kann nie wissen. Jari tappelte also im Bad zwischen Zahnbürsten und Klobürste hin und her und ich beobachtete ihn. Zweimal musste ich kurz rausspringen, um schlimmeres zu verhindern.

– Passend zum Thema:
Vor ein paar Tagen saßen eine Freundin und ich gerade gepflegt bei Kaffee und Kuchen. Stellt euch zu dem „gepflegt“ vor, dass vier große Jungs um uns herum sprangen und mit Waffeln, Erdbeeren, Puderzucker und Sahne um sich warfen. Inmitten dieser Kaffeetafel fiel nicht auf, dass Jari gar nicht da war und in diesem Moment kam er mit der Klobürste in der Hand um die Ecke.

– Am Donnerstag holte ich Liam und einen Freund ab, während seine Mama unsere beiden Großen aus der Schule abholen sollte. Ich spielte mit den beiden Kindergartenkindern und Jari im Garten, als die Mama schrieb: „Ich kann sie nicht finden.“ Der Schulhof ist groß und unübersichtlich, ich machte mir erst keine Sorgen, aber sie waren nicht da. Nicht bei ihnen, nicht bei uns, nicht auf dem Weg.

Hatte ich nicht erst vor ein paar Tagen hier geschrieben, dass ich nie wieder ein Kind suchen wollte? Ich mag dieses beklemmende Gefühl überhaupt nicht. Und ich hatte hier die drei Kleinen und kein Auto, mein Mann war ohne Handy im Flugzeug – und konnte nichts tun, ausser Gott zu bitten, alles gut werden zu lassen.
Währenddessen wollten die beiden Kita-Kinder losgehen, den Großen entgegen und Jari war gerade dabei, den Ameisenköder in den Mund zu stecken zu entdecken. Inmitten allen Chaos schrieb sie dann: „Ich hab sie! Sie hatten eine Stunde früher Schluss und sind zu unserer Nachbarin gegangen.“
Ihr könnt euch vorstellen, was uns beiden Mamas durch Kopf und Herz ging.

– Liam fiel gestern in seinem Hochbett nach Bettgehzeit eine Treppenstufe herunter und verletzte sich ein bißchen am Fuß. Heute, ganz nebenbei, beichtete er mir, dass er mich angelogen hatte. Er war gar nicht zur Treppe abgerutscht, sondern er war verbotenerweise noch auf dem Hochbett herumgeklettert und dabei abgerutscht.

– Ich nahm mir letzte Woche vor, an diesen vier freien Abenden endlich mal wieder alleine meine Netflix-Serie weiterzugucken. Mit Wein. Auf der Couch.
Haha!
Die Realität ist, dass ich am Donnerstag nach 22:00 Uhr noch Muffins für unser MOPS-Treffen machte und danach noch ein Überraschungspaket für eine Freundin packte, das unbedingt weg musste. Der Wecker am nächsten Morgen klingelte um 6:30 Uhr und ich war sehr froh, dass Emilian von der Oma zur Schule gefahren wurde. Das hätte ich mit drei Kindern nicht so locker geschafft.

Ihr seht: Alles ist ganz normal!
Wirklich.

Wir hören Hörspiele und singen zusammen – aber wir schreien uns auch an.
Wir pflanzen zusammen Blumen ein – aber wir knallen auch mit den Türen.
Wir essen leckere Obstteller leer – aber es gibt auch ungesundes FastFood zu ungesunden Zeiten.
Wir üben Kopfrechnen und 1×1 – aber wir vergessen auch Diktate und Hausaufgaben.
Wir spielen lange und laut draussen im Garten – aber wir laufen auch mit dreckigen, nassen Füssen über helle Teppiche.
Wir lieben uns – und wir streiten uns.

Manchmal möchte ich weinen.
Manchmal möchte ich laut loslachen.
Manchmal möchte ich mit der Hand auf den Tisch schlagen.
Manchmal möchte ich High Fives an die Jungs verteilen.

Inzwischen ist der Obstteller leer, die Kinder trampeln mit Gartenfüßen durchs Kinderzimmer.. oder durch unsere frisch bezogenen Betten, ich muss Wäsche abhängen, damit die nächste Platz hat und ach ja.. wollte ich nicht ein paar Bücher für meine Doula-Weiterbildung lesen?

Habt einen schönen Samstag-Nachmittag!

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1000 Fragen an dich selbst – Teil 13

Es ist wieder Dienstag und ich möchte gern die nächsten Fragen beantworten. Gerade sitzen wir draussen, die drei Jungs „spielen“ zusammen Fußball und ich könnte mich einfach nur kaputt lachen. Jeder der drei ist echt ein Knaller für sich! Sie spielen miteinander, aber irgendwie auch nicht – und ich frage mich, wie wir jemals fragen konnten: „Drittes Kind: Ja oder Nein?“ Die drei passen perfekt zusammen!

„Alter, Mama, guck mal.
Das sieht aus wie Himmelfahrt!“

Wir sind bereits bei Teil 13 und ich hab das Gefühl, ich hab bereits alle Fragen der Welt beantwortet. Aber ich bin noch nicht fertig. Noch lange nicht.

241. Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?
Ja.. sonst wäre ich nicht hier. Ich weiß nicht, seit wann, aber mein Herz schlägt für Frauen und Mütter und Frauen, die Mütter werden. Ich fühle mich dazu berufen, Frauen zu bestärken, zu ermutigen und Familien zu unterstützen und wertzuschätzen. Ich fühle mich dazu berufen, hier im Süden von Berlin Kirche zu bauen und Menschen mit Menschen und Gott zu verbinden. Im Moment fühle ich mich in dieser Rolle sehr wohl und alle Bereiche meines Lebens passen zu dieser Berufung.

242. Bist du nach etwas süchtig?
Es gibt viele Dinge, die mir sehr wichtig sind und die ich genieße. Kaffee. Wein. Mein Handy. Instagram. Handcreme. Ohrringe. Aber dass ich es jetzt sofort unbedingt brauche oder niemals ohne kann, würde ich nicht sagen.

243. Wessen Tod hat dich am meisten berührt?
Das ist eine schwierige Frage. Mein Opa ist vor 5 Jahren gestorben und er war der naheste Verwandte, von dem ich mich verabschieden musste und dessen Tod ich am meisten mitbekommen habe. Aber es war kein plötzlicher Tod. Wir konnten uns verabschieden und ich weiß, dass wir uns wiedersehen werden.
Wenn ich sagen soll, welcher Tod mich am meisten berührt hat, dann fallen mir junge Menschen ein, die ganz überraschend gehen mussten. Zum Beispiel der Tod von Tim, Mann von Bloggermama Mama Mulle hat mich sehr getroffen.
Oder Roger Cicero. Chester Bennington.
Ungeborene Babys kurz vor der Geburt.
Es geht nicht um irgendwelche Stars oder Persönlichkeiten. Ich meine den plötzlichen Tod von jungen Menschen. Das berührt mich sehr.

244. Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten?
„Geile Zeit“
Hört sich vielleicht merkwürdig an, aber dieses Lied hat eine große, große Bedeutung für mich.
245. In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?
Huch, was ist das für eine Frage?
Ich habe gar nicht eine „Person“ vor Augen, die ich sein möchte. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin. Und dass ich mich verändere. Und ich denke, als Mutter, als Ehefrau, im Umgang mit Menschen wird diese Veränderung hoffentlich eher in eine positive Richtung gehen. Oder?
Ich wäre gern in manchen Dingen anders.
Aber tue ich aktiv was dafür? Weiß ich gar nicht.
Interessante Frage.. vielleicht sollte ich mal.

246. Wann muss man eine Beziehung beenden?
Wenn sie nicht gut für mich ist. Wenn ich nicht gut für andere Person bin. Wenn die Beziehung einseitig geworden ist.
Ich habe nicht viel Erfahrung damit. Ich gebe Menschen nicht schnell auf und es fällt mir schwer, einen Kontakt ganz und für immer abzubrechen.

247. Wie wichtig ist dir deine Arbeit?
In den letzten 8 Jahren bestand meine „Arbeit“ aus kleinen und großen ehrenamtlichen Projekten, die ich liebte und liebe, aber sie standen eben immer nur an zweiter Stelle. Auf die Idee, mir eine Arbeit zu suchen, die nicht zu mir als Mutter passt, wäre ich nie gekommen.
Ich bin sehr gespannt und glücklich, dass ich bald eine Doula sein darf. Diese Arbeit ist mir sehr wichtig und ich bin schon ganz neugierig, wie und wann es losgeht.

248. Was würdest du gern gut beherrschen?
Ich würde gern mehr Sprachen sprechen. Nochmal richtig Gebärdensprache können. Ich würde gern ein bißchen mehr Struktur und Regelmäßigkeit in meinem Alltag (und an meinen Männern…) sehen – aber wahrscheinlich würde das nicht zu uns passen. Ich würde gern besser kochen können. Nicht lernen, sondern können. Mit Lebensmitteln „einfach was machen“ können!
Ich würde gern mündlich besser mit Worten umgehen können. Ich würde gern sicherer auftreten können.

249. Glaubst du, dass Geld glücklich macht?
Nein.
Ich stelle mir vor, dass „Geld haben“ weniger sorgenvoll und zufriedener macht. Aber in Wirklichkeit ist es wohl kaum so. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich jetzt, in einer Lebensphase des „am wenigsten Geld habens“ am glücklichsten bin. Ja.. das sind auch die Umstände – aber das gehört doch alles zusammen.

250. Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?
JA!
Das ist ein sehr großes dickes fettes Ja, immer wieder!

251. In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?
Ist „Shred“ eine Sportart?
Ich glaube, im Sport bin ich ein absoluter Durchschnittsmensch. Ich bin ausdauernd, aber das ist jetzt auch nichts Halbes und nichts Ganzes.

252. Heuchelst du häufig Interesse?
Nicht mehr. Selbst bei nervigen Telefon-Umfragen und „Darf ich Ihnen eine kurze Frage stellen“-Strassen-Aktionen kann ich inzwischen gut abwinken oder auflegen, anstatt höflich 30 Minuten zuzuhören und mich dann über verschwendete Lebenszeit zu ärgern.

253. Kannst du gut Geschichten erzählen?
Ich bin gut darin, Geschichten, die mir oder meinen Kindern oder irgendwo passiert sind, wiederzugeben und die Zuhörer zu fesseln und zum Lachen zu bringen. Aber manchmal würde ich genauso gut ausgedachte Geschichten erzählen können, mit Worten spielen können (siehe Frage 248) und mit der Phantasie durchdrehen. Ich glaube, dazu muss ich in einer entspannten, ruhigen Stimmung sein.

254. Wem gönnst du nur das Allerbeste?
Allen Menschen doch! Warum denn nicht?

255. Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?
Manchmal denke ich, ich hätte vielleicht gern studiert. Manchmal denke ich, ich hätte vielleicht gern mal in einer WG gelebt. Manchmal denke ich, ich hätte einen anderen Beruf wählen sollen. Manchmal denke ich, wir hätten mehr reisen sollen, als wir noch keine Kinder hatten. Manchmal denke ich, wir hätten viel länger in Kalifornien bleiben sollen. Manchmal denke ich, ich hätte viel mehr aus dem Jahr in Kalifornien machen sollen.
Aber dann sehe ich mein Leben, meinen Mann und meine Kinder, unser Haus, ich fühle mich jung und glücklich und weiß: Es ist schon alles gut so, wie es ist.

256. Kannst du dich gut ablenken?
Ich kann mich schnell ablenken lassen. Das hat Vor- und Nachteile. Und ich finde, ich kann mich auch von Problemen oder doofen Situationen oder Sorgen ablenken und Dinge stehen lassen, die ich nicht ändern kann und mich wieder schöneren Sachen widmen.

257. In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?
Das habe ich doch irgendwie bei Frage 83 beantwortet, oder?  Ich fühle mich in der Kleidung wohl, die ich trage. (Es sei denn, es ist mal eine Bauchweg-Hose, ein enges Kleid oder hohe Schuhe.) Aber ich mag Jeans. Am liebsten Spaghetti Tops. FlipFlops. Einfach so.

258. Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?
Ich fühle mich ein bißchen dumm und naiv, weil ich mit dieser Frage, wie auch mit Frage 245 nicht so richtig was anfangen kann. Ich habe mir mein Leben und mich als Person nicht irgendwie vorgestellt und arbeite jetzt darauf hin. Und da passieren unglaubliche Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie mal erleben darf, und eben auch Dinge, die ich nicht hätte haben müssen.

Mir fällt ein, dass ich nach der ersten Fehlgeburt vor Emilian oft dachte: „Hoffentlich kann ich überhaupt Kinder bekommen!“

Oder wenn andere Personen erzählten, wie Gott sie genau zur richtige Zeit mit Geld und anderen Dingen versorgt hat, dachte ich manchmal: „Das wird mir nie passieren.“ Ist es aber.

259. Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?
Sorry, aber Nein.

260. Was nervt dich gelegentlich?
Ach, darauf kann ich antworten.
Raue Hände. Kinder, die Dreck machen. Jari, der sich nachts auf und über und unter mich wühlt, weil er nicht schlafen kann. Regen. Eine unaufgeräumte Küche. Dass wir einen weißen Küchenboden haben. (Echt.. wie konnten wir!) Baustellen und Ecken im Haus, die ich seit Monaten und Jahren nicht bearbeiten kann. Dass ich kaum Zeit zum Lesen finde. Dass ich mich verzettele und tausend Sachen gleichzeitig anfange. Unaufgeräumte Kinderzimmer. Meine Problemzonen. Ungewaschene Haare.

Ups, da fällt mir ja ne Menge ein. Aber da steht „gelegentlich“. Und so ist es auch.

Jetzt beginnt die Zeit, in der wir uns größtenteils draussen aufhalten. Wenn ich die Kinder abends gerade so zwischen 8 und 9 Uhr vom Garten übers Bad ins Bett schicke, gehe ich über sandige Böden an einer dreckigen Küche vorbei nach oben. Dort wartet Wäsche, ein schmutziges Bad und die Kinderzimmer. – Und so lasse ich es. Dass mich all diese Dinge nerven, heißt nicht, dass ich nicht trotzdem mein Leben und meine Familie genießen kann.

Guckt euch mal diesen Dreckspatz an!

Heute saß ich, wie oben beschrieben, auf einem Stuhl mitten auf der Wiese in unserem Garten. Weil da die letzte Sonne hinfällt. Auf mich herab rieselten alte Tannennadeln, weil Liam auf dem Baumhaus tanzte. Um mich herum tänzelte ein glücklicher Jari mit sandigen Hosen und sämtlichen Obstfleckenfarben auf dem Oberteil. Ab und zu bekam ich von Emilian einen Ball ab.
Im Laptop warteten drei angefangene Blog-Einträge, die ich bald schreiben muss. Zwei Wäschekörbe standen voll im Schlafzimmer. Dreckige Töpfe gab es in der Küche und die Blumen im Beet hätten sicher gern etwas Wasser gehabt.

Aber ich saß da. Und lachte über meine Jungs, die selbst ihr Frühlings-Glück kaum fassen konnten und erstmal wieder Platz und Lautstärke für den Garten abchecken mussten.

Emilian hatte bis 15:00 Uhr Unterricht, hat mit sehr dreckigen Füßen auf der Couch ein paar Hausaufgaben gemacht. Liam hat lange mit Papa Geige geübt. Und sonst – tanzten wir in der Sonne.

Mein Alltag ist ihre Kindheit.
Sie werden so schnell groß.
Unser Leben ist jetzt.

Mehr Antworten und Fragen findet ihr hier:

Teil 1

https://mamasbusiness.de/?p=9895
Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
https://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
https://mamasbusiness.de/?p=10054
Teil 10
https://mamasbusiness.de/?p=10104
Teil 11
https://mamasbusiness.de/?p=10113
Teil 12
https://mamasbusiness.de/?p=10150
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1000 Fragen an dich selbst – Teil 12

Wir haben heute den Garten und die Terrasse schön gemacht – ich möchte morgen meinen Geburtstag draussen feiern!
Zwei Käsekuchen sind schon fertig, die Kinder rennen im T-Shirt draussen rum und wissen gar nicht, wohin mit ihrem Glück. Ist das schön!

Während einer Kaffeepause widme ich mich den nächsten Fragen:

221. Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?
Ich glaube, ja. Manchmal passt es einfach.
Und ich muss aber sagen, auch auf den zweiten. Ich hab manchmal gedacht, dass ich schon so viele tolle Freundinnen habe und gar nicht auf die Suche nach neuen gehen muss. Und dann habe ich aber wieder ganz wunderbare neue Frauen kennengelernt und festgestellt, wie gut wir wieder zusammen passen. Das ist echt faszinierend.

222. Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?
Ich versuche es. Mir reichen kleine Pausen, wie jetzt: Kaffee auf dem Sofa, kurz die Augen schließen. Ich merke aber, weil ich relativ oft solche kleinen Zeiten für mich oder mit Freundinnen habe, mache ich keine großen Pausen. So ein Wochenende mit einer Freundin oder dem Mann verreisen.. oder mal ein Shopping-Tag ohne Kinder.. das wäre schön!

223. Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?
Ich hab das Gefühl, meine Jugend war nur so. Aber jetzt im Nachhinein waren es wohl nur Schwärmereien. Über die Schwärmereien ging es dann oft nicht hinaus. Richtig echt verliebt war ich nur in meinen Mann, glaub ich.

224. Steckst du Menschen in Schubladen?
Ich befürchte, das tue ich. Manchmal passt es und ich kann Menschen besser einordnen – aber natürlich ist niemand nur „so“ oder „so“.
Aber ich lasse mich auch eines besseren belehren und lerne so zum Beispiel ganz tolle Menschen kennen, siehe Frage 221. Der Satz „Jeder ist normal, bis du ihn kennen lernst“ trifft es gut.
Und mir ist es andererseits auch wichtig, nicht in gewissen Schubladen zu landen.

225. Welches Geräusch magst du?
Das ist eine ganz tolle Frage, auf die habe ich mich schon lange gefreut. Ich mag Vogelgezwitscher, besonders sehr früh am Morgen oder in der Abenddämmerung. Ich mag das ausgelassene, laute, glückliche Lachen meiner Kinder. Das Rattern der Kaffeemaschine. Ich mag Wellenrauschen am Meer. Ich mag es, wenn mein Mann meinem Namen sagt. Ich mag das nächtliche Schnuffeln meines Babys, wenn es am Nuckel saugt. Ich mag den Klang von guter Musik, a capella oder instrumental. Das Geräusch beim Anzünden eines Streichholzes. Das Rascheln von Füßen im Laub. Das Lachen von Freunden. Ich mag das Knacken von Eiswürfeln, wenn sie ins Getränk geworfen werden. Ich mag das Geräusch vom Zerhacken von Zartbitterschokolade. Ich mag, wenn mein Mann Klavier spielt. Schreie von Möwen.

226. Wann warst du am glücklichsten?
Ach.. oft. In Kalifornien.. in Laguna Beach. Jung verheiratet. Als frische Mama. Aber am glücklichsten? Da möchte ich mich jetzt nicht festlegen.

227. Mit wem bist du gern zusammen?
Mit meinem Mann. Mit guten Freunden. Mit Familie.

228.Willst du immer alles erklären?
Nein, aber ich möchte verstanden werden.

229. Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?
Als ich mich für die Weiterbildung zur Doula angemeldet habe.

230. Was war deine größte Jugendsünde?
Ich habe heimlich mit einer Freundin geraucht. Einmal.

231. Was willst du einfach nicht einsehen?
Bewusste Bösheit. Macht-Ausnutzung. Erpressung. Kindesmisshandlung.

232. Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?
An einem Weihnachten bin ich als kleines Mädchen zusammen mit meiner Schwester ins Weihnachtszimmer gekommen. Unter dem Baum lagen zwei Puppen und ich rief erstaunt: „Oh! Zwei Puppen für mich!“

233. Welchen Tag in deinem Leben würdest du gern noch einmal erleben?
Da kann ich mich auch nicht entscheiden. Vielleicht die Hochzeit. Oder meinen 30. Geburtstag. Oder einen Tag in Kalifornien. Es gab auch schöne Tage in meiner Kindheit.. so viele Möglichkeiten!

234. Hättest du gern mehr Zeit oder mehr Geld?
Jetzt gerade? Mehr Geld.

235. Würdest du gern in die Zukunft schauen können?
Nein, lieber nicht. Ich vertraue, dass zur richtigen Zeit das Richtige passiert.

236. Kannst du gut deine Grenzen definieren?
Ich übe es. Ich müsste ab und zu mehr Nein sagen. Ich plane meine Tage manchmal zu voll und überfordere meinen Mann mit meinen Partys. Es ist schön – aber es geht über unsere und meine Grenzen.

237. Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?
Ähm.. nö, ich glaub nicht.

238. Hast du einen Tick?
Nö, ich glaub nicht.

239. Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?
Auf jeden Fall eine Momentaufnahme. Als Ziel funktioniert es nicht, man wird nur enttäuscht sein.

240. Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?
Mit Menschen, die mich gern haben. Die mich gehen lassen können.

Lest gern alle meine anderen Antworten hier:

Teil 1
https://mamasbusiness.de/?p=9895

Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
https://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
https://mamasbusiness.de/?p=10054
Teil 10
https://mamasbusiness.de/?p=10104
Teil 11
https://mamasbusiness.de/?p=10113
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1000 Fragen an dich selbst – Teil 11

Hallo aus dem Krankenlager!
Ich bin dabei, eine ordentliche Grippe hinter mir zu lassen… ich weiß nicht, ob ich sowas schon mal hatte! Zwei Tage lang habe ich durch geschlafen! Dass sowas überhaupt geht. Aber die Geburtstage sind vorbei, es sind Ferien.. da kann eine Mama auch schon mal umkippen.

Mein tapferer Mann hat für uns gekämpft und durchgehalten. Bis jetzt ist er als einziger gesund geblieben. Die Kinder haben mit Husten und Fieber zum Glück auch viel geschlafen.

Wir freuen uns aber, dass Ferien sind, die Kinder bleiben lange im Schlafanzug und lassen sich viel Zeit, ihre Geburtstagsgeschenke wegzuräumen.

Ich widme mich jetzt Teil 11 der Fragen und Antworten.
Zu mehr werde ich heute auch nicht kommen.

201. Wie gut kennst du deine Nachbarn?
Das ist ganz unterschiedlich. Einige aus der Strasse kenne ich gut und wir könnten ewig am Zaun stehen und quatschen. Andere grüßt man nur und kennt vielleicht den Namen. Im Notfall könnte ich bei vielen klingeln, da bin ich mir sicher. Durch Schule und Kita kenne ich viele Familien in den Strassen hier und manchmal komme ich von der Kita gar nicht mehr nachhause, weil so viel hier und da unterwegs geschnattert wird.

202. Hast du oft Glück?
Was heißt „Glück haben“?
Ich glaube nicht an Zufälle, an rosa Schweinchen, Kleeblätter, an Cent-Stücke und Schornsteinfeger. Manchmal sage ich: „Da hast du aber Glück gehabt.“, aber ich glaube, dass etwas höheres dahinter steht. Ich glaube, dass Gott unser Leben in der Hand hat und unsere Wege lenkt. Das betrifft zum Beispiel Lebensumstände. „Wo bin ich geboren?“ , „Wer ist meine Familie?“. Das war ja nicht meine Entscheidung. Und ob man nun an Gott glaubt oder nicht, liegt es auch an der Lebenseinstellung oder an einer optimistischen oder pessimistischen Wahrnehmung, oft Glück zu sehen, eben die guten oder die schlechten Situationen im Leben hervorzuheben.

203. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?
Das weiß ich gar nicht. Hab noch nie darüber nachgedacht. Ich glaube, mit vielen meiner Freundinnen hatte oder habe ich eine ähnliche Lebensphase, in der wir uns dann auch ähnlicher verhalten. Ja, sogar der Zyklus passt sich an. Aber dann, vorher oder nachher, gingen oder gehen wir wieder andere Wege. Ist es nicht auch so, dass das, was sich ergänzt, sich anzieht?

204. Was machst du anders als deine Eltern?
Hmm, über die Frage habe ich schon ne Weile nachgedacht. Zuerst waren wir in einer ganz anderen Zeit und Situation Eltern: Meine Eltern haben drei Töchter und einen Sohn, ich habe drei Söhne. Meine Eltern sind mit Kindern dreimal umgezogen und haben ein Haus gebaut, wir wohnen hier im Haus, seit ich mit dem zweiten Kind schwanger war. Mein Vater war berufsbedingt oft weg und arbeitete später im Schichtdienst, mein Mann arbeitet von zuhause aus. Ich wuchs teilweise ohne Auto und Telefon auf, als ich vier Jahre alt war, fiel die Mauer – meine Kinder wachsen in einer völlig anderen Zeit auf. Die Frage „Was machst du wie deine Eltern?“ wäre vielleicht viel interessanter.
Es gibt Dinge, die wir bewusst aus unseren Herkunftsfamilien übernommen haben und Dinge, gegen die wir uns entschieden haben. Aber es kommt jetzt nicht oft vor, dass ich irgendwas tue und mich dabei ertappe: „Oh nein, ich bin wie meine Mutter!“

205. Was gibt dir neue Energie?
Schlafen. Kaffee. Mit meinem Mann reden. Nichts tun. Spazieren. Sonne. Ein sauberes Haus.

206. Warst du in der Pubertät glücklich?
Gut, dass die Frage nicht heißt: Warst du anstrengend? …
Ich denke, ich war glücklich. Unbeschwert. Frei. Viel am gackern und albern sein. Wenig schlafen. Ich war nicht einfach und nicht immer nett, und es war nicht immer leicht, aber ich fand das größer-werden und aber noch nicht zu viel Verantwortung haben, toll.

207. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?
Ich glaube, ich habe noch nie eine Nacht durchgemacht.. oder? An Silvester und auf Hochzeiten war ich lange wach.. und als wir nach Familie nach Kalifornien geflogen sind, habe ich bestimmt auch nicht viel geschlafen. Aber so ganz ohne Schlaf… ist nicht so gut, glaube ich.

208. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?
Ich plane gerne. Habe ich doch schon zu Frage 185 geschrieben. Da ging es eher ums Grübeln. Ich habe keine Zeit, in richtige Tagträume zu versinken, aber mein Mann und ich, wir spinnen gerne. „Was wäre, wenn…?“ Und aus einigen Träumen sind auch schon tolle Ideen geworden!

209. Blickst du dich oft um?
Ha, auf diese Frage hab ich mich schon gefreut!
Eine gute Frage.
Ich würde nicht sagen, dass ich mich oft umsehe, so, als würde ich verfolgt.. aber beim Drüber nachdenken ist mir aufgefallen, dass ich automatisch einen guten Überblick habe. Ich nehme meine Umwelt und mein Umfeld instinktiv sehr bewusst wahr und jede kleine Veränderung fällt mir auf, ob ich will oder nicht.
Ich versuche manchmal, die Menschen um mich herum, zu sehen – und sie nicht nur anzusehen. Ein Lächeln – und ein Lächeln kommt zurück.

Foto: Klaus Heymach, www.familienfotografie.berlin

210. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?
Ich hatte in der 3. Klasse große Angst, das Seepferdchen zu machen und hätte es fast nicht geschafft.

211. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?
Wir sind ein Paar, das nicht streitet. Wir diskutieren und haben Meinungsverschiedenheiten. Oft geht es dabei um unsere Freizeitplanung. Eine will Party und einer will lieber Ruhe…

212. Worauf freust du dich jeden Tag?
Auf das Frühstück, in der Woche mit meinem Mann, am Samstag mit allen. Mit Jari zu spazieren und die Kinder aus Schule und Kita abzuholen. Meist freuen sie sich dann, uns zu sehen. Die stillen Minuten oder Stunden am Abend, wenn alle Kinder eingeschlafen sind.

213. Welche Freundschaft von früher fehlt dir?
Es gibt ein paar Mädels, die ich sehr gern hatte, Jugenfreundinnen, Kolleginnen.. aber die Kinder oder der Wohnort haben uns voneinander getrennt. Bei den meisten könnte man einfach wieder da anfangen, wo man früher aufgehört hat.. aber dann müsste man ja Zeit haben.

214. Wie gehst du mit Stress um?
Also, meine Antwort „Sonne und Kaffee“ passt ja hier fast zu jeder zweiten Frage… Bei Stress hilft mir Musik, durchatmen, Listen schreiben, einen realistischen Überblick bekommen, Pausen machen und dann wieder durch ackern. Ich bin Meisterin in Hauruck-Aktionen. Lastminute und ohne lange Planung kann ich viel schaffen.

215. Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?
Das müssen vielleicht Menschen sagen, die mich gut kennen. Ich verhalte mich in der Familie so, in der Kirche ein bißchen anders, in der Kita ein bißchen anders, mit Freundinnen ein bißchen anders… das ist doch normal, oder? Also, ist die Frage: Wie bin ich wirklich?

216. In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?
Wir teilen den Sinn für Humor. Ironie, trockene Witze – das hab ich von ihm. Wir lieben Wortspiele und Wortwitze. (Er hat ausserdem noch eine große Begabung, mit Zahlen umzugehen – da war dann wohl für mich nichts mehr übrig.) Wir haben beide ein Herz für Herzen von Menschen. Wir können beide gut unter Druck und lastminute arbeiten, denke ich. Siehe Frage 214. Und daraus folgt auch, dass wir beide Typen sind, die höchst nachtaktiv sind und abends nicht so richtig den Absprung schaffen – und morgens.. naja.. siehe Frage 219.

217. Kann man Glück erzwingen?
Ist aber viel Glück heute. Siehe Frage 202 glaube ich nicht daran. Man kann vor dem Würfeln in den Becher pusten oder dreimal auf den Tisch klopfen oder einen Kopfstand vor dem Kamin machen… und auf eine 6 hoffen. Und die eher optimistisch denkenden sagen „Siehste!“, wenn es geklappt hat und „Dann eben beim nächsten Mal!“, wenn es nicht geklappt hat. Die eher pessimistisch veranlagten sagen vielleicht „Wusste ich doch, bei mir klappt es nie.“, wenn es nicht geklappt hat.
Ich weiß es nicht. Ich finde wieder, es ist Einstellungs- und Ansichtssache.
Und ich merke: Je mehr mir das Glück oder der Segen oder die Geschenke oder die Schätze in meinem Leben bewusst werden, umso mehr finde ich.

218. Welcher Streittyp bist du?
Ich kann nicht gut streiten und gehe Konflikten gern aus dem Weg. Am liebsten kläre ich sowas schriftlich.. so blöd das auch klingt. Dann kann ich nachdenken und mir redet niemand rein und ich lasse mich nicht von Emotionen verunsichern.
Im Gespräch reagiere ich manchmal emotional und das mag ich nicht, weil ich weder Schwäche zeigen möchte, noch den anderen mit Tränen manipulieren möchte. Genauso gut kann ich aber auch bockig und patzig werden.

219. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?
Nein, ganz großes Nein. Ich wünschte langsam, das wäre anders.. aber so viel Disziplin habe ich gerade nicht.

220. Wie klingt dein Lachen?
Ich finde, das ist auch eine Frage für andere über mich. Früher hieß es, ich würde wie eine Barfrau lachen. Denkt euch selbst, was das heißt. Gackernd passt vielleicht auch. Besonders rühmenswert oder glockenhell scheint es jedenfalls nicht zu klingen. Ich mag es, aus vollem Herzen loszulachen. Muss ich dann mal genauer hinhören.

Und das war Teil 11 auch schon.
Nächste Woche gehts weiter.
Und hier sind die vergangenen Antworten:

Teil 1
https://mamasbusiness.de/?p=9895
Teil 2
https://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
https://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
https://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
https://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
https://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
https://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
https://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
https://mamasbusiness.de/?p=10054
Teil 10
https://mamasbusiness.de/?p=10104
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