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1000 Fragen an dich – Teil 24

Ich fang heute mal gleich an, dann schaffe ich vielleicht noch einen Blog-Eintrag für euch.
Die Tage sind echt gut gefüllt.

461. Für wen bist du eine Inspirationsquelle?
Hmm, ich hoffe für Freundinnen, andere Mütter und meine Leser.

462. Wann hast du zuletzt einen Sonnenaufgang beobachtet?
Auweia.. ich kann mich erinnern, dass mein Vater uns Kinder einmal in aller Frühe mit in den Wald zu einem Jägerstand genommen hat, um den Sonnenaufgang anzugucken. Das kann schon 20 oder 25 Jahre her sein. Nochmal Auweia! Aber das wird nicht der letzte Sonnenaufgang gewesen sein. Vielleicht mal vom Flugzeug aus?

463. Wie hoch war das höchste Gebäude, das du je besucht hast?
Das weiß ich leider nicht.
Ich bin vor ein paar Wochen im Kettenkarussell gefahren. Das war hoch 😉

464. Können andere auf dich bauen?
Ja.

465. Was ist das Verrückteste, das du je getan hast?
Das „Leben ohne Lampen„-Experiment?
Meine Reise von Kalifornien nach Deutschland und zurück in 4 Tagen?
Mein Ehe-Tattoo?
Ein bißchen verrückt-sein ist toll!

466. Kaufst du häufig etwas Neues zum Anziehen?
Eher nicht so. Mal hier und mal da und gerne für die Kinder. Aber nicht häufig.

467. Würdest du einen Teil deiner Intelligenz gegen ein sensationelles Aussehen tauschen?
Äh.. nein. Auch, wenn ich mich gern schön mache und mich schön fühlen möchte, sind die Strahlen, die aus dem Kopf und aus dem Herzen kommen, viel wichtiger.

468. Weißt du, ob du je einen heimlichen Verehrer hattest?
Ich weiß, dass ich Verehrer hatte. Von den heimlichen weiß ich ja wohl nichts.

469. Welches Schmuckstück trägst du am liebsten?
Mein Tattoo. hihi Und meinen richtigen Ehering, den nehme ich nie ab. Und ohne Ohhringe werdet ihr mich auch nie sehen. Aber dafür trage ich sonst gar keinen weiteren Schmuck.

470. Was würdest du dein zukünftiges Ich fragen wollen?
Geht alles gut?
Halten wir als Familie(n) weiter gut zusammen?
Konnten wir gute Eltern sein?
Wird Deutschland Weltmeister?

471. Würdest du bei deinem Partner bleiben, wenn deine Umgebung ihn ablehnen würde?
Dann würde ich meine Umgebung ablehnen.
Wir bleiben zusammen, come what may.

472. Wann hast du zuletzt etwas gebacken?
Am Freitag habe ich dicke Schokoladen-Haferflocken-Cookies gebacken.
Nervennahrung für meine Doulas.

473. Für welche Gelegenheit warst du zuletzt schick angezogen?
Ach, ich mach mich doch gerne schick. Für die LadiesNight, für Liams Geigenvorspiel, Papas Geburtstag. Das letzte schicke Kleid trug ich an meinem Geburtstag. Und im August wird die nächste Hochzeit gefeiert!

474. Welche Redensart magst du am liebsten?
„Einfach mal die Kresse halten“
Ich weiß es nicht.. bin ich so ein Sprücheklopfer?
Ich hab es mal geschafft, wirklich wochenlang zu den Jungs zu sagen: „Einmal am Tag muss man sich kaputtlachen!“ – und wenn sie es bis dahin nicht geschafft hatten, gab es eine ordentliche Kitzelparty. Sollten wir wieder einführen!

475. Was ist auf dem Foto zu sehen, das du als letztes aufgenommen hast?
Ich habe für Instagram ein Zitat aufgeschrieben, das ich sehr sehr schön finde:

Auf deutsch heißt es ungefähr:
„Sich zu sorgen, dass was schief geht, macht auch nicht, dass alles gut klappt.“

476. Findest du es wichtig, an besonderen Jahrestagen innezuhalten?
Ja. Manchmal gibt es eine Feier, mal nur ein Gedanke.
Aber ich finde es wichtig, nochmal kurz zurückzufühlen, zu lächeln oder zu seufzen – und dann dankbar weiterzumachen.

477. Was würdest du in einen Guck-Kasten kleben?
Ich weiß nicht, was das ist… sowas wie ein Schaukasten?
Dann würde ich gute Laune mit schönen Sprüchen verbreiten. Ich würde die Menschen ermutigen, an sich zu glauben. Ich würde schreiben, dass es so einfach ist, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ich würde zu Vernetzung und Gemeinschaft ermutigen.

478. Welche Cremes verwendest du?
Fürs Gesicht hab ich zur Zeit nur eine Tag- und eine Nacht-Creme von alverde. Und ich hab in jeder Tasche, am Bett, im Auto und am Spülbecken verschiedene Handcremes liegen. Das muss sein.

479. Wärst du gern körperlich stärker?
Mehr Kraft brauche ich eigentlich grad nicht. Ich würde gern verschiedene Körperteile mehr stärken. Rücken. Nacken. Schultern. Und so. (Irgendwo müssen doch noch die Sport-DVDs rumliegen…)

480. Findest du, dass jeder Tag zählt?
Auf jeden Fall! Ich habe Kinder. Sie wachsen und leben. Jeden Tag. Das zählt.

 

Und das war’s auch schon!
Nebenbei liefen die super-spannenden und äüßerst temperamentvollen Spiele Portugal-Iran und Spanien-Marokko. Gute Nacht für heute!

Teil 23
https://mamasbusiness.de/1000-fragen-an-dich-teil-23/

Teil 22
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Teil 21
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1000 Fragen an dich – Teil 23

In meinem Blog merkt ihr, dass Sommer ist. Es wird ruhiger drinnen und wuseliger draussen. Wir zählen die Tage bis zu den Sommerferien, es sind für Liam noch 7 Kindergarten-Tage. Sieben! Ich sehe, wie groß und schön und cool er geworden ist. Und ich freue mich für ihn und mit ihm und bin mit ihm aufgeregt. In den nächsten Tagen entscheidet sich, wer seine neue Lehrerin wird und ob er sogar in die Nachbarklasse vom großen Bruder zieht.
Aber das bedeutet auch, dass wir für 1 oder 2 Jahre kein Kindergartenkind mehr haben. Komisches Gefühl. Seit Sommer 2013 waren wir da, tagein, tagaus. In den Ferien werden wir Jaris 1 1/2. Geburtstag feiern. Sie werden so schnell groß!

In den nächsten Wochen zeige ich euch unsere Sommer-to-do-Liste, eine Verlosung habe ich noch und ich wollte euch mal erzählen, was die Doula in mir so macht. In den Sommerferien möchte ich an den 1000 Fragen weiterschreiben und euch Fotos zeigen. Aber viel mehr nicht. Kommt gern mit rüber zu Instagram, da gibts täglich ein Foto und ein paar Gedanken von mir.

441. Wie persönlich ist deine Einrichtung?
Die nackten Möbel sind nicht sehr persönlich.. das ist das, was wahrscheinlich auch viele andere Familien so in den Wohnungen haben. Kaum Sammlerstücke oder Erbstücke. Ich mag IKEA sehr und bin gern Team blau-gelb. (Ausser am nächsten Samstag!)
Um die Möbel herum gibt es aber Fotos, Kinderbilder, gesammelte Werke aus Urlaubsorten, Geschenke und praktische Dinge. Manchmal hätte ich gern so eine weiße, sterile, minimalistische Wohnung – aber das wird nicht passieren. Wir fünf leben hier – das sieht man. Und das ist auch gut so.

442. Welchen Songtext hast du jahrelang verkehrt gesungen?
Haha, das ist mir sogar bei deutschen Texten passiert. Ich kann mich erinnern, dass ich manchmal in der BRAVO die Songtexte hinten drauf gelesen habe, zum Beispiel auch von TicTacToe. (Auweia, 90er Jahre Flashback) und dann hab ich gedacht: „Ach das singen die da!“
Ich mach mir nicht oft die Mühe, einen Songtext nachzulesen. Also singe oder summe ich eben falsch, was ich nicht verstehe 🙂

Kennt ihr „Agathe Bauer-Songs“ von 104.6RTL?
Das sind die lustigsten Song-Verhörer.
„Agathe Bauer“ kommt von dem Lied „I’ve got the power“.
Mein Mann und ich lieben diese Song-Verhörer. Und wenn man einmal weiß, was andere an manchen Stellen hören, kann man das nie wieder richtig hören…

443. Würdest du gern viele Höhepunkte erleben, auch wenn du dann viele Tiefpunkte erleben müsstest?
Ich glaube, anders geht es gar nicht. So ist das Leben. Was für mich mehr zählt, macht den Unterschied.

444. Mit wem hattest du vor kurzem ein gutes Gespräch?
Mit meinem Mann, als ich meine Gedanken zu einer Sache ordnen musste. Und mit einer Freundin, mit der ich zusammen für unsere Kinder bete.

445. Was trinkst du an einem Tag vorwiegend?
Oh weh… ähm Kaffe. Und Kaffee. Und Kaffee. Nicht mehr als drei am Tag. Aber mehr, als alles andere. Sonst Wasser. Manchmal mit Zitronen- oder Gurkenscheiben. Und wenn mir abends kalt ist, trinke ich Tee.

446. Welches Lied hast du zuletzt gesungen?
Ich hab irgendwie immer ein Lied im Kopf oder auf den Lippen. Inspiriert von Frage 443 summe ich gerade das Lied „Light in the Hallway“ von Pentatonix.
Count your blessings everyday. It makes the monsters go away.
Wenn du jeden Tag deine Geschenke zählst, verschwinden die Monster.
Genau das habe ich bei Frage 443 gemeint.

447. Kannst du über dich selbst lachen?
Ja. Denke ich.

448. Wann hast du zuletzt eine Kopfmassage gehabt?
Ich kann mich überhaupt nicht erinnern. Aber ich mag Kopfmassagen nicht so…

449. Wie sieht der ideale Sonntagmorgen aus?
Weil wir beide in der Kirche arbeiten bzw. angestellt sind, sind diese Tage eher „Arbeit“ für uns. Mein Mann frühstückt früh und geht mit einem Kind oder allein in die Kirche. Ich komme mit den anderen Kindern etwas später nach.
Ideal wäre, wenn wir alle so gegen 9:30 Uhr nach einem schönen Frühstück zu Fuß das Haus verlassen würden. Wir verbringen die nächsten Stunden beschäftigt, aber glücklich mit vielen Freunden in unserer Kirche. Gegen 13:00 dauert es dann eine Weile, bis wir alle Kinder und Krempel wieder zusammen haben, aber dann beginnt der ruhigere, entspannte Teil des Sonntags.

450. Machst du manchmal allein einen langen Spaziergang?
Eigentlich nicht so. Ich merke echt immer wieder, vor allem durch diese Fragen, dass das Wort „allein“ in meinem Leben nicht so passt. Ich laufe jeden Tag so meine knapp 3 km zur Schule und zurück, oft mit dem schlafenden Jari, und das sind meine Ruhe-Pausen zum Auftanken. Aber so richtig spazieren durch Wiesen und Wälder macht mir mit Familie und Freunden in der Gruppe mehr Spaß. Am Strand würde ich vielleicht allein laufen.. und singen und Muscheln sammeln. Oh ja, das werde ich im Sommer mal machen!

451. Wann hast du zuletzt Fotos eingeklebt?
Vorsicht: Mein großes Hass-Thema.
Ich bin zwei Jahre im Verzug, was die Fotobücher angeht. Und das nervt mich. Ich habe so unglaublich viele schöne Fotos… ABER mit dem Jahr 2016 habe ich bereits begonnen. Am PC. Einkleben mache ich nicht. Wahrscheinlich wäre das Ausdrucken und Einkleben aber inzwischen schneller gegangen…

452. Worüber hast du vor kurzem deine Meinung geändert?
Hmm, das kann ich gar nicht sagen. Das Gespräch, von dem ich in Frage 444 erzählt habe, hat mich aufgewühlt und vielleicht bin ich dabei, mir eine neue Meinung zu bilden. Aber das passt nicht in den Blog.

453. Wann wärst du am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben?
Das wird jetzt nicht so schön, tut mir leid.
Als mein Frauenarzt mir im Januar 2016 sagte, dass er keinen Herzschlag mehr bei meinem Baby feststellen kann, bin ich nachhause gegangen und habe mich ins Bett gelegt. Ich habe mich entschieden, das Baby „still zu gebären“ und nicht im Krankenhaus.. naja, ihr wisst schon.
Und obwohl ich zwei Jungs und ein Haushalt und sogar ganz besonderen Besuch für mehrere Tage im Haus hatte, bin ich einfach im Bett geblieben. Ich hab geweint und gelesen und geschlafen und gelitten.

Und als es vorbei war, war alles wieder gut.
Dann konnte ich drüber reden und unter Menschen gehen und Umarmungen und Blumen annehmen – aber vorher nicht. Diese Tage habe ich für mich gebraucht. Allein übrigens. Also doch.

Das war nicht ganz die richtige Antwort auf diese Frage.. es gibt viele Tage, an denen ich gern länger im Bett bleiben würde. Aber einen ganzen Tag? Das schaffe ich nur, wenn ich wirklich krank bin oder es eben brauche.

454. Glaubst du an eine offene Beziehung?
Nein.

455. Welches Gesetz würdest du einführen, wenn du in der Regierung sitzen würdest?
Ein Gesetz, das Familien einfach macht, ihre Kinder zuhause zu erziehen. Ohne, dass eine Lücke im Lebenslauf oder ein Loch im Konto entsteht.
Ein Gesetz für Kinder, Familien, Alleinstehende oder Rentner, die in Armut leben müssen und nichtmal selbst Schuld daran sind. In Deutschland! Wie kann das sein?
Ein Gesetz, das Kindern ermöglicht, kostenfrei zu lernen.
Dass man sich das sogar wünschen muss!
Und wenn ich über Deutschland hinaus denke, fallen mir noch ein paar mehr Ideen ein.
Wie kann es sein, dass die Reichen in dieser Welt die Macht haben, den Armen etwas wegzunehmen?
Wie kann es sein, dass Meere und Wälder und Lebewesen kaputt gemacht und für immer zerstört werden – oft für schmerzhaft banale Gründe?
Wie kann es sein, dass ein amerikanischer Präsident Familien auseinander reißt? Weil.. warum eigentlich?
Puh..
Es ist bestimmt nicht leicht, in der Regierung zu sitzen.
Aber .. ich weiß auch nicht.

456. Was würdest du mit einer Million Euro tun?
Haha, wir reden seit Tagen hier von nichts anderem, weil wir uns alle sehr mit dem Lotto-Jackpot beschäftigt haben. Na gut, das waren 90 Millionen. Und als wäre es irgendwie realistisch..

Ich würde uns und sämtlichen Freunden helfen, Immobilien zu erwerben oder abzubezahlen.
Ich würde meinem Mann und mir ein schönes Auto kaufen.
Ich würde ein Café eröffnen.
Ich würde Schulen und Kitas bauen.
Ich würde nach Kalifornien fliegen.
Und wir würden Urlaub in Hawaii machen.
Und ich würde ein paar Dinge von Frage 455 versuchen, selbst in die Hand zu nehmen.

457. Wie hieß dein Lieblingskuscheltier?
Ich weiß es nicht. Ich hatte Kuscheltiere. Und Puppen. Und bestimmt hatten die auch Namen..

458. Was war deine weiteste Reise?
Mit dem Auto? Nach Korsika im letzten Herbst.
Würde ich jederzeit wieder machen.
Und eine 10monatige Reise ging 2014 nach Kalifornien.
Würde ich auch jederzeit wieder machen.

459. In welcher Haltung schläfst du am liebsten?
Ich schlafe gern auf dem Bauch. Aber solange Jari neben oder auf oder an mir schläft, wechsele ich oft meine Position und bin dann morgens nicht so ganz fit.

460. Zu wem gehst du mit deinen Problemen?
Ich rede mit Gott und mit meinem Mann. Mehr brauche ich eigentlich nicht.

***

Danke fürs Lesen.
Das waren heute überraschend schöne, tiefe Fragen.

Wenn euch in der Sommerpause langweilig ist, könnt ihr ja gern meine vorherigen 22 Teile lesen!

Teil 22
https://mamasbusiness.de/1000-fragen-an-dich-teil-22/

Teil 21
https://mamasbusiness.de/1000-fragen-an-dich-teil-21/

Teil 20
https://mamasbusiness.de/1000-fragen-an-dich-teil-20/

Teil 19
https://mamasbusiness.de/1000-fragen-an-dich-teil-19/

Teil 18
https://mamasbusiness.de/1000-fragen-an-dich-selbst-teil-18/

Teil 17

Teil 16
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Faces of Motherhood

Ein Hashtag wandert gerade durch Instagram.
#facesofmotherhood
Mütter zeigen ein Bild von sich und schreiben, wie es ihnen als Mutter geht, warum sie auf dem Foto so oder so aussehen, was das Mutter-sein mit ihnen gemacht hat und was nicht, warum Kinder das Größte sind und warum vielleicht manchmal nicht. Und so.

Ich wollte gern mitmachen, aber ich hatte kein schönes Foto und wusste nicht, was ich schreiben sollte. Dann ist mir heute was eingefallen und inzwischen finde ich das so wichtig, dass ich einen kleinen Blog-Eintrag daraus mache.

Beim Versuch, heute einen Selfie zu machen, beobachtete mich mein Mann und fragte irgendwann: „Soll ich einfach ein Foto von dir machen?“ Und bumms: Hier ist es.

#facesofmotherhood

Das bin ich.
Sonne. Draußen. Kaffee. Tattoo. Rosa. Ohrringe. Ich eben.

Achtung, Themenwechsel:
Die schlechten Nachrichten um uns herum erdrücken mich gerade fast, obwohl es uns persönlich sehr gut geht und ich mich dem Weltschmerz eigentlich nicht so hingebe. Nicht gerne.

Bienensterben. Gifte auf Obst und Gemüse. Und im Fleisch. Und wer weiß, wo noch. Plastikmüll. Überall Müll. Ein gewisser Präsident verkleinert die amerikanischen Nationalparks, um… warum eigentlich? Flugzeugabstürze. Vulkanausbrüche. Rassismus. Nationalsozialismus. Amokläufe. Tier-Aussterben. Hunger. Abtreibung. Gewalt an Kindern. Gewalt an Frauen. Gewalt an Männern. Ungerechtigkeit. Macht-Sucht. Unehrlichkeit. Krieg. Haaaach… es gibt so viel Traurigkeit und Herzschmerz in der Welt.

Und da entscheide ich mich, Kinder zu bekommen, auch noch mehrere?? Und ich spiele ihnen hier „Heile Welt“ vor? Halte sie (noch) fern von der Wahrheit?

Und doch entscheide ich mich dafür!
Für Zufriedenheit. Für Dankbarkeit. Für Freude. Für morgen.

Für Achterbahn-fahren. Für im-Schlafanzug-Eis-essen. Für durch-Pfützen-springen. Für für-einen-Tag-an-die-Ostsee-fahren. Für laut-Musik-hören-und-tanzen. Für Popcorn-ohne-Deckel-auf-der-Pfanne-machen. Für Erdbeeren-pflanzen. Für Witze-erzählen. Für eine glückliche unbeschwerte Kindheit.

Ich möchte eine glückliche Mama für glückliche Kinder sein. Weil ich glaube, dass das einen Unterschied machen kann. Starke Familien. Starke Kinder. Ich glaube, dass wir die Welt zu einem besseren Ort machen können! Trotzdem.

#undwennichwüsstedassmorgendieweltunterginge
#würdeichheutenocheinbäumchenpflanzen

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Dankbarkeit zu Weihnachten

Weihnachten ist vorbei!
Dieses schöne Fest, auf das wir so lange gewartet haben, liegt schon wieder hinter uns.
Wir genießen die ruhigen Ferientage, wir werden gesund und probieren neue Geschenke aus. So eine schöne, entspannte Zeit, in der Uhrzeit und Wochentag völlig egal sind.

****

Unsere Geschenke lagen schon ab dem 22. Dezember unter dem Baum. Ich hatte immer mal wieder etwas für die Kinder gekauft, rechtzeitig alles verpackt und die geheime Tüte wurde voller und voller..

Als dann jedoch die Geschenke unter unserem Weihnachts…busch lagen, erschrak ich, wie klein und verloren sie dort aussahen. Und mich überkam ein schlechtes Gewissen.

Ich bin die Mutter, die ihren Kindern keine großen Geschenke kaufen kann.
Ich bin die Mutter, die nur Praktisches schenkt.
Ich bin die Mutter, deren Kinder ihre Geschenke an einer Hand abzählen können.

In solchen Momenten nervt mich das fehlende Geld am allermeisten. Warum haben andere Menschen immer genug Geld? Warum müssen andere Menschen nicht die Geschenke dreimal rumdrehen und sich schweren Herzens entscheiden, die Hälfte doch nicht zu kaufen? Warum muss ich meinen Kindern so oft „Aber wir haben gerade leider nicht genug Geld…“ sagen?

Meine Jungs blättern gern die Spielzeug-Kataloge durch und kreuzen sich Lieblingsspielzeuge an. (Vielleicht sollte ich ihnen die Zeitschriften einfach nicht geben?) Und sie haben Wunschzettel geschrieben oder uns erzählt.. das waren schöne Wünsche kleiner Jungen.

Es gibt da zum Beispiel diese Geschenke, die niemals langweilig werden, die die Kreativität fördern, die sich gut teilen lassen und die hundert Jahre halten. LEGO gehört dazu. Oder Holz- oder Magnet-Bausätze. Wunderbar.

Und dann gibt es Geschenke, die zu nichts anderem so richtig passen, die rumfliegen, die laut sind, die kaputt gehen, die nerven und niemand im Leben weiter bringen, die zerbrechen und irgendwann im Müll landen.
Mögen diese Dinge noch so toll leuchten oder piepsen – oder mögen alle anderen Menschen auf der Welt sie haben – inzwischen kann ich da meinen Kindern ganz gut sagen, dass ich so etwas nicht schenken möchte und warum.
Eine Kindheit, das Kinderzimmer und mein Geld sind mir zu schade für buntes Plastik.

Ich weiß, dass praktische Geschenke, wie Kleidung oder neue Stifte vielleicht mit einem Augenrollen oder einem schüchternen „Danke?“ entgegengenommen werden, aber eigentlich auch gut ankommen und geliebt werden. Und ich als Mama werde immer Bücher schenken. Bücher sind toll!

Glücklicherweise gibt es dann noch die Verwandschaft, die Weihnachtspakete schickt und Wünsche erfüllt – und natürlich sind die Kinder am Ende der Feiertage immer überfüllt und satt und glücklich.

Nur.. als ich da unser Weihnachtshäufchen sah, war ich etwas angespannt, was unseren Weihnachtsabend zu fünft betraf.

****

Und dann war es so schön!

Die Aufregung der Kinder hielt sich kaum noch in ihren kleinen Körpern, als wir uns nach dem Gottesdienst um 18:00 Uhr an den Tisch setzten, um Kartoffelsalat mit Würstchen zu essen.

Durch die Glastür schimmerte das Licht des Weihnachtsbaumes in die Küche und alles war so feierlich.

Gemeinsam gingen wir ins Wohnzimmer und setzten uns auf die Couch. Wir hörten ein klassisches Stück, was auch schon zu meiner Kindheit immer den Heiligen Abend eingeläutet hatte. Emilian ließ zwar ein kleines „Echt jetzt??“ hören, aber die 4 Minuten Stille und knisternde Aufregung hielten wir aus.

Während mein Mann dann die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vorlas, merkte ich, dass Jaris Windel übervoll war und bereits auslief.
Ganz un-feierlich also legte ich ihn auf den Teppich, wickelte ihn, zog ihn komplett neu an und – wie auch in der echten Weihnachtsgeschichte – brachte ein Baby den Plan durcheinander. Als mein Mann fragte, ob einer von ihnen noch beten und Jesus zum Geburtstag gratulieren wollte, konnte ich kaum glauben, dass beide Jungs das dann mit ganz lieben Worten taten.

Dann war es endlich soweit und die Jungs durften ihre Geschenke auspacken. Und sie jubelten, sie waren so dankbar und zufrieden. Ein- oder zweimal sagten sie tatsächlich: „Das hab ich mir schon immer gewünscht!“
Selbst ein Pullover wurde gelobt – und ich weiß nicht, ob sie das schon mir zuliebe taten.

Jari durfte zur Feier des Tages ein halbes Gummibärchen lutschen und unser Glück teilend tapste er fröhlich schmatzend um uns herum.

Und dann ist es so, wie es bei uns an Weihnachten wahrscheinlich immer sein wird. In einem kurzen, heftigen Sturm werden die Geschenke ausgepackt und bejubelt – und dann sitzen sie über ihren LEGO-Paketen und bauen. Und es tritt Stille ein. Lange Stille.

Der Abend verlief glücklich und ruhig – und ich war dankbar über ihre Dankbarkeit.
Zwischen meinen Gedanken „Weniger ist mehr! Und unser Haus ist viel zu voll!“ – und – „Aber ich schenke ihnen doch so gern etwas!“ habe ich wahrscheinlich eine gute Mitte getroffen.

****

Den 25. Dezember verbrachten wir mit der Familie meines Mannes und am späten Nachmittag fuhren wir weiter zu meiner Familie. Die Geschenke ließen wir unter dem Baum liegen. Gestern kamen wir spät abends nachhause – und heute, endlich!, durften die Jungs einfach sein und spielen.

Wir haben neue Bücher vorgelesen, LEGO gebaut, das neue Spiel „Spinderella“ gespielt und Emilian ist für mehrere Stunden in seine fast zu spannende Hörspielbox vom „Schlunz“ versunken.

Ich habe zwei ganz tolle neue Backbücher bekommen und nachdem wir eine Reihe sehr spezieller Zutaten besorgt hatten, traute ich mich heute an das erste Rezept.
Ich werde in Zukunft sehr viel leckeres Zeug backen. Und ich werde die „Back-Challenge“, die ich vor Jahren mal großzügig angekündigt hatte (Alle Bücher durch-backen), wohl nicht schaffen. Und ich werde nicht mehr sagen können, was jetzt genau mein Lieblingsrezept ist.

Vor uns liegen jetzt noch mehr ruhige Tage.

Ich freue mich darauf, unseren Jahresrückblick für den Blog zu schreiben, wir besuchen meine Oma, wir werden im Spätherbst Winterwetter spazieren und zum zweiten Mal so richtig mit Kindern Silvester feiern!

Ich bin so dankbar, dass meine Kinder dankbar sind – und Dankbarkeit zeigen können. Ich bin glücklich, dass sie kaum Ansprüche haben, sich nicht mit anderen vergleichen. Dass sie teilen und sich mitfreuen können. Dass sie verstanden haben, was unser aller größtes Geschenk an Weihnachten ist!

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Neue Kindersprüche

Wenn ich schon wegen des Sommerwetters keine großen Berichte schreibe, kann ich wenigstens mal  Kindersprüche veröffentlichen. Oder?

Es geht uns nämlich gut. Sommer, Sonne, Sonnenschein – und wir sind draußen. Britzer Garten, Wasserspielplatz, Wannsee, Gartensprenger – die schönsten Tage und die besten Kindheitserinnerungen.

Nun also zu den Kindersprüchen:

* Wir sind kurz vor dem Abendbrot. Ich brauche Essen und schiebe mir heimlich eine Schokoladenkugel aus dem Kühlschrank in den Mund. Liam sieht doch, dass ich kaue und ruft: „Heee, du fresst ja schon!“

* Zum Geburtstag meines Bruders schreiben wir auf eine Karte, was wir toll an ihm finden.
Wir fragen Emilian: „Was magst du am meisten?“
Und sofort kommt die Antwort: „Seine Frau!“

* Die beiden Großen lieben Jari über alles und er lässt sich so gut von ihnen beruhigen.
Emilian sagt dann sowas wie: „Gaaaaanz ruhig, Jari. Aaaaaaalles ist gut. Du hast gaaaar keinen Grund zum Weinen.“
Und Liam so: „Jari! Was ist denn passiert? Mama kommt gleich wieder. Sie ist nicht gestorben!“

* Liam überrascht uns mal mit so Sätzen wie: „Mal sehen, ob ich wenn ich groß bin, wirklich eine Frau werde. Ich will nämlich lieber ein Mann werden. Was können denn Männer besser als Frauen?“
Oder er sagt: „Wird Jari ein Mädchen oder ein Junge? Werden wir ja dann sehen! Heute sieht er aus wie ein Mädchen…“
Und da stellten wir fest, dass er… naja, nicht wirklich den Unterschied zwischen Jungs und Mädels kennt. Woher auch, vielleicht.
Wir fragten ihn, ob er beim Schwimmen in der Kita … naja, mal die Mädchen gesehen hätte. Und er sagte sowas wie: „Ich kann nicht die ganze Zeit nach unten gucken, dann laufe ich doch gegen eine Wand!“
Liam ist so cool. Er hat viele gute große Gedanken – und ist dann aber einfach auch wieder Kind.

* Nach seinem ersten Schwimmkurs hat Emilian ja eine Email an die Familie geschrieben. Ich hab sie euch hier aufgeschrieben. Als die ersten Verwandten zurückschreiben, rufe ich Emilian zu: „Du hast eine Antwort bekommen!“
Und er sagte: „Auf welche Frage denn?“

* Als Liam die U9 bevor steht, sage ich ihm, das sei ein Test, ob er 5 werden kann. Er ist so aufgeregt und übt sowas wie auf-einem-Bein-hüpfen und so. Ganz anders als Emilian geht er mit der Arzthelferin mit und machte seine Übungen.
Nach der Untersuchung sagt er gleich zu mir: „Ich hab alles richtig gut gemacht. Was, wenn ich nicht 5 werden kann?“
Er war sehr glücklich, dass er dann seinen 5. Geburtstag feiern konnte.

* Und wieder einmal macht sich Liam so seine Gedanken:
„Warum hat Emilian so viel Angst? Ältere müssen doch immer mutig sein. Ich hab keine Angst…. Aber ich will nicht in der längsten Höhle sein. Wenn man da nicht mehr rausfindet, dann hat man ein Problem.“

* Aus einer Babyzeitshrift lese ich von den Wachstumsschüben der Babys vor. Irgendwann hat das Baby beim Weinen Tränen. Irgendwann hat das Baby eine Lieblingsfarbe, die es gern anguckt.
Tage später fragt Liam: „Was ist denn jetzt Jaris Lieblingsfarbe???“

* Wir haben festgestellt, dass Emilian aus vielen T-Shirts rausgewachsen ist. Zu seinem Geburtstag probieren wir mal ein paar alte Schuhe für den Frühling an. Sie passen natürlich kaum noch. Emilian stellt fest: „Das ist ja auch ein Witz, die Schuhe am Geburtstag anzuprobieren, wenn man grade größer wird. Gestern hätten die mir noch gepasst!“

* Wir trinken gerne Brausetabletten mit Vitaminen und erklären dann den Jungs, wozu Calcium, Eisen und Vitamin C gut sind. Liam klettert auf den Schrank, um sich eine Brausetablette zu holen. Er sieht sich die verschiedenen Dosen an und grinst: „Soll ich gesund werden – oder stark???“

* Die Kinder wissen, wenn Mama abends weg ist, ist „Papa-Abend“. Sie dürfen dann bestimmte Sachen machen, von denen ich nichtmal weiss, was es ist… Als Papa dann eines Abends weg geht, läuft Liam in die Küche und sagt: „Oh, heute ist Frauen-Abend! Ich hole uns was Schönes!“

* Emilian hat herausgefunden, dass Jari lacht, wenn er ein gackerndes Geräusch macht. Als der kleine Bruder dann lacht und juchzt, sagt Emilian: „Ich kann gar nicht mehr gackern, so glücklich bin ich!“

* Die Jungs geben sich gegenseitig Aufgaben, die der andere dann erfüllen muss:
Emilian sagt: „Du musst Mama auf den Po küssen!“
Liam sagt: „Nee, das ist mir zu stinkig..“
Emilian: „Die pupst doch nie.“
Liam: „Doch!“

* Nachdem es zur Einschlafzeit lange ruhig im Kinderzimmer war, kommt Liam an.
„Mamaaaa? Ich will nicht immer auf morgen warten.. und alles. Verstehst du das??“

* Die Kinder kriegen ein Gespräch von uns über Verhütung, nächstes Baby, ja oder nein… mit.
Liam ist ganz aufgeregt: „Hast du ein Baby im Bauch? Dann haben wir für jeden eins!“
Er erfährt, dass ich dann zur Kontrolle (nach der Geburt) beim Arzt war und fragt: „Und?? Hat der Arzt gesagt, dass du ein Baby im Bauch hast?“

* Wir bemalen Ostereier. Liam hält ein Ei hoch und ekelt sich: „Überings: Einer hat hier nicht richtig ausgepustet. Ich hab hier Schleim…“

* Ich entdecke im Garten die erste Tulpe und sage: „Guck mal! Da wächst eine Tulpe. Gut, dass du aufgepasst hast, dass Papa die nicht abmäht.“
Emilian gackert: „Haha, oder vielleicht abmuht oder wiehert…“

* Schul-Gespräche. Emilian sagt: „Ich wette, die sind keine Christen. Weil Judo und Ninja ist sowas zum Töten und so..“

* Ich gehe mit Emilian spazieren. Kurz davor hat er gelernt,warum Aprilwetter Aprilwetter heißt – und in diesem Jahr traf das ja ordentlich zu. Er sagt ganz altklug: „Ich trau dem Wetter nicht!“

* Wir stehen in der Küche. Mein Mann hat gern das Licht an – ich aber schalte es am liebsten aus, sobald die Sonne scheint.
Emilian hört von unserer Diskussion, was nun heller und hell genug ist… Er stellt sich unter die Lampe und schimpft: „Kein Vitamin D von der Lampe!“

* Wir reden zusammen über Dankbarkeit.
Papa sagt: „Ich bin dankbar, dass das Fasten vorbei ist!“
Liam sagt: „Da muss ich ja jetzt auf meine Süßigkeiten aufpassen!“

* Wir sprechen über die Bibel-Geschichte zu Pfingsten.
Jesus war in den Himmel zurück gegangen und hatte seinen Jüngern aber den Heiligen Geist zurück gelassen. Jesus ist also überall.
„Auch in der Glasscherbe?“ – fragt Liam.

* Wir haben ein altes Foto von uns beiden gefunden und reden beim Abendbrot darüber, von wann das Foto gewesen sein könnte: „Das war bestimmt vor unserer Hochzeit. Guck mal, du hast noch keinen Bart.“, sage ich.
Und Liam wundert sich: „Hä? Kann man erst einen Bart haben, wenn man verheiratet ist?“

* Ich hole Liam von der Kita ab. Er läuft ein bißchen auf der Strasse und ruft immer wieder: „Ich bin ein Strassenkind!“
Ich merke, dass er dieses Wort gehört hat, aber nicht genau weiß, was es bedeutet. Wir reden darüber und es beschäftigt ihn sehr, dass Strassenkinder Strassenkinder heißen, obwohl sie ja nicht wirklich auf der Strasse leben. Er fragt: „Warum heissen die denn dann nicht Wald-Kind oder Draußen-Kind?“

* Eine Uhr im Flur ist stehen geblieben und mein Mann setzt neue Batterien ein und dreht die Uhrzeiger richtig.
Liam kommt vorbei und fragt: „Häää? Ist heute der Uhr umdrehen Tag?“

* Wir machen den Sprenger im Garten an. Hinter einem Baum ist der Rasen trocken.
Emilian sagt: „So wie Jesus. Der hat sich auch geopfert und die anderen gelassen.“

* Liam sagt: „Mama, die Augen von Jari glänzen, wenn er mit mir redet. Die glänzen wie neu geboren.“

* Jari spuckt zur Zeit viel Milch.
Liam sieht, wie die Milch aus Jaris Mund blubbert. Er sagt: „Da war eine Flutwelle in seinem Mund, aber er hat die Flutwelle wieder runter geschluckt…“

* Jeden Morgen kommt Liam zuerst zu Jari ans Bett, um zu kuscheln.
Er sagt: „Ich hätte auch gern so einen Jari…“

* Wir fahren spät nachhause. Liam sagt im Auto: „Mama, ich habe mal eine Frage: Warum machst du keine Fotos vom Sonnenuntergang?“

 

Immer wieder neu.
Immer wieder schön.

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