Szenen aus dem Alltag

19. September 2019

Ich hab gesagt, dass ich euch mehr aus unserem Alltag schreiben möchte. Also mache ich das.

+ Mein aktueller Alltag ist ganz besonders, weil mein Mann für 9 Tage in Ägypten ist. Und wie es immer so ist, lernt man das, was man hat, erst schätzen, wenn man es nicht mehr hat.
Mir war schon bewusst, was für eine große Hilfe dieses von-zuhause-arbeiten ist, aber ich merke jetzt, wie das alles eben so ist, wenn ich ganz alleine bin.
Wir stehen alle irgendwann nach 6:00 Uhr auf. Ich habe festgestellt, dass es entspannter und gemütlicher abläuft, wenn ich morgens ein paar Kerzen anzünde.
(Diese selbstgebastelten werden nie langweilig und machen allen Kindern Spaß. Mein Herbst-Tipp 2019 😉 )

Ich bringe die Kinder zur Schule, den Kleinen in die Kita und habe dann ein paar Stunden frei. Die ich aber auch dringend brauche. Sei es zum wach werden, zum Schlafen, zum Lesen, zum Wäsche waschen, zum Einkaufen, zum Putzen und so weiter.
Wenn ich die Kinder nacheinander wieder abhole, beginnt der wilde Teil des Tages. Entweder haben wir etwas vor und sind draußen oder wir eilen von Termin zu Termin. Gestern bin ich spontan mit einer Freundin zur neuen Skaterbahn gelaufen. Wir saßen mit heißem Kaffee auf dem Kunstrasen und unsere sechs Jungs haben sich 2 Stunden lang ausgepowert.

Der Mittagsschlaf fällt weg und das trifft besonders den Kleinsten. Er schläft dann entweder wie ein Stein so 15:30 Uhr ein und ist bis 17:30 Uhr nicht wach zu kriegen. (Eltern wissen, was das heißt.) Oder er kippt gegen 19:00 auf der Couch einfach um und schläft die Nacht durch – trotz Anziehen, Ausziehen, Wasser trinken, ins Bett legen. Der ist echt müde! Jetzt zum Beispiel, während ich das am Nachmittag tippe, ist der Große bei einem Lego Kurs, der Mittlere bei einem Freund und der Kleine sitzt mit mir im Auto – und pennt.
Aber bis jetzt waren wir immer pünktlich in der Schule, haben keinen Termin vergessen und ich habe sogar einen Elternabend geschafft, weil ich alle drei Jungs meiner Freundin bringen konnte.

+ Der Rest Alltag ist ähnlich wie bei vielen anderen Familien.
Der Kleinste hat heute ganz tapfer seine vorerst letzte Impfung bekommen. Dann noch schnell einkaufen.. ich treffe zwei Mamas und quatsche und quatsche. Hasen-Streu und Windeln. Mittag kochen. Haare waschen. Musikunterricht. Freunde besuchen. Brotbox auspacken. Hausaufgaben. Immernoch „Herr von Ribbeck auf Havelland“ auswendig lernen. Der Zahnarzt kam in Schule + Kita und nun fliegen hier drei neue Zahnbürsten rum. Zimmer aufräumen. Schultasche packen. Und so. Ist doch bei euch auch so 🙂

+ Mein Mann ist mit vielen Menschen aus Kirchen weltweit in Ägypten unterwegs. Wenn er nicht gerade Papyrus, Datteln oder Pyramiden anguckt, dann teilt er mit anderen jungen Leuten Erfahrungen und Ideen, wie Kirche heutzutage wachsen und attraktiv sein kann. Total spannend. Jesus lebt nämlich.

+ Der Viertklässler lernt im Sachunterricht gerade viel von der Geschichte Berlins. Ganz interessant und ich lerne auch Neues.
(Wusstet ihr, dass der Teufelsberg und der Insulaner Trümmerberge von nach dem krieg sind?)
Im Laufe der Berliner Geschichte gab es eben auch den 2. Weltkrieg und ich war erstaunt, wie offen und direkt das so im Buch der 4. Klasse steht.
Weil das mit Berlin alles so ganz nah ist, haben wir eine Weile drüber geredet. Ich war noch nicht drauf vorbereitet, mit meinem 9jährigen und 7jährigen Sohn über diesen Teil der deutschen Geschichte zu reden. Aber andererseits gibt es noch Zeitzeugen, auch in unseren Familien.. und angesichts der aktuellen Ereignisse kann man ja auch irgendwie nie früh genug mit dem Thema anfangen. Ich hoffe, dass meine Jungs mit offenen Augen und einem großen Herz durch das Leben gehen und den Mund aufmachen, wenn es dran ist!

+ Über die stinknormale Wochenzeitung habe ich vom Kurs erfahren, zu dem der Große heute zum 3. Mal gegangen ist. Die Jungs und Mädels ab Klasse 4 bauen Lego-Roboter, programmieren sie und müssen bestimmte Aufgaben erledigen. Total cool. Die Kinder lernen viel Neues und werden schön gefördert.
Bereits am Abend nach dem Kurs kommt dann eine Email mit Berichten, Auswertungen und Fotos des aktuellen Programms.
Heute stand da:

„Liebe Eltern, liebe Kursmitglieder!
Zeit für ein kurzes Update zum SmaK Roboter und Coding Club vom 19.09.2019. Es war eine LEVEL Stunde. Das heißt, alle Teams konnten sich eine Aufgabe aus ihrem Kursbuch aussuchen. Emilian hat diesmal gleich mehrere Aufgaben erfolgreich beendet. Mit Fairness- und Ordnungspunkten hat Emilian in dieser Kursstunde insgesamt 45 Punkte gesammelt.
Bilder von allen Kursen, sowie Emilian’s Programme und die Punkteleiter können Sie wie immer im elektronischen Forschertagebuch unter folgendem Link finden: …“

Wir sind schon ziemlich begeistert, dass wir da mal was ganz Neues ausprobiert haben.

+ In den nächsten Tagen wird es eine tolle Verlosung auf meinem Blog geben. An der Verlosung hängt ein langer Blog-Eintrag, den ich mal „Die Bombe“ nenne. Ein unglaublich wichtiges und emotionales Thema für mich. Sozusagen von Mama zu Mama. Bleibt dran!

+ Meinem Handgelenk geht es besser, manchmal aber auch nicht. Wahrscheinlich habe ich drei Sehnen, wo andere nur zwei haben. Und diese Enge wird immer mal wieder Reibung und Entzündungen auslösen. Weil ich aber eine OP nur als allerletzte Lösung sehe, schone ich die Hand eben und trage meine Schiene. Das geht bei unter 20 Grad auch viel besser.

+ Die Gewinner der Verlosung von diesem Beitrag wurden informiert und ich freue mich auf den Kino-Samstag mit euch!

+ Der Vorteil und Nachteil von diesen vollen Tagen ist, dass wir alle sehr müde sind. Die Kinder schlafen unglaublich schnell ein und ich – bin eben müde und die langen freien Abende sind dann gar nicht so lang. Aber diese Ruhe… so schön!

Gute Nacht!

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