Pack die Badehose ein…

Wir genießen die Kita-Pause sehr!
Wir versuchen, auszuschlafen, wir treffen Freunde, wir schauen uns Familienfilme an, wir essen Eis, wir sind viel im Garten und wir lieben die Sommernächte!!!

Jetzt gerade sind die Kinder mit Oma und den Cousinen auf dem Spielplatz. Und ich versorge ein Vogelbaby, das uns in den Garten gefallen ist. Zwei tote Geschwister mussten wir entsorgen, aber unser Baby ist noch zu fit, um es einfach.. naja, liegenzulassen. Es zappelt und fiept, meine Güte.
Ich kann den allgemeinen Zustand schwer einschätzen, ich hab keine Ahnung, was für ein Vogel das ist und gehe nicht davon aus, dass es bei uns einen Namen bekommen und fliegen lernen wird… Aber solange es fiept und den Schnabel aufsperrt, werde ich mich wie eine Mutter darum kümmern. Ich habe Wasser mit Traubenzucker vermischt und eben hat es zwei dicke grüne Fliegen und einen Regenwurm verschlungen..
Mein Mann, der nicht so begeistert war, aber der mich gut kennt, ging auf Fliegenjagd. Emilian fand zwei Regenwürmer und Liam, der das Baby am liebsten sofort in den Arm nehmen und nie mehr loslassen würde, redet ihm eben gut zu. „Die Mama beschtimmt geschtorbn odaa?“
Ich finde irgendwie, zum Thema „Ja“ sagen und Sommer und so… so ein Vogelbaby aufziehen (oder es versuchen), dass muss man als Familie doch auch mal gemacht haben, oder?
Wir werden sehen.

Was ich euch eigentlich erzählen wollte:
Ich war gestern zum ersten Mal im Strandbad Wannsee!

Wenn wir früher (oder immernoch heute) als Kinder mit unseren Eltern draussen unterwegs waren und an einem See vorbeikamen, dann sind wir schwimmen gegangen. Wir hatten schon Badezeug dabei, meistens, und wir sind auch nicht in jeden Tümpel gesprungen, meistens. Aber von wegen Eintritt bezahlen, um in einen See zu gehen – das kannte ich nicht.

Vom Strandbad Wannsee hatte ich schon einiges gehört. Voller Strand, lange Warteschlangen und so. Dass die Badestellen an und nahe der Havel nicht ganz so sauber sind, wusste ich auch. Die vielen Boote und Schiffe, die vorbei kommen, machen schöne Wellen, aber wie an der Ostsee fühlt man sich noch lange nicht.

Weil Ferien sind, weil das Wetter schön werden sollte und weil wir beide (ohne Männer) nichts vor hatten, verabredete ich mich also mit einer Freundin für 10:00 Uhr am Wannsee.

Von uns aus fuhren wir 20 min. bis dahin. Für einen Ausflug an den See, mit Kindern, ist das eine wunderbare Zeit!
Auch kurz nach zehn an einem Mittwoch mussten wir vor den Kassen in der Schlange stehen. Aber wir bekamen ein Familienticket (2 Erwachsene und 5 Kinder), Liam musste nicht bezahlen und wir mieteten uns sogar noch einen Strandkorb.

Hinter den Kassen, mit Sicht auf das Strandbad und den Wannsee, fühlte ich mich irgendwie sofort wie in eine andere Zeit versetzt, so als würden uns sofort Badekappen und diese riesigen Badeanzüge angezogen werden. Das Strandbad sieht aus, wie es wahrscheinlich immer aussah und es fühlt sich so kultig an!

Dass es in der „Ladenstrasse“ aufblasbare Flugzeuge vom Film „Planes“ zu kaufen gibt und wie viele Menschen eigentlich Tattoos tragen, erinnert mich dann daran, dass es nicht Anfang 1900 ist, denn seit dieser Zeit ungefähr gibt es das Strandbad.

Bis nach 17:00 Uhr verbrachten wir dort eine wunderschöne Zeit. Der Strand ist riesig, voller Menschen, aber gestern war es nicht zu voll. Wir saßen in einem dieser blau-weiß-gestreiften Strandkörbe, spielten mit einem Wasserball von „Nivea“ (wie passend!), aßen Brezeln, Äpfel und Bouletten und fühlten uns so richtig wohl in unserem Berlin.

Die Menschenmassen, die von der S-Bahn oder vom Parkplatz auf ihr Handtuch plumpsen und Punkt 12 nach Pommes und Currywurst anstehen, gehören genauso hierhin wie die regelmäßigen Ansagen der Frau Bademeister, die die Halbstarken bittet, „nich von die Plattfoarm der Wassarutsche zu spring“. (Na gut, das war übertrieben. Sie hat fast hochdeutsch gesprochen…)

Wir haben es genossen!
Es war bewölkt, aber schön warm. Ein paar Sonnenstrahlen haben uns aber doch verbrannt. Das Wasser ist lange sehr flach und für meine Nichtschwimmer-Jungs war das perfekt!

 

 

 

Die Formen für diesen Sand-Saurier lagen vor ein paar Tagen zusammen mit vielen anderen Buddelsachen in einer blauen Karstadt-Tüte in unserem Garten. Wir haben keine Ahnung, wann und wie sie dorthin kam.

Wenn irgendjemand genau diese Buddelsachen vermisst: Hier sind sie gelandet!

Wenn die Tüte so still und heimlich hier ankommen sollte oder eines Nachbars Enkel aus dem Buddel-Alter raus ist: Vielen Dank! Meine Jungs freuen sich!

Der Tag gestern wurde mit italienischer Pasta von Freunden, Prosecco und Kerzenschein abgeschlossen und geht als glücklicher Sommertag in die Familiengeschichte ein!

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