Gott weiß.

Bis auf eine letzte „Moms Night Out“ am Strand heute Abend ist mein Tag frei.
Der Mann verschwand 5:30 Uhr in Richtung Kirche.
Ich habe den ersten Koffer voll gepackt und zugemacht. Jetzt putze ich die Küche und packe ein, was uns gehört.

Die Nachricht vom abgestürzten Flugzeug erwischte mich nach dem Aufstehen volle Kanne.
Als ich im August meinen Flug nach Deutschland gebucht hatte, konnte ich nicht aufhören, an die tragischen Flugzeug-Unglücke zu denken, die kurz vorher passierten. Meine Gedanken trieben mich fast in den Wahnsinn. Und nun.. eine Woche vor unserem Rückflug ist es wieder passiert. Ich kann nicht gerade behaupten, dass das nichts mit mir macht. – Gott weiß.

Darüber nachzudenken und Fragen zu stellen, macht keinen Sinn.
Wenn keine wuseligen Kinder und keine leeren Koffer hier wären, hätte ich heute alle Berichte und Videos gelesen und gesehen. Ich weiß: Nicht gut!
Und anstatt nur an meine eigene Sicherheit zu denken, möchte ich lieber für Trost und Kraft für die Angehörigen beten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie tief sie der Schock getroffen haben muss und wie sehr sich ihr Leben von einer Minute auf die andere verändert hat. – Gott weiß.

Ich KANN es nicht beeinflussen. Unser Flug ist gebucht. Unsere Plätze sind reserviert. Gott hat es in der Hand.
Sowohl das Wetter, als auch die Verfassung des Flugzeugzs, die Entscheidungen des Piloten…
Wie sicher und unsicher das auch sein mag, dass ja eigentlich viel mehr Autounfälle passieren und ich auch jederzeit an Herzstillstand sterben könnte: Wenn wir sicher in Berlin gelandet sind, werde ich vor Erleichterung schweben. – Gott weiß.

Heute Mittag bekam ich die Nachricht, dass eine Mama meiner MOPS-Gruppe ihre Tochter verloren hat. Die Kleine ist am Wochenende am plötzlichen Kindstod verstorben.
In der letzten Woche hat eine gute Freundin völlig unerwartet ihre beiden ungeborenen Zwillings-Nichten verloren.
Es zerbricht mir das Herz.
Wir haben es nicht in der Hand. – Gott weiß.

 

Dieses Auf und Ab meiner Gedanken und Gefühle, dieses sich-ausgeliefert-und-doch-in-Gottes-Hand-gehalten-fühlen und die Tatsache, dass ein persönliches Abenteuer unserer Familie fast vorbei ist, möchte ich nutzen, um Danke zu sagen. Danke Gott!

 

DANKE, …

– für dieses unglaubliche Jahr in Kalifornien!

– dass wir so viel Freude, Bewahrung und Segen in diesem Monaten hier erlebt haben!

– für Schutz bei allen Fahrten, Ausflügen, Unfällen… Momenten, in denen uns keine Gefahr bewusst war.

– dass wir in der meisten Zeit gesund geblieben sind.

– dass keiner von uns hier je zum Arzt musste. Ist das nicht unglaublich!?

– dass Liam bei seinen unzähligen Stürzen gesund geblieben ist!

– dass jede Autofahrt, kurz oder lang, gut ausgegangen ist!

– dass die Kinder beim Spielen bewahrt wurden.

– dass es nur ein paar kurze Schock-Momente mit den Kindern an oder auf der Straße gab, nicht mehr!

– dass wir immer rechtzeitig da waren, wenn Liam im Pool ausgerutscht ist.
(Mein Mann ist gestern in einen Springbrunnen im Einkaufszentrum gesprungen, um ein fremdes, kleines Kind vor dem Ertrinken zu retten. Es kann so schnell gehen!)

– für die vielen Freundschaften, die uns gut getan und weiter gebracht haben und die uns wahrscheinlich ein Leben lang begleiten werden.

– für die „zufälligen“ Entscheidungen und Begegnungen, die ganz genau geplant und geschenkt waren.

– für die beiden Lieblings-Familien, die wir eigentlich auch eher „zufällig“ kennengelernt haben.

– für die vielen Geldgeschenke, die absolut unerwartet und genau zur richtigen Zeit kamen. Immer!

– für sichere Reisen aller unserer Gäste.

– für mehr als deutliche Hinweise, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und sind.

– für unsere gesunden Kinder!

– für die Gewissheit, die wir haben, dass alles gut wird!

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