Food Talk

Food for Talk
Bringing families together one conversation at a time

Eine der ersten oder sogar die erste Sprecherin bei MOPS war Julienne Smith.
Sie war so lustig und symphatisch auf der Bühne. Unterhaltsam erzählte sie von ihren Mutter-von-Kleinkindern-Jahren, die inzwischen 20 Jahre zurück liegen. Wenn ein Baby weinte, tat sie so, als würde sie wieder Milcheinschuss haben. Ihr Mann, erzählte sie, war stets nicht sehr begeistert, wenn sie wieder eine Einladung zu einem MOPS-Treffen hatte, weil sie ihn jedesmal nach so einem Frühstück mit jungen Müttern nach einem weiteren Baby anbettelte. Seine Antwort war dann immer: „Willst du wirklich die morgendliche Übelkeit und die Hitzewallungen der Wechseljahre zur gleichen Zeit haben???“

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Neben ihren Späßen und Ermutigungen hat sie sich aber ein ganz anderes Thema ins Herz geschrieben:
Food for Talk
Bringing families together one conversation at a time

„Wann hattest du zum letzten Mal eine richtig gute Unterhaltung mit deiner Familie? Echt jetzt, denk‘ mal drüber nach! In unserer schnell-lebigen Zeit können schnell mal Tage, Wochen und Monate vergehen, in denen wir nicht einmal richtig mit unserer Familie geredet haben, es sei denn, wir kümmern uns darum!“

Julienne Smith reist durch die Gegend und ermutigt Familien, eine gemeinsame Mahlzeit pro Tag zu haben.
Sie sagt: „Die gemeinsamen Mahlzeiten als Familie waren meine lebenslange Leidenschaft und meine am meisten geschätzten Erinnerungen… wenn ich meine Kinder um mich herum am Abendbrottisch hatte.“

Julienne Smith is bestseller-Autorin und Award-Gewinnerin und sie liebt es, Familien zum Essen zusammenzubringen.

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Auf einem Info-Zettel, den wir zum Mitschreiben bekommen hatten, sollten wir folgenden Satz ergänzen:

Der durchschnittliche Amerikaner verbringt 28 Std in der Woche mit ………………………….. und 3,5 Minuten in der Woche mit ……………………………… .

Könnt ihr die Zeilen ausfüllen?
Der durchschnittliche Amerikaner verbringt 28 Std in der Woche vor dem TV und 3,5 Minuten in der Woche redet er mit seinen Kindern.

Amerika hin oder her. Wir finden uns doch da genauso wieder.
Aber ist das nicht erschreckend?

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Anhand von verschiedenen Studien bekannter Universitäten in Amerika belegte Julienne, warum „family mealtime“ so wichtig ist.
Bei Kindern, die regelmäßige Mahlzeiten mit ihren Familien hatten, wurden

– bessere Noten in der Schule
– weniger Risiko, in Alkohol- oder Dorgenabhängigkeit abzurutschen
– besseres Benehmen
– weniger Gewichtsprobleme

festgestellt.
Familien, die mindesten an 4 Abenden zusammen essen, haben einen stärkeren Zusammenhalt.

Das war die Herausforderung, die Julienne uns mit gab:
Esst an mindestens 4 Abenden der Woche zusammen zu Abend.

Dabei betonte sie immer wieder, dass es nicht um das Essen, um die Menge oder um die Inhaltsstoffe, … gehen soll – es soll um die Gemeinschaft gehen! Es geht darum, in Ruhe zusammenzusitzen, zu reden, sich auszutauschen, voneinander zu wissen und den Tag zu verarbeiten.

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Fünf Tipps, damit so ein Essen funktioniert:

1. Plane das gemeinsame Essen! Geh‘ mit dieser Absicht durch den Tag und setz‘ dich dafür ein, dass euer Essen stattfindet. Sorgt dafür, dass ihr alle zur gleichen Zeit zuhause seid und Zeit habt. Verabredet euch. Wie so oft liegt es auch diesmal eher an den Müttern, neue Ideen umzusetzen und alles dafür zu tun, dass sie zu Gewohnheiten werden.

2. Keine elektronischen Geräte! Keine Handys am Tisch (für Papa, Mama und die Kinder), kein TV, kein Radio, evtl. leise Hintergrundmusik. Das Telefon und die Türklingel kann getrost ignoriert werden.

3. Keine Unterbrechungen und Diskussionen! Die Unterhaltungen am Ess-Tisch sollen leicht und angenehm sein. Die Zeit soll nicht genutzt werden, um Streitfragen oder Meinungsverschiedenheiten zu klären.

4. Halte es einfach und beziehe jeden mit ein! Das gemeinsame Abendessen muss kein 5-Gänge-Menü sein, die Farbe der Teller muss nicht zu den Servietten passen und der Tisch muss nicht pinterest-like aussehen … Die Kinder können Aufgaben übernehmen, zBspl: Tisch decken und ein wichtiger Teil dieser Familien-Aktivität werden. Mit einer Kerze oder einer Blume kann blitzschnell eine gemütliche Atmosphäre geschaffen werden.

5. Versuche mal, es an 30 Tagen zu schaffen! Nimm‘ die Herausforderung an und lade deine Familie zu diesem Experiment ein. Versucht es mal und tauscht eure Erfahrungen aus.

„Wenn du zu beschäftigt für eine gemeinsame Familien-Mahlzeit bist, ist vielleicht deine Familie zu beschäftigt.“

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Julienne ließ uns raten, was der Wunsch Nr. 1 der amerikanischen Teenager sei. Wir rieten sowas wie „dazuzugehören“, „gute Noten zu bekommen“, Freunde zu haben“, „gut auszusehen“… aber nichts war richtig. Mit Tränen in den Augen erzählte sie uns, dass die meisten Teenager sich mehr Zeit mit ihren Eltern wünschen würden.

Wir vier essen an fast jedem Abend zusammen. Auf jeden Fall dann, wenn wir zu viert zuhause sind. Wir essen auch (meist) zusammen Frühstück und Mittag, aber ich verstehe, dass das Abendessen eine besondere Möglichkeit ist, die Familie zusammenzuhalten. Emilian hat Probleme, still zu sitzen, weil er auf einer Bank sitzt, die (natürlich) keine Lehne hat und ihm ein bißchen zu niedrig ist. Ab und zu müssen wir eins der beiden iPhones wieder vom Tisch nehmen und wir versuchen gerade, zu lernen, dass wir alle sitzen bleiben, bis alle fertig sind.
Aber wir sitzen zu viert am Tisch, wenn wir gerade keine Gäste haben, und reden.
Die Kinder haben so viel zu erzählen! Ich auch. Mein Mann auch, wenn er zu Wort kommt.

Kenne ich meine Kinder?
Weiß ich, was sie zur Zeit beschäftigt? Das ist vielleicht einfach, weil ich sie 24 Stunden am Tag um mich habe..
Aber kenne ich sie auch noch wenn sie 10 Jahre oder 20 Jahre alt sind?
Höre ich ihnen zu?
Trauen sie sich, mir von ihren Sorgen zu erzählen?
Kann ich ihre Fragen, was Gott, Deutschland und die Welt angeht, beantworten?
Kann ich ihnen Werte beibringen, die mir wichtig sind?

Diese Fragen stelle ich mir schon. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, diese Fragen mit JA zu beantworten. Und wenn ich das jetzt kann, heißt das nicht, dass ich es automatisch in 5 Jahren auch noch kann…
In meiner Famlie gab es drei Schwestern und einen Bruder. Oft war nicht ich diejenige, die den anderen zuhörte. Ich hatte mein Leben lang viieel zu erzählen. Und ich habe die gemeinsamen Abendessen gern gehabt. (Ich hoffe, die anderen auch…) Das gemeinsame Essen, gemeinsam den Tag abschließen, bevor der Abend kommt und jeder vielleicht wieder seiner Wege geht..

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Julienne hat zwei Kinder und kennt natürlich die Herausforderungen, die so eine Familien-Mahlzeit mit sich bringt. Matschende Kleinkinder, die mindestens einem anderen Familienmitglied nicht erlauben, in Ruhe zu essen. Genervte, schweigsame Teenager. Ein beschäftigter Vater. Unterschiedliche Ess-Vorlieben. Unruhe eines müden Babys. Eine gestresste Mutter. Termine.

Um diese Mahlzeit einfach und angenehm, effektiv und überhaupt cool zu machen, hat sie sich Fragekärtchen ausgedacht.
Auf diesen Kärtchen stehen Anregungen zum Gespräch.
Das können Bibelverse, Sätze aus der aktuellen Zeitung, Zitate, … sein – und eine Frage dazu. Das kann ein zu ergänzender Satz sein oder einfach die Frage nach dem Höhe- und Tiefpunkt des Tages. Fragen, die alle Familienmitglieder beantworten können (mit Rücksicht auf Tipp 3) und Fragen, die ein Gespräch in Gang bringen können. Und ganz ganz nebenbei lernen wir unsere Kinder und ihre Meinungen dabei richtig gut kennen und können sehr einfach über Familien-Werte und -regeln sprechen.

Ich persönlich bin sehr begeistert von dieser Initiative und schon jetzt fange ich an, für dieses gemeinsame Abendessen einzusetzen. Ich glaube an den Wert für die Zukunft, den dieses Essen hat und ich durch ein gemeinsames Essen möchte meinen Kinder Sicherheit und meiner Familie diesen Zusammenhalt geben, den wir für alle Ewigkeit gut gebrauchen können!

Ideen und weitere Informationen:

Internetseite von Julienne Smith
www.foodfortalk.net

Frage-Karten kaufen
Food for Talk – Kärtchen
Natürlich in englisch, aber sie sind leicht zu übersetzen. Mit der Idee im Kopf lassen sich auch schnell individuelle deutsche Fragekärtchen für deine Familie herstellen.

An der 30-Tage-Challenge teilnehmen und gewinnen!

Ein paar Fragekarten:

1.

„Wer seine Sünden verheimlicht, dem wird es nicht gut gehen.
Aber wenn er sie bekennt und davon lässt, wird er Barmherzigkeit finden.“
Sprüche 28, 13

Erkläre, warum du denkst, dass es wichtig ist, unsere Fehler zuzugeben, anstatt zu versuchen, sie zu ignorieren.

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2.

Wenn du zurück gehen und einen Tag wiederholen könntest, welcher Tag würde das sein und warum?

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3.

„Gottesdienst hier: Dreimal pro Tag“
– ein Schild, über dem Spülbecken von Ruth Graham, Frau von Billy Graham

Zeige deiner Mama Dankbarkeit für einen speziellen „Gottesdienst“, den sie heute für dich gemacht hat.

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4.

Erzählt den anderen eine Sache, die ihr in dieser Woche getan habt und auf die ihr besonders stolz seid.

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5.

„Ärger ist nur ein Buchstabe von ‚Gefahr‘ entfernt.“ – Anonymus
(Funktioniert in deutsch nicht)

Was glaubst du, warum kann Ärger oder Wut gefährlich sein?

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