Einmal San Francisco und zurück

Ich habe in den letzten Tagen immer wieder irgendwo oder an irgendjemand das Wort San Francisco geschrieben und komme immernoch nicht mit den Buchstaben klar.. Schweres Wort. Ihr solltet mal hören, wie Liam es ausspricht.

Aber von vorn!

Unser Wochenende beinhaltet Erlebnisse für drei Blog-Einträge, aber aus Zeitmangel fasse ich mich kurz und mache einen draus. Einen langen. Langweilig wird es nicht.

Samstag

Am Samstag vor Liams Geburtstag, am 14. März, war Papa wieder viel in der Gemeinde unterwegs. Weil es draussen sehr heiß war (34 Grad) und Papa das Auto hatte, blieb ich mit den Jungs in der Wohnung. Wir langweilten uns, ich räumte und packte ein bißchen. Am Abend fuhren wir zum Gottesdienst. Emilian und ich hatten Bauchschmerzen und uns allen ging es irgendwie nicht richtig schlecht, aber auch nicht sehr gut. Weil ja Liam ein paar Tage vorher gespuckt hatte, waren wir ein bißchen angespannt.
Es tat mir leid, dass ich es nicht mehr geschafft hatte, ein „richtiges“ Geschenk für Liam zu besorgen und tröstete mich damit, dass ihm das wahrscheinlich nicht so wichtig sein würde.
Wir Großen aßen Sushi zum Abendessen, die Kinder mäkelten und jammerten so rum. Kein gutes Zeichen.

Gegen 22.00 Uhr fing Emilian dann an, zu spucken. Wir hatten schon eine Schüssel ins Bett gestellt und waren vorbereitet – und es gab längst nicht so eine Schweinerei, wie bei Liam. Emilian schlief wieder ein, die zweite Aktion bekam er gar nicht mehr richtig mit. Mein Mann ging dann ins Bett, weil am nächsten Tag ein wichtiges Treffen in der Gemeinde stattfinden sollte. Er hatte lange daraufhin gearbeitet und auch für unsere nächsten Monate würde dieses Treffen entscheidend sein.

Weil Emilian noch immer Bauchschmerzen hatte und ich ihn nicht jedesmal in Eile aus dem Bett raus- und wieder reinheben wollte, fragte ich ihn, ob er mit mir auf der Wohnzimmercouch schlafen wollte. Wir zogen also um. Während er schlief, bereitete ich einen mini-Geburtstagstisch für Liam vor. Das T-Shirt mit der 3 drauf, eine Kerze, Ballons, die Post, die er bekommen hatte und ein paar kleine Geschenke.

Emilian hatte viel Durst und trank Wasser – und immer, immer, immer wieder kam das Wasser nach kurzer Zeit laut und deutlich wieder. Ich habe aufgehört, zu zählen. (Warum auch?) Um es kurz zu sagen: Um 5:00 Uhr morgens war er fertig. Er musste sich zweimal pro Stunde übergeben. Ja! Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so eine schlechte Nacht hatte!

Er schlief sehr gut, bis auf seine Pausen – aber er wollte mit Licht schlafen. Ich lag also bei Licht und halb sitzend auf der Couch, nur um alle halbe Stunde panisch aufzuspringen, um mit ihm aufs Klo zu rennen.
Er machte das sehr gut. Kein Schüssel – sondern er hängte sich sehr fachmännisch über die Toilette. Manchmal wechselte er zwischen den zwei Bädern hin und her und wollte nur, dass ich ihm den Hocker von A nach B holte und unter seinen Hintern schob. Alles klar. Er wusste, wann er musste – und wann er fertig war. Aber er brauchte mich. Und ich wollte für ihn da sein, mehr konnte ich sowieso nicht machen. Mehr als einmal war ich versucht, meinen Mann zu wecken und um Ablösung zu bitten… konnte es aber nicht übers Herz bringen.
Dank der Zeitverschiebung konnte ich meine Familie zuhause informieren und nach Tipps fragen. Aber ich hatte weder Salzstangen noch Tee für Emilian da. Natürlich! Ich bat ihn, weniger Wasser zu trinken und hoffte, er würde nicht verdursten. Wie gesagt, am frühen Morgen war er dann fertig.

Sonntag

Als mein Mann aufstand, um sein Mittag für das Treffen vorzubereiten, ging ich ins Bett und schlief.
Ich hörte von ganz weit weg, dass er mit den Jungs frühstückte und Liam einen schönen Geburtstags-Morgen schenkte.
Happy Birthday, kleiner Mann! Jetzt ist er 3 …

Als mein Mann fuhr, stand ich auf. Ich fühlte mich gut – unerklärlicherweise – trank Kaffee und wir machten uns einen ruhigen Tag. Emilian aß Brezeln und Banane, die Papa am Morgen gekauft hatte – und es ging ihm gut. Die Jungs durften Filme sehen und wir skypten zum Geburtstag mit Freunden von zuhause. Papa hatte als Überraschung zwei dieser amerikanisch-bunten Süßigkeiten in den Kühlschrank gestellt und wir probierten einen weiß-blauen „Frozen“ Zucker-Apfel. Die Kinder mochten es nicht.

Für den Nachmittag waren wir mit einer befreundeten Familie verabredet, wir wollten zusammen nach Los Angeles fahren. Bevor wir absagen konnten, hatten sie wegen kranker Kinder abgesagt. Wir packten einen Koffer und fuhren dann die 220 km nach Santa Barbara, wo wir ein Zimmer für die Nacht gebucht hatten. Mit Sonnenuntergang fuhren wir Richtung Norden und kamen im Dunkeln an. Das Motel war so typisch amerikanisch mit Balkon vor den Zimmern in der ersten Etage, aber leider schliefen wir im Erdgeschoß. Wir liefen zum Spätkauf an der Ecke, kauften uns ein lächerliches Abendbrot und bezogen unser Zimmer. Es gab eine Badewanne und zum ersten Mal seit 10 Monaten genoßen die Jungs ein Plansch-Bad!

Das Zimmer war ziemlich klein. Die Jungs schliefen in einem Bett und wir in dem anderen. Beide Kinder waren ziemlich wach, weil sie im Auto geschlafen hatten. Liam fühlte sich fremd… aber mit ein paar Hörspielen schläferten wir sie dann ein.

Montag

Es gab kein Frühstück und wir stellten fest, dass Ameisen unsere Vorräte überfallen hatten, also machten wir uns schnell auf den Weg. Bei Tageslicht sahen wir, dass Santa Barbara eine wunderschöne Stadt am Pazifik ist – aber 520 km lagen vor uns und wir machten wenig Pausen.

Schon vor einigen Tagen hatte ich gesehen, dass eine bräunliche Flüssigkeit auf die Fußmatte des Beifahrers lief. Meine Schuhe, Taschen und Zeug, das da eben lag, wurden feucht und schmutzig. Auch die Heizung/Lüftung funktionierte nicht mehr gut und die Scheiben waren oft beschlagen, manchmal qualmte es.

Ja.. ihr, die ihr euch jetzt an den Kopf fasst: Wir haben diese Zeichen weder kombiniert, noch ernst genommen. Fehler!
Als das Auto sich durch die Berge quälte und die Kühlwasser-Anzeige auf rot stand, krochen wir zur nächsten Tankstelle – und dort blieben wir auch für’s Erste. Natürlich, wie das in amerikanischen Filmen immer so ist, waren wir im Nichts. Im wilden Westen. Mitten im Nirgendwo.
In Wirklichkeit waren wir nicht „im Nirgendwo“, sondern in Santa Maria und es warteten immernoch schlappe 420 km auf uns.

Wir amüsierten uns und machten das Beste draus. Es gab einen einzigen Baum, der auch noch gut zum Klettern war und dorthin ging ich mit den Jungs. Geocaches gab es leider nicht. Ein Müllauto und ein Polizei-Auto hielt an der Tankstelle. Beide Fahrer erkundigten sich nach uns uns grüßten die Jungs. Wir schlachteten den bunten süßen Geburtstags-Kuchen, den wir in der Kühltasche hatten und die Jungs waren happy. Emilian ging es gut!
Mein Mann telefonierte mit Kollegen und nach einer Weile kam ein freundlicher Abschlepper, nahm uns mit in sein Führerhaus und unser Auto auf den Anhänger. Ich sage euch: Der Geburtstag hätte für Liam nicht besser laufen können! Er sang immer und immer wieder (bis heute übrigens!) das „Happy Birthday“-Lied – für sich!

Der Abschlepper brachte uns zum Flughafen und unser Auto zur Werkstatt.
Am Flughafen bekamen wir einen silbernen Chevrolet! Heißes Teil! Damit sollte man nach San Francisco fahren! Wir fuhren zur Werkstatt, leerten unser Auto und düsten los, um die Verspätung aufzuholen. Inzwischen hatten wir entschieden und mit Mariners Church abgeklärt, einen Tag länger zu bleiben und erst am Mittwoch zurückzukommen.

Ich fuhr zum ersten Mal mit Tempomat! No more words.
Wir hielten kaum irgendwo an, sahen aber wunderschöne Berge, Obst- und Gemüsefelder und immer mal wieder das Meer.

Gerade zum Sonnenuntergang kamen wir in SF an und konnten einen sekundenlangen Blick auf die Brücke vor rosa-Himmel genießen. Wow! Die legendären steilen Straßen und die Cable Cars sahen wir auch sofort. Wir fuhren zum berühmten Pier 39, weil mein liebster Mann einen Tisch bestellt hatte. Auf dem tollen großen Bootsteg schnupperten wir frische Meeresluft, schauten in ein paar Souvenir-Läden, ich durfte mir Ohrringe kaufen und wir aßen Käsepizza und Shrimps am Feuertisch. Wow! Familienglück.

Alles andere war überhaupt nicht „Wow!“, denn die Stadt kam uns unglaublich voll, eng, hektisch, dreckig und stressig vor. Wir fanden unser Hotel, erfuhren aber, dass wir in der Strasse nicht parken durften – bzw. um 6:00 Uhr morgens dem Strassenputzer Platz machen sollten.
Und – man hatte uns gewarnt – es war unmöglich, einen Parkplatz zu finden. Auf der Straße ging es eigentlich gar nicht, denn die Plätze waren voll, teuer und eben nur bis morgens da. Dann gab es unzählige Parkhäuser – da haben sie ihre Marktlücke gefunden. Doch diese Parkmöglichkeiten waren sehr teuer oder sehr voll oder sehr eng oder sehr, sehr zwielichtig. Manchmal auch alles davon.
Wir fanden Alexis, den Inder, der in hohen Kniestrümpfen, kurzen Hosen und Latschen aus seinem Nachthäuschen kam und versprach, auf unser Auto aufzupassen. Er sagte zu meinem Mann, er solle keine Angst haben, dass ich ihn wegen seiner Einpark-Schwierigkeiten verlasse – wegen der Kinder würde ich sowieso bleiben… Pff. Wir bezahlten $20 und nahmen alles, was ging, aus dem Auto mit ins Hotel. Oh my goodness!! Nach einem kurzen Fußweg kamen wir müde und kalt im Hotel an.
Liam fragte immer wieder nach unserem Zuhause und nach unserem Auto. Dann fragte er mich, ob er zuhause auch in eine neue Kinderbetreuung gehen müsste. Der Arme war völlig durcheinander. Ich bin mir sicher, dass er unser Haus in Berlin inzwischen ganz vergessen hat, bzw. jetzt auch nicht mehr vermissen würde. Wir hatten so oft von Koffer packen und „nachhause fahren“ geredet, dass er jetzt gar nicht mehr verstand, was „zuhause“ eigentlich war…

Dienstag

Das Frühstück im Hotel war ein Witz. Da lachen wir Deutschen drüber.
Außerdem war es voll, Jugendherbergs-mäßig, eng und man sprach und aß sehr international. Wir nahmen Jogurt, Obst und einen Kaffee für mich und eine Waffel und einen Muffin für die Jungs und machten, dass wir wegkamen.
Falls ich es vergesse, zu sagen: Unsere Kinder haben das ganze Wochenende mit allen Hochs und Tiefs so sehr gut und wunderbar mitgemacht! Wir lieben sie dafür!

Im Sonnenschein wurde SF um einiges attraktiver – und auch wieder gar nicht.
Entweder sind wir von unserem Stadtviertel in Irvine (dass es erst seit 2 Jahren gibt) so verwöhnt oder die amerikanischen Großstädte sind echt… anders. In Gedanken habe ich meine Großstadt Berlin in den höchsten Tönen gelobt und vermisst.

Sehr viel Armut, sehr viele Baustellen, sehr viele Autos, sehr viele Touristen und sehr viele Lebenskünstler machen SF zu dem, was es ist. Ich fand es nicht schön. Jedenfalls innen drin. Weiter draußen umso mehr.
Es war sehr sonnig, aber kühl für uns (Berlin, bitte sei warm im April!) und wir freuten uns über alles, was wir aus dem Reiseführer wiedererkannten. Über die Brücke, die wir uns wirklich größer vorgestellt hätten, fuhren wir in den Norden zu den Muir Woods. Unsere Zeit war knapp, aber die Riesenbäume wollten wir unbedingt sehen.

Als mein Mann dann mit Rucksack und guter Laune zu einer Wanderung ansetzte und ich ihn für einen Moment nicht wiedererkannte, fühlte ich mich kurz in meine Kindheit zurückversetzt. Die Jungs spielten die Rolle meiner kleinen Geschwister und der Mann war mein Vater – immer fröhlich und ab, in den Wald mit euch! Und ich, der meckernde, frierende Teenager hinterher. Hilfe.
(Aber ich liebe meinen Vater und sehe und schätze jetzt den Sinn und den Spaß dieser Wald-Wanderungen.)

Nachdem wir die Touristen hinter uns gelassen hatten, fing die Wanderung wirklich an, Spaß zu machen! Uns wurde wärmer, ich hatte tatsächlich diesmal keine FlipFlops an. Die Bäume waren wirklich beeindruckend! Emilian lief wunderbar mit, was wir immernoch nicht glauben können – dafür streikte Liam im Kinderwagen, aber nur die erste Zeit. Wir sahen riesige Nacktschnecken und kleine Streifenhörnchen und machten tolle Fotos. Hinweisschilder, die um Ruhe baten, nahm Emilian sehr ernst. „Der Wald hat Ohren!“, sagte er immer wieder. Die Wege waren teilweise schmal und mit Wurzeln umschlungen und bedeckt, ein Bach plätscherte neben uns her… Ein toller Wald.

Als wir wieder am Auto ankamen, war es richtig warm geworden. Die Fahrt führte wieder zurück durch die Serpentinen – und niemand von uns spuckte ins Mietauto! Nur mal so… Die Landschaft war atemberaubend! Emilian und Liam hatten eigene Fensteröffner, die sie auch erreichen konnten und ab und zu entriegelten wir sie. Was für ein Spaß!

Das nächste Ziel war eine von zwei Kaffeeröstereien, die uns Freunde empfohlen haben.
Wir beide sehen uns in neuen Städten keine Kirchen, Museen oder Stadtkerne an – wir gehen in Cafés. Und diese Halle, die halb Café / halb Rösterei war, hat mir glatt den Atem verschlagen! Dieser Duft! Diese vielen, vielen Säcke und Bohnen! Von der zweiten Etage konnte man nach unten, genau zu den Baristi gucken. (Verzeiht das Klugscheißen.) Wie die den Kaffee machen! Wie die das können! Wie schnell die das machen! Wie cool die das machen! Haaaach…

Emilian sah sich minutenlang die Maschine an, die die Kaffeebohnen umrührte und röstete. Unsere Jungs wissen, was wir lieben. Emilian rennt sonntags zuerst zu den Kaffeeautomaten auf dem Kirchen-Gelände und fragt, ob er mir einen Kaffee machen darf. Und wenn Liam spielt, ist mindestens ein „Paffee“ aus Luft für Mama drin.

Ich wollte unbedingt die bekannte Häuserreihe am Alamo Square fotografieren, weil meine Oma ein großes Puzzle davon hat. Die ganze Verwandtschaft hat da vor Jahren dran gepuzzelt. Wir fanden es und fuhren danach zum Chinatown. Emilian wollte das gern sehen, damit er nicht extra nach China müsse. So mein Sohn. Es war enttäuschend un-chinesisch, würde ich mal sagen. Aber das kann auch daran gelegen haben, dass gerade überall laut und wild und grün-weiß-orange St. Patrick’s Day gefeiert wurde. Da dreht nämlich auch ganz Amerika ab und trägt nur grün. Geht es nicht eigentlich um Irland? Egal, haben wir nicht so verstanden.

Auto fahren ist in SF sehr anstrengend, hatte ich bereits geschrieben, oder? Dazu kommen noch – oh, wie wir das in fremden Städten lieben – Einbahnstraßen. Aber wir haben viel gesehen und wieder über die steilen Straßen gestaunt. Fahrschule möchte ich da nicht machen! Aber würde ich auch nicht, denn in SF hätte ich kein eigenes Auto!

Wir fuhren weiter zum Pier 39. Den wollten wir uns nochmal bei Licht ansehen. Die Sonne schien und wir staunten über das Meer, die Gefängnis-Insel Alcatraz und die Seelöwen-Steganlage. So faszinierend! Von einem feinen Restaurant aus hatte man (natürlich!) den besten Blick direkt aufs Wasser. Ich überlegte, ob wir dort nur mal kurz einen Kaffee trinken sollten, um die Aussicht und die Windstille zu genießen. Doch der allerbeste Mann nahm die Idee auf und führte uns zum Mittag aus! Mit Blick auf Alcatraz und auf die Brücke, auf Möwen und Boote aßen wir leckeren Fisch und Salat – zwischen Weißwein-trinkenden Senioren aus Great Britain. Wir mit Kindern. Die nicht stille sitzen können. Ihr wisst Bescheid!

Weil wir unbedingt noch einmal den Sonnenuntergang mit Blick auf die Brücke sehen wollten, vertrieben wir uns die Zeit bis kurz nach 19:00 Uhr. Es war kalt und windig. Wir gingen in jedes Geschäft, in einige sogar mehrmals. Ich möchte unbedingt noch einen rosa Pullover mit der Aufschrift „California“ haben, aber auf denen da stand natürlich überall „San Francisco“ drauf.

Wir saßen auch ’ne ganze Weile in einem Laden mit Knobelspielen Erst wärmten wir uns nur auf, entdeckten eine Kinder-Ecke und dann brachte der Verkäufer meinem Mann diese zwei kleinen silbernen Metalldinger, die man auseinanderfummeln muss. Ich versuchte mich an einem Holz-Herz und dann saßen wir da… Wir knobelten und redeten so mit dem Typ, er fragte, woher wir kommen und sagte dann: „Ah, die Deutschen! Die erfinden doch diese ganzen Spiele.“
Als wir dann beide unsere Rätsel lösen konnten, wunderte es ihn gar nicht.
Yeah! Wir haben unser Land stolz gemacht!

Herzpuzzle

Es wurde sehr kalt dann, die Sonne ging ziemlich unscheinbar unter (ich glaube, wir sind verwöhnt) und wir düsten zum Hotel. Unser Kniestrumpf-Freund Alexis nahm für $20 wieder unser Auto in Obhut und wir liefen zum Hotel. Grmpf. Wir alle duschten warm, um nicht mehr so zu frieren und verschwanden im Bett.

Mittwoch

Früh packten wir unsere Koffer zusammen. Nach einem kleinen Frühstück holten wir unser Auto ab und verabschiedeten uns von SF.
Jetzt sind wir einmal da gewesen, haben blitzschnell und sehr touristisch die Stadt abgecheckt und das war’s. Ich denke, selbst ohne Kinder würde ich nicht noch einmal zurück kommen.

Eher würde ich mir noch mehr Wälder, Berge, Strände und Cafés ansehen. Es gibt soo viele tolle Orte am Pazifik. Amerika ist riesig! In Santa Cruz machten wir eine Pause, um die zweite Rösterei anzusehen. Was soll ich sagen.. Toll!

Eigentlich hätte ich gern die Facebook-Hochburg am Menlo-Park angesehen. Monterey soll sehr schön sein und überhaupt für Santa Barbara hätten wir mehr Zeit gebraucht. Aber wir wussten nicht, wie es um unser altes Auto stand und wollten das schnell hinter uns haben. Die Straßen waren leer und es fuhr sich wunderbar. Tempomahaat! Wir schafften diese lange Strecke gut.

Die Mechaniker hatten unser Schätzchen notdürftig repariert, sie hatten einen Bypass gesetzt. Bis dahin dachte ich, das geht nur am Menschen. Wir sollten weder die Heizung, noch die Lüftung verwenden und die Flüssigkeit war natürlich immernoch eklig. Die hätten das Auto echt mal innen aussaugen können… Trotz Gewitter und offener Fenster kamen wir gut voran. Wir fuhren an einer Stadt vorbei, in der gerade Freunde von uns leben bzw. Urlaub machen. Es war schwer, einfach so vorbeizufahren. Wir hatten uns seit Jahren nicht gesehen und waren nun echt so nah…

Ich weckte die Kinder, die sonst sicher durchgeschlafen hätten. Aber das wäre zu früh. Je näher wir Los Angeles kamen, desto voller wurden die Strassen. Mein Mann fuhr perfekt, ich bewundere sein effektives Fahren. Dieser Fahrstil hatte allerdings zur Folge, dass Emilian schlecht wurde. Für den Rest der Strecke hielt ich ihm eine leere Keks-Dose vor die Nase. Nichts passierte.

Nach 20:00 Uhr kamen wir an.
Unsere Söhne haben dieses Wochenende mit Krankheit, mit vielen Autofahrten, mit fremden Betten, mit komischem Essen, mit wenig Schlaf, mit kaum vertrautem und mit vielen Eindrücken sehr gut mitgemacht! Sie hatten viel gute Laune, haben sich schnell begeistern lassen und alles Neue mit offenen Augen entdeckt. Danke, ihr zwei!
Dieses „Zuhause“-Gefühl, wieder Platz zu haben und in eigenen Betten zu schlafen, war unglaublich.
Die Vorfreude ist nochmal ordentlich gestiegen!

Danke, dass ihr mitgelesen habt!

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