Arise!

14. September 2021

Ich sehe mich als Person, die unser Leben, soweit ich es möchte, in der Öffentlichkeit teilt.. als Produkttesterin und Influencerin. Wenn ich von einem Produkt überzeugt bin, erzähle ich euch davon. Das mache ich im Alltag, im Freundeskreis und im Internet.

Manchmal bekomme ich im Gegenzug dafür etwas, manchmal nicht. Manchmal höre ich, dass ihr angesteckt und begeistert seid, manchmal nicht. Manchmal fällt es mir leicht, euch hier etwas vorzustellen, manchmal nicht. Ich bin gespannt, wie es mit folgendem Beitrag wird… Ich möchte, dass vor allem alle Frauen bitte bis zum Ende lesen <3 Und ich hoffe, dass meine Emotionen in euer Herz springen.

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Durch unseren Pastor haben wir vor ein paar Jahren zum ersten Mal von 4M, „Der vierte Musketier“ (Werbelink) gehört. Dabei handelt es sich um ein Wochenende für Männer, runter vom Sofa, raus in die Natur und Gott suchen und finden. Als der vierte Musketier sozusagen auf dem Weg zum König.

Alles, was mit Outdoor zusammen hängt, kam für uns als Familie eher nie infrage. Zu unserer „Ausstattung“ gehörte vielleicht gerade mal ein Messer und ein Feuerzeug… unser Pastor ist da leidenschaftlich und begabt, ein bißchen verrückt und wir beobachteten das alles aus sicherer Entfernung.

Aber seine Begeisterung und Freude wuchs und steckte an, seine Augen leuchteten, dann kam der April 2018 und mein Mann begleitete seinen Freund zum ersten Mal auf ein Wochenende nach Schottland. Ein großes wunderbares Geheimnis dieser Wochenenden ist, dass vorher kaum Informationen vorhanden sind, lediglich eine Packliste und ein Treffpunkt. Wir liehen und suchten uns den Outdoor-Kram zusammen. Von unseren Freunden wurden wir sicher belächelt, wie wenig Ahnung und Ausstattung wir tatsächlich hatten. Etwas ausgestattet und ziemlich mutig machten sich die Männer auf den Weg nach Schottland. Mein Mann überlebte – und kam zurück – und fuhr im nächsten Jahr noch einmal mit mehreren Freunden und viel besserer Ausstattung in den Wald!

Ich sah und spürte, was diese Wochenenden mit meinem Mann und seinen Freunden machte. Manchmal konnte ich seine Erzählungen kaum glauben. Und ich wusste: Wenn ich wissen will, was genau das Geheimnis ist, dann muss ich da auch hin.

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Ende 2019 entdeckten wir erste Werbung von solchen Wochenenden für Frauen. Arise! (Steh auf!) Dann kam Corona und dann gab es einen Termin für September 2021… Ich wusste ganz sicher, dass ich das nur mit meinen Freundinnen schaffen kann – und ich wusste, wenn ich möchte, dass meine Mädels das machen, muss ich selbst mit.

Von dem Moment an, wo wir im Oktober 2020 als 10köpfige Berliner-Mädels-Gruppe als allererste auf die Anmeldeliste platzten – bis zum 10. September 2021 um 14:00 Uhr hatten wir eine Packliste und einen Treffpunkt – und jede Menge Aufregung. Wir hatten Fotos auf Instagram, wir hatten die Internetseite – aber da konnten wir alles und nichts herauslesen. Wir hatten die Berichte unserer Männer und hielten uns gegenseitig mit Ermutigung und waswennallesgutgeht-Sprüchen auf Trab. Augen auf und durch!

Ich bin noch weit, weit weniger an Outdoor-Kram interessiert, als mein Mann es damals war. Ich besitze nicht mal eine Regenjacke! (Denn wenn es regnet, gehe ich einfach nicht raus..) Ich trage meist FlipFlops, habe ewig nicht im Zelt geschlafen, geschweige denn eins aufgebaut. Ich hasse es, im Wald aufs Klo zu gehen und ja.. ich steh nicht auf den Kram. Ihr könnt euch vorstellen, was die Gedanken an ein 50-Stunden-Outdoor-Wochenende im fast-Herbst in mir ausgelöst haben…

Ich möchte gerne vorspulen, denn mein Mann konnte mir letztendlich seine komplette, wunderbare Ausstattung leihen. Neue Wanderschuhe und eine Regenhose hat er mir gekauft. Ich glaub, er war wirklich stolz auf mich. Wenige Stunden vor Abreise arbeitete ich akribisch die Packliste ab, ich schaute minütlich auf den Wetterbericht, unsere WhatsApp Gruppe gackerte wie ein aufgeregter Hühnerstall. Und dann am Freitag zog ich zum ersten Mal eine Regenhose an, ließ mein Make-up ab, legte mein Handy für drei Tage in die Ecke, setzte (mit nur ganz wenig Schwanken) meinen riesigen Rucksack auf und begrüßte meine Freundinnen im Garten.

Die Anspannung und Ungewissheit kämpfte sehr mit Vorfreude und Neugier, das war nicht leicht. Wir Frauen und Mütter haben unser Leben im Griff und alle Termine im Kopf. Einfach mal 50 Stunden nicht wissen, was kommt, ist keine leichte Übung. Aber eine wichtige.

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Das große Geheimnis der Ungewissheit werde ich euch gerne lassen – aber dieses Wochenende war eins der schönsten, bewegendsten, wunderbarsten Dinge, die ich in meinem Leben gewagt habe.

Arise, Instagram

Nicht nur die Zeit ohne Kinder, ohne Handy, ohne Termine, ohne volle Küche, volle to-do-Listen und Erinnerungen. Alleine das wäre schon toll gewesen.

Nicht nur die vielen Stunden mit den besten Freundinnen, Zeit ohne Ende, Nähe, Austausch und Freundschaft. Allein das wäre schon toll gewesen.

Nicht nur die Tage in der Natur, am Morgen, am Nachmittag, am Abend und in der Nacht. Die Schöpfung und Schönheit. Die Einfachheit. Platz und Luft. Allein das wäre schon toll gewesen.

Nein.. das alles zusammen!! Und Gott.
Gott, der einfach da war und genau wusste, was jede von uns (und den 80 anderen Frauen) brauchte. Gott, der so viel Liebe verschenkt, dass ich noch jetzt nach Luft schnappe und mit den Tränen kämpfe. Gott, der genau wusste, in welchem Zustand wir dort anreisen.. dass wir erst so gar nicht richtig hin – und dann gar nicht wieder weg wollten. Gott, der wirklich, wirklich da ist und unsere Herzen kennt.

Mir fehlen ein bißchen die Worte, um genau das zu sagen, was das Wochenende für mich bedeutet. Es war einfach soo gut! So viele Überraschungen! Denn jede von uns, Mutter oder nicht, Single oder nicht, romantisch oder praktisch, albern oder ernst, erfahren oder nicht, mutig oder zögernd, stark oder schwach, in Liebe zu Gott oder enttäuscht von Gott, skeptisch oder nicht… JEDE VON UNS hat ihr Geschenk von Gott bekommen. Und alleine das haut mich um!

Ja, wir können auch so verreisen, ein Zelt aufbauen, uns gegenseitig die Haare flechten und gackernd am Lagerfeuer sitzen. Wir können auch so 4 Stunden durch den Wald latschen, schweigend oder meditierend. Wir können auch so christliche Lieder singen und Bibelverse lesen. Wir können auch so das Handy weg legen und Pause machen.

Aber das alles, das, was da passiert ist, das gibt es nicht woanders. Das war echt. Und das war unglaublich schön.

Wenn du eine Frau bist, wenn du vielleicht nicht gerade schwanger bist oder stillst und einigermaßen gut zu Fuß bist.. dann ist das genau für dich!

Die nächsten Termine sind im Juli und im September 2022.
Kommste mit?
#werbungaustiefsterüberzeugung

Er sagt zu mir:
„Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm!“

Die Bibel,
Hoheslied 2, 10

Comments

  1. Marita Engelbracht says:

    Der Duft von Abenteuer….bin auf Spur gesetzt 💓

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