… and a happy new Year!

Der Garten ist grün, der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Heute ist der 31. Dezember 2013.
Im Garten liegt kein Schnee und die wunderbar helle Sonne zeigt mir deutlichst, wie dreckig meine Fenster sind. Vielleicht putze ich sie einfach, wenn die Sonne ein bißchen weitergezogen ist…

Mein Mann liegt auf der Couch und hört ein Hörbuch. Liam spielt oben im Kinderzimmer. Emilian ist mit meinem Bruder in der Stadt, um „ein Abenteuer“ zu erleben. (Ich bin mir sicher: Das werden sie!) Und ich habe tatsächlich nichts zu tun! Also schreibe ich ein letztes Mal in diesem Jahr für euch.

Kurz vor Weihnachten las ich meinen Jahresrückblick von 2012 und war erschrocken, wie schwer dieses Jahr für mich gewesen sein muss. Jetzt, mit genug Abstand, kommt es mir überhaut nicht mehr so vor. Aber wenn ich diesen Bericht lese, erinnere ich mich…

In meiner Erinnerung kommt mir das vergangene Jahr 2013 nicht sehr schwer vor. Wenn ich genauer nachdenke, fällt mir dann der lange, eklige Winter ein, aber wir hatten auch viel, viel Sonne. Wir konnten schöne Momente mit unseren größer werdenden Jungs genießen und haben auch im Haus und Garten viel geschafft. Andererseits sind in diesem Jahr so viele Freunde, Verwandte aus unseren Familien gestorben, wie sonst noch nie – denke ich. Mein Opa, ein Nachbar, ein enger Freund der Familie, ein Cousin meiner Mama, die Gastmutter meiner Schwester, mein ehemaliger Chef, ein Junge aus meiner früheren ersten Klasse… Einige Abschiede waren abzusehen, andere kamen so plötzlich und haben mich fast umgehauen. Die Mama, die vier kleine Kinder zurück lässt und der Junge, der bald 14 geworden wäre? Das macht mein Herz schwer.

 

Wir hatten ein gutes Jahr! Mit Höhen und Tiefen.
Vieles habt ihr ja hier schon mitgelesen.

Im Januar wohnten wir 12 Monate in unserem schönen Schwedenhaus und der Spruch „Irgendwas ist immer“ ist in jedem Fall wahr. Aber wir konnten (und können) das Leben im Haus, die Freiheiten und vor allem den Garten sehr genießen und mit vielen Gästen teilen.

Am 15. März feierten wir den 1. Geburtstag von Liam und am 21. März wurde Emilian 3 Jahre alt.
Unsere Söhne haben ein paar tolle Freunde hier und so waren das aufregende Tage.

Im Mai genossen wir einen wunderbaren Familienurlaub!
Wir fuhren mit dem Auto zum Gardasee und wohnten ein paar Tage in einem Hotel, direkt am See. Die italienische Sonne tat sooo gut nach dem furchtbar kalten „Frühling“ in Berlin und den ersten Sonnenbrand gab es auch. Emilian flitzte fröhlich mit dem Laufrad durch die Gegend und zusammen erkundeten wir die Gegend.. zu Fuss, per Boot oder Gondel. Wir sind dankbar für diese schöne Zeit, für unfallfreie Fahrten und für entspannte Kinder während diesen langen Fahrten!

In den Sommermonaten blieben wir dann zuhause und konnten einen wirklich schönen, warmen, entspannten Sommer in unserem Garten erleben. Die Kinder spielten mit dem größten Vergnügen im und am Wasser, wir entdeckten ein paar neue Seen in Berlin, waren oft im Zoo, im Britzer Garten oder bei Oma und Opa.

Ende Juli starb mein Opa nach langer Krankheit. Obwohl die Nachricht nicht überraschend kam, war es ein Schock.. und manchmal bin ich mir nicht sicher, ob das schon aufgehört hat. Unsere Kinder haben den Abschied und die Beerdigung miterlebt, waren tapfer und haben Antworten auf ihre Fragen bekommen. Die Beerdigung war wunderschön – und genauso tieftraurig und schmerzhaft. Es hat gut getan, als Großfamilie zusammen zu sein und diese Last gemeinsam zu tragen.

Im August hatte Emilian seinen ersten Tag im Kindergarten! Für ihn und für mich war dieser Schritt mit Sicherheit gleich aufregend.

Der Kindergarten ist 350m oder 600m von unserem Haus entfernt, je nach dem, ob ich vor dem Haus nach links oder nach rechts gehe. Die Eingewöhnungszeit ging schnell, Emilian hat drei wunderbare Erzieherinnen, eine tolle Kindergartengruppe und auch, wenn er nicht an jedem Tag mit einem Jubelschrei zum Kindergarten flitzt, tut es ihm gut und die Erzieherinnen spiegeln mir, dass er gut angekommen ist und seinen Platz in der Gruppe hat.

In jedem Jahr fällt mir das Ende des Sommers nicht leicht. Umso dankbarer bin ich für einen wirklich goldenen, warmen, sonnigen Herbst! Selbst der November war keine Qual, sondern ein langsames, angenehmes Abkühlen.

 

Wir sind Gott dankbar für ein Jahr voller Freude, voller Familien-Zeiten und voller Glück!

Wir sind dankbar für Bewahrung vor Unfällen und Krankheiten!

Wir sind dankbar für viele schöne Erinnerungen!

Wir sind dankbar, dass wir auch unser nächstes Jahr voll Vertrauen in Gottes Hände legen können!

 

Noch schnell die letzten Kindersprüche:

Immer mal wieder redet Emilian von seinem Körper und der Körperpolizei. Manchmal, wenn er Angst hat oder etwas nicht versteht. Und manchmal, wenn er keine Lust auf irgendwas hat, dann hat eben die Körperpolizei keine Lust. Dann sagt er zum Beispiel: „Meine Körperpolizei merkt, dass ich nicht auf die Toilette muss.“ Oder: „Meine Körperpolizei versteht das nicht…“

Wir fahren in die Tiefgarage von IKEA und suchen einen Parkplatz. Emilian sieht einen, zeigt ihn mir und sagt: „Ich bin… wie heißt das, wenn man nicht blind ist? – Ich bin klug!“

Wir reden über einen Arzt und Emilian sagt: „Warum heißt das eigentlich Doktor? Hört sich an wie Gartentor.“

Ein neues Spiel von den Jungs ist, sich auf der Couch entgegenzurennen und dann übereinander zu purzeln. Als sie „spielen“, rufe ich zum Essen. Emilian antwortet: „Gleich. Wir müssen erst noch ein Unfall machen, bis uns ein bißchen was wehtut.“

Ich schneide und Emilian sieht sich meine Scheren an. Einige sind gezackt oder gewellt. Er nimmt eine Zackenschere und sagt: „Die ist ja zickig!“

Im Auto reden wir darüber, wie stark Emilian, Papa und Liam sind. Ich sage: „Und wenn ihr größer werdet, werdet ihr immer lauter und kräftiger!“
Emilian wiederholt: „Ja! Lautiger und kräfter!“

Kurz vor Weihnachten kann Emilian es kaum aushalten. Er freut sich so auf Weihnachten und erzählt: „Und dann helfe ich meiner Tante H. beim Geschenke auspacken!“ Ich sage: „Ja! Und sie hilft dir!“
Da sagt er: „Äh… ich kann das doch!“

Papa kommt von Lidl zurück und stöhnt: „Boah, da ist es so voll, als würde der dritte Weltkrieg ausbrechen!“
Emilian guckt mit goßen Augen: „Ein Dieb will ausbrechen? Dürfen wir den sehen???“

Auf einem Weihnachtsmarkt sehen wir einen Ständer mit lustigen Sonnenbrillen. Wir probieren ein paar aus und gucken uns im Spiegel an. Als Emilian gerade gucken will, dreht Liam den Ständer weiter und der Spiegel ist weg. Emilian sagt: „Ich hab mein Gesicht verloren.“

Am Morgen zieht Emilian Liam den Schlafsack aus. Als sie nicht weiterkommen, ruft Emilian:
„Weißt du, Mama, unser Liam ist mit den Armen steckengeblieben!“

 

Habt einen schönen Silvester-Abend, passt auf euch auf und wir lesen uns dann im nächsten Jahr!

 

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