12 von 12 im Januar

12. Januar 2023

Am 12. eines Monats mache ich 12 Fotos über den Tag verteilt und erzähle euch davon.

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Mein Wecker klingelt um 05:15 Uhr zum Morgengebet. Ich habe 3 intensive Arbeitstage + 2 sehr intensiven Mütterpflege-Fortbildungstagen hinter mir – vor mir liegen 2 intensive Kindergarten-Fortbildungstage. Ich bin gerade einfach müde und mein Kopf ist voll.

Obwohl ich das Morgengebet manchmal gern auslassen würde, weiß ich doch, dass mir die Zeit mit anderen Freunden aus der Kirche gut tut – und dass ich dann um 06:30 Uhr sowieso aufstehen muss.

Nach dem Morgengebet gehe ich in die Küche, um Frühstück und Brotboxen vorzubereiten. Der Große kommt allein runter und plumpst an den Küchentisch. Er hat gestern mit Papa ganz kreativ sein Zimmer umgeräumt und das gefällt und tut ihm richtig gut. Das scheint irgendwie ein Wohlfühl-Ding im Winter bei uns zu sein. Die beiden jüngeren Kinder waren nicht so zufrieden mit ihrem Zimmer, ich hab im letzten Beitrag davon geschrieben. Am Montag habe ich dann 3 Stunden in ihrem Zimmer geräumt. Jetzt haben sie ein geteiltes Zimmer mit dem Hochbett in der Mitte und rechts und links ihren Bereichen. Auch der Große hat nun umgeräumt und sich neue Ecken geschaffen. Für die Winterzeit, wenn wir uns viel im Haus aufhalten, finde ich das so schön. Diese grauen kalten Januar-Tage sind eine alljährliche Herausforderung. Seit heute stehen endlich Tulpen bei uns!

Im Zuge der Zimmer-Umräumung ist auch dieser „Bildschirm“ aus zwei Magnettafeln entstanden, auf dem die beiden Jungs in ihrem Hochbett „selbstgemacht“ Fußball gucken.

Der Mittlere steht dann auf. Der Große stellt fest, dass er vergessen hat, seine Fahrradlampen aufzuladen. Weil der Mittlere später fahren muss und es dann heller sein wird, tauschen sie ihre Lampen. Als der Große unterwegs zur Schule ist, lege ich mich noch kurz auf die Couch, bis der Kleine dazu kommt. Ich wecke den Mann, ziehe mich an, mache noch eine Waschmaschine an und plane sie so, dass sie fertig ist, wenn ich nachhause komme und fahre mit dem Rad zur Arbeit. Ich freue mich sehr über einen schönen Sonnenaufgangs-Himmel!

Eine Team-Fortbildung mit dem Thema Trauma-Fachberatung, Stressbewältigung und Familienaufstellung – in Zusammenhang mit der Arbeit im Kindergarten mit verhaltensauffälligen Kindern wartet auf uns. Nach der Fülle der letzten Tage habe ich gefühlt keine Kraft für so viel Tiefe – aber der erste Tag überrascht mich und ich bin begeistert, wie gut die Seminarleiterin uns führt und wie unglaublich viel wir für uns persönlich und unsere Arbeit lernen. Große Empfehlung!! (Werbelink) In der Mittagspause habe ich mich mit einer Kollegin dahin gesetzt, wo wir sonst mit den Kindern ausruhen.

Noch voller und erfüllter komme ich nach 15:00 Uhr nachhause und muss erstmal mit meinem Mann reden. Für mich und erst Recht für ihn sind das keine neuen Themen – vieles davon gehört zu seinen täglichen Aufgaben im Beruf… aber das so im Zusammenhang mit den Kolleginnen und diesen Kindern zu sehen, berührt mich ganz neu.

Ich hänge die Wäsche auf, die bereits fertig gewaschen auf mich wartet und gehe dann nach draußen. Der Kleine ist mit einem Kita-Freund mit nachhause gegangen und ich habe ihm versprochen, dass ich nach der Arbeit komme und noch ein bißchen mit der Mama rede und bei ihm bin. Er ist nicht so gern ohne uns bei anderen Familien zuhause.

An der Tür empfängt er mich schon mit einem müden weinerlichen Gesicht und er zieht sich sofort die Schuhe an. Ich setze mich also nicht mit der Mama ins Wohnzimmer, sondern gehe gleich mit dem Kleinen nachhause. Nach einem vollen Kita-Tag ist das auch okay.

Dann sind wir alle zuhause und wuseln vor uns hin. Aufräumen. Essen machen. Reden. Lesen. Spielen. Hausaufgaben. Pause. Immerzu gibt es gedörrte Obst-Chips bei uns.

Als der Mittlere zum Kickboxen-Training geht, stecke ich den Kleinen in die Badewanne und der Große kommt mit einem Französisch-Test um die Ecke. Wir überlegen, wie er am besten lernen und sich Dinge merken kann. Kann man ja immer mal gebrauchen.. Bevor ich den Kleinen aus der Wanne hole, halte ich meine kalten Füße noch schnell ins Wasser.

Der Sohn kommt vom Training zurück und wir essen Abendessen und Bananenbrot, von den Kindern gebacken. Dann schicken wir die beiden Großen nochmal schnell zum Einkaufen. Sie bringen mir den Strauß Tulpen mit! Als ich das Bananenbrot fotografiere, möchte der Jüngste, dass ich auch seinen selbstgemachten Ton-Ball aus dem Kindergarten fotografiere.

Wir Eltern haben am Abend jeweils beide einen Termin und haben es daher ein bißchen eilig. Die Jungs hören noch ein Hörspiel und machen sich schonmal fertig zum Schlafen. Der Mann geht dann zu seinem Termin, ich bekomme Besuch und schreibe nach dem Treffen noch schnell diesen Beitrag fertig. Auf der einen Seite im Wohnzimmer stehen noch Tulpen, auf der anderen ist es irgendwie noch sehr weihnachtlich. Gerade finde ich beides schön.

Noch ein langer Tag – und dann ist endlich Wochenende!
Mehr Fotos und Berichte von diesem Tag könnt ihr wie immer hier (Werbelink) lesen.

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