12 von 12 im August

12. August 2019

Das Wochenende war so unglaublich schön und voll – und alle Schönheit und Fülle hat sich heute in diesem einen Montag wiedergefunden.

Kurzer Rückblick:
Freitag: Entbindungstermin „meiner“ Schwangeren und höchste Rufbereitschaft. Dachten wir. Am Morgen haben wir feierlich unser MOPS Jahr 2019/2020 gestartet. Es war voll! Viele neue Mamas und viel Dankbarkeit fürs letzte Jahr.

In der Mittagspause habe ich einen Kuchen gebacken. Meine Schwester hat Jari abgeholt, um einen Tag lang mit ihm Bus und Bahn zu fahren, bevor er in die Kita kommt. Mehr Freude kannste ihm nich machen. Für Papa und Sohn ging es zum Musikunterricht. Für mich abends weiter zur jährlichen Kleidertauschparty. Ein sehr fröhlicher und sehr langer Abend.

Samstag: Gegen 1:00 Uhr lag ich erst im Bett.. hab leider vergessen, dass ich am nächsten Morgen um 9:00 Uhr mit dem Zweitklässler zur Einschulung und Kuchenverkauf an der Schule sein soll. Also schnell schlafen!
8:45 Uhr hab ich das Kind zur Klasse gebracht, die Theater bei der für die Einschulung macht. Dann stand ich bis nach 13:00 Uhr am Kuchenverkauf und habe es geliebt, die neuen Familien zu beobachten, willkommen zu heißen und feiern zu sehen.
Zuhause gibt es ein schnelles Mittag. Weiter höchste Baby-Rufbereitschaft. Mit dem Mittleren fahre ich schnell als Überraschung zu einer Einschulungsfeier, weil sein bester Freund endlich in die Schule kommt.
Am Abend kommt der Opa zum Babysitten und wir ziehen uns schick an und fahren zu einem Restaurant am See, weil meine Schwägerin+Schwager ihre Geburtstage feiern. Es wird ein langer schöner Sommerabend mit Freunden.

Sonntag: Mit dem großen Sohn besuche ich um 9:00 Uhr den Gottesdienst einer anderen Kirche, weil das Baby einer befreundeten Familie gesegnet wird. Kurz vor Ende des Gottesdienstes verlassen wir fluchtartig die Kirche, weil meine Schwangere anruft. Wir fahren weiter zu unserem Gottesdienst, der 11:00 Uhr beginnt. Zum ersten Mal sind alle drei Kinder selbständig im Kinderprogramm und ich genieße die Ruhe.
Eine Stunde später bin ich unterwegs in den Kreißsaal. Blitzschnell und traumhaft schön wird ein neues kleines Baby geboren. Am späten Nachmittag holt mich mein Mann ab, wir sitzen bei Freunden im Garten und ich bin wie im Glücks-Rausch über diese ganze Doula-Sache in meinem Leben. Und wie gut sich dieses süße Baby an dem Wochenende genau den richtigen Zeitpunkt ausgesucht hat.
Mein Mann hat nämlich später noch einen Termin und ich verbringe den Abend mit den Kindern. Der Mann kommt ungefähr 19:30 Uhr zurück, er hilft, die Kinder ins Bett zu bringen. Jari jammert, er hat Mittagsschlaf gemacht und ist zu wach – also kuschelt er bei uns auf der Couch. Wir sind so müde. Eine liebe Freundin steht plötzlich vor der Tür und bringt was vorbei. Wir quatschen kurz in der Küche. Als Jari müde wird, bringen wir ihn hoch und ich falle einfach ins Bett.

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Der 12. August

Die Rufbereitschaft ist beendet, ich schlafe tief und fest und freue mich auf einen richtig vollen, aber schönen Tag!

Zu fünft stehen wir gegen 6:30 Uhr auf. Ich mache Brotdosen und unzählige Frühstücks-Toasts fertig. Wenn ich am Morgen kurz Ruhe brauche, gehe ich in den Garten und gieße die Pflanzen.

Mein Mann geht zum Bus. Mit allen Kindern laufe ich zur Schule, das Abgeben klappt jeden Tag etwas besser und schneller.

Mit dem Jüngsten auf dem Fahrrad geht es weiter zum Kinderarzt. Ich hab die ärztliche Bescheinigung für die Kita verpeilt, also muss es heut um 8:30 Uhr sein. Eine gute Gesundheit wird ihm bescheinigt, er kriegt noch eine Impfung, die wir auch vergessen haben und ist ganz schön erschrocken. (Lasst eure Kinder impfen! Sowieso – aber bevor sie zu alt sind!) Ich hoffe, er wird ab jetzt weder die Kinderärztin noch die Kita mit diesem Pieks in Verbindung bringen. Als Trost / Ablenkung gehen wir was Schönes einkaufen.

Zuhause packe ich schnell ein paar Dinge ein, denn heute ist der erste Kita-Tag! Ich müsste das alles nicht am ersten Tag mitbringen, aber es hilft Jari, wenn irgendwas Symbolisches „für die Kita“ gepackt wird. Ich beschrifte Klamotten und lese teilweise blass noch die Namen beider Brüder…

Wir packen Zahnbürste, Wechselkleidung, Taschentücher, Hausschuhe… ein und ziehen fröhlich los. Wir drehen um, weil plötzlich die Windel voll ist. Wir wickeln und ziehen ein zweites Mal fröhlich los.

Er rennt!
Ich bin so glücklich. Die beiden Großen waren 3 1/2 zur Eingewöhnung.. der Kleine ist 2 1/2. Er ist eine Mischung aus beiden Brüdern und eine eigene Type. Er ist mutig und schlau und viel zu witzig und süß. Wir kennen die Kita seit 6 Jahren, die Erzieherinnen warten seit 2 Jahren auf ihn… alles wird gut.

Kurz nach 10:00 Uhr sind wir da. Jari darf spielen und gucken, er darf mit am Tisch sitzen und frühstücken. Er guckt immer mal, wo ich bin, aber er vergisst es auch und spielt los. Ich bekomme einen Stuhl und einen Kaffee und rede ein bißchen mit den Erzieherinnen. Sie sind entzückt von dem kleinen blonden Jungen und müssen, wie ich, immer wieder an seinen großen Bruder und die Eingewöhnung 2013 denken.

Jari sieht zu, wie seine Fotos in Bad und Garderobe verteilt werden und darf seine Sachen packen. Als er seinen leeren Zahnputzbecher sieht, flitzt er in die Garderobe, um gleich eine neue Zahnbürste auszupacken. Das geht gut los! Gegen 11:00 Uhr ist es schon wieder vorbei und wir gehen zur Belohnung ein Eis essen! Er ist stolz, aber auch ein bißchen schlapp.

Meine Schwägerin kommt vorbei, weil sie eine Pause zwischen zwei Terminen in der Nähe hat. Sie trinkt Kaffee und setzt sich auf der Terrasse in die Sonne. Ich mache einen Nudelsalat von gestern fertig. In unserer Kirche ist es inzwischen ein festes Ritual, dass wir frische Mamas verwöhnen und ihnen in den ersten Wochen das Essen ans Bett bringen. Ich packe also Nudelsalat, HotDog-Zutaten (das hat die liebe Freundin nämlich gestern Abend gebracht), Donuts und einen Blumenstrauß zusammen und besuche gegen 13:00 Uhr kurz die Familie mit Baby.

Weiter geht es zu den Schulkindern – und das Kita-Kind ist weg…

Wir bringen die Schultaschen nachhause und ruhen uns kurz aus, meine Schwägerin ist inzwischen weiter zum nächsten Termin gefahren. Wir setzen uns ins Auto und fahren um 15:00 Uhr weiter in die Kirche. Ich möchte die Reste der Kleidertauschparty aufräumen, damit sie nicht im Weg stehen. Ein paar Tage nach der Party kommen immer nochmal Freundinnen zum Gucken – sogar heute habe ich noch bestimmt 10 Kleidungsstücke gefunden! Die Säcke, die übrig bleiben, spenden wir an einen Verein, der sich in Berlin um Frauen kümmert, denen es nicht so gut geht.

Mein Mann ist von der Arbeit gekommen und wir fahren zusammen zu seinen Eltern, um den Abend zusammen zu verbringen. Einen kleinen Strauß aus dem Garten bringe ich mit.

Die Eltern verwöhnen uns mit gutem Essen. Draussen im Garten sind die Kinder fast unheimlich glücklich und ausgelassen. Sie bringen Pflaumen vom Baum und spielen mit ferngesteuerten Autos.
Später machen wir zusammen einen Spaziergang in der Abendsonne. Was für ein schönes Ende an diesem vollen Tag!

Ich werde mich jetzt in die 12von12-Liste eintragen, den Joghurt-Maker anstellen, damit wir morgen frischen Joghurt haben und ins Bett fallen.

Ich bin so gespannt auf die nächsten Tage!

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