mamasbusiness

papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Happy and Fit!

Ich schrieb euch ja, dass ich mit Shred erstmal aufhöre und aber weiter Sport machen möchte.
Shred war echt effektiv, vor allem meine Beine haben ordentlich was abgekriegt. Aber es ist nicht jedermanns Sache, 10 Tage hintereinander für 20 Minuten zu ackern. Shred ist wirklich Arbeit! Jillian ist trainiert, sie ist flink und streng.. so streng, wie eben ein YouTube-Video sein kann, das man jederzeit stoppen oder abbrechen kann…

Jillian Michaels

„Wenn du nicht kotzt, in Ohmacht fällst oder stirbst: Mach weiter“

Ein Applaus an euch alle, die ihr mit mir geshreddet habt! YEAH! Danke.

Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist…. aber ich stelle leider fest, dass mein Körper nicht so bleibt, wie er nach den 30 Tagen Shred war. Ja, tatsächlich. So ist das wohl, wenn man in wenigen Tagen 30 wird. Seufz.
Ich wollte die Zeit, in der mein Mann nicht da ist, wieder mehr für Sport nutzen. Ich möchte fit sein. Ich möchte, dass es meinem Rücken gut geht. Ich möchte mir gefallen. Und ja, ich möchte im Sommer nicht so aussehen, als wäre ich 10 Monate in Amerika gewesen und hätte Burger und FrozenYogurt gegessen. Wer sagt denn sowas??

Ich weiß, dass der Schlüssel zur guten Figur auch die Ernährung ist. Kohlenhydrate sind so Sachen, die nicht viel Gutes im Sinn haben. Da übe ich aber noch, denn wenn Nudeln, Kartoffeln, Brot, Kekse und Kuchen wegfallen, bleibt nicht mehr viel übrig. Das machen die Frauen hier in Orange County gut. „Carbs“ gibt es nur zu besonderen Anlässen…

Wie auch immer.
Ich habe für mich festgestellt, dass YouTube-Videos mein Sport sind! Ich brauche keine teuren Geräte, ich muss mich nicht zum Joggen rausquälen und ich bezahle für kein Fitness-Studio. Ich brauche Disziplin. Und Internet. Letzteres ist vorhanden. Ersteres muss ich aktivieren, aber mit einem Ziel vor Augen und einem Tritt in den Hintern funktioniert das bei mir. Und falls ihr denkt, ich mach das still und heimlich? Falsch gedacht! Ich werde euch schön von meinen Plänen und Erfolgen berichten, alles für euch verlinken und das ein oder andere schlechte Gewissen verursachen! Hopp Hopp, Mädels, der Frühling kommt! Sommerkörper werden im Winter gemacht!

 

Auf YouTube gibt es unzählige Fitness-Videos.
Es gibt die, in denen zu viel gelabert wird. Es gibt die, die ich beim Blick auf den Trainer sofort abschalte. Es gibt die, die 50 Minuten lang sind. Es gibt die, die einfach nicht meiner Vorstellung von „Workout“ entsprechen. Und es gibt die, die echt komisch und verrückt sind.

Gestern habe ich zwei Videos gefunden, die mir sofort gut gefallen haben. Sie gehören zu einem Channel, der „HappyAndFitFitness“ heißt. Und dieser Channel ist echt toll! Umfangreich, herausfordernd und vielversprechend. Es gibt Videos zu verschiedenen Themen und es gibt auch Programme über 4 Wochen zum Beispiel, bei denen zu jedem Tag ein neues Video gehört.

Happy and Fit

Weil ich mich fast in diesem Kanal verloren habe, wie es so schön heißt: „Ich sammele Fitness-Videos auf meinem Computer, während ich auf der Couch sitze und Schokolade esse…“, hab ich einfach aufgehört, zu suchen und mir zwei Videos für meine Abende ausgesucht. Beide Videos trainieren Bauch, Beine, Po. Eins ist 15 Minuten und eins 19 Minuten lang.

Darum mag ich die Videos:

– Beide Damen, Lenka und Corinna, sind sehr sympathisch.
– Die Trainerinnen sprechen deutsch.
– Sie trainieren im Wohnzimmer (wie ich :) )
– Sie reden sehr angenehm, fast Therapeuten-mäßig, und nicht zu viel.
– Die Damen schnaufen und schwitzen und wirken daher nicht so übernatürlich für mich.
– Es gibt Entspannungsübungen zwischendurch!
– Ich bin nicht völlig ausser Atem und am Ende meiner Kräfte.
– Ich habe bereits an Tag 2 ordentlich Muskelkater und ein gutes Gefühl.

Los geht’s, Freunde!

 

 

Mit diesem Video fange ich an:

 

Und danach kommt das:

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Szenen aus unserem Alltag 9

Der November ist busy.
Termine, Veranstaltungen, Feiertage…
Viele reden davon, im Dezember alles ruhiger angehen zu lassen. Ich hoffe, das wird so sein, denn das wäre eine gute Erklärung für den Stress, den wir jetzt so haben..

 

* Immer wieder stellt uns die Tatsache, dass wir nur ein Auto haben, vor eine große logistische Herausforderung. Wie. mich. das. nervt. Kein Vergleich zu Berlin. Manchmal denke ich, je länger ich hier bin, desto mehr zieht es mich wieder nachhause. Ich KANN hier nicht leben! Aber dann gibt es Frauen, die mir schreiben: „Du bist the sweetest person, die ich je getroffen habe. – Ich bewundere dein Vertrauen in Gott. – Du darfst nicht wieder gehen. – Ich bin so froh, dich getroffen zu haben…“ Der Abschied wird mir schwer fallen, weil es ein anderer Abschied, als im Mai in Berlin seind wird. Wie gut, dass es heutzutage gute Möglichkeiten gibt, um in Kontakt zu bleiben.

 

* Vor zwei Wochen fiel Liam in der Kirche von einer kleinen Mauer und es gab einen dumpfen Schlag. Er weinte sehr. Ich nahm ihn hoch und tröstete ihn. Eine Frau kam ganz aufgeregt an und sagte: „Ich hab das Geräusch eben gehört, soll ich jemand rufen?“ Ich versicherte ihr, dass alles okay sei. Jedenfalls hoffte ich das. Bis jetzt ist noch nie etwas ernstes passiert. Ich dachte über die Worte der Frau nach und fragte mich, wen sie hätte rufen wollen. Meinen Mann? Den Krankenwagen? Das Erste-Hilfe-Team der Kirche? (Gibt es sowas?)
Ich bin Gott so dankbar, dass wir hier noch nicht einmal ärztliche Hilfe brauchten. Ich habe mir aus Deutschland Biotin-Tabletten gegen Haarausfall mitbringen lassen und habe vielleicht eine oder zwei Kopfschmerztabletten in der Zeit genommen. (Eine davon, als ich in Deutschland zur Hochzeit war und äh.. wenig Schlaf hatte.) Manchmal denke ich, dass ich gern mal wieder zum Zahn-, Frauen- oder Kinderarzt gehen würde.. nur kurz, um zu sehen, ob alles gut ist. Noch 4 Monate.

 

* Ich war mit Emilian unterwegs und ging ganz schnell in einen Laden, um Milch zu kaufen. An der Kasse stellte ich mich hinter einer älteren Dame an. Sie drehte sich zu mir um und … raunzte mich fast an: „Geh vor! Du hast ein Kind!“ (Nicht etwa: Du hast nur eine Milch.) Als ich mich vor und nochmal nach dem Bezahlen bei ihr bedankte, guckte sie nicht viel freundlicher und sagte: „Do the same to others.“ (Mach es bei anderen auch so) Ich weiß nicht, warum, aber sie kam mir so.. deutsch vor.

 

* Wieder eine tiefgängige Frage von Emilian während einer Autofahrt:
„Mama, warum haben Männer auch Haare an den Augen? In den Filmen haben nur die Frauen da Haare. Minnie Maus und Daisy haben welche und Micky Maus und Donald nicht…“

 

* Während der Sommerbibelschule im Juni war Jana Alayra die Sängerin für die Kinder. Ich habe bestimmt davon erzählt. Sie singt und tanzt und rockt vor tausenden von Kindern. Auch meine Jungs haben immer mal wieder ihre Zeilen gesummt und die Bewegungen dazu gemacht. Meine Freude war sehr groß, als es hieß, dass diese Jana eine unserer MOPS-Speakerin sein würde.
Auch die Mütter, die sie in den vergangenen Jahren bei MOPS gehört hatten, freuten sich sehr, unsere Tisch-Leiterin schrieb, sie würde eine extra Packung Taschentücher mitbringen… Ich war sehr gespannt.
Jana ist eine sehr sehr sympatische Frau, die locker-flockig von der Bühne redet und uns viel zum Lachen gebracht hat. Sie hat vier Töchter am Ende der Teenager-Zeit und konnte mit viel Humor über die Zeiten reden, in denen wir MOPS-Mütter stecken. Immer wieder erwähnte sie, wie schnell diese Jahre vorbei sein würden und dass sie es vermisst, auf die nackten Babypopos ihrer Töchter zu klatschen und an ihren kleinen Füßen zu riechen. (Schon im Alter von 5 Jahren rochen diese Füße nämlich gar nicht mehr gut, sagte sie kichernd)
Ich bin nicht so eine Frau, die in aller Öffentlichkeit ihre Tränen fließen lässt. Gar nicht. Aber wenn ich so eine wäre, dann würde ich das an jedem Freitag Vormittag tun. Am letztem Freitag ist es mir schwer gefallen, das nicht zu tun. Zwischen den Späßen, die Jana erzählte und neben den Liedern, die sie uns sang, erzählte sie nämlich ganz nebenbei, dass ihr Mann sie wegen ihrer besten Freundin verlassen hatte, als Jana mit dem zweiten Kind schwanger war. Dass sie Haus und Hund verloren hätte. Dass sie einen neuen Mann gefunden hätte, zwei Töchter von ihm bekommen hat und dass diese zwei Töchter so anders als die ersten beiden waren. So willensstark und dickköpfig und herausfordernd. Ganz am Ende erzählte sie, dass Tochter Nummer 2 im Alter von vier Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Dass sie weiß, dass sie sie im Himmel bei Gott wiedersehen wird, aber dass sie sie an jedem Tag vermisst. Dass sie es kaum abwarten kann, sie zu sehen.. Ob sie noch wie 4 aussehen wird.. oder wie 30, so alt wäre sie jetzt? Oder ob sie beide wie 4 aussehen würden? Sie erzählte, dass sie im Himmel herumhüpfen wird und sich fragen wird: „Wo ist sie??“ Und dass sie denkt, dass ihre Tochter sie vielleicht auch am Eingang erwarten wird. –
Ja, das tut weh im Herz. Aber sie spricht mit so viel Liebe und Vergebung und Vertrauen über ihr Leben.. es ist unglaublich!

Am Ende wurden die 3- und 4jährigen Kinder von ihren Betreuern aus der Kinderbetreuung in unseren Raum gebracht und Jana sang mit den Kindern. Emilian durfte dabei sein und war so stolz. Er sagte, er wollte nicht so gern mit den anderen auf die Bühne, aber er hätte am lautesten gesungen.

Ich habe eine DVD von Jana Alayra für meine Kinder gekauft und sie damit sehr glücklich gemacht!

(Emilian ist der kleine blonde im weißen Shirt, der vor der weißen Gitarre steht und so schön mit macht!)

 

 

* Am letzten Freitag hatten mein Mann und ich ein kleines Date. Wir waren mit Freunden aus der Kirche im Kino und sind danach spontan shoppen gegangen. Wir entdeckten den Laden „TJ Maxx“, in Deutschland als „TK Maxx“ bekannt. Viele „on sale“ Produkte. Ich fand einen neuen schönen Essie Nagellack zum halben Preis und mein Mann bestand darauf, mir zwei Paar Schuhe zu kaufen. Von ungefähr 16 Paaren, die ich jetzt hier habe, ist die Hälfte davon in Amerika dazugekommen. Und ich dachte immer, ich bin nicht so eine Schuh-Frau… Ähäm.

 

* Beim Spielen wurde Emilians Spieluhr mit Saft getränkt und ich habe sie in die Waschmaschine gesteckt. Jetzt geht sie nicht mehr. Nicht, dass das ein großes Problem wäre. Er schläft seitdem halt ohne Einschlaf-Musik ein und hat nicht einmal danach gefragt. Aber… ich kann sie nicht wegschmeißen. Ich habe sie mal bei Aldi gekauft, als ich mit Emilian im 6. oder 7. Monat schwanger war. (Das war 2009!!!) Und seitdem hat er sie an je-dem Abend gehört… Nein, ich kann sie nicht wegschmeißen. (Kann ich sie reparieren?)

 

* Eine meiner deutschen Freundinnen fragte mich Anfang November, ob ich mit ihr Laternen basteln würde. Ihre Kinder sollten diese deutsche Tradition kennenlernen. Ich sollte ihr sagen, was sie dafür kaufen müsste.
Mein Mann hatte die Idee, doch auch andere Freunde mit Kindern einzuladen und ein kleines deutsches Fest zu feiern. Zwei andere Eltern sagten sofort zu und wir begannen mit der Planung. Unsere Besucherin, die gerade aus Deutschland da ist, bereitete sich darauf vor, den Kindern auf englisch die Sankt Martins Geschichte zu erzählen. Und sie übte ein paar Lieder. Ich suchte nach Ideen zum Basteln. Es musste einfach und für die Kinder machbar sein – und die Utensilien mussten erhältlich sein. Trotz eines riesigen Bastel-Angebots, welches Amerika aufweisen kann, fanden wir nicht das, was wir suchten. Amerika verkauft Bastelzeug, was einfach nur geklebt, gesteckt, hingestellt oder aufgehängt werden muss. Aber zum selber-machen gibt es wenig.
Wir kauften also große Popcorn-Becher, dünne Holzstäbe, Kleber, Draht und Aufkleber. In die Becher schnitten wir mit unseren Nagelscheren Löcher, klebten Backpapier dahinter und dekorierten die Laternen mit Aufklebern oder gepressten Blättern. Den Draht pieksten wir durch die Becher und wickelten den Stock irgendwie daran fest. Wir kauften LED-Teelichter, die meisten Kinder entschieden sich aber für ein echtes Teelicht. Das Basteln blieb (wie in Deutschland) den Mamas überlassen, die 6 Kinder klebten und wuselten durch unser Wohnzimmer, aber voller Stolz liefen sie dann mit ihren Lichtern durch die Dunkelheit. Dunkel war es, kalt nicht. Wir hatten Essen und Punsch (von IKEA) und sangen unser Lied. Die Amerikaner sangen „Laateeene, Laateeeene“ dazu.

6

 

* Wenn Liam am Morgen wach wird, was 7:30 Uhr, 8:00 Uhr oder auch mal 9:30 Uhr sein kann, wurschtelt er im Bett herum, bis er ganz da ist und dann ruft er: „Mamaaaa, pomm!“ Mal sehr ausdauernd, mal eher gelangweilt. Am letzten Samstag rief und rief er, aber es war ziemlich früh. Wir schlafen zu viert in einem Zimmer, er kann uns also sehen und ich ignorierte ihn. Emilian war schon wach und im Wohnzimmer beschäftigt. Plötzlich war Stille und ich hörte, wie er geschäftig im Bett herumwuselte. Dann hörte ich das Geräusch seines Reißverschlusses am Schlafsack. Nach einer Weile war zu hören, dass er mit aller Kraft versuchte, sich aus dem Bett und auf den Hocker vor dem Bett zu heben. Und dann, patsch patsch patsch, tapsten kleine Füße ins Wohnzimmer. Tadaaa, Liam ist kein Baby mehr.

 

* Kein Baby mehr… Liam lernt sprechen und Liam kann entscheiden und er genießt das. Alle Trotzanfälle, die normal sind und die Emilian nicht hatte, hat Liam. Zweimal. Er genießt das, mit seinen Worten und Blicken ins Familienleben einzutauchen. Der kleine König… Ab und zu ist es ihm ganz wichtig: „Liam groß! Liam nich Beebii“ zu sagen. Er weiß aber auch ganz genau, wann er eher „Baby“ sein muss, um süß gefunden zu werden und zum Ziel zu kommen. Er kämpft um seinen Nuckel. Er weiß, dass er ihn nur noch zum Schlafen bekommt.. aber das ist Liam doch egal! Wenn es ihm nach dem Nuckel gelüstet, dann würde er sogar in Kauf nehmen, dafür ins Bett gesteckt zu werden. Genauso die Windel. Er ist so stolz, wenn wir ihn loben, weil er Bescheid gesagt hat, dass die Windel voll ist. Aber wehe, es geht mal ums Töpfchen. „Liam Beebii!“ Da kommen noch Kämpfe auf uns zu! Wann hört die Trotzphase nochmal auf?

 

* Zur Zeit sind wir Sonntags an beiden Gottesdiensten in der Kirche. Wir kommen meist so gegen 8:45 Uhr an, mein Mann trifft seine Kollegen und ich gehe mit den Kindern frühstücken oder spielen. Ich hole mir einen (oder zwei) Kaffe vom Getränketisch, die Kinder einen Becher mit Milch. Wir beobachten die vielen Menschen, die zu Fuß oder mit dem Shuttle vom Parkplatz kommen. Die Kirche hat neuerdings einen eigenen bunten Zug, der die Kinder vom Parkplatz zum Kinderhaus bringt. Gegen 10:30 Uhr bereite ich sie gedanklich darauf vor, dass bald die Kinderbetreuung anfängt. Kurz vor 11:00 Uhr marschieren wir über die große Wiese zum Kinder-Gebäude, ich checke beide Jungs in ihre Gruppen ein – und dann laufe ich, den Pager (der noch nie geklingelt hat) fest in der Hand zurück über die Wiese, setze mich in den Gottesdienst – und habe FREI! Wer hätte das vor einem Monat gedacht?

 

* Am letzten Sonntag sind wir nach dem Gottesdienst nachhause gefahren. Wir waren müde und hungrig und nach dem Essen legte sich mein Mann mit Liam hin, Emilian spielte und ich schrieb einen Blog-Eintrag. Als die beiden wach wurden, spielten wir einfach, schrieben weiter und chillten einfach nur rum. Gegen Abend nahm ich Emilian mit in die Küche und schnippelte eher gelangweilt Obst und Gemüse mit ihm. Wir hatten zum Frühstück und Mittag nicht sehr gesund gegessen und so belegte ich einfach zwei Backbleche mit Melone, Möhren, Paprika, Käse, Keksen, Dip, Würstchen, Brokkoli, Tomaten und selbstgebackenem Brot. Es sah toll aus. Emilian, der geholfen hatte, so gut er konnte und der ja ein Meister der Worte ist, konnte vor Entzücken nicht an sich halten. „Mama, wie hast du dir denn sowas Tolles ausgedacht??? Liam, guck mal, wir feiern eine Party!!! – Papa, komm mal schnell und guck‘, was wir ohne dich, den Held, geschafft haben! Deine Augen würden vor Staunen rausfallen!“ … und so weiter.
Wir stellten die beiden Bleche auf den Couchtisch, holten Papa, der wirklich sehr staunte und knieten uns (Liam stand) um den kleinen Tisch. Die Kinder waren so aufgeregt, sie ließen es sich schmecken und in kurzer Zeit waren die Bleche ziemlich leer.
Für mich war das, was ja jetzt nicht die größte Kunst war, fast wie ein kleines Thanksgiving. Wir vier, gesundes buntes Essen, Musik und Lachen…

 

* Am 4. Donnerstag im November wird in Amerika „Thanksgiving“ gefeiert. Das ist ein sehr wichtiger Tag… und viel mehr weiß ich auch nicht, weil ich an diesem Tag noch nie in den USA war. In der Gemeinde wird es am nächsten Donnerstag ein großes „Thanksgiving“-Essen mit anschließendem Gottesdienst geben. Ich werde euch erzählen, wie es war.

 

* Seit heute weiß ich, dass der Freitag nach Thanksgiving „Black Friday“ heißt. Am „Black Friday“ gibt es in den Läden Sale und Prozente ohne Ende, man soll wohl besser früh aufstehen, am besten vor dem Laden campen, um etwas abzubekommen. Wie gut, dass ich das jetzt weiß. Traditionell läutet der „Black Friday“ das Familienwochenende und den Start der „Saison der Weihnachtseinkäufe“ ein. So so…

 

* Wir haben zu Anfang unseres Aufenthalts ein Paket bekommen. Das war ein Staubsauger, den ich bestellt hatte und er wurde uns vor die Tür gestellt. Bei unseren täglichen Ausflügen zum Briefkasten fragte mich Emilian einmal, warum an den unteren Fächern die Schlüssel an den Schlössern hängen würden. Und wir kamen auf folgende Lösung: Die vier unteren Fächer sind für Pakete bestimmt. Wenn wir ein Paket bekommen, legt der Postbote es in eins dieser Fächer, schließt es ab und steckt den Schlüssel in unseren Briefkasten. Und so war es dann auch. In der letzten Woche hatten wir zweimal einen kleinen Schlüssel im Briefkasten. Wir schlossen das Fach auf, nahemn unser Paket heraus und ließen den Schlüssel hängen. Eine komische Art und Weise… funktioniert aber.

Briefkasten

* In dieser Woche finden die letzten Rooted-Treffen statt. Am kommenden Freitag wird es eine große Abschluss-Celebration geben. Das Highlight jedes Rooted-Duchlaufs! Wir werden zusammen essen und feiern. Und gegen 20:00 Uhr werden wir beginnen, die Rooted-Teilnehmer, die sich das wünschen, zu taufen. Wir alle werden schwarze Kleidung tragen und die Gruppenleiter werden mit den Täuflingen in das gewärmte Aussenbecken steigen und taufen. Ich bin so gespannt!

 

* Shred… gibt es auch noch, ganz ganz hinten, irgendwo in meinem Kopf. Ab und zu sehe ich das rosa Oberteil, das in irgendeinem Schrank liegt und denke: „Ach, da war ja mal was…“ Wo die Hanteln sind, weiß ich nicht mal. Mein Mann wünscht sich, dass ich weitermache. Ich weiß nicht. Es ist ja auch so, dass wir ständig Gäste haben. Ich wollte ja mal die 30 Tage durchziehen. Und ich wollte ja vielleicht mal ein anderes Programm beginnen. Irgendwann mache ich das mal! Wer von euch macht noch mit? Vor Weihnachten wäre das doch perfekt: Ihr könnt mit gutem Gewissen naschen. Und ausserdem wird euch beim Sport schön warm. Ich hab ja gehört, es soll kalt in Deutschland sein…

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Szenen aus unserem Alltag 8

Es passiert zu viel und ich schlafe zu wenig. Und dann kommt auch der Blog zu kurz.
Ich wollte euch über alle MOPS-Themen berichten, die ich hören darf… und morgen ist schon das 4. Treffen!
Aber ich werde euch von MOPS erzählen!
Zuerst wieder ein paar Erlebnisse aus unseren vergangenen Tagen:

 

* Heute hat uns wieder Besuch aus Deutschland verlassen. Ein Ehepaar aus unserer LifeGroup zuhause hat uns im Mai mit der Ankündigung überrascht, uns zu besuchen. Und am 3. Oktober haben wir sie vom Flughafen abgeholt. Es war eine sehr angenehme Zeit. Die beiden waren viel unterwegs, aber auch in der Zeit, in der sie bei uns waren, konnten wir uns gut unterhalten, austauschen, Amerika und Deutschland vergleichen und uns besser kennenlernen. Sie hatten einen Koffer voll Geschenke für uns dabei. Danke an alle Freunde aus Berlin, die Grüße für uns mitgegeben haben!

 

Geschenke

 

* Am 8. Oktober fand die erste „Moms Night Out“ von meiner MOPS-Gruppe statt. Ich war ein bißchen unsicher, weil ich nicht wusste, wo Orange County-Ladies ausgehen, wie sie sich kleiden, was sie essen/trinken und ob sie sich von den Freitag-vormittag-Müttern unterscheiden, die ich kennengelernt habe. Es wurde ein lockerer Abend in einem Restaurant. Wir haben gut etwas teuer gespeist. Eine Mama aus Schweden und ich haben das Besteck wie Europäerinnen gehalten – die anderen eben wie Amerikanerinnen. Wir haben uns richtig gut unterhalten… nicht nur über vorgegebene Themen in wenig Zeit, wie es freitags ist. Der Reihe nach haben wir uns, die wir uns ja alle eigentlich nicht kannten, erzählt, welchen Beruf wir ausgeübt haben, bevor wir Mütter wurden und welche Träume und Ideen uns noch für die Zeit danach vorschweben.
Weil mir die Stadt in der Nacht so gut gefallen hat, habe ich meine Männer ein paar Tage später auch dahin ausgeführt. Emilian durfte in der dunklen Nacht mit Papa ein paar Runden im Riesenrad fahren und wir haben eine Eisbahn entdeckt.. noch immer sind es 25 – 30 °C hier.

 

* Je mehr ich zur Gruppe der MOPS-Mütter gehöre und je besser wir uns kennenlernen, desto mehr Unterschiede fallen mir auf. Kleine Unterschiede, aber doch machen sie, dass ich mich nicht dazugehörig oder „anders“ fühle.
Wenn wir zu hundertst im ganzen MOPS-Saal sitzen, gibt es nur ein paar Frauen neben mir, die dunkles Haar haben…
Und es gibt ZWEI andere Frauen, die eine Brille tragen. Das stört mich nicht! Ich mag meine Brillen weil ich zu blöd bin, Kontaktlinsen einzusetzen und ich werde mich hüten, mein Haar nochmal blond zu färben. Ich weiß eigentlich, dass ich schön bin. Und ich stehe zu meinem Körper, meistens. Es ist unglaublich, dass die Frauen hier mit 20, 30, 40, 50, 60 und 70 Jahren gleich aussehen!! Gleich schlank, gleich schön, gleich frisch. Man sagt, das ist hier in Orange County speziell… aber ich sehe es. Und natürlich macht das was mit mir, weil ich eine Frau bin. Mir fällt auf, wie unterschiedlich die Frauen in Deutschland aussehen.

 

* Vor ein paar Tagen habe ich zum ersten Mal in Amerika getankt.
Ich hatte mir irgendwie vorgenommen, drumherum zu kommen.
Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, wie man tankt.. aber es ist ein bißchen anders hier.
Zuerst muss man schätzen, wie viel Benzin in den Tank passt. Ich habe meinen Mann gefragt. Dann muss man wissen, wie viel Geld das ist. Ich habe meinen Mann gefragt. Der Tank war ziemlich leer und ich hatte meinen Geld-Betrag parat. (Ich habe seit Mai nicht mehr mit Karte bezahlt und das ist komisch) Ich parkte das Auto an der richtigen Säule und auch an der richtigen Seite! Dann ging ich in den Tank-Shop und sagte: „Ich möchte bitte Benzin für …$ kaufen.“ Weil es sehr warm war und man Kinder ja nicht allein im Auto lassen soll, hatte ich beide Jungs mit dabei. Ich bezahlte und ging zurück zum Auto. Das Geld war bereits „gut geschrieben“. Eine Taste zum Auswählen des Benzins musste ich noch drücken und dann lief das Benzin. Mein bezahltes Benzin machte den Tank scheinbar nicht ganz voll, also hörte es einfach auf, als mein Geld alle war. Sollte ich zuviel bezahlt haben, hätte ich dann im Anschluss nochmal (mit Kindern) in den Shop gehen und mein Restgeld abholen müssen. So ist das nämlich hier.

 

* Es ist -Überraschung- noch immer ziemlich warm hier. Weder wundert es mich, noch stört es – aber die Kalifornier sind überrascht. In einigen Läden gibt es überhaupt keine Sommerkleidung mehr zu kaufen, in anderen kostet sie fast nichts. Viele Erwachsene und Kinder tragen bereits Stiefel. Ich habe mir gestern neue Flip Flops gekauft… Weil es -Überraschung- lange nicht geregnet hat, wächst die Angst vor Waldbränden. Einige Bäume in der Stadt wurden bereits radikal beschnitten… ich kann mir vorstellen, dass sie gefährlich werden, wenn sie zu trocken sind.
In den Pool gehen wir nur noch, weil wir uns danach im heißen Whirlpool aufwärmen können. Manchmal tragen wir Jacken. Heute hat es draussen wie an einem Frühlingstag in Berlin gerochen…

 

* Wir vier sind heute morgen kurz vor 9:00 Uhr in die Gemeinde gefahren. Unsere beiden Gäste blieben noch, weil ihr Flug erst später dran war. Als wir wiederkamen, war die Wohnung aufgeräumt, der Boden war gesaugt und auf dem Tisch stand (und steht immernoch) ein großer Blumentopf und Schokolade. Wow! Das war eine tolle Überraschung! Als Liam die Geschenke auf dem Tisch sah, rief er ganz laut: „Liam Geburtstag!!!“

2014-10-16 12.31.02

 

* Liam freundet sich mit der Kinderbetreuung an. Manchmal weint er laut und herzzerreissend. Aber heute wurde er ruhig, sobald die Tür zum Raum aufging und er das Spielzeug sah. Die Betreuerin sah mich an und sagte: „He feels you.“ – „Ihm geht es gut, aber er merkt, dass es für dich schwer ist.“ Und Mist, sie hat auch noch Recht. Als wir ihn abholten, kam er auf mich zu und platzte fast vor Stolz. Er trug er seine Tasche und genoß unsere Worte des Lobes. Es tut mir so gut, ihn innerlich und äußerlich wachsen zu sehen. Meine Güte…

 

* Am Montag waren wir zu viert in einem „Discovery Science Center“. Wir hatten eine Freikarte für Emilian, Liam musste nicht bezahlen und so blieben „nur“ ungefähr 30,-$ für uns übrig. Mehr als 5 Stunden verbrachten wir dort und ich habe es genossen, Mama von zwei Söhnen zu sein! Die Jungs hatten nicht eine einzige Sekunde Langeweile! Draussen gab es einen kleinen Dinosaurier-Park, der Papa und Emilian lange beschäftigte. Mit einem „Archäologen-Stab“, der gewisse Signale von versteckten Gegenständen empfangen konnte, mussten verschiedene Knochen einzelner Tiere gefunden werden. Im Haus gab es eine „Thomas, die Eisenbahn“-Ausstellung. Stellt euch einfach 100 kleine Jungs an kleinen Eisenbahn-Tischen vor. Es gab eine Abteilung, die dem Spektrum in Berlin ähnlich ist, eine Eishockey-Ausstellung, eine Astronauten-Abteilung, natürlich eine Spooky-Halloween-Ecke, eine Recycle-Etage, einen kleinen Laden und ein Restaurant. Es war nicht zu voll und es war sowas von kindgerecht. In der Ecke, in der es um richtiges Recyclen geht, waren wir Deutschen doch sehr beeindruckt. Im Großen und Ganzen recyclen die Amerikaner nämlich nicht so… Fast gar nicht. Mit echten Einkaufswagen und einem Handscanner mussten die Kinder Dinge einkaufen (abscannen), die dann virtuell per Bildschirm in ihrem Wagen landeten. Dabei musste auf gesunde Ernährung und umweltbewusste Verpackung geachtet werden. Immerhin.

Duplo-Figuren nachbauen

Duplo Challenge

 

Eisenbahn-Paradies

Eisenbahn-Spaß

 

Im Dinosaurier-Park

Dinosaurier

DIno Puzzle

 

* Wenn ich die Kinder morgen aus der Kinderbetreuung abgeholt habe, werden wir uns mutig mitten in das Freitags-mittags-Verkehrs-Chaos stürzen und nach Los Angeles zum Flughafen fahren. Unsere liebe Lieblings-Kinder-Freundin, House-Sitterin und Garten-Helferin kommt zu uns! Für sie ist Amerika nicht fremd und ich bin gespannt, ob sie mir jetzt noch Tipps geben kann.. oder ob ich mal so tun kann, als würde ich ihr „neues Land“ vorstellen.

 

* Mit Shred habe ich erstmal bei Level 3, Tag 9 aufgehört. Mein Ziel, die 30 Tage einmal komplett ohne Pause zu schaffen, besteht noch. Ich habe bei youtube aber erstmal nach anderen Workout-Programmen von Jillian Michaels gesucht, damit ein bißchen Abwechslung ins Spiel kommt. Und es gibt tolle, herausfordernde Übungen! Jetzt habe ich aber so lange Pause gemacht, dass ich die 30 Tage vielleicht doch bald wagen möchte.

 

* Ich habe das Gefühl, dass Liam langsam Berlin vergisst. Ich würde so gern wissen, was er noch weiß. Die Personen kennt er noch. Aber als ich ihn letztens fragte, ob er sich an das Duplo in seinem Zimmer erinnern kann, kam keine Antwort. Nur ein leerer Blick. Das hat ein bißchen weh getan. Aber andererseits wird ihm alles sofort wieder bekannt vorkommen, wenn wir wieder da sind. Und an unsere Monate in Amerika wird er sich auch nicht ewig erinnern können… Als ich das bei Facebook schrieb, schrieb mir eine Freundin sofort, dass er sich aber immer an das gute Gefühl erinnern wird. Und daran, dass wir als Eltern für ihn da waren! Das hat gut getan…

 

* …mir gehen nämlich immer wieder ähnliche Gedanken durch den Kopf.
– Was muss ich unbedingt hier noch machen?
– Was brauche ich für Berlin?
– Was muss ich lernen?
– Was darf ich nicht verpassen?
Ich habe keine Antworten. Und bestimmt werde ich Dinge verpassen oder vergessen. Ob ich Entscheidungen bereue, weiß ich nicht.
Ehrlich gesagt: Ich nehme nicht an vielen Veranstaltungen teil. Ich treffe mich nicht oft mit Freunden. Ich lerne neue Leute kaum „richtig“ kennen und ich tauche nicht tief ins südkalifornische Leben ein. Es könnte sein, dass ich das bereue.
Aber: Ich habe mich dafür entschieden, weil ich möchte, dass es meinen Kindern, meiner Familie hier gut geht. Ich bin die Frau, die ihrem Mann 1o0%ig den Rücken freihält und ihm dadurch ermöglicht, sehr tief in das amerikanische Leben und vor allem in die Kirche einzutauchen. Das bedeutet, dass ich oft mit den Kindern alleine bin – mit weniger Möglichkeiten, Platz und Freunden, als in Berlin. Das bedeutet, dass ich oft nur nebenbei oder in seinen Gesprächen mit anderen erfahre, was ihn gerade beschäftigt, begeistert, herausfordert. Es kommt vor, dass ich mich dabei wie ein dummes, kleines Hausmütterchen fühle. Das bedeutet, dass ich aus Deutschland zu hören meine: „Was machst du eigentlich ausser Spielplatz und Pool?“. Und es bedeutet außerdem, dass Leute sich wundern, wo die Familie „des Deutschen“ denn eigentlich ist und ob ich nicht auch eigentlich Praktikant sein wollte.

Das ist manchmal nicht so leicht für mich. Aber ich habe mich bei vollem Bewusstsein dafür entschieden!
Ich kann kein Kaffee trinken mit den Ladies, kein „Mama-hat-Pause“-Treffen, kein „Holy Yoga-Meeting“ und kein „Prayer Circle for Moms“ hier genießen, wenn meine Kinder in einem fremden Raum von fremden Menschen betreut werden, die ich teuer dafür bezahle und die nichtmal die Sprache meiner Kinder sprechen! Ich kann meinen Sohn, der erst zweieinhalb Jahre alt ist, nicht weinend zurücklassen, nur weil ich eine Pause brauche oder in ein Leben eintauchen möchte, das meinem irgendwie so fremd ist. Das Loslassen und Abgeben fiel mir in Deutschland schon nicht leicht. Hier kommt die andere Sprache dazu, die es für Emilian nicht leicht und für Liam fast unmöglich macht, richtig anzukommen. Emilian zeigt mir nach jeder Betreuung stolz seine Bilder und Basteleien, er lächelt und ist froh.. aber er hat keine neuen, richtigen Freunde. Die Kinder wechseln oft die Gruppen und niemand spricht deutsch.
Das alles können Ausreden sein und es kann gut sein, dass ich mich hinter den Kindern verstecke… aber wir haben uns für dieses Jahr mit Kindern entschieden! Und ich möchte, dass dann unsere beiden Söhne genauso Freude an diesem Abenteuer erleben, ein Gehör für eine andere Sprache bekommen, lernen, auf vertraute Dinge zu verzichten und dafür neue, spannende Dinge kennenzulernen. Ich bin nicht gut darin, auf Kosten meiner Kinder zu genießen. Nicht hier und nicht jetzt. Ab und zu muss das sein und dann geht es – aber hier ist es anders.
Ich bin nicht die Mama, die an zwei Fronten kämpft und von Kompromissen lebt.
Ich bin die, die sich eben jetzt für eine der beiden Seiten entschieden hat.

Ich liebe die Freunde, die ich kennengelernt habe und ich genieße die Veranstaltungen, die ich besuche, sehr. Ich merke immer wieder, dass ich hier richtig bin und dass ich wichtig bin, weil ich jetzt gerade hier bin. Ich kann selbst einen Unterschied machen, weil ich anders bin. Und das tut anderen Leuten, die ich kennenlerne, gut.

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Es gibt Neuigkeiten

Jetzt endlich geht hier was los.
Ich hatte VIEL Zeit, wie kaum zuvor als Mama und vielleicht werde ich nie wieder so viel freie Zeit haben… Ich habe es genossen. Ich habe mit den Kindern ausgeschlafen, wir waren am Meer, am Pool, auf Spielplätzen, haben Buchstaben gelernt, haben versucht, in fremder Wohnung mit wenig Spielzeug klarzukommen. Ab und zu sind wir uns auf die Nerven gegangen, aber ich haben die Zeiten mit und für meine Familie genossen. Ich bin mir sicher, dass es die Kinder vorbereitet und perfekt eingewöhnt hat.

Emilian lernt gut englisch. Er hat einen unglaublichen amerikanischen Akzent und staucht uns zusammen, wenn wir ein Wort falsch aussprechen. Er fängt ganz zart und langsam an, auf Fragen von Fremden zu antworten. Ich kann nicht beschreiben, wie stolz ich bin. – Vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass ich so alt war, wie Emilian jetzt, als die Mauer in Berlin gefallen ist. Emilian ist Ende März geboren, ich Anfang April. An den Mauerfall oder gar an die Jahre davor kann ich mich nicht erinnern. Nicht! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Emilian von all‘ den Erlebnissen, die ich seit 4 1/2 Jahren mit ihm erlebe, später nichts mehr weiß! Dass er sich nicht an Amerika erinnert… Wahrscheinlich wird es aber so sein. (Es sei denn, er liest meinen Blog…) Wenn er auch alles vergessen sollte, hoffe ich, dass ihm die englische Sprache bleibt!
Er ist jetzt 4 1/2, Liam ist 2 1/2 und ein paar Tage. Unglaublich, wie groß meine Babys sind!

Liam lernt gut deutsch. Das ist genau so unglaublich für uns. Er hat über 2 Jahre nicht viel gesagt, also ist jedes Wort irgendwie neu und komisch. Wenn plötzlich ein „Nucki, oo bist uu?“ aus dem Kinderzimmer kommt, muss man schon mal nachsehen, um sicher zu sein, dass das wirklich nicht Emilian gesagt hat. Er lernt viele neue Wörter, bildet Sätze und ist jedesmal sooo stolz, wenn wir uns wundern und ihn loben. Seit seinen ersten Sekunden auf dieser Welt ziegt er so viel mehr Emotionen als Emilian. Nicht alle davon machen uns Freude, aber die Tatsache, dass er der Zweitgeborene ist, macht vieles leichter. Manchmal kann ich nicht glauben, dass tatsächlich 2 Jahre zwischen ihnen liegen. Liam macht Mittagsschlaf, Emilian nicht. Ein paar Spielzeuge oder Spiele sind extra für Emilian, aber sehr viel getrennt wird sonst nicht. Sie tauschen ab und zu sogar ihre Klamotten. Wenn Emilian sich den Finger einklemmt, pustet Liam. Wenn Emilian vom Einkaufen wiederkommt, tapst Liam ihm entgegen, streckt seine Nase an Emilians Nase und sagt: „Naaa?“. Wenn der Nuckel verschwunden ist, sucht Emilian, bis er ihn hat. Er ist es auch, der den Nuckel heimlich klaut, weil Liam ihn nur noch zum Schlafen bekommt. Ich liebe das. Deswegen wollte ich zwei Söhne bekommen.

 

Zurück zu den Neugkeiten:
Als ich ankam, sagte meine Freundin hier: „Warte nur ab bis September, dann wird deine Langeweile vorbei sein.“ Und mir scheint, sie hatte Recht.

Schon vor unserer Zeit hier war klar, dass wir uns für „rooted“ anmelden würden. Ich verlinke euch die Erklärung dazu mal hier. In unserer Kirche in Berlin fing der Kurs „rooted“ an, kurz bevor wir gingen. Mit unserer Lifegroup machten wir diese Erfahrung, aber die letzten Termine verpassten wir. Wie auch die amerikanische Kirche haben wir in Berlin den Kurs aus Kenia übersetzt. (Bevor es verwirrender wird, höre ich auf.) Weil eben „rooted“ so neu und so spannend und so vielversprechend ist, meldeten wir beide uns hier dafür an. Ich werde am Donnerstag vormittag in einer Gruppe mit anderen Frauen sein, mein Mann wird am Dienstag vormittag in einer Männer-Gruppe sein.

Am vergangenen Mittwoch war die Startveranstaltung. Meine Schwester (die inzwischen wieder in Deutschland gelandet ist) brachte die Kinder ins Bett. Mit vielen anderen Teilnehmern holten wir uns unser Buch ab, es gab Kaffee und Cookies und wir setzten uns.

rooted

Man sagt, dass es bis vor kurzem ca. 200 Anmeldungen gab. Am letzten Sonntag aber hatte der Pastor nochmal in deutlichsten Worten dazu ermutigt, nahezu gedrängt, an „rooted“ teilzunehmen. Und mit uns saßen dann 800 Menschen in diesem Raum! Ein Pastor begrüßte uns und erzählte ein paar Worte über „rooted“. Was wir in der Zeit lernen, wie „rooted“ nach Amerika kam, wie der erste Test-Durchlauf bei den Mitarbeitern ankam, dass es Hausaufgaben geben wird, dass er uns wünscht, dass wir uns auf all‘ das Neue und Komische einfach mal einlassen… Dann gingen wir in unsere Gruppen. Zu meiner Gruppe gehören 14 Frauen. Verheiratet und nicht, jung und alt, Kinder und nicht, schon mit Gott und noch nicht. Amerikaner und nicht. Mit Botox vollgespritzt und nicht. Wir haben uns einander vorgestellt, ein Kennlern-Spiel gespielt, Kontaktdaten ausgetauscht, Termine vereinbart und geklärt, wer wann ein kleines Frühstück für alle mitbringt. Die Leiterin ist eine ganz wunderbare junge Frau und ich bin sehr gespannt auf diese nächsten 10 Treffen. Einerseits denke ich: Wie soll ich das alles in englisch hinkriegen? – Dann verstehe ich aber doch mehr, als gedacht. Einerseits denke ich: Ich bin doch irgendwann wieder weg.. warum soll ich mit ihnen, warum sollen sie mit mir eine Freundschaft anfangen? – Und dann denke ich, dass es ja Internet gibt und dass man sich immer zweimal im Leben sieht. Ich bin gespannt!!

 

Der nächste neue Programmpunkt in meiner Woche heißt MOPS. In deutsch ein witziger Name, in englisch bedeutet das: „Mothers of Preschoolers“, Mütter von Kindern von 0-5. Bekannt in ganz Amerika. Meine Freundin erzählte mir von ihren MOPS-Erlebnissen und ich war sofort gefangen. Ich WILL sowas in Deutschland! In meiner Kirche!
Ich meldete mich für den wöchentlich stattfindenden Termin an und die Kinder bekamen einen Platz in der Kinderbetreuung.
Schon Tage vorher rappelte es im Email-Posteingang: „Wir freuen uns soooo, euch kennenzulernen. Bitte denkt daran, euren Kindern keine Nüsse mitzugeben, weil wir Allergiker haben. Du wirst am Tisch „Spirited“ sitzen. Und ach, wir können es kaum erwarten, euch kennenzulernen.“ (Mit dieser amerikanischen Überfreundlichkeit bin ich noch nicht ganz warm, ich nehme es ihnen erstmal ab. Meistens.) Am Morgen des Treffens bekam ich noch eine Mail, in der stand, dass alle Gegenstände der Kinder mit Namen beschriftet werden sollten. Aaaah. Rucksack, zweimal Flaschen, eine Dose Apfel, zwei Dosen Kekse.
Weil Liam hier bis jetzt nicht einmal allein in einer Kinderbetreuung geblieben war, versuchte ich, beide Jungs in eine Gruppe zu stecken. Ging aber nicht. Trotz einer Donnerstags- und einer Freitags-Gruppe gab es zu viele Anmeldungen und nicht genug Personal für die Kinderbetreuung. Emilian wurde also in seine Gruppe gebracht und freundlich willkommen geheißen. Ich bin stolz auf ihn! Ich brachte Liam in seine Gruppe für 2jährige, checkte meine Schwester als „Visitor“ (Besucher) ein und sie durfte dann bei Liam bleiben.
Ich ging eine Etage höher und spürte sofort den viel zu hohen Pegel an … Weiblichkeit. Ein Geschnatter und Gegacker. Ich mag sowas! Nur als Fremde und als Fremdsprachige musste ich damit erstmal klarkommen. Ich wurde an meinen Tisch „Spirited“ geführt. Es gab mindestens 10 Tische mit je 12 oder mehr Plätzen! Könnt ihr euch vorstellen, was da los war?
Zu jedem Tisch gehörte eine „Tisch-Leiterin“ und eine „Diskussions-Leiterin“. Und in dieser Zusammensetzung werden wir immer sitzen, wenn die MOPS sich treffen. Die Tische waren unterschiedlich, aber wunderschön dekoriert, an jedem Platz lag ein Namenskärtchen und ein kleines Geschenk.
Wir fingen an, uns vorzustellen. Name, Wohnort, wie viele Kinder. Eigentlich mag ich so ein Mama-Gequatsche nicht so, aber da nur Mütter anwesend waren, war es schon wieder bezaubernd. Mütter, Schwangere, Babys. Wir haben einfach die gleichen Freuden und Sorgen. Wir wurden herzlichst begrüßt und dann gab es ein leckeres Frühstück und heißen Kaffee! Die Kinder wurden unten versorgt. Was will eine Mama mehr???

An meinem Tisch saßen 12 oder 14 Frauen, drei davon waren nicht blond… Einige waren jünger als ich und hatten mehr Kinder, andere waren älter und hatten weniger. Mütter eben. Eine Frau kam aus Schweden und konnte endlich mal meinen Namen richtig aussprechen. Wir redeten über unsere Kinder, wie wir zu MOPS gekommen waren und wie oft wir schon teilgenommen hatten. Ein paar von uns verabredeten sich gleich zum Spielen mit den Kindern und wir planten einen Abend, an dem wir zusammen weggehen wollten. (uuuh) Dafür sollten wir in unsere Kalender gucken… Am Ende saßen alle Mamas am runden Tisch und sahen in ihre iPhones. Soweit ich sehen konnte, hatten alle ein Foto ihrer Kinder auf dem Display. So verrückt, dass es schon wieder cool ist. Wir sitzen alle im selben Boot…
Die Mitarbeiterinnen wurden vorgestellt und dann kam eine Rednerin auf die Bühne.
Das ist der Ablauf von MOPS: Ankommen, Quatschen, Frühstück. Quatschen, eine Rede zu einem Thema das Mütter interessiert, Quatschen, Kinder abholen und evtl. noch länger bleiben, um zu Quatschen. Ich liebe es!

Das Thema dieser MOPS-Treffen, die übrigens bis Dezember gehen, ist: „Be YOU bravely!“ Habe Mut, DU zu sein!
Was die Rednerin sagte, war nicht neu für mich. „Sei du. DU bist die Mama, die Gott für DEINE Kinder geschaffen hat. Du bist perfekt. Vergleich dich nicht. Richte nicht. Rechtfertige dich nicht!“ Genau das müssen Mamas und Frauen aber hören! Immer wieder. Dieser Vormittag berührte mich in jeder Hinsicht sehr, ich hatte mehrmals ein ganz kleines bißchen feuchte Augen und ich wünsche mir das auch für meine Frauen in Berlin!

Ich holte einen sehr glücklichen Emilian ab und allein die Tatsache, dass ich einen wohltuenden Vormittag hatte und dann einen glücklichen Sohn abholen kann, berührte mein Herz schon wieder. Liam war auch glücklich und zufrieden. Aber meine Schwester wird am nächsten Freitag nicht mehr da sein. Und das ist (m)ein großes Problem.

Mit einer Freundin, die die Kinderbetreuung leitet, konnte ich gut reden und eventuell kann Emilian auf Grund unser besonderen Situation mit in Liams Gruppe sein. Allerdings gehört zu Liams Gruppe eine sehr taffe Betreuerin, die mir erstmal sagte: „Die Sprache ist überhaupt kein Problem. Wir sprechen die Sprache der Liebe, das verstehen alle!“
Äh ja. Danke.
Meine Schwester erzählte, wie sehr Liam das Programm mitgemacht und genossen hatte. Jetzt bin ich sehr unsicher und werde diese Entscheidungen auch noch eine Weile vor mir herschieben. Versteht ihr das?
Bis jetzt hat Liam immer so sehr geweint, wenn wir ihn in irgendeine Betreuung gegeben haben. Und wir haben es dann jedesmal gelassen. Er kennt Kinderbetreuung nicht und er versteht kein englisch. Dennoch könnte es aber sein, dass er nach zwei schrecklichen Freitagen das Ding verstanden hat und den Spaß seines Lebens hat und wächst und vor Stolz platzt. Woher soll ich das wissen?
Ich vertraue der „Sprache der Liebe“-Erzieherin. Aber würde sie mich wirklich rufen, wenn er nicht zu weinen aufhört? Er wird mir nicht erzählen können, was er erlebt hat.

Falls wir uns entscheiden, das mit der Kinderbetreuung zu probieren, wird mein Mann ihn abgeben müssen. Denn das werde ich nicht können. Ich werde dann nicht da oben im Raum voller weiblicher, blonder Hormone sitzen können und mit anderen Frauen gackern können. Haaach.

 

Ein dritter Termin in unserer Woche wird ein 5-wöchiger Ehekurs sein, zu dem wir uns angemeldet haben.
Jetzt kommen also 10 „rooted“-Treffen, 3 Monate MOPS und 5x Ehe-Abend auf uns zu.
Entweder wird Liam danach 10 cm größer und mein kleiner BigBoy sein… oder nicht.
Ich bin sehr gespannt und werde berichten, was mein Mamaherz so durchmacht.

 

Unabhängig dieser Neuigkeiten haben wir wunderbare Wochen mit meiner Schwester erlebt. Sie kam direkt nach meiner Deutschlandreise an… wie lange das schon wieder her ist!
Wir waren zusammen in Las Vegas! Trotz langer Überlegungen und einigen Abratern von Freunden haben wir uns entschieden, nach Las Vegas zu fahren. Meine Schwester und eine Freundin aus der Gemeinde kam mit. Es war unglaublich! Wir werden bestimmt noch einmal dort sein.
Sehr früh am Morgen fuhren wir los und kamen nach 4 1/2 Stunden am Vormittag an. Las Vegas liegt in der Wüste (man sieht es sogar vom Flugzeug aus) und wir haben uns einen der heißesten Tage ausgesucht. Dennoch haben wir und auch die Kinder jede Sekunde genossen!
Weil wir nicht wussten, was uns in dem sagenumwobenden Las Vegas erwartete, suchte ich im Internet ein paar Ziele raus, die gut für Kinder und kostenlos waren. Das war perfekt. Wir fanden ein Parkhaus, in dem uns das Parken nichts kostete und liefen den Las Vegas Blvd. einmal rauf und wieder runter. Ich hatte mir Las Vegas, ehrlich gesagt, ganz anders vorgestellt. Größer, voller, verrückter, anders. Allerdings waren wir auch an einem Montag vormittag da und das erklärt vielleicht einiges. Die Stadt Las Vegas wird sicherlich groß und verrückt, da mitten in der Wüste, sein. Wir haben eben nur die paar Kilometer dieser einen Strasse geschafft. Wir haben eine Zirkusshow gesehen, Verkleidungen, Piratenboote, Wasserfälle, beeindruckende Springbrunnen, die im Takt der Musik springen, einen Flamingo-Park… ohne einen Cent dafür zu bezahlen.

Ein Beispiel der Springbrunnen am Hotel „Bellagio“
Von youtube, nicht von uns.

Wir sahen die krassesten Limousinen, die Jungs erfrischten sich an Springbrunnen, wir machten viele Fotos, aßen Eis und genossen alles. Viele Bräute, unglaubliche Reizüberflutung an Casinos und Spielgeräten – überall. Als wir gegen 20:00 Uhr wieder losfuhren, wurde deutlich, dass diese Stadt in der Nacht zu leben anfängt. Die Wärme und die Lichter machten die Stadt zu etwas total Besonderem! Wenn wir noch einmal dort hinfahren, werden wir versuchen, den Abend dort mehr zu erleben.

Wasserfall

Eiffelturm

Hotel Las Vegas

Abendlicht

Liberty

An einem anderen Tag waren wir, zum zweiten Mal mit meiner Schwester, am Strand von Laguna Beach. Weil ich am Tag zuvor mehrere Warnungen über Flutwellen per Handy erhalten habe, setzten wir uns diesmal an einen größeren, breiteren Strand. Bei unserem letzten Besuch wurden die Wellen eher zu Ebbe, diesmal kamen sie immer näher. Wir konnten kaum weit ins Wasser gehen, weil der Sog einer Welle, sowohl aus dem Meer hinaus, als auch wieder rein, nicht abzuschätzen ist. Der Lifeguard war an dem Tag gut beschäftigt. Die Kinder berührten das Wasser an diesem Tag kaum und buddelten im Sand, hörten „Benjamin Blümchen“ Geschichten vom iPhone. Obwohl wir mehrmals unsere Sachen wieder zusammenpackten und weg vom Strand zogen, schafften wir es nicht, trocken zu bleiben. Meine Schwester und ich standen im Wasser und wir ließen uns zum letzten Mal von den Wellen umspülen. Als wir uns umdrehten, um nach den Kindern zu sehen, sahen wir, dass die letzte Welle noch immer und weiter auf den Strand zurollte. Wir quietschten und rannten los – aber wir schafften es nicht mehr. Taschen, Kinderwagen und Handtücher waren klitschnass, sandig und salzig. Einzig Benjamin Blümchen ist es zu verdanken, dass Emilian mein iPhone in der Hand hielt. Es wäre sonst weggespült worden. Wir fanden alle Schuhe und bestimmt auch alle Spielzeuge und packten dann schnell unsere Sachen zusammen. Verschwitzt, salzig, sandig und noch nass zogen wir mit den beiden Kindern, einem Sonnenschirm, einer Kühlbox, einem Schwimmbrett, Buddelsachen und 3 Taschen wieder zum Auto. (Frauenpower!)

Der Weg zum Parkhaus führt an einer wunderschönen Hotelanlage vorbei. Meistens sitzen dort Menschen auf ihren Balkonen und genießen den Meerblick. Auf der Wiese stehen meist gedeckte Tische und fleißige Bedienstete (in schwarzen Anzügen, die Armen) bereiten alles für eine Feier vor. Auch, als wir diesmal dort vorbei liefen, wurde irgendein Fest vorbereitet. Wir sahen ein paar Personen auf Stühlen in einer Reihe sitzen – scheinbar warteten sie auf eine Trauung. Weil der Bräutigam schon da stand, entschieden wir uns, wenigstens auf den Einzug der Braut zu warten. Wir versteckten uns hinter einer großen Pflanze, denn hochzeitlich sahen wir nicht gerade aus. (Ich trug nichtmal eine Hose, weil ich noch nass war) Emilian hätte sich am liebsten neben den Bräutigam gestellt, um auf die Braut zu warten, aber wir pfiffen ihn zurück. Nachdem die Trauzeugen feierlich zu ihren Plätze geschritten waren, kam die Braut. Es war sehr windig und ihr Schleier wirbelte ihr um den Kopf.
Wir sahen noch ein paar Minuten zu und gingen dann zum Auto. Ich bin irgendwie froh, dass auf meiner Hochzeit keine fremden Gäste im Bikini vorbeikamen…

Laguna Beach

Wir saßen neben dem weißen Turm des Rettungsschwimmers.
Und genau bis dahin kam die letzte Welle.

Strand

Das unbeliebte Level 2 von Shred habe ich zusammen mit meiner Schwester erfolgreich beendet. Schon 2 Tage habe ich Level 3 gemacht und ich bin fasziniert, wie viel schneller die 20 Minuten vorbei sind, wenn mir die Übungen gefallen!

Wir haben jetzt noch ungefähr 10 Tage für uns und dann rücken die nächsten lieben Freunde aus Deutschland an!

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12 von 12 im September

Seit Oktober 2012 nehme ich mit ca. 200 anderen Bloggern an der Idee  „12 von 12“ teil.
Ich mag das.
Mit Handy-Erinnerung erinnere ich mich an 11. jedem Monats daran – sonst würde ich es oft vergessen.

Hier sind meine 12 Fotos vom 12. September 2014.
Zum 4. Mal aus Amerika!

 

1. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage

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2. Die „Gratis App des Tages“ ist heute ein schönes Unterwasser-Spiel für Kinder

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3. Endlich wieder Schwarzbrot dank Backmischung von IKEA

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4. Dabei höre ich Musik von zuhause

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5. Und die Kinder waren in der Zeit mit meiner Schwester am Pool

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6. Nach dem Mittag gibt es ein großes Eis, sehr zur Freude der Kinder
(Emilian freut sich! Auch, wenn es nicht so aussieht…)

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7. Mittagspause mit Essie „cute like a button“ <3

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8. Und ich habe Zeit, ein Buch über Erziehung weiterzulesen.
Ein Blog-Projekt soll daraus entstehen…

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9. Am Abend planen wir unseren nächsten Trip.
Habt ihr eine Idee, wo es hingehen soll?

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10. Emilian schnieft. Schnell machen wir Zwiebelsaft.
Ein Wundermittel.

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11. Jillian darf natürlich nicht fehlen

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12. „Beverly Hills Cop III“, spielt hier in der Nähe.
Dazu die weltbeste Guacamole von meinem Mann!

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Guten Morgen, Deutschland!

 

 

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