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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Die Überraschung

Ich habe versprochen, euch zu erzählen, was uns bei unserer Rückkehr von Korsika völlig aus den Socken gehauen hat.

Als wir zuhause ankamen, war es schon dunkel.

Ich wusste, dass in unserer Abwesenheit kurz ein paar Freunde bei uns übernachtet hatten. Ich freute mich also, in ein Haus zu kommen, das nicht zwei Wochen komplett leer gestanden hatte.

Ich wusste auch, dass meine Schwester da war. Denn ich hatte sie gebeten, auf uns zu warten, die Heizungen anzumachen, Tee zu kochen und eventuell hatte ich angedeutet, dass wir uns über eine Portion Sushi freuen würden.

Wir waren müde, stinkend, genervt und hungrig. Uns war kalt und wir wollten zurück nach Korsika. Ich jedenfalls.

Die Kinder, die natürlich immer zuerst aus dem Auto springen, ohne irgendwas mitzunehmen, waren weg, bevor ich mich richtig abschnallen konnte.
Mein Mann nahm Jari – und ich quetschte mich als Letzte zwischen den Kindersitzen hervor.

Im Garten staunte ich über die heruntergefallenen Blätter, sah unser heimeliges Haus da stehen – und dann hörte ich es schreien:

„Emilian! EMI-LI-AN!! Das ist jetzt kein Traum!
Emilian, komm! Emilian, komm!! (*Stimme überschlägt sich*)
Emilian… das ist jetzt kein Traum, das ist jetzt kein Traum.
Emilian, guck mal! Das ist jetzt kein Traum, Alter!“

Ich, noch in FlipFlops, komme als Letzte ums Haus herum geschlappt und im Lichtschein des Küchenlichtes sehe ich, dass an unserem Baum im Garten… ein Baumhaus hängt!

Und zwar nicht so ein schiefes, morsches Holzteil mit vier Brettern und acht Nägeln, sondern da oben hängt ein Ding, das locker als Designer-Wohnzimmer durchgehen kann.

Meine Schwester hockte gackernd hinter der Hecke und filmte unseren Auftritt – daher weiß ich auch genau, dass Liam wirklich so ausgeflippt ist – und auf der Aufnahme hört man dann auch irgendwann meinen Mann und mich. „Das glaub‘ ich jetzt nicht. Das glaub‘ ich jetzt nicht!!“

*****

Wir hatten uns so darauf gefreut, Jaris Blick zu sehen, wenn er sein Zuhause wieder sah. Das Unwohl-sein im Urlaub hatten wir gespürt und nun wollte ich das Wiedererkennen auch feiern. Gerade bei den Kindern so im Alter von 1 oder 2 fand ich es immer so besonders, das Nachhausekommen zu beobachten.
Und Jari hat es genossen! Natürlich. An allen Tagen seitdem sitzt er eigentlich zufrieden in irgendeiner vertrauten Ecke, klopft mit dem Schuhlöffel auf die unterste Treppenstufe, schmeißt kleine  Gummiwürfel und krabbelt ihnen hinterher oder packt seine Holzbausteine aus und ein.

Aber an dem Abend ging das erstmal unter.
Emilian war oben, bevor ich überhaupt „Baumhaus“ sagen konnte – und Liam war zu sehr damit beschäftigt, seine normale Atmung wiederzufinden. Unten am Baumhaus baumelte ganz romantisch eine Strickleiter, die aber (noch) nicht am Boden befestigt war. Liam brauchte ein bißchen Hilfe beim Klettern (Ich versuchte es auch, aber.. lassen wir das.) – und dann waren beide Jungs oben. 

Alles passierte irgendwie gleichzeitig.

Mir war kalt und ich ging rein. Wie im Rausch schlappte ich durch unsere untere Etage – und stellte fest, dass alles, wirklich jeder Raum blitzblank geputzt war!
Auf dem Wohnzimmertisch stand eine Schüssel voller toller Schätze – mit einer Danke-Karte der Schlafgäste.
Der Kühlschrank war voll! (Danke an die Schwiegermama!)
Die Böden glänzten.
Die Bäder waren geputzt.
Überhaupt funktionierten auch plötzlich Dinge wieder, deren Reparatur wir, naja.. nicht an oberster Stelle auf der Liste hatten.
Und dann dieses Baumhaus…

Irgendwann kamen die aufgedrehten Kinder rein, die wir diesmal nicht ruhig halten mussten und wir trafen uns alle am Wohnzimmertisch, um über die Sushi herzufallen.

*****

Stück für Stück erfuhren wir, was also in den vergangenen Wochen passiert war:

Es ist ja so, dass dieser Baum sich schon sehr für ein Baumhaus anbot. Und wir, mit unseren drei Söhnen, hatten gerade im letzten Sommer natürlich immer mal wieder darüber nachgedacht.
Aber Zeit und Geld… ihr kennt das.

Mein Vater, ein Konstruktionskünstler, sagte mal sowas wie, .. er hätte da schon eine Idee.. und man könnte das so und so machen… ihr müsstet nur das Holz mal besorgen… vielleicht mal zu den Geburtstagen oder so.

Und dabei war es geblieben. Dachten wir.
Bis wir aus einem zweiwöchigem Urlaub kamen und das Ding plötzlich da ist. Als Weihnachtsgeschenk für die Jungs.

Meine lieben Eltern hatten das alles lange und in aller Heimlichkeit geplant! Und wenn mein Vater irgendetwas plant, richtig mit Zahlen und Skizzen und so, dann wird das was!
Schon vor unserem Urlaub wurde der Garten und der Baum vermessen. Das waren die Besuche, bei denen wir nicht da waren und ich dachte, wir hätten uns verpasst und ich mich fragte: Warum kommen sie auf gut Glück vorbei und fragen uns nicht vorher, ob wir da sind?

Fast genau am Tag unserer Abreise haben sie begonnen – und sind bis jetzt nicht fertig geworden, wie sie sagen. Obwohl ich das schon ziemlich perfekt finde.

Mein Bruder war dabei – und während er und unser Papa da so ein geräumiges Ding samt Dach und kleinem Balkon in 2m Höhe an den Baum werkelten, hatten Mama und die Schwägerin scheinbar etwas Langeweile und putzten unser Haus.
Und ich dachte immer, mich kann man nicht überraschen…

Diesmal ahnten wir gar nichts. Nichts!
Es war nicht eine von diesen Überraschungen, wo alle Bescheid wussten und für die Kinder aber so taten, als würden sie totaaal überrascht sein.
Diesmal war alles echt.
Und Liams Schreie sprechen für sich.

*****

Das Baumhaus war am Montag scheinbar das Gesprächsthema in Schule und Kita, denn seit dem hatten wir fast ununterbrochen Gäste allen Alters zu Besuch, die sich überzeugen wollten, ob es stimmte, was die Kinder da erzählten.
„Und ihr habt wirklich nichts gewusst???“
Emilian hat am Montag morgen kurz nach 7:00 Uhr im Baumhaus gefrühstückt, die Jungs haben sich ein Korb am Seil als Transportmittel gebastelt und wäre es nicht gerade so kalt, hätten die Kinder längst da oben übernachtet.

Obwohl inzwischen eine richtige Leiter am Baum lehnt, habe ich es bis jetzt noch nicht nach oben geschafft… Das werde ich morgen nachholen.
Und ich träume schon von einer langen Wäscheleine oder Lichterkette zum Schlafzimmerfenster, von lauschigen Wein-Abenden oder abenteuerlichen Übernachtungen, von Lese-Nachmittagen und Kaffe-Pausen… in unserem Baumhaus!

*****

Meine Eltern,
ich weiß, dass ihr das lest.
Ihr seid verrückt!
Danke!!!
Ihr habt uns so überrascht und so glücklich gemacht. Die drei, oder wahrscheinlich alle fünf Enkelsöhne, werden lange, lange Freude an diesem „Abenteuerzimmer“ haben und dort geheime Gespräche führen, Hausaufgaben machen, Streiche aushecken, über Witze gackern, Eichhörnchen beobachten, Tannenzapfen runterwerfen, Eis essen und sich so groß und frei fühlen.
Danke!

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Die neusten Kindersprüche

Ich grüße euch aus dem frühlingshaften Berlin!

Es ist kühl, fast kalt, aber die Sonne gewinnt an Kraft! Zum Geburtstag meiner Tante haben wir den 20. April traditionell im Britzer Garten verbracht. Ich liebe es! Die Tulpen-Pracht, das frischeste Grün, weiße Wattewolken am hellblauen Frühlingshimmel, Sonnenspiegel im Wasser und Entenbabys… Auf meiner Hand!

Mein Großer war zwischendurch mit meinem Handy verschwunden, um sozusagen Dokumentationsvideos zu drehen. Sehr cool. Aber leider war genau dann der Akku alle, als die Entenbabys kamen. Wir waren von den zehn fiepsigen Babys so fasziniert, dass wir nichtmal bemerkten, wie eine dicke Krähe auf dem Bollerwagen landete und mit einer kompletten! Laugenbrezel wegflog. Hallo?

Emilian hat heute ein neues Fahrrad mit Gangschaltung von Opa bekommen und durfte gleich mal Probefahren. Zum Britzer Garten. 11 km! Elf! Ich bin ganz stolz – auf Papa und Sohn.

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Nun aber zu den Kindersprüchen.
Die gibt es und wird es immer geben.

Von „Mama, ich möchte eigentlich gern mit dir kuscheln.“ von Emilian, bis hin zum gebrüllten „Ich puller dich gleich an!!!“ von Liam ist hier alles am Start. Es wird nicht langweilig.

 

Emilian blättert im Jako-o Katalog und sieht Spielzeug an. Liam kommt dazu: „Ich möchte auch ein Wunschbuch.“

Ich gehe mit Liam zu Aldi, um Brot zu kaufen. Von Lidl weiß er, dass wir Brot dort schneiden können.
Er flitzt durch Aldi und ruft: „Kaufen wir ein Hackbrot? Wo ist hier die Brothacke?“

Mein Bruder fragt Liam zum Geburstag: „Mensch, wie alt bist du denn jetzt?“
Liam: „Ich muss mal überlegen, 4 oder 7.“

Liam fährt ganz stolz zur Probe mit Emilians Fahrrad. Er fährt und fährt und sagt: „Krass, wenn S. (seine Tante) mein Geschäft sehen könnte!“

Nach dem ersten Arbeitstag komme ich nachhause.
Liam fragt: „Und wo ist jetzt dein Geld??“

Ich bin mit Liam bei dm – und plötzlich muss er dringend auf die Toilette. Weil ich weder Zeit noch eine Toilette habe, mache ich ihm am Wickeltisch eine Windel um. Er tut, als hätte er noch nie eine Windel aus der Nähe gesehen und fragt: „Wie kommt das in die Windel? Da ist doch noch ein Schlüppi…“

Liam stellt fest, dass er viele Buchstaben gelernt hat:
„Jetzt muss ich nur noch Dilaffe lernen.
Und Lutsche lunter lutschen.“

Liam setzt sich eine Brille ganz vorn auf die Nase.
„Jetzt bin ich ein Kinderarzt.“

Am Geburtstag fragt Oma Liam am Telefon: „Na, stehen auf deinem Tisch schöne Geschenke?“
Er guckt um die Ecke.
„Nein, die liegen alle…“

Liam guckt die Geburtstagsfotos an, die ich aus seinen Jahren aufgeklebt habe.
Er zeigt auf eins: „Ich glaube, das ist mir.“

Genau wie Emilian in dem Alter hatte Liam eine Phase, in der er mit zitternder Stimme fragt, wann wir sterben, und wie sich das anfühlt.
Nachdem wir geredet hatten, betete er:
„Danke Gott, dass wir nicht wissen, wann wir sterben und dass es gut bei dir ist und dass wir dann nicht mehr beten müssen, sondern nur die anderen.“

Ich mache mir eine Eisen-Trinktablette. Emilian kostet mal und ich frage: „Findest du auch, dass die nach Eisen schmeckt?“
Er sagt: „Ich weiß eigentlich gar nicht, wie Eisen schmeckt..“

Beide Jungs waren ganz aufgeregt über einen Geldschein, den sie von der Ur-Oma zum Geburtstag bekommen haben und Liam hat immer wieder gesagt: „Wo ist mein Zettel? Mama, du darfst nicht mein Zettel wegnehmen!!“

Wir erzählen den Jungs, dass sie am Samstag mit Papa und Opa zum Speedwayrennen gehen. Sie kennen ähnliche Videos von youtube, die sie mit Opa im Wohnzimmer gucken.
„Ihr sitzt dann da und guckt in echt zu“.
Liam: „Hä? Wir können doch nicht das Sofa mitnehmen“.

Liam möchte kleine Kartenspiele verkaufen und baut sie auf dem Wäscheständer auf.. Er bittet mich, bei ihm einzukaufen.
Ich lege die Wäsche zusammen und vertröste ihn auf später. „Willst du nicht spielen?“, frage ich.
Ganz entrüstet sagt er: „Hast du schonmal einen Verkäufer gesehen, der spielt???“

Liam erzählt vor sich hin:
„Ich bin nicht erwachsnen. Zuerst hab ich geborn, dann war ich Bibi, dann war ich Kind und dann war ich Junge und dann muss ich noch in die Uni und in die Schule und dann bin ich erwachsnen.“

 

Okay, das waren eigentlich nur Liams Sprüche.
Egal, muss auch mal sein…

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12 von 12 im April

Gestern und heute Morgen hatte ich mal keine Lust, in diesem Monat wieder bei den 12 von 12 mitzumachen. Der Akku meiner Kamera war fast leer und es war Samstag und irgendwie… ach ja.

Ich war mit einer Freundin im Britzer Garten verabredet. Und ich hatte die Kamera mit frischem Akku dann doch dabei. Seht, was draus geworden ist…

Ein bißchen viel Natur heute.. aber schön.
Die Freundin ist meine liebste Jugendfreundin – wir kennen uns länger als 10 Jahre.
Jetzt haben wir zusammen vier Söhne. 1, 2, 3 und 4 Jahre alt. Irgendwie unglaublich.
Also waren wir zwei Mamas heute draussen, in Berlin, unterwegs.
Die Sonne schien so, wie es im Frühling sein muss. Und es war einfach wunderschön!

 

1. In 7 Stunden kommt man da gut rum…

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2. Die ersten Tulpen sind da!

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3. Mutti uff’n Spielplatz

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4. Emilians Übersetzung:
„Achtung! Kröten! Lebensgefahr!“

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5. Frisches Grün

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6. Junge, dreh‘ dich! Junge, dreh‘ dich…

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7. Naturbursche

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8. Auch ein Bursche…

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9. Wie im Traum.

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10. Und ich musste dann den Nuckel aus’m Teich fischen…

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11. Die beiden Kleinen

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12. Das Beste kommt zum Schluss!

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Auf der „12 von 12“-Liste bin ich Nummer 139.
Viel Spaß beim Stöbern!

 

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Kinder-Kleidung

Ein Bereich, der mich als Mutter schon lange, schon immer eigentlich, unter Druck setzt, stresst und herausfordert, sind die Klamotten. Und das kann kein Mensch, der nicht Mutter ist, verstehen. Warum habe ich noch nie darüber geschrieben?

Ich möchte, dass meine Kinder ordentlich angezogen sind. Und das sind sie auch. Fast immer. Ausser, es ist ein Gammel-Tag, der Papa hat sie angezogen, oder Emilian sucht sich schonmal ein Teil selbst aus. Mir ist wichtig, dass sie farblich und im Stil einigermaßen passend angezogen sind. Es muss keine Markenware sein, oh nein! Dagegen wehre ich mich, denn die Kleidung passt oft viel zu wenige Tage, um sich dafür in Unkosten zu stürzen. Sowas lasse ich uns lieber schenken.

Und ich sage euch: Meine Kinder brauchen deutlich weniger Kleidung, als ich vorher dachte, als wir besitzen, als es käuflich zu erwerben gäbe. Ich ziehe ihnen nicht täglich neue Klamotten an, darüber schrieb ich mal. Sie kleckern nicht täglich, sie stinken sich nicht täglich voll – und warum sollen sie dann am Morgen immer wieder neue Hosen und Oberteile anziehen? Ich wasche nicht mehr als zwei Maschinen in der Woche und das finde ich gut. Es gibt natürlich auch Tage, an denen ich sie beide mehrmals umziehen muss.. Theoretisch bräuchte jedes Kind also vielleicht 4-5 Bodys, 2-3 Hosen, 5 Oberteile… aber wir haben viel viel viel viel mehr!

Gestern war Emilian am Nachmittag für ein paar Stunden mit seiner Cousine unterwegs und ich habe die Zeit genutzt, um mal wieder Kleidung auszusortieren. Ein paar von Emilians Oberteilen hatten schon sehr kurze Ärmel und ausserdem wollte ich Liams Kleidung endlich mal aus unserem Eltern-Kleiderschrank ins Kinderzimmer umlegen. Abgesehen davon, dass ich dann einfach so von einer Aufgabe zur nächsten zur nächsten zur nächsten gelenkt wurde, ging mein Plan auf. In Emilians Schrank ist jetzt Platz, ein neuer IKEA-Korb wurde heute gekauft und dann haben jetzt alle Kleidunggstücke in einem Schrank Platz. Nicht alle. Nur die, die gerade getragen werden. Da gäbe es nämlich noch mindestens 6 Kisten mit Kleidung, die der eine nicht mehr tragen kann und die der andere noch nicht trägt – und 3 Kisten mit Sachen, die dem Großen noch nicht passen. Kleine Windelkisten von dm. Die habe ich schön sortiert, beschriftet und regelmäßig wechsle ich dann eben das Sortiment.

Das wäre alles eigentlich einfach, wenn es da nicht ein, zwei Problemchen gäbe.
Ich kaufe nicht oft Kleidung für die Jungs. Ab und zu lasse ich mich beim Shoppen faszinieren, aber gerade der Fakt, dass Kinderkleidung viel zu schnell wieder zu klein wird, hält mich oft davon ab. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das bei Töchtern anders wäre. Da würde ich kaufen… Und bei Kinderbüchern kann ich mich selten zurückhalten, wisst ihr ja. Aber die werden ja auch nicht zu klein. Die Jungs bekommen tolle Klamotten von der Familie geschenkt und ich habe eine Freundin, die mir wirklich viel Kleidung ihre Sohnes weitergibt. Sowas ist toll und ich bin wirklich dankbar dafür! Aber weil Liam irgendwann in die Sachen passt, wenn Emilian schon rausgewachsen ist, lagern die Kisten bei mir. Und wir haben keinen Keller.

Und dann gilt es, den Überblick zu behalten. Über alles. Über die Größen der Kleidung. Über die Größen der Kinder. Über die Saison, in der die Kleidung passt. Nicht jedes Shirt in Größe 74 passt dem Kind, welches 74 cm groß ist. Die Kleidung kann so unterschiedlich sein! Die Oberteile, mit kurzen Ärmeln passen länger. Hosen passen wieder, wenn die Windel ab ist. Kurze Hosen erst recht. Meine Jungs haben beide einen großen Kopf, also passen viele Oberteile, die von der Größe passen würden, nicht mehr, weil der Halsauschnitt zu klein ist und es keine Knöpfe gibt. Einige Klamotten, die Kinder von Freunden nach der Geburt oder im ersten Jahr angezogen haben, hat Emilian mit fast 3 noch getragen. Meine Jungs sind eher zierlich und die Größenangaben hauen dann nicht hin oder wir sind weit hinterher. Liam ist genau zwei jahre jünger als Emilian, aber er wächst schneller, beobachte ich. Das bedeutet: Die Sommerkleidung, die Emilian im Sommer 2010 trug, passte Liam nicht mehr so ganz, als er seinen ersten Sommer erlebte. Und als sie passten, war es noch nicht warm genug dafür. Versteht ihr???

Wenn ich Kleidung geschenkt bekomme, passt sie meinen Kindern meist noch nicht, weil die Größenangaben bei uns nicht stimmen. Auf manchen Schildchen steht zur Größe das ungefähre Alter. Witzig. Es gab schon Verwandte, die uns Kleidung geschenkt haben und sie dann, Monate oder ein Jahr später, gar nicht mehr am Kind erkannten! Liam bekam zum 2. Geburtstag schicke Kleidung von seiner Oma. Zu Emilians Geburtstag, eine Woche später, zog ich dem Großen die Sachen an – und sie passten. Es kommt auch vor, dass die Jungs im Frühling, zum Geburtstag, Klamotten geschenkt bekommen, die dann im Herbst oder Winter erst richtig passen. Gut, man kann kombinieren…
Zur Geburt bekam Liam ein T-Shirt vom Krankenhaus, bedruckt mit seinen Daten. Das passt jetzt bald… Manchmal vergesse ich auch Kleidungsstücke irgendwo, weil ich sie nicht schnell genug in die richtig beschriftete Kiste lege und mir natürlich nicht merke, wohin ich sie gelegt habe.

Weil meine Jungs eigentlich langsam und überschaubar wachsen, brauche ich diese Sortier-Aktionen nicht zu oft machen. Emilian ist 4 und trägt jetzt Größe 92. Liam ist 2 und zieht Größe 74 – 86 an. Und wie gesagt: 5 T-Shirts reichen uns… Der Gedanke, dass das allerdings noch viele Jahre so weiter geht, ist nicht schön. Ich habe noch alle Kisten mit Babysachen. Und die kommen auch erstmal nicht weit weg. Wer weiß…? Aber sie nehmen Platz weg. Es gibt ein paar Mütter, die dann ihre Sachen beim Baby-Basar verkaufen oder sie im Internet anbieten. Das war mir bis jetzt immer zu viel Arbeit. Und wenn ich so viele tolle Sachen von Freundinnen bekomme, fühle ich mich auch verpflichtet, unser Zeug an kleinere Jungs weiterzugeben. In einer Kirche ist das doch immer möglich. Aber da gibt es dieses Höschen, das mein Baby trug, als wir da und da waren. Und diese Jacke hatte er immer in diesem Sommer an, wie könnte ich sie weggeben?

Zu diesem ganzen Dilemma kommt in diesem Jahr unsere Amerika-Reise.
Viele raten uns, eher wenig Sachen mitzunehmen, um dort einkaufen zu können. Und wie ich mich darauf freue! Das könnte aber bedeuten, dass viele schöne Jungs-Sachen in Größe 104 nicht mehr passen, wenn wir zurückkommen. Ich könnte sie mitnehmen und da weitergeben.. Eine Freundin aus Amerika hat mir im letzten Jahr ein paar Kleidungsstücke von ihren Jungs gegeben. Die waren damals 5 und 8. Und in den Shirts steht: 4, 4T und 5. Amerikanische Größen. Und viel zu groß für uns. Aber meine Jungs wachsen nicht immer im gleichen Tempo. Manchmal gibt es einen Schub.. und eine Nummer passt plötzlich nicht mehr.
Wir werden sehen.. Ich darf einfach nicht zu sehr an den Klamotten hängen!

 

Wie macht ihr das?
Wie behaltet ihr den Überblick?
Wo werdet ihr zu klein gewordenes Zeug los?

 

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Emilian und Liam

Ich möchte euch einfach mal erzählen, was meine Söhne so machen.
Zur Zeit schlafen sie.. ich meine natürlich, was sie machen, wenn sie nicht schlafen.

Emilian ist jetzt 38 Monate alt und immer öfter stellen mein Mann und ich fest, dass Emilian richtig cool geworden ist!
Wenn man seine Sprüche liest, könnte man meinen, das war nie anders.. und ich muss zugeben, dass mich sein Gequatsche stolz macht, weil es unseren Humor widerspiegelt. Aber. In Wirklichkeit ist Emilian schüchtern und anhänglich. Nicht nur, aber oft. Meist finde ich das nicht schlimm, denn erstens war niemand auf der Welt schüchterner als seine Mama hat er da was von uns geerbt und zweitens kann ich damit besser umgehen, als wenn er alles und jeden ansprechen und mit jedem mitgehen würde. Wie sehr ich mit meiner Stimmung und mit meiner Bindung ihn da beeinflusse, würde ich auch gern wissen. Bestimmt nicht wenig. Ich bin froh, wenn er beim Einkaufen, auf dem Spielplatz, in neuen Umgebungen in meiner sichtbaren Nähe bleibt – und wenn er dann mal abhaut und ich mir, wie zBspl. im Zoo, nur schnell die Farbe seines Shirts merke, dann vertraue ich ihm und weiß, dass er (meist) zurückkommt und mich auch sucht. Bei IKEA klappt das nicht – da fühlt er sich scheinbar zu wohl. Seit dieser Schreckensmeldung von versuchter Entführung bin ich da deutlich verkrampfter und sorge dafür, dass wir in Sichtkontakt bleiben.
Schwierig finde ich, dass er auch nach einen halben Jahr morgens weint, wenn ich ihn zum MiniClub bringe. Dort ist eine wirklich liebe Frau und zwei andere Kinder… wie soll das im Kindergarten werden??? Ich finde schwierig, wenn er beim Sport oder in der Musikgruppe nicht von meinem Schoß weicht und selbst Liam mehr mitmacht. Ich finde schwierig, dass er sich beim Arzt nur mit viel Überredung untersuchen lässt – da geht es nichtmal um Impfungen oder Wunden.
Solche Situationen finde ich schwierig und wir haben relativ spät angefangen, ihn bei Verwandten zu lassen oder ihn von anderen ins Bett bringen zu lassen. Manchmal denke ich, ich war dort zu weich – aber niemals hätte ich einen weinenden Sohn mit einem „Der beruhigt sich schon“ zurücklassen können oder ihn einfach mit Druck in die Arztpraxis schieben können. So bin ich eben. Umso mehr freut es uns, dass das jetzt deutlich besser wird. Wir haben sein Vertrauen. Er geht zu Untersuchungen und unterhält sich mit der Ärztin. Er hat bei Oma und Opa übernachtet. Er lässt sich von der musikalischen Früherziehung begeistern und macht, was die anderen Kinder machen. Und es macht ihm Spaß!
Mich berührt, wenn ich dann seinen Gesichtsausdruck ansehe. Er weiß, dass Mama oder Oma da ist und kann sich deswegen auf die Gruppe einlassen und die Geschichten und Klänge toll finden.
Auch wenn es manchmal nicht leicht war, finde ich gut, dass wir es so gemacht haben.

Ich liebe es, wenn ich in den Worten meines Sohnes unsere Redewendungen oder Denkweisen höre. Oder unsere Art der Wertschätzung. Dann weiß ich: Wir haben irgendwas richtig gemacht!

Hier sind ein paar neue Sprüche:

Verdrehte Sätze:
Opa plant eine Radtour mit Emilian und fragt, ob er das Fliegengitter vor  den Fahrradanhänger ziehen soll.
Emilian sagt: „Nee, da kommen keine fahren beim Mücken.“

Und, der Klassiker: „Mama, ich hab auch einen Saug Stauber.“

Er kommt mit einem Ball und fragt: „Mama, wollen wir spielen?“
„Was sollen wir denn spielen?“
„Spiel Komma Sieben.“

Eine interessante Unterhaltung mit einem erwachsenen Sohn:
Wir fahren durch einen Tunnel und ich sage: „Uuh, jetzt wird es dunkel!“
Mein Sohn: „Ach Mama, das weißt du doch.. Im Tunnel ist es immer dunkel!“
Wir fahren weiter, unter einer kleinen Brücke durch.
Emilian: „Jetzt war es nur ein bißchen dunkel…“
Ich: „Ja, das war nur eine Brücke.“
Er: „Du bist aber eine.. eine Glücks… eine Glücksmama… du bist aber eine Glücksfrau. Was du alles weißt!!“

Wir essen Pancakes.
Emilian: „Oh! Dis hab ich schonmal bei meine Eltern gegessen.“
Er sagt das manchmal und wir denken, dass er damit meine Eltern meint, weil ich eben meine Eltern sage, wenn ich von ihnen rede. Aber wir wollen es wissen und fragen: „Wer sind denn deine Eltern?“
Und er sagt: „Flipsi und Flopsi.“

Vor der Lidl-Kasse steht ein Regal mit Schokolade. Er sucht sich eine Tafel aus und möchte sie gern kaufen. Ich nehme eine andere, neuere Sorte, die mir besser schmeckt die wir noch nicht kennen und deren rosa Verpackung mir gefällt und verspreche, dass wir nach dem Mittag ein Stück essen werden. Nach dem Essen lutschen wir also alle drei genüsslich an der Schokolade und ich sage, wie lecker ich sie finde. Da sagt mein Sohn zu mir: „Das ist ja auch Frauenschokolade. Die habe ich für dich ausgesucht.“

Ausserdem hat er vor einigen Wochen das gefürchtete Wort „Warum?“ für sich entdeckt. Gefürchtet von mir, weil ich eben fürchtete, plötzlich meiner Dummheit gegenüber gestellt zu werden und keine Antworten mehr geben zu können.
Doch es kam ganz anders. Irgendwie.. unlogischer und .. anders.
Ich kann es gar nicht richtig erklären. Stellt euch einfach hinter jedem Satz hier ein „Waruhuum?“ vor.
Diese Dialoge kommen ganz plötzlich und weil sie so komisch sind, ist es fast unmöglich, sie sich zu merken.
Drei habe ich mitgeschrieben:

Wir fahren mit dem Auto, ich sitze mit den Jungs hinten und habe ein paar Bleche mit Muffins auf meinem Schoß und neben mir. In einer Kurve rutscht mein Telefon auf das Blech und landet auf der Creme. Ich nehme es vorsichtig und … lecke die Creme ab. Natürlich findet Emilian das komisch. Ich erkläre, was ich mache und er schlägt vor, die weiche Creme abzulecken. Ich sage: „Mache ich grad.“ Und er: „Warum?“

Wenn es irgendwo unterwegs hupt, möchte er immer genau wissen, warum. Einmal habe ich gehupt, weil wir an einem Berg standen und der Vordermann gegen uns zu rollen drohte. Jetzt fragt er immer, ob ich es war, wenn er eine Hupe hört.
Es hupt also – und er fragt: „Hast du gehupt?“
Ich sage: „Nein, das war der da vorne. Der hat gehupt, weil ihm das andere Auto zu dicht kam.“
„Warum?“

Und wieder im Auto – vielleicht kann ich mir da am besten Sprüche merken…
Emilian fragt nach einem Autobonbon. (Das sind Gummibärchen, die es nur unterwegs gibt.)
Ich lehne aber seine Bitte ab, mit den Worten: „Wir haben doch eben gefrühstückt.“
„Warum?“

 

Liam ist jetzt 14 Monate alt und entwickelt sich ganz und gar nicht zu dem lauten, schreienden, bockigen und trotzenden Kind, welches ich mir ausmalte. Ja, sein erstes Jahr war schwer für mich und ja, er weint und zahnt und jammert mehr, als Emilian damals… und ich sage auch nicht, dass er niemals trotzig und bockig sein wird.
Ich tippe so auf die Monate 18 – 30… Im Moment lässt sich der zweite Zahn blicken. Und das quält ihn. Ausserdem ist er immer schneller unterwegs und versteht sehr wohl ein „Nein!“ – was seinem Forschertrieb nicht unbedingt gefällt.
Mamas Beet und die weißen Kiesel vor dem Haus locken jeden Tag aufs Neue! Und es ist auch zu blöd, dass man keine Pflanzen zerreissen, keine Erde ausbuddeln, keine Kiesel durch die Küche schmeißen oder kosten darf…
Aber er ist fröhlich. Sehr.
Er kann kaum still stehen, wenn Musik läuft – und das sieht dann sehr lustig aus.
Er kann sich selbst zum Lachen bringen!
Zum Beispiel wenn er einen Ball immer wieder vor sich her schießt, ihn schnappt und ihn wieder wegwirft. Oder wenn er seinen Nuckel in einen leeren Becher spuckt. Immer wieder. Oder wenn er vor dem Fenster steht, sich hinhockt, aufsteht und immer wieder seinem Spiegelbild gegenüber steht. Heute lag er im Wagen, sollte schlafen, hatte aber Schluckauf und musste lachen. Ganz allein im Garten.
Er kann weder sprechen noch laufen, aber er übt. Einmal ist uns aufgefallen, dass ich ihn rief – „Li am!“ und dass von irgendwo sein Stimmchen genau meinen Klang nachsummte. Und das macht er öfter.
Am liebsten den SingSang von „Auf die Plätze fertig los“. Das summt er beim Rutschen, Schaukeln, bevor er einen Ball wirft oder bevor Emilian ihm irgendeinen Quatsch zeigt. Und dann guckt er ganz aufmerksam und kann es kaum abwarten, mit seinem Ton das „Los!“ zu summen.
Liam ist der typische kleine Bruder, der doch nur mitspielen will, dabei aber alles zerstört. Der dann unsanft weggeschoben oder weggeschrieen wird und das nicht versteht, weil er doch nur beim großen Bruder sein wollte. Er kann sich aber auch sehr gut allein im Kinderzimmer beschäftigen und macht nichtmal Mist dabei. Er räumt dann Duplosteine ein oder aus, klappt Bücher auf und zu, zieht die Spieluhren auf und er liebt es, in Emilians Bett zu krabbeln und dann dort zu hüpfen. Liam quietscht und juchzt vor Freude, wenn Papa mit ihm spielt.. wennn Liam sich zum Beispiel einen Spaß ausdenkt, Papas Gesicht ableckt und Papa erschrocken zuckt. Liams Lachen ist so ansteckend und er kann immer wieder über den gleichen Quatsch kichern.
Er wird nicht müde, staunend auf jedes Auto und jeden Hund und jeden Vogel zu zeigen und er liebt die Schaukel im Garten! In den letzten Regentagen hat er es mir sehr übel genommen, dass ich ihn nicht in die Schaukel gesetzt habe – obwohl er doch von drinnen so deutlich dorthin gezeigt hat!
Liam isst und trinkt noch immer mit großer Freude und mit viel Genuss.
Im Moment haben beide Kinder einen Schnupfen, was Liam aber nicht halb so viel stört, wie Emilian.
Und ich befürchte, dass die „einmal im Monat schlechte Nacht wegen Zahnschmerz“-Nacht uns bevorsteht.
Werden wir sehen..

 

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