Wieder neue Kindersprüche

19. Juni 2022

Nach den heißen Tagen weht nun ein frischer Wind durch den Garten. Wir hoffen sehr auf Regen, nicht nur, damit die Feuer in der Nähe gelöscht werden können.

Der Große fährt morgen auf seine allererste Klassenfahrt – gerade rechtzeitig, bevor die 6. Klasse und die Grundschul-Zeit in wenigen Wochen endet. Wir sind ganz aufgeregt.
Der kleinste Bruder hat ihm noch einen geheimen Brief in den Koffer gesteckt.

Überhaupt ist unser Jüngster mit seinen 5 1/2 Jahren gerade in einer richtig tollen Phase. Noch klein genug für uns, um als Baby durchzugehen und getragen und gekuschelt zu werden – aber groß genug, um es mit seinen Brüdern aufzunehmen, um die Welt zu verstehen und bereit, ein Vorschulkind zu werden!

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Kindersprüche

+ Der Kleine sucht im Geschäft ein neues Zahnpasta für mich aus. Er nimmt eins mit lila Glitzer, weil ich Glitzer mag, schaut mich an und sagt: „Mama, du bist meine Ehre!“ 

+ Wir sehen einen Film.
Der Kleine sieht eine Frau mit einer Kette.
„Mama, die eine Frau hat eine Kette um den Hals mit einem Kreuz dran.
Das heißt, die kommt von einer Gemeinde!“

+ Morgens liegt der Kleine noch verschlafen auf der Couch.
Er ruft: „Ich will einen Punsch!“

Ich antworte: „Das haben wir gerade nicht, das gibt es nur zu Weihnachten.“

Er sagt: „Aber ich will einen Punsch!!
Das kann man doch selber machen. Mit Haferflocken!“

„Ach so.., du meinst Porridge!“

+ Im Urlaub an einem Sonntag fragen wir die Kinder:
„Wollen wir in den Zoo gehen?“

„Nee, da gehen wir nicht in den Zoo. Da sind alle Tiere im Gottesdienst.“

+ Wir sind unterwegs, um Müll zu sammeln.
In unserer Nachbarstrasse wundere ich mich: „Hier ist es ja sauber!“

Der Kleine sagt schlagfertig:
„Ja, das haben die Dorfbewohner schon gemacht.“

(Eventuell wird hier im Hause viel Minecraft gespielt 😉 )

+ Der Kleine fragt:
„Mama, Gott passt doch auf mich auf, oder?“

„Ja, genau.“

„Dann kann ich doch mit Gott alleine auf unser Haus aufpassen, wenn du einkaufen gehst. Und Gott passt auf mich auf.“

(Das führte dazu, dass er zum ersten Mal kurz allein zuhause blieb, während ich einkaufen war. Ich war wirklich nicht lange weg und hab ihn sogar unterwegs angerufen.)

+ Der Kleine erzählt von imaginären Freunden:
„Die kenne ich von meiner Kindheit… also von meine Bibiheit.“

+ Der Kleine hat eine neue Schatzkiste.
„Ich brauche was für meinen Schatz. Was, was schatzig aussieht.“

+ Ich rege mich über die vielen kaputten Hosen des Großen auf und frage mich, wie er bei der Kälte auf dem Rad zur Schule kommt.
Er argumentiert: „Ich mag das einfach am Morgen, wenn es frisch durch die Hosenbeine pustet..“

+ Der Kleine kommt verschlafen ins Wohnzimmer und sieht den Hulahoop-Reifen dort liegen.
Er fragt mich: „Hast du Sport gemacht?“
„Ja.“
Er zeigt auf den Reifen: „Hast du den genommen?“
„Ja.“
„Hast du den nicht weggeräumt??“
„Nein…“
Pause
„Aber du räumst doch sonst immer alles weg…“

+ Der Kleine erzählt mir was von einer Mücke.
Ihm fällt der Name nicht ein.
“ Ich meine dieses Blutsauge-Dingsdabums…“

+ Im Urlaub sagt er: „Boah. Das sind mehr Mücken als wenige!“

+ Ich erzähle den Kindern von der Zählung der Berliner Bürger und dass ich aufschreiben soll, wie viele Räume wir haben.
Der Kleine hilft und sagt dann:
„Wir haben 15 Räume. Ich hab den Verkleidungsraum mitgezählt.“

(Er meint meinen kleinen begehbaren Kleiderschrank… und wir haben nicht 15 Räume.)

+ Der Kleine erzählt von seinem Freund, der im Dezember kurz vor ihm Geburtstag hat und er behauptet fest, er habe zu Weihnachten Geburtstag und der Freund im Winter.
Ich erkläre, dass es genau andersherum ist.
„Nein“, sagt er.
„Doch“, sage ich.
„Nein“, sagt er.
„Doch“, sage ich.
Irgendwann wird es mir zu blöd und ich sage:“Ja, okay.“
Er merkt mein schwaches Nachgeben und sagt gönnerhaft:
„Wer’n wa ja sehn, wer Recht hat…“

+ Der kleine Bruder merkt, dass der Mittlere nicht mehr so gerne zum Sport geht.
Er sagt: „Wenn mal wieder Kickboxen versagt ist, dann freut er sich.“ 

+ Beim Fahrrad fahren dreht der Kleine eine kurze Runde und sagt:
„Ich fahre eine Abkurvung.“

+ Der Kleine schaut zu, wie der Große etwas repariert und schraubt und hüpft um ihn herum:
„Ich bin ganz aufgespannt!“

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