Weihnachtsferien!

Die Kinder unserer Kirche haben gestern ein ganz tolles Weihnachtsmusical aufgeführt. Emilian war dabei und wir sind sehr stolz auf ihn. Fast wäre er nicht mit auf die Bühne gegangen… Er hatte nämlich seine ganze Schulklasse eingeladen – und war sehr enttäuscht, dass niemand gekommen war.

Zur Schlafenszeit wurde Emilian immer stiller und wärmer, Liam weinte wegen Ohrenschmerzen – diesmal im anderen Ohr. Und nach einer kurzen, unbequemen Nacht saßen wir vier dann alle beim Kinderarzt. Und so sieht es jetzt hier aus:

Emilian hat Streptokokken und Liam eine leichte Ohrenentzündung im zweiten Ohr. Für das Baby ist es nicht gefährlich – wir tun trotzdem alles dafür, uns nicht anzustecken.

Sobald Liam auch nur einen Tropfen Medizin bekommt, hat er wieder Energie. Er flitzt und tobt und singt und tanzt – auch an einem Montagmorgen, wenn alle anderen vor sich hin träumen.

Emilian wird blass und ruhig, liegt auf der Couch, hört Hörspiele und schläft. Er bekommt Medizin und darf in diesem Jahr nicht mehr in die Schule gehen.
Eigentlich schade, denn die letzten Tage vor Weihnachten sind ja irgendwie auch gemütlich und feierlich. Aber seine Lehrerin ist auch krank und viel wird er nicht verpassen. Wir werden uns ein paar Hefte mit in die Ferien nehmen und müssen dann erst im Januar wieder früh aufstehen. Eigentlich toll!

Gestern wurde ich zweimal gefragt, ob mein Bauch schon „tiefer liegen“ würde. Ich hab nichts gemerkt und von oben sieht es ja nicht anders aus – aber der Gedanke, dass es bald losgehen könnte, macht mich ganz hibbelig.

Ich schreibe mit ganz vielen Freundinnen, die ein paar Tage alte Babys haben. Am Samstag bin ich selbst zum ersten Mal Tante eines kleinen süßen Neffens geworden – und irgendwie bin ich jetzt bereit! Alles hier ist fertig, aufgebaut und gewaschen – einzig Emilians Krankheit und die Tatsache, dass noch Dezember ist, stört ein bißchen.
Aber ich wurde daran erinnert, dass auch die schlimmste Geburt vorbei geht und dass das Ergebnis so süß und lohnenswert ist! Meine Jungs waren ganz entzückt und verliebt, als wir ihnen vom neuen Cousin erzählt haben. Und erst der Bruder…
Ich habe also die wichtigen Zettel für die Geburt im Krankenhaus ausgefüllt und warte jetzt. Ich freu mich richtig!

Wir haben noch keinen Weihnachtsbaum und sind mit der Entscheidung für oder gegen einen Baum noch nicht ganz durch. Es könnte ausserdem sein, dass wir es in diesem Jahr nicht einmal schaffen, auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen…
Und jetzt sind wir krank und hochschwanger – und wir legen viel Wert auf Ruhe. Ich backe nur das leckerste nötigste und koche Glühweingelee, damit ich das leckere Getränk wenigstens kurz riechen kann.
Wir sehen uns Weihnachtsfilme auf Netflix an, hören Pentatonix-Musik, trinken Bratapfel-Tee und genießen Ruhe und Gemütlichkeit.

Um uns und euch mal abzulenken, schreibe ich zum letzten Mal im Jahr 2016 unsere Kindersprüche auf:

* Wir sind im Schwimmbad, ich mit Babybauch. Ich sehe eine Frau, die im Bikini im Babybecken sitzt und ein ganz kleines Neugeborenes auf dem Arm hat. Ich zeige es meinen Jungs und Liam fragt mit großen Augen: „Ist das grad rausgekommen???“

* Wir lesen Yakari und geben uns auch Indianer Namen.
Ich schlage für Liam „Krachender Popo“ vor, weil er gern mal laut durch die Gegend pupst.
Emilian sucht für mich „Glänzender Schmetterling“ aus…
In dem Buch heißt einer „Der der alles weiß“.
Ich frage Emilian: „Wen fragst du denn, wenn du etwas wissen möchtest?“
Seine Antwort: „Also.. meistens werde ich gefragt.“

* Wir reden darüber, warum das Polizei-Licht blau leuchtet. Weil nämlich kaum ein anderes Licht in der Stadt blau leuchtet und so die Polizei-Autos schnell gesehen und wahrgenommen werden.
Ich frage Liam: „Warum leuchten die Lampen bei Polizei blau?“
„Na, weil da blaue Lampen drin sind.“

* Die Jungs spielen mit Papa ein neues iPad-Spiel. Sie kämpfen mit kleinen Figuren gegeneinander. Emilian versucht sich, an seine liebsten „Waffen“ zu erinnern. Er meint „Bazooka und Kanone“ und sagt „Sambuca und Kanone“!

* Liam geht in den Garten und sagt: „Ich bauarbeiter ein bisschen weiter…“

* Ich finde im Wohnzimmer ein kleines Krabbeltier und werfe es in den Müll. Kurz danach bringt Liam mir auch eine tote Kellerassel. Ich bedanke mich und er sagt zögernd: „Aber… ich mag eigentlich nicht, dass wir Tiere tot machen…“

* Ich bezahle meinen Einkauf bei ernstings family. Liam kommt gern mit zur Kasse, weil es da meist Gummibärchen gibt.
Er wird gefragt: „Magst du eine Tüte Gummibärchen?“
Liam nickt.
Er bekommt eine kleine Tüte.
Plötzlich ruft er: „Zwei!!“
Die Verkäuferin lacht und fragt: „Hast du einen Bruder hier?“

* Liam möchte im Kinderzimmer singen und bittet mich, ihm über Bluetooth ein Lied abzuspielen. Ich suche ein paar, von denen ich denke, dass sie ihm gefallen würden, aber er schüttelt den Kopf und sagt: „Es gibt tausend Lieder, die ich kenne. Warum machst du dann die falschen???“

* In einer ruhigen Minute erzählt Liam:
„Wenn wir uns im Morgen-Kreis in der Kita mit Singen begrüßen und alle „Liam“ singen, da bin ich immer schüchtern.“

* Ein anderes Mal puzzelt Liam und schimpft: „Jetzt reicht’s aber mir!“

* Die Jungs spielen an der Weltkarte. Sie raten ein Land mit E. Gesucht ist Estland.
Liam sagt: „Eeeeeine Schweiz.“

* In einem Adventskalender wechseln sich die Jungs mit den Päckchen ab. Liam soll die 7 öffnen. Er findet 9, denkt, es sei die 6 und öffnet sie.
Ich verpacke sie schnell wieder und frage ihn: „Weißt du, wie eine 7 aussieht?“
Seine Antwort: „Klar! Ich hab doch schon Buchstaben delernt. Bist du etwa dumm im Kopf???“

* Emilian ist krank und soll sich ausruhen.
Ich sage: „Komm auf die Couch, damit du nicht alleine bist.“
Liam guckt mich ganz erstaunt an, zeigt auf sein Herz und sagt: „Hä, er hat doch den Geist!“

* Emilian mahlt in der Küche mit Papa Kaffee.
Er sagt entzückt: „Liam, willst du mal riechen? Riecht umwerfend!
Liam fragt: „Also richtig eklig??“

* Am Samstag früh kommt Liam an unser Bett.
„Mama und Papa, ähm, ich hab mal zwei Fragen:
Erstens: Wann pancakest du?
Zweitens: Ich hab fast ins Bett despuckt…“

* Liam ruft abends im Bett: „Mein Körper hat Hunger.“

* Liam spielt mit Astronauten.
Er erklärt mir: „Ein Weltaller hat zu wenig Geld bekommen, er sucht jetzt Goldmünzen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.