…noch mehr Glücksmomente

Bei meinem Eintrag gestern Abend habe ich zwei wichtige Glücksmomente unserer Familie vergessen.

* Emilian bringt oft Ohrwürmer aus dem Kindergarten nachhause. Einige verstehen wir, andere kann man nur raten. Mal sind es Dialoge, mal Liedzeilen. Er singt sehr emotional und ausdrucksstark – den Text oder die Silben, die er nicht mehr weiß, erfindet er dann. Da gibt es alles von „Erst den Nippel durch die Lasche zieh’n“ über „Feuerwehrmann Sam hilft dir in der Not“ bis zu „What does the Fox say?“.

Seit Tagen sang er: „Atemlos – durch die Nacht – wird das Leben – wild und pracht.“
Genau. Wir hatten keine Ahnung, konnten es nicht zuordnen. Mein Mann gab die ersten vier Wörter mal bei Google ein… und siehe da: Helene Fischer! Damit hätten wir nicht gerechnet! Wir spielten das Lied an und riefen ihn. Die Helene begann zu singen… nix.
Dann kam der Refrain. Leuchtende Augen. Volltreffer.

Als ich heute in den Gruppenraum kam, um ihn abzuholen, lief wieder die Musik, alle Erzieher summtem mit… Sie erzählten mir, dass ein Mädchen die CD mitgebracht hätte und jeden Tag wunderschön dazu singen und tanzen würde. Daher also der Ohrwurm. Hätte schlimmer kommen können…

 

* Ich fürchtete mich früher vor den Tagen, an denen die Kinder nach dem ins-Bett-bringen regelmäßig und putzmunter wieder auf der Matte stehen. Man kennt das ja. Hunger. Pipi. Zu kalt. Zu warm. Angst. Und so.
Emilian ist immer gut und schnell eingeschlafen. Mit 7 Monaten kam er in ein eigenes Zimmer. Kurz vor Liams Geburt entnahmen wir seinem Bett drei Gitterstäbe und setzten dafür ein Gitter in die Kinderzimmertür. Als er drei wurde, kam dann Liam mit ins Zimmer.. aber es blieb immer friedlich. Nie kam er wieder die Treppe herunter. Selbst die Abende, an denen er das Bett nochmal verließ, kann ich an einer Hand abzählen. Liams Bett ist noch zu, er wäre nämlich eher der Kandidat dafür! Auch, wenn Emilian in 2 Minuten einschläft, braucht Liam länger und singt, wuselt, ruft, erzählt… Ihre Betten standen erst an verschiedenen Wänden – jetzt stehen sie hintereinander. Und sie haben lange gebraucht, bis sie feststellten, das man die Betten ja auch enger zuammenschieben/Dinge hin- und herwerfen/sich abkitzeln/hinüberspringen kann… Aber weil Emilian wie gesagt fast immer sehr schnell eingeschlafen ist und Liam noch nicht so verrückte Ideen hat, hielt sich der Abend-Spaß in Grenzen. Bis gestern. Gestern hörten wir nicht nur die Einschlaf-CD, sondern auch fröhlichstes Gegacker aus beiden Betten. Wirklich. Ich konnte es nicht übers Herz bringen, ihnen den Spaß zu verderben, aber als ich dann auch Getappel auf dem Fußboden hörte, bat ich meinem Mann, mit seiner väterlichen Strenge mal nach dem Rechten zu sehen. Er ging nach oben und es wurde ruhig. Als er nach unten kam, leuchteten seine Augen und er sagte zu mir: „“Boah, ich hätte am liebsten mitgemacht.. Die hatten so einen Spaß da oben!“ Ich ging dann später nochmal, weil es wieder zu wild wurde..
Emilian hatte einen Nuckel im Mund, Liam die anderen beiden. Liam hatte seinen Schlafsack ausgezogen und alles, was im Bett lag, entweder auf den Boden oder in Emilians Bett geschmissen. Emilian turnte fröhlich mit Nuckel im Mund durch sein Bett und beide gackerten vor Freude…
Ohne Stress beruhigten sie sich aber irgendwann. Und ich hoffe, dass auch in Zukunft die Müdigkeit solche Späße schnell beenden wird.

 

In eigener Sache:
Ich hab euch mal geschrieben, dass ich von nido.de angeschrieben wurde. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Nido“ 04/2014 könnt ihr meinen Beitrag lesen und ein Familienfoto von uns sehen.
Die Zeitschrift kostet €4,20 und ist im Handel erhältlich.

 

Comments

  1. Marit says:

    Ja, der Text ist nicht so kindgerecht.
    Und was das für ein Ohrwurm ist… grmpf.

  2. Maggie says:

    Dieses Lied musste / durfte ich auch schon singen. Es ist momentan bei meinen Schülern von der 5. – 12. Klasse der Hit. Da fragt man sich…

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