Letzter Beitrag mit Licht

Mein zweiter Arbeitstag hat gerade geendet.
Ich sitze mit einem Latte Macchiato am Küchentisch. Keine Lampe im Haus brennt. Es ist nicht dunkel.

Ich habe noch eine Stunde Zeit, bis ich die Jungs abhole. Gerne würde ich sie jetzt schon holen, weil ich doch soetwas wie ein schlechtes Gewissen habe. Aber es ist Mittagspause und ich freue mich, dass Liam ohne Probleme im Kindergarten schläft.

Heute Morgen sind wir alle extrem früh aufgestanden. Als Emilian mich gegen 6:00 Uhr fragte, wann Morgen ist, habe ich tatsächlich „Jetzt.“ geantwortet. Mein Mann ist verreist und ich war zum ersten Mal ganz allein für „Kinder in die Kita bringen“ und „pünktlich zur Arbeit kommen“ verantwortlich. Wir haben so ruhig gefrühstückt und waren so gut drauf. Vor 8:00 Uhr haben wir das Haus verlassen und hatten viel Zeit in der Kita. Beide Jungs sollten einen Ausflug machen. Aber dann verließ Emilian der Mut oder die gute Laune oder beides und er fing an zu weinen. Die Ausflugskinder zogen ohne ihn los, ich brachte ihn zurück in seine Gruppe, tröstete und küsste ihn tausendmal – und verpasste meinen Bus. Ich rannte nachhause, um mein Fahrrad zu holen und kam dann nass-getröpfelt ein paar Minuten vor dem Chef an. (Ein Hoch auf Super-Mütter.)

Meine Güte.. Es war mir wichtig, dass es Emilian gut geht und ich werde heute nochmal mit ihm besprechen, dass ich es eventuell in Zukunft manchmal eilig haben könnte. Ich weiß, dass er Zeit braucht und deswegen bin ich früh aufgestanden. Trotzdem.

Wir werden uns heute einen ruhigen Nachmittag machen und die Lampen zählen, die die Handwerker abnehmen. Morgen geht es los und es ist auch noch „12 von 12“-Tag – damit hier keiner sagen kann, er hätte von nichts gewusst.

Ich bin gespannt, wie der erste Abend wird.
Gruselig oder kuschelig?

Auf Lumizil gab es vor ein paar Tagen den ersten Beitrag über uns. Mir geht es so ähnlich wie vor einer Geburt …oder einer anders-großen Herausforderung: Es hört sich schlimm an, die Leute reagieren komisch, man weiß nicht genau, was es wird und wie es wird – und man möchte irgendwann einfach, dass es losgeht.

So ist es. Und morgen geht es los!

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