Kindersprüche

Ohne viel drumherum gibt’s jetzt neue Sprüche von Emilian:

Wir sind an einem großen Pool für Familien. In einem Haus kann man sich Wasserspielzeug nehmen. Emilian möchte, dass ich mitkomme, wenn er sich etwas aussuchen will. Nach einer Weile traut er sich und sagt: „Ich hab mich ein bißchen dran gewöhnt, dass ich nicht mit dir alle Sachen holen kann.“

Er beobachtet die beiden Hunde im Garten in North Carolina. Dann sagt er: „Guck mal, das da ist eine Mama. Die hat da gaaaanz viele Saugnäpfe.“

Auf der Reise nach Kalifornien sagt er immer wieder: „Wenn wir Palmen sehen, dann sind wir da!“

Im Flugzeug gucken wir aus dem Fenster und sehen kleine Schneeflocken am Fenster. Emilian sagt: „Oh guck mal, da sind Sommersprossen!“

Zur Freude aller waren wir bei IKEA zum Mittag essen.
Emilian beschreibt den Lieblingsladen: „Erst kommt ein eee, dann ein keeee und dann ein ja.“

Papa zieht mit den Jungs los und sagt: „Los kommt, wir machen Männer-Party.“
Und Emilian: „Oh jaaa, Penner M … äh.. Männer-Party!!!“

Beim ersten Besuch in der Gemeinde tobt Emilian und sagt: „Die Gemeinde ist toll. Hier ist es schön. Hier kann man schön rumtollen!!“

Während eines Spaziergangs sagt er: „Was ich mir wünsche ist, dass ich mehr Geld hätte…“
(Und wenn er denn Geld hätte, würde er sich übrigens einen Porsche kaufen!)

Immer wieder und öfter, als jemals zuvor sagt er mir, dass er mich lieb hat.
„Ich hab dich überall lieb. Am Tag und in der Nacht.“

Wir haben zum Spazieren die Jacken mitgenommen und ziehen sie aber bald aus, weil es doch warm genug ist. Als Emilian die Jacke ausziehen darf, atmet er frei, guckt zum Himmel und sagt: „Jetzt fühle ich mich richtig wohl!“

Wir sind unterwegs nachhause und ich sage: „Boah, ich hab Hunger.“
Emilian: „Mama, hast du Hunger, wie das Zeug hält?“

 

Emilian kann gut beschreiben, was er fühlt, was er möchte und was ihm nicht passt. Immer wieder baut er Wörter aus Hörspielen und Büchern ein, die seiner Meinung nach passen könnten. Er wird groß. Auch Liam lernt neue Wörter. Er spricht sie nicht richtig, sondern eher die Laute. Und dann müssen wir raten. Wenn er sich etwas angucken möchte, sagt er sowas wie: „ee au guckguck“. (Ich auch gucken) Aber er stellt auch fest, welche Vorteile es hat, wenn man reden kann und verstanden wird. Die beiden sind „dicker“ denn je – sie schlafen hier sogar in einem Bett! Ich hätte nie gedacht, dass das gut geht. Aber am Abend plappern/streiten/wuseln/kuscheln sie kurz, sie sind oft sehr müde. Am Morgen werden sie beide ziemlich früh wach. Und ganz oft fällt mindestens einer von ihnen aus dem Bett. Es rummst dann, mehr nicht. Noch nie ist einer von ihnen davon wach geworden, obwohl das Bett schon hoch ist. Wir legen sie wieder zurück und es wird weitergeschlafen.

Gestern haben wir uns zum ersten Mal mit meiner deutschen Freundin getroffen. Sie lebt seit 11 Jahren hier, ihre Töchter (5 und 2) sind hier geboren, sprechen aber beide Sprachen. Es waren überhaupt die ersten Kinder, mit denen wir uns verabredeten – noch dazu sprechen sie eben deutsch. Emilian hatte sehr viel Spaß und war kaum schüchtern. Ich bin mir sicher, dass sie gute Freunde werden. Die Große möchte im Kindergottesdienst und bei sonstigen Treffen unbedingt für Emilian übersetzen. (Yes!) Und ich merke, dass das Spielen einen Unterschied beim englisch lernen macht! Wenn er Bücher liest oder Filme guckt, wenn wir übersetzen oder üben, ist es trotzdem nicht dasselbe, wie das Spielen mit Kindern, die englisch sprechen. Sein Englisch wird besser und mutiger und es entstehen die ersten Zwei-Wort-Sätze. Auf dem Weg nachhause sagte Emilian zum Beispiel: „Wenn mich im Kindergottesdienst jeman fragt, ob ich einen Hund habe, sage ich: ’no dog.‘ Und wenn ein Kind was falsch macht, sage ich: ‚OH NO!!!‘ “ Es wird doch…

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