Immer wieder und zum ersten Mal

Als ich zum ersten Mal den „Muttertag“ als Mutter feierte, war Emilian ungefähr 6 Wochen alt.
Für mich war dieser Tag dann irgendwie besonders, für Emilian nnatürlich nicht. Auch jetzt noch, nach 5 Jahren Mutter-sein, geht es an diesem Tag mehr um mich, als Tochter, und um meine Mama, als meine Mama 🙂

Für meine drei Geschwister und mich ist es seit Jahren wichtig, diesen Tag für unsere Mama irgendwie besonders zu machen. Mit Basteleien und Blumensträußen fing es an, dann kam mal ein gedeckter Frühstückstisch oder kleine Geschenke dazu.. vor zwei Jahren fuhren wir quer durch Deutschland und überraschten sie alle in Kassel, im letzten Jahr gab es eine Erdbeertorte und eine spontane Schiffsfahrt.

Dass sich Mütter an diesem Tag ausruhen und mal abschalten können, ist eine schöne Idee… aber Mütter können nicht abschalten und aufhören, Mütter zu sein. Ist es nicht manchmal so, dass wir am Ende des Tages viel mehr „Nacharbeit“ zu leisten haben, weil Mann und Kinder eben anders über Sauberkeit und Ordnung denken?

Viel schöner finde ich die Idee, diesen Muttertag dazu zu nutzen, einmal Danke zu sagen.
Wenigstens einmal im Jahr.

Wenn ich auf meine Jahre als Mama zurück sehe, bin ich dankbar.
Für meine beiden Söhne.
Für meinen Mann.
Für die schönen Zeiten, die wir zusammen erleben durften.

Obwohl ich schon (oder erst?) fünf Jahre Mama bin, kann ich mich an viele Momente so gut erinnern. Es gibt Fotos und Videos, die mich erinnern, es gibt Kleidung, Gerüche, Orte, Erinnerungen – und es kommt mir vor, als würde ich diese Momente niemals vergessen.

Natürlich gibt es auch wichtige und einschneidende Situationen, die uns welt-bewegend vorkamen oder die wir lang herbeigesehnt haben… Momente, in denen wir voller Stolz losgesprungen sind, um schnell eine Kamera zu holen, diese Sekunden, von denen wir sofort der ganzen Familie erzählen musste – und ich weiß nichts mehr…

 

Viel mehr freue ich mich aber über und an diesen ersten Malen, die ich mir aufgeschrieben und fotografiert habe und an die ich mich erinnere.

– Im Oktober 2009 habe ich mein erstes Baby zum ersten Mal in mir gespürt.

– Ende November trug ich zum ersten Mal Schwangerschaftskleidung.

– Als ich mein Baby zum ersten Mal hochnahm, weiß ich noch, wie mich diese Zerbrechlichkeit so überraschte und ich sprachlos über dieses Menschlein war.

– Ich weiß noch, wie ich mich gefühlt habe, als ich zum ersten Mal  nach der Geburt duschen war und meine Freundin auf Emilian aufgepasst hat.

– Ich erinnere mich daran, wie ich meinem Mann voller Stolz hinterhersah, der zum ersten Mal allein mit unserem neugeborenen Baby für eine Untersuchung zum Arzt um die Ecke lief.

– Vier Tage nach seiner Geburt sind wir zum ersten Mal zu meinen Eltern gefahren. Die Sonne schien und ich saß voller Glück hinten im Auto und passte auf dieses kleine Wesen auf.

– Ich weiß noch, wie Emilian mir hinterhergesehen hat, als ich zum ersten Mal mit Papa ins Kino gegangen bin und ihn bei Oma und Opa gelassen habe. Während des Film ertappte ich mich bei dem Gedanken: „Macht doch mal leiser, hier ist schließlich ein Baby.“

– Ich weiß noch, wie wir mit einem 2-Monate-alten Baby an die Ostsee nach Kühlungsborn gefahren sind. Nach der zweiten Nacht wachte ich am Morgen auf und stellte völlig überrascht fest: Ich hatte in der Nacht gar nicht gestillt! Zum ersten Mal hatte Emilian durchgeschlafen. Das blieb dann zwar nicht so, sondern lag wahrscheinlich nur an der guten Meeresluft.

Kuehlungsborn

 

 

– Zusammen mit einer Freundin waren wir unterwegs und kauften zum ersten Mal Schuhe für Emilian.

– Ich weiß noch, in welchem Zimmer wir Eltern saßen, als Emilian zum ersten Mal zwischen uns seine ersten Schritte lief.

Die erste Übernachtung bei Oma und Opa, der erste große Urlaub, dem Sohn zum ersten Mal vom kleinen Bruder erzählen, zum ersten Mal mit beiden Kindern einkaufen gehen, die erste schwere Krankheit, das erste Bad in der Badewanne, die erste Nacht wieder ohne Kinderbettchen im Eltern-Schlafzimmer, zum ersten Mal den Schreck bekommen, wenn das Kind auf dem Spielplatz nicht mehr zu sehen ist, zum ersten Mal mit einer Platzwunde im Krankenhaus, der erste Urlaub wieder zu zweit ohne Kinder … es gibt so viele erste Male.

Emilian-6

neue Schuhe

Manchmal vergesse ich, dass ich als Mutter mein Leben lang solche ersten Male erleben werde.

– Im August 2013 haben wir Emilian zum ersten Mal ein paar Stunden im Kindergarten gelassen.

– Im Mai 2014 sind wir Eltern zum ersten Mal mit unseren Kindern geflogen und nach Kalifornien gezogen.

– In der letzten Woche sollte Emilian sich mit seinem Fahrrad anfreunden. Ich hatte mir irgendwie so gedacht, dass das für meinen vorsichtigen Sohn ein langer Weg werden würde und sah mich tagelang in gebückter Haltung keuchend und festhaltend hinter ihm her rennen. Aber mein Kind stieg aufs Fahrrad und fuhr zum ersten Mal los! Und zwar los! Mit Lenken und ohne Verletzungen. Wie geht denn sowas bitte? Jetzt kann der einfach Rad fahren?!

Und so wird es weitergehen, schneller als ich hinterher-fühlen kann.
Schule, Freunde, Hobbies, Klassenfahrt, Praktikum, Studium, Beruf, Auszug, Hochzeit, Ausland, Enkelkind…

 

Mit einem kleinen süßen Video von Fisherprice grüße ich mich und euch Mamas zum Muttertag!

https://www.youtube.com/watch?v=CqUxw-CElEg&feature=youtu.be

Du bist die Mama, die sich diese kleinen Glücks-Momente ein Leben lang merken wird!

Du bist die Mama, die ihr Kind lieben und fördern wird, um mehr und mehr erste Male zusammen zu feiern!

Du bist die Mama, die am Muttertag dankbar und stolz an alle Mamajahre denken darf!

Alles Liebe zum Muttertag!

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