12. Oktober 2026
Am 12. eines Monats versammeln sich bei Caro (Werbelink) sehr viele unterschiedliche Blogger-Einträge, die 12 Fotos vom 12. des Monats zeigen. Es ist echt interessant, da mal durchzuklicken.
****
Heute war so ein pups-gewöhnlicher Montag.. einer von diesen Tagen, die mich erschrecken und gleichzeitig stolz machen. Diese schnell-wechselnden Phasen, nicht nur im Kinderleben, auch im Mama-Herzen, erstaunen mich immer wieder.
Gestern war der erste verregnete, kalte, graue, Herbst-Sonntag mit früher Dunkelheit, der mir wirklich zu schaffen gemacht hat. Jedes Jahr frage ich mich: Wie soll ich das bis März schaffen?
Glücklicherweise hat Berlin viele, wenn nicht sogar die meisten Sonnentage Deutschlands.. und heute war sie wieder da. Und beim Blick aus dem Fenster am Morgen habe ich mich dann gefragt, ob ich die Spuren eines schönes Sommer sehen will – oder die bevorstehende Laub- und Aufräum-Arbeit?

Mein Mann war heute ausnahmsweise mal außer Haus, von 9-18 Uhr und ist mit den Jungs um 6 Uhr aufgestanden. Die Kleine hat relativ lange geschlafen – wahrscheinlich nur, weil ich auch lange mit ihr im Bett liegen geblieben bin. Und dann hat ein ganz normaler Haushalts-Tag auf uns gewartet. Ich habe nicht eine Sekunde unnötig rumgesessen und viel geschafft.. aber wieder nicht so das, was man sieht. Und viel zu viel nicht geschafft. Es ist manchmal zum Verrückt-werden. Immerhin habe ich mir manchmal bewusste Zeiten mit ihr genommen.. das kriege ich nicht immer hin. Nicht, dass sie unglücklich darüber wäre, aber ich denke mit schlechtem Gewissen, dass sie auch mal einfach spielen und Kind sein darf. Diese Gedanken beschäftigen mich auch meine ganze Mama-Zeit.
Manchmal setze ich mich bewusst hin und lese, dann schaffe ich aber den Haushalt nicht. Dann wieder renne ich den ganzen Tag und räume und mache und sitze nicht eine Sekunde.. und bin natürlich auch nicht „fertig“. Diese Spannung fällt mir mal leichter, mal schwerer.

Als ich die roten Himbeeren von draußen zum Frühstück reingeholt habe, haben wir beispielsweise eine Baby-Schnecke gefunden und sie erstmal beobachtet. Außerdem habe ich draußen das Vogelfutter nachgefüllt, das Laub ignoriert und mich über die klare Herbst-Luft gefreut.

Ich habe mir eine „Early Morning Worship“ – Playlist angemacht und mich gefreut, dass das Cover Foto von Spotify irgendwie sehr zu meiner Stimmung gepasst hat. Die Playlist lief den ganzen Tag. Wo wir grad schon bei Andacht und Achtsamkeit sind: Diese App oder Website „Lebensliturgien“ tut mir sehr gut! Es gibt täglich drei kurze Impulse, die sich wöchentlich wiederholen. Als Mama finde ich sehr wenige ruhige Minuten im menschlichen Zeitraum von 7 Uhr bis 23 Uhr. Und diese hörbaren Impulse helfen echt.

Danach habe ich Wäsche gemacht, aufgeräumt, Staub gesaugt, vom Wochenende aufgeräumt, die Spülmashcine grund-gereinigt, Nachrichten geschrieben, Kaffee getrunken, „Obstgarten“ gespielt, die Küche gewischt und die Kleine mit ihren Tisch-Stickern spielen lassen. Ich habe versucht, dem Sohn online ein Führungszeugnis zu beantragen und bin an einer fehlenden PIN für meinen Ausweis gescheitert.


Als der erste Sohn nachhause kam, hab ich mich richtig erschrocken, dass es schon so spät ist. Es gab Nudeln mit Hühnersuppe. Um die nächsten beiden Jungs zu erwarten, habe ich mich kurz mit der Tochter in die Sonne gesetzt. Manchmal vermisse ich so eine Quatsch-Bank direkt vor unserer Haustür.. Eine Freundin, die meine Cosmea-Liebe teilt, hat mir einen großen Strauß vorbei gebracht.

Der große Sohn kommt, der kleine Sohn kommt und bringt einen Freund mit. Ich sage dem Vater Bescheid, weil das nicht abgesprochen war. Der Mittlere geht zum Babysitten bei einer Nachbarin und mit den anderen 4 Kindern fahre ich in die Bücherei. Die Sonne scheint schön und der Verkehr nervt. Aber der Kleine rauscht zur Zeit durch die Bücher und die Kleine entdeckt gerade so die Tonie-Musik.. also sind wir eben öfter in der Bücherei. Das unterstütze ich gerne.

Dieses Buch hier ist einfach soo zauberhaft. So einfach und so schön.

Auf dem Rückweg halten wir kurz an der Kapelle und der Sohn holt sich Technik-Equipment. Er fährt nächste Woche in den Ferien mit dem Bruder aufs Musik Camp und spielt zum ersten Mal in der Band!
Mir fällt neu auf, dass unsere Kapelle nicht in der schönsten Gegend steht – aber immer und immer wieder heraus sticht!

Wieder zuhause ist diese magische ruhige Zeit, die immer kommt, nachdem man in einer Bücherei war. Der Sohn bringt den Freund nachhause, schon klingelt der nächste an der Tür. Zusammen bringen sie einem weiteren Freund, der krank war, ein Arbeitsblatt. Der Große übt seine Musik, die Kleine wuselt überall mit und ich sitze einige wenige ruhige Minuten, um ein Treffen in dieser Woche vorzubereiten. Dann fällt mir wieder auf, wie spät es schon ist und ich sortiere mich für einen Abendtermin in der Schule.

Ich schreibe dem Mann, der noch nicht da ist, was ansteht. Der eine soll für die Mathe-Arbeit lernen, der andere soll Brot kaufen, die Kleine hat keinen Mittagsschlaf gemacht und wird wahrscheinlich früh schlafen. (Spoiler: Macht sie nicht) Ich schicke den Schulfreund nachhause, setze die Tochter zum Großen und fahre mit dem Rad zur Schule. Unterwegs sehe ich den Mann im Bus, immerhin winken wir uns kurz zu.

Von 18 – 20 Uhr sitze ich in der Schule und höre interessiert, was es Neues in Sitzung aller Elternvertreter zu hören gibt. Manches wiederholt sich einfach immer wieder, seit wir an der Schule sind.. und wahrscheinlich auch schon vorher (Toiletten, Verkehr, Aufsichtspflicht) Andere Themen sind tatsächlich neu und frisch und ich bin, wie meist nach so einer Sitzung, wirklich dankbar für unsere Schule!
Als ich nachhause komme, ist es dunkel. Die Jungs sind im Bett, das Mädchen sitzt mit Papa vergnügt in der Küche. Sie hat keine Lust aufs Bett, aber ich nehme sie mit nach oben und brauche das Abend-Lied heute nicht oft singen, bis sie eingeschlafen ist.
Dann setze ich mich auf die Couch, schreibe diesen Beitrag schnell und informiere meine Klasse und Eltern in ein paar Stichpunkten über die Schul-Versammlung.
****
Danke fürs Mitlesen!
Wenn du mein Bloggen unterstützen möchtest,
lade ich Dich ein,
in meine Kaffeekasse zu spenden. (Klick hier!)
Jeder Euro ist ein Zeichen.