WMDEDGT – 12

05. Dezember 2019

Am 5. eines Monats möchte ich euch erzählen, was ich eigentlich so den ganzen Tag gemacht habe.
Falls jemand fragt:
„Was macht du eigentlich den ganzen Tag?“
WMDEDGT?

Ich glaube, heute war der kälteste Tag bis jetzt. Puh! Aber mit so schöner Wintersonne fühlt sich das Dezember-Wetter irgendwie richtig und gut an.

Ich stehe gegen 6:30 Uhr auf und wecke die Kinder. Dass Kinder in Zeiten des Adventskalenders schneller aufstehen, stimmt auch bei 7- und 9jährigen noch. Und dass ich jeden Morgen schwerer aufstehe, je näher die Ferien kommen, stimmt auch noch 😉

Der Große hat Bauchschmerzen und sitzt etwas länger auf der Toilette. Ich packe ihm Schonkost in die Brotbox. Der Mittlere frühstückt und es dauert eine Weile, bis beide Kinder angezogen und mit gepackten Taschen aus dem Haus kommen. Wir schaffen nicht immer, die beiden oben im Bett schlafen zu lassen.

Die Kinder rennen und spielen auf dem Schulweg. Sie scheinen nicht zu frieren und die Bauchschmerzen sind wahrscheinlich auch weg. Ich schaue mit den Kindern schnell auf den Vertretungsplan und wir besprechen dann, ob sie abgeholt werden, von wem, oder ob sie alleine gehen. Punkt 8:00 Uhr bin ich wieder zuhause. Ich lege mich auf die Couch und lasse meine Gesichtszüge auftauen. Die kurze Strecke mit dem Rad war wirklich wirklich kalt. Mein Opa wäre heute 84 Jahre alt geworden und ich schreibe eine kleine Nachricht an meine Oma, dass ich an sie denke. (Jawoll, meine coole Oma hat WhatsApp!)

Mein Mann macht Frühstück und zieht den Kleinsten an. Ich bringe ihn dann zur Kita, weil ich mich für ein Entwicklungsgespräch angemeldet habe. Ich rede 30 Minuten mit der Erzieherin, bzw. höre ihr zu. Es ist alles in Ordnung. Der kleine Sohn ist sehr gut in der Gruppe angekommen. Wie seine Brüder ist er zurückhaltend und vorsichtig, die sprachliche Entwicklung etwas verzögert. Aber anders als seine Brüder zeigt er eher, was er möchte und geht schneller auf andere Kinder zu. „Ein fröhliches, zufriedenes Kind“, sagt die Erzieherin. Ich bin glücklich.

Zuhause habe ich noch ca. 1 Stunde Zeit, bevor ich zur Arbeit fahre. Ich räume etwas, trinke einen Kaffee auf der Couch, räume wieder und mache mich dann fertig. Ich bekomme eine Email, in der steht, dass der Lego-Kurs des Großen heute ausfällt. Das heißt, ein ruhiger stressfreier Nachmittag wartet auf uns. Wie schön! Ich fahre langsam mit dem Fahrrad, weil der Fahrtwind echt beißt. An jeder roten Ampel schließe ich die Augen und halte mein Gesicht in die Sonne.

Der Arbeitstag ist heute sehr ruhig, weil viele Kinder meiner Gruppe einen Ausflug machen, andere sind krank und so habe ich drei kleine Jungs um mich. Wir lesen vor, machen viel mit der anderen Gruppe zusammen und ich drücke mich erfolgreich davor, in den Garten zu gehen – natürlich nur, weil auch Kinder drinnen bleiben möchten 😉

Nach dem Mittag kommt die Ausflugsgruppe wieder und ich gehe nachhause. Mein Mann ist mit dem Mittleren gerade unterwegs zum Musikunterricht. Ich bleibe gleich im Garten, um den Hasenstall sauber zu machen. Wenn ich einmal drinnen bin, komme ich nicht mehr raus, das weiß ich. Der Große macht seine Französisch-Hausaufgaben fertig und kommt mit raus. Ich merke, dass mir etwas für den Stall fehlt und gehe schnell um die Ecke zum Einkaufen. Der Große geht wieder rein und wartet mit dem Kleinen drinnen. Ich besorge heimlich letzte Nikolaus-Kleinigkeiten.

Normalerweise setzen wir die beiden Zwergkaninchen in ihr Draußen-Gehege und machen dann in Ruhe den Stall sauber. Aber der Laufstall ist zu kalt und nass, so nimmt mein Sohn den einen Hasen an die Leine (Werbelink) und der andere bleibt im Stall, bis der zweite Sohn vom Musikunterricht wiederkommt. Die Hasen machen das Spiel nicht so ganz mit und alle vier scheuchen sich gegenseitig, mal mit, mal ohne Leine durch den Garten. Es wird immer dunkler und ich beeile mich. Die Hasen müssen nun schon bei Minusgraden draussen sein, da sollen sie wenigstens einen schönen Stall haben.

Als ich irgendwann rein komme, hat mein Mann die beiden Großen in die warme Badewanne gesteckt. Ich mache ihnen einen Hörspiel-Adventskalender an. Unten nehme ich die Wäsche ab, trinke einen Kaffee und sitze kurz auf der Couch. Dann schreit es aus dem Bad nach Handtüchern und ich gehe ins Bad – wo mich natürlich eine leichte Überschwemmung erwartet.

Irgendwann sind beide Kinder trocken, das Bad auch, ich unterschreibe eine Sachkunde-Arbeit, schneide ein bißchen Obst und schicke die Jungs zum Zimmer aufräumen. Da fällt ihnen das Schuhe putzen ein – und los gehts. Der untere Flur kann dann auch bitte gewischt werden.. aber die Schuhe sind sauber, auch die Sohlen. Sie wünschen sich Nikolaus-Musik und ich spiele alle Lieder, die wir kennen. Rolf Zuckowski: Schön, dass es dich gibt! (Werbelink)

Der Große möchte mit mir Engelsaugen backen, aber uns fällt auf, dass wir kein Mehl mehr haben. (Wie kann das passieren???) Wir diskutieren eine Weile mit den anderen, aber dann dürfen wirklich nur wir beide gehen. Natürlich ist es kein Problem, alle Kinder mit zum Einkaufen zu nehmen… aber manchmal möchte ich wenigstens kurz Zeit nur mit einem verbringen. Wir kaufen also Mehl.. und Orangen.. und sammeln Kohl-Blätter für die Hasen, bringen Pfandflaschen weg.. als wir nachhause kommen, hat der Mann schon Abendbrot gemacht und zum Kekse backen ist es irgendwie zu spät. Merkt zum Glück keins der Kinder..

Die Kinder-Weihnachtsmusik dudelt noch immer und die Stimmung wechselt zwischen „Haach ist das schön!“ und „Kannste nich mal die Musik ausmachen??“. Nach dem Abendbrot werden endgültig die Kinderzimmer aufgeräumt und das endet fast im Chaos. Es graut mir vor den nächsten Wochen mit vielen neuen Geschenken…

Der Kleine kippt fast um vor Müdigkeit, der Mann verabschiedet sich und geht zu einem Abend-Termin, die Kinderzimmer sind sauber und gesaugt und ich bringe die Jungs ins Bett. Jetzt ist die Küche schick, der Flur auch, die Schuhe und Kinderzimmer… und ich werde nachher ein paar Schätze in den Schuhen verstecken. Falls ich nochmal von der Couch aufstehe.

Ein schöner Freitag und ein ruhiges Wochenende wartet auf uns und dann … sind es nur noch zwei Schulwochen!

Das war der letzte WMDEDGT-Beitrag für dieses Jahr! Alle zusammen findet ihr hier!

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